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Kundenrezensionen

4,8 von 5 Sternen46
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am 25. Januar 2009
Dieser Film hat alle meine Erwartungen weit übertroffen.
BBC steht ja schon allein für hervorragende Literaturverfilmungen, aber bei diesem Projekt hatte ich doch vorher Zweifel, ob das gelíngen kann, denn schließlich wurde nicht ein Roman umgesetzt, sondern drei sehr unterschiedliche Erzählungen von E. Gaskell miteinander verwoben. Und genau das (Verweben) ist sehr gelungen. Die Drehbuchautorinnen haben es geschafft, diese drei Geschichten so miteinander zu verbinden, dass es sehr stimmig wird. Einen Fehler im Skript konnte ich nicht entdecken. Der Film ist wunderbar ruhig. Es ist sicherlich kein Film für Fans von Action, Erotik oder Aufregung, aber für Menschen, die gerne ruhige realitätsnahe historische Filme anschauen, ist es ein wahrer Genuss.
Der Film beginnt im Jahr 1842 im fiktiven kleinen Städchen Cranford.
Noch leben die Einwohner Cranfords wie anno dazumal, doch der gesellschaftliche, technische und wissenschaftliche Fortschritt macht auch vor Cranford nicht halt. Nach Cranford soll die Eisenbahn kommen, was zunächst mehrheitlich abgelehnt wird, im Gegensatz zum jungen neuen Arzt, der mit offenen Armen empfangen wird. Die Verwicklungen rund um den jungen Mediziner bringen eine lustige komische Note in das Drama.

Der Film beschäftigt sich aber hauptsächlich mit den unverheirateten und verwitweten Damen des Örtchens Cranford, die immer gut informiert sind und sehr auf die Einhaltung der gesellschaftlichen Regeln achten (z.B.: ein Besuch muss immer genau 15 Minuten dauern - ohne dass eine Uhr bemüht werden darf). Trotz der großen Anzahl von Hauptpersonen ist es gelungen, allen Charakteren gerecht zu werden. Dies liegt zum einen am hervorragenden Drehbuch und der entsprechenden detailgetreuen Umsetzung, aber auch an der Riege wirklich ganz großer Schauspieler.

Es gibt auch sehr traurige Momente, aber auch die gehören zu einem Film aus dem 19. Jhdt. Wir wissen doch, wie viele Menschen damals jung und/oder unerwartet gestorben sind. Auch wissen wir, wie gefährlich Krankheiten und Verletzungen in dieser Zeit waren. Neben diesen traurigen Momenten gibt es aber auch lustige, bewegende und auch romantische Episoden. Viele Menschen erfahren Hilfe, Unterstützung und Zuneigung - so etwas ist Menschenfreundlichkeit, an der wir uns gerne auch ein Beispiel nehmen können.

Ein insgesamt wunderschöner Film, der ganz langsam dahinfließt und gerade deshalb so bewegend ist.
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am 6. Juni 2008
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll mit meinem Lob für diesen erstklassigen Film. Am besten ich schreibe mein Fazit zuerst, dann können alle, denen meine folgenden, ellenlangen Lobgesänge zu ausgiebig sind, gleich zum Kauf der DVD schreiten ;-).

FAZIT: Ein 100-Sterne BBC-Period Drama.
Cranford ist eine spritzige Spitzenhäubchen-Geschichte voller Wärme und Menschenliebe, aber auch mit einem Hauch von Romantik und einem Haufen Tragik und das alles ist verpackt in überbordendem, britischem Humor, wunderschönen Bildern und erstklassiger Musik. Gespielt von der Elite der Elite aller Schauspieler sieht man eine warmherzige Geschichte über eine kleine Stadt und eine kleine, liebenswürdige Gesellschaft mit all ihren menschlichen Schwächen und Stärken, Höhen und Tiefen.
Herzerwärmend schön! Absolut sehenswert!

Geschichte:
Es sind die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts und die Welt ist im Wandel. Technischer und vor allem gesellschaftlicher Fortschritt bricht sich Bahn. Ein Eisenbahnnetz entsteht. Das alte Feudalsystem beginnt zu wanken. Nur das kleine (unbeugsame ;-)) Städtchen Cranford scheint davon zunächst unberührt und dämmert unter der Regie einiger alleinstehender, verwitweter oder lediger Damen in eine Art Dornröschchenschlaf vor sich hin.
Die Damen von Cranford, haben hohe und althergebrachte Ansprüche an das was man "proper and decent" nennt. Allen voran die beiden altjüngferlichen Schwestern, die warmherzige Miss Matty (Judi Dench), die darunter leidet dass sie einst ihrer großen Liebe (Michael Gambon) entsagen musste und die sittenstrenge Miss Deborah Jenkins, die sozusagen als lebender Maßstab für soziale und moralische Verhaltensregeln gilt. Diese beiden sind der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, und um sie herum entspinnen sich nun viele weitere, schöne, traurige und herzerfrischend lustige Geschichten, ganz wie sie das Leben schreibt.

Da gibt es den attraktiven Doktor Frank Harrison (Simon Woods). Als er in Cranford zu praktizieren beginnt, kommt es zu einigen Unruhen, denn der junge Arzt arbeitet nicht nur mit unkonventionellen und fortschrittlichen Methoden er bringt auch so manches schwache (altjüngferliche und jungjüngferliche) Frauenherz zum Rasen.
Und da lebt auch die konservative Lady Ludlow (Francesca Annis) in ihrem herrschaftlichen aber verschuldeten Anwesen. Sie kann dem Wandel nicht folgen und hält krampfhaft an alten verkrusteten Strukturen fest - was nicht nur ihr viel Kummer beschert. Die vermeintlich hartherzige Frau offenbart aber schließlich auch ganz andere Seiten.
Es gibt den jungen Harry Gregson (Alex Etel), der sich mit aller Kraft bemüht und gegen die Armut seiner Familie an kämpft. Sein junges Leben und sein Werdegang ist ein tragisches Auf und Ab, das niemanden ungerührt lässt, und da ist die junge, hübsche Pfarrerstochter, die die ganze Last einer Mutter schultern muss, das aufrechte und loyale Dienstmädchen und der reformerische Verwalter... ach ich könnte endlos fortfahren, denn es werden derer Geschichten noch so viele so wunderbar erzählt, dass man sie einfach selbst gesehen haben muss.

Darsteller
Eine große Riege an hochkarätigen Darstellern führt diesen beschwingten Reigen an.
Dame Eileen Atkins, Dame Judi Dench, Francesca Annis, Michael Gambon, Philip Glenister, Julia MCKenzie und Julia Sawalha, Imelda Staunton, das sind nur einige der vielen wirklich namhaften und aus vielen anderen BBC-Serien bekannten Stars, die alle mit ihren eigenen Hauptrollen und ihren eigenen kleinen Geschichtchen in diesem fünfteiligen Wunderwerk vertreten sind und jede einzelne Rolle perfekt mit Leben, Leidenschaft und Farbe erfüllen.
Die große Kunst dieses Films liegt aber sicherlich darin, dass er trotz der vielen Hauptdarsteller und der vielen Handlungsstränge eine sehr homogene, flüssige, ja beschwingte Geschichte erzählt und ein komplexes und dazu noch überaus bezauberndes Portrait einer ganzen Stadt zeichnet ohne dass man sich je verloren oder verwirrt fühlt. Diese Homogenität erreicht die Serie allerdings erst am Ende der ersten Episode. Diese erste Episode zieht sich als einzige etwas eintöniger hin. Das ist aber durchaus nachvollziehbar, denn zu Beginn müssen natürlich alle Charaktere und ihre Geschichten eingeführt werden. Also nicht verzagen, wenn man nach der ersten Episode zwar schon die ersten Tränen vergossen hat, aber sich doch noch nicht so recht mitgerissen fühlt. Ich garantiere, die Serie packt Sie auf jeden Fall ab den ersten Minuten der zweiten Episode und dann heftig und nachhaltig.
Als Zuschauer steht man quasi an der Seite der jungen, aufgeschlossenen Mary Smith (Lisa Dillon) - die das Alter Ego von Elizabeth Gaskell darstellt - und beobachtet das Geschehen aus ihrer Warte, leidet mit, freut sich mit und genießt in vollen Zügen.

Das Drehbuch (Heidi Thomas) stellt für mich eine ausgezeichnete, filmische Aufbereitung von drei Cranford-Novellen Elizabeth Gaskells dar, in der diese große Autorin sehr sensibel und geistreich den kleineren Verrücktheiten und größeren Tragödien des Lebens nachspürt und der Gesellschaft ihrer Zeit empfindlich auf den Zahn fühlt.
Die Pride and Prejudice und Wives and Daughters-Produzentinnen Sue Birtwistle und Susie Conklin haben dieses neue wunderbare "Masterpiece" geschaffen und sind damit ihrer hohen Qualität, die man aus ihren anderen Filmen kennt, verhaftet geblieben.

Dank sei ihnen für fast 270 Minuten mitreißender BBC-Unterhaltung.

DVD:
Dieses Mal hat es gar nicht so lange gedauert, bis die DVD auch in Deutscher Sprache und mit deutschen Untertiteln erscheint. Diese deutsche Ausgabe hat mit 268 Minuten allerdings 32 Minuten weniger Filmzeit. Warum wieder einmal diese völlig überflüssigen Kürzungen? Ich weiß es nicht.
Bildformat 16:9 anamorph, Ton Deutsch: Dolby Digital 5.1, Dolby Digital 2.0, Englisch: Dolby Digital 2.0, deutsche Untertitel
Ausstattung: * Trailer,* Biographien Crew * Kapitel- / Szenenanwahl *Making Of, *Animiertes DVD-Menü, * Menü mit Soundeffekten, *Bildergalerie, * Filmographien,
44 Kommentare|72 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 4. April 2008
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll mit meinem Lob für diesen erstklassigen Film. Am besten ich schreibe mein Fazit zuerst, dann können alle, denen meine folgenden, ellenlangen Lobgesänge zu ausgiebig sind, gleich zum Kauf der DVD schreiten ;-).

FAZIT: Ein 100-Sterne BBC-Period Drama.
Cranford ist eine spritzige Spitzenhäubchen-Geschichte voller Wärme und Menschenliebe, aber auch mit einem Hauch von Romantik und einem Haufen Tragik und das alles ist verpackt in überbordendem, britischem Humor, wunderschönen Bildern und erstklassiger Musik. Gespielt von der Elite der Elite aller Schauspieler sieht man eine warmherzige Geschichte über eine kleine Stadt und eine kleine, liebenswürdige Gesellschaft mit all ihren menschlichen Schwächen und Stärken, Höhen und Tiefen.
Herzerwärmend schön! Absolut sehenswert!

Geschichte:
Es sind die 40er Jahre des 19. Jahrhunderts und die Welt ist im Wandel. Technischer und vor allem gesellschaftlicher Fortschritt bricht sich Bahn. Ein Eisenbahnnetz entsteht. Das alte Feudalsystem beginnt zu wanken. Nur das kleine (unbeugsame ;-)) Städtchen Cranford scheint davon zunächst unberührt und dämmert unter der Regie einiger alleinstehender, verwitweter oder lediger Damen in eine Art Dornröschchenschlaf vor sich hin.
Die Damen von Cranford, haben hohe und althergebrachte Ansprüche an das was man "proper and decent" nennt. Allen voran die beiden altjüngferlichen Schwestern, die warmherzige Miss Matty (Judi Dench), die darunter leidet dass sie einst ihrer großen Liebe (Michael Gambon) entsagen musste und die sittenstrenge Miss Deborah Jenkins, die sozusagen als lebender Maßstab für soziale und moralische Verhaltensregeln gilt. Diese beiden sind der Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, und um sie herum entspinnen sich nun viele weitere, schöne, traurige und herzerfrischend lustige Geschichten, ganz wie sie das Leben schreibt.

Da gibt es den attraktiven Doktor Frank Harrison (Simon Woods). Als er in Cranford zu praktizieren beginnt, kommt es zu einigen Unruhen, denn der junge Arzt arbeitet nicht nur mit unkonventionellen und fortschrittlichen Methoden er bringt auch so manches schwache (altjüngferliche und jungjüngferliche) Frauenherz zum Rasen.
Und da lebt auch die konservative Lady Ludlow (Francesca Annis) in ihrem herrschaftlichen aber verschuldeten Anwesen. Sie kann dem Wandel nicht folgen und hält krampfhaft an alten verkrusteten Strukturen fest - was nicht nur ihr viel Kummer beschert. Die vermeintlich hartherzige Frau offenbart aber schließlich auch ganz andere Seiten.
Es gibt den jungen Harry Gregson (Alex Etel), der sich mit aller Kraft bemüht und gegen die Armut seiner Familie an kämpft. Sein junges Leben und sein Werdegang ist ein tragisches Auf und Ab, das niemanden ungerührt lässt, und da ist die junge, hübsche Pfarrerstochter, die die ganze Last einer Mutter schultern muss, das aufrechte und loyale Dienstmädchen und der reformerische Verwalter... ach ich könnte endlos fortfahren, denn es werden derer Geschichten noch so viele so wunderbar erzählt, dass man sie einfach selbst gesehen haben muss.

Darsteller
Eine große Riege an hochkarätigen Darstellern führt diesen beschwingten Reigen an.
Dame Eileen Atkins, Dame Judi Dench, Francesca Annis, Michael Gambon, Philip Glenister, Julia MCKenzie und Julia Sawalha, Imelda Staunton, das sind nur einige der vielen wirklich namhaften und aus vielen anderen BBC-Serien bekannten Stars, die alle mit ihren eigenen Hauptrollen und ihren eigenen kleinen Geschichtchen in diesem fünfteiligen Wunderwerk vertreten sind und jede einzelne Rolle perfekt mit Leben, Leidenschaft und Farbe erfüllen.
Die große Kunst dieses Films liegt aber sicherlich darin, dass er trotz der vielen Hauptdarsteller und der vielen Handlungsstränge eine sehr homogene, flüssige, ja beschwingte Geschichte erzählt und ein komplexes und dazu noch überaus bezauberndes Portrait einer ganzen Stadt zeichnet ohne dass man sich je verloren oder verwirrt fühlt. Diese Homogenität erreicht die Serie allerdings erst am Ende der ersten Episode. Diese erste Episode zieht sich als einzige etwas eintöniger hin. Das ist aber durchaus nachvollziehbar, denn zu Beginn müssen natürlich alle Charaktere und ihre Geschichten eingeführt werden. Also nicht verzagen, wenn man nach der ersten Episode zwar schon die ersten Tränen vergossen hat, aber sich doch noch nicht so recht mitgerissen fühlt. Ich garantiere, die Serie packt Sie auf jeden Fall ab den ersten Minuten der zweiten Episode und dann heftig und nachhaltig.
Als Zuschauer steht man quasi an der Seite der jungen, aufgeschlossenen Mary Smith (Lisa Dillon) - die das Alter Ego von Elizabeth Gaskell darstellt - und beobachtet das Geschehen aus ihrer Warte, leidet mit, freut sich mit und genießt in vollen Zügen.

Das Drehbuch (Heidi Thomas) stellt für mich eine ausgezeichnete, filmische Aufbereitung von drei Cranford-Novellen Elizabeth Gaskells dar, in der diese große Autorin sehr sensibel und geistreich den kleineren Verrücktheiten und größeren Tragödien des Lebens nachspürt und der Gesellschaft ihrer Zeit empfindlich auf den Zahn fühlt.
Die Pride and Prejudice und Wives and Daughters-Produzentinnen Sue Birtwistle und Susie Conklin haben dieses neue wunderbare "Masterpiece" geschaffen und sind damit ihrer hohen Qualität, die man aus ihren anderen Filmen kennt, verhaftet geblieben.

Dank sei ihnen für 300 Minuten mitreißender BBC-Unterhaltung.

2 DVDs 9 x 2:
Dolby Digital, Stereo, Bildschirm 16:9, Sprache: Englisch mit englischen Untertiteln für Hörgeschädigte, 2 + 4Colour PAL/UK, Lauflänge ca. 295 Minuten, Specials: The Making of Cranford
2424 Kommentare|33 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Drei Novellen von Elisabeth Gaskell wurden in dieser BBC-Produktion von 2007 in liebevoller Kleinarbeit verarbeitet. Das Ergebnis sind fünf zauberhafte Filmstunden, in denen der Zuschauer ein ganzes Jahr in der englischen Kleinstadt Cranford verbringen kann und komische, tragische und glückliche Momente mit den lebhaften Einwohnern erleben darf. Dabei wird man auf sehr viele bekannte Gesichter treffen, die bereits in anderen BBC-Filmen schauspielerisch überzeugt haben. Ein ideales Vergnügen also für alle Liebhaber dieses Genres, besonders an langen Winterabenden!

Sommer in Cranford, 1842: Die junge Mary flüchtet vor ihrer kupplungswütigen Stiefmutter in die Heimatstadt ihre verstorbenen Mama. Die ehrwürdigen Schwestern Deborah und Mattie Jenkyns nehmen sie gerne in ihr Haus auf. Doch ganz so ruhig, wie in Kindertagen ist es in diesem etwas verschlafenen Ort nicht mehr. Die Ankunft eines neuen Arztes sorgt für einige Aufregungen in Cranford, welches überwiegend von unverheirateten Damen dominiert wird. Miss Pole, der selbsternannte Stadtkurier flattert aufgeregt von Haus zu Haus. Doch dies ist nicht die einzige Veränderung. Das Eisenbahnnetz wird immer weiter ausgebaut und auf Lady Ludlows Gartenfest erfährt die entsetzte Gemeinschaft von Cranford das Unglaubliche: Es gibt tatsächlich schon feste Pläne, die Bahnlinie bis an die Stadtgrenze zu führen! Dies bedeutet wohl das Ende aller Abgeschiedenheit und Erhaltung langwährender Traditionen. Trotz des ungewohnten Hauchs angekündigter Verände-rungen, lässt sich die Gemeinschaft aber so leicht nicht erschüttern. Und so geht das Leben in Cranford weiter mit all den gesellschaftlichen Verpflichtungen, unerwarteten Todesfällen, Liebeswirrungen und anderen Überraschungen.

Erwähnenswert ist vor allem die überragende schauspielerische Leistung von drei besonderen Damen. Da ist einmal Judi Dench, die immer noch eine so wunderbare beinah jungendlich wirkende Frische hat und die herzliche Mattie Jenkyns darstellt. Konträr zu der weichherzigen Mattie, spielt Eileen Atkins die getrenge aber natürlich auch herzensgute Schwester Deborah Jenkyns, deren Mienenspiel unglaublich facettenreich ist. Auch Imelda Staunton Sinn und Sinnlichkeit (Special Edition) als geschäftige Miss Pole ist immer im Blickpunkt des Zuschauers. Sie sorgt für einige erheiternde Momente in dieser Serie und ist in der Lage, wichtige Feststellungen in knappen Sätzen zu formulieren. In einer der köstlichsten Szenen rennen Miss Pole und Mrs. Forrester sehr aufgeregt zur nächsten Apotheke, um ein Abführmittel für den Kater zu besorgen, der Mrs. Forresters beste Spitze im Magen hat. Wirklich ein absoluter Notfall!
Auch in Liebesdingen enttäuscht die Serie nicht. Natürlich verliebt sich der junge Arzt, dargestellt durch Simon Woods (Stolz und Vorurteil), in das einzige hübsche Mädchen der Stadt, in die Pfarrerstochter, Sophie Hutton. Da jedoch der charmante Mediziner auch noch andere empfindsame Herzen entflammt und durch einen üblen Valentins Scherz und Dorfklatsch Missverständnisse entstehen, scheint Dr. Harrison nicht nur die Liebe seiner Angebetenen zu verlieren, auch das Vertrauen der ganzen Gemeinschaft ist erschüttert und damit seine Existenz als Arzt in Cranford plötzlich bedroht!
Bei den Herren ist außerdem die Leistung des Philip Glenister (Vanity Fair - Jahrmarkt der Eitelkeiten (1998) - 3er DVD Set) als Mr. Carter, Gutsverwalter auf dem Herrensitz von Lady Ludlow (Francesca Annis Elizabeth Gaskell's "Wives and Daughters" (1999) - 3er DVD Set) zu erwähnen. Mr. Carter ist die Armut, welche durch Mangel an Bildung mitbedingt ist, leid. Entgegen der Meinung seiner Ladyschaft hält er daher eine Schule für alle als sehr wünschenswert. Da dieses Ziel wohl noch in weiter Ferne liegt, wendet er seine Aufmerksamkeit einem kleinen Herumtreiber Harry zu, der eine enorme Wissbegier zeigt. Doch auch Lady Ludlow entgehen die Lehrversuche ihres Vertrauten und Verwalters nicht.
Wer gerne mehr über die Entstehung der Mini-Serie erfahren möchte, dem sei unbedingt geraten, das Making-of anzusehen. Außer den Produzentinnen und der Co-Autorin kommen hier auch viele Schauspieler zu Wort, die den Charakter ihrer jeweiligen Rolle sehr gut beschreiben. Außerdem erfährt man hier, wie viel Elisabeth Gaskell wirklich in Cranford steckt.
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am 3. Mai 2010
Diese 5-teilige Serie ist absolut empfehlenswert.

Die Kostüme und Kulissen sehen schön und wahrheitsgetreu aus.
Die Schauspieler sind überzeugend und optisch gut für ihre Rollen ausgesucht.
Die Geschichte ist von Anfang bis Ende spannend und überhaupt nicht vorhersehbar.
Man kann spitzenmäßig mitfiebern, wer mit wem zusammenkommt.
Man muß heulen, wenn jemand vom Schicksal ereilt wird.
Man kann sich herrlich in die Zeit zurück versetzen.

Ein super Film zum Schmachten, Verlieben, Heulen ..., der viel zu schnell zu Ende ist.
Meine absolute Empfehlung.
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am 25. August 2008
Diese Mini-Serie der BBC ist absolut bezaubernd.
Ich bin begeistert von diesem neuerlichen Meisterstück.
Die Charaktere sind wunderbar liebenswert, die Schauspieler sehr gut und die Sets wunderschön.

Diese Mini-Serie wird jeden Liebhaber von BBC Verfilmungen und dieser Epoche begeistern.
Herrlich witzig, ironisch und auch mal ein klein wenig dramatisch.
Eine hinreißende Liebesgeschichte wie in Pride and Prejudice darf man zwar nicht erwarten, aber das würde auch gar nicht hinein passen.
Die Liebe kommt zwar durchaus vor :), aber Cranford hat einfach seinen eigenen, ganz anderen Charme.

Ich bin sehr froh, dass ich die DVD aufgrund der guten Rezensionen gekauft habe und kann sie auch nur allen empfehlen!
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am 8. Mai 2009
Als mittlerweile großer Fan der britisch verfilmten Literatur, musste ich mir Cranford bestellen und bin belohnt worden. Dieser Zusammenschnitt dreier Romane von Elisabeth Gaskell ist liebevoll umgesetzt und mit gefallen die Darsteller alle sehr gut. Man kann wirklich das Leben in einem Dorf in der Mitte des 19 Jahrhunderts hautnah miterleben. Die Umsetzung mit so vielen Hauptakteuren (im Grunde gibt es etwa 20 Hauptdarsteller) finde ich gelungen. Auch freue ich mich, immer wieder bekannte Gesichter, aus anderen Literaturverfilmungen zu finden. U.a. Simon Woods (Mr. Bingley aus Stolz und Vorurteil) Und auch die großartige Judi Dench spielt mit und wie immer fantastisch! Also ich bin restlos begeistert!
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TOP 1000 REZENSENTam 14. November 2009
Ich kann mich allen Vorrezensionen nur anschließen und bestätigen, dass dies eine in vielen Aspekten supberbe, hochprofessionelle, intelligente Unterhaltung ist. Es geht in den fünf Folgen um die Verfilmung eines Romans der britischen Autorin Elizabeth Gaskell (um 1850), ergänzt um die Inhalte zweier anderer ihrer Werke, die literarisch frei hineingewoben wurden, weil thematisch und bezüglich der Szenerie ähnlich. Auch in der Adaption haben sich die Autoren laut Make-of einige Freiheiten gegönnt (z.B. darüber wer stirbt und wer nicht), da ich das Buch nicht kenne, kann ich das aber nicht im Detail beurteilen.

Die Geschichten spielen im Laufe ca. eines Jahres im fiktiven ländlichen Städtchen Cranford. Es ist voll von 'typisch' britischen, unterhaltsamen, interessanten, teilweise skurrilen Gestalten, die miteinander in Verbindung stehen. Es gibt die älteren Witwen oder Jungfern, die mit einem Netz aus Tratsch, gesellschaftlicher Beurteilung anderer, aber auch Hilfe und dörflichem Zusammenhalt ein bisschen die 'Chefs' der Stadt sind, die den gesellschaftlichen Standard setzen. Es gibt die reiche Großgrundbesitzerin, die formal den stärksten Einfluss hat. Diese hat einen Gutsverwalter mit modernen Ansichten, die sich z.B. in der schulischen Förderung eines Jungen aus einer armen Familie manifestieren. Es gibt einen älteren Arzt, einen frischen, jungen Arzt (auf das sich manch Frauenherz richtet), einen Pfarrer mit einer jungen Tochter, die die Rolle der früh verstorbenen Mutter übernimmt, und noch eine Reihe anderer mehr. Es spielen sich viele 'kleine' Geschichten ab (Krankheiten, Todesfälle, Verliebtheiten, geschäftliche Schwierigkeiten, gesellschaftliche Skandale, etc.), wobei eine Reihe von sozialen/gesellschaftlichen Themen angesprochen werden (wie z.B. die veränderte Rolle der Frauen, die Alphabetisierung ärmerer Schichten). Durchgehende Kulisse ist der Eisenbahnbau, der sich auf Cranford zubewegt und das Leben der Menschen beeinflusst.

Die Charaktere wirken oft gut vertraut, quasi 'Klassiker' der englischen Literatur dieser Zeit. Auch die Geschichten sind für den heutigen Zuschauer nicht neu (waren es z.T. aber zu Zeiten der Veröffentlichung, z.B. die sehr selbstbewusst auftretenden Frauen). Alles ist aber so gut gemacht, dass ein Anschauen für jeden, der dem Genre nur halbwegs zugetan ist, tausendmal lohnt. Die Geschichten sind auf den Punkt gebracht. Nichts wird übertrieben ausgewalzt oder dargestellt. Es ist romantisch (aber nicht kitschig), sozial interessant, oft witzig. Speziell die Kombination von tragischen Ereignissen (die "Body Count"-Rate ist recht hoch und ähnlich wie in modernen Thrillerserien wird niemand verschont) und von heiteren, anrührenden Momenten ist immer ausbalanciert und gelungen.

Absolut grandios die Schauspielerschar. Es spielt wirklich viel mit, was Rang und Namen in der britischen TV- und Theaterszene hat und Zuschauern vertraut ist. Allen voran Judi Dench (wenngleich ich ihre Leistung hier zwar für gewohnt gut, aber nicht überragend halt), dann z.B. "Gene Hunt" aus "Life to Mars" oder die Eherau von 'Fitz'. Alle Typen sind wunderbar besetzt, die Ausstrahlung und Präsenz mancher Schauspieler so gut, dass sie schon wirken, ohne zu spielen - wenngleich ihr Spiel durchgehend hochwertig und superb ist. Zurückhaltend, aber wirkungsvoll, mit geringen Mitteln viel erreichend.

Für Fans von "Sinn und Sinnlichkeit" und ähnlichen muss man hinzufügen, dass die 'ganz großen' Gefühle und die 'ganz große Liebe' hier nicht so vertreten sind. Alles ist kleiner, alltäglicher, eher wie das echte Leben. Das aber ist grandios dargestellt. Im ganzen also eine absolute Kauf- und Sehempfehlung.
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am 11. Dezember 2011
Erneut eine wundere Verfilmung der BBC. Und für mich die Frage: wieso kriegen wir in Deutschland so etwas nicht hin? Wenn ich an die sogenannten Verfilmungen der ARD Degeto oder ZDF Enterprises denke, werde ich richtig traurig.
Eine absolut empfehlenswerte Serie, ist alles dabei: Liebe, Herzschmerz, Entäuschung, Humor, stimmungsvolle Musik, und vor allem großartige Schauspieler in wunderbaren Rollen. Man fühlt sich sofort in diese Zeit versetzt und fühlt mit den Charakteren mit. BBC eben.
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am 4. Juli 2008
Toll, dass es diese Serie endlich auf Deutsch gibt. Schon die englische Originalversion habe ich mit großem Genuss gesehen. Das Buch von Elizabeth Gaskell wurde gut in Szene gesetzt. Eileen Atkins wurde für ihre grandiose Leistung zu recht mit einem Preis ausgezeichnet, auch die anderen Schauspieler sind Klasse. Erwähnt sei hier nur Judi Dench, die sowieso immer in hochwertigen Filmen mitspielt und sehr wandlungsfähig ist.
Hier ist alles drin, wie im wahren Leben: tragisch-komisch
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