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am 20. Dezember 2007
Es ist die Zeit der siebziger und achtziger Jahre des vergangenen Jahrhunderts. In Nordirland tobt ein Bürgerkrieg. Frankie McGuire wächst in einer Familie auf, die der IRA nahe steht. Früh lernt er Blut und Leid kennen. Sein Weg scheint vorgezeichnet. Er wird Mitglied in der IRA und ist bei recht schlimmen Einsätzen immer vorne dabei. Doch die staatliche Gewalt wird zunehmend erfolgreicher und die Verluste in den Reihen der IRA größer. Effizientere Waffen sind nötig. Dazu reist Frankie unter falschem Namen in die USA.

Er wird bei der irischen Familie des Cops Tom O'Mara aufgenommen. Tom und seine Familie wissen nichts von Frankies IRA-Karriere und seinen Plänen in den USA. Sie wollen einem Landsmann den Start erleichtern helfen. Schnell wird Frankie aktiv und kontaktet die entsprechenden Personen. Der Handel wird eingefädelt und bis zur Lieferung hält Frankie die Fassade aufrecht. Unerwartete Probleme stellen das Geschäft in Frage und Frankie will die gelieferte Ware nicht abnehmen und bezahlen.

Dies verärgert die kriminellen Geschäftspartner von Frankie und diese setzen ihm und den O'Mara's zu. Tom ist sehr verärgert, als auf dem Arbeitsplatz von Frankie's wahrer Identität erfährt. Fortan jagt er Frankie. Auf einem Boot kommt es zum finalen Showdown.

Die Geschichte wird sehr spannend erzählt. Zahlreiche überraschende Wendungen und wohldosierte Action sorgen für gute Unterhaltung. Die Starbesetzung tut ihr übriges.
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Mai 2013
Man ahnt als Zuschauer sehr bald, dass mit dem Film etwas nicht stimmt. Brad Pitt spielt den IRA-Kämpfer Frankie McGuire, dem es über Jahre hinweg gelungen ist, sich Polizei und Geheimdienst zu entziehen. Chamäleonartig kann er, behauptet der Film, jederzeit im nordirischen Umfeld abtauchen. Allerdings trägt McGuire eine ganz unglaubliche Frisur, die irgendwo zwischen frühem Jon Bon Jovi und mittlerem Rudi Völler angesiedelt ist. Damit ist er im irischen Umfeld ungefähr so unauffällig wie nach einem täglichen Bad in Leuchtfarbe.

»Vertrauter Feind« war der letzte Film von Regisseur Alan J. Pakula, der im Jahr nach der Uraufführung bei einem Unfall starb. Seine besten Arbeiten im (Polit-)Thriller-Genre hat Pakula in den 1970er Jahren mit »Klute« (1971) und »The Parallax View / Zeuge einer Verschwörung« (1974) abgeliefert. Beide Filme machten nicht zuletzt durch ihre virtuose Gestaltung Situationen erfahrbar, in denen eine (vielleicht typisch amerikanische) soziale und politische Unschuld verloren gegangen ist und der Widerstand des Einzelnen zu einer Sisyphos-Angelegenheit wird. Bereits etwas konventioneller geriet der berühmte Watergate-Film »All the President’s Men / Die Unbestechlichen« (1976), der thematisch aber auf der gleichen Linie lag. In den achtziger Jahren überzeugte noch der thematisch ganz anders gelagerte »Sophie’s Choice / Sophies Entscheidung« (1982), aber in den 1990er Jahren schien Pakula alle Inspiration abhanden gekommen zu sein.

»Vertrauter Feind« ist ein sehr konventionell gestrickter Film. Das IRA-Thema und auch das irische Einwanderermilieu in den USA sind im Grunde austauschbare Hintergrundelemente, die im Wesentlichen dazu dienen, die Geschichte mit ein paar optischen und akustischen Folkloreeffekten zu würzen. Die Handlung schleppt sich über weite Strecken dahin und enthält durchaus einige Plausibilitätslücken (Warum zum Beispiel haben die Waffenlieferanten bei der Übergabeaktion die Flugabwehrraketen dabei, wenn sie doch ohnehin geplant hatten, das Geld ohne Gegenleistung an sich zu bringen?). In der zweiten Hälfte konzentriert sich der Film auf die Auseinandersetzung der von Brad Pitt und Harrison Ford gespielten Hauptcharaktere McGuire und O'Meara. Beiden Figuren mangelt es aber zu sehr an Tiefe, als dass der Konflikt glaubhaft und die Auseinandersetzung wirklich fesselnd wäre. Ihre angeblich tiefsten Motivationen und inneren Konflikte tragen die beiden Figuren jeweils in längeren Monologen vor. Alles Entscheidende wird behauptet, nichts zeigt sich im Handeln. O'Mearas Schlusssatz »Wir hatten nie die Wahl, du und ich« dröhnt deshalb unglaublich hohl.

Das große Talent von Kameramann Gordon Willis wird in dem Film verschwendet. Die Musik kommt teilweise bombastisch-bedeutungsschwer daher und wirkt im Kontrast zu den manchmal eher ruhigen Einstellungen aufdringlich.

Man hätte dem einst so vielversprechenden Regisseur Pakula einen weitaus besseren letzten Film gewünscht.
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am 20. Juni 2013
Der Originaltitel sagt uns nichts. Der deutsche passt.
Altmeister Pakula hat seinen letzten Thriller sehr breit angelegt. Über eine Stunde wird Familienidylle im Hause O’Meara demonstriert. Hier ist Tom (Harrison Ford) ein liebevoller Vater und ein Cop und zeigt unerschütterliche, moralisch unantastbare Prinzipien. Er beherbergt vorübergehend einen Landsmann Frankie (Brad Pitt). Der ist traumatisiert, weil sein Vater vor seinen Augen erschossen worden war. Frankie soll für die IRA Waffen kaufen. All das ist für die spätere Zuspitzung der Situation wichtig. CIA, MI6, die Waffenverkäufer und auch Tom sind hinter Frankie her. Jetzt geht es mit der Spannung steil nach oben. Die Handlung ergeht sich aber nicht nur in reiner Action. Es ist noch Zeit für Polizeiarbeit, Reflexionen und Schmusen. Hier kommt Megan (Natascha McElhone) zum Einsatz.
Während alle anderen Frankie umlegen wollen, hat Tom vor, seinen Landmann festzunehmen. Im finalen Showdown auf Frankies Boot verflacht die Handlung allerdings wieder etwas. Man erwartet einfach, dass der Cop den Terroristen kriegt. Klaro! Pakula lässt es unentschieden ausklingen. Jeder der beiden Kontrahenten hatte ‘keine Wahl‘. Jeder musste so handeln, bis zum bitteren Ende, vor allem für Frankie.
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TOP 1000 REZENSENTam 11. August 2007
Ich finde den Film sehr gut. Er ist für mich eine Mischung aus Krimi, Thriller und psychologischem Drama. Kern ist das Schicksal des von Brad Pitt verkörperten IRA-Kämpfers, der in Abgründe seines Landes eingetaucht wird und darin untergeht. Es geht darum, wie jemand in eine gewalttätige Spirale reingerät, sich nicht befreien kann und sie dann sogar weiter dreht, bis er selbst darin umkommt. Brad Pitt spielt es mit ruhiger, aber grimmiger Entschlossenheit und macht dadurch die Schicksalhaftigkeit des Verderbens gut deutlich, ohne zu sehr auf die Trändenrüse zu drücken.

Harrison Ford verköpert überzeugend den Gegenpart des 'guten Bürgers', der fest auf dem Bodern der alltäglichen Bürgerlichkeit und ihrer manchmal spießigen Werte steht, dabei aber um die Abgründe jenseits dieser kleinen Welt weiß. Der Anteil an Action im Film ist gerade richtig und die entsprechenden Szenen sind angenehm zurückhaltend gemacht und dadurch umso berührender.

Dem Film mangelnde Auseinandersetzung mit der IRA-Geschichte vorzuwerfen, ist m.E. Blödsinn. Darum geht es hier einfach nicht. Der politische Hintergrund wird gerade so behandelt, wie er für die Geschichte notwendig ist. Das reicht so völlig. Im ganzen also eine absolute Empfehlung.
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am 23. April 2013
... Und das merkt man auch. Denn nicht nur das die Filmmusik zum größten Teil aus irischer Musik besteht , damit es ein echter ami Film wäre bräuchte er mehr Klischees die man sonst oft findet und die hier fehlen , was teilweise wirklich angenehm ist. Obwohl die Geschichte zu 85% in den USA spielt hat man doch immer so ein "irisches Gefühl" das zeigt das es hier nicht um Amerika geht.
Des Weiteren ist dieser Streifen ist nichts für Leute die von vorne bis hinten nur Geballer und Action wollen. Das man beim gucken einschläft kann man dagegen auch bei Weitem nicht behaupten und alles in allem überrascht die Bewertung "ab 12" mich etwas , weil's stellenweise schon brutal wird und ich nicht glaube das jede Mutter eines/r 12-jährigen so froh wäre wenn ihr Kind das sähe. Auch wenn ich (wenngleich ich dieses Alter natürlich längst hinter mir gelassen hab)natürlich schon wesentlich üblere Sachen gesehen hab , weshalb man auch nicht von einem absoluten Fehlgriff der Einstufung reden kann.
Im Übrigen überzeugt der Film trotz fehlenden HD's oder extremer Specialeffects (auf die man auch wirklich mal verzichten kann und ohne die der Film prima auskommt)mit den prominent besetzten Hauptrollen. Harrison Ford und Brad Pitt (bei dem ich wirklich froh bin das er sich einen anderen Haarschnitt zugelegt hat , aber gut die 90ziger sind ja auch rum ;)) machen ihren Job mal wieder tadellos und ich kann den Film nur weiter empfehlen wenn jemand mal "anlternativeres" sucht oder mal ne kurze Pause von -nichts für ungut wir lieben dich- Hollywood will.
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am 22. Februar 2001
Vertrauter Feind
Dieser Film veränderte meine Interessen auf einen schlag, oder haben auf alle Fälle erweitert. Ich setze mich jetzt mehr mit dem Nordirland-Konflikt auseinander, und versuche, das alles zu verstehen, aber das geht nicht, weil wer glaubt, die über 700Jahre anhaltende Drangsalierung in Irland zu verstehen, versteht überhaupt nichts. Aber das Interesse ist da. Im Grunde ist es ein sehr trauriger Film, der einem zum Nachdenken anregt. So erging es auf alle Fälle mir. Zum Glück waren gerade Ferien, so hatte ich auch alle Zeit der Welt dazu. Ich versuchte mich förmlich in die Rolle von Frankie McGuire (Brad Pitt) hineinzuversetzen, um heraus zu spüren, was Frankie wohl fühlen musste, als Tom (Harrison Ford) sein tödliches Geheimnis herausfand. Es ist für keinen der beiden einfach, denn beide wollen nur Ihren Job erledigen. Der eine ist getrieben von seinem Schicksal, und der andere kennt nichts als seine Pflicht. Beide Entdecken, wofür sie bereit sind zu leben, zu kämpfen und zu sterben. ...jetzt habe ich mir endlich das Video gekauft, nach langem suchen, und hab es mir schon mehr als zwei mal reingezogen, und hab jedes mal ein bisschen tiefer in die hintergründe hineinblicken können. Und dazu kommt noch, die Schauspielerische Leistung der zwei ist TOP.
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am 15. September 2010
Zunächst: Fans von Harrison Ford und Brad Pitt können zugreifen, der Film ist ein solider Politthriller. Gut gefällt auch, dass er sich trotz der reißerischen Titels (der englische Originaltitel ist übrigens deutlich eleganter) durchaus differenziert mit seinen Figuren auseinandersetzt. Das Ende ist leider etwas kitschig geraten. Davon abgesehen kann ich für den Film vor allem deshalb keine restlose Empfehlung aussprechen, weil sein narrativer Rhythmus eher stolpernd ist: Der erste Teil in der Familie ist im Verhältnis zum Finale anteilsmäßig zu lang geraten (allerdings auch überzeugender). Ein solider Politthriller mit guter Besetzung, allerdings kein Film, der erzählerisch oder filmisch wirklich bleibenden Eindruck hinterlassen würde.
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am 12. November 2000
Dieser Thriller erinnert mich sehr an "Patriot Games" in dem auch Harrison Ford mit spielte und der auch über IRA Operationen in den USA handelte. Beide sind Spitzenfilme. In diesem spielt Harrison Ford einen New Yorker Polizisten der einem jungen irischen Mann hilft (gekonnt von Brad Pitt gespielt), bis die beiden sich in die Haare kriegen. Dieser Streifen ist äußerst Gefühlvoll inszeniert und bleibt trotzdem immer spannend. Die Thematik IRA ist hervorrangend behandelt worden. Die Schauspieler können restlos überzeugen und auch das Ende ist, wie ich finde, wirklich gelungen.
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am 13. August 2007
"Normal people in an abnormal situation fight a disgusting and ugly war. You can`t understand it because you haven`t lived it."
Nein - Leute, die nicht in einem Kriegsgebiet leben, können den Wahnsinn des Krieges und seine Folgen nicht verstehen.
Auf höchstem Niveau versucht dieser Film, dem Puplikum dieses Thema näher zu bringen. IRA, Britische Armee und Polizei sind dabei austauschbar. Es könnten ebenso Palästinenser und Israelische Soldaten .... sein.

Tom O`Meara ist absolut treffend mit Harrison Ford besetzt, dem Paradebeispiel eines amerikanischen Helden. Aber "It`s not an American story. It`s an Irish one." Brad Pitt spielt Frankie McGuire grandios, den normalen Mann, der mit acht Jahren in einen Krieg hineingezogen wurde. Einen Krieg in dem es auf allen Seiten viele Tote gab.
Die Klasse des Filmes zeigt sich im fehlenden "Gut und Böse, Richtig und Falsch". Jeder kann sich seine eigenen Gedanken machen.
Einen zusätzlichen Stern hätten die Musik, Landschaft und irischen Schauspieler verdient. Das Irisch ist einfach wunderbar und Brad Pitt versucht sich redlich daran.
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am 18. Oktober 2002
In Irland tobt der Alltägliche Krieg. Frankie (Brad Pitt) ist der meist Gesuchte IRA-Untergrundkämpfer. Um einen entscheidenden Schlag gegen den Feind (die eigene Regierung) zu setzen, reist er in die Staaten, um dort ein Geschäft mit skrupelosen Gangstern abzuwickeln. "Bares" gegen Waffen. Während dieser Zeit taucht er bei einem Cop unter, der keine Ahnung von Frankies wahrer Identität hat. Nach und nach entwickelt sich eine Freundschaft zwischen den beiden. Doch irgendwann wird auch das letzte Geheimnis gelüftet. Dadurch kann ein Vertrauter zu einem "Vertrauten Feind" werden.
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