Amazon.de: Kundenrezensionen: Third

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48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk
"Third" ist ein Meisterwerk, das sich nahtlos in den musikalischen Werdegang von Portishead einfügt und ein krönender Abschluss sein kann, falls die Band kein weiteres Album produzieren wird.

Portisheads erstes Album "Dummy" war trist, minimalistisch, unterkühlt und herzeleidtrautig, das zweite Album "Portishead" war wärmer, melodischer, kunstvoller, glatter...
Vor 19 Monaten von T. Zybura veröffentlicht

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versus
29 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Sperrgut
Wenn eine Band wie Portishead, die Mitte der 90er den TripHop prägte u. mit ihren beiden Alben die Musiklandschaft wesentlich bereichert hat, nach mehr als 10 Jahren ihr Comeback hinlegt, sind die Erwartungen natürlich hoch.

Daß man sich 2008 dem geneigten Hörern nicht mit TripHop entgegenstellt, sollte im Vorfeld klar gewesen sein.
Portishead...
Vor 18 Monaten von Jenzo veröffentlicht

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48 von 54 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 24. April 2008
"Third" ist ein Meisterwerk, das sich nahtlos in den musikalischen Werdegang von Portishead einfügt und ein krönender Abschluss sein kann, falls die Band kein weiteres Album produzieren wird.

Portisheads erstes Album "Dummy" war trist, minimalistisch, unterkühlt und herzeleidtrautig, das zweite Album "Portishead" war wärmer, melodischer, kunstvoller, glatter -- aber gerade die Live-Einspielung "Portishead @ Roseland NYC" hat schon dynamisch-kraftvolle Elemente, die sich in "Third" wiederfinden. Beth Gibbons Solo-Album "Out of Season" war schließlich leise und zart, sehr nah und akustisch mit weniger elektronischen Einflüssen.

Das überraschende und begeisternde am Album "Third" ist im Rückblick auf diese Vorgänger-Platten, dass es alles andere als verbraucht, recyclet oder gar angepasst ist. Third klingt auf weiten Strecken roh, handgemacht, authentisch, gebrochen -- fast schon fiebrig, wie ein geniales Erstlingsalbum, aber trotzdem mit perfekter 'Dramaturgie' in der Dynamik der einzelnen Songs und des Gesamtalbums. Third ist alles andere als leichte Kost, die Stücke verweigern sich Erwartungshaltungen: In "Plastic" beginnt man immer wieder mit dem Kopf zu nicken, wenn der Rhythmus einsetzt, um gleich wieder unterbrochen zu werden, auch "Silence" hat solche retardierenden Momente, "Machine Gun" ist so dräuend, dass man sich gar nicht traut, den Beat mit zu wippen; in "We carry on" wartet man dann nur auf den Bruch, wird aber durch die beklemmende Beat-Monotonie überrascht, während "Deep Water" fast schon zum Lachen bringt. Das Album hat durchaus Stücke mit melodischer Schönheit, wird jedoch nie poppig oder eingängig -- die meisten Stücke sind kompromisslos, manchmal anstrengend in ihrer Wechselhaftigkeit oder ihrem abrupten Ende.

Das Gefühl der Vertrautheit und Geborgenheit vermitteln bei aller Verquertheit Stücke wie "Hunter", das an den Sound der Alben "Portishead" und "Out of Season" anschließt, oder "The Rip", das sich langsam aufbaut und ungebrochen schön bleibt. Das kurze "Deep Water" ist fast schon ein humoristischer Kontrapunkt im Album, der Text ausnahmsweise mal hoffnungsvoll und ermutigend. Um so härter tritt danach "Machine Gun" an, um die Leichtigkeit zu zerschlagen -- kalt, brutal und gepeinigt marschiert der Beat entlang der geisterhaft-traurig gesungenen Hymne. Am Ende des sich gnadenlos steigernden Stücks sitzt man mit klopfendem Herzen und einem Kloß im Hals da und stiert ins Leere.

"Nylon Smile" ist gehetzt und fiebrig, traumartig-ambivalent mit plötzlichem Erwachen, "Small" erinnert mit den schrebbeligen Keybord-Sounds ein wenig an die Elektropop-Gruppe "Broadcast", "Magic Doors" hat einen treibenden Groove und überrascht mit harmonisch-poppigem Piano.

"Threads" schließlich ist ein grandioser Abschluss des Albums, langsam und Schlagzeug-dominiert steigert es sich ähnlich wie der Schlusstrack "Strangers" auf "Portishead @ Roseland NYC" um dann langsam zu verklingen.

Heilfroh bin ich, dass der Sound von "Third" kantig und rau statt glatt und technisch ist -- verzerrte Gitarren, anachronistisch-einfache Synthi-Sounds (in einem Live-Video sieht man, dass ziemlich alte Elektro-Orgeln eingesetzt werden), eine flache bis höhenlastige Schlagzeug-Aussteuerung, kein übertriebener Bass. Das Album klingt alles in allem 'unterproduziert' und fancyless, das macht es so packend, der Fokus liegt ganz auf den einzelnen Songs, Effekte werden nicht willkürlich sondern meisterhaft kalkuliert und generell sparsam eingesetzt. Plattenteller-Gescratche würde auf diesem Album wie eine alberne Kinderei klingen.

Für mich eines der besten Alben der letzten Jahre.
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19 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Tagebucheintrag , 21. November 2008
Tagebucheintrag 25.04.2008

Es ist also passiert..."Sie" sind auf der Erde gelandet.
Aber was wollen sie bei uns?
Haben sie friedliche oder feindliche Absichten?
Diese Frage steht im Raum und kann nur durch eine einzige Botschaft beantwortet werden-ihre Musik.
Nach einem ersten kurzen, aber äußerst intensiven Hörgenuss wird schnell klar:
Dieser Sound ist definitiv nicht von diesem Planeten!!
Hier ein metallenes Hämmern und Pochen, dort ein Kratzen und Summen im Echolot.Mal ein wilder, unvorhersehbarer Tempowechsel, mal ein perfekter Rhythmus.Aber immer bleibt der unverkennbare Eindruck, alles wurde direkt im Mutterschiff der "Aliens" aufgenommen.
Und ständig die mystisch-depressive und doch gleichzeitig herzerwärmende Stimme "ihrer" Sängerin.
Diese Stimme schafft eine dermaßen hypnotische Atmosphäre, dass es zeitweise wirklich beängstigend ist...

Tagebucheintrag 05.09.2008

"Sie" sind längst wieder weg.Ihre Musik ist noch da.Und wie!!
Die Botschaft hat sich mir auch erschlossen.Obwohl das kein Wunder ist.Nachdem ich seit damals täglich die 11 Tracks rauf & runter gehört habe, wäre alles andere nicht nur für mich eine gewaltige Enttäuschung.
Was mir noch aufgefallen ist:Sie müssen schon viel früher einmal auf der Erde gewesen sein.Viele Elemente des Sounds sind eindeutig von der Menschenmusik unterschiedlichster Jahrzehnte inspiriert.
Vielleicht ist ihr Heimatplanet doch nicht so entfernt von unserem...

Tagebucheintrag 21.11.2008

Die elf Songs bekomme ich einfach nicht aus meinem Kopf.Was ich aber nicht negativ sehe.Im Gegenteil!Ich warte gespannt auf das nächste Meisterwerk der freundlichen Besucher.Denn dass sie damals nicht feindlich gekommen sind, sondern um das dritte Auge der Menschen zu öffnen, dürfte nicht nur mir klar geworden sein.
Schade finde ich es allein, dass ich doch tatsächlich immer mal wieder auf Menschen treffe, die die Genialität des "Alien"-Sounds nicht zu schätzen wissen.Ignoranten!Aber so war es mit zukunftsweisender Musik ja bekanntlich schon immer...
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23 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen TripHop ist tot  es lebe Portishead, 16. April 2008
Nicht immer ist es ein Geschenk, wenn sich Bands nach mehr als einer Dekade zu einem Comeback hinreißen lassen  vor allem wenn sie wie Portishead mit früheren Werken scheinbar Unerreichbares und Unwiederholbares geschaffen haben: zunächst das Debütalbum Dummy, erschienen 1994, genrebildender Meilenstein. Glory Box, Sour Times, Strangers, Roads in Ewigkeit. Geoff Barrows eingängige Psychosounds orchestrierten Beth Gibbons einzigartig vielseitige und doch immer charakteristisch traumatisierte Stimme. Dank Dummy gelten Portishead zusammen mit Massive Attack vollkommen zu Recht als Archetypen des TripHop, dieser Schublade der 90er, die sie natürlich nie mochten und die allzu viele unbegabte Trittbrettfahrer schließlich so schnell überfüllt haben, dass sie unter der Last dieses inflationären Chill-Dub-Downbeat-Ambient-Geblubbers auseinanderbrechen musste.
Das zweite Album Portishead (1997), zunächst als etwas ideenloserer Nachfolger geschmäht, ist das stringenteste, in sich stimmigste Werk geblieben. Unerbittlich die langsamen Beats und schweren Bässe, phantastisch Barrows Scratching und  natürlich wieder dominant  Gibbons nun wirklich schmerzhafter wundervoller Gesang, umgeben von reduzierter Instrumentalbegleitung. Düsterer und diesmal ohne jede optimistische Störung erhielt aber auch die nicht weniger komplexe Portishead schließlich ihre verdiente Zuneigung und Würdigung als klassisches TripHop-Werk, das sein eigenes Genre in Stücken wie Cowboys, Half Day Closing oder Over unbeschadet überlebt hat.
Elf Jahre sind vergangen. Die Neunziger lange, lange vorbei. Die Band seit Jahren aufgelöst. Beth Gibbons lebt  trotz allem. 2002 ihr Solowerk Out of Season, zusammen mit Rustin Man alias Paul Webb, dem ehemaligen Bassisten von Talk Talk: Komplex, ungemein gefühlvoll und melancholisch  nur leidet jeder Ton, den Gibbons von sich gibt, unter der schweren Hypothek Portishead, und so blieb Out Of Season zwangsläufig der Achtungserfolg in den Feuilletons und bei einer kleinen, erlesenen Fangemeinde.
Und nun doch wieder Portishead? Gibbons wieder zusammen mit Adrian Utley, Geoff Barrow und Co? Wozu im Jahr 2008? Den Namen nutzen, um die Auflage von vornherein zu erhöhen? So etwas weckt Befürchtungen, die sich leider nur allzu oft bestätigt haben.
Diesmal nicht. Portishead sind wieder da  und ihr drittes Album Third, das Ende April in Deutschland erscheint, ist ein Werk, das selbst der größte Optimist nicht für möglich gehalten hätte: Es muss den ohnehin müßigen Vergleich mit seinen Vorgängern nicht fürchten  im Gegenteil. Third übertrifft alle Erwartungen, die zu erfüllen utopisch schien. Musikalisch dicht von der ersten bis zur letzten Sekunde, vielfältiger denn je, düster, spannend, psychedelisch. Der Ton ist mitunter rauher geworden, Utleys Gitarrenspiel verstärkt, Barrows Sounds besser denn je. Technoide Stücke wie We Carry On wechseln mit fast rockigen (der starke, spannungsgeladene Opener Silence weist den Weg). Darunter typische Portishead-Stücke wie Hunter, die ohne Abstriche die Qualität der Klassiker erreichen, und wunderschöne bitter-traurige Stücke, an Out of Season erinnernd. Schnellere Beats, starke Instrumentals, Monotonie und Variation, Mut zum Elektronischen und eine starke erste Single (das eiskalte Machine Gun), die jedoch nicht herausragt, lassen Beth Gibbons unverändert wundervollen Gesang insgesamt weniger dominant wirken und dadurch paradoxerweise gleichzeitig heller leuchten.
Third gehört zu den seltenen Werken, die ihren Hörer ohne schwache Lückenfüller durchweg auf höchstem Niveau begeistern. Das dritte Album von Portishead ist nicht nur ein dieser Marke würdiges: Schon die erste Berührung lässt erahnen, dass hier ein musikalisches Schwergewicht mit ungeheurer schöpferischer Kraft und Reife erscheint, das das Potenzial zum Klassiker hat.
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32 von 40 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Schneller, experimenteller, elektronischer und psychedelischer  aber immer noch Portishead, 28. März 2008
Diese Rezension stammt von: Third (Audio CD)
Lange hat es gedauert. Ganze 11 Jahre haben wir auf das dritte Studioalbum gewartet. Hat sich das Warten gelohnt? Ja, eindeutig. Was man hier bekommt ist zwar teilweise minimalistisch, außerdem sind auf dem Album nur 11 Tracks. Diese haben es aber allesamt in sich, es gibt keine Lückenfüller, jeder einzelne Song ist intensiv, emotional und typisch mystisch-melancholisch. Portishead eben. Hauptelement ist immer noch Trip Hop, jedoch sind bei Third ganz klar der Beat und die elektronischen Einflüsse in den Vordergrund gerückt. Obwohl es  wie bei Portishead nun mal üblich  eine ganze Weile dauert, bis man anfängt, die einzelnen Songs wirklich zu lieben, ist man schon beim ersten Hören begeistert. Das erste Mal ließ ich das Album komplett durchlaufen, ohne irgendwelche anderen Beschäftigungen und dachte mir danach einfach nur Wow.

Gleich der Opener offenbart den neuen Style. Ungewöhnlich schnell und beatlastig klingt das Stück, dass man fast schon zum rhythmischen Mitwippen gezwungen wird. Beths elegischer Gesang wirkt hier keinesfalls unpassend. Im Gegenteil, als wäre es nie anders gewesen. Der Song klingt fast wie ein früherer Track im Kruder & Dorfmeister Remix.

Hunter wirkt dagegen schon deutlich langsamer und erinnert an die alten Tage. Nach dem dritten Mal hat man sich an das etwas verspulte Intermezzo gewöhnt und der Song wird immer interessanter.

Nylon smile klingt ähnlich wie Numb und zeigt Beth von ihrer schönsten Seite, absolut traumhafter Gesang.

The rip erinnert einen an Roads, aber auch an Spider monkey von Beths Soloalbum. Dazu kommen jedoch elektronische Elemente und gegen Ende ein gehöriges Plus an Geschwindigkeit.

Plastic: Das Hubschrauber-ähnliche Geräusch im Zusammenhang mit den harten Gitarrenklängen und dem düsteren Keyboard erzeugt sofort Gänsehaut. Der Song geht definitiv unter die Haut.

We carry on ist wohl der schwierigste Track des Albums. Er startet mit einem fast schon nervigen Ton, der sich nahezu konsequent durch das ganze Stück fortsetzt. Der Gesang ist wie immer melodisch und melancholisch.

Deep water repräsentiert ganz klar den Außenseiter des Albums. Beth wird allein von einer Ukulele begleitet. Der einzige Song, der fast schon fröhlich klingt.

Machine gun startet mit einem harten Beat, der Name ist hier wirklich Programm. Das ist schon fast kein Trip Hop mehr, sondern eine düstere Mischung aus Elektronic, Industrial und Big Beat.

Small steht ganz im Gegensatz dazu. Weniger Geschwindigkeit, deutlich weniger Beat und sogar eine Begleitung durch Streicher hört man hier. Ab ca. 2,5 Minuten geht der Song dann richtig los und offenbart seine ganze Kraft mit Hilfe eines sehr intensiven Organ-Ostinatos. Das Ganze endet mit einem harten Gitarrenriff.

Magic doors zeigt wieder Portisheads neue Seite: gewohnt elegischer und melodischer Gesang mit schwerem Beat. Dazu sowohl gewohnte Begleitung mit Bass und Klavier als auch neue elektronische Elemente.

Das letzte Stück klingt wie eine härtere Version von Over. Hier wird der Kontrast zwischen ruhig/schön und hart/laut fokussiert. Gegen Ende ertönt mehrmals ein bedrohliches Dröhnen und das Album ist damit beendet.


Nein, aufgedreht und fröhlich ist man nach dem kompletten Durchhören des Albums sicher nicht. Aber darum ging es bei Portishead ja auch noch nie. Meiner Meinung nach merkt man dem Werk die 11 Jahre ganz klar an: die Band hat sich nicht nur entwickelt, sondern auch unglaublich viel Energie, Gefühl und Arbeit in dieses Werk gesteckt. Natürlich wird man keines der Lieder auf Bayern 3 hören, dafür ist das Ganze nach wie vor zu speziell. Für alle, die Spezielles und Ergreifendes mögen und natürlich für alle, die auch nur im Entferntesten etwas mit Portishead anfangen können, klar ein Pflichtkauf. Für alle, die oberflächliche, tanzbare und fröhliche Musik wünschen: macht einen weiten Bogen um dieses Album.
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 10. April 2008
10 lange Jahre mußte man warten seit dem letzten (Live-)Album. Die Vorfreude war also entsprechend groß, aber auch die Befürchtung, daß Portishead nur die nächste der vielen "Revival-Bands" werden, die alte, inzwischen abgestandene Ideen Jahre später nur aufwärmen. Nachdem ich 8 Songs der neuen Scheibe kenne und Portishead mit den neuen Liedern auch live erleben durfte, hat sich die Vorfreude bestätigt und die Befürchtung in Luft aufgelöst. Die alte Magie ist da, aber die Musik hat sich weiter entwickelt. Sie ist ungewohnt, teils härter, disharmonischer und technoider, was einen reizvollen Kontrast zu Beth Gibbons' Stimme ergibt. Spannende Musik!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen gelungenes Comeback, 19. Juli 2008
Nach über 10 Jahren war ja fast nicht mehr damit zu rechnen, dass Portishead nochmals eine neues Album aufnehmen würden. Um so schöner, dass und vor allem wie sie es getan haben. Third ist ein Album mit echter Daseinsberechtigung, denn es wurde so weitreichend an neuen Sounds gearbeitet, dass man gar nicht auf den Gedanken kommt, Portishead kopiere seine alten Erfolge. Third ist deutlich anstrengender als die anderen beiden Alben. Selten erinnert der Gesang noch ein wenig an das Album Dummy, doch selbst in den harmonischeren (Gesangs-) Momenten arbeitet zumindest der Musikteppich in schrägen und verstörenden Hintergründen dann gegen Beth Gibbons Stimme an. Bloße Melancholie, wie noch auf Dummy zu hören, findet man hier nicht mehr. Stattdessen ist Third emotional schwerer zu fassen, nicht mehr traurige Musik, sondern eher auflösende und entrückte Töne bestimmen den Klang und erinnern einige male an Björk oder Radiohead. Wer nicht am alten Portishead-Sound klebt, sollte auf jeden Fall mal reinhören...
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil, 15. Mai 2008
Von Jeanine Hildebrand "jeajea" (Kassel/Bad Segeberg, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Wie habe ich damals "Dummy" geliebt. Marburg, ein winziges ehemaliges Klosterzimmer als erste Unterkunft. Eine Zelle mit Ausblick auf die Sterne, wenn ich mich direkt unter das offene Fenster gelegt habe. Nun liegt meine Studienzeit schon fast zehn Jahre zurück, und irgendwie hatte ich wohl mehr erhofft, als ich "Third" ungeduldig in den Player steckte. Oder vielleicht ist es korrekter zu sagen: weniger.

Ich mußte die Scheibe erst noch mal mit abgelegter Nostalgiebrille hören.

Sie ist für mich bisher einzig der "Dummy-Nachfolger" und als jener komplett anders an den Stellen, die ich an Dummy besonders mochte, und total gleich dort, wo ich eine Entwicklung erwartet hätte. Einzig The Rip und Machine Gun gehen wirklich unter die (meine) Haut.

ZUM GLÜCK HABE ICH DIE PLATTE NICHT SOFORT REZENSIERT ---- Ich nehme alles zurück und behaupte das Gegenteil!

Manches braucht halt Zeit. Bei mir war das THIRD.

Jeder muß wissen, ob er einem Album noch eine Chance gibt. Ich bin froh, daß ich es getan habe.
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24 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Im Rausch der Tiefe, 22. April 2008
Auch wenn sich das Trio aus Bristol nie so ganz mit dieser Stilbezeichnung anfreunden konnte, gehören "Portishead" zu den Wegbereitern des Trip Hop. Gemeinsam mit Kollegen wie "Massive Attack" und "Tricky" brachten sie Mitte der 90er den "Bristol Sound" in die internationalen (Vertriebs)Kanäle. Gerade mal 2 Alben waren nötig sie in die Hall Of Fame der elektronischen Downtempo Musik zu heben und trotz, oder gerade deswegen, des beklemmenden Charakters und der hellen Stimme von Beth Gibbons haben sich Songs wie "Glory box" oder "All mine" in solch extremen Maße in die Köpfe der Fans gebrannt, dass die ersten Liveauftritte nach ihrer langjährigen Pause in kurzer Zeit ausverkauft waren. Ein Indiz dafür, dass sich der ganz eigene Klangkosmos selbst im heutigen, schnelllebigen Musikgeschäft in seiner ganzen Tragweite halten konnte. Im Zusammenhang mit ihren Livequalitäten bleibt der auf CD/DVD festgehaltene Auftritt mit den New Yorker Philharmonikern im Roseland Ballroom (Roseland NYC Live 1998) berüchtigt.

"Third" lässt bereits 2006 begonnenen Gerüchten Taten folgen. Eine über 10-Jahre erzeugte Erwartungshaltung dann schlußendlich bedienen zu können, stellt sich auf den ersten Blick ungemein schwierig dar, denn die Stimmen derer, die sich nach den alten "Portishead" verzehren, werden immer ebenso laut sein, wie die der Jenigen, die Stillstand schnell mit Ausverkauf in Einklang bringen. Ganz bewusst sollten neue Wege eingeschlagen werden, die in ihrer Summe weder gestellt, veraltet noch verwässert erscheinen. Es ist ihnen trotz allem gelungen stets nach "Portishead" zu klingen und sich die gewisse Gemütsschwere und den Schwebezustand beizubehalten. Effektvoll arrangierte Soundsamples, die um die intensive Stimme von Beth Gibbons kreisen. Kratziger als die Vorgänger, aber dennoch in sich stimmig. "Silence" eröffnet als einer der temporeicheren Tracks mit rollenden Drums und langer Einleitungsphase bis die Königin des gesungenen Schmerzes das Rampenlicht betritt. Downtempo und meditativer Schwermut bestimmen "Hunter" und zermahlen mit ihrem Gewicht, während sich die folgenden Songs Soundexperimenten offen zeigen, sich während ihrer Laufzeit immer wieder selbst neu erfinden und hochschaukeln. In bester Sci-Fi Horror Soundtrack Manier verursachen die Stücke ein inneres Unbehagen und trösten lediglich mit Synthie/Elektronik getragener, melodischer Schönheit wie bei "The rip". Gespenstig und doch einer aufgehenden Blüte gleich ist es "Portishead" gelungen Stilbarrieren zu durchbrechen und ein kaum zu erwartendes Comeback zu landen.

Anspieltipps: "Silence", "The rip" und "Machine gun"

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33 von 43 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Großartig! Endlich zurück! , 7. April 2008
Schon nach der ersten Nummer hat man das Gefühl einen alten Freund wieder zu treffen. Der Kumpel hat scheinbar einiges durchgemacht - also stürzt man sich gerne mit ihm zusammen in den tiefen See aus Melancholie und Weltschmerz. Aber der alte Freund hat sich im laufe der letzten Jahre auch weiterentwickelt, ist gereift wie ein alter Barolo - dunkel, schwer und verdammt gut. Körperreich und sanft im Abgang. Jetzt aber mal Schluß mit den lustigen Metaphern: schon nach den ersten Takten von "Silence", "Hunter" oder "The Rip" fällt mir wieder ein, daß ich Portishead vermißt habe, ohne es zu eigentlich zu wissen. Gibt kaum eine Band, die derartig eigen ist und hier wieder einen Klangteppich erschaffen hat, der Beth Gibbons' herrlich leidenden Gesang einen Unterbau liefert, ohne penetrant oder klischeehaft zu wirken. Ebensowenig klingen Portishead 2008 altbacken oder wie eine Kopie von sich selbst. Ein unglaublich gutes Album, daß selbst dem Debut "Dummy" in nichts nachsteht.
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29 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
3.0 von 5 Sternen Sperrgut, 12. Mai 2008
Von Jenzo (Rheinland-Pfalz) - Alle meine Rezensionen ansehen
Wenn eine Band wie Portishead, die Mitte der 90er den TripHop prägte u. mit ihren beiden Alben die Musiklandschaft wesentlich bereichert hat, nach mehr als 10 Jahren ihr Comeback hinlegt, sind die Erwartungen natürlich hoch.

Daß man sich 2008 dem geneigten Hörern nicht mit TripHop entgegenstellt, sollte im Vorfeld klar gewesen sein.
Portishead präsentieren einen zähen Mix aus Altbekanntem u. Neuem, hier etwas TripHop, da etwas Industrial, ein klitzekleines Bißchen Big Beat u. ganz viel Melancholie.

Eingängig ist es nicht, das war aber nicht zu erwarten - wer würde auch die Vorgänger blindlings so bezeichnen?!
Viel mehr bieten sie ein abwechslungsreiches Album, das zuweilen jedoch so belanglos u. gequält vor sich hinplätschert, daß man anfangs einfach nicht am Stück hören kann, auch nicht will.

"Third" bedarf vieler Durchläufe u. weißt mit "Hunter", "Plastic", "We Carry On" u. "Machine Gun" vier richtige Höhepunkte auf, deren Brillanz allerdings durch das mit einem tollen Beat stark beginnende, dann stetig abfallende monotone "Silence" (zum ersten Mal empfand ich Beth's Stimme als störend, die ständige Wiederholung von "Did You Know What/When I Wanted" bohrt sich dermaßen ins Gehirn, daß ich größeren Schmerz erleide als Mrs. Gibbons) u. das fragwürdige "Deep Water", bei dem ihre Stimme nur von einer Ukulele begleitet wird, das ich bis heute nicht einordnen kann, getrübt wird.
Ein weiterer Ausfall stellt "Small" dar; beginnt anders als "Silence", aber ebenfalls stark, stört dannn nach 2:30 Minuten aber mit psychedelischen Klängen, unglaublich quälenden Orgeln, die höchstens einen Althippie in Trance versetzen. Ich dagegen muß da abbrechen.
"Magic Doors" dagegen ist gefällig, wenn auch keine erwähnenswerte Nummer.
Wesentlich besser ist "The Rip", das mit harmonischen Synthies gefällt.
Entlassen wird man dann mit "Threads", ein Versöhnungsangebot, ein kleines Stück Musik, das an alte Tage erinnert u. einen mit den Gedanken zurücklässt, daß Portishead auch heute einfach in einer eigenen Liga spielen, mit "Third" aber nicht durchgehend meinen Geschmack getroffen haben.

Alte Fans könnten etwas enttäuscht sein, man sollte im Voraus definitiv hineinhören, auch wenn sich das Album erst nach längerem Hören erschließen kann.
Eine Chance hätte es nämlich verdient.

Mehr als drei Sterne kann ich jedoch nicht vergeben, da mir "Dummy" u. "Portishead" einfach mehr gegeben haben u. das bei der Wertung zu berücksichtigen sein sollte.
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