Amazon.de: Kundenrezensionen: Viva la Vida

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41 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen COLDPLAY - VIVA LA VIDA OR DEATH AND ALL HIS FRIENDS - COLDPLAY entwickeln ihre Musik konsequent weiter
Angefangen haben COLDPLAY auf PARACHUTES noch als Independent-Band, die aber schon zu großen, eingängigen Melodien fähig war. Bei A RUSH OF BLOOD TO THE HEAD liehen sie sich ein wenig U2-Feeling und schafften damit den Durchbruch. X&Y fiel dagegen fast rein poppig aus und machte die Jungs um CHRIS MARTIN zu Superstars. Da läge es vom Kalkül doch nahe, den Weg weiter zu...
Vor 17 Monaten von Marc Langels veröffentlicht

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versus
50 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Coldplay kisses the Joshua Tree

Ich will vorne anfangen:
Nach den letzten 3 Alben, die für mich einen sinnvollen Zusammenhang hatten, und in denen die Musik von Coldplay immer weiter reifte, nach diesen 3 Alben erwartete ich den neuen Longplayer der britischen Ausnahmeband sehnsuchtsvoll. Eine CD so zu erwarten, das ist ein Gefühl, dass mir, dem Mittvierziger, heutzutage nicht mehr oft...
Vor 17 Monaten von Boris Ewald veröffentlicht

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41 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen COLDPLAY - VIVA LA VIDA OR DEATH AND ALL HIS FRIENDS - COLDPLAY entwickeln ihre Musik konsequent weiter, 19. Juni 2008
Diese Rezension stammt von: Viva la Vida [Vinyl LP] (Schallplatte)
Angefangen haben COLDPLAY auf PARACHUTES noch als Independent-Band, die aber schon zu großen, eingängigen Melodien fähig war. Bei A RUSH OF BLOOD TO THE HEAD liehen sie sich ein wenig U2-Feeling und schafften damit den Durchbruch. X&Y fiel dagegen fast rein poppig aus und machte die Jungs um CHRIS MARTIN zu Superstars. Da läge es vom Kalkül doch nahe, den Weg weiter zu beschreiten und "X&Y 2" aufzunehmen. Doch gerade das haben COLDPLAY nicht gemacht - sie sind nicht den sicheren Weg gegangen. Stattdessen haben sie sich mit ihren vergangenen Erfolgen die Freiheit erarbeitet, das zu machen, was sie wollen. Klar ist, sie machen jetzt keine komplett verkopfte Musik wie RADIOHEAD (warum auch, die Band gibt es bereits) und sie haben auch sonst das Rad der Musik nicht neu erfunden. Viel mehr haben CHRIS MARTIN (Gesang, Klavier), JONNY BUCKLAND (Gitarre), GUY BERRYMAN (Bass, Keyboards) und WILL CHAMPION (Schlagzeug) ihren Sound erweitert, neue Einflüsse hinzugefügt und daraus einen schmackhaften Musik-Shake gezaubert, namens VIVA LA VIDA OR DEATH AND ALL HIS FRIENDS.

Die gravierendste Veränderung ist schon mal der Gesang: sang CHRIS MARTIN früher meist in sehr hohen Lagen, so setzt er auf VLVODAAHF mehr seine natürliche" Stimme ein. Für mich ist das ein Pluspunkt, es klingt einfach entspannter und natürlicher - zudem dürfte es seine Karriere länger erhalten, denn das hohe Singen ist auf Dauer extrem strapaziös für die Stimmbänder. Die zweite wichtige Veränderung sitzt auf dem Produzenten-Stuhl und hört auf die Namen BRIAN ENO (unter anderem U2, PETER GABRIEL) und MARKUS DRAVS (unter anderem ARCADE FIRE). Die Beiden haben COLDPLAY offenbar dazu gebracht, darüber nachzudenken, was sie mit ihrer Musik wollen: größtmöglichen Erfolg oder aber doch lieber selbst zufrieden sein?

COLDPLAY entschieden sich offensichtlich für letzteres. Da wird geklatscht, mit Flamencorhythmen experimentiert, zudem öffnete sich die Band für Einflüsse der Weltmusik und lässt die Gitarre schon mal nach Sitar klingen. Aber die Musik lässt immer wieder Platz für große Melodien und Hymnen, für die die Band bekannt ist. Aber immer nur kurz, um dann einen musikalischen Roadblock zu setzen und den Hörer zu überraschen. Dies ist alles nicht wirklich neu, aber es gibt der Musik etwas von ihrem Zauber zurück. Es ist unberechenbarer als X&Y, weniger direkt als A RUSH OF BLOOD TO THE HEAD aber eingängiger (im Sinne von Zugänglich) als PARACHUTES.

Insofern ist VIVA LA VIDA OR DEATH AND ALL HIS FRIENDS eigentlich "DAS" COLDPLAY-Album, da es Stil-Elemente der Vorgänger übernimmt, modifiziert, mit neuen Aspekten versieht, neue Ansätze wagt und den Zuhörer auf eine Reise durch den Musik-Kosmos mitnimmt, die er so schnell nicht vergessen wird. Sollte BRIAN ENO einen ähnlichen Erfolg beim nächsten U2-Album haben, dann hätte er schon zwei der großen Pop-Gruppen davor bewahrt zu Selbst-Plagiaten zu werden.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Sehr gutes und abwechslungsreiches Album , 8. Juli 2008
Diese Rezension stammt von: Viva La Vida (Audio CD)
Bei dem neuen Album von Coldplay gehen die Meinungen stark auseinander. Für mich persönlich ist es sogar das beste Album das Coldplay bisher veröffentlicht hat. Bei den vorhergegangen Alben waren immer drei, vier Stücke sehr gut, einige Stücke sind, wie gesagt dies ist meine subjektive Meinung, stark abgefallen und haben mir nicht sonderlich gefallen. Bei Viva La Vida ist dies nicht so. Dieses Album wird, um so öfter ich es höre, immer besser. Daher von meiner Seite klare 5 Sterne.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gute Laune CD!, 7. Juli 2008
Diese Rezension stammt von: Viva La Vida (Audio CD)
Das ist typisch Coldplay. Eine neue CD in altem Stil dieser Gruppe. Ich bin begeistert und kann mich gar nicht satt daran hören. Nach dem Album X&Y hier ein würdiger Nachfolger einer so guten Band. Für jeden Coldplay-Fan der Beweis, sich einmal mehr wieder für gute Musik und guten Sound interessiert zu haben. Der 2. Song "Cemeteries of London" ist sogar bestens zum Mitsingen geeignet! Super!
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86 von 115 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Das große Ganze, 6. Juni 2008
Diese Rezension stammt von: Viva La Vida (Audio CD)
Mit Erwartungshaltungen ist das ja meist so ein Ding. Meist werden die künstlich aufgebaut, durch die Presse, durch die persönliche Bindung zur Band oder durch die Band selber. Im Falle von Coldplay und dem lang erwarteten Album Nr. 4 treffen quasi alle Faktoren zu. Setzt die erfolgreichste Band des 21. Jahrhunderts (also bis jetzt) ihre Erfolgssträhne weiter fort? Was ist mit der erwarteten und angekündigten Neuerfindung? Und mich persönlich interessiert natürlich, ob mich eine meiner Lieblingsbands, die ich wirklich seit Beginn ihrer Karriere verfolge, mich noch mal begeistern kann trotz des schwachen Vorgängers X&Y" und ihres Bekanntheitsstatus. Fragen über Fragen, aber die Antwort fällt glücklicherweise positiv aus. Viva La Vida or Death and all his Friends" ist sicher nicht das größte Album aller Zeiten oder die Offenbarung, aber ein mehr als zufrieden stellender nächster Schritt in der spannenden Entwicklung dieser Band. Klar, Coldplay klingen immer noch nach Coldplay, allerdings erweitert Viva La Vida" das bisherige Spektrum ihres Sounds um einige nette Aspekte. Besonders die Größe... U2-Produzentenlegende Brian Eno holt aus Coldplay endlich den großen Sound raus, den sie auf X&Y" versucht hatten, der ihnen aber (noch) nicht gelingen wollte. Seien wir ehrlich... kein Mensch hat ein zweites Parachutes" erwartet oder irgendwelche dunkle New-Wave-Musik. Viva La Vida" ist klassische Coldplay-Musik. Warm, melancholisch, gefühlvoll, diesmal mehr denn je mit einem Hang zur Größe, mit dem Gespür für Hymnen, große Gesten und Gefühle. Endlich klingt das von der Musikpresse oft als größte Band der Welt bezeichnete Quartett auch nach diesem Etikett. Dieses Album betrachtet das große Ganze und will viel. Und Coldplay schaffen auf wundersame Art und Weise die Balance zu halten, dass es nicht zu viel wird. Ein warmer Opener namens Life in Technicolour" eröffnet das Album und gibt die Richtung vor. Wärme, Liebe, Euphorie, gepaart mir etwas Melancholie. So kann man das ganze Album beschreiben. Die warmen, euphorischen Momente, wie das gewaltige Loves in Japan" oder das entspannte Strawberry Swing" wechseln sich ab mit melancholischen Momenten, wie 42" oder Cemetries of London". Diese Gegensätze werden am besten in den beiden Titelstücken Viva La Vida" und Death and all of his Friends" deutlich. Dieses Album umfasst alle Aspekte. Der markanteste Song des Albums, das hymnische Lost!" bringt das ganze auf den Punkt. Just because I'm losing, doesn't mean I'm lost". Leben, Sterben, Trauer, Freude. Es lebe das Leben. Dieses Konzept ziehen Coldplay durch und das gibt "Viva La Vida" eine thematische und auch musikalische Geschlossenheit, wie keinem Coldplay Album vorher. Ich benutze mal nicht den Begriff Konzeptalbum". Ebenfalls positiv fällt die hohe Musikalität des Albums auf. Die etwas glatten Formatradionummern, die es auf X&Y" gab, fehlen glücklicherweise. Zwar sind Songs wie Violet Hill", Viva La Vida" oder eben Lost!" potentielle Hits, aber sie versuchen es nicht krampfhaft. Vor allem versuchen Coldplay sehr oft, nicht unbedingt, wie Coldplay zu klingen, so dass unnötige Clocks" oder Trouble"-Kopien glücklicherweise entfallen. Viel Streicher, Synthieflächen und Einflüsse von Weltmusik (ja, wirklich) lassen geben dem Album die nötige Vielfalt und Farbe. Das 10-Track Format täuscht übrigens. Insgesamt haben sich noch 3 Hidden Tracks auf dem Album versteckt, was den Eindruck mindert, es handle sich hierbei um ein kurzes Album. Als Gesamtfazit kann stehen bleiben... Coldplay haben wirklich fast alles richtig gemacht und mit Viva La Vida" das Album gemacht, dass sie schon vor 3 Jahren hätten veröffentlichen sollen. Kann man ihnen am Ende doch noch was vorwerfen? Hmm, vielleicht höchstens Brian Eno, der sie teilweise etwas zu stark nach U2 klingen lässt, aber vermutlich hat die Band es so gewollt und eine Diskussion, wo hier musikalische Einflüsse liegen muss man jetzt auch nicht lostreten. Es bleibt festzuhalten, dass dieses Album sehr gut ist und keine wirklichen Aussetzer hat. Auch für eine Band wie Coldplay keine Selbstverständlichkeit. Das Coldplay am Ende wohl nun endgültig die Welt beherrschen werden, dabei aber immer noch so klingen, zeigt, dass musikalische Qualität und breiter Erfolg sich nicht unbedingt im Weg stehen müssen. Warum es gerade Coldplay geschafft haben, das zeigt Viva La Vida" ... sie haben einfach musikalisch einiges drauf. Ob man es mag oder nicht. Ich mag es!
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Farbe steht ihnen gut!, 24. Juni 2008
Diese Rezension stammt von: Viva La Vida (Audio CD)
von schwarzweiß zu Farbe überzugehen",- das war der Wunsch von Sänger Chris Martin. Nach dem ersten hören des Albums sehnte ich mich zurück zu "schwarzweiß".
Nachdem ich nun das Album ein paarmal am Stück gehört habe, - muss ich sagen, die "Farbe" steht Coldplay wirklich sehr gut!!!
Wie bei allen guten Alben, entwickelt sich "Viva La Vida" bei jedem hören weiter. Coldplay haben sich weiterentwickelt und ich hoffe das diese Entwicklung noch lange nicht abgeschlossen ist.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Tolle CD von Coldplay; anders als die ersten aber dennoch Klasse!, 14. Juni 2008
Ich habe mittlerweile alle Alben von Coldplay. Auf das neue Album habe ich wirklich eine Ewigkeit gewartet und mir dann auch sofort am Tag der Neuerscheinung geholt.
Lange Zeit war die X&Y mein Coldplay Lieblingsalbum, wechselte aber zwischendurch mit dem Vorgängeralbum "a rush of blood to the head".
Nun höre ich seit Tagen das neue Album "viva la vida" rauf und runter. Ich finde es einfach genial gut gelungen, aber am Anfang mußte ich einzelne Titel auch mehrmals hören, bevor sie als Ohrwurm hängen blieben. Die besten Titel sind meiner Meinung nach Lost, 42, Yes, Viva la vida und natürlich violet hill. Aber auch alles andere ist wirklich 1. Klasse a la coldplay. Nur der letzte Song auf der Scheibe ist etwas anders als die anderen.
Auch wenn es durchaus 2-3 Titel hätten mehr sein dürfen, kann ich die CD wirklich jedem Coldplay Fan und denen die es noch werden wollen empfehlen!!!
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Majestätisch, 8. August 2008
Diese Rezension stammt von: Viva La Vida (Audio CD)
Mit "Viva la vida" ist den Jungs von Coldplay das Meisterwerk ihrer bisherigen musikalischen Karriere gelungen. Nach dem vielversprechenden Debut "Parachutes", dem schon legendären Hitalbum "A rush of blood to the head" und dem nicht minder starken "X&Y" haben es die Briten um Sänger Chris Martin doch tatsächlich geschafft, noch einmal an Qualität zuzulegen und die Fans mit einem famosen Album zu beglücken, das vor allem von enormer atmosphärischer Dichte, einem spektakulären, farbenreichen Arrangement und einer albumumspannenden Konstanz des Songwritings auf allerhöchstem Niveau gekennzeichnet ist.
Um dies jedoch in angemessener Form erfassen zu können, bedarf es beim Hören einer gewissen Anlaufzeit. Man muss dem Album zu Beginn etwas Geduld entgegenbringen, da die großen Hits mit Ohrwurmqualität, die wirkliche Radio-Single-Qualität ausstrahlen, nicht das Gerüst der Platte bilden wie bei vorherigen Coldplay-Veröffentlichungen. Vielmehr ist hier "die Mannschaft der Star", die Abfolge der einzelnen Songs ergibt eine Art Gesamtkunstwerk, das gerade durch das immer wieder auffällig zu Tage tretende Zusammenspiel von enthusiastischerb Atmosphäre und düsterem Flair eine ganz besondere Note erhält.
So beginnt die Scheibe mit dem wundervollen und imposant arrangierten Instrumental "Life in technicolor", das mit seinen ebenso einfachen wie genialen Melodielinien eine Art Frühlingserwachen vertonen könnte, bevor mit der 6/8-Nummer "Cemeteries of London", wie der Titel schon sagt, eine schauerlich-schöne Klangwelt erzeugt wird. Enthusiastisch und lebensbejahend geht es dann wiederum auf "Lost!" zu, einer Mid-Tempo-Nummer mit hymnischem Refrain und eine majestätisch anmutenden Orgel als prägendes Instrument. Dies wird wiederum von der Düsternis von "42" konterkariert, einem Song, dessen zentrale Textpassagen Stoff zum Nachdenken über die menschliche Existenz liefern ("Those who are dead are not dead, they're just living in my head...") und dem Hörer direkt im Gedächtnis bleiben. Mit "Lovers of Japan" wird es danach sehr eingängig, Dur-Harmonien und eine glockenhelle und farbenfrohe Instrumentierung, die an Bands wie Arcade Fire erinnert und an Kreativität deutlich über das bisher von Coldplay gehörte hinausgeht, machen einfach Freude. Angeschlossen an diesen Track ist das träumerisch dahingleitende "Schalflied" "Reign of love", eine nette Nummer zum Runterkommen. Auf "Yes" bringen die Coldplayer dann überraschenderweise orientalisch anmutende Streicherklänge à la Mike Batt ins Spiel; dazu singt Chris Martin so tief wie selten - interessant, aber vom Songwriting her sicherlich eher ein kleiner Tiefpunkt der Scheibe. Doch der Track wird noch gerettet, und zwar von den brachialen Gitarrenakkorden des direkt an "Yes" angeschlossenen "Chinese sleep chant". Hier wird richtig in die Saiten gehauen, dazu eine treibende Rhythmus-Abteilung und ein glockenhell im Hintergrund dahersäuselnder Chris Martin - sphärisch und groovig zugleich, eine höchst kreative Songidee, die hier halb versteckt darauf wartet, von faszinierten Hörern entdeckt zu werden, bevor es dann zum unumstrittenen Highlight der Platte kommt:
"Viva la vida", der Titelsong! Wie sollte es auch anders sein bei so einem eingängigen und aussagekräftigen Titel. Eine majestätische Hymne, die strukturell den gewohnten Rock-Song-Mustern entspricht, von der Instrumentierung her jedoch komplett auf Elemente eines klassischen Orchesters basiert, was den Hymnencharakter des Songs unterstreicht und bei aller Power, die dieser Song von Natur aus in sich hat, für eine Menge Wohlklang sorgt. Dieser Song hat aus meiner Sicht das Potential, langfristig das Schaffen der Band Coldplay zu respräsentieren, ebenso wie es bisher "Clocks" vom Ablum "A rush of blood to the head" getan hat.
Ein weiterer Höhepunkt folgt auf dem Fuß, nämlich die erste Singleauskopplung "Violet hill", die mit ihrem geradlinigen Midtempo-Beat und vergleichsweisen "harten" Gitarrenklängen aufwartet und recht schnell durch Melodieführung und Arrangement überzeugt. Mit dem fröhlichen, von einem interessanten Gitarrenriff eingeleiteten Love-Song "Strawberry swing" und dem facettenreichen "Death and all of his friends", das als Piano-Ballade beginnt, sich dann zu einem mitreißenden Rock-Song entwickelt und in einem sphärischen Klangteppich mündet, wird "Viva la vida" schließlich zu einem würdigen Ende gebracht.
Mit enormer Freude an neuen Ideen, gerade im Bereich Arrangement und Instrumentierung, aber auch mit einer hohen Dichte an großartigen Songs, die zudem einen geschlossenen Albumzusammenhang bilden, haben sich Coldplay zu neuen Höhen aufgeschwungen. Wenn sie ein solches Niveau noch über ein paar weitere Alben halten können, wird man sie eines Tages vielleicht als beste Rock-Band des beginnenden 21. Jahrhunderts bezeichnen.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Alles bleibt anders, 24. Juni 2008
Diese Rezension stammt von: Viva La Vida (Audio CD)
Das haben sich die Jungs wahrscheinlich auch gedacht, als sie sich an das neue Album gemacht haben.
Was da rumprobiert und abgegangen wird, ist echt toll. Hört sich die ersten Male irgendwie nicht nach Coldplay an und dann doch irgendwie.
Nach einem Instrumentalintro beginnt das Album scheinbar ruhig und doch wird mit Echos und Sphärischen Klängen "Cemetries of London" eingeläutet. Ein Rhythmus, der mitreißt und bei dem man gedanklich einfach durch endlose Weiten zieht. Temporeich, melodisch und außerordentlich schön.
Dicht gefolgt ist der Song von einem meiner persönlichen Favorites auf dem Album - "Lost". Wahnsinn. Ein Gänsehautsong, der Vorfreude aufs Konzert weckt. Irgendwie kraftvoll und hymnisch besingt Chris die Tatsache, dass man vielleicht im kleinen Teich ein großer Fisch ist, aber das heißt noch lange nicht, dass man gewonnen hat, da es immer einen noch größeren geben wird.
Nach diesem temporeichen Einstieg beginnt das elegische "42" - ein für meinen Geschmack typischer CP-Song. tragisch, melancholisch, aber das Filetstück - die Bridge - ist es, was den Song so wunderbar macht. Von mir aus könnte die Bridge viel viel viel länger sein.
Anschließend folgt der Mischling "Lovers in Japan - Reign of Love". Zunächst schnell und gedanklich auf den Schwingen eines Ausrittes quer über Land und zu Felde getragen, dann ruhig und einem warmen Sommerregen gleich. Ein schöner Doppelsong, der einen nach dem anfänglichen Adrenalinschub wieder zurück auf den Boden der Tatsachen holt.
Lange hat Chris nicht mehr mit so tiefer Stimme innig und bärig gebrummt, wie zu Beginn des nächsten Songs "Yes". Kurze abendländische Klänge durchbrechen die Textpassagen und plötzlich - Stille. Doch dann geht es munter weiter und das Lied verliert sich in hymnisch-sphärischen Klängen um schließlich Platz zu machen für den albumtitelgebenden Song "Viva la vida". Hat was. Und hat inzwischen bestimmt jeder mal gehört. Einfach ein klasse Stück mit einem tollen Orchester im Hintergrund und einem Gefühl... unbeschreiblich schön. Wenn Musik positiv emotional Kraft geben kann, gehört dieses Stück definitiv dazu. Ob es die Melodie oder die Harmonien oder der Text sind, ich weiß es nicht. Vielleicht einfach das Gesamtkonzept.
Auf alle Fälle folgt danach mit kaum wahrnehmbaren Klängen das als ersten neuen Song veröffentlichte "Violet Hill", dass im üblichen Coldplaysound erstrahlt. Ein starker Beat, Chris typische Stimmlage und ein toller Rhythmus. Coldplay halt.
Anschließend nehmen uns die Jungs mit auf eine Reise bei leichter Sommerbrise - "Strawberrie Swing". Locker und leicht kommt das Lied daher und sendet pure Lebensfreude aus, gleich einem Pusteblumenschirmchen, dass auf die Reise bei leichtem Sommerwind geht.
Krönender Abschluss ist "Death and all of his friends". Wundervoll. Zunächst ganz sachte und dann schwingt sich das Lied mittels Gitarren hinauf in hymnische Höhen, wie gewohnt. Es wird ein sanftes Softrock-pop-stück, dass den Hunger nach viel mehr im Hörer zurücklässt.
Alles in allem bleibt man mit dem Wunsch nach mehr zurück, wenn man es gehört hat.

Fazit: Nach dem ersten Hören blieb ich mit dem "typisch CP halt"-Gedanken zurück. Nach einigen weiteren Malen gefiel es mir immer besser und ich wollte, das Album würde nie aufhören. Irgendwie haben sie etwas Neues an Songs geschaffen und sind sich doch treu geblieben. Indem sie alles anders bleiben ließen, wie der gepflegte Coldplayhörer es eben gewohnt ist.
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45 von 62 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Coldplay, the next generation?, 16. Juni 2008
Diese Rezension stammt von: Viva La Vida (Audio CD)
Die Kunde über ein neues Werk von Coldplay ist irgendwie spurlos an mir vorübergezogen. Somit war ich fernab jeglicher Pressemeldungen, Spekulationen, Vor-Kritiken und PR-Strategien in der Lage unvoreingenommen und ohne große Erwartungen oder übertriebener Vorfreude, mich auf das neue Album "Viva la Vida" einzulassen als die erste Klänge des Openers "Life in Technicolor" sich den Weg in mein Ohr bahnten. "Typisch Coldplay", war mein erster Gedanke. Helle, dynamische Guitarrenriffs mit einer nicht zu verleugnenden Ähnlichkeit zu U2 untersetzt mit Pianonoten, gepaart mit der unverkennbaren Stimme von Chris Martin. Alles wie gehabt!

Oder doch nicht??

Nicht ganz! Sicher klingt es stark nach "X&Y" und erinnert genau wie dieses wenig an ihre ersten Tage von "Parachutes", dennoch ist eine Veränderung, eine Entwicklung hörbar. Vor allem "Death and all his friends", "Lost" und der Titelsong "Viva la Vida" sind phantastische Songs die ihren eigenen Charakter haben. Hier ist weder die leichte Limitierung auf den U2-Sound, noch die schwere Last von "X&Y" hörbar. Das 7 min. lange "Yes" hingegen erinnert vor allem im 2.Teil stark an ihre Idole U2, und könnte genausogut wie "Lovers in Japan/Reign of Love" von deren frühen Werken "The Joshua Tree" oder "The unforgettable fire" sein. Wobei diese musikalische Analogie hier zu 100% im positiven Sinne ist!

"X&Y, aber anders" könnte das man über "Viva la Vida" resümieren. Auf der einen Seite ist es genauso perfekt (viele meinen sogar überperfekt) arrangiert wie der Vorgänger, entgegen dem natürlicheren, ungeschliffeneren Sound der Anfangstage von "Parachutes", andererseits hat sich das kreative Element, das Songwriting gegenüber "X&Y" hörbar weiterbewegt. Coldplay haben mit ihrem neuen Album erneut den Spagat zwischen Veränderung/Entwicklung einerseits und der eigenen Linie und dem Anspruch sich selbst treu zu bleiben, "Coldplay zu bleiben", erneut eindrucksvoll gemeistert.


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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Überraschend begeisternd, 15. Juni 2008
Diese Rezension stammt von: Viva La Vida (Audio CD)
Man muss kein Fan sein, um Coldplay mitzubekommen: In einer Musiklandschaft, in der im Vierteljahrestakt neue synthetische Babys aus dem Unterleib der verzweifelten Musikindustrie gepresst werden, die schon wenig später wieder im genetischen Abfall wiederzufinden sind, sticht Coldplay aufgrund einer wenig (an)greifbaren Aura neben ähnlich zeitlosen Bands wie U2 aus dem Hitparadeneinheitsbrei heraus.
Und auch die neue Scheibe mit dem langen Namen und dem altbackenen Cover gehört irgendwie zur Populärkultur und ist in aller Munde, ob man es nun schon gehört hat oder nicht spielt dabei weniger eine Rolle. "Viva la Vida" stammt immerhin von einer richtigen Band (!), noch dazu von einer, die auf eine Karriere (!!) zurückblicken kann. Dinge, die die Klaws, Medlocks oder US5s dieser Welt wohl nie über sich werden sagen können. Und schon allein deswegen gehört Coldplay ein gewisser Respekt gezollt.
Sicher, die greinende Stimme des Herrn Martin ist Geschmackssache. Wie bei James Blunt. Und die im allgemeinen eher melancholiche Stimmung der Songs ist auch nicht zwingend zu jeder Zeit geeignetes Ohrenfutter. Schlicht: Die Band macht es uns nicht einfach, sie abgöttisch zu verehren. Muss man auch nicht.
Aber man sollte ihr eine faire Chance geben. Und da zeigt sich mal wieder das Wesen der seltsamn Spezies der Feullietonisten und Rezensenten: Wo Redakteure angesagter Trendmagazine und Musik"fach"zeitungen anno 2000 ihre Lobeshymnen auf Coldplay sangen, fliegen nun ausgerechnet ausdenselben Ecken die Tomaten auf die Bühne. Pfui, heißt es da, "Viva la Vida" sei ein ganz schön schwaches Werk, lahm, uninspiriert und völlig konzeptlos. Nun ja, hypen wir halt einfach schnell was anderes hoch (Uiii, da gibt's ne tolle neue Band, am besten eine aus Skandinavien, mit Retro-Look und Schreddelgitarren, das ist ja mal originell...!).
Wendet man sich offen und interessiert der neuen Platte zu, muss selbst ein bislang nicht als bekennender Freund von Coldplay zu bezeichnender Verfasser dieser Zeilen zugestehen: "Viva la Vida" gehört definitiv zu den bisher besten Platten des Jahres!
VLV ist im weitesten Sinne ein Konzeptalbum. Mit instrumentaler Overtüre, einem düster-marschierenden Opener-Track, der - entgegen anderen Meinungen in der Albumversion genauso begeisternde - Bombentrack "Lost" - lang hat ein Album nicht mehr so grandios begonnen.
Auch wenn die Stimmung auf VLV insgesamt eher ruhig ist und melancholische und gar betrübliche Momente aufweist, so gibt es dennoch genügend helle Stellen, an denen VLV an das Vorgängeralbum X&Y erinnert, mit ins Bombastische reichenden Hymnen und glückseligen Arrangements. Und so ist VLV ein Album ohne Patzer, ohne Aussetzer, ohne wirklich störenden Track. Und diese Tatsache hebt VLV über den Status eines gelungenen Albums hinaus auf das Niveau eines wirklich großen Albums.
Muss man deshalb gleich Fan werden? Eher nicht. Aber der respekt gegenüber den Jungs wird stetig größer, äquivalent zu den Stimmen ihrer Kritiker. Und ist insofern schon beinahe wieder Underground, das Ganze - ha!
Und ach: Wer auch immer behauptet, es gäbe keinerlei Parallelen zu U2, hat Unrecht... Man stelle sich vor, U2 würden Simple Minds-Songs covern - die "neuen" Coldplay wären da irgendwie mit verwandt...
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