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Kundenrezensionen

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am 29. August 2008
Der Film ist eine Wucht!

Schon die Titelmelodie ist fabelhaft. Ein vielversprechender Beginn also,
der im Weiteren die aufkommenden Erwartungen erfüllt.
Der Score ist beeindruckend. Mal romantisch, mal spannend, mal mysteriös, mal fröhlich.
Ja sogar eine gewisse Horrorstimmung wird teils verbreitet.
Ich muß gestehen, daß ich mich in die Titelmusik verliebt habe.

Der Film kommt ohne große Umschweife schnell zur Sache. Der erste Mord läßt nicht lange auf sich warten.
Langweilig wird es von daher erst gar nicht.
Ab und an zuckt man erschrocken zusammen, was aber nicht auf die Musik zurückzuführen ist, sondern weil Dinge
plötzlich und unerwartet geschehen. Spoilern möchte ich hier nicht, sonst nehme ich euch womöglich diesen Spaß.
Wie es auch ein Alternativtitel ("Puzzle") treffend ausdrückt, fügt sich mit Dauer der Spielzeit ein Stück zum Anderen, bis zum furiosen und blutigen Finale, in dem Senta Berger sich mit einer Motorsäge verteidigt! Sollte man sich nicht entgehen lassen.
Die zu diesem Zeitpunkt gut 30jährige Senta Berger ist schon eine Augenweide.
Das kann man nicht anders sagen.
Überhaupt bewegen sich die schauspielerischen Leistungen auf einem absolut hohen Niveau.
Die Chemie untereinander scheint zu stimmen.
Vom französischen Italofilm-Star jener Zeit, Luc Meranda, über seine Widersacher / Komplizen Umberto Orsini und Bruno Corazzari, bis hin zum kleinen Duilio Cruciani.
Der Cast ist insgesamt stimmig und hervorragend besetzt.

Mit einem Aha-Erlebnis zufriedengestellt und in dem Bewußtsein soeben einen erstklassigen Giallo gesehen zu haben, kann man die Disc zurück in das Digipak legen, und die DVD auf einen Ehrenplatz in die Vitrine / Schrank zurückstellen.
Wie eigentlich fast immer von KOCH MEDIA kommt die DVD in einer schönen Ausstattung.
Schuber, Digi, Booklet. Ein Vergleich zu Büchern drängt sich mir da auf.
Da gibt es billige Taschenbücher, und edle, gebundene Leinenausgaben mit Schutzumschlag.
Auf den DVD Sektor übertragen; billige Amarays und schöne, liebevoll ausgestattete DVD Editionen, wie sie einen bei DER MANN OHNE GEDÄCHTNIS erwarten.

FAZIT:
Eine Perle, wie man so schön sagt. Zu dem Preis fast geschenkt!
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am 23. Oktober 2014
Dies sind u. a. drei Zutaten für einen überaus gelungenen Psycho-Thriller vom ital. Filmemacher Duccio Tessari & nachfolgend gebe ich Euch bei Interesse an dieser DVD auch mal ein Paar wissenswerte Infos im Bezug auf die Ausstaffierung dieser Filmbox inkl. mit beigefügter Ablichtungen zur Veranschaulichung & ich beurteile meine erworbenen Media-Artikel immer nur als Gesamtprodukt.

► DER MANN OHNE GEDÄCHTNIS ( I 1974 )

VORSICHT SPOILERGEFAHR : Der Brite Peter Smith aka Luc Merenda befindet sich nach einem Verkehrsunfall in neurologischer Behandlung & leidet seitdem an Am­ne­sie.
Nach einer weiteren Sitzung wird Peter von seinem alten Freund Philip ( Manfred Freyberger ) direkt vom Psychologen abgeholt, an welchen er sich als solchen jedoch nicht genau zurückerinnern kann & als er sich kurz darauf ,aufgrund eines Schreibens seiner in Italien getrennt lebenden Gattin Sara alias Senta Berger, auf den Weg nach Portofino macht, zieht er diese auch noch mit hinein in einen wahrgewordenen Alptraum, denn natürlich ist er nicht alleine angereist & so geraten beide in die brutalen Fänge äußerst frag­wür­diger Subjekte.

⋙ SPOILERENDE ⋘

„ L’uomo senza memoria “, so der Originaltitel, ist ein wirklich klasse ins Werk umgesetzter Psychothriller mit einer guten Darstellerriege, zu welcher u. a. Bruno Corazzari & Umberto Orsini zählen.
Mit einer sehr gut agierenden Berger sowie auch mit ein Paar richtig fiesen Charakteren & einem wunderschönen Mittelmeer - Pa­n­o­ra­ma bietet dieser Italo-Krimi eine sowohl packende als auch gute TV-Unterhaltung.
Die m. E. gute, typische 70-er Jahre Filmmusik zur Untermalung stammt vom ital. Filmkomponist Gianni Ferrio.
Die Gesamtlaufzeit beträgt lt. Player exakt 87:49 Min. sowie reine 86:49 Spielminuten ohne Abspann !

Auch Folgendes ist überaus gut gelungen ⤵

► ZUR AUSSTATTUNG : Die DVD mit FSK ab 16 J.

Der Silberling befindet sich in einem wunderbaren Mediabook, eingebettet in einem stabilen Kunstofftray.
Präsentiert wird dieses schmucke Mediabook in einem Schuber aus robusten Karton mit einem optisch ansprechend gestaltetem Covermotiv.
Rückseitig sowohl mit Filmausschnittmotiven als auch mit einer Inhaltsangabe zur Story sowie mit tech. Angaben & mit einer Aufführung über die Filmschaffenden versehen.
GUT ≫ Das FSK-Logo ist ledig. rückseitig recht klein vorhanden

FORMAT : Das Bild wird in Widescreen 1.85:1 - 16:9 ( anamorph ) in Farbe wiederggb. & ist in der Darbietung durchaus akzeptabel
TONSPUREN : Deutsch & Italienisch in Dolby Digital 2.0 Mono
Ganz im Allgemeinen ist die Tonqualität überaus zufriedenstellend & die Dialoge stets gut verständlich.
Auch die dt. Synchro ist m. E. angenehm passend ausgewählt worden & hierbei spricht sich Senta Berger gottlob selbst.
GUT ≫ Ein dt. Untertitel ist vorhanden & bei Bedarf über die Subtitle-Taste auf der Funke zuschaltbar

LABEL : Koch Media
PRODUKTION : Dania Film
PRODUKTIONSJAHR : 1974 , u. a. an Originalschauplätzen der kl. Fischereigemeinde Portofino ( Genua ) gedreht
GENRE : Thriller

#############
SPECIAL FEATURES : Siehe hierzu auch Foto № 6
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+ Ein informatives 8-seitiges Booklet
+ Englischer Trailer ( lt. Player 03:13 Min. )
+ Eine Doku über den Dreh ( Featurette ) mit opt. dt. UT ( 19:58 Min. )
+ Eine Bildergallerie mit seltenem Werbematerial ( 18 Stück )
+ DVD-Credits ( 3 Texttafeln )
+ Ein separates, wunderbar animiertes Kapitelmenü von 1 bis 16
sowie mit einem interaktiven Hauptmenü ( Foto № 4 ).
Beide Menüs sind mit Soundtrack !

► FAZIT

Ein durchaus sehenswerter sowie auch faktisch gelungen inszenierter 70er-Jahre-Streifen, welcher mich sehr gut unterhalten hat & auch hinsichtlich der guten Bestückung dieser Filmbox insgesamt könnt Ihr hier nicht viel falsch machen, denn sowohl mit einer durchweg guten Filmqualität bzgl. Bild u. Ton als auch mit einem zuschaltbaren dt. UT für beide Tonfassungen sowie mit einigen interessanten Extras versehen & in einer wirklich gelungenen Aufmachung hinsichtl. des wunderschönen Mediabooks samt Schuber ist dieser Media-Artikel ein sehr guter Griff für Filmesammler aus Passion.

EMPFEHLENSWERT

Mit bestem Gruß,
Dirk

8 von 10 Punkte für den Gesamteindruck
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TOP 1000 REZENSENTam 27. Mai 2012
London, Mitte der 70er Jahre: Der Mann nennt sich Peter Smith (Luc Merenda), zumindest steht der Name so in seinem Pass, doch er ist auf der Suche nach seiner wahren Identität. Die hat er aufgrund eines Autounfalls vor 8 Monaten verloren und leidet seitdem unter kompletter Amnesie.
Sein Psychiater Dr. Archibald ist ratlos, doch eines Tages erscheint ein Mann namens Philipp (Manfred Freyberger), der ihn von früher kennen will. Doch es offenbart sich nichts Gutes in der Suche nach diesem verlorenen Ich, denn "Ted" (so soll er in Wirklichkeit heißen) wäre ein Krimineller, der seine Kumpane betrogen haben soll.
Noch bevor Philipp mehr Licht ins Dunkel bringt, wird er von einem unbekantnen Killer erschossen. Immerhin weiß Peter Smith nun, dass er dieser Schurke Ted Warren und mit der schönen Sara(Senta Berger)verheiratet ist, die inzwischen im italienischen Portofino lebt.
Also nichts wie hin, doch eine weitere dubiose Gestalt namens George (Bruno Corrazari) heftet sich an seine Fersen. Auch will er das wertvolle Diebesgut, dass nur Ted haben kann.
Mit seiner Frau versteht er sich gleich wieder prächtig, doch die wird auch vom Sportarzt Daniel (Umberto Orsini) begehrt, noch dazu hat sie einen kleinen Kavalier in dem frechen Nachbarjungen Luca (Duilio Cruicani).
Eine Woche gibt der finstere George Ted nun Zeit, sich zu erinnern und die Dinge ins Reine zu bringen. In winzigen Bruchstücken stellen sich dann doch zuerst zusammenhanglose Erinnerungsfetzen ein, die aber alles andere als optimistisch auf das zu erwartende Gesamtbild blicken lassen...
"Der Mann ohne Gedächtnis" von Regisseur Duccio Tessari entstand 1974 und gilt inzwischen als Kultfilm und starker Beitrag des italienischen Giallo Genre. Die Nöte dieses Mannes ohne Erinnerungen hebt sich mit der Geschichte wohltuend von anderen Werken aus der gleichen Schublade ab und zählt zweifelsfrei zu den gelungenen Genre-Beiträgen. Die Geschichgte entwickelt sich spannend, aber recht langsam - daber setzt sich nach und nach ein extrem unterhaltsames Puzzle zusammen.
Einer der Höhepunkte ist die Aufdeckung des Schurkens, der gemeinerweise Senta Bergers Hündchen als Warnschuß getötet hat und entdeckt dass die Schöne sich ihres Gipsbeines schon entledigt hat - ein Showdown mit Kettensäge ist die Konsequenz.
Freunde des gepflegten und dennoch extrem charmanten und trashigen Italo-Genrekinos der 70er sollten auf jeden Fall zugreifen. Es entgeht ihnen ansonsten ein wirklich ein sehr guter, relativ unbekannter Film.
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am 26. Oktober 2013
Ein super Film im Stile der damaligen Zeit und mit einer sehr attraktiven Senta Berger. Hier passt alles, es warten allerdings auch keine Überraschungen.
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am 7. November 2015
Peter Smith (Luc Merenda) ist ein Mann, der nach einem Autounfall verzweifelt sein Gedächtnis, seine Identität wiederfinden will, ein beliebter Ausgangspunkt für spannende Filme, zuletzt von mir genial umgesetzt gesehen in "Dornröschen erwacht" mit einer großartigen Nadja Uhl.
Hier bekommt der Protagonist Hilfe, die ihm zeigt, dass er wohl eine verbrecherische Vergangenheit hat. Er wird bedroht von einem Mann, der ihm vorwirft, eine Beute im Wert von 1 Mio $ unterschlagen, seine Komplizen hinters Licht geführt zu haben. In höchster Gefahr wird die Bedrohung von außen beseitigt und Peter ins malerische Portofino gelockt, zu seiner Ehefrau Sara Grimaldi (Senta Berger), die zwei Verehrer hat: ihren "Verlobten" Luca (Dullio Cruciani), einen ca. 10 jahre alten Nachbarjungen, und den Unfallchirurgen Daniel (Umberto Orsini).
Schon zum zweiten Mal wird Saras Wohnung durchsucht, beim ersten Mal in ihrer Abwesenheit, jetzt, nachdem sie vorher überwältigt und betäubt wurde. Peter, der in Wirklichkeit in seinem vergessenen Leben Ted hieß, wird von einem grausamen rötlichblonden Ex-Komplizen Namens George (Bruno Corrazzi) wiederholt bedroht, dieser sei sich selber dem Tode geweiht, wenn er die Ware nicht abliefern kann, und ist bereit, Ted und Sara vorher zu töten.
Der Plot bleibt spannend: wer ist Freund, wer falscher Freund, wo ist die Ware, welche Rolle spielt, freiwillig oder unwissend, Sara in dem bösen Spiel?
An der Auflösung ist auch der kleine Luca, eifriger Hobbyfotograph mit Sara als attraktivem Hauptmotiv beteiligt, und in ihrer wunderschönen Wohnung kommt es schließlich zu einem blutigen Showdown, in dem ein Rasiermesser und eine Benzinkettensäge (wann springt denn das vermaledeite Ding endlich an!) eine unfreiwillig entscheidende Rolle spielen.

Die damals (1974) 33jährige Senta Berger, eine der schönsten und wenigen auch international erfolgreichen deutschsprachigen Schauspielerinnen (in den USA drehte sie mit Charlton Heston, Dean Martin, Frank Sinatra ,Yul Bruner, John Wayne und weiteren Weltstars), war der Hauptgrund für mich, diese DVD zu erwerben. Sie enttäuscht nicht, ihr blendendes Aussehen lässt verstehen, warum einer der genannten Stars an ihr sehr interessiert gewesen sein soll. in dem Film sehen wir sie einige Male auch (dezent) im Evaskostüm, großartige schauspielerische Fähigkeiten fordert der Thriller allerdings von keinem der Darsteller. In einer kleinen Rolle sehen wir auch Anita Strindberg, der schön schöne Ted liefert sich eine Schlägerei mit dem schön fiesen George, bei dem die Schwinger dem Empfänger genug Zeit lassen, diesen gebührend in Empfang zu nehmen, Blut fließt aus Lippen, ohne dass dies angeschwollen wären, auch kein Nasenbeinchen scheint zu leiden, ganz zu schweigen vom makellosen Gebiß. Es kommt zwar wiederholt zu Schreckmomenten und überraschenden Wendungen, und die ursprünglich geschnittene und für diese Fassung im restaurierten Film wieder gezeigte Kettensägeszene würde heutzutage eher Belustigung als echtes Grausen hervorrufen.
Begeisternd sind der Handlungsort Portofino und der Anblick von Senta Berger, der Plot durchaus raffiniert, aber prickelnde Spannung wollte bei mir nicht aufkommen, ganz nette Unterhaltung und interessant für Fans des Genres mehr in geschichtlicher Hinsicht, keine Zeitverschwendung, aber auch nicht dazu hinreißend, die Disc ein zweites Mal in den Player zu legen.

Doc Halliday
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am 4. September 2011
Sehr gute Veröffentlichung eines sanften Italo-Krimis

Ted hat nach einem Verkehrsunfall sein Gedächtnis verloren. Ein Unbekannter aus seiner Vergangenheit will ihn mit Informationen versorgen, doch wird dieser ermordet. Ted reist zu seiner Frau in das bezaubernde italiensche Städtchen Portofino. Doch nur langsam kehren seine Erinnerungen zurück.

Ein kleiner feiner italienscher Krimi der mit Senta Berger und Luc Merenda auch gute Schauspieler aufweist. Regie führt der italienische Regisseur Duccio Tessari der neben Italowestern schon zuvor einige gelungene Krimis abgeliefert hatte. Und es gibt auch einen stimmungsvollen Soundtrack zu hören. Ein recht gelungener spannender 'sanfter' Thriller der auch recht schöne Bilder von Portofino zu bieten hat. Genretypisch kommt es zu einigen Wendungen und einem recht blutigen Schluss.

Die DVD von Koch Media ist wirklich toll und bietet den Film in guter Bild/Tonqualität. Sehr nett auch das kleine Featurette mit Luc Merenda und das Booklet. Wer sich einmal einen italienischen Thriller der sanften Art gönnen möchte, kommt hier voll auf seine Kosten.
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VINE-PRODUKTTESTERam 13. Dezember 2015
Von „The Clay Pigeon“ (1949, R: Richard Fleischer) über „Angel Heart“ (1987, R: Alan Parker), „Total Recall (1990, R: Paul Verhoeven), „Tod im Spiegel“ (1991, R: Wolfgang Petersen), „Memento“ (2000, R: Christopher Nolan) zu „Im Bann des Jade-Skorpions“ (2001, R: Woody Allen): Gedächtnisverlust kann zum Identitätsverlust führen, kann dazu führen, dass ein Mann (warum auch immer: es sind stets Männer) „sich selbst jagt“. Wer bin ich? Häufig mit einem Krimi verbunden: Was habe ich verbrochen? Jemand jagt gleichzeitig sich selbst und wird von anderen gejagt oder muss diese jagen, um das Rätsel der eigenen Identität zu lösen. Das ist eine gute Ausgangsbasis für einen Psychothriller im Wortsinne, denn der Held (aber ist er immer ein Held?) muss sich mit dem eigenen Wesen auseinandersetzen. Mit gelegentlich schmerzlichen Erkenntnissen, die die Frage stellen, ob das Böse tief in jemandem verwurzelt ist oder ob es einen Neuanfang geben kann. Schockiert stellt die Schwarzenegger-Figur in „Total Recall“ fest, dass sie ein Oberschurke war, möchte aber darauf beharren, dass nicht nur erinnerungs-, sondern auch wesensmäßig nunmehr nur der Gute in ihr ist. Das ist auch der Punkt, den „Der Mann ohne Gedächtnis“ streift. Ted (Luc Merenda) scheint nur eines sicher zu wissen: Er war (oder: ist?) ein Schwein, wie es allenthalben heißt. Sogar seine Frau meint dies. Und sie möchte lieber „den neuen Ted“. Oder ist eine Quadratur des Kreises, was sie will? Einerseits möge Ted sich an alles erinnern, was er durch einen Unfall vor acht Monaten vergessen hat. Andererseits möge er daraufhin der Neue bleiben, statt wieder der Alte zu werden.

Eine spannende Frage, mit der sich dieser Film dann aber nicht lange aufhält bzw. die er nicht allzu sehr vertieft. Er ist nur ein spannender, vertrackter Krimi. Nur? Nun, das sollte man nicht geringschätzen und dafür gibt es vier Sternleinchen. Aber der gang große Wurf ist dieser Giallo nicht, auch wenn er vieles gut macht. Die Verstörung Lucs zu Beginn durch einen schroffen Wechsel der Kameraeinstellungen: Ein Blick auf Ted, oft aus Distanz und wohl mit dem Teleobjektiv, sodass die Tiefenschärfe gering ist und sich immer wieder unscharfe Gegenstände zwischen die Linse und ihn schieben – die Sicht auf ihn ist sozusagen getrübt, und er wird gesehen, ohne selbst sehen zu können. Seine Welt ist verzerrt, in Unordnung, so wie die erste Einstellung nach der Vorspannmontage aus ungewöhnlich niedriger Position (und wohl mit Weitwinkelobjektiv) für eine Verzerrung sorgt. Dann aber immer Einschnitte von ultranahen Teilen des Gesichts eines Mannes, der zu Ted spricht – er und es martert ihn, das quälende Verlangen, endlich mehr zu wissen. Dann sind wir auch schon mitten in der Krimi-Intrige (und in einer etwas konventionelleren Fotografie, wenngleich Spiegel bei dem Thema als psychologisches Symbol natürlich nicht fehlen dürfen). Der Mann haut Ted eine rein und möchte ihn töten, wird aber aus Distanz erschossen. Hat Ted sich etwa mit Gangstern eingelassen? Obwohl er noch nichts weiß (und sein Psychiater ahnt, dass er nur vorgeblich etwas wissen will), verhält er sich schon wie ein echter Schurke: Statt, was doch naheläge, die Polizei zu rufen, versenkt er die Leiche in einem Klappbett und macht sich auf den Weg von London nach Portofino. Also offenbar, um wirklich alle Zelte seiner Existenz der letzten Monate abzubrechen, denn der Tote ist doch in seiner Wohnung, und irgendwann wird das gewaltig riechen und auffliegen. Aber Ted erfährt bereits, dass sein ihm bekannter Name gar nicht sein Name ist und dass seine Frau Sara in Portofino lebt, die er nun aufsucht. Vorhang auf für die schöne und ausdrucksstarke Senta Berger (und wir können mal wieder beweinen, dass das deutsche Nachkriegskino mit weiblichen Superstars nullkommanix anfangen konnte, was auch schon Romy Schneider ins Ausland trieb). Deren Sara er natürlich gar nicht kennt, sodass schon die erste Begegnung problematisch ist (und für einen in diesem Film äußerst seltenen Moment des Humors sorgt): Da glotzt er vor den Augen seiner Frau einer Blondine im aufreizenden Minirock hinterher, weil er nicht mal ein Bild von seiner Frau hat und denkt, sie könnte es sein. Sara, die nicht weiß, dass Ted nichts weiß, ist natürlich entrüstet…

…doch dann erzählt er alles und die beiden nähern einander wieder vorsichtig an, zumal Sara wie gesagt den neuen Ted lieber mag als den alten. Aber das Damoklesschwert der Bedrohung liegt ständig über beiden. Es kommt heraus, dass ein anderer Mann ein Telegramm im Namen Saras mit der Bitte an Ted, zurückzukehren, geschrieben hatte. Und dass schon vor Teds Ankunft seltsame Dinge geschehen waren, z.B. dass alle vier Wochen ein Mann bei Sara einbricht und das Haus durchwühlt, ohne etwas mitzunehmen (idiotisch: Warum hatte die Polizei daraufhin nicht längst beschlossen, das Haus zu bewachen? Eine Hitchcock-Reverenz an die beim Meister oft unfähigen Ordnungshüter?) Die Art und Weise, in der der Schrecken sich erstmals in sehr blutiger Form äußert, ist ein pures Filmklischee, und ich weiß nicht, in wie vielen Streifen ich das schon gesehen habe. Dabei wurde der Film erstmals etwas vorhersehbar. Was er am Ende auch bezüglich der Auflösung ist, obwohl er gleichwohl mit einer nervenzerfetzend spannenden Parallelmontage aufwartet. Und schließlich wird er noch blutiger (keine Frage, natürlich ist das Blut mal wieder viel zu hell, wir schreiben 1974, was erwarten Sie?). Wieder aufgrund eines klassischen Versatzstücks. Am Anfang sagt Sara zu einem Nachbarn, der sich öfter ihre Kettensäge ausleiht, dieser möge sie bei der Rückgabe nicht immer auf den Küchentisch legen. Am Ende hat er es natürlich wieder gemacht und wird genau dies die Rettung sein. Vielleicht mussten die Macher ja einfach mal eben eine Zeile schreiben, um zu versuchen, den reichlich hergesuchten, aber sehr effektiven Kreissägenmord des früheren Giallo „My Dear Killer“ noch zu toppen.

Eine Schilderung aller Nebenfiguren erspare ich mir und Ihnen; am Interessantesten ist der etwa zehnjährige Luca, ein freches und wohl auch etwas frühreifes Nachbarsfrüchtchen von Sara, das vorgibt, in sie verliebt und mit ihr sogar „verlobt“ zu sein. Ein Junge, der mit einer Szene eingeführt wird, in der er ein Wettschwimmen eigentlich gewinnt, aber wegen einer Unfairness disqualifiziert wird. Man muss in dieser Intrige offenbar mit unsauberen Mitteln kämpfen. Interessanterweise wird Luca des Rätsels Lösung mit einem Mittel entscheidend voranbringen, das in solchen Filmen oftmals vorkommt, sich hier aber ausgerechnet auf die Figur eines Kindes beschränkt: Voyeurismus, hier verkörpert durch Lucas ständige Fotografiererei, und mit seinem Teleobjektiv kann er eben auch mal Menschen ablichten, die dies nicht mitbekommen. Er kann sozusagen (auch wenn er dann eben doch in kindlicher Unschuld noch nicht weiß, was er tut) hinter die Fassade blicken. Interessanterweise wird sich im Nachhinein herausstellen, dass seine Frechheiten schon gegen den Richtigen gerichtet waren. Vielleicht spüren Kinder einfach, wenn etwas Arges in der Luft liegt, vielleicht kann man sie nicht so leicht täuschen, gerade WEIL sie sich eine Unschuld, damit aber auch Objektivität, bewahrt haben.

Ob am Ende Ted sein Gedächtnis komplett wiederfindet und/oder er der alte oder der neue Ted oder eine Mischung ist, sei nicht verraten. So wichtig ist es eigentlich auch nicht, weil der Film den Schwerpunkt mit zunehmender Zeit eher von den inneren auf die äußeren Konflikte verlagert. Da ist er immer noch gut, aber eben unter den Möglichkeiten des Genres. Sehr gut ist aber die hervorragend remasterte DVD.
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am 5. November 2015
Senta Berger hat bei mir einen schweren Stand. Trotz vieler schöner Rollen sind es zwei Filme die ich immer wieder mit der Schauspielerin in nostalgischer Verzückung in Verbindung bringe. " Die schnelle Gertie" und " Als die Frauen noch Schwänze hatten".
Sie möge es mir verzeihen, aber leider ist auch dieser äusserst schwergängige und unbeholfene Giallo " Der Mann ohne Gedächtnis" nicht unbedingt dazu geeignet, nachhaltig in selbigem zu verweilen.
Regisseur Duccio Tessari lieferte im Jahr 1974 unaufgefordert diesen zuweilen schön gefilmten , mit einem hervorragenden Soundtrack unterlegten Amnesie Quark ab, und lässt sich viel Zeit , ...zuviel Zeit dieses filmische Pizzagericht gar werden zu lassen.
Ist der zähe, wabbelige Boden nach endlosen Minuten dann endlich etwas knusprig geworden , ist das Aroma des aufgepackten Belages schon längst nicht mehr schmackhaft.
Eine finale Kettensägen- Szene, in der Senta Berger dann im Gegensatz zu Kollege Leatherface mit mehr ästhetischer Akrobatik und gepflegterem Erscheinungsbild punkten kann, erreicht den Zuschauer nur noch in wonnigen Träumen .
Man kann sagen Tessari hat sich Mühe geben , inszeniert allerdings im Tempo einer Krötenwanderung einige Verwickelungen, und lässt ab und zu einmal raffinierte Kameraführung erkennen und dennoch ist das Filmchen gar nicht einmal so gut geworden.

Acht Monate ist es her , dass der schöne Peter Smith ( Luc Merenda) einen schweren Autounfall in London hatte. Abhanden gekommen ist ihm dabei das Gedächtnis . Da ist guter Rat teuer und auch ein unsanfter Schlag eines Unbekannten auf die durchgebrannte Festplatte des Oberstübchens ist wenig erkenntnisfördernd. Der aggressive blonde Dumpfdödel heisst Philip und verlangt eine bestimmte Ware zurück, von der Peter Smith selbstredend nichts mehr weiss.
Aber mit dem eiligen Tempo einer Wanderdüne werden sich die Schleier lüften.
Denn Peter heisst eigentlich Ted Warren , hat wohl in der Vergangenheit ganz gewaltig einigen zwielichtigen Bodenbrütern in den Nistplatz gepullert und steht nun mehr oder weniger auf deren Abschussliste. Aber nun seltsamerweise wird erst einmal der gerade ins Herz geschlossene Philip umgenietet.
Aber Peter alias Ted kommt locker über den Verlust des neuen Bekannten hinweg, denn zusätzlich hat er erfahren, dass er ja in Portofino eine schöne Ehefrau, Sara mit Namen hat. Unser aller Senta Berger, und die ist gar nicht so erfreut den seit nun mehr einem Jahr spurlos verschwundneen Gatten wieder zu sehen.
Die beiden haben sich doch horizontal und vertikal sehr entfremdet, aber Stück für Stück, während beim Zuschauer das Interesse mehr und mehr verglimmt, entflammt die Zuneigung zwischen den beiden wieder und Senta möchte natürlich ihrem Gatten helfen, den leer geräumten dunklen Gehirnspeicher wieder etwas auszuleuchten . Von den windigen Geschäften ihres Mannes weiss sie allerdings nichts.
Aber schon bald wird es wieder brenzelig, denn ein dauerverschnupfter Finsterling hängt sich an ihre Fersen, umschleicht die Wohnung , und fordert alsbald eine Million Dollar von Ted binnen einer Woche sonst droht das plötzliche Abzwacken des Lebensdochtes.

Was sich hier vielleicht noch ganz spannend anhört, ist ,um es einmal freundlich zu formulieren , gewöhnungsbedürftig bedächtig geraten.
Man kann auch sagen, das Ding hat verdammte Längen die von hier bis zum Mittelmeer reichen.
Ist auch die latente Bedrohung stets vorhanden so ist dieser komplett unsleazige und brave Giallo immens holzschnittartig und lange Zeit auch optisch einfallslos zusammengeschustert, läst jegliche emotionale Tiefe vermissen und schleppt sich über die 90 Minuten ungelenk dahin ohne Sinn für Thrill und Suspense . Am Ende wird' s dann tatsächlich handgreiflich, ja sogar gewaltvoll, und Tessari zeigt sogar in der Art wie er Gegenstände und Kamerafahrten mit Bedeutung auflädt Anleihen bei einem frühen Dario Argento, aber was hilft das noch, wenn der Zuschauer schon im Koma unter dem Sessel pennt. Was bleibt sind schöne Aufnahmen von der italienischen Mittelmeerküste und dem pittoresken Städtchen und von Senta Berger, die hier richtiggehend züchtig durch die Idylle dröpelt.
Ausser Spesen nichts gewesen. Darauf zwei Grappa. Für jeden Stern einen, hicks.
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am 25. März 2015
Abgesehen davon, dass der Film nicht besonders spannend ist, ist die Handlung recht unglaubwürdig. Ein Unfallchirug der nebenbei ein Drogenbaron und Killer ist? Entspricht das der Realität?
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