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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tief durchatmen!
Ich habe viel gesehen. Eden Lake, Martyrs, High Tension, die Störkanal-Filme und wie sie alle heißen. Während Martyrs noch absolut an meine Schmerzgrenze stößt, schafft es Evil aber auch noch meinen Puls während der ganzen Tortur hochzuhalten (und darüber hinaus). Wenn man sich dann noch bewusst macht, dass das hier wirklich passiert...
Veröffentlicht am 24. Juni 2012 von Vey

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Basiert auf einer wahren, grausamen Geschichte, wird jedoch teilweise völlig überzogen erzählt
Der Mordfall „Silvia Likens“ machte 1965 weltweit Schlagzeilen. Die Eltern der damals 16-jährigen Silvia und ihrer jüngeren Schwester Jenny waren Schausteller, die durch die USA reisten. Damit Silvia und Jenny jedoch ein festes Zuhause hatten und nicht immer die Schule wechseln mussten, wurden sie bei Gertrude Baniszewski untergebracht. Doch...
Vor 9 Monaten von StefanB veröffentlicht


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16 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tief durchatmen!, 24. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Jack Ketchum's Evil (DVD)
Ich habe viel gesehen. Eden Lake, Martyrs, High Tension, die Störkanal-Filme und wie sie alle heißen. Während Martyrs noch absolut an meine Schmerzgrenze stößt, schafft es Evil aber auch noch meinen Puls während der ganzen Tortur hochzuhalten (und darüber hinaus). Wenn man sich dann noch bewusst macht, dass das hier wirklich passiert ist und zwar noch viel schlimmer als hier dargestellt, weiß ich nicht ob ich schreien oder weinen soll. Vielleicht lieber beides. Und noch weniger weiß ich, ob ich Evil nun empfehlen soll, oder nicht. In jedem Fall ist FSK 18 angebracht.

Insgesamt ist es der grausamste, aufrüttelndste, traurigste und verstörendste Film, den ich bisher gesehen habe. Man braucht also einen robusten Magen und eine stabile Seele, um ihn anzusehen. Wenn man auch nur etwas zart besaitet ist, sollte man lieber die Finger davon lassen!

Ich gebe Evil die volle Punktzahl, weil er es schafft, durchweg zu fesseln (im Gegensatz zu American Crime) trotz der authentischen Grausamkeit, die dahinter steckt. Ein Film, den man sicher nie wieder vergisst.
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sehr gespaltene Meinung zu dem Film!, 26. April 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Jack Ketchum's Evil (DVD)
Es fällt mir irrsinnig schwierig diesen Film passend zu bewerten.
Ich habe vor ca. 3 Jahren das Buch dazu gelesen und war nun einfach neugierig, wie das Buch im Film ausgelegt wurde. Doch ca. bei der Hälfte des Films musste ich abschalten, weil es für meinen Geschmack einfach zu direkt vor Augen führt, wie alles geschehen ist.
Liest man ein Buch, ist man nicht gezwungen, sich grässliche Bilder in den Kopf einbrennen zu lassen.

Bei diesem Film brennen sich die Bilder und Schreie sehr wohl ein.

Für alle sensationsgeilen Menschen da draußen - ein Meisterwerk! Filmtechnisch gesehen absolut toll gemacht und ich hätt mir den Film wirklich gerne bis zum Schluss angesehen, aber die Tatsache, dass alles wirklich vor paar Jahren so abgelaufen ist, wenn nicht noch wesentlich schlimmer, lässt mir einen kalten Schauer über den Rücken laufen.

Irgendwie fand ich es dann zur Mitte des Films total krank, sich das anzusehen und das Leid von Meg anzusehen, wenn man genau weiß, dass es Sylvia Likens tatsächlich so ergangen ist. Und das war dann zu viel für meinen Geschmack und ich musste ausschalten.

Einerseits hätte er sich volle Punktezahl verdient weil er wirklich einer der wenigen Filme ist, die dem Buch das Wasser reichen können, andererseits viel zu hart für meinen Geschmack!
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16 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ...mehr als nur ein Film (!?), 10. Dezember 2011
Von 
Rezension bezieht sich auf: Jack Ketchum's Evil (DVD)
Das "gut" oder "schlecht" eines Films basiert zumeist auf zwei grundliegenden Faktoren: "Was empfindet der Zuschauer als gut und was als schlecht?", und zum anderen "Wie gut ist der Film (Qualität/Schauspiel/Nachvollziehbarkeit)?"

Besonders in den Genres Horror, sowie Thriller scheint der Markt von zu vielen billig produzierten, abgenutzten wannabe A-Movies total überrannt.
Hier noch etwas zu finden was völlig für sich selbst spricht ist mit der Suche nach der Nadel im Heuhaufen zu vergleichen.

Für alle die sich für den Film interessieren hier kurz was ICH unter einem guten Film verstehe, darauf basierend kann sich jeder sein Urteil bilden, ob ihm diese Rezension weiterhilft oder besser links liegen gelassen werden sollte.

Ich für meinen Teil bin ein Horror/Thriller-Fan. Ein Fan des subtilen, nicht des Splatter- oder Gorebereichs. Schauspielerische Leistung muss durchaus glaubhaft sein und für meinen Geschmack bitte nicht zu viele "Sowas würde doch niemand in Wirklichkeit machen" Momente. Nachvollziehbar, duster, beklemmend, ich glaube dies beschreibt meine Ambitionen am besten, doch nun zum Film:

"Based on true events"...wie oft sollte dieser Satz einem Film schon den gewissen Kick geben...und wie oft sind Buchverfilmungen schon in die Hose gegangen?

Bei ersterem fällt einem nach 5-minütiger Recherche gleich auf, dass von diesem Film (leider) sehr vieles auf wahren Begebenheiten beruht, und nicht wie in anderen Massakerfilme vielleicht der Ortsname übereinstimmt...
Es geht um eine kleine Gemeinde in den Vereinigten Staaten. Schnell wird klar, dass sich hinter der sich mit minderjährigen Nachbarsjungen abgebende "Ruth" eine hasserfüllte, frauenverachtende Persönlichkeit steckt. Jene Frau, die vor kurzem zwei Waisentöchter in ihrem Heim aufgenommen hat. Aus anfänglichem Bloßstellen vor der Gruppe von Kindern aus der Nachbarschaft wird sehr schnell mehr...ohne an dieser Stelle zu viel verraten zu wollen.

Die Leistung der Schauspieler ist zu jedem Moment absolut glaubhaft und lässt nicht nur auf Seiten der eindeutig psychisch gestörten Mutter das Böse erkennen, was in manchen Menschen mehr, und in manchen Menschen weniger vorhanden ist. Die Handlung ist klar strukturiert und gibt mit entsprechenden Sidekicks auch gut die Gedanken der Beteiligten zu erkennen, ohne den Film in die Länge ziehen zu wollen.
Während dieser Achterbahnfahrt der Folter und der Demütigung ist man als Betrachter nichtmehr sicher was man darüber denken soll...Man empfindet Hass gegenüber den Peinigern, tiefstes Mitgefühl und bangen um einen positiven Ausgang für die Protagonisten, auf der anderen Seite aber eine gewisse Leere und Traurigkeit für was für Taten Menschen in der Lage sind. Auch der Spruch, alles nur gespielt, entfällt leider durch den Bezug zur Realität.

Einzige Frage berechtigterweise zurückbleit ist, ob ein so grausames Verbrechen wirklich eine gute Grundlage für einen Film bietet, beziehungsweise als Film für ein breites Publikum angeboten werden sollte. Hierüber sollte jeder selbst entscheiden, jedoch will ich an dieser Stelle bekräftigen, dass die Gewaltszenen in diesem Film zwar eindeutig als solche zu erkennen sind, jedoch zu keinem Zeitpunkt das Sensationspublikum anspricht, welches sich an übermäßig klaffenden Wunden oder Detailaufnahmen vom Schambereich oder den vorkommenden Misshandlungen belustigen. Denn lustig ist dieser Film nicht und will es gewiss auch nicht sein!

Fazit: Ein verstörender, nahezu perfekt inszinierter Film, der nur von solchen angesehen werden sollte, die wissen was auf sie zukommt. Wer einfach nur übermäßige Gewalt und Blutbäder erwartet ist mit "Evil" definitiv "im falschen Film". Wer einen Ausflug in die tiefsten Abgründe der menschlichen Seele wagen möchte und mit dem gezeigten Material umzugehen vermag, für den wird dieser Film womöglich der beste sein, den sie jemals gesehen haben. Für mich ist er dies auf jeden Fall!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das mitunter Härteste, was mir begegnet ist., 15. September 2011
Rezension bezieht sich auf: Jack Ketchum's Evil (DVD)
Gleich vorweg. Ich möchte das Kategorisieren des Films in den "Horror", ja speziell sogar in den Hostel-Bereich, von vornherein ausschließen. So reißerisch und dahingehend die Überschrift auch klingen mag, so ist sie nicht gemeint. Sie leitet viel mehr das ein, was ich über den Film denke.

Ich gucke sehr gerne Horrorfilme. Ich will auch mal sagen, dass ich im Prinzip schon alles Erdenkliche gesehen habe, von den 80er-Jahre-Kannibalenfilmen bis hinüber zu neuzeitlichem Gemetzel. Und "Evil" ist ein Film, der bei mir Zeit meines Lebens einfach ganz oben, als einer der grausamsten, intensivsten und brutalsten Filme stehen bleiben wird. Ich wusste ja gar nicht, worauf ich mich da einließ, als ich mir die DVD für wenig Geld besorgte. Einige Rezensionen sprachen von einem authentischen Fall. Mich persönlich interessieren solche Filme immer sehr, da sie ja immerhin ein Repräsentativ für das Vorgehen, die finsteren Ecken, in unserer Gesellschaft sind. Und genau da zielt der Film hin.

Anfangen tut das Geschehen mit einzelnen Schickanen. Hier mal eine ungerechtfertigte Standpauke, da ein paar Hiebe auf den blanken Hintern. Doch das Geschehen steigert sich. Die Gewalt intensiviert sich, wird immer skrupelloser, immer brutaler. Mit jeder neuen Sequenz des Films stößt die Geschichte neue Abgründe auf, die der Zuschauer fassungslos betrachtet. Ich habe selten erlebt, dass ein Film so brutal und so kompromisslos an die Situation rangeht. Und nein, hier gibt es kein Happy End. Der Film mündet darin, was wir uns gar nicht vorstellen möchten. Gut sind im Übrigen auch die nicht gezeigten (!), sondern im Off stattfindenen Gewaltanwendungen. Manchmal ist weniger eben doch mehr.

Als ich den Film gesehen hatte, war ich beeindruckt. Er fesselt. Er schockiert. Wir versetzen uns in die Rolle des jungen David rein, der fassungs- und machtlos dabei zusieht, wie ein unschuldiges, junges Menschenleben nach und nach verkommt. Hier ein riesiger Apell an den Zuschauer:
Wir erleben sowas tagtäglich. Mobbing in der Schule, Gewaltanwendungen auf der Straße oder Belästigung in der Bahn. Oftmals sitzen viele Leute nur daneben, weil sie Angst haben, mit in den Strudel hineingezogen zu werden. Signifikante Zitate (oder Stellen) gibt es hier übrigens auch im Film, die dieses Denken hervorheben. "Halt dich da raus, dann hast du keinen Ärger am Hals" sagt der Vater Davids zu diesem. Und wie falsch er damit liegt, wo er dadurch Mittäter wird. Mittäter wird man immer, wenn man zusieht. Vielleicht nicht dem emotionalen David, der ja schlussendlich auch um sein Leben fürchten muss. Aber es gibt in diesem Fall nicht nur einen Täter.

Das mitunter Schockierenste an dieser Geschichte ist in meinen Augen allerdings die Tatsache, dass sie authentisch ist. Diesen Fall hat es, wenn auch leicht abgewandelt, jedoch mit nahezu denselben Grausamkeiten, in Echt gegeben. Es ist ein Beispiel für den Verfall unserer Gesellschaft. Wenn man die Täterin, eine erwachsene Mutter (vermutlich Mitte 40) mal aus psychologischer Sicht betrachtet, findet man eine psychisch völlig fertige Frau wieder, die unter starken Minderwertigkeitskomplexen leidet und ihre eigene antifeminine Haltung, die ihr das Leben gelehrt hat, leider an die Schwächsten der Familie, die dazu sogar noch die schlimmsten Umstände durchleben müssen, ablässt.

Ich möchte jetzt nicht weiter über den Film schreiben. Ich denke, es ist hier an dieser Stelle alles gesagt. Der Zuschauer sollte sich jedoch vorher darüber im Klaren sein, worauf er sich einlässt. Ich habe bei der zweiten Sichtung vorhin einige Pausen eingelegt und die brauchte ich auch. Der Film geht unter die Haut und hinterlässt ein bitteres Gefühl. Auch zeigt er auf, dass unsere Gesellschaft nach wie vor nicht viel von Zivilcourage hält. "Der Film spielt aber in den 60ern" werden jetzt manche sagen. Na und? Gibt es heute auch noch. Dieser Fall hat heute in seinem Ursprung nichts an Aktualität verloren, auch nicht nach 50 Jahren. Er zeigt vielmehr ein ganz grundlegendes Problem der Gesellschaft auf, an dem wir alle arbeiten sollten.

Ich möchte den Film - und hier ist dann wirklich Schluss mit der Rezension - aber auch nicht bloß auf den Aspekt der Zivilcourage reduzieren, auch wenn er meiner Meinung nach sehr elementar ist. Mich hat er sehr bewegt und das macht für mich einen guten Film aus.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Basiert auf einer wahren, grausamen Geschichte, wird jedoch teilweise völlig überzogen erzählt, 8. März 2014
Von 
StefanB - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Jack Ketchum's Evil (DVD)
Der Mordfall „Silvia Likens“ machte 1965 weltweit Schlagzeilen. Die Eltern der damals 16-jährigen Silvia und ihrer jüngeren Schwester Jenny waren Schausteller, die durch die USA reisten. Damit Silvia und Jenny jedoch ein festes Zuhause hatten und nicht immer die Schule wechseln mussten, wurden sie bei Gertrude Baniszewski untergebracht. Doch Gertrude, die selbst 5 Kinder hatte, litt an Asthma und war Alkoholikerin. Sie war mit der ganzen Situation immer überforderter. Als Silvia scheinbar eine Lüge über eine Tochter von Gertrude erzählt, kommt es zur Eskalation. Silvia wird in den Keller gesperrt und von Gertrude, ihren Kindern und auch von Nachbarkindern immer übler misshandelt, dass sie einige Zeit später an den Folgen der Folter starb.

Basierend auf diesem Mordfall hat Jack Ketchum das Buch EVIL geschrieben, das von Gregory Wilson verfilmt wurde. EVIL ist eine fiktive Geschichte, jedoch mit vielen Parallelen zum beschrieben Mordfall. Allerdings wird das Martyrium von Silvia, die in EVIL Megan heißt, noch wesentlich grausamer gezeigt, als es sich zugetragen hat, wobei die wahren Ereignisse schon grausam genug waren.

Megan und ihre jüngere Schwester Susan werden nach dem Unfalltod ihrer Eltern bei ihrer Tante Gertrude Chandler untergebracht. Gertrude ist Mutter von drei Söhnen und alleinstehend. Von Anfang an ist das Verhältnis der Tante zu den zwei Mädchen nicht das beste. Anfänglich sind es nur Beschimpfungen, die jedoch in Gewalt übergehen. Als Megan sich der Polizei anvertraut und diese zu den Chandlers kommt, kann Gertrude eine heile Welt vortäuschen. Doch Silvia muss für dieses Vergehen bestraft werden. Doch nicht nur dafür, denn Gertrude glaubt auch, dass Megan mehr als nur eine Freundschaft zu dem 12-jährigen Nachbarjungen David hat, was sie nicht duldet. Megan wird in den Keller gesperrt, gefesselt und tagtäglich immer grausamer misshandelt.

Von diesem Punkt an setzt EVIL nur noch mit Grausamkeiten auf Voyeurismus und verzichtet dabei auf Realität. Bereits die erste Misshandlung ist gutes Beispiel dafür. Megan steht geknebelt mit verbundenen Augen und nackten Füßen auf drei Büchern. Mit Seilen, die um ihre Hände gebunden sind, wurden die Arme nach oben gezogen, so dass der ganze Körper gestreckt ist. Nun werden die Bücher weggezogen und Megan kann nur noch so eben mit den Zehenspitzen auf dem Boden stehen. Man kann sich vorstellen, wie schmerzhaft diese Haltung ist. Zusätzlich sind die Seile am anderen Ende mit einem verschiebbaren Knoten befestigt. Je nach dem in welche Richtung dieser gezogen wird, werden die Seile gelockert oder straffer, so dass damit Megan entweder auf den Füßen oder Zehenspitzen stehen kann/muss. Für so was benötigt man Erfahrung. Doch als Zuschauer kann man sich nicht mal ansatzweise vorstellen, dass Gertrude, trotz ihres Wahns, eine solche Phantasie und Erfahrung hat, Megan so zu foltern.
Am heftigsten ist die letzte Misshandlung, die schon fast einer öffentlichen Verbrennung gleicht.

Hinzu kommen Logikfehler. Man wird sich immer wieder die Frage stellen, warum David bei den Misshandlungen zuschauen darf. Denn eigentlich könnte er zur Polizei gehen und alles verraten. Und wenn am Ende zwei Polizisten endlich den Keller betreten, dann kümmern sie sich kein bisschen um die schwer misshandelte Megan, sondern um die Söhne von Gertrude.

Wäre EVIL nur ein Horrorfilm mit eigener Geschichte, dann wäre er nicht mal schlecht. Doch basiert er auf einer wahren Begebenheit. Und genau deshalb überzieht er gewaltig. Wer am wahren Schicksal von Silvia Likens interessiert ist, dem empfehle ich den Film AN AMERICAN CRIME. Hier wird Silvia’s Martyrium authentisch gezeigt.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Verstörendes Drama, 17. April 2013
Rezension bezieht sich auf: Jack Ketchum's Evil (DVD)
Die Vorlage zum Film ist der Roman "Evil" von Jack Ketchum.
Leider ist es mehr als ein Roman. Das Buch basiert auf einer wahren Begebenheit.
1965 wurde die 16-jährige Syliva Likens in einem Keller in Indianapolis von ihrer Ziehmutter Gertrude Baniszewski, deren Kindern und anderen Kindern aus der Nachbarschaft über Wochen gefoltert und schließlich ermordet.
Das Buch basiert zwar auf diesen Fall, jedoch gibt es Abweichungen zu der wahren Begebenheit.

Zur Story:
Bei einem Autounfall sterben die Eltern der 14-jährigen Meg und ihrer 12-jährigen Schwester Susan. Sie sollen dann von ihrer Tante Ruth aufgezogen werden. Ruth ist alleinerziehend und hat drei Söhne. Meg freundet sich mit einem Jungen (David) aus der Nachbarschaft an. Sie bemerkt schnell, dass ihre Ziehmutter sie hasst. Ruth beginnt damit, die Schwestern zu demütigen und Meg hungern zu lassen, da sie angeblich zu dick ist. Als Meg schließlich ihre Ziehmutter bei der Polizei anschwärzt, wird sie von Ruth in deren Keller eingesperrt. Dort wird sie vor den Augen ihrer kleinen Schwester brutal von Ruth und den Kindern gefoltert und gedemütigt. Sie ist ihren Peinigern hilflos ausgeliefert. Sogar die Nachbarkinder werden mit einbezogen und zeigen keine Spur von Mitleid. Nur David kann nicht mit ansehen wie Meg leiden muss. Er weiß allerdings nicht, wie er ihr helfen kann und so wird sie jeden Tag etwas mehr gequält.
Die Geschichte wird von dem Nachbarjungen David erzählt, der sich als Erwachsener an die Taten erinnert.

Ja der Film schockiert, doch genau das soll er auch.
Es wird gezeigt, wie grausam Menschen (sogar Kinder) sein können. Ruth hat sichtlich Probleme mit sich selbst, mit Männern und ihren Kindern. Sie lässt die Kinder rauchen und trinken, benimmt sich wie ihre Freundin und erzählt ihnen unanständige Geschichten. Die Kinder werden von ihr manipuliert und aufgehetzt indem sie ihnen Dinge erzählt, die sie noch gar nicht verstehen können um Meg schlecht zu machen.
Auch in dem wahren Fall wusste angeblich die halbe Nachbarschaft Bescheid, dass das Mädchen im Keller eingesperrt und gefoltert wird. In diesem Film wird deutlich, wie hilflos Meg ist. Noch nicht einmal die Polizei hilft ihr. Einem Kind glaubt man halt nicht alles, viele Kinder übertreiben. Ein kurzer Besuch bei Ruth und wie sagt, es sei alles in Ordnung, dann wird ihr natürlich geglaubt.
David befindet sich im Zwiespalt. Wie schnell wird man zum Täter? Er hätte seinen Eltern von den Grausamkeiten erzählen können, doch er traut sich nicht. Immerhin hat er schon so lange zugesehen. Wie soll er das nur erklären.
Außerdem wird drastisch dargestellt, wie schnell man andere manipulieren kann. Nach und nach kommen immer mehr Kinder aus der Nachbarschaft hinzu. Einer beginnt etwas und die anderen ziehen einfach mit. Die Kinder besitzen kein Unrechtsbewusstsein.

Zu Beginn ist der Film etwas langatmig, durch viele lange Dialoge. Diese sind meiner Meinung nach aber wichtig um zu erkennen, welche kranken Ansichten Ruth eigentlich hat. Der Film ist definitiv nichts für schwache Nerven. Die Folterszenen werden zwar nur angedeutet, doch dies ist schon grausam genug. Man leidet hier richtig mit und muss ständig den Kopf vor Unverständnis schütteln.

Negative Kritik gibt es teilweise, weil der erwachsene David an der Wallstreet arbeitet und ein "gutes" Leben führt. Wegschauen wird also belohnt?
Diese Kritik kann ich überhaupt nicht unterstützen. Ganz deutlich wird geschildert, dass er absolut unglücklich mit seinem Leben ist. Er kann sich nicht verzeihen damals weggesehen zu haben, hat seine Ehe zerstört und denkt ständig an Meg. Dies wird ihn sein ganzes Leben lang begleiten.

Das Buch "Evil" von Jack Ketchum ist meiner Ansicht nach noch viel grausamer als der Film. Die Folterungen sind sehr viel detaillierter beschrieben und haben mich mehr mitgenommen. Natürlich kann man nicht alle Darsteller im Buch, genauso detailliert im Film beschreiben. Dafür ist ein Film einfach zu kurz.

Ich kann den Film und das Buch nur empfehlen.
Film = 4 Sterne
Buch = 5 Sterne (eher noch mehr)
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Jack Ketchum's Evil DVD, 5. Juni 2012
Rezension bezieht sich auf: Jack Ketchum's Evil (DVD)
Zu dieser wahren Geschichte kann ich jedem nur die Lektüre des ca. 1987 erschienenen Buchs "Im Basement" von Kate Millet empfehlen, das sehr viel vielschichtiger und aus verschiedensten Blickwinkeln die einzelnen Charaktere und ihre Motive zu ergründen versucht (vergleichbar im Ansatz und in der Qualität mit Truman Capotes "Kaltblütig"). Dagegen wirkt das Buch des Epigonen Ketchum (und damit auch der Film) sehr viel eindimensionaler, auf die zunehmende Eskalation von Gewalt beschränkt. Trotzdem meine Empfehlung für diesen Film, der hart an die Grenze des Unerträglichen geht, eben weil es sich um eine wahre Geschichte handelt und nicht um das sonst übliche Gemetzel an Zombies, Monstern etc., was in seiner Groteskheit oft eher Heiterkeit als Schauer hervorruft. Wenn Sie den Film bis zum Ende ertragen, werden Sie sehr verstört sein.
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen So Surreal..., 18. Oktober 2009
Rezension bezieht sich auf: Jack Ketchum's Evil (DVD)
Dieser Film hat mich von Anfang an interessiert und ich musste ihn haben...
Er ist sehr surreal und was dort passiert, spiegelt einfach nur die pure Ungerechtigkeit wider.
Wer die Vorherigen Rezensionen gelesen hat, weiß ja wohl genau über die Handlung bescheid, das muss ich jetzt nicht mehr aufgreifen.
Doch sicher ist: Ohne wirklich direkte Brutalität zu sehen, geht dieser Film schwer unter die Haut und fesselt einen bis zur letzten Sekunde, ich schätze es ging anderen auch so wie mir, die wirklich bis zum letzten Wort des Abspanns ("Jack Ketchum's The Girl Next Door") sprachlos und verstört vor dem Bildschirm saßen.
Ich habe den Film gestern Abend gesehen und habe immer noch das Gefühl, neben mir zu stehen aus reiner Fassunglosigkeit.
Die Atmosphäre ist genial beklemmend und das Verhältnis zwischen den einzelnen Beteiligten wird einzigartig diskret aber feinfühlig dargestellt.
Doch trotz all der Genialität ist es ein Film, den ich mir kein zweites Mal ansehen werde, weil er einfach tief in die Psyche sticht, wie ich es noch nie vorher erlebt habe.
Es ist ein Paradoxon aus einzigartiger Darstellungskunst und abartig krankem Inhalt, der auch noch auf wahren Tatsachen beruht.
Und auch wie die Vorrezensionen des Films und Buches sagen, stellt man sich während des Films die ganze Zeit nur eine Frage:

Warum?
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2 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Sehr freie Umsetzung, 27. November 2012
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Rezension bezieht sich auf: Jack Ketchum's Evil (DVD)
Der Film ist im Großen und Ganzen gut und man kann ihn sich ansehen. Er ist allerdings eine sehr freie Umsetzung der wahren Geschehnisse. Ich habe mich mit dem Originalfall im Nachhinein befasst und wenig wiedergefunden. Leider wurde in diesem Film sehr wenig über die Beweggründe, die zur Folterung geführt haben, erklärt und so bleibt der Zuschauer über Vieles im Dunkeln.

Tatsächlich waren Sylvia Likens Eltern nicht bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen sondern Schausteller, die ihre Töchter in der Obhut einer quasi unbekannten Frau ließen. Damals führte ein verspäteter Scheck dazu, dass die Folterungen begannen und die aus der Folterung resultierende Inkontinenz führte wiederum zur Verbannung in den Keller. Tatsächlich starb Sylvia, jedoch nicht ihre Peinigerin. Sie wurde vor Gericht gestellt und ebenso wie ihre älteste Tochter und zwei Nachbarsjungen zu einer Haftstrafe verurteilt.

Davon abgesehen, habe ich schon schlechtere Machwerke gesehen. Wem ein Film lieber ist, der näher an den Fakten ist, sollte sich "An American Crime" stattdessen ansehen.
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4 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ganz okay, aber "An American Crime" war besser, 20. Oktober 2010
Rezension bezieht sich auf: Jack Ketchum's Evil (DVD)
Habe nunmehr diesen Film und "An American Crime" gesehen. Beiden Filmen liegt ja bekanntlich der Realfall "Sylvia Likens" zugrunde. In aller Kürze: "An American Crime" hat mir besser gefallen, denn dieser Film ist einfach nachvollziehbarer, eindringlicher, aufwühlender und man kann sich besser in das "Opfer" hineinversetzen. Die Opferrolle ist in "An American Crime" einfach besser besetzt. Es konnte sich bei der realen Silvia Likens nur um ein körperlich und geistig sehr schwaches Mädchen handeln, im "Jack Ketchums Evil" (The Girl next Door) wirkte die Misshandelte in diesem Sinne im Vergleich nicht so überzeugend. Auch sind die schauspielerischen Leistungen insgesamt in "An American Crime" besser. Bezüglich der filmisch nachgestellten grausamen Folterungen, Demütigungen und Erniedrigungen wurde in beiden Filmen allerdings bei weitem nicht alles bzw. nur ansatzweise gezeigt. Viel unvorstellbarer erging es wohl tatsächlich dem wahren Opfer Sylvia Likens im Jahre 1965, aber das zu zeigen hätte wohl für die meisten Zuschauer die Grenze des Erträglichen weit überschritten. So bleiben beide Filme noch "massentauglich". Das eigentlich Erschreckende an beiden Filmen ist m. E. die Aussage, dass nicht wenige Menschen offenbar - mitunter auch unbewußt - zur Gewalt und zum Sadismus neigen die dann auch solche "kollektiven" Grausamkeiten an einem anderen Menschen begehen bzw. zulassen können ohne auch nur einen Hauch von Gefühl oder Mitleid zu zeigen oder sich zumindest bewußt zu sein wo im menschlichen Miteinander und überhaupt im Menschlichen eigentlich die Grenzen liegen. Genau dies trifft auch in heutiger Zeit vielleicht sogar noch verstärkter zu, gerade wenn man sich die zum Teil extrem brutalen und menschenverachtenden Gewalttaten heutiger Jugendlicher und jungen Erwachsenen vor Augen hält, wie sie immer wieder in den Medien zu sehen sind. Insofern ist und bleibt die Realität grausamer als jeder Film.
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Jack Ketchum's Evil
Jack Ketchum's Evil von Gregory Wilson (DVD - 2008)
EUR 5,75
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