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am 4. Juni 2008
... wenn ihr immer noch eure Mundharmonika in der Tasche und vor 13 Jahren das letzte Mal ein Alanis-Album gehört habt.

Das neue Album ist sicherlich nicht das beste Alanis Album, aber das gibt es ja auch nicht. Jedes Album war bisher anders und dieses jetzt ist sogar erfrischend anders. Ich bin ein Alanis Fan der ersten Stunde und mit ihr älter geworden. Ich will heute kein "Jagged Little Pill" mehr haben. Ich will ein solides, gut produziertes und ernstzunehmendes Album von einer Künstlerin die Musik aus der Freude oder dem Schmerz heraus macht und nicht um Hits zu produzieren.

Genau das bekommt man für sein Geld wenn man FoE kauft.

Die ständigen Vergleiche mit ihrem ersten Album oder gar mit Madonna nerven langsam und sind auch unangebracht. Würde Madonna "Straitjacket" singen, würde es "wirklich" schrecklich klingen. Anscheinend darf niemand mehr Elektromusik machen ohne des Diebstahls bei Madonna bezichtigt zu werden. Genauso darf kein Film mehr eine Massenschlacht zeigen ohne beim "Herrn der Ringe" geklaut zu haben. Blödsinn!

Würde Sie heute wieder ein Album von dem Charakter eines JLP produzieren, würden die Kritiker sofort die "Rückschritt" und "fehlende musikalische Reife" Kiste öffnen. Wer verreissen will, findet auch was.

Im Übrigen bietet die Scheibe alles was man braucht: Elektroelemente(weniger als mancher hier behauptet), Gitarren (ja tatsächlich), Schlagzeug und die "unvergleichliche" Stimme einer begnadeten Künstlerin, die seit über 13 Jahren zu verzaubern versteht. Manch einer sollte ein Album auch zwei oder dreimal hören bevor er die Welt mit seiner Meinung beglückt.

Fazit: Absolute Kaufempfehlung!! Ein starkes und solides Album mit Schwächen aber weitaus mehr Stärken. FoE wird wohl kein Chartstürmer aber das,... ist auch gut so.

Kompliment Alanis, du hast es wieder mal geschafft dich spürbar weiterzuentwickeln, leider kann man das nicht von jedem Deiner Fans behaupten.
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am 10. Juni 2008
Nach vier Jahren ist Alanis Morissette endlich mit einem neuen Album zurück. Und während sie sich für ihr letztes Album So-Called Chaos gerade einmal etwas über ein Jahr Zeit gelassen hat, was sich nach Meinung vieler auf die Qualität des Albums niedergeschlagen hat, so zeigt sich bei Flavors Of Entanglement", dass ich das Warten mehr als gelohnt hat.
Mit Guy Sigsworth als Produzenten hat Alanis ein Album aufgenommen, dass an vielen Stellen ganz anders klingt, als man es von Alanis gewohnt ist und somit auch die Menschen interessieren könnte, die sonst weniger von ihrer Musik halten, ohne dabei jedoch ihrem eigenen Stil untreu zu werden.

Citizen Of The Planet 5/5
Citizen Of The Planet ist der erste Song dieses Albums und einer der Besten. Am ehesten lässt sich dieses Lied in die Kategorie Rock einordnen, der Chors ist laut und unterlegt mit Gitarren, die später von Streichern unterstützt werden. Vor allem das Ende ist genial. Man sollte sich in diesem Fall nicht von den ersten 15 Sekunden verunsichern lassen, die nahe legen, Citizen wäre ein an indische Musik angelegter Song. Die ersten 15 Sekunden sind das vielleicht, danach nimmt der Song jedoch eine komplett andere Richtung an und wird zu einem der Highlights dieses Albums.

Underneath 4.5/5
Viele Kritiker jammern ja heute noch der Alanis hinterher die 1995 mit ihrem Album Jagged Little Pill" die Welt eroberte. Während man Madonna jeder noch so kleine Veränderung als bahnbrechende Neuerfindung ihrer selbst zu gute legt, scheint man Alanis nie verziehen zu haben, dass ihre letzten vier Alben nicht einfach Jagged Little Pill 2-5 waren, sondern in unterschiedliche Richtungen gehen. Alanis hat sich viel weiter entwickelt, als ein Großteil der Stars, die Weiterentwicklungen als ihr Markenzeichen ansehen. Underneath, Alanis erste Single, erinnert noch am ehesten an die alte" Alanis, gewisse Ähnlichkeiten mit Ironic lassen sich erahnen. Thematisch handelt es sich bei Underneath um die Aufforderung statt nach Lösungen für die größten Probleme in der Welt zu suchen, erst einmal in sich selbst zu schauen und mit sich selbst ins Reine zu kommen. Denn all die kleinen Probleme im Alltag seien doch nichts anderes, als das, was vergrößert in der großen Weiten Welt passiert. Frei nach dem Motto sei der Wandel, den du selbst sehen möchtest" ist Underneath ein solider Radio-Track der leider viel zu selten iM Radio gespielt wird.

Straitjacket 4.5/5
Spätestens jetzt wird auch der letzte bemerkt haben, dass Flavors Of Entanglement kein Aufguss alter Rezepte, sondern komplett neues Territorium für Alanis ist. Der Einfluss Guy Sigsworths wird hier spürbar deutlich. Straitjacket ist elektronisch, ein bisschen wütend und vor allem ein sehr interessanter Song.

Versions of Violence 5/5
Für mich der absolut beste Song des ganzen Albums. Alanis war mit Ausnahme von Pollyanna Flower" nie so dunkel wie hier. Rock gemischt mit starken Electronica-Einflüssen lässt ein bisschen an Evanescence erinnern, allerdings zeigt Alanis starke und in den Strophen erstaunlich tiefe, fast schon maskuline Stimme, wo die Unterschiede zu eben dieser Band liegen. Ein sehr ausdrucksstarker Song, der mit relativ simplen Texten auskommt, verglichen mit anderen Alanis-Songs natürlich. Nach einem ganz unverhofften Ende dieses Songs kommt schließlich...

Not As We 5/5
Ein weiterer positiver Aspekt dieses Albums ist die Vielseitigkeit von "Flavors of Entanglement". Bis jetzt hatten wir Rock, Pop und Electronica, nun kommt eine Ballade hinzu, deren Kontrast zu Versions of Violence nicht größer sein könnte. Alanis Stimme wird nur von einem Klavier begleitet und klingt hin und wieder etwas brüchig, was die traurige Aussage dieses Songs treffend unterstützt. Die Trennung von ihrem langjährigen Lebensgefährten Ryan Reynolds hat Spuren hinterlassen, auf ihrer Seele, aber auch auf diesem Album. Not As We ist ein Beweis dafür.

In Praise of the Vulnerable Man 4/5
Wieder großer Kontrast zum vorhergehenden Song, der thematisch an Surrendering und Everything anknüpft. Im Vergleich zu den vielen Highlights dieses Albums geht In Praise ein wenig unter, ist es doch ein süßer Sommer-Song, des Alanis Stimme an manchen Stellen ungewohnt hoch und weich präsentiert.

Moratorium 5/5
Moratorium ist wieder etwas anderes. Der längste Song der Standard-Ausgabe des Albums präsentiert sich mit vielen unterschiedlichen Elementen. Neben den Streichern und natürlich Alanis Stimme wird dieser Song vor allem von einem starken Drumloop dominiert, der immer wieder aufgebrochen wird um die Streicher sowie Alanis chorale Gesangseinlagen in den Vordergrund zu rücken. Alanis erklärt in dem Song eine Auszeit von zwischenmenschlichen Verwicklungen nehmen zu müssen um sich ihrer selbst wieder klar werden zu können

Torch 5/5
Nach Not As We haben wir mit Torch einen weiteren Song, der die schmerzhafte Trennung von Ryan Reynolds zu thematisieren scheint. Alanis zählt auf, welche Qualitäten sie an ihrem Exfreund vermisst. Ein sehr emotionaler Text steht hier einer im Vergleich zu anderen Songs nicht ganz so interessanten Instrumentierung gegenüber. Ein sehr schöner und gefühlvoller Song, der etwas Entspannung vor dem großen Finale mit sich bringt.

Giggling For No Reason 4.5/5
Die letzten drei Songs dieses Albums zeigen noch einmal die Vielseitigkeit, die Alansi und Guy Sigsworth in diesem Album an den Tag gelegt haben. Wieder ein sehr elektronischer und damit für Alanis Morissette ungewöhnlicher Song, der ungewohnt hoch gesungen ist. Giggling läd dazu ein, das Autoradio laut zu drehen, die Fenster runterzufahren und nach Möglichkeit das Verdeck zu öffnen um dann an einem sonnigen Nachmittag über irgendeine Landstraße dahin zu fliegen. Dabei verstahlt es eine Unbeschwertheit, die im Kontrast zum nächsten Song steht.

Tapes 5/5
Tapes ist ein Song der sich im gewissen Sinne mit Selbstzweifeln und Selbsthass auseinander setzt. Innere Stimmen flüstern Alanis ein, sie sei zu anstrengend, um geliebt zu werden und gehöre am Besten vergessen und weggesperrt. Umrahmt wird dies von einem verdammt guten Refrain und einem sehr schönen Ende, das leider viel zu kurz geraten ist. Alanis chorale Gesangseinlage gepaart mit elektrischen Gitarren hätte ruhig ein bis zwei Minuten länger sein können. Eigentlich ein wunderschönes Schlussstück für ein Album, doch noch ist dieses nicht ganz vorbei.

Incomplete 5/5
Nach dem traurigen Nachgeschmack, den Tapes hinterlassen hat, will Alanis ihre Zuhörer dann nicht ziehen lassen, ohne einen letzten Song zu singen, der an das Bild des Phoenix, der aus der Asche aufsteigt, erinnert. Incomplete macht Mut, sich mit den eigenen Unzulänglichkeiten abzufinden und statt sich auf die Suche nach Perfektion, die man wahrscheinlich nie erreichen wird, zu begeben sich lieber an den Dingen des Hier und Heute erfreuen soll. Dann klappt es auch mit einem glücklichen und zufriedenen Leben.

Und dies sei all den Kritikern gesagt, die immer noch nicht verstanden haben, dass die Zeiten von You Oughta Know längst vorbei sind: Das Album vermittelt in der Zusammenschau den Eindruck, als sei Alanis langsam in ein Gleichgewicht gekommen, in dem sie sich wohl fühlt.

Auch das Album selbst wirkt sehr ausgewogen. Trotz der vielen verschiednen Genres, die es abdeckt wirkt es an sich doch geschlossen. Wenn es sehr laut wird, wird es danach auch wieder leise, wenn es schnell wird, so wird es danach wieder langsam. Dieser Ausgleich hinterlässt den Eindruck eines sehr vielseitigen aber ausbalancierten Albums, dem ich mit sehr gutem Gewissen fünf Sterne geben werde.

Allerdings möchte ich doch vom Kauf dieses Albums abraten - zumindest in dieser Fassung. Denn es gibt zudem eine Special Edition, die eine zweite CD und damit fünf weitere Songs enthält, die auf jeden Fall hörenswert sind. Da diese Ausgabe nur unwesentlich teurer ist aber einen noch tieferen Einblick in die Vielseitigkeit der Alanis Morissette bietet rate ich jedem Interessenten zum Kauf der Special Edition.
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am 9. Juli 2008
Ich muss zugeben ,daß ich noch kein einziges Alanis Album besaß, bis heut, als ich mir aufgrund eines Gutscheins das neue Special CD doppel Album gekauft hatte. Da ich viele Sachen von Guy Sigsworth kenne und sehr mag, dazu noch eine Elektronic Freund bin, hab ich mich "gewagt" das Album zu kaufen und mich dafür entschieden. Ich kenne natürlich alle Hits von Alanis, aber nicht alle kompletten Alben. Also ich finde, es sind sehr starke und emotionale Songs, damit meine ich die Balladen, sowie die rockigeren Stücke. Die Electronischen Züge sind sehr gut angepasst und passen hervorragend. Diese experimentierfreudigkeit hat mich halt gereizt und ich finde, daß Alanis sich sehr weiterentwickelt hat , schließlich muss ein Album nicht immer gleich klingen. Wer will das schon. Der Verkäufer bei Saturn meinte, man soll lieber lassen Rock und Electronic zu kombinieren, doch genau das find ich total klasse und gelungen. Und genau darum bekommt dieses Album 5 Sterne. Auch ich habe mich für die Special Edition entschieden und war bereit den Rest drauf zu zahlen.
Super, eines meiner neuen Lieblingsalben.
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Nach vier jähriger Kreativpause und gescheiterter Beziehung (mal wieder) bringt die quirlige Kanadierin mit Wahlheimat USA ihr neues Studioalbum raus. Diesmal hat sie, nach drei Alben im absoluten Alleingang, die Führung zumindest teilweise aus der Hand gegeben: Sie holte sich einen neuen Produzenten. Und zwar keinen geringeren als den ehemaligen Björk-Producer Guy Sigsworth. Nebenbei wurde dann auch die komplette Band in die Wüste geschickt und neue Musiker angeheuert; schließlich sollte das hier mal was ganz anderes werden.
Man merkt deutlich, dass das Album unter Sigsworths Fuchtel entstanden ist. Viel Elektro, viele Synthies.
Jedoch beim Songwriting läuft es so wie bei Alanis' Debut und dessen Nachfolger: Frau Morissette zeigt sich verantwortlich für Text und die Musik wurde dann im Duo geschrieben.
Aufgeteilt ist das Album in 11 Songs mit einer gut dosierten Abwechslung zwischen schnelleren und langsamen Songs.
Seinen ersten Höhepunkt erreicht das Album dann mit dem sehr aggressiven Song Versions of Violence, um danach mit Not as We ins absolute Gegenteil umzuschlagen.
Insgesamt schafft es das Album rund und angenehm rüber zu kommen. Insgesamt wirkt es stimmig. Sowohl musikalisch als auch thematisch. Frau Morissette ist ja hinlänglich für ihre Gefühlsausbrücke in ihren Songs bekannt und so sollte es hier nicht anders sein. Es geht um Männer, um gescheiterte Beziehungen und darum, dass jetzt erstmal Schluss ist mit Beziehungskisten, es bringt ja doch alles nichts. Der Song Moratorium beinhaltet alle diese Themen und kann so als heimlicher Titel-Track angesehen werden. Nicht zuletzt, weil der Name des Albums eine entliehene Verszeile aus eben diesem Song ist.
Allgemein kommen hier Erinnerungen an ihre zweite Scheibe Supposed Former Infatuation Junkie auf: Alles ist sehr experimentell und an manchen Stellen mag auch mal die ganze Chose aus dem Ruder laufen. Beispielsweise hätte man sich einige der Synthies im Song Straight Jacket bestimmt sparen können.
Doch experimentieren bedeutet Fortschritt und eigentlich kann es sich nur Enya erlauben seit knapp 20 Jahren dieselbe Musik zu machen.

Besonderheiten der Deluxe Version:
Meistens finden sich in sogenannten Deluxe-Versionen von Alben eine DVD mit Interviews und Making-Ofs - aber hier machte man kurzerhand ein Doppelalbum aus der ganzen Sache mit ganzen Fünf Songs, die nicht auf der normalen Platte enthalten sind, obwohl es allesamt wert gewesen wären. "Orchid" und "The Guy who leaves" sind nocheinmal absolute Highlights moderner Pop-Rock Musik. Der erste Song ist eine angenehme Mid-tempo Nummer im Stil von "Under Rug swept" und der zweite Song lehnt sich vom Stil her an "Straight Jacket" von der ersten CD an.
Die Songs "Madness" und "limbo no more" sind zwei schöne Balladen.
Die CD schließt dann mit dem kleinen, niedlichen Trinkliedchen "On the Tequila", wo Alanis von einer netten Tequila-Runde mit Freunden singt.

Insgesamt ist diese zweite CD ein super Gimmick und verdient voll und ganz den Namen Deluxe-Version
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am 10. Juni 2008
Nach vier Jahren ist Alanis Morissette endlich mit einem neuen Album zurück. Und während sie sich für ihr letztes Album So-Called Chaos gerade einmal etwas über ein Jahr Zeit gelassen hat, was sich nach Meinung vieler auf die Qualität des Albums niedergeschlagen hat, so zeigt sich bei Flavors Of Entanglement", dass ich das Warten mehr als gelohnt hat.
Mit Guy Sigsworth als Produzenten hat Alanis ein Album aufgenommen, dass an vielen Stellen ganz anders klingt, als man es von Alanis gewohnt ist und somit auch die Menschen interessieren könnte, die sonst weniger von ihrer Musik halten, ohne dabei jedoch ihrem eigenen Stil untreu zu werden.
Diese Fassung des Albums enthält ganze 16 Songs auf zwei CDs verteilt und reicht damit fast an die 17 Tracks auf Supposed Former Infatuation Junkie, dem längsten Album von Alanis heran.

Citizen Of The Planet 5/5
Citizen Of The Planet ist der erste Song dieses Albums und einer der Besten. Am ehesten lässt sich dieses Lied in die Kategorie Rock einordnen, der Chors ist laut und unterlegt mit Gitarren, die später von Streichern unterstützt werden. Vor allem das Ende ist genial. Man sollte sich in diesem Fall nicht von den ersten 15 Sekunden verunsichern lassen, die nahe legen, Citizen wäre ein an indische Musik angelegter Song. Die ersten 15 Sekunden sind das vielleicht, danach nimmt der Song jedoch eine komplett andere Richtung an und wird zu einem der Highlights dieses Albums.

Underneath 4.5/5
Viele Kritiker jammern ja heute noch der Alanis hinterher die 1995 mit ihrem Album Jagged Little Pill" die Welt eroberte. Während man Madonna jeder noch so kleine Veränderung als bahnbrechende Neuerfindung ihrer selbst zu gute legt, scheint man Alanis nie verziehen zu haben, dass ihre letzten vier Alben nicht einfach Jagged Little Pill 2-5 waren, sondern in unterschiedliche Richtungen gehen. Alanis hat sich viel weiter entwickelt, als ein Großteil der Stars, die Weiterentwicklungen als ihr Markenzeichen ansehen. Underneath, Alanis erste Single, erinnert noch am ehesten an die alte" Alanis, gewisse Ähnlichkeiten mit Ironic lassen sich erahnen. Thematisch handelt es sich bei Underneath um die Aufforderung statt nach Lösungen für die größten Probleme in der Welt zu suchen, erst einmal in sich selbst zu schauen und mit sich selbst ins Reine zu kommen. Denn all die kleinen Probleme im Alltag seien doch nichts anderes, als das, was vergrößert in der großen Weiten Welt passiert. Frei nach dem Motto sei der Wandel, den du selbst sehen möchtest" ist Underneath ein solider Radio-Track der leider viel zu selten iM Radio gespielt wird.

Straitjacket 4.5/5
Spätestens jetzt wird auch der letzte bemerkt haben, dass Flavors Of Entanglement kein Aufguss alter Rezepte, sondern komplett neues Territorium für Alanis ist. Der Einfluss Guy Sigsworths wird hier spürbar deutlich. Straitjacket ist elektronisch, ein bisschen wütend und vor allem ein sehr interessanter Song.

Versions of Violence 5/5
Für mich der absolut beste Song des ganzen Albums. Alanis war mit Ausnahme von Pollyanna Flower" nie so dunkel wie hier. Rock gemischt mit starken Electronica-Einflüssen lässt ein bisschen an Evanescence erinnern, allerdings zeigt Alanis starke und in den Strophen erstaunlich tiefe, fast schon maskuline Stimme, wo die Unterschiede zu eben dieser Band liegen. Ein sehr ausdrucksstarker Song, der mit relativ simplen Texten auskommt, verglichen mit anderen Alanis-Songs natürlich. Nach einem ganz unverhofften Ende dieses Songs kommt schließlich...

Not As We 5/5
Ein weiterer positiver Aspekt dieses Albums ist die Vielseitigkeit von "Flavors of Entanglement". Bis jetzt hatten wir Rock, Pop und Electronica, nun kommt eine Ballade hinzu, deren Kontrast zu Versions of Violence nicht größer sein könnte. Alanis Stimme wird nur von einem Klavier begleitet und klingt hin und wieder etwas brüchig, was die traurige Aussage dieses Songs treffend unterstützt. Die Trennung von ihrem langjährigen Lebensgefährten Ryan Reynolds hat Spuren hinterlassen, auf ihrer Seele, aber auch auf diesem Album. Not As We ist ein Beweis dafür.

In Praise of the Vulnerable Man 4/5
Wieder großer Kontrast zum vorhergehenden Song, der thematisch an Surrendering und Everything anknüpft. Im Vergleich zu den vielen Highlights dieses Albums geht In Praise ein wenig unter, ist es doch ein süßer Sommer-Song, des Alanis Stimme an manchen Stellen ungewohnt hoch und weich präsentiert.

Moratorium 5/5
Moratorium ist wieder etwas anderes. Der längste Song der Standard-Ausgabe des Albums präsentiert sich mit vielen unterschiedlichen Elementen. Neben den Streichern und natürlich Alanis Stimme wird dieser Song vor allem von einem starken Drumloop dominiert, der immer wieder aufgebrochen wird um die Streicher sowie Alanis chorale Gesangseinlagen in den Vordergrund zu rücken. Alanis erklärt in dem Song eine Auszeit von zwischenmenschlichen Verwicklungen nehmen zu müssen um sich ihrer selbst wieder klar werden zu können

Torch 5/5
Nach Not As We haben wir mit Torch einen weiteren Song, der die schmerzhafte Trennung von Ryan Reynolds zu thematisieren scheint. Alanis zählt auf, welche Qualitäten sie an ihrem Exfreund vermisst. Ein sehr emotionaler Text steht hier einer im Vergleich zu anderen Songs nicht ganz so interessanten Instrumentierung gegenüber. Ein sehr schöner und gefühlvoller Song, der etwas Entspannung vor dem großen Finale mit sich bringt.

Giggling For No Reason 4.5/5
Die letzten drei Songs dieses Albums zeigen noch einmal die Vielseitigkeit, die Alansi und Guy Sigsworth in diesem Album an den Tag gelegt haben. Wieder ein sehr elektronischer und damit für Alanis Morissette ungewöhnlicher Song, der ungewohnt hoch gesungen ist. Giggling läd dazu ein, das Autoradio laut zu drehen, die Fenster runterzufahren und nach Möglichkeit das Verdeck zu öffnen um dann an einem sonnigen Nachmittag über irgendeine Landstraße dahin zu fliegen. Dabei verstahlt es eine Unbeschwertheit, die im Kontrast zum nächsten Song steht.

Tapes 5/5
Tapes ist ein Song der sich im gewissen Sinne mit Selbstzweifeln und Selbsthass auseinander setzt. Innere Stimmen flüstern Alanis ein, sie sei zu anstrengend, um geliebt zu werden und gehöre am Besten vergessen und weggesperrt. Umrahmt wird dies von einem verdammt guten Refrain und einem sehr schönen Ende, das leider viel zu kurz geraten ist. Alanis chorale Gesangseinlage gepaart mit elektrischen Gitarren hätte ruhig ein bis zwei Minuten länger sein können. Eigentlich ein wunderschönes Schlussstück für ein Album, doch noch ist dieses nicht ganz vorbei.

Incomplete 5/5
Nach dem traurigen Nachgeschmack, den Tapes hinterlassen hat, will Alanis ihre Zuhörer dann nicht ziehen lassen, ohne einen letzten Song zu singen, der an das Bild des Phoenix, der aus der Asche aufsteigt, erinnert. Incomplete macht Mut, sich mit den eigenen Unzulänglichkeiten abzufinden und statt sich auf die Suche nach Perfektion, die man wahrscheinlich nie erreichen wird, zu begeben sich lieber an den Dingen des Hier und Heute erfreuen soll. Dann klappt es auch mit einem glücklichen und zufriedenen Leben.

Und dies sei all den Kritikern gesagt, die immer noch nicht verstanden haben, dass die Zeiten von You Oughta Know längst vorbei sind: Das Album vermittelt in der Zusammenschau den Eindruck, als sei Alanis langsam in ein Gleichgewicht gekommen, in dem sie sich wohl fühlt.

Auch das Album selbst wirkt sehr ausgewogen. Trotz der vielen verschiednen Genres, die es abdeckt wirkt es an sich doch geschlossen. Wenn es sehr laut wird, wird es danach auch wieder leise, wenn es schnell wird, so wird es danach wieder langsam. Dieser Ausgleich hinterlässt den Eindruck eines sehr vielseitigen aber ausbalancierten Albums, dem ich mit sehr gutem Gewissen fünf Sterne geben werde.

Allerdings verdient diese Ausgabe eigentlich noch mehr Sterne denn mit der zweiten CD erwarten den Käufer fünf weitere Songs, die keinesfalls Wegwerfprodukte sind, sondern qualitativ ohne Weiteres an die 11 Songs des Albums heranreichen oder teilweise noch besser sind.

Orchid 5/5
Den Anfang macht ein Song namens Orchid, der in sofern bemerkenswert ist, da er Alanis Stimme in einer Art und Weise präsentiert, wie die vielen Menschen fremd sein dürfte. Wer denkt Alanis sei der Schreihals, der All I Really Want und Ironic krakelte, der liegt mit Sicherheit nicht falsch. Alanis Stimme ist das ein oder andere Mal etwas schrill, hier ist sie dies jedoch nicht.
Alanis Stimme präsentiert sich weich und zart umrahmt von einer ruhigen Instrumentierung die einen süßlichen und fast schon floralen Song ergeben, der als ein Highlight dieser Bonus-CD gesehen werden kann und zu den besten Songs der ganzen Session gehört.

The Guy Who Leaves 3/5
Im Gegensatz dazu ist The Guy Who Leaves einer der schwächeren Songs, aber ein nicht minder interessanter. Gesang und Instrumentierung sind irgendwie ungewöhnlich und gehen nicht sofort ins Ohr. Trotzdem ein Song, den man sich mehr als einmal anhören sollte, da er viele Facetten aufweist, die es zu entdecken gilt.

Madness 4.5/5
Madness ist der längste Song der as dieser Session bis dato veröffentlicht wurde und er ist der längste Alanis-Song überhaupt bis jetzt. Ein sehr ruhiger Track, der hauptsächlich aus einer Klavierbegleitung besteht, gegen Ende dann jedoch um einige andere Instrumente physischer und digitaler Art erweitert wird, ohne jedoch in ein krachendes Finale à la Uninvited zu münden. Auch wenn das Lied mit 6:21 Minuten sehr lang ist, hat man das Gefühl, dass es viel schneller vorbei ist. Alles in allem ein sehr schöner und verträumter Song.

Limbo No More 5/5
Wieder eine Ballade - und was für eine. Ein sehr dominantes Streich-Arrangement tritt vor allem in der zweiten Hälfte zum Vorschein und macht aus dieses Lied zu einem Schatz, der einem entgeht, wenn man sich auf die Standard-Fassung dieses Albums beschränkt. Sehr sehr hörenswert

On The Tequila
Wer On The Tequila zum ersten Mal hört denkt wahrscheinlich Alanis stecke nun tatsächlich in der Zwangsjacke, die sie in Track 3 des Albums besingt. Nichts von all dem, was Alanis bis jetzt dargeboten hat, hätte ein solches Lied erahnen lassen. Ein bisschen verrückt, ein bisschen seltsam aber irgendwie doch kein schlechter Party-Song ist On The Tequila der im Vergleich zu Alanis anderen Songs mit teils sehr komplizierten Themen eher belanglos wirkt.
Wahrscheinlich werden sich hier die Geister scheiden, wer diesen Song als Witz seitens Alanis versteht liegt wahrscheinlich richtig und hat ihre Art von Humor erkannt. Ich könnte aber auch verstehen, wenn jemand dieses Lied als eines der schlechtesten seit langem bezeichnet. Deshalb verzichte ich auf eine Bewertung, hier muss sich jeder seine eigene Meinung bilden.

Abschließend lässt sich sagen, dass die zweite CD unbedingt hörenswert ist, sich aber schnell zeigt, warum diese Leider ausgelagert wurden und nicht auch noch auf dem eigentlichen Album enthalten sind. Bei den Bonus-Tracks handelt es sich hauptsächlich um Balladen und langsame Stücke, die das Tempo aus Flavors Of Entanglement herausgenommen und die Ausgewogenheit zunichte gemacht hätten.

Ich lege diese Fassung des Album jedem ans Herz, der sich ein bisschen für Alanis und ihr neustes Werk interessiert, da es einen tieferen Einblick in den Schaffensprozess des Albums liefert und vielleicht hilft, Alanis Musik noch mehr zu verstehen, zu schätzen und zu genießen.
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am 30. Mai 2008
Eines vorweg: ich war aufgrund vieler Vorab-Rezensionen skeptisch. Nun ist es da, ein neues interessantes Morissette-Album. Und ja, es passt zu ihr: hier wird der Mut zum Experimentieren mit alten Tugenden wie ins Ohr gehende Melodien verbunden und mit großartig klingenden Soundgemälden belohnt. Lediglich der "rote Faden" fehlt ein wenig, und ein Song wie "Giggling again for no reason" geht absolut nicht. Ob große Hits aus dieser CD vorgehen, mag ich nicht zu beurteilen, aber spannende Musik - nicht zuletzt durch viele experimentell eingesetzte akkustische Instrumente - ist es auf jeden Fall. Ach, und noch eines: wer da behauptet, es seien keine Gitarren zu hören, der irrt - Entwarnung, es rauscht auch hier, wenn nicht so rau wie sonst. Nur Alanis' Mundharmonika vermisse ich wirklich. Wirklich sehr...
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am 21. Juli 2008
finden sich immer wieder neue Ideen, die Alanis in ihre Stücke eingebaut hat - oder der Producer wenn man so will. Meine Rezension wird nicht so wortgewaltig, wie die des Vorgängers, aber vielleicht bin ich auch nicht so begeistert. Der vierte Stern ist mein "Alanis-Bonus", weil sie eine wunderbare Sängerin ist. Aber so ganz vom Tisch haut mich ihre neue CD nicht. Sie ist gut, sie hat viele schöne Stücke drin und das kann man von vielen anderen MusikerInnen nicht erwarten, aber sie ist eben Alanis. Und von ihr erwarte ich mir einfach Großartiges, weil ich weiß, dass sie es kann.

Ein Fehlkauf? Keineswegs. Ich denke, wem A.M. gefallen hat, der wird auch mit dieser Platte sehr zufrieden sein. Aber sie wird vielleicht nicht ganz so oft im Player rotieren, wie Jagged Little Pill.
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am 29. Juni 2008
Ich habe gehört, es soll ihr bisher "reifestes" Album sein - und ich muss sagen, es gefällt mir deutlich besser, als ihr Vorgänger "SFIJ". Da sind Songs drauf, die man sich richtig gut anhören kann, die ins Ohr gehen und die mich nicht so schmerzen, wie auf "SFIJ" (von einigen Ausnahmen abgesehen - "Citizen of the planet" und "Straitjacket", wo ich ihre Stimme schrill und schreiend finde und mir die Songs einfach zu aggressiv sind.

Am schönsten auf dem Album finde ich ihre eher ruhigeren Stücke, wie "Torch", "Not as We" oder "In praise of the vulnerable man" aber auch die rockigen "Versions of violence" oder "Giggling again for no reason" finde ich stark. Das Album ist eine ausgewogene Sache, kann man sich gut anhören und Alanis scheint wirklich gereift zu sein. Das freut mich!
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am 14. November 2009
Dieses Album ist für mich wirklich eine positive Überaschung, nachden die letzten beiden Alben von Alanis in meinen Ohren eher durchschnittlich klangen. Das soll nicht heißen, dass sie schlecht waren, aber ein gewisser Gleichklang und kein richtig rausstechender Hit überzeugten mich nicht wirklich. Ganz anders hier. Alanis kehrt in einer Stärke zurück wie ich sie zuletzt auf ihrem Album "Supposed former infatuation junkie" gehört habe. Einige der Songs auf "Flavors of entaglement" strotzen nur so vor Energie und ihren alten Schwung hat Frau Morissette auch zurückgefunden.

Auf diesem Album bedient sich Alanis erstmals vermehrt elektronischer Sounds, was wirklich gut passt. Einigen ihrer Fans scheint dies wenig zu gefallen, die Kritik geht oft dahin, dass sie sich zu sehr vom Rock in Richtung Pop entfernt hat. Denjenigen sei gesagt: Eine Einteilung in Schubladen wie Rock, Pop, Country usw. ist längst überholt, da moderne Musik meist Einflüsse von vielen Richtungen hat. Dies kann man beispielsweise auch bei Depeche Mode, U2 oder Madonna hören.

Citizen of the planet - Der Song beginnt ruhig, etwas düster. Im Refrain rockt Alanis dann richtig heftig ab. Zwischendurch wird das Tempo immer wieder auf das anfängliche reduziert. Besonders gut klingen die etwas schrägen Streicherklänge im Refrain. Starker Song, das wäre eine gute 1. Single gewesen.

Underneath - Ein eher durchschnittlicher Titel. Alanis singt gewohnt gut, die Melodie bleibt auch gleich hängen. Allerdings erinnert der Song etwas an die Titel der beiden vorangegangenen Alben, klingt also nicht wirklich neu.

Strait jacket - Ähnlich wie beim Opener beginnt dieser Song etwas düster. Dann setzt beim ersten Refrain ein elektronischer Sound mit dezentem Bass ein. Ab hier herscht ein hohes Tempo und Alanis singt mit rockiger Stimme dazu. Klasse.

Visions of Violence - Klingt auch sehr elektronisch. Alanis singt zunächst mit verstellter tiefer Stimme. Im Refrain dann gewohnt kräftig dazu eine E-Gitarre und der Elektrosound als Hintergrund. Im Zwischenteil dann eine kleine Verschnaufpause. Der Song weist ansonsten ein hohes Tempo auf und sprüht vor Energie.

Not as we - Für diese Ballade braucht's nur ein Klavier und die gefühlvolle Stimme von Alanis. Stark und gefühlsbetont.

In praise of the vulnerable man - Dieser Song kommt seicht und leicht daher. Man könnte auch sagen er plätschert so vor sich hin. Ein mittleres Tempo und eine schlichte aber eingängige Melodie lassen den Titel wie eine Erholungspause vor'm nächsten Paukenschlag wirken.

Moratorium - Das Highlight des Albums. Ein schneller Dancesound mit Brackbeats dient als perfekte Soundkulisse. Alanis singt ruhig und gelassen, was eigentlich ein Gegensatz zum Sound ist aber super zusammen passt. Schöner langer Ausklang mit Streicherklängen zum Dancesound.

Torch - Beginnt auch nur mit Klaviersound, im Refrain setzt dann ein schöner Popsound ein. Alanis singt gefühlvoll. Einfach eine traumhafte Ballade.

Giggling again for no reason - Ein etwas schnellerer, elektronischer Sound dient hier als Begleitmusik. Das Tempo bleibt eigentlich die Ganze Zeit gleich. Alanis singt gewohnt stark und die Melodie bleibt auch gleich hängen. Schöner tanzbarer Titel.

Tapes - Eine weitere gute Ballade, die mit einem starken Refrain aufwartet. Im Refrain wird der ansonsten minimale Sound auch stark verstärkt. Gehört zu den Titeln, die man nicht mehr aus dem Kopf bekommt. Sehr stark.

Incomplete - Eigentlich ein schöner simpler Song. Ein mittleres Tempo und ein soundverstärkter Refrain, dazu Alanis mit ihrer typischen Stimme. Ein schöner Abschluss des Albums, wenn gleich das Ende des Titels etwas plötzlich kommt.

Vielseitiger denn je kommt dieses Alanis Morissette Album daher. Die (für Alanis) neuen elektronischen Einflüsse haben auf keinen Fall geschadet, im Gegenteil sie haben ihre Musik sogar bereichert. Letzlich hat sich Alanis Morissette auch nicht bis zur Unkenntlichkeit verbogen und klingt doch unverkennbar wie eh und je.
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Nach vier jähriger Kreativpause und gescheiterter Beziehung (mal wieder) bringt die quirlige Kanadierin mit Wahlheimat USA ihr neues Studioalbum raus. Diesmal hat sie, nach drei Alben im absoluten Alleingang, die Führung zumindest teilweise aus der Hand gegeben: Sie holte sich einen neuen Produzenten. Und zwar keinen geringeren als den ehemaligen Björk-Producer Guy Sigsworth. Nebenbei wurde dann auch die komplette Band in die Wüste geschickt und neue Musiker angeheuert; schließlich sollte das hier mal was ganz anderes werden.
Man merkt deutlich, dass das Album unter Sigsworths Fuchtel entstanden ist. Viel Elektro, viele Synthies.
Jedoch beim Songwriting läuft es so wie bei Alanis’ Debut und dessen Nachfolger: Frau Morissette zeigt sich verantwortlich für Text und die Musik wurde dann im Duo geschrieben.
Aufgeteilt ist das Album in 11 Songs mit einer gut dosierten Abwechslung zwischen schnelleren und langsamen Songs.
Seinen ersten Höhepunkt erreicht das Album dann mit dem sehr aggressiven Song "Versions of Violence", um danach mit "Not as We" ins absolute Gegenteil umzuschlagen.
Insgesamt schafft es das Album rund und angenehm rüber zu kommen. Insgesamt wirkt es stimmig. Sowohl musikalisch als auch thematisch. Frau Morissette ist ja hinlänglich für ihre Gefühlsausbrücke in ihren Songs bekannt und so sollte es hier nicht anders sein. Es geht um Männer, um gescheiterte Beziehungen und darum, dass jetzt erstmal Schluss ist mit Beziehungskisten, es bringt ja doch alles nichts. Der Song "Moratorium" beinhaltet alle diese Themen und kann so als heimlicher Titel-Track angesehen werden. Nicht zuletzt, weil der Name des Albums eine entliehene Verszeile aus eben diesem Song ist.
Allgemein kommen hier Erinnerungen an ihre zweite Scheibe "Supposed Former Infatuation Junkie" auf: Alles ist sehr experimentell und an manchen Stellen mag auch mal die ganze Chose aus dem Ruder laufen. Beispielsweise hätte man sich einige der Synthies im Song Straight Jacket bestimmt sparen können.
Doch experimentieren bedeutet Fortschritt und eigentlich kann es sich ja nur Enya erlauben seit knapp 20 Jahren dieselbe Musik zu machen
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