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39 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Originalgetreue Literaturverfilmung
Verfilmung des gleichnamigen Romans der meiner Meinung nach vollkommen unterschätzten Anne Bronte. Die junge, naive Helem Graham (etwas farblos, wie leider sehr oft die Damen der englischen Literaturverfilmungen) lernt den attraktiven, doch etwas leichtlebigen Arthur Huntingdon kennen (brilliant und wunderbar dämonisch gespielt!).
Entgegen dem Anraten ihrer...
Am 27. Dezember 2001 veröffentlicht

versus
14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wer das Buch kennt, wird enttäuscht sein.
Die gesamte erste DVD habe ich gedacht, den falschen Film gekauft zu haben. Ich habe die Geschichte einfach nicht wieder erkannt. Das liegt daran, dass der Film ca. in der Mitte des Romans beginnt und dann zunächst rückwirkend erzählt wird. Für mich einfach nur verwirrend, da die Handlungsstränge keinen Sinn machten. Ab der zweiten DVD...
Veröffentlicht am 9. September 2010 von Nikita Negri


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39 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Originalgetreue Literaturverfilmung, 27. Dezember 2001
Von Ein Kunde
Verfilmung des gleichnamigen Romans der meiner Meinung nach vollkommen unterschätzten Anne Bronte. Die junge, naive Helem Graham (etwas farblos, wie leider sehr oft die Damen der englischen Literaturverfilmungen) lernt den attraktiven, doch etwas leichtlebigen Arthur Huntingdon kennen (brilliant und wunderbar dämonisch gespielt!).
Entgegen dem Anraten ihrer Verwandten heiratet sie ihn, und so nimmt das Übel seinen Lauf: Er trinkt, betrügt sie und läßt sie die meiste Zeit allein in ihrem großen, düsteren Haus.
Nach Jahren der Erniedrigung verläßt sie ihren Mann mit ihrem kleinen Sohn und beginnt in einem baufälligen Haus ein neues Leben - dort lernt sie auch den jungen Dorfbeau Gilbert Markham kennen...
Der Film wie auch der Roman spiegeln ein außerordentlich modernes Frauenbild wieder, der Film ist sehr zu empfehlen für Freunde von Anne Brontes nüchternem, doch wirkungsvollen Realismus.
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15 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gute Verfilmung, aber Helen überzeugt nciht ganz, 12. April 2010
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Anne Bronte's "The Tenant of Wildfell Hall" [2 DVDs] (DVD)
Das Buch "The Tenant of Wildfell Hall" ist großartig und zeigt deutlich, dass die lebenslange Ehe in der "guten alten Zeit" nicht selten mit der Unterdrückung der Ehefrau und der Misshandlung der Kinder einherging. Die Gesellschaft saufender, jagender Männer, die ihre Frauen anbrüllen und schon ihre Kinder zum Alkohol bringen, die einem hier präsentiert wird, ist wahrscheinlich deutlich realistischer als die Geschichten romantischer Liebe, die man sonst gern von hübschen Frauen in eleganten Reifröcken dargestellt sieht.Man kann sich nur freuen, wenn man das sieht, dass es heute die Möglichkeit gibt, sich scheiden zu lassen. Das kommt auch in der Vefilmung gut zum Ausdruck.
Gut im Film dargestellt ist auch, dass Helens Bestrebungen, Arthur zu ändern, von Anfang an zum Scheitern verurteilt sind und das Paar ganz einfach nicht zueinander passt. Damit und mit der Flucht ihrer Heldin stellte sich die Autorin gegen die damalige literarischen Mode, nach der die Ehefrau als "Angel in the house" die Eskapaden des Ehemannes geduldig erträgt und ihn schließlich auf den rechten Weg bringen sollte.
Hier hat das Buch (und auch der Film) aber auch Bedeutung über das 19. Jahrhundert hinaus. Der Wunsch von Frauen, den geliebten Mann zu "ändern" ist ja auch heute noch verbreitet. Wie im Buch (leider fehlt dieser schöne Dialog im Film) hört man, dass schlimme Freunde und böse Eltern den Mann verdorben hätten und ihn die richtige Frau schon verwandeln könne. Im Buch hat man manchmal den Eindruck, dass Helen Arthur Huntingdon nur deshalb liebt, weil sie ihn retten möchte.

Schade ist, dass einem die Helen in der BBC-Verfilmung nicht wirklich sympathisch ist. Sie macht fast immer ein verkniffenes Gesicht und wirkt häufig so gefühllos und missionarisch, dass man Arthur Huntingdon gelegentlich fast verstehen kann, wenn ihm diese Frau auf die Nerven geht. Dass diese Frau trotz allem lebenslustig ist, glücklich sein will, sich in Gilbert Markham verliebt und bereit ist, ihn trotz des großen Standesunterschiedes zu heiraten, kommt leider nicht gut zum Ausdruck. Das liegt gewiss nicht an Mr. Stephens, der wirklich großartig als Mr. Markham ist. Die Geschichte wäre stärker, wenn Helen warmherziger und damit auch verletzlicher dargestellt würde.
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52 von 55 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum gibt es sowas nur bei englischen Produktionen?, 16. Januar 2007
Ganz ehrlich - jedesmal wenn ich BBC-Produktionen wie dieses sehe, ärgert mich nur eins. Warum gibt es keine deutschen Produktionen, die dem nahe kommen? Wir bekommen immer entweder Herz-Schmerz Schinken serviert (die ganzen Pilcher Verfilmungen oder dieses Frauenfilme, wo wir seit Jahren dieselben Schnuten, die so genannten Großen Frauen des Deutschen Fernsehens vorgesetzt bekommen.) Mit einem Wort ich bin es leid mir ewig diese glanzvollen BBC Produktionen für teueres Geld kaufen zu müssen, während im Fernsehen immer derselbe niveaulose Sermon läuft.

Ok, jetzt aber zu dieser wundervollen Bronte Verfilmung.

Helen schlägt die Warnungen ihrer Familie in den Wind und heiratet - zumindest standesgemäß - Arthur Huntington. Die Liebe bei Helen weicht jedoch bald blankem Entsetzen. Arthur tut genau das was der männliche Adel dieser Zeit oftmals tut: er säuft, spielt, jagd und schläft mit anderen Frauen. Zunächst hält Helen das aus, als aber Arthur immer häufiger ihren gemeinsamen Sohn mit in diesen Wirbel der Nutzlosigkeit hinein zieht, flieht sie mit ihrem Sohn nach Wildfell Hall. In der ländlichen Gemeinschaft versteckt, tritt sie als Witwe auf, denn, das Gesetz im viktorianischen England ist nicht auf ihrer Seite. Sie lernt den Bauern Gilbert kennen, der bei einem Unfall ihren Sohn rettet. Helen mag ihn, aber gibt sich spröde, denn in der Gemeinde beginnen die Menschen über die geheimnissvolle Frau zu reden und es wird immer schwieriger für Helen ihr Geheimniss zu wahren.

Eine grandiose Tara Fitzgerald als Helen - ein wundervoller Film.
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22 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Überaus empfehlenswert!, 22. März 2006
Von Ein Kunde
Das Thema von Anne Bronte's Werk "The Tenant of Wildfell Hall" ist ein für die damalige Zeit höchst ungewöhnliches, um nicht zu sagen: anstößiges. Im Zentrum steht Helen Huntington, die sich als Mrs. Graham ausgebend, mit ihrem Sohn Arthur als neue, zurückgezogen lebende Mieterin von Wildfell Hall die Neugierde ihrer Nachbarn erregt. Dass die anfangs beinahe unhöflich und abweisend wirkende Mrs. Graham langsam eine Art Freundschaft zu Gilbert Markham, einem ansässigen Landedelmann, entwickelt (der sich sehr bald in sie verliebt), bildet die Rahmenhandlung für die eigentliche - und durchaus tragische - Geschichte, die von einer wegen Trunksucht des Ehemannes unglücklich verlaufenden Ehe handelt, bis die Frau keinen anderen Ausweg mehr sieht, mit ihrem Sohn aus der Ehehölle regelrecht zu flüchten. Das Ringen um Pflichtgefühl, treue Erfüllung des Ehegelöbnisses (und das schamlose Brechen derselben auf der anderen Seite) sowie das Aufopfern persönlichen Glücks um höherer moralischen Werte willen ist zentrales Thema von Anne Bronte's leidenschaftlichem Werk.
Der Zuseher wird in ständiger Spannung gehalten, wie sich die Handlung weiter entwickelt. Die Verfilmung hält sich weitgehend an die Romanvorlage, die vorgenommenen Änderungen dienen wohl in erster Linie dazu, die Verfilmung nicht zu lange zu gestalten und stören nicht. Die Atmosphäre der Romanvorlage ist sehr gut eingefangen und die Hauptdarsteller überzeugen durchwegs.
Fazit: überaus empfehlenswert!
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32 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine Frau zwischen Liebe und moralischer Verantwortung., 17. Juni 2006
Anne Brontes Novelle The Tenant of Wilfell Hall kann mit Fug und Recht für sich in Anspruch nehmen, der erste feministische Roman überhaupt zu sein. Er spielt in einer Zeit, als die Unterdrückung der Frau und die engstirnige Doppelmoral in der Gesellschaft ihren Höhepunkt erreicht hatten. Im aufdämmernden viktorianischen Zeitalter wo Ehefrauen als Eigentum des Gatten galten, kein Wahlrecht hatten und nicht selbstständig über Geld oder Besitz verfügen durften, schrieb Anne Bronte über Helen, die Frau, die es wagte, gegen ihren Ehemann aufzubegehren und ihm die Schlafzimmertür vor der Nase zuzuschlagen.

Nun endlich hat die BBC auch an dieses eindringliche und leidenschaftliche Bronte-Werk in einen kongenialen Film umgesetzt.

Helen hat jung und ahnungslos geheiratet und ist nun in einer bitteren und unglücklichen Ehe gefangen. Ihr Mann ist ein haltloser Trinker, der sie erniedrigt und betrügt und den gemeinsamen Sohn für seine Exzesse vereinnahmt. Schließlich hält Helen die Demütigungen nicht mehr länger aus und flieht mit ihrem Sohn. Voller Angst vor Entdeckung, ändert sie ihren Namen, gibt sich als Witwe aus und versteckt sie sich auf dem heruntergekommen Landsitz Wildfell Hall. Unter den neugierigen Nachbarn, die sie nun besuchen und ausfragen ist auch der Farmer Gilbert Markham, der sich heftig in sie verliebt. Obwohl Helen seine Liebe erwidert, ist sie doch so von moralischen Prinzipien erfüllt, dass sie seinem Werben nicht nachgeben mag. Hin und her gerissen, zwischen ihrer Leidenschaft und anerzogenen Moralvorstellungen kehrt sie sogar zu ihrem Ehemann zurück, als dieser krank wird. Markham reist ihr nach und konfrontiert sie schließlich mit der zentralen Frage der gesamten Novelle: Ob ihre Unabhängigkeit und ihr Recht auf das eigene Glück nicht mehr wert seien als Pflichterfüllung und Moral.

Es steht außer Frage, welche Antwort Anne Bronte den Frauen ihrer Zeit gegeben hat, auch wenn hier die Details nicht verraten werden sollen, um den romantischen Schluss nicht zu verderben ;-).

Dieser Film ist - wie fast alle BBC Literatur Verfilmungen - nicht nur nahezu werkgetreu sondern auch authentisch, stimmungsvoll, romantisch und bewegend. Ein Film zum wieder und wieder und wieder ansehen. Daher eine uneingeschränkte Kaufempfehlung und mindestens fünf Sterne
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Wer das Buch kennt, wird enttäuscht sein., 9. September 2010
Rezension bezieht sich auf: Anne Bronte's "The Tenant of Wildfell Hall" [2 DVDs] (DVD)
Die gesamte erste DVD habe ich gedacht, den falschen Film gekauft zu haben. Ich habe die Geschichte einfach nicht wieder erkannt. Das liegt daran, dass der Film ca. in der Mitte des Romans beginnt und dann zunächst rückwirkend erzählt wird. Für mich einfach nur verwirrend, da die Handlungsstränge keinen Sinn machten. Ab der zweiten DVD dämmerte mir dann, wie der Film aufgebaut ist. Er blieb aber mittelmäßig.

Das liegt leider an den Fehlbesetzungen der Figuren. Tara Fitzgerald ist für mich so gar nicht die anfangs lebenshungrige und später kämpferische Helen. Vielmehr wirkt sie durchgehend einfach nur verbissen und spießig. Wie man die Figur des mitfühlenden Gilbert mit Toby Stephens besetzen konnte, bleibt mir ebenfalls ein Rätsel. Seine markante und für andere Rollen sicher passende Mimik widerspricht so völlig dem im Roman geschilderten Wesen von Gilbert. Da diese beiden aber die Hauptfiguren sind, fällt der Film sehr ab. Allein Rupert Graves macht seine Sache als vergnügungssüchtiger und alkoholanhängiger Ehemann von Helen gut.

Dieser Kauf war für mich als Fan von bbc-Verfilmungen eine echte Enttäuschung. Ich kann nicht ausschließen, dass er denen, die den Roman nicht kennen, gefällt. Allen anderen kann ich aber nur abraten. Anne Bronte's "The Tenant of Wildfell Hall" (1996)
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26 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Wo ist nur die schöne Helen geblieben?, 28. August 2008
Von 
Tanja Heckendorn "heckendorn" (Lörrach) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Anne Bronte's "The Tenant of Wildfell Hall" [2 DVDs] (DVD)
Eine Frau ist auf der Flucht. Im Schutz der Morgendämmerung schleicht sie mit ihrem kleinen Sohn aus dem Haus. Ihre treue Magd wartet bereits mit dem Gepäck am Tor. Ganz nah kommt die Filmkamera dem bleichen Gesicht der Heldin mit den aufgerissenen dunklen Augen, die mit bleichem Gesicht unruhig auf die Ankunft der Kutsche wartet. In fliegender Hast scheint die Pferdekutsche durch die raue Landschaft des Nordens England zu hasten. Vor einem verlassenen Herrenhaus endet die Reise. Die Frauen tragen ihre Koffer ins Haus und erkunden die verstaubten Räume. Als die Herrin die schweren Vorhänge zur Seite zieht, wird sie von einer Wolke eingenebelt. Endlich löst sich ein erst zögerndes, dann befreites Lachen aus den Kehlen der Frauen. Sie sind wirklich angekommen - in "Wildfell Hall", ihrer neuen Heimat.
So wird die Adaption des Klassikers von Anne Bronte gebührend eingeleitet.
Lange bleibt die Ankunft der Fremden den Nachbarn nicht verborgen. Alle sind neugierig und möchten die Bekanntschaft der Lady machen. Allerdings zieht die junge Frau die Einsamkeit vor und entzieht sich fast immer der Gesellschaft der wohlwollenden Dorfgemeinschaft. Gilbert Markham (Toby Stephens, Mr. Rochester aus "Charlotte Brontes "Jane Eyre" (2007)", hier jung und dynamisch), ein junger Farmer, ist von der eher schroffen Art der Herrin von Wildfell Hall zunächst irritiert. Er ist es bisher gewohnt gewesen, von dem weiblichen Geschlecht schmeichelhafte Aufmerksamkeiten zu empfangen. Mit der Zeit schließt die zurückhaltende Helen mit ihm jedoch eine Freundschaft und Gilberts Familie sieht mit Sorge, wie es den jungen Mann immer öfter nach Wildfell Hall zieht. Doch das Geheimnis der neuen Nachbarin weckt schließlich den Argwohn der Leute und boshafte Gerüchte werden von der eifersüchtigen Damenwelt in Umlauf gesetzt. Gilbert ist entsetzt und fordert Helen auf, sich ihm anzuvertrauen, um ihre Last zu erleichtern. Ein Missverständnis verhindert ein klärendes Gespräch. Aber Helen, die Gilberts zarte Gefühle erwidert, übergibt ihm schließlich ihr Tagebuch um ihre Lage zu erklären und ihm zu zeigen, dass eine Verbindung zwischen ihr und dem jungen Farmer unmöglich ist.
In diesem Tagebuch enthüllt sich die jüngste Vergangenheit. Die junge Helen schenkt ihr Herz dem verwegenen Schönling, Arthur Huntigdon. Trotz der Warnungen und Ratschläge ihrer Tante verlobt sie sich mit ihm. Sie glaubt fälschlicherweise mit ihrer Liebe das Herz des wilden Mannes zu bezwingen und ihn auf den Pfad der Tugend zu führen. Die ersten Ehejahre belehren sie eines Besseren. Arthur ist ausgelassen, trunksüchtig und schließlich sogar untreu. Als auch noch der gemeinsame Sohn unter den Eskapaden seines Vaters zu leiden hat, entschließt sich Helen zu einem mutigen Schritt: Sie verlässt ihr Heim und findet unter falschem Namen eine Zuflucht in einem abgelegenen Anwesen, das ihr Bruder ihr zur Verfügung stellt.
Gilberts Gefühlswelt wird durch diese Einblicke durcheinandergerüttelt. Da erfährt er, dass Helen zu ihrem Mann zurück gekehrt ist, weil dieser schwer erkrankt ist und seinen Sohn wiedersehen möchte. Wird Helen jemals wieder Herrin auf Wildfell Hall sein?
Außer der Tatsache dass Tara Fitzgerald nicht die temperamentvolle Schönheit der Helen Huntigdon der Romanvorlage mit den geschilderten schwarzen Locken und den strahlenden großen dunklen Augen hat, hat die Filmadaption von 1996 noch einige andere Schwachpunkte. Nach dem Rückblick aus Tagebuchschilderung weicht die Verfilmung von der Vorlage ab. Auch der Schluss wurde verändert. So wird Helens Überzeugung, dass "die größten Unterschiede und Gegensätze des Standes, der Geburt und des Vermögens als Staub in der Waagschale zu erachten sind, gemessen am harmonischen Einklang der Gedanken und Gefühle wahrhaft liebender, gleich empfindender Herzen und Seelen" (Zitat aus "Die Herrin von Wildfell Hall") nicht gebührend herausgestellt.
Überzeugend dagegen ist Helens Geschichte ihrer Ehe dargestellt. Lieblich und naiv verbindet sie sich mit einem blendend gutaussehenden Taugenichts, der sie bald schon quält und ihre Ehe zur Hölle macht. Schonungslos entlarvt die Kamera die Szenen einer Ehe, wie sie damals nicht mal so selten waren, aber kaum Gesprächsstoff für die feine Gesellschaft waren. Daher kann man sich sehr gut vorstellen, dass Anne Brontes Roman bei Erscheinung einen handfesten Skandal verursachte. Rupert Graves ("Zimmer mit Aussicht - FOCUS-Edition") als Arthur Huntigdon spielt seine Rolle als Schönling, Säufer und Sadist perfekt. Vielleicht kam den Filmemachern daher auch die verhärmte Gestalt Helens mit dem verkniffenen Mund und der schrecklichen Frisur passender vor, als die ungebrochene Schönheit der Buchvorlage.
Fazit: Die schöne und unbeugsame Helen wird genauso schmerzlich vermisst, wie die besonders zarte und rührende Liebesgeschichte zwischen der geheimnisvollen Lady und dem jungen Farmer, Gilbert Markham. Aber das Bild der rohen und dekadenten männlichen Gesellschaft, welches Anne Brontes Roman schonungslos darstellte, wird eindrucksvoll wiedergegeben.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Enttäuschend und fast langweilig, 9. September 2012
Rezension bezieht sich auf: Anne Bronte's "The Tenant of Wildfell Hall" [2 DVDs] (DVD)
Ich gebe zu, dass dieses Buch weniger leicht zu verfilmen ist als z.B. "Jane Eyre" von Anne Brontës Schwester Charlotte, das schon zahlreiche Verfilmungen und auch Bühnenversionen erlebt hat. Janes Partei ergreift man normalerweise bereits von Anfang an, da sie als Opfer dargestellt wird; Helens Situation wird erst mit der Zeit klar. Vor allem, denke ich, hätte man an den Anfang dieses Films einige Erklärungen zu den Gepflogenheiten der damaligen Zeit (frühes 19. Jahrhundert) abgeben müssen, was die Rolle und Stellung der Frau in der englischen Gesellschaft betraf: "The Tenant of Wildfell Hall" wurde von den damaligen Lesern mit einem Skandal empfangen, da es sich um eine Frau handelt, die ihren Ehemann verlässt. Die eheliche Formel "in guten wie in bösen Tagen" galt damals ohne Ausnahme, auch wenn der Ehemann, wie in diesem Fall, immer mehr dem Trunk verfällt, seine Frau betrügt, vor allen Augen demütigt, schlägt und zuletzt auch anfängt, seinem Sohn das Töten von Tieren und das Trinken beibringen zu wollen. Eine Frau hatte normalerweise auch kein Anrecht auf ein eigenes Vermögen und war stets einem Mann - dem Vater, Onkel, Vormund, später dem Ehemann - auf Gedeih und Verderb ausgeliefert. Dass sie für ihren Lebensunterhalt arbeitete, galt darum ebenfalls als skandalös. Jane Eyres Situation ist für heutige Begriffe leichter verständlich, da sie eine Waise und bis fast zuletzt ledig ist; das erklärt vielleicht, warum ihre Geschichte sehr viel beliebter und universell verständlicher ist als die von Helen Huntingdon, obwohl diese mindestens genau so tiefgründig, tragisch und der damaligen Gesellschaft gegenüber kritisch ist: in beiden Fällen handelt es sich um eine Frau, die um ihre Unabhängigkeit und persönliche Würde ringt entgegen allen widrigen Umständen.

Ich denke, man hätte dieses Buch also durchaus interessant verfilmen können; aber anstatt die gesellschaftlichen Umstände stärker herauszuheben, damit man Helens Situation versteht, verlassen sich die Produzenten auf Effekthascherei. Man bekommt die Sauforgien von Arthur und seinen Freunden deutlich mit, sieht einmal, wie Arthur Helen fast vergewaltigt, die Geburt ihres Kindes ist fast plastisch dargestellt; der Sturz ihres Sohnes in eine Felsspalte anlässlich des Ausflugs an die Küste kam im Buch niemals vor, auch bekam Helen niemals mit, wie Gilbert ihren Bruder aus Eifersucht geschlagen hat. Am Ende des Films glaubt nicht Gilbert irrtümlich, dass Helen wieder heiratet, sondern sie denkt, dass er der Bräutigam ist; doch der Bräutigam ist ihr eigener Bruder, und wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sie nicht wusste, dass er heiratet und genau an diesem Tag? Außerdem wurde Helen im Buch als sehr begabt dargestellt, man sieht ihre Bilder im Film aber kaum; zudem war sie sehr schön, was man von Tara Fitzgerald leider nicht sagen kann. Ihr Verhalten ist oft heftig und aufbrausend, und man fragt sich, warum Gilbert sich eigentlich in sie verliebt.

Arthurs Freundeskreis spielt im Buch ebenfalls eine sehr wichtige Rolle, aber sie sind im Film sehr blass und verschmelzen mit dem Hintergrund, obwohl die Verfilmung wirklich lang genug ist und solche Kürzungen nicht notwendig waren. Helens Freundinnen, vor allem Hattersleys spätere Ehefrau, die sanfte Milicent, und die selbstsichere Esther, gehen völlig unter. Auch die Verwicklung um Lord Lowborough und Arthurs Affäre mit dessen Frau kommen nicht vor, obwohl sie im Buch sehr wichtig sind. Hargrave, ein weiteres Beispiel für einen Mann, der Helen quält und nicht als sie selbst anerkennt, ist ebenfalls zu blass; und Gilbert ist sehr heftig und impulsiv, so dass man sich unwillkürlich fragt, warum ausgerechnet er so viel besser für Helen sein soll.

Es ist das übliche - Qualität geht unter zugunsten von Effekthascherei, und die Handlung wird dadurch nicht interessanter, im Gegenteil. Anstatt das Buch wirklich zu lesen, haben sich die Produzenten dazu hinreißen lassen, die dramatischen Höhepunkte herauszufiltern, ein paar dazu zu erfinden und das mit schönen Bildern und Kulissen auszustaffieren. Schade! Ich hoffe, dass dieses Buch irgendwann doch noch zu einer Verfilmung kommt, die ihm gerecht wird, denn diese war es definitiv nicht.
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12 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unbedingt empfehlenswert!, 27. März 2006
Von Ein Kunde
Anne Bronte nahm sich mit "The Tenant of Wildfell Hall" für ihre Zeit höchst ungewöhnlicher - beinahe "anstößiger" - Themen an: die Liederlichkeit (bis hin zur Alkoholabhängigkeit) eines Ehepartners, der folgende völlige charakterliche und körperliche Verfall desselben, die daraus resultierende Ehehölle, sowie Werte wie Pflichtgefühl,Verantwortungsbewusst-sein und Treue.
Die Verfilmung hält sich sehr nahe am Original, obwohl einige - für das Verständnis allerdings nicht wesentliche - Handlungsstränge fehlen oder nur ganz kurz angerissen werden.
Die neu zugezogene, mit ihrem Sohn auf dem Sitz Wildfell Hall äußerst zurückgezogen lebende Mrs. Graham erregt bald die Neugier ihrer Nachbarn: wer ist sie? Woher kommt sie? etc. Obwohl Mrs. Graham eher abweisend, sogar manchmal schroff bis zur Unhöflichkeit ist, entspinnt sich langsam eine Art Freundschaft mit dem in der Nähe lebenden Gutsbesitzer Markham (der sich bald in sie ernsthaft verliebt). Nach und nach enthüllt sich dem Zuseher die wahre Geschichte der vorgeblichen Witwe Mrs. Graham, und er wird auch gekonnt mit einigen von den "lieben" Nachbarn in die Welt gestreuten bösen Gerüchten zusätzlich in Spannung gehalten ...
Die Hauptfiguren sind durchwegs sehr gut besetzt, die gewählten Schauplätze spiegeln sehr gut die von der Autorin vorgegebene einsame Gegend Nordenglands wider und die Atmosphäre stimmt einfach.
Fazit: Für jene, die im Period Drama nicht nur reine Liebesgeschichen, sondern durchaus auch ernste Themen sehen (wollen), eine höchst empfehlenswerte, qualitätsvolle Verfilmung!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Tara Fitzgerald-gruselig!, 20. November 2011
Rezension bezieht sich auf: Anne Bronte's "The Tenant of Wildfell Hall" [2 DVDs] (DVD)
Schön, die Serie ist von 1996, vielleicht sollte man da heute nicht allzuviel erwarten, aber bitte: Toby Stephens und Tara Fitzgerald als Paar? Das geht ja nun gar nicht. Möglicherweise ist einem Toby ein für allemal verdorben, seit er in Jane Eyre Charlotte Brontes Jane Eyre (2006) (2 Disc Set) einen so umwerfenden Mr. Rochester hingelegt hat, weshalb er in dieser Verfilung hier ein wenig blass rüberkommt, aber selbst blass sieht Tara Fitzgerald neben ihm saudämlich aus und das nicht nur optisch. Ihre Interpretation der Helen ist rigide bis zum Erbrechen und schlicht und ergreifend nicht zu ertragen. Ich geb ungern nur einen Stern, steckt doch in jedem Produkt immer wahnsinnig viel Arbeit, aber diese Tenant of Wildfell Hall ist nicht nur in meinen Augen nicht die vernünftige, ruhige und wunderschöne Helen, die wir aus Anne Bronte's Roman kennen.
Also: Daumen runter, alle BBC-Fans können sich diesen Kauf hier sparen!
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