Kundenrezensionen


79 Rezensionen
5 Sterne:
 (47)
4 Sterne:
 (15)
3 Sterne:
 (7)
2 Sterne:
 (3)
1 Sterne:
 (7)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


65 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk
"Third" ist ein Meisterwerk, das sich nahtlos in den musikalischen Werdegang von Portishead einfügt und ein krönender Abschluss sein kann, falls die Band kein weiteres Album produzieren wird.

Portisheads erstes Album "Dummy" war trist, minimalistisch, unterkühlt und herzeleidtrautig, das zweite Album "Portishead" war wärmer, melodischer,...
Veröffentlicht am 24. April 2008 von T. Zybura

versus
20 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sperrgut
Wenn eine Band wie Portishead, die Mitte der 90er den TripHop prägte u. mit ihren beiden Alben die Musiklandschaft wesentlich bereichert hat, nach mehr als 10 Jahren ihr Comeback hinlegt, sind die Erwartungen natürlich hoch.

Daß man sich 2008 dem geneigten Hörern nicht mit TripHop entgegenstellt, sollte im Vorfeld klar gewesen sein...
Veröffentlicht am 12. Mai 2008 von Jenzo


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

65 von 77 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 24. April 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
"Third" ist ein Meisterwerk, das sich nahtlos in den musikalischen Werdegang von Portishead einfügt und ein krönender Abschluss sein kann, falls die Band kein weiteres Album produzieren wird.

Portisheads erstes Album "Dummy" war trist, minimalistisch, unterkühlt und herzeleidtrautig, das zweite Album "Portishead" war wärmer, melodischer, kunstvoller, glatter -- aber gerade die Live-Einspielung "Portishead @ Roseland NYC" hat schon dynamisch-kraftvolle Elemente, die sich in "Third" wiederfinden. Beth Gibbons Solo-Album "Out of Season" war schließlich leise und zart, sehr nah und akustisch mit weniger elektronischen Einflüssen.

Das überraschende und begeisternde am Album "Third" ist im Rückblick auf diese Vorgänger-Platten, dass es alles andere als verbraucht, recyclet oder gar angepasst ist. Third klingt auf weiten Strecken roh, handgemacht, authentisch, gebrochen -- fast schon fiebrig, wie ein geniales Erstlingsalbum, aber trotzdem mit perfekter 'Dramaturgie' in der Dynamik der einzelnen Songs und des Gesamtalbums. Third ist alles andere als leichte Kost, die Stücke verweigern sich Erwartungshaltungen: In "Plastic" beginnt man immer wieder mit dem Kopf zu nicken, wenn der Rhythmus einsetzt, um gleich wieder unterbrochen zu werden, auch "Silence" hat solche retardierenden Momente, "Machine Gun" ist so dräuend, dass man sich gar nicht traut, den Beat mit zu wippen; in "We carry on" wartet man dann nur auf den Bruch, wird aber durch die beklemmende Beat-Monotonie überrascht, während "Deep Water" fast schon zum Lachen bringt. Das Album hat durchaus Stücke mit melodischer Schönheit, wird jedoch nie poppig oder eingängig -- die meisten Stücke sind kompromisslos, manchmal anstrengend in ihrer Wechselhaftigkeit oder ihrem abrupten Ende.

Das Gefühl der Vertrautheit und Geborgenheit vermitteln bei aller Verquertheit Stücke wie "Hunter", das an den Sound der Alben "Portishead" und "Out of Season" anschließt, oder "The Rip", das sich langsam aufbaut und ungebrochen schön bleibt. Das kurze "Deep Water" ist fast schon ein humoristischer Kontrapunkt im Album, der Text ausnahmsweise mal hoffnungsvoll und ermutigend. Um so härter tritt danach "Machine Gun" an, um die Leichtigkeit zu zerschlagen -- kalt, brutal und gepeinigt marschiert der Beat entlang der geisterhaft-traurig gesungenen Hymne. Am Ende des sich gnadenlos steigernden Stücks sitzt man mit klopfendem Herzen und einem Kloß im Hals da und stiert ins Leere.

"Nylon Smile" ist gehetzt und fiebrig, traumartig-ambivalent mit plötzlichem Erwachen, "Small" erinnert mit den schrebbeligen Keybord-Sounds ein wenig an die Elektropop-Gruppe "Broadcast", "Magic Doors" hat einen treibenden Groove und überrascht mit harmonisch-poppigem Piano.

"Threads" schließlich ist ein grandioser Abschluss des Albums, langsam und Schlagzeug-dominiert steigert es sich ähnlich wie der Schlusstrack "Strangers" auf "Portishead @ Roseland NYC" um dann langsam zu verklingen.

Heilfroh bin ich, dass der Sound von "Third" kantig und rau statt glatt und technisch ist -- verzerrte Gitarren, anachronistisch-einfache Synthi-Sounds (in einem Live-Video sieht man, dass ziemlich alte Elektro-Orgeln eingesetzt werden), eine flache bis höhenlastige Schlagzeug-Aussteuerung, kein übertriebener Bass. Das Album klingt alles in allem 'unterproduziert' und fancyless, das macht es so packend, der Fokus liegt ganz auf den einzelnen Songs, Effekte werden nicht willkürlich sondern meisterhaft kalkuliert und generell sparsam eingesetzt. Plattenteller-Gescratche würde auf diesem Album wie eine alberne Kinderei klingen.

Für mich eines der besten Alben der letzten Jahre.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


25 von 30 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Im Rausch der Tiefe, 22. April 2008
Von 
P-Man "acousticshock.de" (Rodgau) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Auch wenn sich das Trio aus Bristol nie so ganz mit dieser Stilbezeichnung anfreunden konnte, gehören "Portishead" zu den Wegbereitern des Trip Hop. Gemeinsam mit Kollegen wie "Massive Attack" und "Tricky" brachten sie Mitte der 90er den "Bristol Sound" in die internationalen (Vertriebs)Kanäle. Gerade mal 2 Alben waren nötig sie in die Hall Of Fame der elektronischen Downtempo Musik zu heben und trotz, oder gerade deswegen, des beklemmenden Charakters und der hellen Stimme von Beth Gibbons haben sich Songs wie "Glory box" oder "All mine" in solch extremen Maße in die Köpfe der Fans gebrannt, dass die ersten Liveauftritte nach ihrer langjährigen Pause in kurzer Zeit ausverkauft waren. Ein Indiz dafür, dass sich der ganz eigene Klangkosmos selbst im heutigen, schnelllebigen Musikgeschäft in seiner ganzen Tragweite halten konnte. Im Zusammenhang mit ihren Livequalitäten bleibt der auf CD/DVD festgehaltene Auftritt mit den New Yorker Philharmonikern im Roseland Ballroom (Roseland NYC Live 1998) berüchtigt.

"Third" lässt bereits 2006 begonnenen Gerüchten Taten folgen. Eine über 10-Jahre erzeugte Erwartungshaltung dann schlußendlich bedienen zu können, stellt sich auf den ersten Blick ungemein schwierig dar, denn die Stimmen derer, die sich nach den alten "Portishead" verzehren, werden immer ebenso laut sein, wie die der Jenigen, die Stillstand schnell mit Ausverkauf in Einklang bringen. Ganz bewusst sollten neue Wege eingeschlagen werden, die in ihrer Summe weder gestellt, veraltet noch verwässert erscheinen. Es ist ihnen trotz allem gelungen stets nach "Portishead" zu klingen und sich die gewisse Gemütsschwere und den Schwebezustand beizubehalten. Effektvoll arrangierte Soundsamples, die um die intensive Stimme von Beth Gibbons kreisen. Kratziger als die Vorgänger, aber dennoch in sich stimmig. "Silence" eröffnet als einer der temporeicheren Tracks mit rollenden Drums und langer Einleitungsphase bis die Königin des gesungenen Schmerzes das Rampenlicht betritt. Downtempo und meditativer Schwermut bestimmen "Hunter" und zermahlen mit ihrem Gewicht, während sich die folgenden Songs Soundexperimenten offen zeigen, sich während ihrer Laufzeit immer wieder selbst neu erfinden und hochschaukeln. In bester Sci-Fi Horror Soundtrack Manier verursachen die Stücke ein inneres Unbehagen und trösten lediglich mit Synthie/Elektronik getragener, melodischer Schönheit wie bei "The rip". Gespenstig und doch einer aufgehenden Blüte gleich ist es "Portishead" gelungen Stilbarrieren zu durchbrechen und ein kaum zu erwartendes Comeback zu landen.

Anspieltipps: "Silence", "The rip" und "Machine gun"
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


38 von 46 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Schneller, experimenteller, elektronischer und psychedelischer – aber immer noch Portishead, 28. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Lange hat es gedauert. Ganze 11 Jahre haben wir auf das dritte Studioalbum gewartet. Hat sich das Warten gelohnt? Ja, eindeutig. Was man hier bekommt ist zwar teilweise minimalistisch, außerdem sind auf dem Album nur 11 Tracks. Diese haben es aber allesamt in sich, es gibt keine Lückenfüller, jeder einzelne Song ist intensiv, emotional und typisch mystisch-melancholisch. Portishead eben. Hauptelement ist immer noch Trip Hop, jedoch sind bei „Third“ ganz klar der Beat und die elektronischen Einflüsse in den Vordergrund gerückt. Obwohl es – wie bei Portishead nun mal üblich – eine ganze Weile dauert, bis man anfängt, die einzelnen Songs wirklich zu lieben, ist man schon beim ersten Hören begeistert. Das erste Mal ließ ich das Album komplett durchlaufen, ohne irgendwelche anderen Beschäftigungen und dachte mir danach einfach nur „Wow“.

Gleich der Opener offenbart den neuen Style. Ungewöhnlich schnell und beatlastig klingt das Stück, dass man fast schon zum rhythmischen Mitwippen gezwungen wird. Beths elegischer Gesang wirkt hier keinesfalls unpassend. Im Gegenteil, als wäre es nie anders gewesen. Der Song klingt fast wie ein früherer Track im Kruder & Dorfmeister Remix.

„Hunter“ wirkt dagegen schon deutlich langsamer und erinnert an die alten Tage. Nach dem dritten Mal hat man sich an das etwas „verspulte“ Intermezzo gewöhnt und der Song wird immer interessanter.

„Nylon smile“ klingt ähnlich wie „Numb“ und zeigt Beth von ihrer schönsten Seite, absolut traumhafter Gesang.

„The rip“ erinnert einen an „Roads“, aber auch an „Spider monkey“ von Beths Soloalbum. Dazu kommen jedoch elektronische Elemente und gegen Ende ein gehöriges Plus an Geschwindigkeit.

„Plastic“: Das Hubschrauber-ähnliche Geräusch im Zusammenhang mit den harten Gitarrenklängen und dem düsteren Keyboard erzeugt sofort Gänsehaut. Der Song geht definitiv unter die Haut.

„We carry on“ ist wohl der schwierigste Track des Albums. Er startet mit einem fast schon nervigen Ton, der sich nahezu konsequent durch das ganze Stück fortsetzt. Der Gesang ist wie immer melodisch und melancholisch.

„Deep water“ repräsentiert ganz klar den Außenseiter des Albums. Beth wird allein von einer Ukulele begleitet. Der einzige Song, der fast schon fröhlich klingt.

„Machine gun“ startet mit einem harten Beat, der Name ist hier wirklich Programm. Das ist schon fast kein Trip Hop mehr, sondern eine düstere Mischung aus Elektronic, Industrial und Big Beat.

„Small“ steht ganz im Gegensatz dazu. Weniger Geschwindigkeit, deutlich weniger Beat und sogar eine Begleitung durch Streicher hört man hier. Ab ca. 2,5 Minuten geht der Song dann richtig los und offenbart seine ganze Kraft mit Hilfe eines sehr intensiven Organ-Ostinatos. Das Ganze endet mit einem harten Gitarrenriff.

„Magic doors“ zeigt wieder Portisheads neue Seite: gewohnt elegischer und melodischer Gesang mit schwerem Beat. Dazu sowohl gewohnte Begleitung mit Bass und Klavier als auch neue elektronische Elemente.

Das letzte Stück klingt wie eine härtere Version von „Over“. Hier wird der Kontrast zwischen ruhig/schön und hart/laut fokussiert. Gegen Ende ertönt mehrmals ein bedrohliches Dröhnen und das Album ist damit beendet.

Nein, aufgedreht und fröhlich ist man nach dem kompletten Durchhören des Albums sicher nicht. Aber darum ging es bei Portishead ja auch noch nie. Meiner Meinung nach merkt man dem Werk die 11 Jahre ganz klar an: die Band hat sich nicht nur entwickelt, sondern auch unglaublich viel Energie, Gefühl und Arbeit in dieses Werk gesteckt. Natürlich wird man keines der Lieder auf Bayern 3 hören, dafür ist das Ganze nach wie vor zu speziell. Für alle, die Spezielles und Ergreifendes mögen und natürlich für alle, die auch nur im Entferntesten etwas mit Portishead anfangen können, klar ein Pflichtkauf. Für alle, die oberflächliche, tanzbare und fröhliche Musik wünschen: macht einen weiten Bogen um dieses Album.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


16 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das perfekte dritte Album, 30. April 2008
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Eine Band wie Portishead hat es schwer: Einst hoben sie mit dem großartigen Debüt "Dummy" quasi das Triphop-Genre aus der Wiege und schufen so einen absoluten Meilenstein. Zum zweiten Album hatte ich dann lange Zeit keinen Zugang, denn ich fand es zu sehr der "Dummy" ähnlich vom Klangbild, nur mit nicht ganz so starken Songs. Mittlerweile habe ich auch "Portishead" als gutes Album schätzen gelernt, welchem ich 8 bis 9 von 10 Punkten geben würde – nur gegenüber "Dummy" (für mich 15 von 10 Punkten) fiel es für mich einfach ab!

Und nun das dritte Album. Hätte die Band noch einmal den Sound der ersten beiden Silberlinge aufgewärmt, hätte ich mich wohl nicht so dafür begeistern können, denn was damals total innovativ war, wäre heute nur noch abgeschmackt. Stattdessen kommt da etwas ganz anderes, und jeder Song für sich weist auch eine komplett unterschiedliche Atmosphäre auf – zusammengehalten von der markanten Stimme von Beth Gibbons.

Mitunter meine ich, Sounds wie bei Nine Inch Nails herauszuhören, dann wird es wieder episch wie Filmmusik, nur damit im nächsten Song eine an die Doors oder Velvet Underground erinnernde Orgel das Kommando übernimmt. Alles in allem also eine sehr spannende Entdeckungsfahrt!

Ich habe das Album nun schon mehrmals gehört, und jedes Mal wirkt "Thrid" ein bisschen tiefer, offenbaren sich mir neue Facetten der Songs. Klar, das ist keine Partymusik, die man mal eben nebenbei hören kann, dieses Album will erarbeitet werden. Aber das war es doch letztlich auch, was der geneigte Fan von Protishead erwarten konnte, oder?

Fazit: Für mich sind Portishead mit "Third" nicht an ihrem eigenen großen Namen gescheitert. Das Ganze hat nichts mit einem kommerziell ausgeklügelten Comeback zu tun, sondern ich habe den Eindruck, dass hier Leute Musik machen, die zurzeit wirklich genau ihr Empfinden ausdrückt. Das dies anscheinend ein anderes ist als noch Mitte der 90er-Jahre, ist verständlich – und gut so!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


27 von 33 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TripHop ist tot ' es lebe Portishead, 16. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Nicht immer ist es ein Geschenk, wenn sich Bands nach mehr als einer Dekade zu einem Comeback hinreißen lassen ' vor allem wenn sie wie Portishead mit früheren Werken scheinbar Unerreichbares und Unwiederholbares geschaffen haben: zunächst das Debütalbum 'Dummy', erschienen 1994, genrebildender Meilenstein. 'Glory Box', 'Sour Times', 'Strangers', 'Roads' in Ewigkeit. Geoff Barrows eingängige Psychosounds orchestrierten Beth Gibbons' einzigartig vielseitige und doch immer charakteristisch traumatisierte Stimme. Dank 'Dummy' gelten Portishead zusammen mit Massive Attack vollkommen zu Recht als Archetypen des TripHop, dieser Schublade der 90er, die sie natürlich nie mochten und die allzu viele unbegabte Trittbrettfahrer schließlich so schnell überfüllt haben, dass sie unter der Last dieses inflationären Chill-Dub-Downbeat-Ambient-Geblubbers auseinanderbrechen musste.
Das zweite Album 'Portishead' (1997), zunächst als etwas ideenloserer Nachfolger geschmäht, ist das stringenteste, in sich stimmigste Werk geblieben. Unerbittlich die langsamen Beats und schweren Bässe, phantastisch Barrows Scratching und ' natürlich wieder dominant ' Gibbons' nun wirklich schmerzhafter wundervoller Gesang, umgeben von reduzierter Instrumentalbegleitung. Düsterer und diesmal ohne jede optimistische Störung erhielt aber auch die nicht weniger komplexe 'Portishead' schließlich ihre verdiente Zuneigung und Würdigung als klassisches TripHop-Werk, das sein eigenes Genre in Stücken wie 'Cowboys', 'Half Day Closing' oder 'Over' unbeschadet überlebt hat.
Elf Jahre sind vergangen. Die Neunziger lange, lange vorbei. Die Band seit Jahren aufgelöst. Beth Gibbons lebt ' trotz allem. 2002 ihr Solowerk 'Out of Season', zusammen mit Rustin' Man alias Paul Webb, dem ehemaligen Bassisten von Talk Talk: Komplex, ungemein gefühlvoll und melancholisch ' nur leidet jeder Ton, den Gibbons von sich gibt, unter der schweren Hypothek Portishead, und so blieb 'Out Of Season' zwangsläufig der Achtungserfolg in den Feuilletons und bei einer kleinen, erlesenen Fangemeinde.
Und nun doch wieder Portishead? Gibbons wieder zusammen mit Adrian Utley, Geoff Barrow und Co? Wozu im Jahr 2008? Den Namen nutzen, um die Auflage von vornherein zu erhöhen? So etwas weckt Befürchtungen, die sich leider nur allzu oft bestätigt haben.
Diesmal nicht. Portishead sind wieder da ' und ihr drittes Album 'Third', das Ende April in Deutschland erscheint, ist ein Werk, das selbst der größte Optimist nicht für möglich gehalten hätte: Es muss den ohnehin müßigen Vergleich mit seinen Vorgängern nicht fürchten ' im Gegenteil. 'Third' übertrifft alle Erwartungen, die zu erfüllen utopisch schien. Musikalisch dicht von der ersten bis zur letzten Sekunde, vielfältiger denn je, düster, spannend, psychedelisch. Der Ton ist mitunter rauher geworden, Utleys Gitarrenspiel verstärkt, Barrows Sounds besser denn je. Technoide Stücke wie 'We Carry On' wechseln mit fast rockigen (der starke, spannungsgeladene Opener 'Silence' weist den Weg). Darunter typische Portishead-Stücke wie 'Hunter', die ohne Abstriche die Qualität der Klassiker erreichen, und wunderschöne bitter-traurige Stücke, an 'Out of Season' erinnernd. Schnellere Beats, starke Instrumentals, Monotonie und Variation, Mut zum Elektronischen und eine starke erste Single (das eiskalte 'Machine Gun'), die jedoch nicht herausragt, lassen Beth Gibbons' unverändert wundervollen Gesang insgesamt weniger dominant wirken und dadurch paradoxerweise gleichzeitig heller leuchten.
'Third' gehört zu den seltenen Werken, die ihren Hörer ohne schwache Lückenfüller durchweg auf höchstem Niveau begeistern. Das dritte Album von Portishead ist nicht nur ein dieser Marke würdiges: Schon die erste Berührung lässt erahnen, dass hier ein musikalisches Schwergewicht mit ungeheurer schöpferischer Kraft und Reife erscheint, das das Potenzial zum Klassiker hat.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


22 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Meisterwerk, 10. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
10 lange Jahre mußte man warten seit dem letzten (Live-)Album. Die Vorfreude war also entsprechend groß, aber auch die Befürchtung, daß Portishead nur die nächste der vielen "Revival-Bands" werden, die alte, inzwischen abgestandene Ideen Jahre später nur aufwärmen. Nachdem ich 8 Songs der neuen Scheibe kenne und Portishead mit den neuen Liedern auch live erleben durfte, hat sich die Vorfreude bestätigt und die Befürchtung in Luft aufgelöst. Die alte Magie ist da, aber die Musik hat sich weiter entwickelt. Sie ist ungewohnt, teils härter, disharmonischer und technoider, was einen reizvollen Kontrast zu Beth Gibbons' Stimme ergibt. Spannende Musik!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


33 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartig! Endlich zurück!, 7. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Schon nach der ersten Nummer hat man das Gefühl einen alten Freund wieder zu treffen. Der Kumpel hat scheinbar einiges durchgemacht - also stürzt man sich gerne mit ihm zusammen in den tiefen See aus Melancholie und Weltschmerz. Aber der alte Freund hat sich im laufe der letzten Jahre auch weiterentwickelt, ist gereift wie ein alter Barolo - dunkel, schwer und verdammt gut. Körperreich und sanft im Abgang. Jetzt aber mal Schluß mit den lustigen Metaphern: schon nach den ersten Takten von "Silence", "Hunter" oder "The Rip" fällt mir wieder ein, daß ich Portishead vermißt habe, ohne es zu eigentlich zu wissen. Gibt kaum eine Band, die derartig eigen ist und hier wieder einen Klangteppich erschaffen hat, der Beth Gibbons' herrlich leidenden Gesang einen Unterbau liefert, ohne penetrant oder klischeehaft zu wirken. Ebensowenig klingen Portishead 2008 altbacken oder wie eine Kopie von sich selbst. Ein unglaublich gutes Album, daß selbst dem Debut "Dummy" in nichts nachsteht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen TripHop ist tot, Portishead leben, 13. Mai 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
1994 legten Portishead mit ihrem grandiosen Debüt "Dummy" die Blaupause eines neuartigen Stils vor. Ein bislang nie gehörter Mix aus alten Platten-Samples, schweren Beats und -dank Beth Gibbons' todtraurigem Gesang- durchzogen von einer tiefen Melancholie, wie sie der elektronische Bereich noch nie vorgebracht hat. Die Journalisten kreierten rasch die Schublade "Bristol-Sound" oder bekannter: "Trip Hop", wegen der Mischung aus HipHop-Beats und schwer hypnotischen Sounds.
Das Rezept wurde 1998 mit dem selbstbetitelten Nachfolger weiterbedient - mehr aber nicht. Das sollte nicht mehr passieren, befanden Gibbons, ihr Partner Geoff Barrow und der mittlerweile zum vollwertigen Bandmitglied gemachte Gitarrist Adrian Utley.

Und so dauerte es nach der Interims-liveveröffentlichung "Roseland NYC" halt ein paar Jahre, bis Portishead ein neues Album auf die Welt loslassen wollten. "Wir hatten zu Beginn vereinbart, dass wir uns auf die Suche nach einem neuen Vokabular begeben, an deren Ende ein Album stehen soll, das so keiner von uns erwarten würde. Es sollte ganz nach uns klingen, ohne auch nur im Sounddetail an etwas zu erinnern, was es schon von uns gab", so sagt Utley im VISIONS-Interview. Und dass das geglückt ist, davon kann man eigentlich auch schon aufgrund der Tatsache ausgehen, dass "Third" zehn Jahre nach seinem Vorgänger nun wirklich erschienen ist.

Der Erstkontakt war die wirklich kranke Single "Machine Gun": Ein verzerrtes E-Drum, Beths gewohnt klagender Gesang, nur ganz zum Schluss ein paar einzelne Synthie-Töne - mehr nicht. Ein unzugänglicher Brocken. "Third" in voller Länge macht dann dadurch aufgebaute Erwartungen erneut zunichte, indem es überraschend schön geworden ist. Obwohl es -gerade vom Sound her- immer noch denkbar weit draußen ist.
Die Songs hören mitunter abrupt auf, sind durch und durch angereichert mit schrägen Gitarrensounds an der Grenze zum reinen Geräusch, die Drums klingen kaputt und lo-fi, die Beats stolpern asynchron, die Songstrukturen sind reichlich unkonventionell. Die Elektronik-Schublade kann man gleich mal zumachen, das Album klingt dank der verwendeten Instrumente und Samples so zeitlos und analog wie nichts hippes Elektronisches klingen kann. Zudem geistern als Assoziationen bestenfalls noch experimentlastige Bands aus dem Indiesektor wie Sonic Youth (ja!!!!) oder dEUS durch den Kopf.
Und dann die Beats: "Third" knallt nicht und kommt oft sogar ohne Beat aus. Ihr Markenzeichen wurde rücksichtslos getötet. "Wenn einer befand, etwas klänge 'too triphop', wurde es unmittelbar gelöscht", so Utley. Also macht "Third" alles anders, kommt manchmal gar ungewohnt schnell daher.
Und das ist natürlich immer noch keine Sommermusik - dennoch muss man manche Songs als die zugänglichsten und optimistischsten bisher beschreiben. "Deep Water" etwa, nur zu einer Ukulele gesungen.
Und anders als bei den homogenen Vorgängerwerken hat jeder seinen ganz eigenen Charakter. Weil in jedem etwas Neues passiert, was nicht nur nichts mit dem bisherigen Bandschaffen zu tun hat, sondern auch auf dem Album einzigartig ist.
Der extreme Variantenreichtum macht "Third" zum besten Portishead-Album. Punkt.

Die Neuerfindung ist also geglückt. Portishead sind nicht nur wieder da, sie sind besser als je zuvor. Sie sperren sich gegen jede Schublade, sind immer dort, wo niemand anderes ist und berühren und begeistern. Toll, dass es so was gibt.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genial - wenn auch erst nach mehrmaligem Hören, 26. Mai 2012
Von 
M. Robert Ganser "robertissimo" (Apetlon, Burgenland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
Die 79. Rezension dieses Tonträgers, wenn ich richtig gelesen habe, 'was die Frage erlauben mag, welchen Senf sich da noch dazugeben lässt, den andere nicht schon längst dazugegeben haben (ich schreibe sonst ja eher zu Produkten, die nur wenige Rezensionen haben, oder noch gar keine, das nur nebenbei)?

Nun, kurz und schmerzlos: '"Dummy'" hatte mich beim ersten Hören schon regelrecht umgehauen, bei den beiden Folgealben ging es mir ähnlich; die dritte Studioplatte brauchte bei mir drei Anläufe, aber mittlerweile steht für mich '"Third"' auf einer Stufe mit ihrem außergewöhnlichen Debütalbum. Über weite Strecken wunderschöne Melodien (um nur "'Hunter"', '"The Rip"' und "'Small"' als Beispiele zu nehmen), zum Teil ist die Platte, so verrückt das klingen mag, schlichtweg Folkrock, aber mit Elektronik angereichert, die das Ganze auf eine andere Ebene bringt. Die Sounds bei '"Plastic"' lassen mich an die irrwitzigen Electric Jug-Spielereien eines Tommy Hall bei den 13th Floor Elevators denken, öfters fühle ich mich, was Percussion (analog wie digital bzw. Schlagzeug wie Drumcomputer) anbelangt, an die allerstärksten Momente von The Can und Neu! erinnert (Musterbeispiel: '"We Carry On"'), aber es bleibt alles hundertprozentig Portishead. Dieses Album hat Reife, die Drei haben ihr volles Jahrzehnt nach der vorherigen Studioplatte wirklich genützt. Die Lagerfeuerballade "'Deep Water"' (Spielzeit 1:33!) fällt musikalisch aus dem Rahmen, und erscheint mir wie ein Intro zum hinreißenden '"Machine Gun"', wo Beth Gibbons' graziler Gesang und das perkussive Feuerwerk einen faszinierenden Kontrast bilden. Die letzten Takte von "'Small"', das sich von einem subtilen Folksong zu einer verqueren Rocknummer steigert, lassen ein Riff anklingen, das stark an Link Wray's "'Rumble"' erinnert. Die Schlussnummer "'Threads"' führt dann nochmals vor, wie Portishead Pathos definieren - nämlich so klug dosiert, dass es keinen einzigen Takt lang ins Banale abstürzt. Große Gefühle, große Musik.

Sollte in den letzten fünf Jahren nur ein einziges britisches Pop-/Rock-Album erschienen sein, das etwas Geduld verdient, sich diese dann allerdings voll auszahlt, dann diese Platte.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So ganz einfache Musik haben Portishead ja ohnehin nie gemacht..., 15. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Third (Audio CD)
...aber mit "Third" sprengen sie die Ufer der Schwermut, Unbehangnis, Einsamkeit, Verzweiflung und Depression, in denen seine beiden Vorgänger flossen und liefern ein Album ab, dass das bisherige Werk in diesen Punkten bei Weitem übertrifft!
Neu erfunden haben sie sich zwar nicht unbedingt...schon in den ersten Minuten, vor allem bei "Hunter", wird klar, dass man es mit Portishead und niemand anderem zu tun hat. Die ersten Songs lassen die Weiterentwicklung auch noch nicht im vollen Ausmaß erkennen. Zwar hört man etwas sperrigere Synthie-Klänge, seltsame Rhythmus-Instrumente und hier und da etwas rückwärts abgespieltes. Aber mein Gott...den Freund von ungewöhnlicher Musik (und das sollten doch alle Portishead-Liebhaber ohnehin sein...) wird das nicht schocken. Jedenfalls bringen die Songs das gewohnt sicke Feeling der Band so gut wie eh und je rüber.
Doch spätestens mit "We Carry On" wird klar: sie trauen sich hier mal was! Der Song ist an Verschrobenheit kaum zu überbieten. Man bekommt einen psychedelisch treibenden Elektro-Rhythmus um die Ohren gehauen, der einem alles andere als ein Wohlgefühl vermitteln möchte. Und der Song funktioniert einfach perfekt...er entwickelt eine sehr dichte Athmosphäre (ein gewisses Kopfschmerzgefühl inbegriffen) und driftet schließlich mit einem simplen Gitarrenriff völlig ab.
Anschließend fühlt man sich reif für eine kleine Verschaufpause, und bekommt sie in Form von "Deep Water" geboten. Der minimalistische Song wurde lediglich mit Ukulele (oder Mandoline?) und Gesang eingespielt. Simpel aber gut und vor allem im Kontext des Album perfekt getimt...
...denn weiter geht es mit dem 2. Höhepunkt der Unkonventionalität: "Machine Gun". Hier wurde lediglich auf Drums, eine recht perkussive Synthesizer-Sequenz und Gesang gesetzt. Und vor allem der Synthie-Sound ist derart gut abgestimmt und produziert, dass es einem das Blut in den Adern gefrieren lässt. Zum Ende hin arbeiten Portishead mit Modulationen der Sequenz und einem Lead-Part, die jedem Sound-Freak das Herz höher schlagen lässt: purer Analog-Synthie-Sound...sowas Geiles kommt definitiv aus keinem Macbook der Welt! Ein dickes Lob auch an die Band für den Mut, gerade diesen ungewöhnlichen Song als erste Single-Auskopplung zu wählen.
So langsam nähert sich der Psycho-Trip "Third" dem Ende. Nach dem schwer verdaulichen "Small" wird es mit "Magic Doors" wieder etwas melodischer, wärmer und zugänglicher. Im Refrain gibt's sogar ein wenig Klavier zu hören.
"Threads" lässt wieder etwas Erinnerungen an vergangene Portishead-Tage aufkommen, und stellt mit einem echohaften ausklingenden Synthie-Part schließlich das dramatische unhappy End des Werks dar.

Hervorheben möchte ich auch die Vinyl-Version. Es handelt sich um eine 45 U/min Doppel-LP in herausragender Qualität. Die Songs sind im Sinne der Dramaturgie des Albums treffend auf die 4 Seiten aufgeteilt:
1: Silence, Hunter, Nylon Smile
2: The Rip, Plastic, We Carry On
3: Deep Water, Machine Gun, Small
4: Magic Doors, Threads
Für den Fall, dass man das Album vorher nicht kannte (ich kannte es vorher), stelle ich mir z.B. den Moment in dem man die 3. Seite auflegt, und nach "We Carry On" "Deep Water" ertönt, ziemlich überraschend vor!
Leider liegt der Doppel-LP aber kein Download-Code bei. Ich finde, das sollte heutzutage eine Selbstverständlichkeit sein!

Fazit:
Wird ein Album mit einer Phrase wie "die Band hat endlich ihren Sound gefunden" beschrieben, so heißt das für mich im Klartext meist so etwas wie: "So langsam gehen die Ideen aus...hier bekommt man die altbekannten Rezepte zum x-ten mal aufgewärmt, diesmal nur endgültig glattproduziert".
Doch irgendwie möchte ich "Third" dennoch den "Sound gefunden"-Stempel aufdrücken. In dem Fall heißt es allerdings eher "Endlich trauen sie sich die musikalischen Pfade einzuschlagen, die sie eigentlich schon immer begehen wollten". Ich denke, genau das trifft auf dieses Album zu. Es ist das mutigste der 3 Alben, ohne sich im Experimentieren zu verheddern. Es gewinnt dadurch an Abwechslung und Spannung, und damit ist es für mich zweifellos:

das beste Portishead-Album!!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 28 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Third [Vinyl LP]
Third [Vinyl LP] von Portishead (Vinyl - 2008)
Klicken Sie hier für weitere Informationen
Lieferbar ab dem 5. August 2014.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen