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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trentsetter
Mit diesem Album hat Trent Reznor wohl eine musikalische Geisteslücke geschlossen- Bei ihm selbst und wohl bei allen glücklichen Hörern dieser LP. Eigentlich dachte ich dass DAS Album von NIN für immer "The Fragile" bleiben wird.

Ghosts ist wohl das eindruckvollste was ich bis jetzt von NIN gehört habe. Rein Instrumental wird genau das...
Veröffentlicht am 16. Dezember 2009 von S!ME!

versus
16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Instrumental-Mammutwerk mit wenig Zugang...
Der arbeitswütige Trent Reznor ist wieder am Start und bietet uns mit seiner Band Nine Inch Nails ein neues Album namens Ghosts, das aber keine neue Platte in herkömmlicher Sicht ist. Denn die Doppel-CD besteht aus 36 Instrumental-Stücken, die über die gesamte Spielzeit gänzlich ohne Gesang auskommen und den Hörer auf eine visuell und...
Veröffentlicht am 27. Juli 2008 von Mathias Klammer


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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Trentsetter, 16. Dezember 2009
Rezension bezieht sich auf: Ghosts I-IV [Vinyl LP] (Vinyl)
Mit diesem Album hat Trent Reznor wohl eine musikalische Geisteslücke geschlossen- Bei ihm selbst und wohl bei allen glücklichen Hörern dieser LP. Eigentlich dachte ich dass DAS Album von NIN für immer "The Fragile" bleiben wird.

Ghosts ist wohl das eindruckvollste was ich bis jetzt von NIN gehört habe. Rein Instrumental wird genau das auf 4 Lps zelebriert was NIN ausmacht. Die Seele von NIN ist eingefangen. (und steht bei mir im Regal)

Gewohnter Verstörerische eigenwillige Industrialmixtur- Elektronik; Rock (aber die fette Abteilung des Rocks) ; Pianohäuche ... sind die Bauherren diese Albums.(wer sonst). Durch und durch groovig. Mal hart ,mal härter, mal sanft, mal federleicht.
Hirnlegobaustein für Hirnlegobaustein entsteht das Geisterhaus auf einem reservierten Platz im Zuhörer. Die Melodien nisten sich ein und werden hoffentlich für immer bleiben.
Dieses ALbum ist ein Vinyl Pflichtstück. Eigentlich sollte es davon gar keine CD , geschweige denn MP3 Files geben.
Das Album eignet sich zum Tagträumen genauso gut wie für eine intensive musikalische Auseinandersetzung, denn die Leichtigkeit der Songs ist sehr komplex.

Es hat ein bisschen was spaciges, das sich auf einem fetten Fundament selbst gestaltet.
Für jeden NIN Fan ein Muss, auch für die, denen instrumentale Musik zu langweilig ist. Diese werden hier belehrt werden dass Musik genauso gut ohne Gesang funktionieren kann.

Trent Reznor ist noch lange nicht tot
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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das höchste der Gefühle...für 5$, 12. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Ghosts I - IV (Dig) (Audio CD)
"Soon..." so war Trents Aussage auf seiner nin.com und keiner wusste genau worum es geht. Meinte er das Ende der Welt oder die bevorstehende Präsidentschaftswahl in Amerika?
Bekannt war nur, dass er an neuem Material für ein neues Album arbeitet. Doch dann plötzlich, sowie unerwartet, erscheint auf der Homepage das neue Album "Ghost I" und lässt alle Server abstürzen, da das ganze noch zum eher lächerlichen Preis von 5$ angeboten wurde (als Download).
Aber was verbirgt sich letztendlich hinter diesem mysteriösen Album?

Ich wage es zu behaupten, dass es sich um das emotionalste Werk von Nine Inch Nails handelt. Wir erfahren 2 Stunden lang die pure Essenz von Trents Kreativität, die uns teils in melancholische, verspielt komplexe und wiederum einfache Welten führt. Es herrscht in der Tat ein Kontrast von Liedern, die sehr einfach gestrickt sind und auf dem Prinzip des Ostinatos aufgebaut sind. Andere Lieder sind anspruchsvoller, bauen auf Intensität und bilden einen riesigen Spannungsbogen um am Ende wieder aufgelöst in das nächste "Bild" zu münden. Die rein instrumentale Komposition lässt dem Zuhörer viel mehr Spielraum, er interprätiert jedes Lied nach seinen Vorstellung und seiner Gefühlslage. Man könnte sagen, dass es zu unseren alltäglichen Tagträumen jetzt einen Soundtrack gibt.
Erfreulich ist die Vielfältigkeit der auftretenden Genres wie Electronica, Rock, Minimalistic music, Industrial und noch mehr.
Was aber NIN Freunde am meisten befriedigen dürfte ist die große Anzahl an Klavierpartien auf dem Album. Hier wurden gleich mehrere Stücke dem Instrument gewidmet, durch welches Reznor seine Gefühle am besten kanalisieren dürfte. Diese Affinität war schon vorher stark ausgeprägt, da auf fast jedem Album eigentlich ein Klavierstück dabeisein musste ("The Frail", "Something I can Never Have", "Right Where It Belongs" etc.). Jetzt durfte er sich ein bisschen mehr austoben, da das Konzept es ihm erlaubte.

Irgendwie faszinierend. Damals mussten NIN- Anhänger in regelmäßigen 5 Jahresabständen auf ein neues Album warten und jetzt erleben wir Herrn Reznor in einer neuen Blütezeit des Schaffens, die noch anscheinend lange anhaltend wird. Ich bin froh diese Zeit erleben zu dürfen.
Ich gebe dem ersten Teil der Ghost Serie 5 Sterne. Die höchste Punktzahl für eine Band, die es schafft in der heutigen Zeit ehrliche und gute Musik zu machen.
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5.0 von 5 Sternen gut gelungen und etwas neues in meiner CD sammlung, 21. August 2009
Rezension bezieht sich auf: Ghosts I - IV (Dig) (Audio CD)
nun ja, dieses album ist das erste das ich von NIN gekauft habe, und deshalb werde und kann ich auch nicht irgendwelche vorgängeralben damit vergleichen oder in frage stellen. als ich dieses prachtstück erworbenhabe hörte ich es vieleicht 2mal durch und hatte es dann, nicht so überweltigend empfunden "vergessen". nach gewisser zeit aber schlich es sich doch wieder mal in meine anlage und ich war sehr überrascht. es hat mir mit jedem mal hören besser gefallen, was auch daran liegt das man sich erstmal einen orientirungs überblick über die große masse der nur, schwer zu unterscheidenden liedernamen liegen kann, verschaffen muss.
ja ansonsten kann ich zu der musik nur sagen das sie sehr abwechslungsreich erscheint.
manche lieder (ich werde jetzt nicht aufzählen welche wo dazugehören) sind ganz ruhig nur mit dem klavier gespielt und einigen sounds darübergelegt, andere hingegen wirken hart, agresiv und mechanisch, mit enorm verzerrten gitarren und synthies (oftmals bin ich mir garnicht so sicher was nun was ist), und diesen schön abgehakten drums. kurze spiele mit einem xylophon findet man auch hin und wieder. einige songs beinhalten auch stille und schnelle, harte stellen in sich wo man nicht sicher ist ob es noch zu dem lied gehört oder nicht. einfache soundcolagen hat er auch mit in den tagtraumlieferanten einbezogen. seltener kann man leicht psychedelisch angehauchte tracks finden. viele der stücke sind aber in der tat recht hypnotischer gestalt unterzogen.

alles in allem ein sehr abwechslungsreiches album das man ambesten komplett (beide CD's hintereinander) ohne lieder weg zu drücken, anhört.
es ist eine tolle inspirationsquelle, oder einfach nur, gedanklichen fernab sein.

ich hoffe ich konnte euch das album ausreichend befriedigend vorstellen, und bewust machen was euch da erwartet.
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5.0 von 5 Sternen "Music For Daydreams", 8. August 2009
Von 
Stephan Braun (Hamburg) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Ghosts I - IV (Dig) (Audio CD)
Als ich das erste Mal reingehört habe war ich etwas enttäuscht,nach gut fünfzehn Durchläufe kann ich ohne Zweifel behaupten das Trent Reznor wieder mal ein ganz grosser Wurf gelungen ist.Wer einmal richtig in dieses Album versunken ist wird süchtig danach.Wenn man weiss aus welchen Beweggründen das Album entstanden ist umso beeindruckender das ganze,ich zitiere mal...

[Quelle:NIN.com]

"I've been considering and wanting to make this kind of record for years, but by its very nature it wouldn't have made sense until this point. This collection of music is the result of working from a very visual perspective - dressing imagined locations and scenarios with sound and texture; a soundtrack for daydreams. I'm very pleased with the result and the ability to present it directly to you without interference. I hope you enjoy the first four volumes of Ghosts.
This music arrived unexpectedly as the result of an experiment. The rules were as follows: 10 weeks, no clear agenda, no overthinking, everything driven by impulse. Whatever happens during that time gets released as... something.

The team: Atticus Ross, Alan Moulder and myself with some help from Alessandro Cortini, Adrian Belew and Brian Viglione. Rob Sheridan collaborated with Artist in Residence (A+R) to create the accompanying visual and physical aesthetic.

We began improvising and let the music decide the direction. Eyes were closed, hands played instruments and it began. Within a matter of days it became clear we were on to something, and a lot of material began appearing. What we thought could be a five song EP became much more. I invited some friends over to join in and we all enjoyed the process of collaborating on this.

More volumes of Ghosts are likely to appear in the future."

- Trent Reznor, March 2, 2008

[Quelle:NIN.com]

Ich bin jedenfalls von dem Projekt sehr angetan und kann,zumindest dem geneigten Fan,absolut weiter empfehlen.
Aber wie gesagt,es braucht sicher einige Durchgänge damit sich das Album voll entfalten kann(Aber war es bisher nicht mit jedem NIN-Album so?!)Ist dies geschehen saugt es einen förmlich auf!
"Ghosts" soll in Zukunft laut TR fortgesetzt werden...und ich bete dafür!!!
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4.0 von 5 Sternen NIN Qualität mit neuem Konzept, 28. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Ghosts I - IV (Dig) (Audio CD)
Diese Produktion ist kein Album im herkömmlichen Sinn: Zu kurz sind die Stücke, kein Gesang, noch dazu ohne Namen - nur durchnummeriert. Jedes Stück hat meist nur ein Thema, das sehr kurz zitiert wird und zuweilen aprupt endet. Ich glaube, das ist durchaus so gewollt - so wie Aphorismen in der Literatur, also keine unfertigen Stücke, sondern kurze "Sound-Aphorismen".

Dies alles aber in gewohnter NIN-Qualität, mit wunderbaren Klaviereinlagen (mitunter die Klavier-Samples nicht "gestimmt"), tendenziell ruhig, ohne langweilig zu sein, mitunter wüst und laut. Ein Album, das genau gehört werden will.

Warum "nur" 4 Sterne? Manche der kurzen Stücke haben soviel Potenzial, dass man sie dann doch gern als "ausgewachsene Stücke" in voller Länge hören möchte. Vielleicht ändert sich das noch mit der Zeit, NIN-Werke (gerade die Instrumentalstücke) reifen ja mit der Zeit immer mehr beim Zuhören heran.

Wie an anderer Stelle zu lesen ist: "Trent Reznor ist unfähig, schlechte Songs zu schreiben." Dem kann ich nur beipflichten.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein Experiment, 4. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Ghosts I - IV (Dig) (Audio CD)
Nine Inch Nails. Halo 26. Ghosts I-IV. Mit diesem Werk liefert Trent Reznor sicher ein Album, an dem sich die Geister scheiden, was auch innerhalb der Fangemeinde zutreffen dürfte. Denn wenn man Ghosts I-IV in den NIN-Gesamtkontext einordnet, stellt es sich ganz klar als von der Norm abweichendes Experiment dar. Zum einen und vor allem, weil es ein reines Instrumental-Album ist, bei dem Mastermind Reznor gänzlich auf den sonst doch sehr vordergründigen Gesang verzichtet, und das über eine Doppelalbumlänge von 36 Stücken. Zum anderen ist Ghosts I-IV ein Experiment aufgrund der Rahmenbedingungen, unter denen es entstanden ist: Das Material für das Album wurde in gerade mal zehn Wochen zusammengestellt, wodurch sich das siebte Major-Release der Nine Inch Nails gravierend von den Vorgängern unterscheidet, für die sich Reznor mitunter Jahre an Zeit genommen hat (z.B.The Fragile). Resultierend daraus zeugt Ghosts I-IV auch mehr von Spontanität als von exzessiver Ausgefeiltheit.
Wie sieht nun das Resultat dieses Versuchs aus? War das Experiment ein Erfolg? Die Antwort darauf muss differenziert ausfallen. Wie gesagt, wird nicht jeder etwas mit Ghosts I-IV anfangen können. Man merkt den 36 Tracks eindeutig an, dass sie unter relativem Zeitdruck entstanden sind, denn sie sind kurz gehalten (durchschnittlich wohl unter drei Minuten) und weisen relativ wenig Komplexität auf, vor allem im Vergleich zu früherem NIN-Material. Es handelt sich bei den Tracks, so hat es den Anschein, auch eher nur um einzelne Ideen als um komplette, eigenständige Songs, die für sich selbst stehen könnten. Diese Ideen, die durchaus zu gefallen wissen, werden dann auch nur angeschnitten, man sieht quasi nur die Spitze des Eisbergs, ausgeführt werden sie nicht. Das Ganze mag somit ein wenig oberflächlich erscheinen.
Musikalisch gesehen bleibt Trent Reznor wohl auch hinter den Möglichkeiten eines Instrumental-Albums zurück, denn was er liefert, ist zwar eine solide Mischung aus sanften Pianoparts und typisch verstörenden Elektrostücken, aber im Grunde nichts Neues, er beschreitet nicht wirklich neue Pfade. Ghosts I-IV ist eben NIN, nur ohne Gesang. Nine Inch Nails minus Gesang. Und hier wird auch deutlich, wie wichtig, wie essentiel Reznors Gesang tatsächlich für das Projekt Nine Inch Nails ist. Man erkennt zwar alles eindeutig als Nine Inch Nails, aber hier und da würde
Reznors Stimme den Stücken doch etwas mehr Struktur verleihen können, auch etwas mehr Würze, die doch manchmal vermisst wird. In besagter Abwesenheit des Gesangs liegt wohl auch der grösste Kritikpunkt derer, die sich mit dem Album nicht anfreunden können, weil sie Reznors Stimme ' zu Recht ' als tragendes Element der Nine Inch Nails sehen. Eben diese werden an Ghosts I-IV keinen großen Gefallen finden. Doch die Tatsache, dass das Album ohne stimmliche Akzente auskommt, hat nicht nur negative Auswirkungen.
Auf der CD-Hülle findet sich ein Aufkleber mit den Worten 'Soundtracks for Daydreams', was der Realität durchaus nahe kommt. Ghosts I-IV hat in der Tat etwas Traumhaftes, fast schon Meditatives, wenngleich 'meditativ' im Zusammenhang mit den typisch entrückenden Geräuschkulissen der NIN nicht das richtige Wort sein mag, aber das Album lädt auf jeden Fall dazu ein, sich in der NIN-eigenen Atmosphäre treiben zu lassen, was eventuell tatsächlich durch das Fernbleiben von jeglichem Gesang unterstützt wird, vor allem, weil die wunderschönen Piano-Parts so noch stärker zu wirken scheinen. Generell sollte man also Ghosts I-IV nicht zu voreilig als Niete abstempeln und im Regal verschwinden lassen. Das Album ist definitiv nicht die herausragendste Leistung Reznor's - bei weitem nicht, wie ich finde - doch bietet es nichtsdestotrotz einige hörenswerte Perlen, die nicht zu verachten sind. I:7 fährt dem Hörer wie Strom durch die Glieder, wirkt geradezu elektrifizierend, und das Aufmerksamkeit erzeugende III:19 scheppert in bester NIN-Manier. Als durchaus gelungen muss man beispielsweise auch das treibende III:24 sowie IV:28, IV:31 und IV:35 sehen, bei denen sich allen voran die Gastmusiker Allesandro Cortini (Ladytron) und Adrian Belew (King Crimson) hervorzutun wissen. Den Höhepunkt von Ghosts I-IV markiert meiner Meinung nach IV:33 mit seiner düsteren Atmosphäre, seinem durchdringenden Bass und einem Beat, der ein wenig an den Hit Closer erinnert.
Was mich auf diesem Instrumental-Album, welches stilistisch beinahe alle NIN-Phasen anschneidet, positiv überrascht, ist die Tatsache, dass Trent Reznor den Verzicht auf Gesang nicht krampfhaft durch Effekthascherei zu kompensieren versucht. Demzufolge empfinde ich Ghosts I-IV auch nicht als unmotiviert, wie ich es manch anderer Kritik entnehmen konnte, sondern als ungezwungen. Auch wenn die Stücke wie bereits erwähnt recht kurz sind, geht man die Sache gelassen an und versucht nicht, den fehlenden Gesang zwanghaft zu ersetzen. Man belässt es einfach bei etwas weniger als sonst, und tut gut daran.
Wie fällt nun das Fazit aus? Schwierig. Ghosts I-IV ist ein gelungenes, ein befriedigendes Album, auf dem sich Trent Reznor musikalisch selbst treu bleibt und hundert Prozent Nine Inch Nails lebt. Ghosts I-IV lässt aber als Instrumental-Album teilweise doch sehr zu wünschen übrig, eben weil der Tiefgang und der Sinn für das Detail fehlen (dass nicht gesungen wird, empfinde ich prinzipiell nicht als schlecht, weil so die Möglichkeit eröffnet wird, sich auf andere Dinge zu konzentrieren). Insgesamt erscheint das Ganze irgendwie als nicht fertig, nicht abgerundet, voreilig abgeschlossen. Mancher wird sagen, Reznor hätte ein echt gelungenes Album abliefern können, sofern er sich doppelt so viel Zeit genommen und das Material halbiert bzw. anders arrangiert hätte. Doch war es überhaupt die Zielsetzung von Reznor, ein für sich stehendes Album, ein ausgefeiltes Werk in der Tradition von Alben wie 'The Downward Spiral' oder 'The Fragile' zu liefern? Ich glaube nicht. Vielmehr führt Reznor hier wohl eine Idee fort, ein vor einiger Zeit gestartetes Experiment, bei dem die Grenzen zwischen Künstler und Publikum zu verschwimmen scheinen. Denn auch bei Ghosts I-IV lädt er seine Fans mit dem Angebot entsprechender Software aktiv dazu ein, die Tracks neu zu arrangieren, an ihnen herumzubasteln, und sie dann für alle zugänglich ins Netz zu stellen. Er überlässt es also quasi dem Publikum, Ghosts I-IV zu Ende zu führen und etwas daraus zu machen. Er liefert lediglich einen Baukasten, ein paar Bausteine, die zur Partizipation und zur Kreativität einladen sollen. Es dürfte wohl auch kein Zufall sein, dass er die Tracks lediglich mit Nummern und nicht mit echten Titeln versehen hat. Somit bestätigt sich einmal mehr, dass Ghosts I-IV aus der Reihe fällt, ein Experiment ist, was konsequenterweise auch den direkten Vergleich mit früheren Alben verbietet.

Ebenso differenziert wie die Betrachtung des Albums muss nun auch die Kaufempfehlung ausfallen: Ghosts I-IV ist eindeutig nicht repräsentativ für die Nine Inch Nails, was meiner Abhandlung zu entnehmen ist. Somit würde ich einem NIN-Einsteiger von diesem Album abraten. Er täte sicher besser an jedem anderem Studioalbum der Vergangenheit.
Für eingefleischte Fans dagegen ist Ghosts I-IV eigentlich ein Muss, sofern man sich damit abfinden kann, dass auf diesem Album eben nicht gesungen wird. Es handelt sich einfach um eine andere Herangehensweise, die verdeutlicht, dass die NIN weit mehr sind als nur Gesang, was echten NIN-Fans aber ohnehin klar sein sollte.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geiler Soundtrack!, 5. April 2008
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ghosts I - IV (Dig) (Audio CD)
Als ich zum ersten mal von der 'Ghosts' hörte, dachte ich "Was? Der soll keine Zeit verschwenden und ein richtiges Album rausbringen". Mittlerweile sehe ich das anders. Ich finde die meisten Tracks richtig klasse und höre sie momentan zu jeder Gelegenheit. Das ganze hat irgendwie Soundtrack-Charakter.
Die Tracks sind alle recht unterschiedlich und meiner Erfahrung nach kann man damit schnell Leute infizieren, die nie zuvor was von NIN gehört haben.

Dennoch freue ich mich auf das nächste "richtige" Album. ;)
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Göttlich! Ein Meisterwerk!, 12. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Ghosts I - IV (Dig) (Audio CD)
Hut ab - 2007 waren NIN so kreativ wie noch nie.Zuerst erschien mit "Beside you in Time" eine Live DVD , dann kurz darauf mit "Year Zero" ein neues Studio Album und im Dezember 2007 kam dann noch das Remix Album zum YZ Album heraus.
Und nun gibt es schon wieder neues von der Band: Unglaublich was dieser Mr.Reznor seit der Gründung 1988 mit dieser Band auf die Beine stellt und noch viel unglaublicher ist dieses neue Album.
Zum einen deshalb weil NIN trotz Riesen Erfolges mal eben auf ihr Label pfeifen und nun alles selber in die Hand nehmen und das erste Produkt dieses Versuches liegt nun bald mit GHOST 1-4 vor - ein 36 Track umfassendes Instrumental Album der wohl besten Industrial Rock Band überhaupt!
Auf diesem Meisterwerk frönt Mr.Reznor wieder mal seiner Liebe zu Instrumental Songs , diese haben NIN bereits auf diversen Soundtracks schon aufgefahren oder als kurze Zwischenstücke ihrer regulären Alben , aber noch nie zuvor wie nun auf einem ganzen Album!
NIN betreten mit GHOST also wieder ein neues Gebiet in ihrer Karierre und unterstreichen damit wieder ihren Ausnahmestatus in der Musikszene und beweisen erneut das sie einer der besten und mutigsten Bands unserer Zeit sind.
Die 36 Songs pendeln zwischen typischen NIN Soundlandschaften umher - mal ruhig und sphärisch , dann verschroben und sperrig und dann auch wieder relativ treibend bis aggresiv!
Trent Reznor ist halt ein Perfektionist mit einer Vision und diese lebt er auf diesem göttlichen und meisterlichen Epos erneut aus und bringt seine Band ein erhebliches Stück weiter wo sie auch hingehören: In den Musikolymp!
Sicherlich: dieses Album ist nicht mal eben zum Nebenbeihören und wird warscheinlich auch nicht in irgendwelchen Clubs zu hören sein - doch für NIN Fans ist dieses amtliche Teil ein wahres Bonbon: Da werden Erinnerrungen wach an Instrumental Tracks früherer Zeit wie etwa "A Warm Place" oder "Help me i am in hell" sowie zu den Songs des QUAKE Soundtracks - ein Gedicht für Ohren und für die Phantasie des Hörers!

Wie bereits erwähnt gibt es dieses Album bisher nur als legalen Download auf der NIN Homepage.
Ich habe mir da schon die DELUXE VERSION bestellt mit 2 CD s , DVD und Blu Ray Disc sowie einem sensationellen Booklet.
Solange bleiben mir nur die MP 3 Files die ich nach der Bezahlung für dieses schöne Teil hingeblettert habe - und darauf basiert auch die Rezension!
GHOSTS 1-4 ist schon jetzt ein Meisterwerk in der Geschichte der Band und auch wenn es irgendwelche Strickpulliträger wieder anders sehen: Dieses Album verändert mal wieder die Musikwelt!
Das schaffen nur NIN - und nicht irgendwelche Alternative Combos die eine Ehe mit MTV oder ähnlichen Musiksendern eingegangen sind - das hier nennt man Musik!
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16 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Instrumental-Mammutwerk mit wenig Zugang..., 27. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Ghosts I - IV (Dig) (Audio CD)
Der arbeitswütige Trent Reznor ist wieder am Start und bietet uns mit seiner Band Nine Inch Nails ein neues Album namens Ghosts, das aber keine neue Platte in herkömmlicher Sicht ist. Denn die Doppel-CD besteht aus 36 Instrumental-Stücken, die über die gesamte Spielzeit gänzlich ohne Gesang auskommen und den Hörer auf eine visuell und akustisch abgehobene Reise mitnehmen sollen.

Dass Reznor in letzter Zeit seine Veröffentlichungspolitik geändert hat (siehe The slip, Juli 08) müsste mittlerweile auch zum letzten Industrial-Hörer durchgedrungen sein. Was ja grundsätzlich nichts Schlechtes ist, denn alle paar Jahre mal ein Album rauszuhauen, war den Fans gegenüber doch ein wenig nachlässig, denn diese Band wird verehrt, wie keine andere in diesem Musik-Sektor.

Auf alle Fälle haben wir nun Ghosts hier vorliegen und was soll ich sagen. Wie schon die Rezensenten vor mir beschrieben haben, handelt es sich hierbei um ein Experiment. Die Nine Inch Nails sind neu und innovativ, wie keine andere Band und diese Doppel-Scheibe ist der beste Beweis dafür. Ich bin froh das Reznor und Co. so sind, denn sich ewig auf alte Erfolge zu stützen, würde mit der Zeit langweilig und aufgesetzt klingen. Trotzdem kann ich mich mit Ghosts nicht wirklich anfreunden. Die Idee ist gut und auch die produktionstechnische Umsetzung ist hervorragend und die Tatsache, dass manche Tracks wie schnell zusammengeschusterte Demo-Tracks klingen, stört mich überhaupt nicht. Das Gesamtbild ist stimmig, auch wenn sich kein roter Faden innerhalb des Albums vernehmen lässt.

Was uns Reznor damit sagen will, bleibt unklar. Welche Botschaft er vermitteln will, unklar. Für mich persönlich. Die einzelnen Songs haben keinen Titel, sondern sind einfach der Reihe nach nummeriert. Das gesamte Album in einem anzuhören, erscheint für mich unmöglich, da ich mich nach kurzer Zeit einfach schon überladen fühle von dem sperrigen Material, dass uns die Nine Inch Nails hier liefern.

Dieses Mammutwerk, das zu einem wirklich guten Preis geliefert wird, erschließt sich mir einfach nicht. Jegliche Vorwürfe von fehlender Innovativität, Kreativität oder sonstigen musikalischen Mängeln können sofort über Bord geworfen werden. Daran mangelt es mit Sicherheit nicht. Ghosts ist nur einfach nichts für meinen Musikgeschmack. Trotzdem hoffe ich, dass Trent Reznor auch in nächster Zukunft weiterhin so kreativ und arbeitswütig sein wird und uns mit neuen Alben das Leben versüßen wird.

Wir werden sehen...
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5.0 von 5 Sternen volle Punkte, 22. August 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Ghosts I - IV (Dig) (Audio CD)
Da mir bei NIN die instrumentalen Stücke ohnehin weit mehr gefallen, habe ich mir das Album sofort gekauft, ohne vorher reinzuhören.

Es ist der perfekte Soundtrack des eigenen Lebens. Von A bis Z, über Höhen und Tiefen in einem Rutsch hörenswert. Ein mehr als nur gelungenes Werk eines Meisters. Und dann noch eine so hohe Anzahl an Tracks, dass es mit dem Überhören sehr lange dauern wird, bzw. es höchstwahrscheinlich nicht einmal eintrifft.
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Ghosts I - IV (Dig)
Ghosts I - IV (Dig) von Nine Inch Nails (Audio CD - 2008)
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