Amazon.de: Kundenrezensionen: Watershed

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66 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Diese Weiterentwicklung ist beängstigend...
Irgendwie hatte ich ja schon fast Angst, die geilste Band unserer Zeit würde auseinander fallen, als nach Martin López auch noch Peter Lindgren nach 16 Jahren Bandzugehörigkeit Opeth verließ. Als ich das erfuhr, brach für mich - um es pathetisch auszudrücken - fast schon eine Welt zusammen.
Würden sich die Schweden mit dem Einstieg von Fredrik Akesson, der - so sagt...
Vor 18 Monaten von hippie_guy veröffentlicht

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versus
11 von 37 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
2.0 von 5 Sternen So bitte nie wieder!!
Summa summarum sind auf der CD zwei höchstens 3 gute Lieder drauf. Eins davon ist traurigerweise der letzte Bonustrack.

Ich habe die CD oft angehört - in der Hoffnung, dass ich sie doch nocht gut finde - krapfhaft nach guten passaagen suchend... ich verstehe nicht, warum hier 15 Leute 5 Sterne vergeben. Tomaten auf den Ohren? Geblendet vom Namen "Opeth" oder...
Vor 17 Monaten von S. Walz veröffentlicht

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66 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Diese Weiterentwicklung ist beängstigend..., 7. Mai 2008
Irgendwie hatte ich ja schon fast Angst, die geilste Band unserer Zeit würde auseinander fallen, als nach Martin López auch noch Peter Lindgren nach 16 Jahren Bandzugehörigkeit Opeth verließ. Als ich das erfuhr, brach für mich - um es pathetisch auszudrücken - fast schon eine Welt zusammen.
Würden sich die Schweden mit dem Einstieg von Fredrik Akesson, der - so sagt auch Mikael Akerfeldt selbst - in der Vergangenheit zu sehr im Metal verwurzelt war - nur noch auf stumpfsinnigen Death Metal limitieren?
Gott sei Dank nicht, denn Mikael Akerfeldt wäre nicht Mikael Akerfeldt, wenn er uns nicht alle immer wieder aufs Neue überraschen würde.

"Watershed" jedenfalls ist eine erneute Weiterentwicklung; das Album hat so gut wie gar nichts mit "Ghost Reveries" zu tun, genauso wenig aber mit den Scheiben davor. Das Keyboard spielt eine noch größere Rolle als auf dem Vorgänger, trägt durchaus auch zu einigen psychedelischen Momenten bei, die aber dennoch eher eine untergeordnete Rolle im Gegensatz zu "Ghost Reveries" spielen.
Ob "Watershed" tatsächlich härter ist als "Ghost Reveries", ist schwer zu sagen; es ist in jedem Falle vollkommen anders. Unterm Strich gibt es nur drei Titel, bei denen Growls verwendet wurden, aber wenn man sich die Gewitter, die bei Stücken wie "Heir Apparent", "The Lotus Eater" oder Teilen von "Hessian Peel" abgehen, anhört, kann man der Band jedenfalls nicht vorwerfen, nicht weiterhin eine ganze Reihe von Passagen vorzuweisen, bei denen es voll auf die zwölf geht. Dass man hierbei technisch auf allerhöchstem Niveau bleibt, braucht wohl nicht extra erwähnt zu werden.

Es gibt unzählige tolle Einfälle - zum Beispiel Blastbeats (zum ersten Mal bei Opeth eingesetzt) mit klarem Gesang kombiniert (bei "The Lotus Eater") - und viele Details offenbaren sich wie meistens bei Opeth erst nach mehreren Durchläufen.
Mag sein, dass die Scheibe schwerer verdaulich ist als "Ghost Reveries", aber allein schon diese ganzen Soundwälle, die es erst einmal zu verarbeiten gilt, beeindrucken schon nach dem ersten Durchgang. Allein ein Wahnsinns-Epos wie "Hessian Peel": So viele Stilrichtungen vereint in einem einzigen Track - andere Bands brauchen dafür mehrere Alben. Bei diesem Stück verwirren die unzähligen vereinten Elemente möglicherweise zunächst etwas, aber wenn man die Struktur erst einmal begriffen hat, lässt es einen nicht mehr los.

Dem gegenüber stehen ruhige Nummern wie die Akustikballade "Coil", bei der die junge Nathalie Lorichs ihr Talent unter Beweis stellt (für Opeth ein äußerst ungewöhnlicher Opener), und das wundervolle "Burden", mit Mellotron unterlegt und herrlichen Solo-Gitarren. Am Ende des Stücks haben die Jungs außerdem noch einen kleinen Gag am Start, den ich selbstverständlich nicht verraten werde...
Auch das von Akesson mitkomponierte, teils recht doomige "Porcelain Heart" (ein erneut himmlischer Akustikpart in der Mitte) und das beklemmend-depressive "Hex Omega" überzeugen auf ganzer Linie.

Es gibt wieder einmal keinen Ausfall und wie gesagt eine klare Weiterentwicklung. Noch proggiger, noch sperriger ist "Watershed" bestimmt geworden, begeistert mich aber von A-Z. Mikael Akerfeldt ist einfach ein Genie und jedes der Bandmitglieder einer der besten Musiker seines Fachs: Per Wibergs Keyboardstimmen sind mit Sorgfalt und Bedacht ausgewählt, Martin Axenroth beweist, dass er ein mehr als würdiger Nachfolger von Martin López ist, die Arrangements sind unheimlich durchdacht und detailliert und auch die Produktion sehe ich als eindeutig stärker an als die von "Ghost Reveries". Ich kann mich nur mit Respekt verneigen!

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18 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Wie ist es nur möglich..., 1. Juni 2008
... daß eine Band wie Opeth es fertig bringt, mit fast jedem Album das vorher Erschienene zu toppen???

Watershed ist echt unglaublich gut. Und trotzdem ist es schwierig zu beschreiben.
Ich habe das Gefühl die Scheibe enthält sowohl mehr als auch weniger von allem! Wie ist das möglich???

Zum Einen sind die Death-Metal Passagen härter und besser als auf der letzten Scheibe, und trotzdem treten sie im Gesamteindruck zurück.
Das gleiche gilt für Akustik-Passagen: Viele viele wunderschöne Melodien, aber im Vergleich zu älteren Scheiben weniger "Rumgedudel" (obwohl dieser Ausdruck bei Opeth eigentlich gar nicht angebracht ist!)

Das Album erscheint sehr "streamlined", und besticht trotzdem durch seine Verschachtelungen. Ein Paradoxon? Vieleicht, aber mit sicherheit das Bestklingendste der letzten Jahre!

Mikael's Stimme wird von Album zu Album besser, der neue Drummer, Axe, von dem ich auf der Roundhouse Tapes noch gedacht hatte, er wäre technisch nicht so versiert, liefert hier ein Gewitter ab, das den Wegfall von Lopez (den ich eigentlich sehr mochte) weniger schmerzhaft macht. Der Typ hat's echt drauf!
Der neue Gitarrist fügt sich hervorragend ein in's Bandgefüge, die wenigen Male wo er richtig schnelle Soli spielt sind so taktvoll eingesetzt daß Shredding-Fans vor Verzückung begeistert sein werden, und Shredding-Hasser sie gar nicht recht bemerken werden! Genau die goldene Mitte hier.

Und Per Wiberg an den Keys war das Beste was der Band je passiert ist: Was er da für ein Hammond-Solo in "Burden" abliefert hat man seit Deep Purple nicht mehr gehört. (Naja, vieleicht noch in Blind Faith" von Dream Theater)

Auf dieser Scheibe gibt es jedenfalls keinen Song den man auch nur im Entferntesten als "Lückenfüller" oder "Schwachpunk" bezeichnen könnte!
Opeth ist (m.E.n.) der große Wurf gelungen. Eine perfekte Mischung aus hart/weich, Metal/Akustik, Growl/Clean und vor Gefühl und Perfektion nur so triefend.

Eigentlich kann ich hier schreiben was ich will, es wird der CD nicht gerecht. Unbedingt kaufen!

P.S: Ich wollte hier nicht auf die einzelnen Songs eingehen, das ist müßig; die CD als Gesamtwerk ist das was zählt! Und das ist perfekt!
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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Viel Genie und ganz viel Wahnsinn!, 2. Juni 2008
Wenn ich mal ganz ehrlich bin, habe ich nur Morningsrise und Dammnation gerne und oft mal komplett gehört, nicht zu vergessen die geniale DVD Lamentations, der Live-Performance der Alben Deliverance und Dammnation. Alle anderen Longplayer (bis auf Orchid) hatten deart charakteristische Hits, das die restlichen Titel oft etwas abfielen. So geriet das Hören von Blackwater Park und Ghost Reveries immer zu einer Warterei auf die Hits. Watershed ist das erste Album von Opeth, was mich sofort in den Bann gezogen hat und bis zur letzten Sekunde gefesselt hat. Nach einmaligem Hören waren mir Einzelheiten aufgestossen, wie zum Beispiel ein Keyboard Part, der mich verdammt an Emerson Lake and Palmer erinnerte oder ein Riff, das sich nur wenig vom Thema von "The Grand Conjuration" unterschied. Auch einige psychedelische Parts kamen mir bekannt vor, vor allem "Tales of Mystery and Imagination" von Alan Parsons, schien Pate gestanden zu haben. Zu guter letzt noch das "Morsegeräusch" im letzten Titel, was frappierend an Echo Beach von Martha & the Muffins erinnert. Der Gesang hat selbst für Opeth-Verhältnisse stellenweise einen starken folk-lastigen Touch und ich kann mich nicht erinnern jemals eine Frauenstimme auf einem Opeth Album gehört zu haben, wie zum Heulen schönen Opener "Coil". Nach einer Weile verblassen diese einzelnen Eindrücke und es ensteht das Bild einer gewaltigen und schlüssigen Gesamtkomposition. Insgesamt für mich, die mit Abstand beste CD, die ich mir in diesem Jahrtausend zugelegt habe. Das mit weitem Abstand beste Opeth Album ist es ausserdem. Die Limited Edition finde ich jetzt nicht den Kracher. Wenn man den stilisierten Briefumschlag öffnet fallen einem das Booklet und zwei billige Pappschuber mit der Albumversion und der DVD mit 5.1 Mix, Bonustracks und dem Video entgegen. Macht keinen sehr wertigen Eindruck! Die Bonustracks haben ordentliche Qualität, fallen aber gegen die Tracks, die es auf das Album geschafft haben, deutlich ab. Das Filmchen ist ganz nett, allerdings wird man sich das lockere Geplausche und fröhliche musizieren sicher nicht mehrmals anschauen.
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen Gut, aber nicht ganz die Klasse voriger Veröffentlichungen., 19. Juli 2008
Als großer Opeth-Fan, der alle vorigen Alben wahrlich liebt, bin ich von diesem etwas enttäuscht. Opeth standen zwar schon immer für stetige Entwicklung und kein Album klang genau wie das vorige. Das ist auch gut so und da verwundert es nicht, daß die Entwicklung bei diesem Album weitergeht. Allerdings muss ich sagen, daß das Songmaterial teilweise einfach nicht die Klasse hat, wie zuvor.

Der Opener Coil ist sehr schön und gerade der Kontrast der weiblichen Stimme passt hervorragend. Einfach ein schöner ruhiger Beginn.

Heir Apparent ist dann das genaue Gegenteil und richtig schön brutal (für Opeth-Verhältnisse). Sehr gutes Songwriting und gut plazierte Stimmungswechsel, bzw. Dynamikwechsel zwischen schnell und schleppend machen diesen Song meiner Meinung nach zum besten dieses Albums.

The Lotus Eater ist ebenso ein Knaller, der äußerst vielseitig daher kommt. Hier tritt besonders martin Axenrot in Erscheinung, der Opeth den ersten Blastbeat auf einem Album beschert, dazu noch cleaner Gesang. Nach einem ruhigen Mittelteil gibt es noch einen leicht funkigen(!) Part, der fast wie ein Viedeospiel auf Steroiden klingt. Großartig!

Nun zur ersten Enttäuschung, Burden. Enttäuschung ist allerdings etwas hart formuliert, hier haben wir eine gut komponierte, ruhige Nummer die stellenweise fast schon poppige Züge aufweist. Aber irgendwie fehlt es mir dabei an Dynamik und Variabilität, der Song scheint auf einem Niveau zu stagnieren und steigert sich nicht wirklich.

Das folgende porcelain Heart lebt von dem Wechsel zwischen ruhigen Akkustikparts und den sehr schönen, melodischen Eruptionen dazwischen. eruptionen soll man allerdings nicht als hart verstehen, der Song bleibt auch dabei immer ruhig und sehr kontrolliert. Irgendwie erinnert mich der Song vom Aufbau ein wenig an A Fair Judgement, leider kann er aber nicht ganz die selbe Atmosphäre und zerbrechliche Ästhetik aufbauen. Dennoch, ein guter Song, es fehlt nur das letzte Quentchen, was Opeth immer so einzigartig machte.

Hessian Peel ist dann wieder ruhig, wobei Porcelain Heart auch schon ziemlich ruhig war. So langsam wünsche ich mir aber doch mal wieder etwas an Härte, als Kontrast, aber nach fast sechs Minuten kommt da ja noch was. Gut so, sonst würde das Album doch ein wenig zu sanft werden.

Hex Omega fängt vielversprechend an und man könnte meine, man hätte hier wieder einen harten Song vor sich. Stimmt aber so nicht, es wird schnell wieder ruhig und genau diese ruhigen Passagen wechseln sich nun mit einer sehr Prog-Rock artigen Passage ab, die einige tolle Gitarrenleads beinhalten. Danach wird es wieder ruhig.

Zusammenfassend muss ich sagen, daß ich nicht finde, dies sei das härteste Album von Opeth, nur weil zwei Songs ganz ordentlich krachen. Der dann folgende Rest ist fast überwiegend ruhig und wird nur gelegentlich durch härtere Passagen unterbrochen, die meist sehr nach klassischem Heavy metal mit einer gutem schuss Prog-Rock klingen.
Die Produktion, gerade die des Schlagzeugs, könnte meiner Meinung nach auch besser sein. Die Drums klingen wirklich etwas zu synthetisch.
Der neue Gitarrist fügt sich gut ein, ebenso der Drummer, beide geben den Songs an den richtigen Passagen eine "metallischere" Note, nur leider passiert das zu selten und eigentlich nur bei Heir Apparent und The Lotus Eater.
Der Gesang ist positiv zu erwähnen, Akerfeldt klingt hier sehr selbstbewusst, nicht so wie auf manch älteren Alben, wo es teilweise schon fast klang, als traute er sich keum zu singen. Die Growls sind nach wie vor über jeden Zweifel erhaben.

Insgesamt würde ich sagen, dieses Album wird den Fans der Damnation sicher gefallen. Aber dijenigen, die Opeth wegen der vielen Wechsel zwischen harten und sanften Passagen und den genialen Steigerungen mochten, mag das hier nicht sie zusagen, da es einfach zu wenig der harten Passagen gibt. Sicher ein gutes Album, was sich auch von den Vorgängern unterscheidet, aber ich finde, eine Band wie Opeth kann deutlich mehr, wie sie z.B. auf Blackwater Park, Morningrise und My Arms, Your Hearse eindrucksvoll bewiesen hat.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen wieder einmal: MEISTERWERK, 5. Juni 2008
Von Sascha (Bruchsal, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Auf kein anderes Album habe ich mich schon mehr gefreut als auf dieses: Watershed, das neue Werk der Schweden Opeth, welche ein paar Line-Up Änderungen über sich haben ergehen lassen:
Schon nach den Aufnahmen zu Ghost Reveries musste Martin Lopez gesundheitsbedingt die Band verlassen (ihm geht es inzwischen wieder sehr gut und hat wieder eine Band am Start...), dieser wurde anfags ersatzweise durch Gene Hoglan ersetzt, dann folgte aber die feste Zusage von Martin Axerot (Bloodbath sag ich nur).
Ein weiterer Schock stand bevor, als Peter Lindgren die Band verließ, dieser aber schon wenige Tage später vom Ex Arch Enemy Gitarristen Fredrik Åkesson ersetzt wurde.

Änderungen am Sound? Was heißt Änderungen, eher Weiterentwicklungen!
Mastermind Mikael Åkerfeldt hat zwei Songs (darunter das auf dem Album vertretene Porcelain Heart zusammen mit dem Gitarrenzuwachs, ansonsten (wie vor Ghost Reveries auch) alles alleine.

Kommen wir zum neuen Werk, welches heute erschien und schon 3 mal durchgehört wurde (geht ja diesmal "nur" 55 Minuten), was einiges zu heißen hat.

Coil startet sehr soft und hätte auf Damnation stehen können. Das Ganze bringt eine Neuheit mit sich: Die Gastsängerin Nathalie Lorichs steuert ein paar Vocals bei, welches dem ganzen einen Gänsehautfaktor verpasst. Schon nach ein wenig mehr als 3 Minuten ist das vorbei und steigert sich am Ende ins Düstere.

Heir Apparent bietet düsterstes Riffing, welche von den Keyboards unterbrochen, aber mehr als passend eingflochten werden, der Song wird immer Doublebass lastiger und Akerfeldt growlt durchweg durch diesen extremen, heavy Song, welcher hin und wieder nicht nur durch oben genannte KEys, sondern auch eine Menge Akustig-Gitarren unterbrochen wird. Der Song ist mehr als spannend, und steht neben Deliverance wohl als der most heaviest Opeth Song ever da. Bis jetzt, denn es folgt eine gänzlich andere Granate.

The Lotus Eater, manchen schon über MySpace bekannt, ist eine Wucht (die gekürzte Roadrunner-Version ist noch lange nicht so intensiv!), beginnd mit einer gesummten Melodie, und geht sofort mit Blastbeats los, darüber Clean-Gesang. Sowas hatten wir auch schon bei Devin Townsend-Kapellen gehört, aber es kommt hier einfach nur schräg und abartig rüber, bevor der Song wieder das typisch rockige Riffing bietet mit urtypischen Growls. Auch hier wieder Breaks mit den Keyboards, welche den Song bedrohlicher dastehen lassen. Doch gegen 3/4 des Songs wird es jazzig. Hört sich unpassend an, ist es aber nicht. Der Song endet dennoch ziemlich heavy.

Burden geht da eine ganz andere Richtung, eine reine Ballade, die allerdings nicht in Kitsch erstickt, was manchem Song der Damnation doch negativ anlastete. GHier passt alles, der Song erzeugt gegen Ende eine leicht abartige Atmosphäre, immer schräger spielende Gitarren und abschließendes Gelächter leiten in den ebenfalls bekannten Song Porcelain Heart über, aber auch hier gilt: der Song ist länger als die Video-Version und viel spannender. Der Gitarrenneuzugang hat einige sehr geile Leadriffs mit eingestreut und macht den Song zu einem weiteren Meisterwerk im Hause Opeth.

Es folgt Hessian Peel, der zu 3/4 sehr soft rüber kommt und bezaubert, Akerfeld hat nochmals sehr an seiner Clean-Stimme gearbeitet und überzeugt vollkommen. Doch gegen Ende wird nochmal der ualte Opeth Metal Hammer ausgepackt und überwältigt einen regelrecht.

Hex Omega ist schon der letzte Track, der heavy startet aber sehr variantenreich rüberkommt, das ALbum aber leider für Opeth-Verhältnisse zu früh und zu ruckartig abschließt.

Man kann es schon aus den geschriebenen Zeilen lesen, das Album ist wieder einmal ein absoluter Geniestreich. Die Vorschusslorbeeren waren keinesfalls unberechtigt, das Album ist wahnwitzig, düster wie sau, verschachtelt,für manche vielleicht ein wenig zu überladen, aber für das geschulte Opeth-Ohr ist das alles kein Problem.
Das Album bleibt ähnlich wie bei Ghost Reveries schon nach dem ersten Hölrdurchgang hängen, hat aber wesentlich mehr Härte zu bieten.
Ein Vergleich zu den anderen Werken ist nur bedingt möglich, Ghost Reveries hatte zum Beispiel sehr offensichtliche Huldigungen an den 60s/70s Rock. Die hat Watershed zwar auch, aber ist dennoch atmosphärisch ganz anders aufgebaut.
Man muss dieses Album erlebt haben, und mit diesem Einstieg werden vielleicht auch mal ein paar, die Opeth zum Schlafmittel erklärt haben, überzeugt sein.

Der Nachteil mit der Spielzeit von 55 Minuten lässt sich übrigens ganz leicht lösen: Repeat!

Opeth stellen wohl die Roadrunner Records Band dar, die sich nicht irgendwelchen Forderungen gebeugt hat, im musikalischen Sinne.

KAUFEN!

Achja, die Zusatz DVD bietet auch Value for money, eine Doku auf Albumlänge ist dabei, die Opeth vom Rehearsal bis zum Studio begleitet, das Album als 5.1 Mix (wieder einmal Dolby Digital und DTS), leider mit einem kleinen Fehler beim Ende des ersten Tracks, was aber nicht stört, dazu noch drei Bonussongs, wovon einer wieder zusammen mit dem neuen Gitarristen geschrieben wurde.

achja: Habe rechtzeitig die amazon.de Edition mit Autogramm bestellt ;P
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Die Krönung, 2. Juni 2008
Opeth im Jahre 2008 klingen so gut wie nie zuvor! Es ist erschreckend dass sich die Band konsequent weiterentwickelt ohne auch nur ein Stück von ihren Markenzeichen missen zu lassen.

Zur CD selber kann man eigentlich nur sagen "All Killers - No Fillers" :

Der Opener mit dem weiblichen Gesang ist die erste Überraschung der Scheibe. Sehr simple Struktur für Opeth aber wunderschön. Die restlichen Songs kann man eigentlich nicht beschreiben, weil sie (mal wieder) so komplex sind dass man bei jedem neuen Durchlauf der CD wieder Kleinigkeiten entdeckt. Die Abstimmung zwischen Metal / Progressive Elementen stimmt haargenau. Auch der häufig wechselnde Gesangstil passt hervorragend.

Die Musiker, die sich zu dieser Scheibe zusammengefunden haben, sind das beste und stärkste Line Up, dass es in der Bandgeschichte gab.

Was kann nach so einem Album noch kommen???

Ich bin jetzt schon gespannt ;)
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Weiterentwicklung nicht zu ende, 31. Mai 2008
Watershed ist komplexer, vielfältiger und schwieriger als Ghost Reveries. Mehrmaliges Hören ist notwendig um wirklich alles zu hören, zu verstehen und um Watershed schön, brutal, hart, wunderschön und abgedreht zu erleben.
Was Opeth auszeichnet findet sich auch wieder auf diesem Album wieder. Tolle akkustik Parts, brachiale Einlagen und wunderschöne Melodien. Der Line-up-Wechsel bringt meineserachtens keine super hörbaren Unterschiede, bis auf die Solo Arbeit des neuen Gitarristen, die sich eindeutig von Mikael und auch dem Vorgänger abhebt.
Schon der Opener "Coil" entwickelt sich nach paarmaligem Durchlauf zu einer wunderschönen, simpel gestrickten Ballade mit schöner Unterstützung von der wirklich gut singenden Natalie Lorichs. Toller Opener, auch weil sehr ungewöhnlich mit so einem Lied anzufangen.
Das Auftauchen von Shouts hält sich auf Watershed in Grenzen, was nicht jedermanns Geschmack sein dürfte. Akerfelt hat aber auch eine wundervolle clean Stimme die sich seit "Still Life" auch richtig gut anhört und die sich in den letzten Jahren weiterentwickelt hat. Wie bei jedem Album schaffen es Opeth wieder diese besondere Opeth-Stimmung zu kreieren die mich immer in den Bann zieht.
Die Bonus DVD ist gelungen. Der 5.1 Mix des Albums wieder formidabel. Die kleine Dokumentation ist wie auch bei der Ghost Reveries Doku ein nettes Gimmik, aber jetzt nicht super gut. Die Zusatzsongs lohnen.
Songs wie "The Lotus Eater" sind zuersteinmal sehr schwer verdaulich, entfalten aber dann nach und nach ihr ganzes Potential. Opeth wären nicht Opeth würden sie eingängige Songs schreiben die nach dem zweiten Mal hören langweilig sind. Das macht die Band aus. Einfach super Musiker, die in allen Belangen sehr sehr gut sind und sich dadurch jedesmal erfrischend von dem Rest abheben.
Doch meine ich zu erkennen, dass die Entwicklung noch nicht ganz abgeschlossen ist auf diesem Album. Mann kann gespannt sein wie sich Opeth weiterentwickeln, denn Akerfelt weiß es selbst noch nicht!

Danke Opeth für ein nächstes Kapitel Musikgeschichte!
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7 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Gewohnte Qualität von Opeth, 25. Mai 2008
Jeder, der sich beim neuesten Werk von Opeth eine Rückbesinnung auf die Härte von My Arms, Your Hearse erhofft hat, wird beim Lauschen von Watershed zwangsläufig enttäuscht sein, da die Growls ein weiteres mal erheblich reduziert wurden. Doch allein diese Tatsache spricht nicht unbedingt gegen die neu eingeschlagene Richtung von Opeth, denn weiterhin sind die Stücke auf der neuesten Scheibe von Düsternis und Melancholie beseelt - mehr noch als zuletzt auf der Ghost Reveries, die für Opeth-Verhältnisse fast schon optimistisch klang. Auffällig ist der immer stärkere Bezug zu den glorreichen Siebzigern, der von Album zu Album immer offensichtlicher wird, aber natürlich gibt es auch wie gewohnt die metallischen Ausbrüche, die nun mal gerne mit Opeth in Verbindung gebracht werden. Ich glaube nicht, dass Opeth sich dauerhaft - wie einst die Bands Anathema und Katatonia - auf reinen Psychedelic bzw. Alternative-Sound festlegen werden, denn dazu sind Opeth dann doch halt zu tief im Metal verwurzelt und ich kann es mir ehrlich gesagt auch nicht vorstellen. Die personellen Änderungen hat die Band auch sehr gut verkraftet und stilistisch sind nur wenige Änderungen bemerkbar, wenn man von der Tatsache absieht, dass den Keyboards (Mellotron u. Hammond) mehr Raum zur Entfaltung gelassen wurde. Die E-Gitarren bretzeln und die akkustischen Gitarren verzaubern wie eh und je. Überhaupt ist die neueste CD sehr träumerisch ausgefallen. Die Spielzeit des Albums ist ungewohnt kurz ausgefallen, weil langwierige Riff-Konstrukte aussortiert wurden und somit nur die Essenz zur Geltung kommt, was sich darin bemerkbar macht, dass bis auf Hessian Peel alle Songs die 10-Minuten-Marke unterschreiten. Zwar hat die Scheibe nicht den sagenhaften Überraschungseffekt wie das im selben Jahr erschienende neue Album von Dark Suns, aber dank der gewohnten Qualität ist auch diese CD unverzichtbar für Freunde des gefühlbetonten Prog-Metals. Opeth sind und bleiben eine Ausnahmeband!
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7 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
5.0 von 5 Sternen Übersteigerte Hirnaktivität, 4. Juni 2008
Von Andre Schuder (Erfurt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REVIEWER)    (REAL NAME)   
Glaubt man dem Medienecho entwickeln sich Opeth langsam aber sicher zur Vorzeigeband des progressiven Metals. Sogar Jan Wigger vom Spiegel würdigte das aktuelle Album mit euphorischen Worten und einer entsprechend hohen Wertung. In anderen Gazetten bietet sich das gleiche Bild: "Watershed" räumt eine Höchstwertung nach der anderen ab und wird als das bisher beste Opeth-Album abgefeiert. Während ich aufgrund der kompositorischen Ausnahmequalität des Albums ebenfalls nicht drumherum komme, ihm die vollen 5 Sterne zu geben, muss ich dennoch monieren, dass das Album dem Vergleich mit dem vorangegangenen Referenzwerk "Ghost Reveries" nicht ganz standhält. Die Gründe hierfür sind ausdrücklich nicht in der musikalischen Klasse zu suchen. Ganz im Gegenteil: was hier geboten wird, kann nur als Perfektion bezeichnet werden. Alle Stilmittel und experimentellen Elemente greifen absolut harmonisch ineinander. Nichts wirkt aufgesetzt, alles vollkommen authentisch. Der Wechsel zwischen dezenten Tönen und druckvollem Death-Metal inklusive Crowling ist noch stimmiger als auf "Ghost Reveries". Zudem hat Mikael Akerfeldt nie besser gesungen, was vor Allem beim wundervollen (nur etwas zu lang geratenen) "Burden" offenkundig wird.
Ist "Watershed" damit der Titel "Album des Jahres" also quasi nicht mehr zu nehmen? Vielleicht. Unter qualitativen Gesichtspunkten setzt es sich deutlich von allem ab, was in diesem Jahr bisher veröffentlicht wurde. Doch "Watershed" fehlt, was den Vorgänger auszeichnete. Zu keiner Zeit kann das Album den gleichen morbiden Charme, die gleiche einnehmend düstere Atmosphäre entfalten. Ich will nicht behaupten, dass "Watershed" steril klänge, aber es ist meines Erachtens eher ein Album für den Kopf als für Herz und Seele geworden.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
4.0 von 5 Sternen empfehlenswert, 18. August 2008
Von O. Greve "GC" (Norddeutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Ein absolut empfehlenswertes Album, das man sich als Hörer "erarbeiten" muß und jedesmal besser wird. Die ganze Scheibe kann man als einen großen song interpretieren, in dem zahlreiche Stilmittel facettenreich und originell eingesetzt werden. Der Mix aus Akkustik-/Keyboard-Parts und den schweren Gitarren ist sehr ausgewogen. Insbesondere lösen sich die vielen dissonanten Passagen gelungen kontrastreich in harmonischen Abschnitte auf. Diese geschickt eingesetzten Spannungsbögen ziehen sich durch das ganze Album und machen einfach Spaß. Erwähnenswert ist diesbezüglich auch der Gesang, der effektiv zwischen growling, eher seltener eingesetzt, und fast schon ABBAsque, um in Skandinavien zu bleiben, klarer, melodiöser Stimme changiert. Ich bin selber kein death metal fan und komme eher aus der klassischen ProgRock/-Metal-Ecke und hielt "growling" bisher für ein obsoletes, eher albernes Stilmittel. Diejenigen, die genauso denken, kann ich das Album nur empfehlen.
Das technische Niveau ist sehr hoch, reicht aber bezüglich der "Verspieltheit" nicht an Bands wie z. B. Dream Theater heran. Das ist auch gar nicht die Absicht. Hier stehen ganz klar die Songs im Vordergrund. Allerdings muß man hier den Schlagzeuger lobenswert erwähnen. Ich kenne keinen Drummer, der technisch so versiert und gleichzeitig mit so viel Punch und so unglaublich groovy spielt ("a mindblowing drummer", Zitat des Gitarristen)
Ein weiterer Pluspunkt ist der Sound. Kein überproduziertes Album, das nur auf Kelle aus ist, sondern eher ein warmes, differenziertes Klangbild, in dem jedes Instrument ausreichend Platz bekommt. Vor allem die zahlreichen ruhigeren Akkustik-Abschnitte fügen sich gut in die harten Distortion-Gitarren ein. Das wirkt manchmal beim ersten Hören ein bißchen zusammengenagelt, erschliesst sich einem aber mit der Zeit.
Unter'm Strich kann ich das Album nur empfehlen. Es macht mit der Zeit immer mehr Spass und ist sein Geld einfach wert.


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