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am 15. Juni 2008
Das neue Werk der NWOBHM-Institution sorgt für Einiges an Aufregung, wie mir vorkommt.... das ist doch wirklich ein gutes Zeichen - oder nicht? Als erklärter Priest-Fan war ich natürlich - wie eine Vielzahl anderer auch - äußerst gespannt, was die Briten uns hier im Spätfrühling 2008 - rd.30 Jahre nach Bandgründung - servieren werden.

Womit habe ich denn gerechnet? Etwas Althergebrachtes? - Traditionelles? - heftige Riffs? - typische Gitarrenfeinarbeit mit Unisonopassagen von Glenn & KK? - einem (wie gehabt und geliebt) markant in höchsten Lagen schreienden Metal-God???? Oder habe ich mir erwartet, dass Priest etwas völlig Neues auf den Tisch bringt????

Fragen über Fragen, auch eine seriöse Antwort auf diese Fragen fiel nicht leicht, wusste man doch, dass JP vorhatten, ein Konzeptalbum zu zimmern, wusste man vor allem auch, dass Rob Halford anno 2008 nicht mehr DEEEER Metal-Shouter ist, der er vor 20 bis 25 Jahren einmal war....
Zusammengefasst: Ich schob die Fragen beiseite und freute mich auf einen neuen Output der Musiklegende wie der Hund auf einen frischen Knochen.....
13.06.2008: Die neue Priest ist im CD-Player und ich lausche den Dingen, die da aus den Lautsprechern in meine Gehörgänge eindringen.....

Kommentar bzw.Rezension (immer subjektiv - ist ja Musik = Geschmackssache = ganz persönliche Vibes):

Priest 2008 ist zu 100% Priest geblieben - alle Zutaten eines klassischen Albums sind - verstreut auf einer Vielzahl der 23 Stücke - vorhanden, Rob singt wie ein Metal-God - geschickt wird das oben angesprochene, klassische Markenzeichen seiner selbst, die hohen Screams, auf einige wenige Parts verteilt, der Rest des Gesangs ist überragend im mittleren Höhenbereich - mal gefühlvoll balladesk, mal aggressiv shoutend - angesiedelt. Die Gruppe ist diesbezüglich sicher auf Robs stimmliche Fähigkeiten im Jahre 2008 eingegangen und das ist auch gut so - man will ja immerhin auch ausgedehnt touren und wem nützt es, wenn nach einigen Konzerten Robs Stimme infolge von Überanstrengung - nur um den Standard der 80Žer-Jahre zu halten - ausbleibt..... - ich meine - immerhin ist der Mann schon in der zweiten 50Žer-Hälfte, da darf man doch wohl bitte auch mal auf sich selbst ein wenig Rücksicht nehmen..... Wer aufgrund dieser Ausführungen befürchtet, die Scheibe sei gesanglich schwach, kann beruhigt werden - ganz im Gegenteil - Halfords markantes Organ ist allgegenwärtig und geradezu optimiert - ich zumindest bin begeistert von seiner gesanglichen Leistung und der Vielfalt seiner Stimme.

Die Rhythmusgruppe Travis/Hill liefert wieder einmal ein solides Fundament, auf welches KK Downing und Glenn Tipton mit ihren nach wie vor perfekten und teils spektakulären Gitarrenläufen und Riffs aufbauen können.

AAABER: Das Album erzählt eine Geschichte, die mit dem klassischen Metalwerkzeug allein einfach nicht auskommen kann.... So werden wir hier mit einer Vielzahl von Faktoren konfrontiert, die dem gestandenen Metal-Fan wohl etwas fremd anmuten - vor allem deshalb, weil wir es hier ja um Gottes Willen mit einem Judas-Priest-Album zu tun haben.
GEHÖREN hier Piano-, Streicher,- orchestrale Einlangen, klassisch angehauchte Instrumentalbrücken in nicht allzu spärlichem Ausmaß hin??? DÜRFEN Judas Priest so was überhaupt machen???

Doch bitte JA!!! Sie dürfen das!!! Wir haben hier eine der einflussreichsten Musikgruppen der harten Fraktion überhaupt mit einem neuen Album am Start. Priest hat sich die künstlerische Freiheit genommen, nun das zu tun, was ihnen gerade eben in den Sinn gekommen ist. Es spricht doch uneingeschränkt für die Band, nach all den Jahren, nach all den legendären Outputs und Konzerten, zu neuen Ufern aufzubrechen und sich dabei nicht dem Druck der Erwartungen von unserer Seite zu beugen und sich in ein schmales künstlerisches Korsett aus METAL einsperren zu lassen!

Nur auf diese Art und Weise sind in der Vergangenheit, entstehen in der Gegenwart und werden in Zukunft Legenden entstehen.

Bands wir Priest brauchen künstlerischen und kreativen Freiraum, sie dürfen nicht ewig über Painkillerrrrrrrr oder meinetwegen Defenders of the Faith oder über welchen Meilenstein auch immer definiert werden.

Es war ein weiter Weg vom Beginn an BIS zu Painkiller, dass Priest mit ihrem Weg noch nicht am Ende sind, haben sie mit Nostradamus eindrucksvoll und auf höchstem künstlerischen Niveau bewiesen.

Volle Kaufempfehlung für jene, die über den Tellerrand hinausblicken können und wollen.....
44 Kommentare| 40 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Eines ist für mich ganz sicher, das neue Album der Priester wird die Anhänger in 2 Lager teilen, wie vielleicht kein anderes in der langen Geschichte der Band. Im 34. Jahr ihres Bestehens veröffentlicht die Gruppe ein Konzept-Album als DoCD. Dies ist ansich schon sehr ungewöhnlich. Es werden jede Menge Synthesized Guitars von den Herren Tipton und Downing eingesetzt. Das wird nicht jedem Fan gefallen. Ähnlich wie bei den letzten Alben von Manowar und Iced Earth sind einige kurze Instrumentals an Bord, welche als Bindungsglieder zwischen den eigentlichen Songs dienen.
"Nostradamus" ist ein Metal-Prog-Musical geworden, aber allererster Güte.

Aufgrund der Synthesized Gitarren muss mancher sicher an das "Turbo"-Album von 1986 denken. Dieser Vergleich hinkt aber, da "Nostradamus" sehr, sehr d ü s t e r und g e h e i m n i s v o l l ist. Es wird eine ganz besondere Athmosphäre geschaffen, wie ich sie von den Priestern bisher noch nicht kannte. Die Zeit und das Werk von Nostradamus kann man somit sehr gut nachvollziehen bzw. sich in seine Zeit versetzen (Kriege, Pest usw). Bitte lieber Priest-Fan, erwarte kein `Living after midnight`, oder `Painkiller`. "Nostradamus" ist anders, ist viel tiefer, auch von den Emotionen her. Trotzdem rockt das Album und zwar ordentlich. Glenn Tipton und K.K. Downing bringen jede Menge geile Riffs und Soli zuwege. Und Rob Halford singt wie ein junger Gott! Ob da jetzt im Studio nachgeholfen wurde, weiß ich nicht, ist mir auch egal, Rob singt genial!

Mit Anspieltipps ist es bei einem Konzeptwerk immer sehr schwer, auch da die Songs ineinander über gehen. Ich nenne stellvertretend hier `Prophecy`, `War`, `Pestilence and plague`, `Death` und `Nostradamus`. Man sollte das Werk am besten aber in einem Zug geniessen.

"Nostradamus" ist ein episches Meisterwerk. Sie zeigen hier Manowar und co., wie man ein Konzept-Album zu machen hat. Aber, ich bin mir sicher, viele Priest-Puristen werden sich angewidert abwenden, leider. Für mich ist es schon jetzt ein highlight unter vielen der Priester. Ganz ehrlich, ich hab` ihnen so was starkes nicht mehr zugetraut. So kann man sich täuschen :-)). 5 Sterne und "The Priest is back"!

P.S. Da Don Airey von Deep Purple unter special thanks auftaucht, nehme ich an, dass dieser auf dem Album auch Keys gespielt hat.
1111 Kommentare| 22 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Eines ist für mich ganz sicher, das neue Album der Priester wird die Anhänger in 2 Lager teilen, wie vielleicht kein anderes in der langen Geschichte der Band. Im 34. Jahr ihres Bestehens veröffentlicht die Gruppe ein Konzept-Album als DoCD. Dies ist ansich schon sehr ungewöhnlich. Es werden jede Menge Synthesized Guitars von den Herren Tipton und Downing eingesetzt. Das wird nicht jedem Fan gefallen. Ähnlich wie bei den letzten Alben von Manowar und Iced Earth sind einige kurze Instrumentals an Bord, welche als Bindungsglieder zwischen den eigentlichen Songs dienen.
"Nostradamus" ist ein Metal-Prog-Musical geworden, aber allererster Güte.

Aufgrund der Synthesized Gitarren muss mancher sicher an das "Turbo"-Album von 1986 denken. Dieser Vergleich hinkt aber, da "Nostradamus" sehr, sehr d ü s t e r und g e h e i m n i s v o l l ist. Es wird eine ganz besondere Athmosphäre geschaffen, wie ich sie von den Priestern bisher noch nicht kannte. Die Zeit und das Werk von Nostradamus kann man somit sehr gut nachvollziehen bzw. sich in seine Zeit versetzen (Kriege, Pest usw). Bitte lieber Priest-Fan, erwarte kein `Living after midnight`, oder `Painkiller`. "Nostradamus" ist anders, ist viel tiefer, auch von den Emotionen her. Trotzdem rockt das Album und zwar ordentlich. Glenn Tipton und K.K. Downing bringen jede Menge geile Riffs und Soli zuwege. Und Rob Halford singt wie ein junger Gott! Ob da jetzt im Studio nachgeholfen wurde, weiß ich nicht, ist mir auch egal, Rob singt genial!

Mit Anspieltipps ist es bei einem Konzeptwerk immer sehr schwer, auch da die Songs ineinander über gehen. Ich nenne stellvertretend hier `Prophecy`, `War`, `Pestilence and plague`, `Death` und `Nostradamus`. Man sollte das Werk am besten aber in einem Zug geniessen.

"Nostradamus" ist ein episches Meisterwerk. Sie zeigen hier Manowar und co., wie man ein Konzept-Album zu machen hat. Aber, ich bin mir sicher, viele Priest-Puristen werden sich angewidert abwenden, leider. Für mich ist es schon jetzt ein highlight unter vielen der Priester. Ganz ehrlich, ich hab` ihnen so was starkes nicht mehr zugetraut. So kann man sich täuschen :-)). 5 Sterne und "The Priest is back"!

P.S. Da Don Airey von Deep Purple unter special thanks auftaucht, nehme ich an, dass dieser auf dem Album auch Keys gespielt hat.
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am 29. November 2011
Anfang der Neunziger trennten sich mit Iron Maiden und Judas Priest gleich zwei der bedeutendsten Heavy-Metal-Bands der Welt, und stellten ihre langjährigen Fans damit auf eine sehr harte Probe. Beide Gruppen fanden zwar wieder gute Frontmänner, mussten aber schon sehr schnell feststellen, dass diese leider nicht in die Fußstapfen von Bruce Dickinson oder Rob Halford treten konnten. Sowohl Iron Maiden als auch Judas Priest veröffentlichten nach der Trennung jeweils zwei akzeptable, aber aus der Sicht vieler Fans doch eher unbedeutende Alben. Bruce Dickinson und Rob Halford hingegen starteten jeweils Solokarrieren, wobei der Metalgott zuerst mit - Fight - eine neue Gruppe gründete, mit der er ein gutes und überzeugendes Debütalbum - Fight War Of Words - veröffentlichte und zwei Jahre später ein hörbares, aber ebenfalls eher bedeutungsloses zweites Album - A Small Deadly Space - folgen ließ, was unter anderem auch der Grund war, dass sich die Band kurz danach auflöste. Auch der zweite Versuch - Two - konnte die Fans nicht wirklich überzeugen, so dass der Metallgott, im Gegensatz zu Bruce Dickinson, der mit zwei bärenstarken Solo-Alben - Accident Of Birth und Chemical Wedding - seine Fans mehr als beglückte, erst mit - Resurrection - im wahrsten Sinne wieder auferstand, und seine Anhängerschaft zurückgewinnen konnte.

Nachdem sich Iron Maiden 2000 wiedervereinigten, und mit - Brave New World - eines der für mich besten Iron-Maiden-Alben überhaupt vorlegten, ging ein spürbarer Ruck durch die ganze Metallszene, und so vereinten sich Judas Priest wenig später ebenfall wieder, und veröffentlichten mit - Angel Of Retribution - ein für mich gutes, aber nicht durchweg hochkarätiges Album. Dennoch konnte man aus Titeln wie - Angel, Eulogy und dem sensationellen Lochness - erkennen, dass auch Judas Priest, ähnlich wie Iron Maiden, ihren musikalischen Stil in Richtung Progmetal veränderten, sprich anspruchsvoller wurden. Diese Richtungsänderung gefiel allerdings nicht allen Fans. Vor allem bei den ganz eingefleischten Heavy-Metal-Hören, stieß dieses Album sogar auf Ablehnung.

Unbeeindruck davon produzieren Judas Priest vier Jahre später mit dem Doppelalbum - Nostradamus - erstmals in ihrer musikalischen Karriere ein Konzeptalbum, indem sie mittelalterliche Geschichte und Überlieferungen eindrucksvoll in Heavy-Metal-Musik verwandeln und mit Progelementen verzieren. Das Album beschäftigt sich thematisch mit dem Apotheker Michel de Nostredame, der im 16. Jahrhundert auch als Arzt und Astrologe gearbeitet hat. Der Überlieferung nach war er ein hochgelehrter Mann, der bei seinem Großvater neben alten Sprachen wie Latein, Griechisch, und Hebräisch auch Mathematik und Astrologie erlernte. 1535 verlor er seine erste Frau Henriette d'Encausse, sowie seine beiden Kinder aufgrund der Pest bzw. der neuen Krankheit Diphtherie.

Da er gegenüber einem Erzgießer, der eine Madonnenstatue herstellte, geäußert haben soll, dass dieser Teufelsbilder herstellen würde, und in diesem Zusammenhang auch der schwere Verdacht aufkam, dass Michel de Nostredame vielleicht sogar ein Ungläubiger (Lutheraner) sein könnte, bekam er als Nostradamus eine Vorladung zur Inquisition. In der Folgezeit schrieb er rätselhafte und düstere Prophezeiungen in metamorphischer Sprache. Vieles des - Nostradamus - bleibt allerdings bis heut noch unübermittelt und mystisch.

Genauso mystisch beginnt mit dem Instrumentalen - Dawn of Creation - auch das Album. Ein spannendes orchestral gestaltetes Intro, das sich mit düsteren Drumelementen unglaublich dramatisch entwickelt, zieht den Hörer sofort in die Geschichte unseres Helden hinein. Danach folgt die Geschichte des Nostradamus in einerseits gewohnter "Judas-Priest-Manier", andererseits aber in völlig neuem Musikgewand. Die einzelnen Stationen unseres Hauptakteurs werden mit wunderschönen kurzen Intermezzos verbunden, bei denen vor allem Rob Halfords Stimme unglaublich großartig zur Geltung kommt. Zwar hat die Stimme des "Metalgotts" mit fast sechzig Jahren schon etwas an Höhe verloren, aber sie kommt kristallklar und intensiv zur Geltung. Die Songs sind nicht nur eine gute Mischung aus klassischem Heavy Metal und Progmetal, sondern auch die kommerzielle Achtziger-Phase blitzt in Titeln wie - Exile und Alone - auf.

Für mich ist - Nostradamus - mit ganz großem Abstand das beste Judas-Priest-Album, weil hier über neunzig Minuten hinweg nicht nur ein Song auf den anderen folgt, sondern weil auf diesem Album eine ganze Geschichte erzählt wird, bei der sich die Musiker im Vorfeld sehr viel Mühe machen mussten, sich den historischen Hintergrund zu erarbeiten, und in ein musikalisches Konzept zu bringen. Das ist eine der größten Herausforderungen im Musikbereich, und das gebührt auch meinen vollen Respekt und meine volle Anerkennung.
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am 23. November 2008
...der Vollständigkeit halber: es sind durchaus nicht nur "synthesized guitars" am Werke, sondern echte Streicher - sehr angenehm für die, die sich auskennen und durchaus angemessen für eine Band wie Priest.

Das Opus ist in der Progressive Rock-Ecke anzusiedeln und hat mit klassischem Heavy Metal nicht allzuviel gemein; kann für manchen Fan des Prog-Rock-Genres durchaus als Priest-Einstiegsdroge dienen. Mir hat die Scheibe übrigens erst nach dem vierten mal Hören gefallen und nun, nach dem x-ten male, möchte ich sie nicht mehr missen.
Die Texte sind Pathos-lastig und die Nostradamus-Thematik wird ordentlich dramatisiert - aber dafür sind die Priester halt Künstler.
Ich hoffe, das Album soll keinen Abschluss-Meilenstein darstellen, bevor die Herren in Rente gehen. Ein angemessenes Werk wäre "Nostradamus" allemal.
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am 17. November 2008
...diese Cd gekauft.
Doch der Reihe nach:
Nach dem durchschnittlichen "Angel of Retribution" und dem Schlusspunkt "Lochness" mit seinem unsäglichen Kinderliedrefrain war ich in Richtung "Priest" erstmal bedient. Die Anzahl vernichtender Kritiken der Doppel-CD "Nostradamus" bestätigten zunachst meine Zurückhaltung.

Welch ein Fehler! Hätte ich doch schon früher einmal reingehört!

Selten habe ich einen besseren Mix aus Thematik, Texten und musikalischer Umsetzung gehört. Über einer düsteren Grundstimmung mit tollen Keyboards von Don Airey thront "die Jahrhundertstimme" Rob Halford. Mein Gott, ist der Mann noch stark. Von mir aus kann er im Konzert so oft vom Teleprompter ablesen, wie er will - Weltklasse, ob singend, kreischend, klagend!
Musikalisch dominiert ein bombastischer, teils majestätischer und pathetischer Sound.
Nie habe ich Judas Priest vielseitiger und abwechslungsreicher gehört.
Das Gitarrenduo Tipton/Downey spielt dabei eher eine unterstützende denn tragende Rolle. Nicht unbedingt ein Nachteil, der Gesamtsound stimmt jedenfalls.
Freunde der Living-after-Midnight-Party-Fraktion werden ihre Schwierigkeiten im Zugang zu dieser Doppel-CD haben. Da sich viel im Midtempo-Bereich abspielt, sollten auch Speed-Fans erstmal antesten.
Man sollte schon etwas Zeit in "Nostradamus" investieren, es lohnt sich.

5 Sterne für eine Doppel-CD ohne nennenswerten Ausfall und damit - auf ihre Art - in einer Linie mit "Painkiller" und "British Steel" zu nennen.
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am 31. Mai 2016
Die Lieferung und der Service waren sehr gut.
Die CD, die mir schon lange bekannt ist, ist (nach einer gewissen Eingewöhnungsphase) sehr zu empfehlen.
Die CD ist sicherlich ein untypisches Judas Priest Album und trotz leichter Soundschwächen (Gitarren könnten druckvoller abgemischt sein) zu empfehlen.
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am 27. Juni 2012
Priest ist schon immer eine der besten Metal Bands der Welt und haben einiges zu beigetragen. Verstehe die Leute nicht die sich darüber unötig aufregen: "Nicht gut" Grottenschlecht" bla bla.. ist doch nur mal ein Experiment von Judas, mal etwas anderes und sie zeigen damit: auch das haben wir drauf! Also ich kann nur sagen, ein gutes Album in einem anderen Stil aber genial.
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am 2. Juli 2008
Die einen sind enttäuscht, weil es kein Painkiller geworden ist, die anderen finden das neue Opus langweilig, die nächsten unpassend für Priest ...

Ich frage mich, wieso sollten erwachsene Musiker, von denen man durchaus sagen kann, daß sie "es geschafft" haben nicht ihren musikalischen Neigungen nachgehen und auch mal etwas Neues probieren? Man kann es mögen, man kann es nicht mögen. Hier ist einer, der es mag und hier sind die Gründe dafür:

- Wer die richtig alten Scheiben kennt (RockaRolla z.B.), der findet die Kombination von Halford und Piano weder unpassend noch eigentlich wirklich neu. Die Stimme ist älter geworden, reifer, die Höhen klappen nicht mehr ganz 100% so, aber dafür wuchert Rob mit dem vollen Pfund und allen Facetten in der Mittelage, daß es eine Pracht ist.

- Bombastisch konnten Priest schon früher, orchestral ist neu. Und es fügt sich wirklich hervorragend ein. Nach meinem Geschmack besser als die "brutalo-Masche" der Tim Owens Ära (obwohl der Song Bullet Train echt Wahnsinn ist).

- Es gab auch in den früheren Scheiben auch gelegentlich etwas "progressivere" Stücke, hier sind sie in der Mehrzahl. Fast scheint es, als hätten Priest sich "getraut" all die vielleicht früher unterdrückten Facetten mal so richtig auszuleben. Ist ihnen gelungen, denn Nostradamus klingt, bei allen Neuerungen, unverwechselbar nach Judas Priest. Das muß man erstmal schaffen.

Also für scheuklappenlose Fans ein durchaus kurzweiliges und dabei langlebiges Doppelalbum.

Mein einziger Kritikpunkt: Nach meinem Geschmack hätten einige Stücke vielleicht etwas mehr "conciseness" vertragen können. Für einen Punkt Abzug reicht das allerdings nicht. Daumen hoch!
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am 2. Juni 2008
so. nur, damit nicht wieder aufregung entsteht: ja, ich kenne das komplette doppel-album schon, ich hörs grad zum dritten mal durch. ich bekomme aufgrund meines berufs die cds meist ein, zwei, drei wochen vor dem erscheinungstermin.

ich möchte jetzt drauf verzichten, song für song einzeln zu besprechen, denn das sind a) ziemlich viele und ergibt b) wenig sinn, weil diese doppel-cd ja eine durchgehende komposition, ein opus über die prophezeiungen des nostradamus sein will.

erstens finde ich es großartig, dass priest sich das trauen. einen derartigen felsbrocken von einem projekt zu stemmen, das könnte auch jüngere (und um ehrlich zu sein: auch kompositorisch noch mehr in saft stehende) bands überfordern.

aber: es geht sich irgendwie doch aus!

was das hier genau sein soll, ist nicht klar (vielleicht auch nicht wichtig), mir fällt die genrebezeichnung hevay-metal-musical ein. die stilmittel sind metal, der inhalt ist eher musicalhaft, er hat bei aller schwere der thematik eine leichtigkeit, eine kulinarik, etwas angenehm kommerzielles im gestus, in der umsetzung. das finde ich gut, das passt und fügt sich.

priest sind hier klar als sie selbst zu erkennen - der sound ist im kern unverändert und typisch: die etwas in die mittellage gerutschte (das steht ihm gut) quietschstimme von rob, die doppelgitarren, der nagelnde klang der rhythmusgruppe. das klangspektrum wurde aber - notwendigerweise - erweitert: klavier, synths, streicher, ich hör da sogar ein spinett raus. das wirkt aufs erste ohr sehr eigenartig, gewinnt aber mit jedem hören an format. rob singt teilweise sehr lakonisch, dann wieder ganz opernhaft - doch, der hat schon viel drauf.

musikalisch ist ihnen - klar, das passt zum thema - besonders viel im gernre der wabernden nebel-ballade im stil von "before the dawn" eingefallen, am ende der zweite cd gibt es da eine ganz großartige, vier, fünf nummern umfassende strecke. außerdem dominieren hier mittelschnelle stücke im stil von "blood red skies", manches klingt auch, als würde man die tracks von "painkiller" auf halbem tempo abspielen.

die stimmung, der vibe des albums, erinnert naturgemäß an savatage, manchmal auch an iced earth oder an das "tyr"-album von black sabbath. manchmal klingt auch, wie ein echo, the who an - natürlich, die sind ja nach wie vor die benchmark in sachen rock-musiktheater. und das sind ja tolle referenzen.

dickes plus: für die originalität der kompositionen, das kreative arrangement, gesang und spiel, für viele starke melodien. und für den mut, sich weiter zu entwickeln und ein wagnis einzugehen.

kleines minus: das ding hat, etwa gegen ende der ersten cd, doch längen. und: es fehlt, was priest-fans doch am meisten schätzen - die großartig fetzende, packende, alles umwalzende high-speed-nummer mit großem refrain.

bin schon sehr gespannt, wie sie das live umsetzen...
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