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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen For the Children - oder was Krieg tatsächlich bedeutet
Mich hat der Film sehr betroffen gemacht!
Tommy Lee Jones und Charlize Theron in einer ihrer besten Rollen, leise, einfühlsam, doch extrem kraftvoll. Eine überzeugende und intensive schauspielerische Leistung.
Ich möchte nicht weiter auf die Handlung eingehen. Aber die Wirkung die dieser Film hervorruft kann nur eine Wertung zulassen. Abseits von...
Veröffentlicht am 23. September 2011 von norway123

versus
4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Starkes Thema, mutiger Film, aber....
Der Inhalt ist ja oftmals beschrieben, daher gleich ins Eingemachte: Ich finde das Thema spannend, gerade wenn man bedenkt, dass der Film 2007 gemacht wurde. Der Regisseur hat grossen Mut bewiesen, sich dieses Themas anzunehmen. Auch ziehe ich meinen Hut vor den Schauspielern, die dies unterstützt haben.

Da die Geschichte angeblich auf einer wahren...
Veröffentlicht am 7. Oktober 2009 von Tony Tornado


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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen For the Children - oder was Krieg tatsächlich bedeutet, 23. September 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Im Tal von Elah [Blu-ray] (Blu-ray)
Mich hat der Film sehr betroffen gemacht!
Tommy Lee Jones und Charlize Theron in einer ihrer besten Rollen, leise, einfühlsam, doch extrem kraftvoll. Eine überzeugende und intensive schauspielerische Leistung.
Ich möchte nicht weiter auf die Handlung eingehen. Aber die Wirkung die dieser Film hervorruft kann nur eine Wertung zulassen. Abseits von Actiongewummer, und ich liebe Actionfilme, gelingt den Machern eine intensive und ganz persönliche Reise der Erkenntnis. Was muss in einem Vater vorgehen, wenn sein Sohn vom Wahnsinn des Krieges verwirrt nach Hause kommt, ermordet wird und die Wahrheit die sich hinter dem Verbrechen verbirgt, selbst ein Verbrechen ist? Theron als von Kollegen verkannte Ermittlerin, die aus der Lethargie der Alltäglichkeit in die harte Realität des Verbrechens hineinkatapultiert wird und während der Ermittlungstätigkeit über sich hinauswächst. Nicht körperlich, sondern geistig! Der schmerzhafte Weg der Erkenntnis. Das schauspielerisch rüberzubringen, ist die eigentliche Leistung.

Ein leiser aber insich verstörender Antikriegsfilm, der fast ganz ohne Kriegsszene auskommt. Die Schlussszene drückt mehr menschliche Verzweiflung aus, als das sonst typische tränenreiche Hollywoodgeschmachte am Ende so vieler Genrestreifen. Es ist ein Hilfeschrei einer geschunden und kriegsmüden Nation.

Unbedingt den Abspann bis zum Schluss anschauen, das Abschlussbild bringt den ganzen Wahnsinn, wie ein finaler Schuss mitten in's Gehirn, voll zum tragen.

Tommy Lee Jones als knallharter Profi bekannt, gelingt der Spagat, hinter der Granitfassade die Verletzlichkeit der menschlichen Seele herauszuarbeiten. Meiner Meinung nach hätte er dafür einen Oskar verdient. Und Theron, ein wirklich schöne Frau, hier gar nicht schön, im Alltagskleid und müden Teint, vermittelt extreme Ehrlichkeit und Authenzität.

Wer sich für diesen Film entscheidet, sollte keinen schnell geschnitten Actionfilm oder Thriller erwarten. Aber ein Film mit Tiefgang, der zum Nachdenken annimiert.

Die Bildqualität der BR geht voll in Ordnung, ist aber nicht herausragend. Ton ist klar und gut ausbalanciert.

5 Sterne für die schauspielerische Leistung und das gelungene filmische Gesamtkonzept.
4 Sterne für Bild- und Tonqualität.
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37 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Du musst mich hier rausholen..., 9. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Im Tal von Elah (DVD)
...das sind die letzten Worte, die Hank Deerfield(Tommy Lee Jones) von seinem Sohn Mike am Telefon hört. Deerfield ist Vietnamveteran und pensionierter Militärpolizist. Zusammen mit seiner Frau(Susan Sarandon) lebt er zurückgezogen. Sein ältester Sohn fiel im Krieg und sein jüngster Sohn Mike ist im Irak. Eines Tages erfährt Hank, dass Mike wieder in Amerika sein soll. Angeblich sei er nach seiner Rückkehr dessertiert. Hank macht sich auf die Suche nach seinem Sohn. Kurze Zeit später wird Mikes zerstückelte und verbrannte Leiche gefunden. Was zunächst nach einem Fall für die örtliche Polizei und die Ermittlerin Emily(Charlize Theron) aussieht, wird plötzlich von der Militärpolizei übernommen. Hank spricht mit Mikes Kameraden, versucht Licht in das Dunkel zu bringen. Er kommt in den Besitz von Mikes Handy und kann darauf einige unzusammenhängende Videosequenzen entschlüsseln. Aber das hilft ihm nicht weiter. Erst als er den Ort von Mikes Tod in Augenschein nimmt, sieht er, was passiert sein muss. Mit Hilfe von Emily gelangen die Ermittlungen wieder in die Hände der Polizei. Emily nimmt, mit Hanks Unterstützung, den roten Faden der Geschichte auf und folgt ihm bis zum unvermeidbaren Ende. Was Hank dabei über seinen Sohn, das Militär und den Krieg im Irak erfahren muss, stellt ihn auf die schwerste Probe seines Lebens.

Paul Haggis hat mit Im Tal von Elah einen ruhigen, ernsten und sachlich klar durchstrukturierten Film gemacht. Das Grundthema ist dabei so aktuell, wie man es sich nur wünschen kann. Dabei lässt Haggis keine platten, einseitigen Botschaften überschwappen, sondern zeigt uns eine Reihe von Bildern, aus denen wir uns selbst einen Reim machen dürfen. Gerade die Auflösung des Falls hebt sich wunderbar von manch reißerisch, im Stil von Verschwörungen und Geheimdienstaffären, produzierten US-Streifen ab. Tommy Lee Jones, Susan Sarandon und Charlize Theron spielen in Höchstform; ein Genuss, da zuschauen zu dürfen. Aber der eigentliche Hauptdarsteller des Tals von Elah ist die Story. Gnadenlos gut erzählt, gespielt und beendet. Genau richtig für einen Filmabend, an dem man nicht nur unterhalten werden möchte, sondern sich auch noch ein wenig Zeit zum Nachdenken gönnt. Belohnt wird der Zuschauer am Ende mit einer, so wie ich finde, kreativen und symbolischen Schlußsequenz, die man in dieser Art und Weise noch in keiner amerikanischen Produktion gesehen hat. Schon allein dafür hätte im Tal von Elah die volle Punktzahl verdient.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen wirklicher Antikriegsfilm - davon gibt es viel zu wenig, 11. Dezember 2011
Von 
Steffen Reukauf (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Im Tal von Elah (DVD)
Exzellenter Film - atemberaubende Musik - auch der Soundtrack ist ein muss. Tommy Lee Jones (für mich einer der besten Schauspieler aller Zeiten) in einer Rolle die ihm auf den Leib geschrieben ist. Militär und wirklich ernster Stoff - das ist sein Ding. Der Film ist mutig, der Film ist an keiner Stelle "reißerisch", wie sonst sehr heufig in dieser Rubrik. Zudem ist der Abspanne tief traurig, der Songtext von Anne Lennox dazu, die militärisch abgeklärte, aber doch tief verletzte Vaterposition, beide Söhne verloren zu haben und die drückende Frage zu spüren - für was? Im Abspann wird kurz noch einmal ein Kindes-Zivilopfer eingeblendet.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schockierend, ehrlich, glaubwürdig., 15. November 2010
Rezension bezieht sich auf: Im Tal von Elah (DVD)
Zuerst habe ich den Film mehr zufällig beim Zappen im TV "erwischt". Tommy Lee Jones ist immer gut, habe ich mir gedacht und bin drangeblieben. Jetzt brauchte ich noch die DVD, denn ein zweites Angucken, ein Nachspüren der ganzen dramaturgischen und schauspielerischen Leistungen und Tiefen ist notwendig.

Die schlimmste Erkenntnis vorweg:
Gewalt braucht keinen richtigen, tieferen Grund, nur eine Verrohung (hier durch den Soldaten-Alltag im feindlichen Lebensumfeld)und einen banalen Auslöser.

Der Rest wird nicht verraten, um den Seh-Schock/Genuss nicht zu beeinträchtigen. Kein "schöner" Film, aber ein notwendiger - aus einem Land, in dem zu Recht die stolze Fahne verkehrt herum hängt.
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen WOW - der beste Antikriegsfilm seit langem, 9. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Im Tal von Elah (DVD)
Ich habe viele Anti-Iraks- und -Afghanistanfilme aus US-Produktion gesehen. Keiner hat mich bisher so beeindruckt wie im Tal von Elah.

Kurz zur Geschichte: Ein Kriegsveteran wird von der Army angerufen und erfährt, das sein frisch aus dem Irak zurückgekehrter Sohn nicht zum Dienst bei seiner Truppe erschienen ist. Der pflichtbewusste Militär entschließt sich, selbst nach seinem Sohn zu suchen. Schnell stellt sich heraus: Sein Sohn wurde ermordet. Während er versucht, die Umstände und Gründe der grausamen Tat zu erfassen und zu finden, gerät er in einen immer tieferen Strudel von dem, was Krieg aus Menschen macht. Und kommt selbst ins Zweifeln...mehr wird hier nicht verraten!

Der Film ist sehr spannend umgesetzt. Wie in einem guten Puzzle setzt sich das Gesamtbild nur langsam zusammen. Der Schluss setzt dem ganzen die Krone auf.

Die Darsteller spielen überzeugend: Tommy Lee Jones wandelt sich im Film gekonnt vom treu ergebenen Patrioten zum nachdenklichen Menschen, dem sein liebstes genommen wird. Charlize Theron spielt ihre Rolle als Polizistin, die gerechtigkeit erreichen will, überzeugend. Am überzeugensten ist jedoch die leider sehr kleine Rolle der trauernden Mutter, verköpert durch Susan Sarandon. Doch auch die zahlreichen Nebendarsteller, vor allem die Soldaten, sind gekonnt besetzt. Immer weiter zieht sich die Schlinge zu und man erkennt immer deutlicher, was der Krieg aus diesen Menschen gemacht hat.

Ein absolutes Muss für Menschen, die Filme zum nachdenken und diskutieren lieben. Und ein packender Thriller, der sich immer weiter zuzieht. Im Tal von Elah ist der m.E. kritischte Film zum Thema Irakkrieg. Er klagt jedoch nicht spezifisch an, sondern zeigt uns, stellvertretend für alle Kriege, was für jeden Betroffenen auf dem Spiel steht.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Authentischer und aufrichtiger Anti-Kriegsfilm, der mit falschem Patriotismus aufräumt, 17. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Im Tal von Elah (DVD)
Anti-Kriegsfilme hat es in den letzten Jahren viele gegeben. Keiner ist allerdings so angelegt, wie "Im Tal von Elah", denn dieser spielt nicht in Schützengräben und im Kugelhagel, sondern an der Heimatfront. Eine Front, an der sich die heimgekehrten Soldaten der psychischen Bürde der Verarbeitung der erlebten Greuel und der im Krieg unausweichlich gelebten Ohnmacht stellen müssen. Ein Thema, das auch zunehmend die US-Öffentlichkeit beschäftigt.

Der Film schildert die Umstände um den rätselhaften Mord an einem von der IRAK-Front erst kürzlich zurück gekehrten US-Soldaten. Weiterhin schildert er das langsam zerbrechende, patriotische Element in dessen Vater (Tommy Lee Jones), selbst ein Kriegs-Veteran, der diesen Mord - gegen die Verschleierungstaktik der US-Armee - gemeinsam mit einer engagierten Polizistin (Charlize Theron) aufzuklären bemüht ist.

Als am Ende das Geflecht aus Lügen, Halbwahrheiten und Selbstbetrug zerfällt, steht die Erkenntnis, dass übertriebener und falscher Patriotimus und dessen Folgen, die Welt nicht besser, sondern schlechter machen und das das eigentliche "Soldat sein" einerseits nichts ruhm- und ehrenhaftes bedeutet und andererseits im Menschen etwas zerstören kann, was man gemeinhin mit dem Begriff der "selbst auferlegten Moral" umschreibt.

Beides wird durch die Hauptdarsteller (Theron/Jones) und das solide Drehbuch sehr gut entwickelt und transportiert. Somit steht auch dem schlüssigen Ende, in dem sprichwörtlilch die "Stars and Stripes" Kopf stehen, nichts mehr im Wege.

Die Message ist eindeutig - nur verstanden müsste sie noch werden.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Überzeugt durch seine Unaufdringlichkeit, 7. August 2008
Rezension bezieht sich auf: Im Tal von Elah (DVD)
"Im Tal von Elah" von "L.A. Crash"-Regisseur Paul Haggis, ist wahrscheinlich der erste Film über den Irak-Krieg, der kein einziges Mal einen Fuß in das umkämpfte Gebiet setzt. Hier geht es auch nicht um den Krieg selbst und um klassische Themen wie Kameraderie und das Überleben in der Kriegshölle, sondern darum, wie der Krieg sich auf die jungen Soldaten und die ganze Nation am anderen Ende der Welt auswirkt.
Der von einem superben Tommy Lee Jones gespielte Hank ist in seiner kargen, sturen Art ebenfalls bereits tief verwundet - schließlich war er selbst in Vietnam und ist dies nicht der erste Sohn, den er an das amerikanische Militär verliert. All das liest man den tiefen Furchen in seinem Gesicht ab, während er stoisch und dickköpfig seiner Suche nachgeht.

Der Film behandelt diese Suche völlig unspektakulär und ohne aufgesetzte Schauwerte. Es gibt lediglich eine kleine Verfolgungsjagd mit einem Verdächtigen, doch die ist auch nur dazu da, um in ihrer Auflösung einen kleinen Einblick in Hanks Innenleben zu zeigen. Große Spannung entfaltet sich während seiner Nachforschungen ebenfalls nicht, dennoch bleibt die Suche nach des Rätsels Lösung stets interessant. Zum einen dank des tollen Spiels von Tommy Lee Jones, Charlize Theron und Susan Sarandon (die leider nur eine sehr kleine Rolle hat), zum anderen dank des natürlich wirkenden Drehbuchs, das keine konstruierten Wendungen liefern möchte, sondern über verschlungene Pfade auf eine bestimmte Aussage hinsteuert.

Der Schlüssel - oder zumindest eine Erklärung - für den Mord an Mike liegt in den Filmen, die er auf seinem Handy gespeichert hat und die sich Hank nach und nach anschaut. Die verzerrten Fratzen, die gestörten Bilder und unaussprechlichen Geschehnisse, die da zu sehen sind, zeigen Ausschnitte aus der Hölle - einer Hölle, die die jungen Soldaten innerlich wieder mit ins Vaterland genommen haben.

"Im Tal von Elah" verpackt seine Aussage - vom Schluss abgesehen - nicht in große Gesten, in Anschuldigungen und Schockeffekte, sondern in die ruhige Beobachtung eines überzeugten Amerikaners, der sich bei dem, was er erfährt, nur noch zunehmend in Desillusionierung und stiller Trauer ergehen kann. Das ist zwar weder ein weltbewegender noch ein besonders spannender Film, aber einer, der vor allem durch seine Unaufdringlichkeit - sonst keine Spezialität der Amerikaner - zu überzeugen weiß.
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18 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Warum die Welt für einen aufrechten Mann auf dem Kopf steht., 3. August 2008
Von 
Carl-heinrich Bock "Literatur- und Kinofan" (Bad Nenndorf) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (HALL OF FAME REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Im Tal von Elah (DVD)
Zu Beginn des Films sehen wir Tommy Lee Jones, wie er einem Mann erklärt, warum er die Nationalflagge eines Landes nicht verkehrt herum hissen darf, den das bedeutet: Land in Not. Und warum er dann am Schluss des Films selbst die amerikanische Flagge v erkehrt herum aufzieht, dafür gibt der Film die Antwort: Es ist die verkehrte Welt seines Landes in einem verkehrten Krieg.

Tommy Lee Jones spielt einen pensionierten, ehemaligen Vietnamveteranen, den Offizier Hand Deerfield, der die Nachricht erhält, dass sein Sohn, der nach seinem Irakeinsatz wieder in die Heimatkaserne kommandiert wurde, als vermisst gilt. Er reist nach New Mexiko und kommt einem furchtbaren Verbrechen auf die Spur. Sein Sohn wurde unweit des Stützpunktes ermordet. Der junge Soldat wurde erstochen und zerstückelt, seine Überreste wurden im Nirgendwo zwischen Wüste und Kaserne verbrannt. Gefunden wurden nur die verkohlten Reste der Leiche.

Tommy Lee Jones spielt Hank Deerfield mit tragischer Würde, in seinem Blick liegt überraschende Melancholie, manchmal sogar Wehmut, dabei erscheint er wortkarger als je zuvor. Diese unbewegten Züge sind in dem Film dominierend. Seine Haare sind militärisch kurz geschnitten und lassen seine großen Ohren noch größer wirken. Sein ledernes Gesicht wirkt so verhärmt wie auf einer Fotografie aus der Zeit der Großen Depression. Es ist ein zutiefst amerikanisches Gesicht.

Hank Deerfield ist ein Mann, der alles verloren hat und umso beharrlicher nach der letzten Wahrheit sucht, die in seinem Leben noch eine Rolle spielen wird. Gemeinsam mit einer Polizistin (Charlize Theron) erforscht er das Verbrechen, dessen Aufklärung die örtlichen Militärs sabotieren. Bei seinen Ermittlungen greift er auf seine Routine als langjähriger Militärpolizist zurück. Auch in diesem Film agiert Tommy Lee Jones' Filmcharakter überlegt und selbstsicher. Und auch hier wird er vom Gefühl der Ohnmacht und Einsamkeit eingeholt. Wir erleben einen hilflosen Mann der am Ende seiner Weisheit angelangt ist, dabei ist ihm Charlize Theron ein interessanter Widerpart.

Bei einem der Verhöre fangen die Kameraden seines Sohnes an zu sprechen. Sie berichten von der unglaublichen Hitze, von der Kontrolle am Checkpoint, von der Angst vor Selbstmordattentätern. Plötzlich und fast beiläufig erzählen sie auch von der Folter an irakischen Häftlingen, von sadistischen Spielen als Freizeitbeschäftigung. Tommy Lee Jones' Gesicht wird aschfahl. Mehr kann man nicht sagen über einen Krieg, der zehntausend Kilometer entfernt stattfindet und der auf den dunklen Parkplätzen der amerikanischen Provinz, zwischen Pussy Bar und Chicken Diner weitergeführt wird. Paul Haggis baut um diesen realen Fall eine Geschichte bei der der Irakkrise eine "Leerstelle" ist.

Immer wieder blickt Tommy Lee Jones in diesem Film in die Weite der Landschaft von New Mexiko. Es ist eine Landschaft, die nicht mehr die großen Mythen enthält, sondern die verkohlten Überreste der amerikanischen Jugend. Wenn der Exmilitär Deerfield noch immer seine Hose über die Tischkante glattzieht oder seine Schuhe mit Kasernenperfektion wienert, sein Motelbett jeden Morgen penibel herrichtet, dann wirken diese Gesten wie ein letzter Halt und spiegeln dabei auch den Drill aus Jahrzehnten Dienstzeit.

Die Telefonate zwischen Tommy Lee Jones und Susan Saradon sind eigentlich der emotionale Nukleus des Films. In diesen Gesprächen wird klar, dass das Ehepaar bereits einen anderen Sohn in einem Krieg verloren hat. Deerfields leerer Blick verrät, dass es keinen Halt mehr gibt, denn er hat zwei Söhne einem Land geopfert, dem er selbst gedient hat. Und es ist allein der Größe von Tommy Lee Jones zu verdanken, dass dieser Blick imstande ist, den Schock eines Vaters mit dem Trauma einer Nation zu verbinden.

Großes, ergreifendes, nachwirkendes Kino.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mutiger Film..., 30. September 2012
Von 
A. Krause (Bremen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Im Tal von Elah (DVD)
dessen Stärke im behutsamen Aufbau der Geschichte und in den wirlich grandiosen Schauspielern liegt. Tommy Lee Jones spielt den sukzessiv immer mehr desillusionierten Patrioten wunderbar überzeugend, weil er die Verletzlichkeit des unter dem Kindverlust leidenden Vaters nachvollziehbar rüberbringt. Susan Sarandon spielt ebenfalls auf hohem Level, während m. E. Charlize Theron leicht abfällt. Die Story ist komplex, die Auflösung nachvollziehbar. Besonders angenehm ist die dosiert eingesetzte Action - damit bleibt der Film im realistischen Bereich. Besonders die durch Kriegseinsätze verursachte menschliche Verrohung von Soldaten wird hier in den Mittelpunkt gestellt - allein dafür 5 Sterne...
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4.0 von 5 Sternen Realitätsorientierte durchdachte Story, hart, aber gut gemacht, 6. September 2014
Rezension bezieht sich auf: Im Tal von Elah (Amazon Instant Video)
Die Sterne und deren Bedeutung beim vergeben, werden der Meinung nicht wirklich gerecht, die ich verdeutlichen will. 4 Sterne für "Gefällt mir", trifft es nicht wirklich, allerdings würde ich sagen, das der Film, der Story entsprechend gut strukturiert gespielt wurde. Damit will ich ausdrücken, die schauspielerische Leistung der Beteiligten, allen voran T.L. Jones ist sehr sehenswert. Die Story an sich und deren Bezug zur realen Situation, in dem angegebenen- oder irgendeinem anderen Land, das von den USA militärisch "beschützt" oder "befriedet" werden soll, spielt keine Rolle, muss mir nicht gefallen haben!
Ein ernst durchdringender nachdenklich gemachter Film, der vielleicht den einen oder anderen Zuschauer hineinversetzt, in militärische Aktionen und deren Folgen für JEDEN , der sich in der ausführenden extrem stressigen, psychisch schwer belastenden Situation befindet, dort seinen Militärdienst zu absolvieren. Ganz schnörkellos und, ungewohnt für Hollywood, nicht überschwellend patriotisch in Szene gesetzt.
Kein Film für jeden, aber sicher wertvoll.
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Im Tal von Elah
Im Tal von Elah von Tommy Lee Jones (DVD - 2008)
EUR 8,99
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