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Kundenrezensionen

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am 12. Mai 2009
Ich habe diesen Vierteiler bei der Erstausstrahlung 1975 und danach nie wieder gesehen (aber nie vergessen). Ich glaube, selbst jüngere Zuschauer würden sich keine Minute langweilen, obwohl es sich hier nicht um einen reinen Action-Film handelt.
Mal als Schelmen-, mal als Entwicklungsroman bezeichnet, hat die Vorlage zwischen saukomisch und tragisch fast alles zu bieten, und die Verfilmung steht dem in nichts nach. Der einzige Unterschied ist wohl, daß die Verfilmung die meisten in der Vorlage geschilderten Grausamkeiten des dreißigjährigen Kriegs selten direkt zeigt. (Das Buch ist auf jeden Fall drastischer.) Die Grundstimmung des Romans ist aber genau getroffen.
Sehr gut kommt in der Verfilmung heraus, wie das Kriegswesen als eigenständiger Wirtschaftszweig damals funktionierte, und das im Wesentlichen aus der Sicht der wirklich Betroffenen (der Söldner und der Zivilbevölkerung). Wie schon ein anderer Rezensent meinte: diese Verfilmung wäre exzellent im Geschichtsunterricht an Schulen eingesetzt.
Insgesamt legt Matthias Habich eine brillante schauspielerische Leistung in der Hauptrolle hin; nur: hätte man den jungen Simplex nicht mit einem anderen, jüngeren Darsteller besetzen können? Ich habe erst durch die spätere Lektüre des Buchs kapiert, wie jung Simplex zu Beginn der Handlung ist, aber nicht durch die Erstausstrahlung der Verfilmung. Es gehört aber zu der ebenso traurigen wie wichtigen Botschaft der Roman-Vorlage, daß der Krieg damals Kinder keineswegs verschont hat.
Kurz zur technischen Qualität: Standard für Fernsehproduktionen der Siebziger Jahre - grobkörniges 4:3, aber da kann man nix machen. Einige teilweise gemalte Stadtansichten ("matte shots") sind außerdem klar zu identifizieren, obwohl oder weil diese Technik für eine ZDF-Produktion der damaligen Zeit recht anspruchsvoll war. Es gibt keine Extras auf den zwei DVDs - auch das ist leider Standard für Fernsehproduktionen der Siebziger Jahre.
Alles in allem: empfehlenswert einerseits als ein Blick auf den Dreißigjährigen Krieg "von unten" und andererseits als Beispiel für vergangene (aber keineswegs vergessene) Meisterleistungen des öffentlich-rechtlichen Fernsehens, wie sie heute leider selten sind.
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am 6. Februar 2009
Ich war gespannt, ich habe diesen Vierteiler bei seiner Erstausstrahlung 1975 mit Freude gesehen. Doch der Geschmack ändert sich. Was man als 15jähriger toll fand, sieht man mehr als 30 Jahre später mit anderen Augen. Aber nicht beim "Abenteuerlichen Simplizissimus". Was vielen Spielfilmen heute fehlt, ist hier von der ersten Minute an zu spüren - dieses Werk hat eine Seele. Da haben sich Leute mit viel Gespür an die Arbeit gemacht und haben ein Stück Fernsehgeschichte geschrieben bzw. gedreht. Die 360 Minuten sind authentisch, vermitteln einem das Gefühl, wie es zu der Zeit des 30jähriges Kriegs wirklich war. Auch wenn man sich zu Beginn vielleicht etwas schwer tut mit der Sprache, da bei jeden Ortswechsel in dem jewieligen Dialekt geredet wird, ist man sogleich fasziniert von der Umsetzung. Erfrischend ist, dass sich der Film auf seine Darsteller und das Stück verläßt und nicht auf die Tricktechnik. So wirken zwar einige Stadtansichten (z.b. Köln oder Soest) von der Machart etwas antiquiert, es mindert aber den Reiz für keine Sekunde. Die ganzen Jahre hatte ich gehofft, dass dieser Vierteiler wiederholt wird. Nach dem ich den Simplizissimus wieder gesehen hab, weiß ich woher der Wunsch kam.
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am 6. Mai 2009
Fernsehfilm von 1975. Der Film gibt einen guten Einblick in die Zeit des 30-jährigen Krieges in Deutschland. Überzeugend von namhaften Schauspielern gespielt. Sehr gute Dialoge, in denen zum Teil auch die Dialekte der jeweiligen deutschen Region gesprochen werden. Ein eher anspruchsvoller Film, der vielleicht bei der "breiten Masse" nicht so gut ankommt. Bisher wurde diese interessante Lebensgeschichte des "Simplex" im Fernsehen so gut wie nicht mehr wiederholt. Man konnte sie nur über das ZDF für teures Geld auf VHS bekommen. Endlich ist die DVD da!!! Darauf habe ich lange gewartet. Ich kann mich noch gut an die Fernsehausstrahlung anfang der achziger Jahre erinnern. Ein Film, in dem noch eine Geschichte erzählt wird. Bonusmaterial ist leider keines dabei. Die Verpackung stört mich nicht - bin froh über die DVD.
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am 23. Mai 2008
Lange hat es gedauert. Jetzt endlich auf DVD.
Der Film, ein köstliches Schelmenstück mit großartigen Schauspielern,
allen voran Matthias Habich in der Titelrolle des Simplex.

Unvergessen "Das Kalb zu Hanau" Simplex als Hofnarr.

5 Punkte gibt es für den Film, die Handlung und die Akteure.

Das Bild ist dem Alter entsprechend.
Es entspricht meiner Meinung nach den letzten Ausstrahlungen auf
dem ZDF Theaterkanal. Es könnte besser sein. Schnelle Szenen
verwischen. Extras gibt es nicht.(Ich selber brauche keine Extras,
ich will den Film, aber es gibt welche die legen darauf Wert, darum
der Hinweis)

Der Ton ist OK.

Die DVD Hülle ist etwas lieblos gestalltet, vorne und hinten ein
Einlegebild. Kein Booklet. Nur Kurzinfo.

Hier könnte man in der Bewertung nach unten gehen.

Für mich ist in erster Linie der Film wichtig und die Freude das es
ihn auf DVD gibt überwiegt.

Fans von Hochglanz DVDs sollten das berücksichtigen bevor sie hier
ihn erwerben und hier los meckern.

Der Film (eigentlich 4 Teile) ist kein Actionabenteuer,
sondern itelligente Unterhaltung für Menschen die sich nicht nur
berieseln lassen wollen.
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am 29. September 2010
Über diese Verfilmung wurde schon sehr viel Gutes und Richtiges gesagt- vollkommen zu Recht. Unbedingt zu loben sind das Drehbuch, die sorgfältige, das Zeitkolorit treffende Auswahl an Kostümen und Requisiten, die Musikauswahl und die Kameraführung, die Besetzung der Darsteller bis in kleine Nebenrollen. Dem ist nichts hinzuzufügen.

Reichlich kritisch sehe ich jedoch die Besetzung der Titelfigur mit Matthias Habich. Zweifellos ein glänzender Darsteller, war er jedoch 1975 bereits 35 Jahre alt, während Simplex zu Beginn der Handlung erst ganze zehn Jahre zählt. Weite Teile des ersten Buches beinhalten die Erlebnisse eines Kindes, das nicht nur die Welt des Krieges, sondern die der Erwachsenen mit anderen, eigenen Augen sieht und in Frage stellt. Diese Sicht fehlt völlig, wenn ein erwachsener Mann die Rolle verkörpert, da man dem eine naive, d.h. natürlich-unverbildete Sicht etwa auf menschliche Sexualität nicht so einfach abnimmt. Gerade das Naive, die Konfrontation mit den Alltagsgewohnheiten Erwachsener (bis in ihre Perversionen hinein!) ist aber ein wichtiger Aspekt der Simplex-Figur, der leider durch die Darsteller-Wahl nicht so zur Geltung kam, wie ich es mir gewünscht hätte.
11 Kommentar10 von 10 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 1. Juni 2008
...und in Vergleich zum heutigen Niveau von TV-Produktionen, die sich häufig genug im wesentlichen in opportunistischen Befindlichkeitsfilmchen und /oder narzißtischen Selbstinszenierungen erschöpfen, auch in der eigentlichen Bedeutung der Umschreibung geradezu "pädagogisch wertvoll". Man merkt, daß der Vierteiler in den 70er Jahren gedreht wurde, in denen in der öffentlichen Wahrnehmung offenkundig noch Angelegenheiten wie bspw. "Zeit für Dialoge", Gesellschafskritik oder auch selbstironisches Hinterfragen des nach wie vor höchst unvollkommenen "Wesens Mensch" nicht nur eine Chance hatten, sondern auch von Interesse - und somit auch "tatsächlich unterhaltsam" - waren. Sehr schön war für mich dabei u. a. auch das Wiedersehen mit Gunther Strack und Christian Quadflieg...Fritz Umgelter und Mathias Habich demonstrierten m. E. auch mit dieser Produktion, daß deutsche Literaturverfilmungen keineswegs immer nur zur leicht verdaulichen Beziehungsschmonzette geraten müssen. Wer nicht weiß, wie ich das meine, vergleiche nur mal "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck", 1972, mit M. Habich (die unverständlicherweise immer noch nicht auf DVD veröffentlicht ist !), mit "Trenck - Zwei Herzen für die Krone", 2002, u. a. mit B. Becker. Wäre ich Lehrer, würde ich diese Verfilmung des "Simplex" - nicht zuletzt auch hinsichtlich des vielseits beklagten Verfalls der Werteorientierung bei der Jugend - mit meinen Schülern anschauen und nachhaltig diskutieren (- sofern es denn die Zeit und der Lehrplan zulassen würden). Resümee: Verfilmte kulturelle Vollwertkost in diametralem Gegnsatz zum Fastfood à la "Sex in the City" und "DSDS".
Einziger Kritikpunkt ist die Ausstattung: Als ob Niveau etwas mit Ärmlichkeit zu tun haben müßte, gibt es "keinerlei" Extras weder auf, noch zu der DVD; nicht mal zu einer normalen DVD-Box hat es gereicht...angesichts des sehenswerten Inhalts ist das wiklich mehr als schade.
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am 22. Juli 2008
Nach über 30 Jahren der letzten ZDF Ausstrahlung, kam endlich jemand auf die Idee diese wunderbare Geschichte, angesiedelt im 30 jährigen Krieg, zu veröffentlichen. Wenige haben rechtzeitig die Wiederholung vollständig im Theaterkanal mitbekommen. Nun ist sie da. Und so karg !! Keine Quellenangaben, z.B. zur "hervorragend" komponierten Musik, die Orchesteraufbereitung, "Herrlich", und über den unüberhörbar progressiven Zeitgeist der frühen 70er.
Speziell die Lautenmusik ist mir, (nach all den Jahren..) in Ihrer typischen Anschlagtechnik und intelligenten Struktur immer noch in Erinnerung gewesen. Was kann das schon von sich behaupten, wenn nicht höchste Qualität. Die Filmszenen, authentisch, roh und brutal, wie die Zeit, und zugleich herzenswarm, wie die Freundschaft von Simplex und seinem Herzbruder. Eine Geschichte aus der Zeit wo Geschichten erzählt wurden. Keine schnellen Schnitte, die Dramaturgie simulieren.. Empfehlung. Weiterschenken.
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am 19. Juni 2008
Wirklich authentisch gelungene Verfilmung des Simplizissimus! Ein grossartiger Matthias Habich in einer - nach heutigen Massstäben - einfachen dafür aber umso eindringlicheren Erzählung des Simplizissimus. Die Verfilmung ähnelt in der Machart den legendären Weihnachtsvierteilern des ZDF in den 70er Jahren. Der Film spiegelt das Buch eins zu eins wieder und ist wirklich sehenswert. Ein kleines Stück Zeitgeist aus einer Ära als Geschichten noch erzählt wurden.

Wirklich schade nur, dass hier die sonst üblichen DVD-Extras wie Infos zum Film oder Kommentare der Schauspieler, ein Booklet o. ä. leider völlig fehlen. Ein echtes Armutszeugnis ist das Spardosen-Plastik-DVD-Box-Format. Ich war leicht geschockt. Das hat der Film nicht verdient. Bleibt zu hoffen, dass auch bald "Die merkwürdige Lebensgeschichte des Friedrich Freiherrn von der Trenck" auf DVD erhältlich ist - hoffentlich in einer etwas passableren Verpackung.
55 Kommentare38 von 42 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. Mai 2013
Wie bei allen Literaturverfilmungen wurde auch beim Simplizissimus die Geschichte stark gekürzt und teilweise verändert. Aber daran soll man sich nicht grundsätzlich stören. Was hier vorliegt, ist ein großartiger Film über einen Tölpel, der im Dreißigjährigen Krieg durch Geschick in höchste Kreise aufsteigt und aus Unvorsichtigkeit regelmäßig wieder fällt. Obwohl die Geschichte durchaus an manchen Stellen "verlustigt" wird, handelt es sich im großen und ganzen doch um eine realistische Darstellung der Zustände jener Zeit, in der ein Menschenleben nicht viel Wert war.
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am 13. Oktober 2008
Also die Leute die hier über die Verpackung schimpfen, kann ich nicht verstehen. Hier wurde ein sog. "Super Jewel Case" benutzt. Dies ist deutlich hochwertiger, teurer und edler als jede "normale DVD-Box" (sog. Softbox). Ich finde diese Art der Verpackung auch optisch sehr viel schöner. Insgesamt gefällt mir auch das Artwork sehr gut und passend.
Das es keine Extras gibt, fand ich schade. Liegt aber im Alter des Materials begründet. Damals wurde - nicht wie heute bei jeder drittklassigen Produktion -drumherum viel Zusatzmaterial gedreht (Infos, Dokus etc.). Es gab keine DVD und Video war noch in den Kinderschuhen. Dies erklärt, warum sich diese DVD auf den Film konzentriert. Ihr blieb nichts anderes übrig. Aber es hat sich zu 100% gelohnt diese einmalige Verfilmung verfügbar zu machen!!
11 Kommentar17 von 20 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden