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25 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen AUF NACH VALHALLA, 25. Januar 2006
Rezension bezieht sich auf: Verisäkeet (Audio CD)
Was für ein Album! Wie kann man nur ein solch atmosphärisches Meisterwerk schaffen?! Eigentlich nur aufgrund positiver Kritiken gekauft (ich habe vorher NICHT reingehört), muss ich sagen, dass sich dieses Album einen Platz in meinem Herzen gesichert hat.
Doch der Reihe nach.
"Verisäkeet", was zu deutsch wohl so viel wie "Blutverse" heisst, fällt rein von der Optik her nicht besonders auf; das Cover ist zu 95% in einem schlichten schwarz gehalten, und nur ein gelber Moonsorrow - Schriftzug sticht hervor.
Ganz anders dagegen der Inhalt des Albums; im Gegensatz zur schlichten Hülle ist die Musik auf dieser CD einfach nur unbeschreiblich intensiv und vor allem episch.
Der Opener "Karhunkynsi" wird durch Vogelgezwitscher und -gekrächze eingeleitet, bevor leise im Hintergrund eine immer lauter werdende Geige einsetzt.
Plötzlich bricht eine Gitarrenwand los und kurz darauf brüllt ein Chor los, so als wären sie geradewegs mitten in einem Angriff und würden sich durch eben jenes Gebrülle gegenseitig aufpeitschen. Immer weiter geht es mit Gesang, Gitarrenfront, lautem Bass und intensiven Drumming, welche immer wieder durch kurze akkustische Passagen aufgelockert werden.
Dadurch wird das mitreissende Gefühl, was beim Anhören entsteht, nur noch verstärkt. Am liebsten würde man einfach einen tiefen Schluck aus seinem Methorn nehmen (aus der Flasche gehts auch, der Autor dieser Zeilen hats ausprobiert ;-)), die (Plastik-) Axt ziehen und mitgröhlen - wenn ide Texte nur nicht auf finnisch wären! Macht nix, dadurch gibts wenigstens einen kleinen Exoten - Bonus. Nach ca. 10 Minuten regiert das hemmungslose Schlachten-Geknüppele, spätestens jetzt wirft man Methorn (oder Flasche) beiseite und versucht, die Inneneinrichtung in einem Berserkerartigen Rausch zu zerlegen!
Dann endet das Lied mit einem Windrauschen, bevor es ohne irgendeine musikalische Lücke perfekt in den zweiten Track übergeht, in welchem anfangs Kampfgeräusche zu hören sind, welche von einer Akkustik - Klampfe begleitet werden.
Da, ein Schrei!! Und weiter geht es mit den epischen Gitarrenmelodien und dem stampfenden Drums. Auch dieser Titel strotzt nur so von Chören, ruhigen Parts, schönen Geigen-/Keyboardmelodien und ein dieses mal etwas langsameren Fellgedresche, bevor er immer leiser wird und mit "Pimeä" der dritte, wie die Vorgänger 14 Minuten lange, Song an der Reihe ist. Dieser bietet die gleichen Elemente wie seine beiden Vorgänger und setzt sie ebenso gut um wie diese, weshalb es müßig ist, weitere Worte dahin zu sabbern, wenn ich die Genialität der Lieder eh nicht richtig beschreiben kann.
"Jotunheim", sage und schreibe 20 Minuten lang, besticht durch sein ruhiges Intro, bevor es dieses mal etwas langsamer mit den Gitarren und Drums als gewohnt zugeht. Kein Wunder, schließlcih haben hier die Chöre eine noch dominantere Rolle eingenommen als zuvor auf dieser Scheibe.
Aber auch dieses Lied muss mal enden, und der ultimative Album - Rauswurf erfolgt durch "Kaiku", auf welchem Mundharmonikas, Flöten, sonstwas zu hören sind, während im Hintergrund das Lagerfeuer knistert. Dazu singt noch mal ein Männerchor, und der geneigte Hörer wird regelrecht dazu gezwungen, das weggeworfene Horn wieder aufzuheben, neu zu füllen und den gewonnenen Kampf gegen sein Zimmer zu besingen.
Fazit: Meisterwerk. Punkt.
Anspieltipps: Alle. Nochmal Punkt.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Outstanding Masterpiece, 11. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Verisäkeet (Audio CD)
Vogelgezwitscher. Ein Lagerfeuer knistert im Hintergrund. Irgendwo erklingt leise eine Flöte. Die Blätter der Bäume über dir rauschen. Steckt nicht ein Waldkind ind jedem von uns? Genau diesen Nerv treffen Moonsorrow mit ihrem Album "Verisäkeet", denn alle Lieder dieser Scheibe orientieren sich an diesen Elementen. Doch keine Angst, "true pagan waldgeknister" a la Vinterikket ist das nicht, sondern vielmehr eine perfekte Komposition aus eingängien Melodien, tiefen Männergesang, innbrünstigem Kreischen und allerlei seltsamen instrumenten wie Maultrommel, Geige oder Akkordeon - ohne jedoch in Neofölkisches Mittelaltergedudel abzudriften, dazu ist die scheibe insgesammt viel zu tiefgehend. Dieses Meisterwerk möchte dem geneigten "Versteher" nur eines vermitteln: Stille. Tiefe, unendliche Stille eines finnischen Waldes, Stille wie sie in Deutschland oder sonst auf der Welt nirgends mehr zu finden ist - progressiv dazu wird durch jedes Lied aus absoluter Stille ein Epos nach dem Anderen geschaffen. Verisäkeet sind genau das, was der Name sagt: "Blutverse". Kein einfacher Text, kein verständlicher Text sondern die abgrundtiefe Ode an die Einsamkeit.
Schon der opener "Karhunkynsi" (deutsch: Bärentatze) ist eine Klasse für sich und netterweise wurde nicht mit einem 1.30min Standard-intro begonnen, nein die Übergänge sind hier flüssig und mit einer Spieldauer von 14 minuten orientiert sich dieses klasse lied, welches von doublebass und gitarren geprägt ist ganz an der Spiellänge der anderen songs. Darauf folgt "Haaska" (Kadaver). Wer sich die Mühe macht, den gesammten Text ins Deutsche zu übersetzen wird reich belohnt, denn hier war ein wahrer Poet am Werk. Tiefer Männergesang, eine verzweifelte Stimme und eine passende Melodie. Ein kaum zu beschreibender Doublebass hämmert monoton im Hintergrund wärend die Leadgitarre eine passivität verbreitet die sonst noch höchstens von Horna erreicht wird. Villes gesang ist hier dermaßen Hasserfüllt und gerade in dem Moment in dem er aufzugeben scheint, setzt eine sanfte Ruhe ein und nurnoch eine leise Gitarre spielt. Es gibt wenige Lieder in der Metalgeschichte die derart perfekt sind. Etwas hektischer geht es bei "Pimäe" (Dunkeltheit) zu. Schnelle Gitarren mit simplen Riff untermalt von einem Ohrenbetäubenden Schreien. Wer je das Glück hatte dieses Stück live zu erleben fühlt sich auf ein Darkthronekonzert zurückversetzt. Wenig Bass und kaum base-drumming scheint hier echt die Schwarze seelen aus den Finnen getreten zu sein. Dem absolut männlichen Ruf im Chor folgt eine verspielte Gitarre die in einem weiteren Hassausbruch mündet und von tiefem Männerchor volendet wird:
"hiljaiset askeleet kaikuvat syvissä vesissä....kuolevan auringon alla kaikki on kaunista" - "stille Schritte hallen in tiefen Wassern während alles in die Schönheit einer sterbenden Sonne getaucht ist". Gänsehaut.
"Jotunheim" ist der eigentliche Kern des Albums und mit einer Spielzeit von 20 Minuten ein wirklicher Leckerbissen, hier wurde alles gegeben um einen Song mit viel Tiefgang und Seele zu produzieren.
Die einsame Reise durch die Wälder endet mit "Kaiku" (Echo). Allein durch Flöte, Gitarren und Gesang ergibt sich ein wunderbarer Ausklang und wer schön mit guten Freunden im Wald am Lagerfeuer saß, die Sonne aufgehen sah als gerade der Bierkasten leer wurde kann diese romantik gut nachvollziehen. Der Wanderer, umgeben vom Echo der Lieder unserer Väter sucht vergebens nach Heiterkeit im Schutze der Wälder - und der geneigte Hörer muss unwillkürlich Liebeserklärungen an die finnische Sprache formulieren. Die letzten Silben dieses ergreifenden Textes klingen aus und alles was bleibt ist die Stille eines langsam ausgehenden Feuers, umrahmt vom Zwitschern der Waldvögel.
Wie steinern muss ein Herz sein um davon nicht tief berührt zu werden?
Dieses Album ist für mich eines der besten die je veröffentlicht wurden. Mehr ist nicht zu sagen, unerreichte Genialität und eine eigene "Seele" lassen einem das Herz schwer werden. Gehört in die CD-Sammlung eines jeden Pagan/Heathen/Black/Folk-Metaller.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein schwieriges Stück Musik, 16. August 2006
Rezension bezieht sich auf: Verisäkeet (Audio CD)
Ich halte es für einen Fehler Moonsorrow mit anderen Bands des Genres vergleichen zu wollen. Klar: Vergleichbar ist die nordisch-folkloristisch geprägte Instrumentierung im schwarzmetallischen Stil, doch da hören die Vergleiche auch schon auf. Während beispielsweise Finntroll eingängige und tanzbare Lieder produzieren, die ihre Wirkung in meist höchstens 5 Minuten entfalten, hat Moonsorrow eine andere Intention: Dieses Album hört man am Besten am Stück und möglichst nicht in Gesellschaft. "Verisäkeet" ist nämlich alles andere als eingängig und der wahre Wert dieser Scheibe offenbart sich erst nach einigen Durchläufen. So würde ich als kurzfristige Bewertung maximal drei Sterne ansetzen, doch wer dem Album einige Zeit widmet und sich den Hörgenuss nicht durch Ablenkung kaputt macht, wird sich von diesem Album nach Skandinavien entführen lassen und großartige 70 Minuten erleben. Man kann bei Verisäkeet nicht "mal eben zwischendurch" Jotunheim anmachen, wie man "mal eben" Trollhammaren hören kann. Das macht das Album für mich zum schwierigsten von Moonsorrow, aber einfach war Moonsorrow noch nie. Zu den Liedern im Einzelnen:

Karhunkynsi ist der eingängigste Track auf dem Album. Die Riffs sind simpel und leicht zugänglich. Zudem sind schwarzmetallische Einflüsse hier am deutlichsten, beispielsweise (sonst eher spärlich eingesetzte) Doublebass-Parts oder gar ein reinrassiger Blast.

Haaska ist für mich der stärkste Track auf dem Album: Episches Schlachten-Szenario verbunden mit skandinavischer Melancholie.

Der dritte Track ist Moonsorrow-Standard: Pimeä überzeugt zwar voll und ganz, ist aber meiner Meinung nach der schwächste (weil nichtssagendste) Track.

Nun kommt es hart: Aus Jotunheim spricht soviel Trauer und Seelenqual, wie ich das in dieser Authenzität noch nirgends erleben durfte. Sehr überzeugend! In den letzten Minuten des Liedes vernimmt man Lagerfeuer und leise Stimmen, die sich unterhalten, Instrumente werden gestimmt(!) und schließlich beginnt der letzte Track Kaiku, der vollständig akkustisch gespielt wird und eher als atmosphärisches Outro dient, denn als "normales" Lied. Hier wird auch Moonsorrows Haltung zu dem Album deutlich: Es geht nicht darum möglichst viele abwechslungsreiche Hammer-Riffs auf eine CD zu pressen, sondern diese skandinavische Atmosphäre zu erzeugen, die man schlecht beschreiben kann. Und wenn dazu eben insgesamt sicher 10 Minuten Lagerfeuer ohne Metal nötig sind, dann bitte...

Wie gesagt kurzfristig zum schnellen Reinhören und Abgehen denkbar ungeeignet, langfristig gesehen eins der besten Alben, die ich kenne.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der Hammer..., 14. Februar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Verisäkeet (Audio CD)
Ich bin ja ein alter Moonsorrow Fan...ja...aber was die Jungs hier zum Besten geben ist einfach nicht mehr überbietbar. Tolle Melodien und Naturklänge, Chöre und wildes Gekreische, sanfte Soli und derbe Doublebass Parts... da kann man nur sagen: Auf in den Kampf ihr Krieger des Nordens!...Pagan-Metal-Herz was willst du mehr...
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen superb, 16. Dezember 2011
Von 
Thorsten (daheim) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Verisäkeet (Audio CD)
Moonsorrow sind endlich zurück auf dem Markt mit ihrem vierten Album "Verisäkeet". Die für mich führenden Pagan- Folk- Heiden - Metaller haben mit diesem Album ihr bisheriges Schaffen übertroffen. Anstatt auf Nummer sicher zu gehen und einen Mix der drei Vorgängerscheiben abzuliefern, hat man die Stärken des Bandsounds gebündelt und einen gut 70 Minuten langen Epos mit fünf(!) Songs zurechtgezimmert, welcher zeigt, wer die wahren Erben von Bathory sind! Angefangen vom dezenten, schönen Artwork über den etwas zu schlappen Sound (aber immer noch um Längen besser als bei Bathory) bis hin zu den verspielten, episch-hymnischen Tracks erinnert vieles an die Referenzband aus Schweden. Ich möchte Moonsorrow aber nicht Abkupferei unterstellen, die wichtigen Bandtrademarks sind alle vorhanden und die früher manchmal etwas plakativ im Vordergrund tönenden Keyboards sind nun besser in den Gesamtsound integriert. Lediglich der Krächzgesang von Frontmann Ville ist mir ab und an zu monoton. Hier würde ab und an ein klarer Gesang besser zu der Musik passen, dafür sind die Chöre aber richtig fett und gut ausgearbeitet. Dazu hat die Platte ein geradezu soundtrackartige Tiefe, die sehr gut in diese Jahreszeit passt.
Fazit: Moonsorrow haben mit "Verisäkeet" ihre Vormachtsstellung in Skandinavien untermauert und werden mit diesem Werk neue Fans gewinnen!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ausnahmewerk aus Finnland, 12. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Verisäkeet (Audio CD)
Tja, diese Finnen' Eigentlich kenne ich die Gruppe ja als eine etwas weniger ernstzunehmende Band. Und dann legen die Kerle solch ein Album vor... Es ist ein außergewöhnliches Pagan/Folk/Black Metal Erlebnis, dies sei gleich schon mal vorweg gesagt. Und ich kenne nicht viele Alben, die in epischen Dingen mit diesem Silberling mithalten können. Ein sehr melodischer Beginn, ja, Moonsorrow sind noch Pagan Metal. Aber ihr Sound klingt herrlich finster. Jedenfalls gefällt mir was ich bisher höre, besser als ihre vergangenen Taten.
'Karhunkynski' leitet diese 70 Minuten geballten epischen Metals ein. Vom Klang her würde ich sagen, ist 'Verisäkeet' sehr an die Natur angelehnt. Der Opener jedenfalls ist ein wahrhaft epischer Stampfer, der immer wieder abwechslungsreiche Passagen beinhaltet und somit nicht langweilig wird. Immer wieder tauchen chorartige Gesangseinlagen sowie Maultrommeln auf. Ui, nach knapp neun Minuten schließlich gibt's doch noch etwas auf die Mütze. Dies klingt schon beinahe wie Black Metal. Ja, auch aus der schwarzen Seite ist ab und an eine gehörige Prise reingemischt worden. Und wir sind immer noch beim ersten Song! Es wird richtig aggressiv, der Sänger gibt alles, was er hat.
Nach knapp 14 Minuten geht der Song in das folgende 'Haaska' über. Schlachtengetöse und der einsame Schrei eines Falken, der hoch über dem blutigen Gemetzel kreist, ist zu hören. Dann legen die Finnen erneut wahrhaft episch stampfend los, eine wahre Schlachthymne wird vom Brett gespielt. Abwechslungsreichtum ist angesagt, schöne Melodien und Chorgesänge sind zu hören. Dann hört man auch mal ein Akkordeon. In diesen Momenten wird es am deutlichsten, dass sie Finnen sind.
Gewittergrollen lässt 'Haaska' schließlich ausklingen, und geht erneut über in Track Nr. 3, 'Pimeä'. Vogelgekreisch ist zu hören, mit leisem Gitarrengeklimper hinterlegt. Dann geht es ohne Vorwarnung los. Kreischend legt der Sänger vor, und wieder vernimmt man stampfende Drums. Irgendwie ähneln sich die Songs untereinander und doch hat jeder Track seine ganz eigenen Feinheiten. Immer wieder diese natürlichen Geräusche, das Schreien eines Vogels oder Gewittergrollen, das Knistern von Lagerfeuer, all das erschafft gemeinsam mit der Musik eine verträumte, und doch ernste und manchmal melancholische Stimmung.
Ein absoluter Ohrenschmaus ist für mich 'Jotunheim', Track Nr. 4. Er beginnt sehr ruhig, eigentlich traurig. In die melancholischen Melodien schleicht sich hin und wieder ein Vogelruf. Dann geht die Mucke los. Ein richtig nordischer Rhythmus legt los, mit den nordischen Melodien. Man ist gefangen in der Welt von 'Verisäkeet'. Der epische Chorgesang sticht hier am besten heraus. Und man fragt sich, wie lange denn so ein Titel denn wohl geht? Tja, beinahe 20 Minuten muss man allein in 'Jotunheim' investieren. Aber die sind gut angelegt. Nach 16 Minuten schließlich verklingt die Musik, und man hört nur noch das Rauschen der nordischen Wälder, mit der natürlichen Geräuschkulisse im Hintergrund. Wundervoll. Einfach traumhaft.
Nach 18 Minuten ertönt plötzlich eine ganz leise Melodie. Und dann tritt man an prasselndes Lagerfeuer heran. Hin und wieder ertönt ganz leise diese Melodie. Und das anschließende 'Kaiku' ist absolute Lagerfeuermusik. Es ertönen Flöten, dazu das Akkordeon. Dies ist nun einfach nur noch nordische Musik, kein Metal. Nach nicht mal vier Minuten verstummt die Musik jedoch wieder und das Prasseln des Lagerfeuers lässt die CD ausklingen.
Unterm Strich bleibt ein sehr ungewöhnliches Album. Aber ein sehr starkes. Was mir hier vielleicht etwas fehlt ist der Humor, etwa wie von Finntroll. Aber das hätte hier vielleicht auch gar nicht gepasst. Es ist ein sehr episches Werk. Vom Klang her würde ich sagen, ist 'Verisäkeet' sehr an die Natur angelehnt. Der Sound lädt zum Träumen ein. Ständig habe ich das Bild eines Waldes im Kopf, durch den ich spaziere. Naturverbundener, epischer Pagan Metal. Eine wahrhaft großartige Mixtur. So was habe ich nie zuvor gehört. Wie fabelhaft sich die Musik in die Naturgeräusche im Hintergrund einfügt, wie gut alles zusammenpasst. Ein Meisterwerk.
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4.0 von 5 Sternen Moonsorrow, 6. April 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Verisäkeet - New Drakkar Edition (Audio CD)
> > > > > geile Mucke wenn man auf diese Art Musik steht, würde ich mir wieder kaufen <<<<
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5.0 von 5 Sternen Moonsorrow, 14. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Verisäkeet - New Drakkar Edition (Audio CD)
Hallo zusammen, ich mache es ganz kurz: ich bin zu dieser CD durch Zufall gekommen (war Aboprämie vom Orkus-Magazin) und hatte mich bisher noch nie für Pagan Metal interessiert. Wie in der letzten sehr sehr treffenden Rezension beschrieben, bietet der erste Track einen Überraschungseffekt, als zur lieblichen Geigenmelodie dieser Schrei und die harte Gitarren hereinbrechen - so etwas hatte ich noch nie zu vor gehört und hat mich total geplättet. Doch Moonsorrow schaffen es, dieses Niveau das gesamte Album über zu halten. Für mich ist es die perfekte Verschmelzung von Metal mit finnischer Folklore - schade, daß Moonsorrow live (wahrscheinlich aus Geldmangel ohne akustische Instrumente) diesen Sound nicht adäquat umsetzen können (dennoch sollte man diese Band unterstützen, wo es nur geht). Ich mag Vergleiche mit Alben anderen Genres oder Subgenres eigentlich nicht, wenn ich mich allerdings festlegen müsste, wäre Verisäkeet meine Nummer 1 - schlichtweg das perfekte Metalalbum.
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8 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die wahren Erben von Bathory, 26. Januar 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Verisäkeet (Audio CD)
Endlich hat es mal eine Band verstanden, wie man das Erbe der mächtigen Bathory in der Gegenwart umsetzt. Diese Platte ist majestätisch, episch, mitreißend, voller Seele. Alle Freunde von "Hammerheart" und "Twilight Of The Gods", die zudem Folkeinflüsse im düsteren Metal schätzen, MÜSSEN sich diese CD zulegen. Erhabener gehts nicht!
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6 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Perfekter Viking Deathmetal, 26. November 2005
Rezension bezieht sich auf: Verisäkeet (Audio CD)
Die Überschrift sagt es eigentlich schon alles. Epische Schlachthymnen, sehr eingängige Riffs, perfekter Einsatz von Instrumenten (Flöten, Keyboards usw.) sowie Naturgeräuschen. Der Gesang passt wie die Faust aufs Auge: Größtenteils geschrien, gespickt mit klaren Parts und Chören. Das Album schafft es, einen in seinen Bann zu ziehen mit seiner dichten Atmosphäre. Alle Elemente greifen ineinander und schaffen ein düsteres, winterliches Ganzes.
Es stört kein bisschen, dass die Tracks sehr lang sind - die Zeit vergeht mit Verisäkeet wie im Fluge :)
Lässt andere Bands in dieser Richtung schlicht und ergreifend verblassen. Absolut genial, unbedingte Kaufempfehlung für Leute, die Ensiferum, Turisas, Finntroll usw. lieben!
5 Sterne.
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