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am 16. Januar 2009
Ich habe mir den Film nur angeschaut, weil ich fast alle Filme anschaue mit Hugh Jackman. Ich war darauf gefasst, dass der Film mir nicht gefallen wird, nachdem ich Kritiken gelesen und Bilder gesehen hatte. Aber das Gegenteil passierte, ich war beeindruckt. Ich finde den Film weder langweilig noch unverständlich. Allerdings muss man sich auf einen Film einlassen, der anstrengend ist. Man muss aufmerksam hinschauen, um der Handlung zu folgen. Es geht um Tod und Wiedergeburt. Ohne das eine gibt es das andere nicht. Die Handlung wechselt zwischen dem wirklichen Leben und den Fantasien von Tom und Izzy, den beiden Hauptfiguren, und verläuft deshalb in 3 Ebenen mit fließenden Übergängen. Man sieht Tom und Izzy in der Realität (Tom forscht besessen nach einem Heilmittel für seine todkranke Frau Izzy und verbringt dabei mehr Zeit in seinem Labor als mit ihr. "Der Tod ist eine Krankheit, und ich finde ein Mittel dagegen"). Dazwischen sieht man Izzys Fantasie und wie sie ihren bevorstehenden Tod verarbeitet. Sie hat sich damit abgefunden, findet Trost und Kraft in einem alten Maja-Mythos und schreibt ein Buch über die spanische Inquisition (steht hier symbolisch für Krankheit und Tod) und über die Suche nach dem ewigen Leben. Ihr Mann Tom ist in ihrem Buch Thomas, der Conquistadore, der im Auftrag der spanischen Königin im Regenwald nach dem Baum des Lebens sucht. Außerdem sieht man auch immer wieder die Fantasie von Tom zum Thema Tod und ewiges Leben. Nach und nach erkennt er, dass der Tod unausweichlich ist und ein Teil des Lebens. Toms Fantasien sind für den Zuschauer wahrscheinlich am schwersten zu verdauen und auch etwas abgehoben. In Toms Fantasie sieht man eine Luftblase, in der Tom bleich und kahlgeschoren mitsamt dem sterbenden Baum des Lebens (der Baum ist Izzy) durch das Weltall zum Maja-Sternennebel Xibalba schwebt,um dort zu sterben und den Baum des Lebens neu erblühen zu lassen. Der Film bietet beeindruckende Bilder, aber nicht allein diese Bilder machen ihn interessant, sondern vor allem die Schauspielleistung der beiden Hauptdarsteller Rachel Weisz und Hugh Jackman. Kunstvollste Bilder allein geben nichts her, es sind für mich immer noch die Schauspieler, die einen Film spannend machen. Etwas weniger Bilderrausch wäre vielleicht besser gewesen, der Flug in der Luftblase ist doch ein bisschen abgehoben, deshalb 4 statt 5 Punkte.
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am 16. August 2007
-The Fountain- gilt als Insidertip für intelligentes, experimentierfreudiges Kino. Klar, dass der Film so schnell wie möglich in den Player musste. Darren Aronofsky hat -The Fountain- liebevoll und geschickt inszeniert. Dazu beide Hauptrollen mit beeindruckenden, vorzüglich spielenden Akteuren besetzt. Letztendlich herausgekommen ist jedoch ein Film, der die Zuschauer spalten wird. Kunstkino mit Kultniveau? Oder doch nur zusammenhanglose Bildschnipselei ohne tieferen Anspruch? Das muss letztendlich jeder für sich selbst entscheiden.

Der Wissenschaftler Tom(Hugh Jackman) und die Schriftstellerin Izzy(Rachel Weisz) sind ein Paar. Sie lieben sich abgöttisch. Izzy ist todkrank, sie hat einen Tumor im Körper, der ihr das Leben raubt. Tom arbeitet in seinem Labor daran, ein Gegenmittel gegen Izzys Krankheit zu finden. Einen Stoff, gegen die Krankheit des Alterns und des Todes. Nicht mehr und nicht weniger ist sein Anspruch, als die Welt zu verändern, um Izzy zu retten. Doch die Zeit läuft ihm davon.

Izzy hat sich, anders als Tom, mit ihrem Schicksal arrangiert. Sie schreibt ein Buch mit dem Titel -The Fountain-. Dabei geht es um einen spanischen Konquistador, der für seine Königin den Baum des Lebens finden soll. In einer unglaublichen Mission findet der spanische Ritter diesen Baum auf der Spitze einer uralten Mayapyramide. Izzy schreibt dieses Buch jedoch nicht zu Ende, sie überlässt es Tom, das letzte Kapitel hinzuzufügen. Aber Tom ist noch nicht dazu bereit, dem Tod entgegen zu treten...

Aronofsky verwebt die reale Geschichte von Izzy und Tom mit Bildern aus Traum- und Romansequenzen in einem wahren Bilderrausch, der einem den Atem raubt und manchmal fast erschlägt. Dabei nimmt er in einer Zukunftsvision ungeniert Anleihen bei Klassikern wie -Lautlos im Weltall- oder -2001 Odysee im Weltraum-. So illusionslos, tief traurig, bewegend und echt der hoffnungslose Kampf des Liebespaares gegen den Tod ist, so verspielt, imaginär und exzentrisch sind Aronofskys Visionen, mit denen er uns das Thema näherbringen will.

Hugh Jackman und Rachel Weisz werden zugegriffen haben, als sich die Chance bot eine interessante Rolle weitab des Mainstream zu spielen. Sicherlich in jeder Sekunde bewußt, dass dieser Film unterschiedliche Reaktionen auslöst. -The Fountain- kommt daher wie ein Glas Laphroaig; entweder liebt man ihn, oder aber bekommt nicht einen einzigen Tropfen herunter. Ich habe mir mehr als nur einen Tropfen gegönnt und es nicht bereut.
44 Kommentare87 von 98 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 26. März 2012
Vorweg: Meine Rezension bezieht sich ausschließlich auf den Film. Wer Informationen zur Qualität des DVD-Pakets und der enthaltenen Extras sucht, sollte meine Rezension einfach überspringen.

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DAS FAZIT ZU BEGINN:
Ein sehr spirituell-esoterischer, überwiegend traurig-emotionaler, manchmal an der Grenze zur Sentimentalität schürfender Film über die verzweifelte Verleugnung einer todbringenden Krankheit und über das fast schon besessene Klammern an einen Strohhalm. "The Fountain" ist durchaus ein besonderer und sehenswerter Film, der beim Betrachter jedoch ein großes Maß an Einfühlungsvermögen voraussetzt.

DIE DARSTELLER:
Rachel Weisz und Hugh Jackman ergänzen sich gut in ihren Rollen - beide liefern eine authentische und gute, z.T. auch mitreißende Leistung ab. Es gelingt beiden, den emotionalen Cocktail der ergreifend ausweglosen und verzweifelten Situation differenziert auszudrücken. Ich finde, auch Hugh Jackman macht seine Sache wirklich gut - obwohl viele ihn wahrscheinlich mit weniger ernsten, eher aktiongeladenen Rollen verbinden, und ihm mehr Tiefe vielleicht auch nicht zutrauen würden.

DIE EBENEN DES FILMS:
"The Fountain" versucht, drei verschiedene Zeit- und Handlungsebenen miteinander zu verweben. Der eigentlich sehr interessante und verlockende Ansatz ist meiner Meinung nach nicht so gut gelungen. Der Film gefällt mir vor allem in "unserer Gegenwart" - sowohl "Vergangenheit" als auch "Zukunft" schwächeln ein wenig. Beide wirken auf mich ein wenig stiefkindlich verkümmert, da sie eher oberflächlich und stückwerkig daherkommen. Auch die Gesamtheit leidet darunter in meinen Augen ein wenig.

DIE BOTSCHAFT:
"The Fountain" greift natürlich ein unheimlich trauriges, schwer zu bewältigendes und bitteres Thema auf. Der Film thematisiert eine authentische Auswahl an konsequenten Gefühlen und Verarbeitungsstadien: Angst, Schmerz, Trost - Verzweiflung, Verleugnung und Besessenheit. Er bringt in angemessener Intensität den Kampf um die Bewältigung des Nicht-Bewältigbaren zum Ausdruck ... und beschäftigt sich auch mit dem drohenden menschlichen Scheitern in diesem Kampf. Unterschiedliche Auflösungen dieser existenziellen Aufgabe werden angedeutet. Wer es schafft, dieses grausame Thema auch nur ansatzweise gefühlsmäßig auf sich wirken zu lassen, dem wird es wahrscheinlich leichter fallen, auch die Lösungsansätze in Betracht ziehen zu können.

DIE KRITIK:
Vielleicht weil es einem guten Maß Masochismus bedarf, sich vollends in die Lage der Hauptdarsteller zu versetzen, wird der eine oder andere angesichts der im Film thematisierten Bewältigungsversuche an manchen Stellen auch recht befremdet, gelangweilt, genervt oder belustigt reagieren. So ging es zumindest mir. "The Fountain" nährt sich aus der Betroffenheit des Zuschauers - je mehr man emotional "am Ball" bleibt, desto mehr trifft einen der Film. Gelingt dies nicht, so verliert auch der Film ein wenig. Nicht immer macht es einem der Film leicht, dieses Maß an Betroffenheit aufrecht zu erhalten.
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am 12. Januar 2012
Wow. Gänsehaut am ganzen Körper und das Gefühl, gerade etwas ganz bedeutendes, etwas verzauberters, etwas wunderschönes und tieftrauriges zugleich gesehen zu haben. Wenn mich jemand direkt nach dem Film gefragt hätte, um was es in dem Film geht oder ob ich ihn empfehlen könne, hätte ich wohl passen müssen. Zu verschieden kann der Film auf verschiedene Menschen wirken, zu viele eigene Vorstellungen von Leben, Liebe und Tod fließen da mit rein, als dass man ein objektives Urteil über diesen schwierigen, oftmals nicht leicht zugänglichen Film machen könnte.

Die Aufteilung des Filmes in die drei verschiedenen Zeiten ist geschickt umgesetzt und die allmähliche Verwebung der Geschichten beginnt ganz unterschwellig und leise, bevor sich gegen Ende alles in einem großen Ganzen auflöst. Der beständige Kreislauf des Lebens und Sterbens hätte nicht treffender verbildlicht werden können, wie in diesen zeitübergreifenden Episoden, wobei ich die sehr psychedelische Zukunftsgeschichte nicht unbedingt in eine zeitliche Zukunft, sondern vielmehr in eine komplett andere Ebene zwischen Leben und Tod setze.

Ich bin auf den Film aufmerksam geworden, nachdem ich irgendwo im Internet zufällig einige Kurzbeschreibungen der Handlung gelesen hatte. Diese klangen alle sehr abgedreht und surreal, die (Ver)Mischung der zeitlich getrennten Handlungen hat mich sehr angesprochen und ich wollte sehen, ob und wenn ja wie der Film es schafft (s)eine Botschaft dem Zuschauer zu vermitteln. Schließlich bin ich ohne Erwartungen an den Film herangegangen und wurde auf eine philosophische Reise des Lebens geschickt.

Ich kann durchaus nachvollziehen, warum viele Menschen mit diesem Film absolut nichts anfangen können. So erzeugt der deutsche Trailer zum Beispiel eine komplett falsche Erwartungshaltung beim Zuschauer. Wer hier einen epischen Fantasy Film erwartet, wird ebenso enttäuscht wie jemand, der ein klassisches Liebesdrama um Krebs erwartet. Um "The Fountain" wirklich genießen zu können muss man sich stattdessen öffnen, die Bilder auf sich wirken und in das tiefste seiner eigenen Seele vordringen lassen. Das mag jetzt für viele esoterisch klingen, ist es aber keineswegs, wenn man erstmal verstanden hat wie man den Film betrachten muss. Der Anfang des Filmes macht es dem Zuschauer dabei nicht sonderlich leicht, in den Film einzusteigen und der rote Faden der Haupthandlung verliert sich auch im weiteren Verlauf des Filmes immer wieder. Das ist aber für mich kein Kritikpunkt, sondern stilvoll umgesetzte Filmkunst.

Die schauspielerische Leistung hat mich komplett überzeugt und ich hätte nicht erwartet, dass Hugh Jackman seine (3 komplett verschiedenen, und zugleich doch sehr ähnlichen) Rollen so überzeugend spielen kann. Trotzdem ist der Film keineswegs auf seine Charaktere zentriert, sondern vielmehr sind die beiden Hauptdarsteller Mittel zum Zweck: Eine faszinierende Geschichte über Leben und Tod zu erzählen. Vielleicht wurde die schauspielerische Leistung von vielen Kritikern genau deswegen als blass, unscheinbar, variationsarm und oberflächlich deklariert. Ein Charakterdarsteller wie Brad Pit hätte den Fokus jedoch viel zu sehr von der eigentlichen Thematik des Films abgelenkt. Es geht nicht um die gezeigten Charaktere, sondern um den Kreislauf des Lebens und Sterbens und der betrifft schließlich alle Menschen in gleichem Maße.

Der Film ist keineswegs perfekt. Für meinen Geschmack wirken die längeren Passagen im Mittelalter im späteren Verlauf des Filmes zugegebenermaßen etwas flach, Spannung komtm hier kaum auf. Oftmals wartete ich sehnsüchtig auf den erneuten Sprung in die Gegenwart. Der kam dann jedoch auch jedesmal aufs Neue sehr überraschend und im Nachhinein fügte sich die historische Handlung stets äußerst stimmig in das Gesamtkonzept des Filmes ein. Was viele vielleicht nicht bemerkt haben ist die Kunst, wie es der Regisseur schafft, die historische Handlung so darzustellen, dass es sich tatsächlich so anfühlt, als würde man gerade ein Buch lesen. Die Bilder im Film sind dann die Fantasien und Vorstellungen eines jeden einzelnen, wenn er wie die Hauptperson im Film das Buch "The Fountain" liest.

Ich liebe offene Filme, Filme die einen auf Reisen schicken, Raum für Interpretationen lassen und dem Zuschauer nicht alles auf dem Silbertablett servieren. Ich bin beispielsweise ein großer Fan von David Lynch und Filmen wie Waking Life, Requiem for a Dream, Stay, The Machinist usw. Der mysthische Symbolismus, die Verwebung verschiedener Handlungen und die psychedelischen Darstellungen von Transzendenz in "The Fountain" haben mich schlichtweg umgehauen.

Was der einzelne aus dem Film mit raus nimmt bleibt jedem selbst überlassen. Ich wurde über weite Strecken zutiefst berührt und der Film hat mich sehr zum Nachdenken gebracht. Es wird bestimmt nicht das letzte mal gewesen sein, dass ich dieses bildgewaltige Feuerwerk der Gefühle auf mich wirken hab lassen!
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am 28. Juli 2007
Drei Handlungsstränge:
1. Der Konquistadore Tomas bricht auf Drängen seiner geliebten spanischen Königin im Jahr 1500 n. Chr. nach Mittelamerika auf, um in dem sagenhaften Reich der Maya nach dem Baum des Lebens zu suchen.
2. Der Neurowissenschaftler Dr. Tom Creo, und sein Team versuchen um das Jahr 2000 mit Hilfe einer geheimnisvollen Pflanzendroge, von einem bis dahin noch unbekannten Baum aus Mittelamerika stammend, ein Allheilmittel für Hirnkrankheiten zu suchen. Seine über alles geliebte Frau Izzi, identisch mit der früheren spanischen Königin, stirbt jedoch kurz bevor sich ein Erfolg abzeichnet.
3. Ein Raumschiff, eine Kugel mit einer durchsichtigen D-Branenhülle, fern jeder heutigen technologischen Möglichkeit und nur mit dem sterbenden Baum des Lebens und seinem Begleiter darin, der gleichen Person wie der Konquistadore und Dr. Creo aus den anderen beiden Handlungssträngen, fliegt um das Jahr 2500 auf einen goldenen Sternennebel zu. Der Sternennebel war nach Vorstellung der Maya die Welt Schibalba, dort wo die toten Seelen wiedergeboren wurden. Hier so hofft der transzendentale Begleiter wird seine vor vielen Jahrhunderten verstorbene Izzi, konserviert in dem Baum des Lebens, den er auf ihr Grab pflanzte, wieder zum Leben erweckt.

Die einzelnen Handlungsstränge besitzen eine geheimnisvolle Selbstbezogenheit, ihre Handlungen reflektieren sich in der Geschichte des Buches "The Fountain" an dem Izzi bis kurz vor ihrem Tode schreibt und dessen letztes Kapitel unvollendet bleibt.

Letztlich verschmelzen die Handlungsstränge in einer grandiosen filmischen Inszenierung zu einem tiefergreifenden Ganzen. Sie verschmelzen nicht nur indem sie auf eigenartigste verschachtelt sind, sondern auch weil sich die Kausalität ihrer Handlungen mehr und mehr bedingen. Sie werden zu einem einheitlichen Ganzen, einer einzigen Handlung, einer einzigen Hoffnung, der Suche nach der Überwindung des Todes und einem ewigen Leben mit seiner alles geliebten Izzi - seiner Königin.

Wer von dem Film nicht innerlich berührt sein sollte, wird ihn nicht gut finden, zu komplex seine Handlungen quer durch die Jahrhunderte hindurch, zu tief seine Emotionen um den Tod eines geliebten Menschen, und zu subtil seine innere Botschaft.
Grandios die schauspielerische Leistung von Hugh Jackman, der die schwierige Aufgabe hatte, drei so unterschiedliche Charaktere, den Konquistadore, Dr. Creo und den transzendentalen Begleiter darzustellen und schlussendlich noch zusammenzuführen. Einzigartig auch die einfühlsame Filmmusik von Clint Mansell.
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am 6. März 2009
In kraftvollen Bildern und mit film-kompositorischem Geschick beweist Darren Aronofsky in Drehbuch und Regie sein großes Talent. Ein atemberaubender, tief emotionaler, fantastischer, unendlich philosophischer und anregender Film über das Leben, die Liebe, den Tod und die ewigen Fragen nach Erleuchtung, Wiedergeburt, Glück und der Angst vor dem Sterben. Hugh Jackman und Rache Weisz beweisen auch in diesem, eher Hollywood-untypischen Filmerlebnis, großartiges schauspielerisches Talent und schaffen eine Geschichte, die jeglicher Bedeutung von Zeit und Raum der Rücken kehrt. Ein Meisterwerk der Philosophie!
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am 16. September 2008
Drei verwobene Geschichten, die zu drei verschiedenen Zeitpunkten spielen (Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft) lassen sich vielseitig interpretieren, was der Grund vieler gegensätzlicher Diskussionen ist. Man kann ihn als esoterischen Film sehen über Wiedergeburt und ewiges Leben, als Drama über den Verlust eines Menschen oder auch als einzelne Sequenzen, die drei Geschichten mit verschiedenen Aussagen erzählen. Unabhängig von dem, was man im Film sucht oder findet, geniesst man die Szenen - sofern der ruhige Erzählfluss nicht als störend betrachtet wird. Oft wird dieser Film scheinbar als unverständlich bezeichnet. Doch es gibt Interpretationen, die die Geschichte als sehr einfach darstellen. Sieht man zum Beispiel die Gegenwart als Haupthandlung, in der das Buch mit dem Titel "The Fountain" geschrieben wird, dann ist die vergangene Handlung jener Teil, den die sterbende Ehefrau geschrieben hat, um ihre Angst vor dem Tod zu besiegen. Das Finden und Essen vom Baum, jene letzte Sequenz aus der Vergangenheit, hat demnach der trauernde Ehemann auf Bitten seiner Frau in das Buch geschrieben. Die Zukunft ist die Konsequenz aus den Handlungen der Vergangenheit und der Gegenwart. Vielleicht ist sie Teil des letzten Kapitels des Buches oder Teil der Gedanken des Ehemanns. Der Film ist voll von Metaphern und Verweisen und somit reizvoll, wenn man sich darauf einlässt, so viele Einzelheiten wie möglich zu erkennen und in einem eigenen Bild im Kopf zusammen zu fügen. Eben so wie ein gutes Buch individuelle Bilder und Gedanken im Kopf des Lesers zu erzeugen vermag.
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am 20. Oktober 2007
Ich hatte noch nie von diesem Film gehört und bin durch Zufall in der Videothek auf ihn gestoßen. Zu Anfang wusste ich nicht, was ich von ihm halten sollte, weil der Film mittendrin und bereits mit metaphysischen Bildern einer Phantasiewelt einsetzt, die mehr Fragen aufwerfen, als sie beantworten.

Im weiteren Verlauf hat mich der Film wirklich berührt, und das, ganz ohne gezielt auf die Tränendrüse zu drücken, wie etwa "Hinter dem Horizont". So sensibel und behutsam behandelt habe ich das Thema Tod noch in keinem Film zu sehen bekommen. Dabei wird auf eine religiöse Behandlung des Themas verzichtet, vielmehr wird der Tod aus einer mythologisch-naturverbundenen Perspektive betrachtet.

Großartig ist auch die konsequent durchgestaltete Atmosphäre des Films. Alles passt zusammen, die Bilder, die Musik, die Figuren. Es gibt nichts Grelles und keine Misstöne, und doch sind die Bilder, Worte und Musik eindringlich. Auf eine jede einzelne Szene erklärende Interpretation wird verzichtet, es werden mehr Gefühle erzeugt und vermittelt. Der Film ist traurig, aber doch einer der schönsten, die ich je gesehen habe.
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am 28. Februar 2008
es ist seltsam.... als ich ihn das erste mal sah, hatte ich das gefuehl, fast alles wäre nur 'für den effekt' gemacht.... sehr oberflächlich, ohne eigentliche bedeutung... ja sogar das wort 'manipulation' fiel mir ein.... aber irgendwie habe ich in den letzten tagen immer wieder an den film denken müssen, auch an die musik, die ich mir schon monate vorher, voller vorfreude gekauft hatte... viele der rezensionen hier sind sehr gut.... im grunde ist dieser film wie das wunderbare meisterwerk 'solaris' von steven soderbergh... man kann sehr viel hinein interpretieren, aber letztlich siegen die gefühle, um die es darin geht, jenseits aller intellektuellen spekulationen... er wirkt fast auf mich wie eine art kurz-zeit psychotherapie, deren saat erst nach monaten oder jahren eine art bewusstseins sprung erzeugt.... diese unendliche kraft der liebe die in uns ist, trotz all der gewalt die unser leben mitbringt, und in der wir gefangen sind. trotz aller schuld oder verzweiflung.. eine liebe die nicht sterben will, sondern immer neu verwandelt weiterleben will... kein kunstwerk kann uns antworten geben, nur unser herz öffnen, den glauben an die bedeutung der liebe vertiefen... warum lieben wir, obwohl wir sterben müssen.. woher nehmen wir diesen glauben an den sinn...? diese ganze banalität und brutalität unseres lebens, und dennoch ist da etwas anderes mit im spiel... teil zu sein der geschichte eines höheren wesens, zu dessen zellen wir vielleicht gehören... oder ganz einfach, vielleicht, ein film, der uns zeigt, wie wertvoll die liebe ist die wir verlieren, und wie wertvoll die liebe, die wir finden... es ist die selbe liebe, nur in anderen formen...
auch daß die liebe in dieser welt mit schmerzen verbunden ist, und daß wir diese schmerzen annehmen müssen, um sie zu überwinden
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am 17. März 2008
... und den Tod als Bestandteil des Lebens, umspannt von einer zeit- und raumübergreifenden Liebesgeschichte.

So könnte man wohl grob den Film charakterisieren. Es ist allerdings fast unmöglich, mit bloßen Worten den Film zu beschreiben, da er sich auf sehr vielen Ebenen abspielt und weniger durch Handlung als vielmehr durch Bilder und Musik und die dadurch hervorgerufenen Assoziationen und Emotionen auf den Zuschauer wirkt. Oder eben nicht. Und hier liegt das Problem, das offensichtlich viele Leute mit diesem Film haben. Einige sehen in ihm ein Meisterwerk während andere ihn für belanglos und langweilig halten.

Lassen Sie sich bitte auf keinen Fall von den vielen negativen Kritiken zu diesem Film abschrecken! Ihnen entgeht sonst unter Umständen eine d e r Filmerfahrungen der letzten Jahre. Man muss sich allerdings schon auf die Machart des Films einlassen und sich ein wenig von den üblichen Filmkonventionen lösen um den Film in vollem Umfang geniessen zu können. Es kommt hier weniger darauf an, den Film bis ins kleinste Detail zu verstehen als ihn vielmehr zu e r f a h r e n . Insofern finde ich den Film nicht als zu verkopft oder abgehoben, was ihm bisweilen vorgeworfen wird. Im Gegenteil. Man sollte nicht krampfhaft versuchen, sofort alles logisch einordnen zu wollen. Ich habe den Film auch erst einmal gesehen und bin mir sicher, dass ich noch nicht alles verarbeitet habe, was der Film zu bieten hat. Aber kennen Sie das, wenn man schon nach kurzer Zeit weiß, dass man es mit etwas Besonderem zu tun hat (gilt nicht nur für Filme)?

Für mich reicht es bereits nach dem ersten Ansehen zu fünf Sternen. Denn diese emotionale Wirkung hat bisher noch kein Film bei mir erzielt. Wann bekommt man schonmal bei einem Film mehrfach Gänsehaut... Ich war ehrlich gesagt froh, den Film alleine gesehen zu haben. Im Grunde genommen handelt es sich auch um ein Thema, mit dem man sich ganz persönlich auseinander setzen muss.

Fazit: Sicherlich eher ein Film für Gefühlsmenschen. Der Film hat zwar auch einen hohen Unterhaltungswert, aber eben nicht vornehmlich im herkömmlichen Sinne. Hier trifft wohl ausnahmsweise wirklich einmal eher der Begriff K i n o m a g i e zu.

+ anspruchsvolle Thematik sehr gefühlvoll umgesetzt
+ kreative Erzähltechnik
+ tolle Bilder
+ perfekt passende Filmmusik (sogar im Menü extra anwählbar!)
+ gute Schauspielleistungen (hätte ich "X-Men-Jackman" gar nicht zugetraut)
11 Kommentar7 von 8 Personen haben dies hilfreich gefunden.. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

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