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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Abacab Experience
Es bleibt dabei, Abacab ist das umstrittenste Werk der Band Genesis.

Für mich war es immer ein besonderes Album. Zum einen mein erstes Genesis-Album, das ich auf CD anschaffte, zum anderen ist es die Überlebensgarantie für Genesis gewesen, ihr mutigstes Werk - eine Art komplette Frischzellenkur.

Die hier vorliegende SACD besticht durch...
Veröffentlicht am 6. April 2007 von Phret

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abacab von 1981
Tja, an diesem Album scheiden sich die Geister. Die alten Fans hatten jetzt endgültig die Nase von dem Pop Rock der Gruppe voll. Dafür gewannen die drei Musiker jede Menge neue Fans hinzu, die teilweise die alten Stücke gar nicht kannten.

Ich persönlich finde das "Abacab" das wohl schwächste Album in der langen Karriere von Genesis ist...
Veröffentlicht am 19. Juli 2011 von Child in time


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14 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen The Abacab Experience, 6. April 2007
Es bleibt dabei, Abacab ist das umstrittenste Werk der Band Genesis.

Für mich war es immer ein besonderes Album. Zum einen mein erstes Genesis-Album, das ich auf CD anschaffte, zum anderen ist es die Überlebensgarantie für Genesis gewesen, ihr mutigstes Werk - eine Art komplette Frischzellenkur.

Die hier vorliegende SACD besticht durch einen exzellenten Surround Sound. Bei No Reply At All glaubt man, dass die Bläser zu Hause live im Wohnzimmer spielen. Bläser? Jo, vielleicht war das Experiment ein Fehler, weil Bläser ein typisches Collins-Instrument sind.

Kompositorisch aber bewegt sich das Album in einem ausgewogenen Band-Gefühl, welches im Titelsong und Dodo sicher ihre Höhepunkte findet. Letzterer Titel dürfte der Geness-typischste Titel auf dem Album sein.

Punk hatte Ende der 70er seine Spuren hinterlassen und im Bonus-Interview wird dies thematisiert. Who Dunnit etwas sei ein Genesis Punk Song. Interessant auch Tonys Geschichte - Ahmet Ertegun, jahrelang Chef der Atlantic Records, hatte sich für Who Dunnit stark gemacht, weil es als Song heraussticht und einzigartig ist. Der 5.1 Surround Mix klingt gleich viel besser als das alte Stereo.

Abacab wird immer ein polarisierendes Album bleiben. Die Idee, einen völlig neuen Ansatz für die Album-produktion zu finden, ist Genesis aber geglückt. Das hat mit Selling England nichts mehr zu tun und selbst spätere Alben sind wesentlich progressiver als Abacab.

Abacab ist aber auch der Beweis, dass Genesis nie wirklich langweilig wurden. Und wohl auch der Beweis, dass beinharte Prog-Fans oftmals schlecht über den Tellerrand blicken können.

Obwohl das Bonus-Material im Vergleich zu den andere 5.1 Mixen eher dünn ist, gibt es für das ALbum und den gelungen 5.1 Mix (SACD) 5 Sterne. So müssen Veröffentlichungen klingen! Genesis legen die Latte für andere Bands deutlich höher!

Ich würde Abacab nicht als das beste Genesis-Album bezeichnen, definitiv aber als mein Lieblingsalbum. Etwas mutigeres haben sie seitdem nicht mehr aufgenommen.
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17 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Direkt in Richtung Pop, ABER..., 17. Mai 2005
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Abacab (Audio CD)
Neben der langwierigen und zähen Diskussion darüber, was Prog ist (darüber gibt es Bücher), war es stets spannend und reizvoll zu beobachten, wie sich Genesis entwickelt, wie also hier der PROGress stattfand. Wenn man alle Alben kennt, merkt man, wie sich der rote Faden des Wandels hindurch zieht.
Dieses Album hat den deutlichsten emanzipatorischen Sprung, weg von dichten Klanggemälden und epischen Längen, hin zu knackigen Songstrukturen gemacht. Ja, wir haben auch hier noch ein Longtrack ('Dodo/Lurker'), das die Fahne der alten Zeiten hoch hält. Der Anfang kracht fulminant, bombastisch drauf los, unerwartet, eine richtige 'Wall of sound'. Aber die Melodien sind simpler, durchschaubarer, das Arrangement verschlankt.
Dies macht sich, vor allem, bei Pop-Liedchen, wie 'No Reply at All' oder natürlich der Collins-Schnulze 'Man on the Corner', bemerkbar. Hier wird schon offen und kompromisslos Pop gemacht, keine Frage.
Das Trommelspiel von Collins ist deutlich pointierter, erdiger geworden. Seit dem Vorgängeralbum 'Duke', spielt er sich deutlich in den Vordergrund. Er haut richtig böse drauf - bei der Aufnahme dieses Albums, musste man nämlich das Studio verstärkt schalldämmen! Das Trommelspiel auf diesem Album ist ein Geheimtip!
Das erste Stück 'Abacab' folgt stilistisch dem obigen 'Dodo/Lurker'. Es besteht ebenfalls aus zwei Teilen, der zweite Teil ist instrumentell und mündet in ein schönes, sehr athmosphärisches Gitarrensolo von Rutherford. Übrigens, ist auf diesem Album der letzte, erwähnenswerte Gitarrenspiel-Beitrag dieses Herren enthalten. Ähnliches gilt auch für sein Bassspiel.
Das Album hat noch Kanten, kommt teilweise noch richtig laut und rockig daher, so etwa auch Rutherfords Ballade 'Like it or Not'.
Zu erwähnen wäre auch Banks' reggae-mäßiges Stück 'Me and Sarah Jane', welches eine gute Symbiose zwischen rhythmischer Keyboardarbeit und Collins Drumming aufzeigt.
Collins' Gesang hat sich seit 'Duke' ebenfalls deutlich gewandelt. Der Herr lässt jetzt die Rockröhre heraus und die Stimme macht es noch sehr gut mit. Er singt jetzt richtig powervoll, laut, fetzig. Collins singt und spielt sich langsam aber stetig, deutlich in den Vordergrund der Band.
Banks liefert seine üblich hochqualitätive Keyboardarbeit. Das jetzt nur noch ansatzweise stattfindende Experimentieren, zeigt sich etwa in den Sounds, die er benutzt. Sie kommen roh, scharf, laut und heftig daher. So etwas gab es bis dato noch nicht.
Ebenso neu ist das dadaistisch-anmutende, total sinnlos-wirkende 'Who Dunnit?', welches die alten "Genesis-Jünger" nun definitiv vergrault haben dürfte. Dieses Stück war aber - so meine ich - von der Band nicht ernst gemeint :)
Ich finde, dass dieses Album ein sehr gutes Rock-(und POP)-Album ist, welches harte aber auch stimmungsvolle Stellen bietet.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Richtig gute Musik, 26. Februar 2010
Von 
Harald S. (Kurpfalz / Bad.-Württemb.) - Alle meine Rezensionen ansehen
Ich interessierte mich Anfang der 80er Jahre erstmalig aktiv für Musik und Abacab war eines der ersten Musikalben überhaupt, das ich mir kaufte. Ich erinnere mich dunkel, daß mir damals das Titellied, aber auch "No reply at all" sehr gut gefielen. Das Album ist dann für mich für ca. 25 Jahre in der Versenkung verschwunden, ich habe sogar irgendwann die LP weggeschmissen. Aber nun habe ich mir vor einigen Wochen dieses Album als CD/DVD erneut gekauft. Und ich bin noch mehr begeistert als damals! Wie damals von "Abacab" und "No reply ...", aber auch von "Man at the corner", "Keep it dark" und "Dodo/Lurker". Absolut geniale Songs.

Abacab ist 1981 erschienen und stellt für Genesis ein Übergangsalbum dar - zwischen den 70er Jahren, als man mit Peter Gabriel noch den "Progressive Rock" zelebrierte und den 80ern, als der Stil doch sehr poppig, kommerziell und radiotauglich wurde. Abacab ist also irgendwo im Genesis-Niemandsland angesiedelt und wohl deshalb von keinem so richtig geliebt und allgemein wenig geschätzt - den 70er-Fans bereits zu kommerziell, dem typischen Pop-Hörer noch zu komplex und schwierig.

Wenn man diese musikalisch-stilistischen Scharmützel außer acht läßt und das Album unvoreingenommen anhört, dann kann man sich an wirklich toller Musik erfreuen. Collins, Banks und Rutherford sind spitzen Musiker und spielen auf diesem Album ihre ganze Klasse aus. Für mich ein tolles Album, zwar mit 2 - 4 schwächeren, aber mit mindestens 5 super Songs.

Ein toller Bonus auch die beigelegte DVD, die Studio-Einspielungen der besten Lieder (Abacab, No reply at all, Man at the corner, Keep it dark) zeigt.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen besser als sein Ruf, 26. Februar 2013
Rezension bezieht sich auf: Abacab (Remastered) (Audio CD)
Die gute Bewertung bezieht sich auf die Musik und das phantastische Remastering der "Definitive Remaster Edition" 1994.
Die jetzt angebotene 2008er Remaster-Auflage,die eigentlich ein Remix ist,kriegt 0 Sterne.
1981,als "Abacab" erschien,also lange nach dem Ausstieg Peter Gabriels und Steve Hacketts aus der Band,hatte Phil Collins mehr und mehr Einfluß auf den Stil der Gruppe gewonnen.Auf diesem Album ist das schon viel deutlicher zu hören,als auf dem Vorgänger und Meisterwerk "Duke".Auf "Abacab" geht man schon in großen Schritten Richtung Kommerz-Pop,dennoch ist das Album Dank solcher Klasse-Stücke ,wie dem Titeltrack und des Banks-Songs "Me And Sarah Jane" sehr gut hörbar und trotz der vergleichsweise simplen Songstrukturen und der im Vergleich zu älteren Genesis-Alben deutlich uninspirierteren Herangehensweise deutlich besser,als sein Ruf.
Für Fans der "alten Sachen" viel zu oberflächlich und geradezu poppig,für (spätere) "Invisible Touch"-Fans noch viel zu "eigen",gehört es nicht gerade zu den beliebtesten Genesis-Arbeiten.Ein Totalausfall und für mich ein klarer Fall für die Skip-Taste ist "Who Dunnitt?".Hier ist der schlechte Einfluß des P.Collins auf die beiden Kollegen am deutlichsten zu hören.So ein ärgerlicher Zeitschinder macht das Album auch nicht beliebter.
Obwohl der Rest,Songs, wie "Dodo","Like It Or Not" ganz gut,aber nicht überragend sind,kann ich mich dazu durchringen,die Höchstnote zu vergeben,da "Abacab" noch weit,weit vom Absturz des Nachfolgers "Genesis" entfernt ist;dagegen ist "Abacab"richtig gut. 4,5 Sterne.
Daß Leute,die gehofft hatten,daß Genesis im Stile von "The Lamb..." weitermachen,oder wenigstens von "Duke", dieses Album hassen und nicht mehr als Genesis akzeptieren,kann ich nachvollziehen,weil mir das auch lieber gewesen wäre.
Dennoch kann ich diesem Album,mit gewissen Abstrichen,so einiges abgewinnen.
Der Klang der Schallplatte ist recht gut,die erste CD-Serie fürchterlich.Deutliche Besserung brachte das 94er Remastering der Herren Geoff Cunningham,Nick Davis und Chris Blair.Frischerer,transparenterer Sound ohne den heute fast üblich zu nennenden "Loudness-Race" und ohne das durch Übersteuerung entstehende Clipping.Klasse!
Die heute gepresste 2008er Serie ist von Tony Cousins nicht nur schlecht remastered (komprimiert ohne Ende,auch die SACD),Frequenzgang stark verändert,extrem laut,an all den schicken Reglern mal rumgespielt),nein sie ist auch noch von Nick Davis remixed worden.
Das gewohnte Lautstärke-Verhältnis der Instrumente/Stimme zueinander wurde massiv verändert,hier mal was leiser,da mal was in den Vordergrund gemixt.Als Bonusmaterial ("Alternativmix"),also mehr als Jux,sicher ganz nett,aber niemals als Ersatz für die authentische Originalabmischung,die jetzt einfach nicht mehr angeboten wird.
Mein Tip:Die 94er "Definitive Remaster Edition" (Restbestände) wird nicht mehr ewig erhältlich sein....
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Genesis in der Metamorphose, 10. August 2007
Die progressivsten Weltveränderer, die sich gegen das Establishment auflehnen, können zu kleinkarierten, konservativen Spießern werden (und folgend damit genau ihren Eltern) wenn es um Musik geht. Wie oft muss man sich das anhören: Ja, Genesis ist toll, aber natürlich nur die ALTEN Genesis, damals, als es nur Platten gab. Ja, Simple Minds waren toll, bevor sie auf die kommerzielle Schiene wechselten. Tocotronic haben echt ihren Ursprung verloren, sie haben ihre Idee verraten. Gäääähn...
Dass sich Bands, die älter als 5 Jahre sind weiterentwickeln, kommt solchen Menschen nicht in den Sinn.

ABACAB ist dafür eine Paradebeispiel. Ein mutiger Schritt für die Progpopband Genesis, der uns einige fantastische Songs bescherte und einen der erfolgreichsten Musiker der 90er hervorbrachte: Phil Collins. Und die Musik ist einfach gut. Zugegeben, anders als das, was davor war - aber dennoch gut. Den Titeltrack "Abacab" halte ich für einen der besten Genesissongs überhaupt.

Zu dieser Edition: Diese Neuausgabe mit Sack-Cd halte ich für nicht sinnvoll. Die Zusatzinfos auf der DVD sind nicht schlecht, verbessern das musikalische Erlebnis der Original-CD (noch vor der Remastered Edition)auch nicht. Das meiste Remastering ist nur ein Industriegag, damit die Leute fleißig weiterkaufen. Wer die alte Ausgabe hat, braucht das hier nicht wirklich. Ansonsten, wie gesagt; eine prima CD, die Genesis in der Entwicklung zwischen der unmittelbaren Post-Peter-Gabriel-Phase und der Popband der 90er zeigt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ABACAB - zwischen Schock und Sound, 28. Februar 2014
Von 
Polter, Rainer - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Abacab (Remastered) (Audio CD)
ABACAB müsste gar nicht so ein schreckliches Desaster sein.
Stellen wir uns einmal vor, ABACAB hätte 1981 als Vinyl so ausgesehen:

Seite 1:

01. Abacab (7.13)
02. You Might Recall (5:34)
03. Dodo/Lurker/Submarine/ Naminamu (14.99)

(Gesamtspielzeit: 27,46 = verdammt viel, aber machbar)

Seite 2:

04. Keep It Dark (4:37)
05. Me And Sarah Jane (6:04)
06. Another Record (4:44)
07. Me & Virgil (6:32)
08. Like It Or Not (5:01)

(Gesamtspielzeit: 26:18 = verdammt viel, aber machbar)

Das wäre meine Vorstellung für ein großartiges, frisches, energetisches Genesis-Album.

Bonus-Tracks für einen CD-Release:

09. Man On The Corner (4:32)
10. No Reply At All (4:49)
11. Paperlate (3:40)
12. Who Dunnit (3:42)
13. Abacab (Single-Edit) (4:16)

So hätte das Album für mich Sinn gemacht, denn es lässt mir die Möglichkeit,
es ohne zu skippen durchzuhören, und je nach Laune bei 09. oder 13.
abzuschalten.

ABACAB hätte ein gutes Genesis_Album werden können; was letztlich wurde, ist eine vergebene
Chance. Abacab machte es mir schwer, Genesis noch zu mögen. Der Abacab-Sound klingt aber
verdammt gut. Abacab hat Susbstanz, aber sie fiel allzu oft den Tisch herunter (Titelauswahl).
Ich hätte diese "Erneuerung" nicht gebraucht. Hatten Banks/Collins/Rutherford ohne Gabriel
und Hackett überhaupt die Substanz, auf bisherigem Niveau weiterzumachen? Eine ketzerische
Frage. Ich qüäle mich ja nun seit 1981 mit dieser Platte herum, und wünschte mir manchmal, ich
könnte es mir einfach machen, und sagen: Schwachsinn, Schnulli, brauch ich nicht. Aber (leider?)
stehen da, bei den kompletten Abacab-Sessions, neben schrecklichen Sakrilegen an der eigenen
Historie (für mich sind dies "Who Dunnit", "Paperlate", "No Reply At All" und "Man On The Corner"
neben mittelmäßigen Titeln (für mich: "Naminamu", "Submarine", "Another Record" und "Me & Virgil"
auch absolut begeisternde und großartige Titel (für mich: "Abacab", "Me And Sarah Jane", "Dodo/Lurker",
"You Might Recall", "Keep It Dark" und "Like It Or Not". Allen! Titeln gemeinsam ist so eine Art ungeheuere
Energie, ein Kraftfeld, welches sich vor allem durch die Art, wie Phil Collins sich schier die Seele aus dem
Leib trommelt, manifestiert. Neben der ungeheueren Enttäuschung bei meiner Ersthörung (das soll Genesis
sein?!) dieser Platte (es war erst 1983, die Live-Fassungen von "Three Sides Live" kannte ich da schon aus
dem Radio, Stimme der DDR, Duet - Music für den Recorder) registrierte ich aber auch (durch eine Art
innere Wahrnehmung, innere Gegenstimme), dass in diesem Album noch ein anderes, gutes, besseres
steckt (ähnlich wie bei "Tormato" von Yes) - eine Art vergebene Chance, deren Ansätze ein
Meisterwerk hätten ergeben können, wenn, - und das ist der Punkt, - die progressiven Erneuerungs-
Tendenzen (ähnlich wie bei King Crimson zur selben Zeit, da aber gelungener) nicht gleichzeitig
durch Simplifizierung und "Philinfizierung" konterminiert worden wären. Das "fertige" Album
wird (für mich) demnach wahrhaft zerrisen zwischen einem radiotauglichen Earth-Wind-and-Fire-
Bläser-FunkAnsatz, vermischt mit Gefühlsduselei (und dabei spielt es keine Rolle, ob der Komponist
und Hauptverantwortliche nun Collins heisst, oder die beiden anderen sich wünschen, sie würden auch
auch Collins heißen), und einem King-Crimson-Zeitähnlichen, progressiven Ansatz, welcher sich vor
allem bei "Dodo/Lurker" aufzeigt. Dabei können wir das Gegenargument "echte Bläser" bei diesem Titel
ignorieren, denn diese sind eindeutig non-Funk eingesetzt, könnten ebenso gut synthetisch sein. Auch
Punk-Einflüsse spielen eine Rolle; desgleichen Reggae. Der Sound vomn Genesis treibt auseinander,
und genauso unentschieden klingt dieses Album, zwischen allen Stühlen, nicht Fisch noch U-Boot.

Zu allem Überfuss machten die durch die beschränkte Spieldauer einer Langspielplatte damals, 1981,
es notwendig, Titel wegzulassen, und wenn Bob Dylans "Feingefühl" dafür, stets die falschen Titel zu
wählen, noch übertroffen werden kann, dann hier von Genesis. Damit kommen wir zur Berechtigung
des "Complete Abacab" - Bootlegs, welches sozusagen die Sahnetorte neu formatiert - für mich nicht
in allen Teilen gelungen, aber immerhin: Es wird (durch die Montage von "Dodo/Luker/Submarine/Naminamu")
deutlich aufgezeigt, was dieser Titel für ein Potenzial hat. Plötzlich funktionieren die beiden, für sich
ansonsten irgendwie verloren stehenden Instrumentals; machen aus einem ohnehin schon sehr guten
Titel beinah einen substantiell unschlagbaren Longtrack, mit einer Art "Nachglühen" bei "Submarine" nach all
der Action, die dann bei "Naninamu" noch einmal auflodert. "You Might Recall" ist ein großartiger Titel,
der sich wunderbar nach "Abacab" einfügt; und dort hätte er auch von Anfang an hingehört. Auch "Me & Virgil"
funktioniert sehr gut; ebenfalls als "Ruhe nach dem Sturm"; als Konzentrationserneuerer (durch Loslassen).
Das Roger-Mc-Guinn-ähnliche Solo von Rutherford lässt erneut aufhorchen, macht aus einem eher schwachen
Titel letztlich doch noch einen Hinhörer. Über die Großartigkeit von "Me And Sarah Jane" muß man nicht weiter
reden. "Another Record" hatte bei mir immer einen schweren Stand als Schlusslicht, letztlich mochte ich es nie
und skippte es. Stellt man es aber irgendwo in die Mitte der Platte, vorzugsweise nach "Me And Sarah Jane",
funktioniert es plötzlich. "Like It Or Not" - viele mochten es nicht, für mich war es immer einer der Gründe,
dass Album doch mal wieder auzulegen - es bewegt sich auf ähnlich hohem Niveau wie "You Might Recall".

Ist ABACAB ein gutes Album? Meine Antwort lautet:

1. Es kommt darauf an, ob man es mit DUKE (nein) vergleicht, oder mit dem Backförmchenalbum (ja).
Wäre es eine Collins-Solo-Platte: Ein Meisterwerk!
2. Es könnte ein viel besseres Album sein, wäre die Genesis-untypischen Titel weggelassen worden.

Der sogenannte "Complete-ABACAB-Bootleg ist also eine berechtigte "Notlösung einmal anders",
er lindert die Not, die das infernalische Trio kreiert hat. Als ich ihn hörte, fiel mir jedoch auf, dass er
qualitativ gegenüber den Mixen von Nick Davis und Hugh Padgham abfällt; dass die Klanqualität
leider wirklich nur Bootleg ist - und dies bei offiziellen Aufnahmen. Sie klingen recht dumpf, es handelt
sich offensichtlich um unausbalancierte Rohmixe, hier und da fehlt etwas, oder ist arg in den
Hintergrund gemischt, wie zum Beispiel der Gesang bei "Paperlate", oder die Gitarre am Anfang
von "You Might Recall". Desweiteren hört man das Aus-und-Einzählen der Titel, das jaulende
Einschalten des Roland-Drumcomputers, den Fehlansatz von Mike vor "Keep it Dark", um nur
einiges zu nennen? Brauche ich das eigentlich? Meine Antwort war: Nein! Warum sollte ich
in schlechter und unvollkommener Qualität hören, was mit den Nick-Davis-Remixen doch in
Heimarbeit selbst zusammenzubauen geht?! Was mir das Bootleg aber wunderbar zeigte, war,
wie "Dodo/Lurker/Submarine/ Naminamu" - richtig, und ohne Pausen montiert - funktionieren
(was ich nie für möglich gehalten hätte). So, und nicht anders, wollte ich diese Titel von nun
an hören, aber nicht in Bootleg-Qualität! Also baute ich die Platte so zusammen, und siehe da,
es funktionierte! Was hat das Bootleg, was die Originale nicht haben? Nur ein einziges,
vermeintliches Plus: "Paperlate" wird nicht ausgeblendet. Man hört aber auch, warum es die
bessere Entscheidung war, es schließlich doch auszublenden.

Die Nick-Davis-Remixe (für mich ist seine Arbeit bei Genesis ansonsten arg mißlungen)
sind diesmal wirklich großartig, stellen viele bislang untergegangene Details heraus, ohne
den Original-Charakter (wie sonst bei ihm) zu verfälschen. Zwei Kritikpunkte trotzdem:
Der wunderbare drum-sound des originalen Hugh-Padgham-Mixes wurde aufgegeben
(nicht, dass es jetzt schlecht klingen würde; aber es ist nicht mehr das, was mich früher
an der Platte so begeistert hat); und der Mix von "Me And Sarah Jane" stellt den Gesang
im Mittelteil unnötiger Weise und Lied-undienlich an en Rand; nimmt die Kraft und das
Volumen heraus, schade.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abacab von 1981, 19. Juli 2011
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Abacab (Audio CD)
Tja, an diesem Album scheiden sich die Geister. Die alten Fans hatten jetzt endgültig die Nase von dem Pop Rock der Gruppe voll. Dafür gewannen die drei Musiker jede Menge neue Fans hinzu, die teilweise die alten Stücke gar nicht kannten.

Ich persönlich finde das "Abacab" das wohl schwächste Album in der langen Karriere von Genesis ist. Klar, mir gefällt der poppige Stil nicht so gut. Es sind aber auch einfach wenig gute Songs vorhanden, dann wäre mir das poppige noch fast egal. Ich bin auch nicht der Meinung, dass die Gruppe sich musikalisch verändern musste. Sie hätten nur auf viele Millionen verzichtet, hätten sie weiter den Artrock der "Trick Of The Tail"-Zeit gespielt. Von den Alben mit Peter Gabriel gar nicht zu reden.

Na ja, es ist wie es ist. Der Titelsong ist richtig stark. Alle drei können glänzen. Dann wird es schon schwierig. `Me and Sarah Jane` und `Dodo/Lurker` sind auch noch gute Songs. Dafür ist `Who dunnit' grottenschlecht. Und die übrigen Songs sind Durschschnittsware, mehr nicht.
3 Sterne (mit beiden Augen zugedrückt) für "Abacab", mehr ist nicht drinn. Spätestens ab diesem Album haben wir es mit einer anderen Band zu tun.

Tony Banks - Keyboards
Phil Collins - Drums, Vocals
Mike Rutherford - Bass, Guitars

Genesis haben selber produziert mit etwas Hilfe von Hugh Padgham.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abacab von 1981, 19. Juli 2011
Von 
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(TOP 1000 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Abacab (Remastered) (Audio CD)
Tja, an diesem Album scheiden sich die Geister. Die alten Fans hatten jetzt endgültig die Nase von dem Pop Rock der Gruppe voll. Dafür gewannen die drei Musiker jede Menge neue Fans hinzu, die teilweise die alten Stücke gar nicht kannten.

Ich persönlich finde das "Abacab" das wohl schwächste Album in der langen Karriere von Genesis ist. Klar, mir gefällt der poppige Stil nicht so gut. Es sind aber auch einfach wenig gute Songs vorhanden, dann wäre mir das poppige noch fast egal. Ich bin auch nicht der Meinung, dass die Gruppe sich musikalisch verändern musste. Sie hätten nur auf viele Millionen verzichtet, hätten sie weiter den Artrock der "Trick Of The Tail"-Zeit gespielt. Von den Alben mit Peter Gabriel gar nicht zu reden.

Na ja, es ist wie es ist. Der Titelsong ist richtig stark. Alle drei können glänzen. Dann wird es schon schwierig. `Me and Sarah Jane` und `Dodo/Lurker` sind auch noch gute Songs. Dafür ist `Who dunnit' grottenschlecht. Und die übrigen Songs sind Durschschnittsware, mehr nicht.
3 Sterne (mit beiden Augen zugedrückt) für "Abacab", mehr ist nicht drinn. Spätestens ab diesem Album haben wir es mit einer anderen Band zu tun.

Tony Banks - Keyboards
Phil Collins - Drums, Vocals
Mike Rutherford - Bass, Guitars

Produktion: Genesis mit etwas Hilfe von Hugh Padgham.
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5.0 von 5 Sternen Fantastisch!, 17. September 2008
Kinder-Rezension
Rezension bezieht sich auf: Abacab (Audio CD)
Man kann es nicht mehr hören...das ist kein Prog-Rock mehr, Genesis ist am Ende, die Quatität ist dahin, alles ohne Peter Gabriel ist Mist, Genesis macht nur noch Pop-Musik bla bla bla.
Und wenn schon, Hauptsache ist doch, das die Musik gut ist, und das ist sie! Genesis hat entrümpelt, und erkannt, das die 80er beginnen.
Ja die 80er waren angebrochen, die 70er waren vorbei!
(Ich mag die 70er auch sehr, aber den Sound musste Genesis ändern,
mit dem 70er Sound wären sie schnell Pleite gegangen und in Vergessenheit geraten...das sieht man ja an diversen anderen Gruppen aus dieser Zeit
die sich nicht geändert haben).
Wie gesagt, der Sound ist entstaubt...der Titelsong 'Abacab' klingt druckvoll und frisch, welch ein Beat!
'No reply at all' - super Bassline, klasse Drums, tolle Bläser und Phil
Collins gesanglich in Höchstform - nie klang er so funky!
(Für mich der Beste Genesis-Song überhaupt, völlig unterschätzt und
in den damaligen Charts weit unter Wert plaziert).
'Man on the corner' ist ein langsamer Song, mit herausragenden Drums und guten Vocals.
Aber auch 'Like it or not' & 'Another record' bestechen durch eingänige Melodien und perfekte Instrumentalisierung.
'Who dunnit?' interessant, gewöhnungsbedürftig, aber interessant!
Auch für die Fans der 'alten' Genesis ist was dabei...'Dodo' & 'Me and Sarah Jane'..auch nicht übel.

Alles in allem für mich das Beste Genesis Album überhaupt.
Einfach mal unvoreingenommen anhören...dann wird sich die Qualitat dieser
Platte sicher fast jedem erschliessen!

Viel Spass dabei.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Abacab von 1981, 26. November 2006
Von 
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Rezension bezieht sich auf: Abacab (Audio CD)
Tja, an diesem Album scheiden sich die Geister. Die alten Fans hatten jetzt endgültig die Nase von dem Pop Rock der Gruppe voll. Dafür gewannen die drei Musiker jede Menge neue Fans hinzu, die teilweise die alten Stücke gar nicht kannten.

Ich persönlich finde das "Abacab" das wohl schwächste Album in der langen Karriere von Genesis ist. Klar, mir gefällt der poppige Stil nicht so gut. Es sind aber auch einfach wenig gute Songs vorhanden, dann wäre mir das poppige noch fast egal. Ich bin auch nicht der Meinung, dass die Gruppe sich musikalisch verändern musste. Sie hätten nur auf viele Millionen verzichtet, hätten sie weiter den Artrock der "Trick Of The Tail"-Zeit gespielt. Von den Alben mit Peter Gabriel gar nicht zu reden.

Na ja, es ist wie es ist. Der Titelsong ist richtig stark. Alle drei können glänzen. Dann wird es schon schwierig. `Me and Sarah Jane` und `Dodo/Lurker` sind auch noch gute Songs. Dafür ist `Who dunnit' grottenschlecht. Und die übrigen Songs sind Durschschnittsware, mehr nicht.
3 Sterne (mit beiden Augen zugedrückt) für "Abacab", mehr ist nicht drinn. Spätestens ab diesem Album haben wir es mit einer anderen Band zu tun.

Tony Banks - Keyboards
Phil Collins - Drums, Vocals
Mike Rutherford - Bass, Guitars

Produktion: Genesis mit Hilfe von Hugh Padgham.
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Abacab (Remastered)
Abacab (Remastered) von Genesis (Audio CD - 2008)
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