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Kundenrezensionen

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TOP 1000 REZENSENTam 2. Oktober 2007
Aus zeitlicher Distanz würde ich den Film anders beurteilen, als zu seinem Erscheinen vor 4/5 Jahren.
Damals war ich trotz der sehr guten Machart des Films etwas enttäuscht, weil ich seit "Zeit der Zärtlichkeit" eigentlich jeden Film von Scorsese dahingehend einordne, dass er speziell dafür realisiert wurde, dem Regiegott endlich den wohlverdienten Oscar zu bescheren.
"Kundun", "Aviator", "Gangs of New York" und auch "Departed" mit dem es ja nun auch endlich geklappt hat.
Dabei habe ich beim ersten Male doch übersehen, was für ein brilliantes, geschlossenes Werk "Gangs of New York" wirklich ist, vorausgesetzt man vergisst für kurze Zeit den Scorsese der grandiosen Mafiafilme und Boxerbiographien und lässt sich auf den Jäger der fast schon verloren geglaubten Filmstatue ein.
Der Film erzählt in gewaltigen Bildern die Entstehung der Metropole New York City, eine Geschichte der Bandenkriege in der Stadt um 1860 bis hin zum historischen Gemetzel "Draft Riots", die Rebellion der armen Bevölkerung gegen die Zwangsrekrutierung für den Bürgerkrieg, bei dem sich die Upperclass mit 300 Dollar davon freikaufen konnte.
Dem Betrachter bietet der Film eine wahrhaft geniale Kulisse des damaligen New Yorks, alles detailgetreu von den Gebäuden bis zu den Kostümen. Da kommt wahrlich schon eine Versessenheit wie bei Visconti ans Licht. Eingebettet in diese historische Umgebung ist die Rachegeschichte von Amsterdam (di Caprio) an dem Mörder seines Vaters. Dieser Mörder Bill Cutting "The Butcher" wird gespielt von einem grandios agierenden Daniel Day Lewis. Hört sich alles konventionell an, die Umsetzung ist aber dank beider Schauspieler eine regelrechte Meisterleistung, denn "Gut" und "Böse" lösen sich auf und verschmelzen sogar teilweise. So hegen beide durchaus neben dem unbändigen Hass eine Art Zuneigung zueinander, die den ganzen Stoff dann wirklich zu einem grandiosen Meisterwerk werden lassen.
Der Film war zwar ein Blockbuster, trotzdem hatte er gleich danach durch eine grosse Enttäuschung des Mainstreampublikums mit herben Kritiken zu kämpfen, die ihm sehr spontan das Attribut des Flops einbrachten.
So blieb ihm dann auch der Oscarregen versagt, trotz einer Vielzahl von Nominierungen.
Ich müsste mich schwer täuschen, aber ich denke dieser Fílm wird wie beispielsweise "Heavens Gate" von Cimino auch erst Jahre später sehr wohl noch die grosse künstlerische Akzeptanz erhalten, die er zweifelsohne verdient.
Scorsese hat ein Epos geschaffen, dass den amerikanischen Traum mit den Fleischermessern des Butchers zerstückelt, am Ende stehen die Gräber und zeigt uns die Skyline Manhattans in diversen zeitlichen Abständen, die Nation wurde geboren und hat sich immer wieder entwickelt.
Der Film dauert 160 Minuten und es ist einer dieser Film, bei dem ich mir jetzt richtig wünsche, dass dieser Directors Cut mit noch längerer Laufzeit endlich veröffentlicht wird. Und hoffentlich zuerst im kino, denn diese grossen Bilder brauchen die grosse Leinwand, für die heimische Glotze ist der Film zu gross.
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am 11. September 2013
mit DiCaprio dieses Epos über die 'Gangs of New York'. Leider in einer sehr kurzen Szene Liam Neeson, dafür der überragende Daniel Day-Lewis, eine bezaubernde Cameron Diaz und der auch in 'Aviator' vertretene John C. Reilly, also eine überragende Besetzung, wieder eine Lauflänge von 3 Stunden ohne langweilig zu werden.
Die Blu-Ray Qualität ist meist auf sehr hohem Niveau, jedenfalls besser als die DVD und bietet auch die Extras der Special Edition, alles in allem sehr empfehlenswert.
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am 27. Januar 2011
...mit diesen Worten endet das großartige Epos von Scorsese und hat zumindest mich tief beeindruckt zurückgelassen. Ich kann mich noch gut daran erinnern als ich den Film das erste mal im Kino sah und auch heute ergeht es mir noch so.

Bereits 1977 wurde in einer US Zeitschrift GANGS OF NEW YORK als Marin Scorseses nächster Film angepriesen. Es sollte dann aber über 25 Jahre dauern bis es der Film endlich auf die Leinwand schaffte. Dafür wurde man nach dieser langen Wartezeit nicht enttäuscht, den trotz mancher Kritik ist der Film für mich persönlich einer der besten überhaupt.
Mit Leonardo DiCaprio und Daniel Day Lewis hatte Marin Scorsese auch zwei Hauptdarsteller die einen Film schon fast alleine tragen. Für mich gehört DiCaprio schon seit Jahren zum Besten was wir aus Hollywood geboten bekommen.
Über die Besetzung von Cameron Diaz als Taschendiebin Jenny kann man streiten. Ich finde Sie macht Ihre Sache ganz ordentlich obwohl ich wohl nie ein großer Fan von Ihr werde. Auch in den Nebenrollen hat Scorsese mit Liam Neeson, Brendan Gleeson oder John C. Reilly große Kaliber aufgefahren. Vor allem Brendan Gleeson sei hier zu erwähnen, ein Schauspieler der vom Namen her gar nicht so bekannt ist aber seit Jahren in großartigen Filmen mit dabei ist. Zu sehen war Gleeson unter anderen in Harry Potter 5-7, Königreich der Himmel, Troja oder auch Unterwegs nach Cold Mountain.

Der irische stämmige Amsterdam Vallon (Leonardo Di Caprio) muss als kleiner Junge mit ansehen wie sein Vater (Liam Neeson) bei einem blutigen Straßenkampf in den New Yorker Bezirk FIVE POINTS getötet wird. Nach 16.Jahren kehrt Amsterdam zurück um Rache für seinen Vater zu nehmen. Durch List, Instinkt und Kampfeslust gewinnt er allmählich die Sympathie von BILL THE BUTCHER, dem Mörder seines Vaters. Dieser regiert mit eiserner Hand über die FIVE POINTS und wird dabei sowohl von Polizei als auch Politik gestützt.

Martin Scorsese fasziniert uns mit einer düsteren, blutigen und packenden Geschichtslektion. Für Ruhepausen während der Straßenschlachten sorgt Amsterdams Liebe zur Taschendiebin Jenny (Cameron Diaz).
GANGS OF NEW YORK ist für mich persönlich einer der größten Filme unserer Zeit und braucht den Vergleich mit großen Klassikern nicht zu scheuen. Ich denke auch, das der Film irgendwann noch zu der Ehre kommt die Ihm gebührt.
Nun aber zur BLU RAY selbst. Bereits 2008 gab es eine erste BLU RAY dieses Films. Diese stellte zwar eine Verbesserung zur DVD war, hatte aber noch reichlich Luft nach oben. Diese Neuauflage stellt eine klare Verbesserung dar und ich denke dass man in Sachen Bild- und Tonqualität nun das Maximum herausgeholt hat. Man bekommt ein gestochen scharfes Bild, welches aber von der Qualität her in den dunklen Szenen etwas nachlässt. Der Ton scheint auch eine Verbesserung zur Erstauflage darzustellen, aber um das zu beurteilen fehlt mir die technische Ausstattung.

Die BLU RAY verfügt über ein Wendecover, wobei mir persönlich das Cover der Erstauflage etwas besser gefallen hat. Leider hat man beim Bonusmaterial nicht mehr zugelegt und so gibt es die bereits bekannten Extras. Was hier einfach fehlt ist ein ausführliches MAKING OF.

So gibt es leider nur das Bonusmaterial, das bereits bekannt ist:
* Audiokommentar von Regisseur Martin Scorsese
* Production-Designer Dante Ferreti über das Design und die Entstehung der Kulissen
* Führung mit Martin Scorsese durch die Original-Kulissen
* 360-Grad-Virtual-Set-Tour durch die Original-Kulissen
* Das Kostüm-Design
* Die Geschichte der 'Five Points'
* Discovery Channel-Show 'Die wahren Gangs of New York'
* Musik-Video von U2 'The Hands That Built America'
* Trailer

Das ist in Sachen Bonus zwar solide, aber es fehlt eben immer noch ein gutes MAKING OF. Meine Wertung zu dieser Disc sieht folgendermaßen aus:
Film - 5 Sterne
Bild/Ton - 4 Sterne
Bonus - 3 Sterne
Ergibt für mich eine Wertung von 4 Sternen für diese BLU RAY. Eigentlich sehr schade, dass es keine Dokus zur Entstehung dieses Epos gibt, das wäre wohl gerade hier sehr interessant gewesen. Trotz kleiner Kritikpunkte eine sehr ordentliche BLU RAY eines großartigen Films.
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am 11. Dezember 2010
Ausstattung:
- Wendecover
- die obligaten Audiokommentare, allerhand Selbstbeweihräucherung der Mitwirkenden
- ein Rundgang durch die Kulissen des Films (mit zusätzlichen 360° Fotos) mit Scorsese, welcher mitunter etwas spröde ist, aber interessante Hintergrundinfos liefert
- das Set-Design, beeindruckend, denn man hat die komplette Gegend der Five Points in Originalgröße nachgebaut und nicht - wie heute üblich - vor blauen Bettlaken gespielt und dann am Computer ergänzt

Bild:
Gut bis sehr gut, gute Schärfe, viele Details, gutes Bild auch bei dunklen Szenen, keine Klötzchen, Ränder und andere digitale Mankos, kurz und gut: auf hohem Blu-ray Niveau.

Ton:
Kräftig, nuanciert, ausgewogen (man versteht die Dialoge, wird aber nicht aus dem Sofa gehauen, wenn es mal zur Sache geht. Man kann also die Nachbarn schonen, ohne die ganze Zeit die Fernbedienung des Verstärkers zu umklammern).
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am 4. Dezember 2010
Martin Scorsese legt hier wieder ein filmisches Schwergewicht vor, in dem er sich mit der heute wenig bekannten Vergangenheit New Yorks im goldenen Zeitalter der europäischen Einwanderung in die USA beschäftigt. Packend erzählt er die Geschichte zweier Gangs, die mehr Einfluss auf das öffentliche Leben haben als der Bürgermeister und die Polizei. Der Mythos der Einwanderung und des Amerikanischen Traums wird dabei von einer sehr anderen Seite beleuchtet als üblich. Ein spannender Historienstreifen voller Handgreiflichkeiten und Dreck. Sehr authentisch.

AUSSTATTUNG: Bei aller Begeisterung für die authentische Darstellung der historischen Umgebung darf man natürlich nicht vergessen, dass es sich hier um ein fiktionales Werk mit allen dazu gehörenden Übertreibungen und Unterlassungen handelt. Deshalb ist es besonders schön, dass eine halbstündige "Discovery Channel"-Dokumentation auf dieser blu-ray für Klärung der tatsächlichen Hintergründe sorgt. Weitere Specials und Einblicke in die Entstehung des Werks sorgen für die erwünschte Abrundung des Filmerlebnisses.

TECHNIK: Für das Alter des Films liegt hier ein stets ordentliches HD-Bild vor, das an vielen Stellen auch in den sehr guten Bereich vordringt. Der Vorsprung zur DVD rechtfertigt hier ganz klar das HD-Medium, gerade aufgrund der vielen Massenszenen, die in niedriger Auflösung sichtbar leiden. Nicht so auf dieser blu-ray - gut gemacht.

FAZIT: Ein beeindruckendes Stück historisch inspirierter Unterhaltung in sauberer blu-ray-Form.
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am 13. Juli 2004
Scorsese hat hier ein völlig unbekanntes Kapitel Geschichte ausgebuddelt. New York vor der Zeit der grossen Wolkenkratzer aber längst nach der Vertreibung der wahren "Natives"
Dass auf den Strassen NY's Gangs das Sagen haben wissen wir seit Filmen wie the Warriors, the Wanderers or the Cross and the switchblade, aber wie dieses Bandenwesen seinen Anfang nahm wird wohl kaum jemandem bekannt gewesen sein.
Der Tatort: Five points, das verkommendste Quartier NY's, die Protagonisten "Dead Rabbits" eine Gang irischer Einwanderer gegen die "Natives": keineswegs Indianer sondern einfach solche die schon ein wenig länger im Land sind.
Viele Bühnenbilder muten fiktionsmässig an, so etwa der Anfang... Als ich ihn zum ersten Mal zufällig im Flugzeug (ohne Ton) über einen Bildschirm flimmern sah, hielt ich ihn in der Tat für eine Fantasy oder SF Streifen.
Der Film ist spannend doch stellenweise etwas langatmig dafür derart blutrünstig und brutal dass man angewidert wegschaut. Hier habe ich schon dass Gefühl dass der Regisseur arg übertrieben hat.....ob es so viele Tote bei Bandenkämpfen gegeben hat ??? - dafür heilen die Wunden in Amsterdams (Di Caprio) Gesicht wunderlich schnell und lassen kaum Spuren zurück.
Die Schauspieler erachte ich als "1a", vor allem Daniel D. Lewis gefällt mir als skrupelloser Bandenführer. Also insgesamt absolut sehenswert, allerdings sollte man sich an die Altersangabe strikte halten.
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am 7. Juni 2003
...aber stattdessen wurde Gangs of New York geschunden, entwürdigt und - am schlimmsten - ignoriert! Kein Wunder, denn der Starttermin wurde so weit verschoben, das GoNY beinahe das selbe Schicksal geteilt hätte, wie so manch anderer Flop, der einfach auf Video abgeschoben wurde, bevor er das Licht der Kinosäle erblickt hätte. Am Ende waren es, neben der Starbesetzung und den hohen Erartungen, wohl auch die hohen Produktionskosten von fast 100 mio. Dollar, die den Film doch ins Kino brachten.
GoNY wird den hohen Erwartungen schließlich doch nicht ganz gerecht, doch das liegt bei weitem nicht an seinem Schöpfer, Martin Scorsese. "Zu lang" lautete das knappe Urteil von Miramax-Boss Weinstein - schon fielen etwa anderthalb Stunden der Schere zum Opfer. Dummerweise hat der Film dadurch besonders in der zweiten Hälfte etwas an Substanz verloren und das sehen viele meiner Freunde auch so. Das Urteil lautet also im Grunde genommen: "Zu kurz!"
Aber selbst, wenn dies nicht die Fassung ist, die Scorsese sich wohl gewünscht hatte, bleibt dennoch ein beeindruckender Film über eine Zeit, in der einige Teile Amerkias noch dem finsterstem Mittelalter glichen, als praktisch das Recht des stärkeren galt.
Wie das des brutalen Bill, der keine Lust hat, "sein" Land mit den irischen Neuankömmlingen zu teilen und der Gang von Priester Valon den Krieg erklärt - und gewinnt. Valons Sohn schwört Rache und versucht als Erwachsner, unter dem Namen Amsterdam, in die Nähe Bills zu kommen, um ihn bei der Alljährlichen Siegesfeier zu töten. Dies alles geschieht vor dem Hintergrund des Bürgerkreigs, aus dessen Asche ein neues Amerkia enstehen soll.
Hier entpuppt sich das Rache-Drama als Vorwand für eine Geschichtsstunde, die den Amerikanern selbst wohl zu düster schien: erst wurde der Film verschoben, weil das Bild des korrupten Polizisten und Feuerwehrmanns nach dem 11. September als geradezu öbszön galt. Zudem ist GoNY ziemlich düster, die Protagonisten extrem Zynisch, die Glaubwürdigkeit und Realität (insbesondere in den Gewaltsszenen) geradezu überwältigend. Vielleicht ist auch dies der Grund, warum der Film trotz 10(!) Oscarnominierungen keine einzige der Trophähen gewann, noch nicht mal für die fantastische Kulisse oder für Daniel Day-Lewis, der hier eine grandiose Vorstellung liefert.
Andererseits drängt sich immer wieder die Frage auf, wie gut GoNY wohl im Director's Cut gewewsen wäre. Man darf nur hoffen, daß dieses Meisterwerk in einer vollständigen Fasung auf Video/DVD erscheint, denn sonst bleibt nur eine interessante Geschichtsstunde mit einer etwas konfus gehaltenen, wenn auch gut gespielten, zweiten Hälfte.
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am 26. Juli 2003
Bei diesem Film blieb mir die Luft weg, und ich hatte von Anfang bis Ende Herzklopfen, am liebsten wäre ich zwischendrin fortgerannt - allerdings nicht aus Langeweile, sondern weil ich die Spannung kaum aushalten konnte.
Außer der persönlichen Geschichte von Vallon gab's noch einiges zum Nachdenken, z.B. wurde der Schleier der Heuchelei brutal hinweggerissen, als es auch dem letzten Zuschauer klar wurde, daß die USA nie der große "Schmelztiegel" war, der die Unterdrückten aus aller Welt liebevoll in ihre Arme aufgenommen hat, wie man uns seit Jahrhunderten gern glauben macht ... und als alle betroffenen Parteien brav gebetet haben, für ihr eigenes Wohlergehen und für Tod und Untergang der anderen ... oder die Eigeninteressen der "Politiker" ...
Leonardo DiCaprio war genial in der Rolle (hier verstehe ich einige der vorhergehenden Rezensionen überhaupt nicht) - es ging doch nicht nur um Rache, und Leonardo hat z.B. die emotionale Zerrissenheit, in der er sich gegenüber dem Mörder seines Vaters befand, super dargestellt.
Warum nur 4 Sterne? Man hätte den Inhalt des Filmes vielleicht mit weniger Blut und Gewalt rüberbringen können ... vielleicht war's aber auch realistischer so.
Jedenfalls: Ein beeindruckender Film, den man so schnell nicht vergißt.
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am 31. März 2010
Martin Scorsese gehört schon lange zu den Topregisseuren Hollywoods, doch was er mit Gangs of New York auf die Leinwand gezaubert hat, gehört zum besten, was ich seit Jahren gesehen habe. Aber vorsicht, der Film ist nichts für schwache Nerven, denn er enthält einige sehr brutale Szenen.

Scorsese wuchs in dem New Yorker Stadtteil Little Italy auf und interessierte sich schon früh für die Geschichte seiner Heimatstadt. In den siebziger Jahren fiel ihm dann das Buch "Gangs of New York" von Herbert Asbury in die Hände und Scorsese war begeistert von dem Stoff. Nach fast 30 Jahren Entwicklungszeit gelang ihm endlich dieser große Wurf, der zugleich ein wuchtiges Mahnmal der amerikanischen Geschichte darstellt. Die Besetzung hätte nicht besser gewählt werden können. Was Leonardo Di Caprio und Daniel Day-Lewis hier abgeliefert haben, kann man kurz und knapp als brillant bezeichnen. Aber auch Cameron Diaz, hatte die Chance zu zeigen, dass sie zurecht zu Hollywoods best bezahlten Schauspielerinnen gehört und hat diese Chance eindrucksvoll genutzt.

Die DVD ist von außerordentlicher Klarheit und Schärfe und auch die Extras lassen nicht zu wünschen übrig.
Tipp: Wer "There will be Blood" mochte, wird "Gangs of New York" lieben.
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TOP 1000 REZENSENTam 1. Oktober 2008
Aus zeitlicher Distanz würde ich den Film anders beurteilen, als zu seinem Erscheinen vor 4/5 Jahren.
Dabei habe ich in dieser ersten Einschätzung doch übersehen, was für ein brilliantes, geschlossenes Werk "Gangs of New York" wirklich ist, vorausgesetzt man vergisst für kurze Zeit den Scorsese der grandiosen Mafiafilme und Boxerbiographien und lässt sich auf ein üppiges, ausuferndes Historienepos ein.
Der Film erzählt in gewaltigen Bildern die Entstehung der Metropole New York City, eine Geschichte der Bandenkriege in der Stadt um 1860 bis hin zum historischen Gemetzel "Draft Riots", die Rebellion der armen Bevölkerung gegen die Zwangsrekrutierung für den Bürgerkrieg, bei dem sich die Upperclass mit 300 Dollar davon freikaufen konnte.
Dem Betrachter bietet der Film eine wahrhaft geniale Kulisse des damaligen New Yorks, alles detailgetreu von den Gebäuden bis zu den Kostümen. Da kommt wahrlich schon eine Versessenheit wie bei Visconti ans Licht. Eingebettet in diese historische Umgebung ist die Rachegeschichte von Amsterdam (di Caprio) an dem Mörder seines Vaters. Dieser Mörder Bill Cutting "The Butcher" wird gespielt von einem grandios agierenden Daniel Day Lewis. Hört sich alles konventionell an, die Umsetzung ist aber dank beider Schauspieler eine regelrechte Meisterleistung, denn "Gut" und "Böse" lösen sich auf und verschmelzen sogar teilweise. So hegen beide durchaus neben dem unbändigen Hass eine Art Zuneigung zueinander, die den ganzen Stoff dann wirklich zu einem grandiosen Meisterwerk werden lassen.
Der Film war zwar ein Blockbuster, trotzdem hatte er gleich danach durch eine grosse Enttäuschung des Mainstreampublikums mit herben Kritiken zu kämpfen, die ihm sehr spontan das Attribut des Flops einbrachten.
So blieb ihm dann auch der Oscarregen versagt, trotz einer Vielzahl von Nominierungen.
Ich müsste mich schwer täuschen, aber ich denke dieser Fílm wird wie beispielsweise "Heavens Gate" von Cimino auch erst Jahre später sehr wohl noch die grosse künstlerische Akzeptanz erhalten, die er zweifelsohne verdient.
Scorsese hat ein reifes Werk geschaffen, dass den amerikanischen Traum mit den Fleischermessern des Butchers zerstückelt, am Ende stehen die Gräber und zeigt uns die Skyline Manhattans in diversen zeitlichen Abständen, die Nation wurde geboren und hat sich immer wieder entwickelt.
Der Film dauert 160 Minuten und es ist einer dieser Film, bei dem ich mir jetzt richtig wünsche, dass dieser Directors Cut mit noch längerer Laufzeit endlich veröffentlicht wird. Und hoffentlich zuerst im kino, denn diese grossen Bilder brauchen die grosse Leinwand, für die heimische Glotze ist der Film zu gross.
Einer der besten 10 Filme dieses Jahrzehnts.
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