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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen this the way the world ends: not with a bang but a whimper
hätte David Lynch irgendeinen sinn für humor und special-fx geladene science-fictiontrips ... vielleicht würde er filme wie Southland Tales drehen. nach jahren des hypes um Kellys erstling Donnie Darko stand der regisseur natürlich unter enormen erwartungsdruck. fans und kritiker waren sich ja einig, ein neues regiewunderkind entdeckt zu haben. als...
Veröffentlicht am 23. März 2008 von unbeeindruckt

versus
29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Gretchen Frage
Leider bin ich mir nicht ganz sicher, ob dieser Film große gequirrlte Sch**ße ist, oder ob es an mir liegt und ich einfach zu blöd bin um ein ausgefeiltes Kult-Produkt von Donnie-Darko-Regisseur Richard Kelly zu kapieren.
Aber wie auch immer die Antwort auf diese tiefschürfende Frage ausfallen dürfte, eines ist jedenfalls klar, für...
Veröffentlicht am 5. Juli 2008 von Woodstock


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22 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen this the way the world ends: not with a bang but a whimper, 23. März 2008
Von 
unbeeindruckt (LE) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Southland Tales [UK Import] (DVD)
hätte David Lynch irgendeinen sinn für humor und special-fx geladene science-fictiontrips ... vielleicht würde er filme wie Southland Tales drehen. nach jahren des hypes um Kellys erstling Donnie Darko stand der regisseur natürlich unter enormen erwartungsdruck. fans und kritiker waren sich ja einig, ein neues regiewunderkind entdeckt zu haben. als dann 2007, nach subtilen viral-marketing-gags und einer der filmhandlung vorangestellten graphic novel-reihe der film bei kritik und festivalbesuchern durchfiel ("the most disastrous since, yes, brown bunny." ... das sagt eigentlich schon alles über das urteilsvermögen des entsprechenden kritikers), erschien er jetzt über kurz oder lang auf DVD

was soll ich sagen? mit dem nachfolger zu seinem debüt beschreitet und verfolgt Richard Kelly neue wege, abstruse wege, verwirrende wege ... labyrinthe. auf der anderen seite bleibt einiges auch beim alten: wieder werden randgefilde des raum-zeitkontinuums erkundet, augen ausgeschossen und apokalypsen heraufbeschworen, auf der soundspur brummen ambient und klassiker um die wette und die darsteller rekrutieren sich aus schauspielern der kategorie dwayne 'the rock' johnson, sarah michel gellar, christopher lambert, sean william scott und yeah: justin timberlake

wie auch schon bei Donnie Darko, ist der plot hier nicht wirklich zusammenfassbar: 2008, der 3. weltkrieg hat begonnen, die welt gehört den USA ... und die USA gehören konzernen. zwischen nachrichtenfetzen und propagandafilmchen in bester Starship Troopers-manier werden mehrere bizarre handlungstränge zusammengeführt, die ohne mit der wimper zu zucken atombombenabwürfe aus normalbürger-perspektive, musicaleinlagen mit einem blutverschmierten & besoffenen justin timberlake, kopulierenden PKWs und zeitreisenden affen kombinieren ... neomarxistische untergrundbewegung vs. konzernokratie, die apokalypse vs. amnesie, schicksal vs. selbstbestimmung ... Kelly jagt seine zugedrogten charaktere durch jede menge bizarre szenarios und lässt einen dabei als zuschauer auch hin und wieder kopfschüttelnd und grübelnd im nirgendwo stehen, ohne aber in die völlige abstraktheit eines lynch-filmes abzudriften

der film Southland Tales umfasst dabei die finalen 3 Teile IV: temptation waits, V: memory gospel & VI: wave of mutilation der reihe, die mit der graphic novel begonnen wurde. obwohl der film einem nach dem ersten durchlauf sowieso etwas ratlos zurücklässt, empfehle ich die lektüre der anderen teile I: two roads diverge, II: fingerprints & III: the mechanicals vor'm anschauen des filmes ... es könnte einige verständnisprobleme lösen und wissenslücken schließen

FAZIT: bizarrer science-fictiontrip, clever gemacht, eindruckvoll umgesetzt, geheimnisvoll verwoben und irgendwo auch mit humorvoller satire und spitzfindiger kritik beseelt ... für freunde des etwas verwirrenderen kinos, denen 150mins puzzelei nicht zuviel des guten sind
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28 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wave of Mutilation, 5. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Southland Tales (DVD)
Einer der Filme, die man entweder als grundauf schlecht oder als exzellent einstuft...
Der ausschlaggebende Anreiz, warum ich mir den Film zulegte, war der Soundtrack-
der gemeinsame Auftritt von Moby, den Pixies und Beethoven schien Indikator für äußerst vielversprechende und interessante Regiearbeit zu sein.
Ich wurde auf jeden Fall nicht enttäuscht, im Gegenteil sehr positiv überrascht.
Als einzigen Schwachpunkt (den ich bei der Bewertung aufgrund Geringfügigkeit jedoch nicht in Rechnung stelle), sehe ich die etwas abgegriffene Grundlage der Handlung des Endzeit-Epos'.
Äußerst starke Dialoge, eine gute Besetzung, Vergleiche oder Anregungen zu religiösen Thematiken und nicht zuletzt eine beeindruckende Trickkiste an Szenerie haben mich überzeugt.
Es ist einfach einer dieser Filme, die mich fesselten und lange nachwirkten, wie bei einem guten Wein! Obwohl der Schluck schon auf dem Weg in den Magen ist, genießt man immer noch das Bouquet.
Ich möchte den Film grundsätzlich nicht generell empfehlen, da er nun eben aufgrund seines Wesens gut gefällt oder gar nicht gefällt.
Im Großen und Ganzen erinnert er mich jedoch an Kubrick-Filme und ich
traue mich zu behaupten, dass er jemandem, der einer "Space Odyssey" oder
einem "Clockwork Orange" etwas abgewinnen konnte, gut gefallen wird.
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29 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Die Gretchen Frage, 5. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Southland Tales [UK Import] (DVD)
Leider bin ich mir nicht ganz sicher, ob dieser Film große gequirrlte Sch**ße ist, oder ob es an mir liegt und ich einfach zu blöd bin um ein ausgefeiltes Kult-Produkt von Donnie-Darko-Regisseur Richard Kelly zu kapieren.
Aber wie auch immer die Antwort auf diese tiefschürfende Frage ausfallen dürfte, eines ist jedenfalls klar, für mich ist dieser Film ein viel zu langer, viel zu unverständlicher und viel zu unkonventioneller Quark.

Schon alleine bei dem Versuch den Plot zusammenzufassen und für den interessierten Leser wieder zu geben scheitert mein bescheidener Intellekt.
Da steht eine futuristische Tipse am Strand irgendwo in L.A., hält sich eine Knarre an den Kopf und schreit "Ich bring mich um, wenn ich dir keinen blasen darf!"
Cool, oder? Boxer Santaros (bemitleidenswert schlecht gespielt von Ex-Wrestler Dwayne "The Rock" Johnson) will sich gerade als Blasopfer zur Verfügung stellen, als die Tipse vom Scharfschützen und großen Manipulator und Irak-Veteran Justin Timberlake, alias Private Pilot Abilene, mit einem kennedy-mord-mäßigen Schuss aus der Ferne beseitigt wird. Schade eigentlich, das hätte nämlich die beste Szene im ganzen Film werden können
Nein, das war nicht die Handlung.
Die Handlung ist verloren gegangen, ebenso wie das Gedächtnis von Boxer Santaros (Hatte ich schon erwähnt wie grauenvoll schlecht dieser Herr spielt?). Und so kommt es, dass Santaros, der eigentlich mit dem Töchterlein von Senator Frost verehelicht ist, nun mit Buffy v*gelt - was man leider nie sieht, sie sprechen immer nur davon. Und Buffy (Sarah Michelle Gellar) heißt natürlich anders, nämlich Krysta Now. Now ist ihr Künstlername und hat nichts mit der Apokalypse zu tun, sondern damit, dass sie's am liebsten immer sofort macht, weil sie nämlich ein Pornostarlett ist, das allerdings eine eigene Reality Show produziert (jawoll, das sollte witzig sein). Das hat aber auch nichts mit dem nahenden Weltuntergang zu tun. Der fing eigentlich schon 2005 an, als ein paar Atombomben, die in Texas hochgingen so etwas wie einen 3. Weltkrieg einläuteten. Um den Weltkrieg geht's aber in der Handlung auch nicht, sondern um einen Zeppelin, seinen Erbauer und noch 12 andere Handlungsstränge und um eine neue Energiequelle, die Fluid Karma heißt, das gleichzeitig eine Droge ist und überhaupt eventuell auch die Rotationsgeschwindigkeit der Erde verlangsamt, aber nichts Genaues weiß man nicht ;-).
Auf jeden Fall siegt am Ende das Gute, hoffe ich jedenfalls, sicher bin ich mir nicht. Aber es gibt ihn den American Hero, den wahren Märtyrer, ach was sag ich, den amerikanischen Messias. Früher war er mal ein toller und vor allem typisch amerikanischer Junge, der auf keinen Fall die Republikaner wählte, und genau deswegen die Welt rettet. Oder auch nicht.

Also "es geht nicht ums Verstehen" schrieb ein Kritiker zu dem Film. Das tröstest mich schon ein wenig, angesichts der Dauerfalte, die ich während des Ansehens auf der Stirn hatte, aber hätte der besagte Kritiker nicht schreiben können worum es dann stattdessen geht? Dann käme vielleicht der Aha-Effekt, auf den ich zweidreiviertel Stunden lang gewartet habe, wenigstens nachträglich (wie beim Erledigen der Mathehausaufgaben).
Vielleicht geht's auch bloß um's F*cken. Denn die obszönen und schlüpfrigen Dialoge sind wirklich cool und sie ziehen sich wie ein roter Faden durch den Film, und vielleicht verdankt der Film gerade diesen Texten (und dem handtaschentauglichen Elektroschocker für männliche Geschlechtsteile) die vier Fans, die er hat.
Richtige hardcore Sex Szenen sieht man aber leider nicht, auch wenn dauernd von "Blasen" und "Schw*nz lutschen" und "F*cken" die Rede ist. Naja, wenn man die kopulierenden Autos als Sex rechnet, dann ist wenigstens eine ganz passable Szene dabei, die sogar ich auf Anhieb und ohne Stirnfalte verstanden habe.
Auf jeden Fall sieht man hardcore Ballereien und Abmurksereien der stolzesten Sorte. Zwar werden die Mitwirkenden dieses Film etwas wahllos und nicht wirklich nachvollziehbar umgenietet, mal aus der Ferne, mal bei beiläufigen Straßenschlachten, bei Unfällen und auch schon mal auf Anordnung der USIDent Domina Nana Frost, aber immerhin hier geht die Post ab. Man sieht Blutlachen, ausgeschossene Augen und abgehackte Hände (hätte eigentlich bloß ein Finger werden sollen, aber im Vertrag war eine gewisse Unschärfetoleranz von 1,80m enthalten) auf jeden Fall wird das Splatter-Herz erfreut, vorausgesetzt natürlich man steht auf diese sinnfreien Gewaltexzesse.
Angeblich sei der Film auch sehr humorvoll - habe ich jedenfalls irgendwo gelesen - aber bei meinem Humor ist es wie bei meinem Intellekt: Beide sind mit diesem Film nicht kompatibel. Gelacht habe ich nicht mal als Christopher Lambert in der bislang übelsten darstellerischen Leistung seines Lebens unfreiwillig komisch wurde.
Dass der Weltuntergang mal wieder von einem Deutschen eingeleitet wird (Baron von Westphalen und Nachfahre von Karl Marx, höhöhö) das war wirklich sehr witzig, weil es so humdrum typisch amerikanisch ist, dass ein toleranter Deutscher das Lachen schlicht nicht unterdrücken kann. Der böse deutsche Weltvernichter stört aber auch nicht weiter, denn in diesem Film kriegen Kellys eigene Landsleute (die Republikaner, die Homeland Security, die Party Generation, die Irak-Kriegstreiber, die Kommunisten, die Faschisten, das Fernsehen und vielleicht sogar Microsoft und die Heilsarmee (?) eigentlich alles war nicht linkspatriotisch oder bushfeindlich ist) reichlich ihr Fett weg. Da ist man als Landsmann von Marx schon beinahe wieder in guter Gesellschaft.

Neben tausend Fragen zum Sinn oder auch Nicht-Sinn dieser 11-dimensional aufgerollten quantengeschäumten Mammut-Nicht-Handlung, blieb ich am Ende nur mit einer einzigen wirklich brennenden Frage zurück: Wie war es bloß möglich, dass dieser schweinische Sex-Talk und die Auto-Rammel-Szene überhaupt durch die puritanische Filmzensur, der Pilgrim-Fathers-Nachfahren geflutscht ist? Weiß doch jeder, dass im amerikanischen Film schlechthin nicht mehr als drei Mal das Wort "f*ck" und nicht öfter als zwei Mal das Wort "Schw*nz" fallen darf.

Fazit:
Der Film ist sicher ein Meisterwerk nur mir fehlt es an der notwendigen Toleranz und am Kunstsachverstand. Andererseits werde ich den leisen Verdacht nicht los, dass dem Regisseur vielleicht das Drehbuch abhanden gekommen sein könnte, und da hat er sich vielleicht gedacht, wenn er der Welt genügend blutigen und schlüpfrigen Schwachsinn möglichst apokalyptisch verbrämt und unverständlich auftischt, würde dieselbe wohl, leicht traumatisiert wie sie durch den Film noch ist, so lange herum interpretieren, bis man für die Southland Tales Tiefsinn und Kultcharakter zurecht geschwafelt hat, äh den man dann zum Beispiel "große, energiegeladene Filmlyrik" nennen könnte. Naja, Beuys gilt ja auch als Künstler ;-). Und Donnie Darko ist unbestritten Kunst.

This ist the way my critic ends, not with a whimper but with a smile ;-).
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ....es geht nicht darum, den film zu verstehen..., 16. Mai 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Southland Tales [UK Import] (DVD)
Nachdem Richard Kelly mit "Donnie Darko" einen grandiosen ersten Film gedreht hat, war die Erwartungshaltung an "Southland Tales" besonders hoch. So richtig erfolgreich war der Film in den amerikanischen (und sonstigen - insofern er überhaupt anlief) Kinos nicht, und besonders gut besprochen wurde er zum großen Teil ebenfalls nicht. Das ist kein großes Wunder, vor allem auf Amerika bezogen. Denn wo "Donnie Darko" noch zwischen den Zeilen Kritik an Politik und der Gesellschaft übt, wird bei "Southland Tales" in dem Bezug wirklich dick aufgetragen - es vergeht keine Minute, ohne Seitenhiebe (vor allem auf die Republikaner) auszuteilen, und dies hat zum Teil schon agitatorischen Charakter. Wie gut, daß der Film so gut gelungen ist! Die Schauspieler sind hervorragend (allen voran die drei HauptdarstellerInnen Dwayne Johnson, Sarah Michelle Gellar und vor allem Seann William Scott), der Film ballert den Zuschauer dauerhaft mit den verschiedensten neuen Medien-Formen zu und schwenkt stilsicher zwischen Comedy, Krimi, Musical, Sciene Fiction, Drama, Horror und Seifenoper hin- und her, die Musik ist gelungen, und der Film hat ganz deutlich eine zwischen-den-Zeilen-Überhöhung, die sich teilweise bei Paul Verhoeven reininterpretieren lässt (wenn man denn so will) hier ist die Absicht aber klar zu erkennen und funktioniert hervorragend. Manchmal lassen sich kleine Parallelen zu 'Fight Club' oder 'The Matrix' erkennen. Der Film ist vollgepackt mit absurden Ideen, wie zeitverzögerte Spiegelbilder, übereinander geschobene Realitäten oder völlig übertriebene Fernsehprogramme (die es in naher Zukunft wahrscheinlich geben wird ' so etwas kann ja sehr schnell gehen...)
Es ist nicht einfach zu verstehen, worum es in dem Film eigentlich geht - außer daß am Anfang mal wieder ein junger Mann irgendwo aufwacht und nicht so genau weiß, wie er da hin gekommen ist und was er dort soll - siehe "Donnie Darko" :o) und im Gegensazu zu "Donnie Darko" wird einem auch beim zweiten oder dritten Betrachten des Films nicht unbedingt klar, worum es geht. Die Absicht des Films scheint eh eine andere zu sein: auf absurde Weise zu unterhalten und wie nebenbei sehr aktuell auf die politische Weltkarte und die gesellschaftlichen Geschehnisse des Jetzt zu schauen. Daß dies funktioniert, zeigt "Southland Tales".
Ach ja, und in der Originalsprache funktioniert der Film sowieso am besten... :o)
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen zuviel des guten. trotzdem gut., 12. Juli 2008
"einer der schlechtesten filme, die jemals im wettbewerb von cannes standen" sagt da einer. "der beste film des jahres 2007" sagt da ein anderer. alles, was profi-kritiker dermaßen polarisiert, ist nicht nur immer sehens-, sondern auch besprechenswert. zwischen richard kellys fantastischem kultkonvolut 'donnie darko' und diesem follow-up liegen produktionstechnisch gute fünf jahre, und 'southland tales' fühlt sich in der tat so an, als bekäme man die arbeit von gut eintausendachthundertdreißig tagen arbeit gnadenlos vermittelt in, naja, zweieinhalb stunden. wenngleich der film im los angeles der sehr nahen zukunft (plus-minus 69 minuten) spielt, lässt seine komplexität das matrix-universum aussehen wie den limerick auf einer milchtüte.

zum background: ursprünglich sollten die 'southland tales' aus neun kapiteln bestehen, wovon gerade mal die drei letzten (!) den film bilden. der rest dürfe in form von comics vom interessierten rezipienten praktisch 'vorrecherchiert' werden, wenn er sich danach in der komfortablen position befinden wolle, dialoge und handlungen im film auch nur ansatzweise nachvollziehen zu können. ein multimediales gigantobrimborium also, auf das die george lucases und hideo kojimas dieser welt neidisch sein könnten. zwar hatte der wahnsinnige kelly ein einsehen und verkürzte die vorgeschichte auf drei kapitel und den film selbst nach seinem desaströsen abschneiden in cannes 2006 um 20 minuten, trotzdem dürften sich die rund 98% der zuschauer, die keine comics lesen, nach den endcredits von southland tales noch immer ungefähr so fühlen wie nach einer klausur in einem fach, dessen unterricht man zu oft geschwänzt hat.

doch der vergleich hinkt ein wenig, denn verstehen ist vielleicht voraussetzung für die anwendung des dreisatzes, für kunst ist es keine. bis zu einem gewissen grad genügt der (trügerische?) eindruck, dass wenigstens der künstler selbst wisse, was er da tue. freilich spielt nichtsdestotrotz die kohärenz eine rolle für die genießbarkeit, und im gegensatz zu etwa 'inland empire' vom visuell-wie-geistig ähnlich gelagerten david lynch ist kellys epos zwar größtenteils kryptisch, aber wenigstens nicht chaotisch. es ist eher wie 'mullholand drive', nur mit stiffler. kelly-kenner, die den film mit dem hasen (vmtl. mehrfach) gesehen haben, sind außerdem dankbar für dramaturgische und visuelle 'rettungsringe', wie etwa (spoiler!) zeitreise, ende der welt, zahlenspiele und lange, mit zeitgenössischer musik unterlegte steadycam-sequenzen ohne schnitt. allesamt kellytypische versatzstücke, die trotz aller verwirrung beim nachträglichen dechiffrieren helfen und einem doch irgendwie das gefühl geben, 'zuhause' zu sein. entweder das oder kopfschmerzen.

trotz augenscheinlicher überambitioniertheit sei 'southland tales' als film wie lektüre an dieser stelle allen cineasten empfohlen, die schon 'donnie darko' nicht wirklich kapiert haben, denen das aber auch irgendwie egal war, solange man nur bei einem glas rotwein drüber mitreden konnte. dabei sein ist alles.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Skurriles am Rande des Weltunterganges, 24. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Southland Tales [UK Import] (DVD)
Um es ehrlich zu sagen der Film läßt einen am Anfang ziemlich ratlos zurück.
Der ganze Wahnsinn und unzusammenhängende Elemente die, die westliche Welt seit 911 in kollektiver Paranoia gefangenhält wird hier in humoresker Weise zu einem ganzen verwoben. Überwachungsstaat, Celebrities die sich prostituieren und Pornstars die business as usual machen, der amerikanische Wahlkampf, neomarxistische Untergrundtruppen und zum Abschluss die Entdeckung des Fluid Karmas, das uns von fossilen Energieträgern unabhängig machen soll runden das ganze zu einem Fass ohne Boden der Verschwörungstheorien und Doppeltverrätereien ab. Ich kann verstehen wenn es Leute gibt, die bei dem ganzen Wendungen, die die Geschichte macht nicht mehr durchsteigen und als ganzes gesehen ist Richard Kelly mit diesem Filmprojekt sicher gescheitert, doch wenn man die einzelnen Elemente seines Mikrokosmos einer überspitzten Parallelwelt genauer ansieht und darüber nachdenkt, entdeckt man viele tiefgründige Wahrheiten, darüber wie unsere Welt, insbesondere die amerikanische mitunter funktioniert und es noch viele Versuche von ihm geben sollte sie auf seine unnachahmliche Art und Weise zu erzählen.
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8 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Exzellent, 9. Juni 2008
Von 
M. Sabel (Berlin Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Nach seinem Hollywood- Debüt „Donnie Darko“ begann Richard Kelly, an einem Projekt namens „Southland Tales“ zu arbeiten, einem neunteiligen Epos, das sich mit dem Untergang der Welt befassen sollte. So weit, so gut: der Film hatte 2007 in Cannes Premiere und wurde von vielen Seiten so aggressiv verrissen, dass er es erst gar nicht auf die Leinwand schaffte, sondern „nur“, und das mit einem pietätsvollen Abstand, auf DVD.

Von den neun Teilen hat Kelly die letzten drei Episoden abgedreht; die vorhergehenden sechs sind in drei Comics zusammengefasst, und das bringt einen vielleicht schon auf den richtigen Weg, um zu verstehen, was "Southland Tales" eigentlich sein soll, denn ein Film, den man mit normalen Sehgewohnheiten einfach verkonsumiert, ist es nicht geworden.

Die mehr als mutige Handlung: nach einem Nuklearanschlag auf Texas ist die US- amerikanische Sicherheitsgesetzgebung deutlich schärfer geworden, der dritte Weltkrieg spielt sich neben dem Irak noch in Syrien, dem Iran und Nordkorea ab. Öl ist Mangelware geworden, und ein Nobelpreisträger hat eine Methode entwickelt, mittels der Gezeiten des Meeres Energie zu erzeugen. In diesem Rahmen bewegt sich der Protagonist, ein Hollywood- Star - gar nicht so schlecht gespielt von "The Rock" – zwischen u.a. konservativem politischem Adel, Pornodarstellern und revolutionären Zellen.

Das Skript springt, teilweise ohne erfassbaren Zusammenhang zwischen Charakteren und Handlungen hin und her, und erst das Ende des Filmes schafft es, die Handlung halbwegs logisch zusammenzuführen. Darum geht es Kelly aber gar nicht.

Stattdessen konzentriert sich der zweifelsohne talentierte Regisseur auf opulente und wuchtige Bilder, ambivalente Texte und eine stets sublim bedrohliche Atmosphäre – unterlegt mit einem Spitzensoundtrack von Moby -, die man ansonsten aus den früheren Filmen von David Lynch kennt. Damit verfehlt er allerdings auch die selbstgesetzte Aufgabe, eine "Satire" oder "schwarze Komödie über den Untergang der Welt" abzuliefern. Vielmehr ist es ein verstörend reales und nahe liegendes Szenario, das er zeichnet- und das mit einer unsagbar populären Besetzung wie Justin Timberlake, Sarah Michelle Gellar oder Sean William Scott einiges an Ballast zu tragen hat, auch wenn alle ihre Rollen gut und glaubhaft verkörpern.

In der Summe konnte der Film als solches nur scheitern- das ist aber vielleicht auch ein Teil seiner Botschaft. Richard Kelly wirft einem eine nicht enden wollende Menge an Bildern, Versatzstücken und Anregungen entgegen, und das nicht nur von der Leinwand. Wie man damit klar kommt und was man damit anfängt, bleibt einem selber überlassen. Und das ist auch das reizvolle an diesem mutigen und faszinierenden Meisterwerk.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Verwirrend poetischer Genre-Mix!, 18. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Southland Tales (DVD)
Tja was hat uns Richard Kelly da denn serviert?

Das kann ich leider nicht beantworten. Als ich den Film mir gestern ansah, war ich verwirrt und konnte der Handlung weder folgen noch sie ganz verstehen. Aber der Film strotzt nur so vor guten Ansätzen, die einen ins Grübeln über die Zukunft bringt. Zudem wird man hier mit Bildgewalten überschwemt und die Schaupsieler sind auch nicht zu verachten und agieren ganz gut - Miranda Richardson, Bai Ling, Sarah Michelle Gellar, Dwayne Johnson, Seann William Scott, John Lovitz ... Also für Fans der jeweiligen Darsteller kann ich den Film empfehlen.

Southland Tales lässt einen verstört zurück und regt zum philosopieren an und bietet keine Antwort auf die Handlung. Seht den Film als Anregung! 2 Punkte Abzug gibt es für die mageren Extras und für die fade DVD Umsetzung. Kein animiertes Menü und wenigstens ein Trailer oder Pannen vom Dreh oder eine Musik-Video wäre noch drinne gewesen *grins* Aber bin froh, dass Southland Tales endlich mal hier in Deutschland erschienen ist.

Also mein Tipp: KAUFEN! KAUFEN! KAUFEN!
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9 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Wer das guckt verschwendet seine Zeit!, 3. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Southland Tales [UK Import] (DVD)
Ich hab mir den Film eigentlich nach Donnie Darko nicht mir zu großen Erwartungen geholt, lebt DD doch nicht unbedingt von der Story, sondern der Erzählweise und entwickelt seinen ganz eigenen Charme.
Wollte mich einfach vorbehaltlos überraschen lassen.

Aber was Southland Tales sein soll ist mir schleierhaft.

Die Schauspieler sind einfach nur schlecht!
Diese Möchtegern Starbesetzung ist ja auch alles nur 2 Kajüte und einen früher schon miesen Christopher Lambert auszugraben macht da auch keinen Sinn, zumal der noch schlechter ist als in seinen bisherigen Filmen.

Die Story ist noch schlechter.

Der Versuch Stimmung zu erzeugen geht absolut in die Hose.
Da poppt dann hier und da mal ein toller Soundtrack auf, will Stimmung erzeugen, wo gar keine ist...

Was hier als Gags und angebliche systemkritische Äusserungen herhalten soll ist weder witzig noch sonst etwas.

Ich habe mir die DVD heute an einem Montag Abend angesehen.
Nach fast 2 Stunden habe ich abgeschaltet, weil michs nicht mal interessiert hat, wie dieser Krampf in Bildern endet, und mir noch ein bisschen TV Programm angesehen, das ja schlecht genug ist, aber immernoch angenehmer anzusehen als dieser Film!
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2.0 von 5 Sternen Naja, 24. Januar 2013
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Southland Tales (DVD)
Ich war etwas enttäuscht von dem Film. Muss zugeben hab vorher nicht viel über die Handlung des Films gelesen und ihn nun gekauft weil Dwayne Johnson mitspielt und ich von ihm eigentlich nur gute Filme gewohnt bin. Allerdings finde ich die Story dann doch etwas lahm und mir wurde beim angucken des Films schnell langweilig. Würde ihn mir nicht nochmal kaufen
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Southland Tales
Southland Tales von Richard Kelly (DVD - 2008)
EUR 9,99
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