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5.0 von 5 Sternen Ein Ausnahmetalent auf Solo Pfaden
Rob Halford und Bruce Dickinson haben es getan. Auch Andi Deris und Andre Matos konnten es nicht lassen. Wovon ich rede? Von Solo Alben, Selbstverwirklichung oder einfach um zu beweisen, dass Sänger auch gute Songwriter sein können. Viele machen es vielleicht auch um mal einen anderen Stil zu spielen. Aber meistens sind Parallelen zu den Stammbands nicht zu...
Veröffentlicht am 8. Juni 2009 von Earshot At -. Magazin

versus
2.0 von 5 Sternen Nicht die musikalische Klasse von Nevermore. Obacht.
Wer wie ich die Stimme und Ausdruckskraft – sowohl textlich als auch musikalisch – Warrel Danes liebt und dabei den letzten Nevermore-Opus The Obsidian Conspiracy vorliegen hat, dem sei hier ein kritischer Hinweis gegeben. Diese erste Zusammenarbeit mit Soilwork-Gitarrist/Schreiber und Produzent Peter Wichers zeigt Kinderkrankheiten, verwundert durch...
Vor 8 Monaten von Felix Stefanoff veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ausnahmetalent auf Solo Pfaden, 8. Juni 2009
Rezension bezieht sich auf: Praises to the War Machine (Audio CD)
Rob Halford und Bruce Dickinson haben es getan. Auch Andi Deris und Andre Matos konnten es nicht lassen. Wovon ich rede? Von Solo Alben, Selbstverwirklichung oder einfach um zu beweisen, dass Sänger auch gute Songwriter sein können. Viele machen es vielleicht auch um mal einen anderen Stil zu spielen. Aber meistens sind Parallelen zu den Stammbands nicht zu verheimlichen. So auch im Falle des, mir vorliegenden Debüt von Warrel Dane (NEVERMORE). Der Ausnahmesänger hat sich dafür auch einiges an Verstärkung geholt. Da wären zum einen Peter Witchers (Ex-SOILWORK) und Matt Wicklund (Ex-HIMSA) an den Gitarren und Bass und zum Anderen, Jeff Loomis von besagter Stammtruppe und James Murphy (OBITUARY, TESTAMENT) als Gäste auf verschiedenen Tracks.

Die Musik erinnert, wie gesagt schon hin und wieder an NEVERMORE, wie zum Beispiel der Chorus vom Opener 'When We Pray' hätte leicht von einem früheren Release stammen können. Bei genauerem Hinhören werden aber doch einige Unterschiede sichtbar beziehungsweise höhrbar. So hat Warrel Dane zum Beispiel weniger auf Härte gesetzte, dafür sind die Songs umso intensiver und mitreißender, was gerade die Halb-Baladen "August" und "Let You Down" zu Tracks für die Ewigkeit macht. "Your Chosen Misery" ist auch als absolutes Highlight zu bezeichnen. Den Song könnte ich mir bedenkenlos auf einer Beerdigung, um Abschied von seinem besten Freund zu nehmen, vorstellen. "Patterns" und "Equilibrium" rocken dafür umso besser. Die Riffs sind dennoch größtenteils melodisch und atmosphärisch. Aber egal welcher Song, über allem thront Warrel Danes geniale, eindringliche Stimme, die jeden einzelnen Track zu einem Erlebnis macht. Aber ehrlich, hätte man von diesem Talent etwas anderes erwartet? Ich wage fast zu behaupten, dass "Praises To The War Machine", das eine geniales Cover ziert, besser als die letzten zwei NEVERMORE Releases ist. Als kleinen Bonus hat es sich Warrel auch nicht nehmen lassen zwei Coversongs mit aufs Album zu packen. "Lucretia My Reflection" von den SISTERS OF MERCY wurde perfekt adaptiert und fügt sich genial in die Tracklist ein. PAUL SIMON's "Patterns" ist auch recht gut gelungen.

Die Schlagworte dieses Meisterwerkes sind: intensiv, mitreißend, tiefgängig und überzeugend. Ich kann allen NEVERMORE Fans und Freunde von anspruchsvoller, wenn auch etwas schwerer Kost nur eine dringende Kaufempfehlung geben. Ein Erlebnis, das man nicht verpassen sollte!
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr starkes Solo Album des NEVERMORE Sängers... aber nicht mit der Hauptband zu vergleichen, 29. März 2008
Von 
Sascha Hennenberger "SasH" (Renchen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Praises to the War Machine (Audio CD)
Warrel Dane, eigentlich Frontmann bei den göttlichen Power Thrashern NEVERMORE, veröffentlicht eine Solo Platte? Und Peter Wichers, früher Gitarrist bei SOILWORK, schreibt die Musik dazu? Das kann nur 2 Antworten bieten: Entweder gibt es ein Megaflop oder wird ein Megakracher! Glücklichweise stellt sich letztendlich die zweite Alternative heraus, aber eigentlich war es auch nicht anders zu erwarten. Denn dass Peter bisher nur herausragende Musik komponiert hat, konnte man sich bei seinem früheren Brötchengeber bisher überzeugen und alleine schon die charismatische Stimme von Warrel reicht schon aus, um Gänsehaut zu erzeugen. Erfreulich ist dabei, dass die Songs auf "Praises to the War Machine" sehr unterschiedlich ausgefallen sind. So beginnt "When we pray" sehr modern und groovig, was mit "Messenger" tendenziell auch fortgesetzt wird. Schon jetzt wird klar, dass man hier wohl kein Melodic Death Metal oder True Metal Album erwarten kann. Der Refrain erinnert dann aber zur Freude aller NEVERMORE Fans stärker an die "Dead Heart in a Dead World" Platte, vor allem den Übersong "Believe in Nothing", zumindest vom Gesang her. Übrigens ist hier NEVERMORE Gitarrist Jeff Loomis auch mit einem Gitarren Solo vertreten. Das dies von erneut sagenhafter Qualität ist brauche ich eigentlich nicht zu erwähnen! Mit "Obey" wird verdeutlicht, dass die Grundatmosphäre auf dem Album sehr düster ausgefallen ist und oft sogar sehr geheimnisvoll wirkt. Vor allem die leichten Synthesizer Einsätze unterstreichen dies hervorragend. Der SISTERS OF MERCY Coversong "Lucretia My Reflection" (vom 1987er Album "Floodland", dass auch den Übersong "This Corrosion") fällt hier zwar ein wenig aus dem Rahmen, sorgt aber sehr gut für Abwechslung. Warrel orientiert sich hier zu Beginn übrigens sehr gut an Andrew Eldritch, so dass ein Unterschied kaum zu erkennen ist. Weitere Highlights auf "Praises to the War Machine" sind des Weiteren die Halbballade "Let you down", die an OPETH erinnernde Ballade "Your chosen Misery", das sehr melodische "Day The Rats Went To War" (mit Gitarren Legende James Murphy [u.a. OBITUARY, CANCER, DEATH, DISINCARNATE, AGENT STEEL, TESTAMENT, u.v.m.], der hier ein Solo beisteuert), das melancholische "Brother", den coolen Paul Simon-Coversong "Patterns" sowie das sehr stark an aktuelle NEVERMORE erinnernde "Equilibrium", bei dem Peter Wichers wohl ein wenig Tribut zollen wollte und die Thrashkeule ausgepackt hat. Saustark, noch einen Song mehr in der Art wäre auch sehr cool gewesen. Doch auch so ist "Praises to the War Machine" ein mehr als herausragendes Album geworden ist. Die Zusammenarbeit zwischen Warrel Dane und Peter Wichers hat hier auf alle Fälle sehr gut funktioniert, so dass man die Scheibe wirklich bedenkenlos weiter empfehlen kann.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nunja dafür kann es nur die volle Punktzahl geben!, 15. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Praises to the War Machine (Audio CD)
Moin,
zugegeben bin ich auch Nevermore-Fan, aber was hier geboten wird ist der Hammer! Die Songs sind richtig kompakt (3-4 Minuten) und nutzen sich auch noch intensivem Hören absolut nicht ab. Ich habe die Scheibe jetzt bestimmt schon zwanzigmal durchgehört und immer wieder entdecke ich neue Details. Klasse! so muss es sein. Wirklich kein Ausfall auf dieser CD und es ist LANGE her, dass ich das zu einer CD sagen konnte. Auch wenn es hier bei weitem nicht so hart zur Sache geht wie bei Nevermore, offenbart Herr W.D. doch seine absolute Präsenz und es entstehen Melodie- und Spannungsbögen, dass einem Angst und Bange werden kann, dass er dieses Meisterwerk wohl nie wieder topen wird können.

Wie gesagt KEIN AUSFALL...MEISTERWERK unbedingte Kaufempfehlung!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein super Rockalbum, 9. Juli 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Praises to the War Machine (Audio CD)
hat er da geschrieben, der Warrel Dane. Ich höre Nevermore sehr gerne und von daher war mir Warrel Dane selbstverständlich bekannt.

Von Stil ist sein Soloalbum nicht mit Nevermore zu vergleichen, obgleich dieses Album auch was für eingefleischte Nevermorefans sein dürfte.

Der Opener beeindruckt gleich mit einem fetten Riff. Ebenso "Messenger", "Obey" und weitere Songs. "Your Chosen Misery" wartet Balladengleich auf und steigert sich zum Ende hin in eine klasse Rocknummer. "Brother" ist wohl der emotionalste Song von Warrel Dane, der hier seine angespannte Beziehung zu seinem kranken Bruder aufarbeitet. Die Coversongs "Lucretia My Reflection" von Sister of Mercy und "Pattern" von Paul Simon wurden genial interpretiert.

Alles in allem ein klasse Album, das jeder Rocker in seinem CD-Regal stehen haben sollte!!
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6 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auch für Nevermore Fans!, 6. April 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Praises to the War Machine (Audio CD)
Praises to the War Machine ist definitiv ein Metal Album. Jedoch rockiger orientiert als Nevermore und auch Sanctuary. Einige Beiträge der CD, wie z.B. " When we pray" oder When the rats went to war" sowie "Messenger" könnten in dieser Form auch von Mr. Danes Hauptband stammen. Andere Stücke wie "Let you down" wiederum sind eher psychedelisch angehaucht und nur noch bedingt Metal der Marke seines Hauptbrötchengebers. Daneben enthällt die Version der CD, welche ich kenne, noch einen Überhit: Die Coverversion vom Sister-Of-Mercy Hit " Lucretia My Reflection"- super geil interpretiert.
Insgesamt würde ich sagen, ist das Soloalbum von Warrel Dane straighter und weniger vertrackt ausgefallen als Nevermore CDs. Die Songs kommen alle schneller auf den Punkt. Zudem wird mehr den ruhigeren Tönen gefrönt, was hier nicht unbedingt negativ gemeint ist.
Alles in allem: Nevermore Fans sollten die mindestens gute Platte mal anchecken. 4 Sterne( für fünf hätte es ein bisschen mehr sein dürfen)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Hammeralbum!, 22. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Praises to the War Machine (Audio CD)
Eher skeptisch hörte ich mir die Warrel Dane an, da es oft so ist, das nicht viel bei rauskommt, wenn der Kopf der Band ein Soloprojekt startet.
Aber siehe da, es geht auch anders!
Harte Songs mit extrem viel Power, langsame Nummern, die unter die Haut gehen. Das Album klingt für mich wie ne Mischung aus Nevermore und Queensryche (den alten Sachen natürlich).
Trotz vieler experimenteller Komponenten verlieren die Songs nie den roten Faden und arten in Gefrickel aus. Außerdem fallen sie meiner Meinung nach musikalisch etwas mysthischer aus als die von Nevermore.

Und die Stimme von Warrel Dane ist sowieso über jeden Zweifel erhaben. Sie harmoniert bei seiner Soloscheibe noch besser mit der Musik, als es bei Nevermore der Fall ist.

Ein rundum gelungenes Album, daher ist es schwer nen Anspieltipp zu geben. Auf jedenfall sollte man sich das Sisterscover "Lucretia my reflection" anhören, einer der besten Coversongs die ich bisher gehört habe. Power pur!

Also, ab in den Einkaufswagen damit!
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sollte man haben !!!, 4. Mai 2008
Von 
kwichybo "Jörn M." (Nürnberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Praises to the War Machine (Audio CD)
Super, er kann es also auch ohne !!! Auf seinem ersten Solo-Album beweist NEVERMORE-Sänger Warrel Dane selbst dem größten Zweifler, dass er auch in Punkto Songwriting so einiges auf dem Kasten hat. Dabei ist der Begriff Solo-Album in diesem Zusammenhang eigentlich ziemlich trügerisch. Denn im Gegensatz zu SYSTEM OF A DOWN-Frontmann Serj Tankian - der auf "Elect the dead" nicht nur alle Songs selbst komponiert, sondern sogar (fast) komplett allein eingespielt hat - hat sich Warrel Dane für "Praises to the war machine" einige befreundete Musiker zur Unterstützung geholt. Besonders erwähnenswert hierbei ist sicherlich die Zusammenarbeit mit Peter Wichers (Ex-SOILWORK), der nicht nur beim Songwriting dieses 12-Trackers federführend beteiligt war - die typischen Wichers Trademarks sind stellenweise unverkennbar! - , sondern die Scheibe auch noch gleichzeitig in Eigenregie produziert hat. Insofern ist es eigentlich verwunderlich, dass "Praises to the war machine" nicht offiziell unter dem Namen "Dane/Wichers" veröffentlicht wird. Aber eigentlich ist es ja auch egal. Denn klar ist, dass auch alle Fans von NEVERMORE und SOILWORK auch an "Praises to the war machine" ihre helle Freude haben werden. Die Zielgruppe darf sich also schonmal gleich angesprochen fühlen. Aber auch für alle anderen Freunde der topmodernen Stromgitarrenmusik ist diese Scheibe auf jeden Fall stark genug, um zu den absoluten Highlights des Jahres 2008 gezählt zu werden.
Im direkten Vergleich zu NEVERMORE-Meisterwerken wie "Dead heart in a dead world" oder "This godless endevour" fällt auf, dass die eigenen Songs von Warrel Dane weitaus gemäßigter - um nicht zu sagen "rockiger" - daher kommen. Wo es bei seiner Hauptband immer wieder musikalische Ausflüge in die Bereiche Progressive oder Thrash Metal gibt, sind die meisten Songs von "Praises to the war machine" im gehobenen Mid-Tempo angesiedelt, und dabei kaum länger als 4 Minuten. Tolle Power Metal-Ohwürmer wie der Opener "When we pray" , "Obey" , das garstige "Messenger" , "Equilibrium" (da ist die Double-Bass!!!) oder das rasante Highlight "The days the rats went to war" leben von ihrer düsteren Atmosphäre, der superben Gitarrenarbeit und nicht zuletzt vom herausragenden Gesang des Mr. Power-Voice himself, der gesanglich natürlich mal wieder eine Weltklasse-Leistung abliefert. Während mit "Lucretia my reflection" (SISTERS OF MERCY) und "Patterns" (SIMON & GARFUNKEL) gleich zwei großartige (und eigenständige!) Coverversionen vertreten sind, hätten die drei halbakkustischen Power-Balladen "Your chosen misery" , "Brother" und "Let you down" auch auf jedem NEVERMORE-Album eine hervorragende Figur abgegeben. Das nenne ich Gänsehaut pur !!!
Als Fazit kann man nur festhalten, dass "Praises to the war machine" die perfekte Melange aus traditionellen und modernen Metal-Sounds darstellt. An die ganz großen Dane/Wichers-Klassiker wie z.B. "Into the mirror black" (SANCTUARY) oder "Natural born chaos" (SOILWORK) reicht diese Scheibe zwar nicht heran, ist aber dennoch ein absoluter Pflichtkauf für jeden eingefleischten und begeisterungsfähigen Metaller. Vier Sterne mit eindeutiger Tendenz nach oben !!!
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5.0 von 5 Sternen Macht Spaß!!, 2. April 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Praises to the War Machine (Audio CD)
Tolles Solo-Album von Sanctuary/Nermore-Mann Warrel Dane. Sehr eingängig, melodisch und persönlich gehlaten. Geniale Cover-Version vom Sisters of Mercy-Song ,,Lucretia". Unbedingt mitnehmen.
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2.0 von 5 Sternen Nicht die musikalische Klasse von Nevermore. Obacht., 24. Januar 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Praises to the War Machine (Audio CD)
Wer wie ich die Stimme und Ausdruckskraft – sowohl textlich als auch musikalisch – Warrel Danes liebt und dabei den letzten Nevermore-Opus The Obsidian Conspiracy vorliegen hat, dem sei hier ein kritischer Hinweis gegeben. Diese erste Zusammenarbeit mit Soilwork-Gitarrist/Schreiber und Produzent Peter Wichers zeigt Kinderkrankheiten, verwundert durch musikalische Nachlässigkeiten an zu vielen Ecken und Enden. Dieses Album lässt mich nun den immensen Sprung zu The Obsidian Conspiracy, der zweiten Arbeit mit Wichers, einsehen. Ich ziehe einen Vergleich:
1. Beim Nevermore-Album hat Danes Stimme unheimlich viel Raum und kann auch in den tieferen Lagen glänzen und schimmern, was eine produktionstechnisch smarte Idee war, denn Dane klingt nirgendwo anders so perfekt wie auf The Obsidian Conspiracy. Das liegt auch 2. an der strengen Auskomposition der Gesangsstimmen, deren melodische Linien auf absolute Effektivität gefeilt wirken und 3. in einen meisterhaften (das muss man so sagen) und geschmackvollen Refrain nach dem anderen sich ergießen können.
Drei Punkte die bei Praises to the War Machine überraschend mau ausfallen. Ich verweise dabei auf den damals vorab gehörten Song Messenger, ein Cut welchem davon, was Danes Musik genussvoll macht noch viel innewohnt: ein ausdrucksstarker Gesang mit überzeugender Linie sowie Refrain und zudem dramatisch plausibler, runder Physiognomie. Doch schon bei Obey – eigentlich ein interessanter Song, der mit Räumlichkeit und orientalischem Vibe spielt – bis hinein in die schwache Mitte des Albums zeigen sich Nachlässigkeiten in Danes Gesang. Dieser wirkt zuweilen ziellos, in der Intervallik flach und improvisiert, sprich kompositorisch ungefeilt. Bei Lucretia My Reflection präsentiert sich dieser dermaßen geduckt, fast nicht hörbar und hilflos undefiniert im Refrain. Auch dieser Song wirkt vom instrumentalen Background eigentlich solide: besonders der robuste Drumgroove unter straighter Achtelgitarrenwand erzeugt eine Sympathie schwedischer Art à la Katatonia‘s Brave Murder Day. Auch der Opener When We Pray leiht sich einen Katatonia-Groove (hier winkt der Song Evidence vom gerühmten Viva Emptiness) und überzeugt nebenbei als songstrukturell rundester Happen vom Album: kompakter A/B/A Aufbau, gewieftes Solo, Refrain, Aus. Viele andere Songs sind ideenlos hinten abgehackt, darunter leider Obey. Ich weiß nicht ob man hier Pop-Song-Kompaktheit erzwingen wollte oder so etwas wie Authentizität?
Letztere Frage auch beim Gesang, der wie angedeutet streckenweise improvisiert und gemurmelt auftritt – als hätte Wichers ein Mikro hingehalten als Dane auf der Couch lag und an einem Lied rumprobierte. Doch was ist mit der Komposition der Stimme los (?!), jene die Songs veredeln soll, was man auch erwarten darf bei einem Ausnahmesänger wie Dane. Es scheint er hatte einen langen schlechten Tag bei den Aufnahmen. Oder ein falsches Mikrofon? Man ist verwundert. Wie Kinderliedmotive, die aus dem Bauch rezitiert werden – ein Eindruck, unterstützt von Aneinanderreihungen von Taschenradioeffekten im Mix, und dies noch akkumulierendes, unhörbares Gesäusel bei gleich zwei Folgetracks: Let You Down und August. Auch hier ist es nicht Wichers an den Instrumenten, der nicht überzeugt: August ist gut geschrieben und belohnt mit druckvollen Riffhieben. Es fehlt jedoch beinahe jedem Song der ‚Wow-Effekt‘, ein richtiger C-Teil, ein Tonartwechsel, ein neues kontrastierendes Riff oder zumindest eine abhebende Bridge!?
Natürlich kann man hier auch die Frage nach der Zielgruppe eines solchen Albums stellen. Ich persönlich bevorzuge einen Twist oder interessanten Kontrast im Song, auch wenn ich hin und wieder einen stark geschriebenen, rund-vollmundigen Popsong wertschätze. Doch wer hört dieses Album nun voller Wonne? Mal ganz polemisch: für Pophörer ist’s zu heavy, für Rockhörer noch zu frickelig? Für Metaller zu C-Teil-arm, und dann für Nevermore-Hörer zu Warrel Dane-arm!? Für Kuschelrockhörer? Vielleicht. Doch auch dafür haben wir nicht die Perfektion einer Weichspülproduktion: Man nehme nur mal das balladeske Your Chosen Misery: wie kann man bei einer spezifisch eingesetzten, wahrscheinlich sanft-klingen-sollenden Akustikgitarre einen solchen Eröffnungstake in den Master gehen lassen, wo man mehr Plektrumgeräusche hört als Töne; hätte man nicht etwas Liebe in diesen Akustiksound stecken können, und in das Spiel?! So hat selbst dieser wiederum eigentlich vielversprechende Song einen amateurhaften Beigeschmack, und mal ehrlich, man höre bitte The Blue Marble and the New Soul von The Obsidian Conspiracy, ich denke das ist ein fairer Vergleich und zeigt die Entwicklung und den feinen Soundunterschied zwischen diesen beiden, der zweiten, und dieser ersten Kollaboration mit Wichers.
Einmal aus der fragwürdigen Albummitte raus hat Praises to the War Machine neben dem emotional geladenen, elegischen Brother noch eine positive Überraschung aufzuweisen: This Old Man. Hier klappt der Clean-Sound, weiß eine verregnete Atmosphäre zu weben und baut sich zu einem starken Song à la Killswitch Engage at its best auf. Man suggeriert hier, wen jene Band nach dem Ausstieg von Howard Jones ins Bot holen hätte können: Warrel Dane. Doch Spaß beiseite, die Gesangslinie ist ausdrucksvoll wie bei Messenger und Brother und Dane steht die Metalcore-angeliehene Soundumgebung erfrischend gut. Diese drei Songs bleiben allerdings die einzigen, wo man sich nicht bessere Performances zu wünschen gezwungen sieht und diesem Ausnahmesänger einfach genussvoll zuhören kann.
Ich werde das nicht strapazieren, aber fehlt uns hier ein Jeff Loomis, hatte jener den Finger drauf, wenn Dane Gesangslinien brachte, und rückte diesen charismatischen Sänger ins Licht? Eine naheliegende Theorie, wenn man um Loomis‘ akademisches Handwerkszeug sowie herausragendes musikalisches Ohr weiß und sich nun mit Praises to the War Machine beschäftigt; wo man bei Nevermore einiges nicht so ungenau hätte stehen lassen. Alles in allem ein unnötig schwächelnder Dane, so wie er sich hier auf Polycarbonat verewigt hat.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Falls ich wiedergeboren werde..., 26. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Praises to the War Machine-Ltd (Audio CD)
...möchte ich so singen können wie Warrel Dane.

Aus mir spricht der pure Neid.So ziemlich jeder andere Sänger der Branche muß doch beim Hören dieses Albums resigniert zur Flasche greifen.
Nie ist mir das Ausnahmekönnen von diesem Sympathieträger bewußter geworden als hier.Dabei weiß das ja jeder und man erwartet ja auch genau so eine Leistung.
Und trotzdem zieht es mir die Schuhe aus.Ich habe immer den Eindruck,als spielt der Mann mit Songs und Stimme nach Belieben.Nie klingt es angestrengt oder grenzwertig bzw. ausgereizt.Unfassbar.
Wenn Dane bei "Brother" "...I'd swim through your blood and kill the cancer in you..." singt,stellen sich mir alle Haare auf.

Für mich hat sich die Klasse der CD erst nach einigen Durchgängen erschlossen,obwohl sie weitaus leichter zu verdauen ist,als die NEVERMORE Auskopplungen.Dane tendiert hier eher zu SANCTUARY-Zeiten.Die Zusammenarbeit mit Wichers ist auf jeden Fall ein Gute.

Habe ich am Anfang das extrem geile SISTERS OF MERCY Cover regelmäßig mit grenzwertiger Lautstärke pumpen lassen,haben sich mir nach und nach auch die anderen Songs unwiderruflich in die Gehörgänge gebrannt.
Highlights wurden ja schon aufgezählt.Bei "Your chosen misery" kann man kaum glauben,dass da der selbe Typ singt wie bei SANTUARY's "Die for my sins".
"The day the rats went to war" "Patterns" oder "Equilibrium" (der vielleicht beste Song,der mich irgendwie an KATATONIA erinnert)) sind durchaus treibend und gehen auch ordentlich nach vorne.Könnten also auch auf jeder NEVERMORE Scheibe zu finden sein.Haben aber in meinen Ohren einfach mehr Hitpotenzial als Dane's Hauptband (die ich aber ebenfalls verehre).
Die Musiker stellen sich hier vollkommen in den Dienst der einzelnen Songs.
Klingt simpel,ist es aber garnicht.
Oft habe ich den Eindruck als geht es vielen Musikern in erster linie um das darstellen ihres eigenen technischen Könnens.Man denke an Loomis exzessives Gitarrenspiel auf "Reality of the enemies"-das ist mir echt zuviel.

Musik sind in erster Linie Melodien.Und genau das bekommt man hier.Ein bißchen erinnert mich die Scheibe an FATES WARNINGs "Parallels".Die ich seit fast 20Jahren(!!!) ermüdungsfrei höre.
Und hier stehen die Chancen gut,das es sich mit "Praises to the War Maschine" ähnlich entwickeln könnte.

Wenn man das schwache "Obey" ignoriert,ist die Platte eine glatte 1.

(Trotzdem freue ich mich schon wie blöd auf die nächste NEVERMORE)
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Praises to the War Machine
Praises to the War Machine von Warrel Dane (Audio CD - 2008)
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