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56 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubernde, pastorale Liebeskomödie - endlich in Deutsch
Basierend auf einer Novelle von Thomas Hardy aus dem Jahre 1872 ist hier ein absolut sehenswerter und bezaubernder Film entstanden:
In dem verträumten Dorf Mellstock kommt am Weihnachtsabend die neue Dorfschullehrerin, Fancy Day(Keeley Hawes), an. Während der Zuschauer im Verlaufe der Jahreszeiten die heile Dorfwelt kennenlernt, entspinnt sich inmitten der...
Veröffentlicht am 6. Juni 2008 von Woodstock

versus
12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Niedlich und hübsch
Der Film ist hübsch anzusehen, reicht aber nicht an die Verfilmungen von Jane Eyre(Ruth Wilson), Wives and Daugthers oder Cranford heran. Leider sind die Hauptdarsteller auch nur Mittelmaß. Das Gesamtergebnis ist nett anzusehen aber im Detail hat die Besetzung versagt. Die sonst so hervorragende Besetzung auch von kleinsten Rollen in BBC-periods habe ich...
Veröffentlicht am 6. Januar 2009 von B. Zaman


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56 von 57 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubernde, pastorale Liebeskomödie - endlich in Deutsch, 6. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Thomas Hardy's Under the Greenwood Tree (2005) (DVD)
Basierend auf einer Novelle von Thomas Hardy aus dem Jahre 1872 ist hier ein absolut sehenswerter und bezaubernder Film entstanden:
In dem verträumten Dorf Mellstock kommt am Weihnachtsabend die neue Dorfschullehrerin, Fancy Day(Keeley Hawes), an. Während der Zuschauer im Verlaufe der Jahreszeiten die heile Dorfwelt kennenlernt, entspinnt sich inmitten der idyllischen Farmen und Wälder eine zarte Romanze zwischen Fancy Day und dem armen Fuhrmannssohn Dick Dewy (James Murray, den man inzwischen aus der Mystery-Serie Primeval kennt).
Indessen sorgt Reverend Maybold (Ben Miles) für erhebliche Unruhe unter seinem Kirchenchor, denn er hat ein Harmonium angeschafft, das den fiedelnden und singenden Männerchor ersetzen soll, und es steht außer Frage dass die Riege von einfachen aber gutherzigen Farmern und Handwerkern das nicht auf sich sitzen lassen kann. Miss Day hingegen sorgt für Unruhe ganz anderer Art, als sie gleich von drei ganz unterschiedlichen Männern der Gemeinde Heiratsanträge erhält und zwar von dem reichen aber etwas kauzigen Farmer Shinar, von Reverend Maybold himself, der sich lange nicht getraut um Fancys Hand anzuhalten und natürlich von dem armen Schlucker Dick Dewy.
Fancy ist zwischen den dreien hin und hergerissen, denn ihr Vater verlangt eine reiche Heirat mit Farmer Shinar, Reverend Maybold dagegen ist ein gebildeter und weitgereister Mann, der ihren Intellekt fordert, wohingegen Dick Dewy, dem ihre Liebe eigentlich gehört, sozial unter ihrem eigenen Status steht, so dass sie seinen Heiratsantrag nicht annehmen kann. Fancy sieht sich von allen Seiten bedrängt, denn es ist im viktorianisch, engstirnigen England undenkbar, dass ein Gefühl wie Liebe über soziale Unterschiede siegt! Oder?
Nebenbei gerät der örtliche Männerchor immer mehr in Aufregung wegen des lästigen Harmoniums. Dieses Instrument symbolisiert den technischen Fortschritt jener Zeit und den Verlust der althergebrachten, dörflichen Traditionen. Also wird das Harmonium schließlich zum Verstummen gebracht ;-). Und letztendlich ist es das wunderschöne, gänsehauterzeugende Lied, das der Chor unter Fancys Fenster singt "One Night as I Lay on My Bed", das ihr hilft die richtige Entscheidung zu treffen.

Wertung:
Teilweise Liebesgeschichte, teilweise Komödie sieht man hier einen Film, der in überbordenden Farben und Bildern der Schönheit des ländlichen Lebens huldigt, vermischt ist das ganze mit einer Prise Melancholie über das Schwinden der "guten alten Zeit". Sehr schön und witzig dargestellt durch das Harmonium, das Einzug in den kirchlichen Alltag hält und die dampfgetriebene Feldmaschine von Farmer Shinar.
Thomas Hardy preist mit seinem Werk diese pastoralen Dorfromantik und beklagt gleichzeitig ihren Verlust auf Kosten des Fortschritts. Diese Intention haben die Filmemacher haarscharf aufgegriffen und sehr überzeugend in Bilder und Dialoge gefasst. Herrlich komisch und skurril ist der (meist leicht angetrunkene) Männerchor und wildromantisch die Bilder einer intakten pastoralen Welt. Da möchte man sich glatt beim Aufladen der Strohballen selbst bucklig schinden nur um dabei zu sein;-). Das ist ein Film ohne menschliche Tragödien oder andere dramatische Ereignisse. Es gibt keine gemeinen Intrigen, keinen Hass und keine leidenschaftlichen Szenen sondern nur zärtliche Blicke und vorsichtige Berührungen, denn der ganze Film ist wie die Welt von Mellstock: Beschaulich, ruhig und absolut bodenständig und dabei dennoch wunderschön: 5 Sterne, at least!

DVD: Laufzeit 94 Minuten, 18 Kapitel, deutsche und englische Tonspur, mit deutschen Untertiteln. ENDLICH!
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19 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hin und weg, 3. August 2007
Von 
K., Donate "dok" (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Under The Greenwood Tree [UK Import] (DVD)
Da kehrt sie nun heim, die junge Lehrerin Fancy Day, mit abgeschlossener Ausbildung, in ihr Heimatörtchen; tritt ihre erste Stelle an und will sich nebenbei um ihren älter und hilfsbedürftiger gewordenen Vater kümmern. Schon kurz nach ihrer Rückkehr ist sie von drei Bewerbern umgeben, die um ihr Herz und ihre Hand kämpfen und beinahe wünscht man jedem von ihnen Erfolg. Soll der stürmische, leidenschaftliche junge Mann das Rennen machen, der vermeintlich von seinem sozialen Status her so gar nicht zur jungen Dorfschullehrerin passt? Oder der erfolgreiche Großbauer, der sich aus ärmsten Verhältnissen hochgearbeitet hat und heute seine Ländereien von einem prächtigen Herrenhaus aus verwalten kann, während andere für ihn die Ernte einfahren? Oder ist es eher der örtliche Pfarrer, kulturell gebildet, eloquent und ambitioniert, der seinen Dienst in der kleinen Pfarrei nur als Zwischenstation ansieht?
Diese wunderbare Literaturverfilmung versetzt einem wahrlich in ein anderes Land und eine andere Zeit! Eine perfekte Entführung in das ländliche England der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Noch dazu so romantisch ... Schade, dass man nur fünf Sterne vergeben kann. Dieser Film hätte mindestens einen weiteren verdient, denn er ist ein echtes High-Light. Wunderbare Darsteller, so wie der herrlich bärbeißige, aber dennoch liebevolle Vater von "Dick Dewy", einer der männlichen Hauptfiguren.

Die DVD ist nicht mit allzu vielen Extras ausgestattet; das Wenige, das da ist, entschädigt jedoch durch gewichtigen Inhalt. Ich habe zunächst das "Making of... " angesehen, auch dies wiederum sehr liebevoll gestaltet. Die Kommentare von Regisseur, Darstellern, Drehbuchautor usw. sind zwar nicht mit Untertiteln versehen, aber - wie auch der Film selbst - auch für einen Nicht-Muttersprachler gut zu verstehen.
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36 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Bezaubernde, pastorale Liebeskomödie, 25. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: Under The Greenwood Tree [UK Import] (DVD)
Basierend auf einer Novelle von Thomas Hardy aus dem Jahre 1872 ist hier ein absolut sehenswerter und bezaubernder Film entstanden:
In dem verträumten Dorf Mellstock kommt am Weihnachtsabend die neue Dorfschullehrerin, Fancy Day(Keeley Hawes), an. Während der Zuschauer im Verlaufe der Jahreszeiten die heile Dorfwelt kennenlernt, entspinnt sich inmitten der idyllischen Farmen und Wälder eine zarte Romanze zwischen Fancy Day und dem armen Fuhrmannssohn Dick Dewy (James Murray, den man inzwischen aus der Mystery-Serie Primeval kennt).
Indessen sorgt Reverend Maybold (Ben Miles) für erhebliche Unruhe unter seinem Kirchenchor, denn er hat ein Harmonium angeschafft, das den fiedelnden und singenden Männerchor ersetzen soll, und es steht außer Frage dass die Riege von einfachen aber gutherzigen Farmern und Handwerkern das nicht auf sich sitzen lassen kann. Miss Day hingegen sorgt für Unruhe ganz anderer Art, als sie gleich von drei ganz unterschiedlichen Männern der Gemeinde Heiratsanträge erhält und zwar von dem reichen aber etwas kauzigen Farmer Shinar, von Reverend Maybold himself, der sich lange nicht getraut um Fancys Hand anzuhalten und natürlich von dem armen Schlucker Dick Dewy.
Fancy ist zwischen den dreien hin und hergerissen, denn ihr Vater verlangt eine reiche Heirat mit Farmer Shinar, Reverend Maybold dagegen ist ein gebildeter und weitgereister Mann, der ihren Intellekt fordert, wohingegen Dick Dewy, dem ihre Liebe eigentlich gehört, sozial unter ihrem eigenen Status steht, so dass sie seinen Heiratsantrag nicht annehmen kann. Fancy sieht sich von allen Seiten bedrängt, denn es ist im viktorianisch, engstirnigen England undenkbar, dass ein Gefühl wie Liebe über soziale Unterschiede siegt! Oder?
Nebenbei gerät der örtliche Männerchor immer mehr in Aufregung wegen des lästigen Harmoniums. Dieses Instrument symbolisiert den technischen Fortschritt jener Zeit und den Verlust der althergebrachten, dörflichen Traditionen. Also wird das Harmonium schließlich zum Verstummen gebracht ;-). Und letztendlich ist es das wunderschöne, gänsehauterzeugende Lied, das der Chor unter Fancys Fenster singt "One Night as I Lay on My Bed", das ihr hilft die richtige Entscheidung zu treffen.

Wertung:
Teilweise Liebesgeschichte, teilweise Komödie sieht man hier einen Film, der in überbordenden Farben und Bildern der Schönheit des ländlichen Lebens huldigt, vermischt ist das ganze mit einer Prise Melancholie über das Schwinden der "guten alten Zeit". Sehr schön und witzig dargestellt durch das Harmonium, das Einzug in den kirchlichen Alltag hält und die dampfgetriebene Feldmaschine von Farmer Shinar.
Thomas Hardy preist mit seinem Werk diese pastoralen Dorfromantik und beklagt gleichzeitig ihren Verlust auf Kosten des Fortschritts. Diese Intention haben die Filmemacher haarscharf aufgegriffen und sehr überzeugend in Bilder und Dialoge gefasst. Herrlich komisch und skurril ist der (meist leicht angetrunkene) Männerchor und wildromantisch die Bilder einer intakten pastoralen Welt. Da möchte man sich glatt beim Aufladen der Strohballen selbst bucklig schinden nur um dabei zu sein;-). Das ist ein Film ohne menschliche Tragödien oder andere dramatische Ereignisse. Es gibt keine gemeinen Intrigen, keinen Hass und keine leidenschaftlichen Szenen sondern nur zärtliche Blicke und vorsichtige Berührungen, denn der ganze Film ist wie die Welt von Mellstock: Beschaulich, ruhig und absolut bodenständig und dabei dennoch wunderschön: 5 Sterne, at least!

DVD: Laufzeit 93 Minuten, 18 Kapitel, Stereo, 2+4 Colour PAL UK, Sprache Englisch mit englischen Untertiteln.
Extras: The Making of.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum habe ich dieses Juwel erst jetzt entdeckt?, 3. Juni 2007
Rezension bezieht sich auf: Under The Greenwood Tree [UK Import] (DVD)
Selten hat eine Verfilmung derart meine Erwartungen übertroffen!

Die Verfilmung von Thomas Hardy's Drama "Tess of the D'urbervilles" noch in Erinnerung, sowie den schauspielerisch hervorragenden, aber ebenso tragischen "The Mayor of Casterbridge" habe ich bei dieser Hardy Verfilmung ein ähnliches 'gloomy' Drama erwartet. Daher hat mich dieser wunderbar leichtfüßige, sonnige, romantische Film mit schöner Musik und wunderbarer Landschaft einfach nur bezaubert. Perfekt geeignet für einen schönen, entspannenden Sonntagnachmittag.

Auch das DVD-Extra "The Making of" mit interviews der Cast and Crew ist sehenswert, insbesondere die Infos zur Filmlocation Jersey (als Hardy's Dorset).
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13 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Leichtfüßige romantic period comedy, 4. September 2007
Von 
Stefanie Conrad "Stefanie Conrad" (Düsseldorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Under The Greenwood Tree [UK Import] (DVD)
Wer beim Begriff "period drama" in erster Linie an Drama denkt, der wird hier ungemein leicht und fast schon beschwingt eines besseren belehrt. "Under the greenwood tree" ist eher eine romantische Komödie als ein Drama, also eher eine romantic period comedy, falls es diese Bezeichnung überhaupt gibt.
So wird man denn auch in diesem Film keine Szene finden, die sich detailliert mit den sozialen Gegebenheiten der Zeit beschäftigt, Elend und Not wird man ebenso vergeblich suchen, aber hey: dieser Film ist einem einfach zu sympathisch, als daß man das kritisieren möchte.
Tatsächlich haben wir es hier mit einer äußerst charmanten Liebesgeschichte zu tun, die einige witzige Einfälle parat hält, die man wohl auch von heutigen romantischen Komödien erwarten würde. Die kleine Rahmenhandlung um den Kirchenchor ist sehr charmant ausgearbeitet worden und auch sonst gibt es einige kleine Ideen, die diesen Film beinahe angenehm von sonstigen period dramas abheben.
Die Ausstattung ist exquisit wie bei der BBC üblich und den Soundtrack hätte ich gerne auf CD (schon alleine wegen der schönen englischen Weihnachtslieder). Die Darsteller sind durch die Bank weg grandios. Keeley Hawes ist eine sehr charmante Fancy Day und lässt ihre doch etwas blasse Darstellung der Kitty Butler in "Tipping the velvet" ganz vergessen. James Murray als Dick Dewy erinnerte mich ein wenig an Hugh Grant in "Four weddings and a funeral", kommt in seiner Tollpatschigkeit und Schüchternheit ("P...Party!") jedoch wesentlich sympathischer rüber. Besonders gefreut habe ich mich jedoch über das Wiedersehen mit Steve Pemberton von der "League of gentlemen". Kannte ich ihn bislang nur als Comedian, so konnte ich hier auch sehen, was für ein wunderbarer Schauspieler der Mann ist und allen "League"-Fans sei hiermit dieser Film dringendst ans Herz gelegt, denn Pemberton macht in diesem Film eine Entwicklung von der Bösheit eines Farmers Tinsel bis zur Liebenswürdigkeit eines ... hmmm... da fällt mir nun kein Charakter ein, aber ganz gleich ob local oder nicht, der Mann ist eine Wucht! Ben Miles als Parson Maybold erinnerte mich ein wenig an David Bamber in "Pride & Prejudice", und ist auch als Widersacher des Kirchenchors richtig schön gemein. Auch die anderen Darsteller kommen sehr sympathisch rüber und machen diesen Film zu einen wunderschönen Streifen, den man sich gerne öfter anschaut.
Fazit: mehr romantische Komödie als klassisches Drama mit wunderbaren Darstellern und grandiosen Landschaftsaufnahmen. Nicht verpassen!
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15 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dass Händewaschen so sexy sein kann ;-), 15. September 2008
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thomas Hardy's Under the Greenwood Tree (2005) (DVD)
An einem Weihnachtsabend Mitte des 19. Jahrhunderts beschäftigen zwei Dinge die kleine Dorfgemeinschaft von Mellstock: Einmal ist es die Ankunft einer gebildeten, jungen Dame, die hier einen Posten als Lehrerin antreten soll, und dann ist da noch eine rätselhafte, schwere Kiste für Pfarrer Maybold geliefert worden. Während die zarte Schönheit von Fancy schon bald die Männerwelt verzaubert, bringt der Inhalt der Lieferung für den motivierten Reverend wenig Freude. Das moderne Harmonium soll den traditionellen Männerchor in der Kirche ablösen. Doch einige Herren sind nicht gewillt, kampflos abzutreten. Genauso kampfbereit ist der junge Fuhrmannsohn Dick Dewy, der sich auf den ersten Blick in die neue Lehrerin verliebt hat und entschlossen ist, alle gesellschaftlichen Schranken zu überwinden und das Herz der Dame zu erringen.

Keine leichte Entscheidung hat Keeley Hawes ("Our Mutual Friend [UK Import]") als Fancy Day zu treffen. Immerhin drei entschlossene Männer bitten sie um ihre Hand. Da ist einmal der reiche Farmer und Gemeindevorsteher, Mr. Shinar (Steve Pemberton), der auch die Wahl ihres Vaters wäre, und mit materiellem Wohlstand und gesellschaftlichem Ansehen lockt. Dann ist da noch der leidenschaftlich verliebte Dick Dewy, der ihr in der "Hände-Wasch-Szene" einen Kuss raubt. Allerdings hält Fancy eine Verbindung mit dem aus einfachen Verhältnissen stammenden Dick für undenkbar. Da hätte eher noch der Vikar eine Chance, der eine Einladung nach Venedig erhält und so in der Lage ist, die junge Frau von dem Provinzmief zu befreien und ihr die ganze weite Welt zu zeigen. Bis zuletzt bleibt offen, für wen sich Fancy Day schließlich entscheiden wird. Und ob sie bei ihrer Wahl eher das Herz sprechen lassen wird, oder ob ihr Verstand ihr den richtigen Weg weist. Bis dahin spielt sie jeden Sonntag auf dem ungeliebten Harmonium umgeben von den neugierigen Blicken der kleinen Gemeinde.
Wer die sonst eher düsteren gesellschaftlichen Portraits von Thomas Hardy kennt, wird hier zweifellos überrascht werden. Die Geschichte um die Liebe der Fancy Day und den technischen Fortschritt einer kleinen Gemeinde ist heiter erzählt und besticht durch augengefällige Romantik. Auch wenn die Problematik gesellschaftlicher Schranken mehr als angedeutet wird, bleiben die liebevoll skizzierten Qualitäten der kleinen Leute doch immer im Vordergrund des Geschehens. Wundervolle Landschaftsbilder bereichern diese Adaption einer Novelle von 1872. Ein zusätzliches Plus dieses Films ist die Musik, die hier sogar Teil der Geschichte ist. Wenn James Murray als Dick mit seinem Männerchor von "True Love" singt, geht nicht nur Fancy Day das Herz auf. Für romantische Seelen ist dieser Film auf jeden Fall ein Muss.
Das DVD-Menü ist ebenfalls sehr liebevoll gestaltet. Die einzelnen Auswahlbuttons sind in Blattform gestaltet und die zarte Hintergrundmusik untermalt das animierte Hauptmenü und auch die Extras. Man kann sich die aktuellen KSM Filme als Trailer ansehen und auch eine Bildergalerie kann betrachtet werden.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein beflügelnder Film passend für die Winter- und Weihnachtszeit, mit einer entzückenden Botschaft, 28. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Thomas Hardy's Under the Greenwood Tree (2005) (DVD)
Dieser romantische Film entstand nach einem der früheren Romane von Thomas Hardy, der in seinen späteren Werken viel ernster und desillusionierter über die Gesellschaft und den Wandel der Zeit schrieb.

Im Mittelpunkt der Geschichte steht Fancy Day, die an einem Weihnachtsabend in das verschlafene Dorf Mellstock kommt. Sie möchte dort die Stelle als Lehrerin antreten. Die Ankunft stiftet viel Verwirrung unter den Dorfbewohnern, weil bemerkt wird, dass Miss Day sehr schön ist, was für die Mädchen einerseits eine Konkurrenz darstellt und die Männer vor aller Augen um die hübsche Frau buhlen. Gesteigert wird diese Verwirrung noch, als sie von Pastor Maybold, der zu einem ihrer Verehrer gehört, auserkoren wird, auf seinem neu erworbenen Harmonium in der Kirche zu spielen, was gleichzeitig das Aus für den lange Jahre bestehenden Chor bedeutet, indem auch Dick Dewy mitmischt, der sich sofort in die junge Frau verliebt. Auch der reiche Landbesitzer Shiner interessiert sich für Fancy und macht ihr alsbald einen Heiratsantrag. Miss Day befindet sich nun im völligen Gefühlchaos, denn sie möchte ihren Vater nicht enttäuschen, der sich für seine Tochter eine standesgemäße und wohlhabende Hochzeit wünscht. Deswegen überdenkt sie den Heiratsantrag von Mr. Shiner, obwohl sie sich zu Dick Dewy hingezogen fühlt, der aber nur ein Fuhrmann, ohne Reichtum und gesellschaftlichen Stand ist. So versucht sie von ihm Abstand zu nehmen, was aber nicht immer gelingt.

Im Zentrum der Geschichte steht zum Einen die Gesellschaft im 19. Jahrhundert. Es war zu der damaligen Zeit sehr wichtig sich standesgemäß zu verheiraten, um somit das Ansehen der Bewohner nicht zu verlieren. Der Film zeigt uns in vielen Szenen, wie Fancy Day diesem Vorsatz nicht treu bleiben kann, weil ihre Gefühle einfach stärker sind, obwohl sie davon überzeugt ist, dass es ihr unmöglich erscheint sich mit Dewy zu verheiraten. Deswegen nimmt sie den ihr nötigen Abstand von ihm und hält Mr. Shiner hin. Sie ist mit ihrer Seele im Zwiespalt, denn sie möchte in der Gesellschaft, in der sie sich befindet anerkannt sein. Erst gegen Ende merkt sie, dass die Liebe stärker ist, als die Meinungen der Leute und man nur glücklich werden kann, wenn man seinem Herzen folgt. Diese Botschaft ist wirklich bezaubernd, denn noch heute ist diese Aussage aktuell und wer möchte nicht für seine Liebe alles geben. Der Film hat die Gradwanderung zwischen einer möglichen Vernunftehe und einer Liebesheirat in wundervolle Bilder eingefangen. Gerade die "Handwaschszene" zeigt hier, wie bemüht Miss Day ist ihre Gefühle zu verbergen und der Zuschauer ahnt in diesem Moment, dass sie ihm am liebsten um den Hals fallen würde. Oder als Miss Day mit ihren beiden Verehrern zum Tee sitzt, Dick Dewy sie besuchen kommt, um Einlass bittet, sie ihn aber nicht hereinlassen möchte, weil er nicht standesgemäß gekleidet ist und sie sich eher Sorgen macht, was der Vikar und Mr. Shiner denken. Hier wird klar, dass ihr die gesellschaftlichen Regeln noch sehr wichtig sind. Keeley Hawes spielt die Frau, die sozusagen zwischen "zwei Stühlen steht " äußerst glaubhaft.
Das andere Thema des Filmes ist der Fortschritt, der auch in das idyllische Dorf Einzug hält. Die Dorfbewohner möchten aber nicht, dass sich irgendetwas verändert. Doch der Wandel der Zeit ist nicht mehr aufzuhalten. Das zeigt sich in der Szene, als das Harmonium den Chor ersetzt und neue Maschinen für die Feldarbeit zur Verfügung stehen, die argwöhnisch und ungläubig von den Dörflern betrachtet werden.

Der Film ist über die ganze Zeit sehr unterhaltsam, weil der Zuschauer nie weiß, wen Fancy Day zum Mann nimmt, obwohl man schon recht bald merkt, dass Miss Day Gefühle für Dick hegt, die über eine Freundschaft hinausgehen (obwohl sie immer vehement gegenüber Dick betont, dass sie mit ihm ja nur befreundet ist). Eine stimmige weihnachtliche Atmosphäre kommt durch die zahlreichen Lieder auf, die auf den Straßen und in der Kirche gesungen werden, aber auch darüber hinaus bietet der Film viel Musik, die hervorragend zu der Schönheit des Dorfes und seiner hinreißenden Umgebung passt. Für romantische Seelen, wie ich eine, wird auch viel geboten, doch darauf möchte ich nicht näher eingehen (seht lieber selber, ich möchte nicht zu viel verraten).

Fazit: Dieser Film ist eine leichtfüßige Romanze, in der es viel um gesellschaftliche Standpunkte im 19. Jahrhundert geht. Ich bewerte diesen Film mit fünf Sternen, weil er mich sehr ergriffen hat, die Schauspieler, passend in ihren Rollen, mich überzeugt haben und die wunderschöne Botschaft am Ende des Filmes einen zu Tränen rührt.
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Niedlich und hübsch, 6. Januar 2009
Von 
B. Zaman "filmfan" (Stadt Mansfeld) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Rezension bezieht sich auf: Thomas Hardy's Under the Greenwood Tree (2005) (DVD)
Der Film ist hübsch anzusehen, reicht aber nicht an die Verfilmungen von Jane Eyre(Ruth Wilson), Wives and Daugthers oder Cranford heran. Leider sind die Hauptdarsteller auch nur Mittelmaß. Das Gesamtergebnis ist nett anzusehen aber im Detail hat die Besetzung versagt. Die sonst so hervorragende Besetzung auch von kleinsten Rollen in BBC-periods habe ich hier vermisst. Vor allem die Rolle des Dick ist ein wenig hölzern. Die große Verliebtheit von beiden Hauptdarstellern bleibt ein wenig flach. Der Film hat aber mit der alten Herrenkapelle auch humorige Aspekte. Ein gemütvoller Film für Sonntag nachmittag.
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18 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Liebe der Fancy Day, 16. September 2008
Von 
Ophelia (Helsingör) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Thomas Hardy's Under the Greenwood Tree (2005) (DVD)
Ich war überrascht, dass Hardy, der sonst bei weitem dramatischere und melancholischere Geschichten geschrieben hat, für so eine vergleichsweise harmlose, leichtfüßig-romantische Komödie verantwortlich ist! Der Engländer Nicholas Laughland hat sie unter der Flagge der BBC großartig für uns in Szene gesetzt.
Der Handlungsort beschränkt sich auf eine kleines Dorf in Dorset in der Mitte des 19. JH., wo die Zeit noch stehen geblieben scheint und dessen sorglose Dorfidylle lediglich gestört wird, weil die Existenz des seit Generationen angestammten Kirchenchors durch ein Harmonium bedroht wird, welches von nun an die Messe musikalisch begleiten soll. Die in pastelligen Farben gemalte, sonnendurchflutete Dorfidylle wirkt fast ein wenig zu pittoresk. Aber die plastischen Figuren und der lebendige Witz der Bewohner gleichen alles wieder aus!
Der Kirchenchor strahlt sowohl Bodenständigkeit aus, wirkt aber auch leicht bizarr, mit seinen verschrobenen Charakteren. Die Dorfbevölkerung, allesamt Bauern und Handwerker, mit ihrem ländlich legeren Habitus (und einem Hauch viktorianischem Dünkel), wirken in ihrer Darstellung angenehm unaufgesetzt. Das wöchentliche gesellschaftliche Highlight ist der Kirchgang.

Zur Handlung:
Die liebenswürdige und gebildete Fancy Day, kehrt in ihr Heimatdorf zurück, um als Schulmeisterin zu arbeiten und sich um ihren älteren Vater zu kümmern. Der macht sich große Hoffnung, dass seine Tochter bald eine richtig gute Partie macht. Ausgerechnet, Dick Dewy, ein Fuhrmannssohn, verliebt sich unsterblich und auf den ersten Blick in sie. Dem Vater und den Konventionen verpflichtet, kann Fancy Day, der auch in ihr aufkeimenden Liebe nicht nachgeben, steht Dick doch was den Stand betrifft weit unter ihr. Zwei ehrbare und wohlhabende Mitstreiter buhlen auch um ihre Gunst: Der neureiche Farmer Mr Shiner und der aufstrebende Dorfvikar Maybold. Für wen wird sie sich entscheiden?
Der Kirchenchor versucht indes den Vikar (herrliche Figur!) wegen des Harmoniums umzustimmen.

Die Hauptdarstellerin ist nicht nur hübsch, sondern Keeley Hawes, spielt ihre Rolle reizend. Ich nahm ihr die Fancy Day 100%ig ab und verstehe, dass die dörfliche Männerwelt seit ihrem Erscheinen auf dem Kopf steht. Der attraktive Dick Dewy (James Murray ) ist sonnig und temperamentvoll, hat aber auch charmante Unsicherheiten. Wenn es drauf ankommt ist er aber eine echter Kerl, der mit Schmackes um die Frau seines Herzens kämpft. Eine tolle Mischung aus Bescheidenheit und Selbstbewusstsein. Die anderen illustren Bewerber werden ebenfalls herrlich verkörpert, ach die ganze Riege ist 1 A!
Gespickt ist das Ganze auch mir einer kleinen Note Melancholie, denn es geht ja über die Liebesgeschichte hinaus, um das Verschwinden der "guten alten Zeit" welches durch den Fortschritt in der Industrialisierung eingeleitet wird.
Trotz der pittoresken Kulisse, dem fast schon zu märchenhaft schön dargestellten Bauernalltags und der eigentlich sehr einfachen Liebesgeschichte, haftet dem Film etwas realistisches an. Das weiß ich zu schätzen!
Die Geschichte funktioniert, obwohl es nicht nur keinen Bösewicht gibt, es ist noch nicht mal jemand unsymphatisch! Auch kommt die Geschichte ganz ohne dramatisierte Begebenheiten aus.
Die Leichtigkeit der Verfilmung lässt die Geschichte weder von Boden abheben noch wirkt sie seicht. Ein überaus romantischer Film mit "leiser Erotik" ;-), Witz, toller handgemachter Musik, herzzerreißenden Gesangseinlagen und der Botschaft "Folge Deinem Herzen".

Folgt Eurem Herzen und gönnt Euch diesen Film. Bestens für die Adventszeit geeignet. Nicht nur wegen der Weihnachtslieder.

DVD im ansprechenden Pappschuber, mit ordentlicher deutscher Synchronisation und wahlweise auch im Original mit deutschen Untertiteln zu genießen.
Huiii! endlich mal wieder ein Making Of!
*Making Of ( mit deutschen Untertiteln) Hier kommen Darsteller, Regisseur u.a. Beteiligte zu Wort.
*KSM Trailer Show
*Bildergalerie
*Biographie und Filmographie
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schön, sehr sehenswert, 13. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Thomas Hardy's Under the Greenwood Tree (2005) (DVD)
Eine absolut sehenswerte Verfilmung der BBC. Ist etwas leichter und heiterer als die meisten anderen BBC-Liebesgeschichten, aber gerade deswegen auch so wunderbar. Keine schwere Kost, nichts kompliziertes oder tragisches, einfach nur schön und romantisch. Hat mir sehr gut gefallen.
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Thomas Hardy's Under the Greenwood Tree (2005)
Thomas Hardy's Under the Greenwood Tree (2005) von Nick Laughland (DVD - 2008)
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