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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoller experimenteller Synthie Pop
Diese Platte von 1983 erregte bei Kritikern und Fans von OMD allgemein Verwunderung; wer weitere eingängige und tanzbare Hits erwartet hatte, wurde von der Experimentierfreude dieser Platte überrascht.
Zwar gibt es auch auf "Dazzle Ships" die Markenzeichen von OMD, nämlich einerseits tanztauglicher Synthie-Pop à la "Enola Gay", etwa "Genetic...
Veröffentlicht am 2. Oktober 2005 von schrottvogel

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gewöhnungsbedürftig aber keineswegs uninteressant
Mit ihrem insgesamt vierten Album aus dem Jahre 1983 machten es O.M.D. seinerzeit weder den Fans, noch den Kritikern leicht. Da hatte man gerade mit der Single "Maid Of Orleans" und dem dazugehörigen Album "Architecture And Morality" einen Verkaufshit gelandet und ließ nun ein recht schwer verdauliches Album folgen, das einer...
Am 30. Juli 2000 veröffentlicht


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13 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wundervoller experimenteller Synthie Pop, 2. Oktober 2005
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dazzle Ships (Audio CD)
Diese Platte von 1983 erregte bei Kritikern und Fans von OMD allgemein Verwunderung; wer weitere eingängige und tanzbare Hits erwartet hatte, wurde von der Experimentierfreude dieser Platte überrascht.
Zwar gibt es auch auf "Dazzle Ships" die Markenzeichen von OMD, nämlich einerseits tanztauglicher Synthie-Pop à la "Enola Gay", etwa "Genetic Engineering", "Telegraph" oder das druckvoll mitreißende "Radio Waves", für mich der Hit dieser Platte; andererseits melancholische-ruhige Songs, wie zum Beispiel "International", das düster angehauchte "The Romance of the Telescope", das schaurig-schöne "Silent Running" oder der Closer "Of All the Things We've Made".
Ihren ganz eigenen Charakter erhält diese Platte jedoch durch die avantgardistischen Experimente mit Rhythmen und Samples. "ABC Auto-Industry" ist zum Beispiel eine seltsame Kombination aus 3/4-Rhythmen in verschiedenen Geschwindigkeiten, die durch Samples unterlegt wurde; "This is Helena" verbindet einen geradezu primitiven, eintönigen Rhythmus mit gesprochenen Samples und einigen Synthie-Sounds; "Dazzle Ships", das wohl extremste Stück der Platte, ist einfach nur eine Collage aus verschiedenen ziemlich gestörten Sounds, die teilweise wahren Terror erzeugen; und das geniale "Time Zones" besteht aus Zeitansagen aus aller Welt, die einfach übereinandergespielt wurden -- auf diese Idee muss man erst einmal kommen! Den Ton, der sich ergibt, wenn alle die "PIEP!" der einzelnen Zeitansagen zusammengespielt werden, sollte man gehört haben, beschreiben kann man ihn nicht.
Was also soll man von dieser Platte halten? Nun, sehr viel! -- zumindest wenn man abwechslungsreiche, experimentierfreudige und gute Musik mag. Diese Platte vereinigt Lebensfreude in Form der typischen OMD-Hits, Melancholie in Form der langsamen Stücke und Verstörung/Verwirrung in Form der experimentellen Songs. Wer hier klassische OMD-Kost erwartet, wird vielleicht zunächst enttäuscht sein. Wer aber Freude an unangepasster, eigenständiger und abwechslungsreicher Musik hat und nichts gegen 1980er-Sound einzuwenden hat, der liegt hier goldrichtig.
Für mich ist diese Platte ein immer wieder gern gehörter Klassiker der 1980er, in den ich mich beim ersten Hören schon richtig verliebt habe. Folgerichtig vergebe ich 5 Sterne.
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Dazzling Electropop endlich als Remaster!, 3. April 2008
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dazzle Ships (Remastered) (Audio CD)
Wie viele Jahre musste die OMD-Fangemeinde auf diese Ausgabe von "Dazzle Ships" warten? Endlich, endlich ist dieses phantastische Album als Remastered Edition in lupenreiner Soundqualität erschienen! Auf Knien will man der Band und der Plattenfirma dafür danken! Sämtliche Tracks, die 1983 zu dem Album gehörig erschienen sind (12" Versionen, B-Seiten), sind als Bonus-Tracks enthalten, einige erstmals überhaupt auf CD (so vor allem die 12" Version von "Telegraph" oder auch "66 And Fading" in voller 12" Single-Länge). Der absolute Hammer ist die 1981er Ur-Version von "Telegraph" ("The Manor Version"), die die originale Singleversion fast noch toppt. Erwähnenswert auch das vordem unveröffentlichte "Swiss Radio International" (das allerdings nicht mehr als ein Sample-Track ähnlich "Radio Prague" ist). Das Cover ist mit viel Liebe nach dem originalen Artwork von 1983 gemacht ("Dazzle Ships" war immer GRÜN, nie BLAU!), zudem enthält das Booklet enthält eine ausführliche Geschichte über die Entstehung des Albums. So soll es sein!
Endlich hat dieses Meisterwerk seine angemessene Form als CD erhalten. Wunderbar!
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14 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Elektropop vom Feinsten!, 28. Juni 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dazzle Ships (Audio CD)
"Dazzle Ships" beschloss 1983 die Reihe der ersten vier OMD-Longplayer, die noch den unverkennbaren und eigenständigen Elektropop repräsentierten, der OMD bis dahin ausgemacht hatte und der unter den Fans mehrheitlich so heiß geliebt wird. Das Erscheinen des 1984er Albums "Junk Culture" nahm sich für viele Fans dagegen als ein Kulturschock aus, dominierte dort doch bereits unüberhörbar der chartfähige Mainstream-Pop. Was von da an von OMD folgte, war als ebensolcher Pop zumeist hervorragend gemacht, gut hörbar und im Gegensatz zu weiten Teilen der heutigen Popszene immer abwechslungsreich - doch um die alte, bizarre Elektro-Herrlichkeit war es für immer geschehen. Von dieser bietet "Dazzle Ships" reichlich, und man kann das Album neben OMDs Debut-LP von 1980 sicherlich als das experimentellste bezeichnen. Minimalistische Arrangements wie in "Of All The Things We've Made" wechseln sich ab mit rhytmischen Klangcollagen synthi-generierter Fabrikgeräusche wie in "ABC Auto Industry" oder schlichtweg genialen Stücken wie "Genetic Engineering" oder "Telegraph", die den technologischen OMD-Sound, der anno 1983 bereits wie ein Import der späten Siebziger klingen musste, in perfekter Weise zu dynamischen Popkrachern umgoss. "Dazzle Ships" ist ein Feuerwerk geistreicher Einfälle, das viel von der kreativen Intuition der damaligen Musik-Tüftler Andy McCluskey und Paul Humphreys spüren lässt. Schon deshalb ist es unsinnig, OMD der Nachahmerei des am Anfang ihres Schaffens stehenden Vorbilds "Kraftwerk" zu zeihen, wie dies fast stets geschieht, wenn über OMD geschrieben oder berichtet wird. Dennoch sei der Verweis auf dieses Vorbild hier hilfreich: wer "Kraftwerk" mag, wird an diesem Album vielleicht auch Gefallen finden; wer mit OMD mehr den Pop seit Mitte der 80er verbindet, muss seinerseits mit einem Kulturschock im umgekehrten Sinne rechnen.
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8 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk, 13. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dazzle Ships (Remastered) (Audio CD)
Ja ja, die guten alten Zeiten. Nach dem Megaerfolg des Albums "Architecture & Morality" und der Hitsingle "Maid of Orleans" folgte mit Dazzle Ships ein Nachfolger, der Fans und Kritiker gleichermaßen überraschte und verwirrte. Von tanzbaren Popsongs (Genetic Engineering, Telegraph) über tiefmelancholische Balladen (International, Romance of the telescope, Of all things we've made) bis zu experimentellen Spielereien (Radio Prague, This is Helena, Dazzle Ships, Time Zones) war hier alles vertreten. Auch wenn das Album kommerziell der größte Flop der Band war, Andy und Paul stehen auch heute noch dazu und sind stolz auf ihr Werk. Für mich war Dazzle Ships seiner Zeit weit voraus, die Klangqualität der remasterten Version ist sehr gut und zusammen mit den Extratracks ein klarer Kaufgrund auch für Besitzer des Originals.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Experimentelles Album von 1983, 7. November 2014
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dazzle Ships (Remastered) (Audio CD)
1981/82 befand sich OMD mit dem Album Architecture & Morality und den 3 Hitsingles Souvenir, Joan Of Arc und Maid Of Orleans so ziemlich auf dem kreativen und kommerziellen Höhepunkt der Karriere. Dort gelang der Spagat zwischen Kunst und Kommerz perfekt. Mit dem 1983er Albumnachfolger Dazzle Ships und den Singles Genetic Engineering sowie Telegraph verstörte die Band dann ihr Publikum. Die Veröffentlichungen waren für Bandverhältnisse Flops in den Charts. Bis dahin waren der Band zumeist minimalistisch eingängige Elektropopsongs gelungen, die weniger auf große Refrains, sondern vielmehr auf simple Synthiemelodien bauten.

Wie das Booklet der CD verrät, war die Band nach Architecture & Morality ziemlich ausgebrannt was das Songwriting angeht. Diesbezüglich ist der Band auf Dazzle Ships auch nicht viel eingefallen. Hier hat man alles zusammengekratzt was noch irgendwie rumlag. So gibt es mit The Romance Of The Telescope und Of All The Things We've Made zwei Songs zu hören, die schon zuvor als B-Seiten erschienen waren. Die Single Telegraph entstand bereits zu Zeiten von Architecture & Morality. Die Urversion von 1981 findet sich auf der CD auch als Bonustrack. Das flotte eingängige Radio Waves entstand sogar noch früher zu Beginn der Bandkarriere. Wie schon ein anderer Rezensent schrieb, ist es ziemlich unverständlich, wiese Radio Waves nicht als Single erschien. Das ist ein ähnlicher Kracher wie Electricity oder Enola Gay.
Genetic Engineering wurde damals sehr mutig als erste Single ausgewählt. Mit seinen verfremdeten Stimmen die Berufe aufzählen, den Gitarren und einer gewissen Härte bzgl. der Sounds, war das sehr ungewohnt. Trotzdem ist die Melodie sehr eingängig.
Dazzle Ships besteht ungefähr zur einen Hälfte aus Songs und zur anderen Hälfte aus Soundcollagen. Hier hat die Band aus der Not (wenige Songs) eine Tugend gemacht. Da gibt es u.a. Schiffsgeräusche, Zeitansagen oder osteruropäische Radioansagen zu hören. Das hat teilweise eine gewisse Ähnlichkeit mit Kraftwerks Album Radioaktivität, bei dem es auch kaum Songs und mehr Soundexperimente gab.
Die restlichen Songs des Albums wie International (mit Walzer-Beat) und Silent Running kann man auch nicht als Popsongs im eigentlichen Sinne bezeichnen, da sie nicht einen solchen Aufbau mit wiederkehrenden Elementen wie Refrains haben. Das sind eher ruhige Stimmungssongs mit einer Keyboardmelodie und etwas Text.

Dazzle Ships sollte für lange Zeit das letzte Album bleiben, das diesen typischen unverkennbaren frühen Sound der Band hat. Ab 1984 waren sie dann eher eine normale Popband wie so viele andere zu dieser Zeit mit sehr eingängigen Singles. Da konnte man höchstens an McClukeys Stimme erkennen, dass es sich um OMD handelt. Auf ihren letzten beiden Alben History Of Modern und speziell English Electric ist OMD wieder vermehrt zum alten Sound, Soundcollagen und Kraftwerkeinflüssen zurückgekehrt.

Das Booklet bietet einen sehr informativen Text über die Albumproduktion und die damalige Zeit. Die Bonustracks bieten auch alles was es aus der damaligen Zeit sonst noch gab, also B-Seiten, Maxis, etc.
Insgesamt werden etwas über 60 Minuten Musik geboten. Das eigentliche Album war damals nur knapp 35 Minuten lang.
Das Remastering hört sich auch gut an.
Das Camouflage-Cover (das dem Album seinen Titel gab) ist wie beim Vinyl-Album in Grün gehalten (die CD war lange Zeit Blau). Auf die eingestantzen Löcher hat man aber verzichtet.

Fazit:
Ein interessantes Album jenseits ausgetretener Popkonventionen. Die Soundcollagen kann ich aber nicht immer hören. Das Bonusmaterial und das Booklet stimmen auch. Architecture und das Debüt gefallen mir aber besser. Gute 4 Sterne sind in der Bewertung drin. Jetzt müssen endlich die restlichen Alben der 80er bis in die 90er als Remasters angegangen werden.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der vierte Streich von OMD endlich remastered, 8. April 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dazzle Ships (Remastered) (Audio CD)
Zu diesem Album gibt es eigentlich nichts grossartig zu sagen: experimentell und längst ein Meilenstein unter den Electronic - Liebhabern der ersten Generation. Die Neuauflage (remastered) war längst überfällig und überrascht mit exzellentem, rauschfreien Sound und raren Bonus-Tracks (längst vergriffenen 12" Versionen + B-Seiten + Studio Demos). Absolut empfehlenswert !
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Als noch alles gut war, 3. Januar 2000
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: Dazzle Ships (Audio CD)
Das waren noch Zeiten, als OMD noch Konzeptalben vorlegte, mit Klängen und Sounds experimentierte und nicht ein jeder Song wie der andere klang. Sicher, mit den Tracks "The Romance of the Telescope" und "Of all the Things we've made" ist man nicht mehr allzu weit entfernt vom Wischiwaschi-Softpop der späteren Jahre, aber auch diese Stücke haben auf "Dazzle Ships" ihre Berechtigung und Würde. Herausragend sicherlich der Song "Telegraph", der fast an OMDs bestes Stück überhaupt, "Enola Gay", heranreicht (das freilich nicht auf dieser Platte zu finden ist). Gut gelungen auch "Genetic Engeneering" und "ABC Auto-Industry". Bei "Radio Prague" und "International" merkt man den starken Einfluß, den die Gruppe "Kraftwerk" auf OMD hatte, insbesondere Kraftwerks Album "Radioaktivität" von 1975. An das große Vorbild freilich reicht OMD auch mit seinen besten Alben nicht heran. Aber wäre man dem Grundsatz treu geblieben, eingängigen Pop mit avantgardistischen Tendenzen zu verbinden, dann wäre OMD auch heute noch eine große Band. Doch irgendwann Ende der 80er haben McCluskey&Co wohl entschieden, alkles dem seichten Kuschelpop zu opfern. So bleibt "Dazzle Ships" ein Album zum Erinnern und zum Träumen von der Zeit, als noch alles gut war. (Dies ist eine Amazon.de an der Uni-Studentenrezension.)
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7 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Mein Klassiker, 17. Dezember 2002
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dazzle Ships (Audio CD)
"Orchestral Manoeuvres In The Dark" - erinnert sich noch jemand? Nachdem die Pioniere in Sachen elektronischer Musik 1981 und 1982 mit der Single "Maid Of Orleans" schon einen veritablen Hit hatten, legte man 1983 ein ziemliches ungewöhnliches Werk vor, das mit den netten Melodien des Vorgängers "Architecture & Morality" brach. "Dazzle Ships" ist auch heute noch eine etwas verstörende, wunderliche und merkwürdige Platte, die weit entfernt war von dem kommerziellen Schrott, den O.M.D später abliefern sollte. Oft sind es nur Soundcollagen ("Radio Prague" oder "Time Zones"), die zu hören sind. Oft aber auch seltsam schöne Lieder, die wie "Kraftwerk" (die O.M.D. damals übrigens als Vorbild nannten) klingen - nur mit einem Sinn für Gefühl und Romantik: "Romance Of The Telescope", "Silent Running" oder mein absoluter Favorit "Of All The Things We've Made". Diese Platte war 1983 wirklich neuartig, der Ansatz, die Wahl der Instrumente und die Konzeption von "Dazzle Ships" sollten die mutigste Sache werden, die Andy McCluskey (Stimme, Synthesizer, E-Bass, Ansätze von Gitarre), Paul Humphreys (Stimme, Synthesizer) und Malcolm Holmes (Schlagwerk) jemals zustandebrachten. Die Liverpooler werden in meinem "musikalischen Herzen" immer eine kleine Nische haben. Schade, daß man den experimentellen Ansatz von "Dazzle Ships" nicht weiterverfolgt und ausgebaut hat - was wäre da noch möglich gewesen?
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5.0 von 5 Sternen Das letzte authentische OMD-Album, 27. Dezember 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dazzle Ships (Remastered) (Audio CD)
Kein Album von OMD klingt wie das andere, was man der Band einerseits als Vielseitigkeit auslegen kann, andererseits aber auch als Richtungslosigkeit - ein kontinuierlicher Balanceakt zwischen Kunst und Kommerz. Sich für das ein oder andere eindeutig entscheiden konnten sich OMD bis heute nicht. So führten OMD auch auf ihrem 4. Album "Dazzle Ships" die Suche nach "ihrem" ureigenen Sound weiter fort.

Das Album, 1983 aufgenommen, gilt heute als ihr "experimentellstes" und "sperrigstes" Werk, stilistisch mit keinem ihrer innovativen Alben davor oder eher chart-orientierten Alben danach vergleichbar. Aber waren OMD jemals wirklich "experimentell"? "Experimentell" nach der Definition des "Duden" bedeutet: "(versuchsweise) mit besonderen, neuartigen, ungewöhnlichen, fremd wirkenden künstlerischen Mitteln frei gestaltet, komponiert". Dies trifft so auf weite Teile des Albums auch tatsächlich zu. OMD nutzten Unmengen an elektronischem Equipment und Spielzeug, was irgendwie aufzutreiben war und schufen damit Klänge, die vorher so noch nicht in der elektronischen Musik verwendet wurden.

Im Grunde gab es nur vier wirklich neue Songs auf "Dazzle Ships" zu hören: "Genetic Engineering", "International", "Silent Running" und die B-Seite „4-Neu“. Die restlichen Stücke wurden bereits 1981/82 als "Architecture & Morality"-Outtakes geschrieben ("Telegraph"), bzw. als Single-B-Seiten veröffentlicht ("The Romance Of The Telescope" und "Of All The Things We've Made") und "Radio Waves" wurde bereits in ihrer "The ID"-Punk-Phase in den späten Siebzigern komponiert. Es ist kein Geheimnis, das sich die beiden OMD-Gründer Andy McCluskey und Paul Humphreys bereits ab "Dazzle Ships" durch ihre gegensätzlichen musikalischen Auffassungen voneinander entfernten, zudem noch eine kreative Schreibblockade einsetzte, gefolgt von quälenden, oft fruchtlosen Aufnahmesessions und das Album am Ende durchaus als eine Art Flickenteppich betrachtet werden kann, in den zu o. g. Songs einige experimentelle, fast schon skurrile Soundcollagen wie „Radio Prague“, „ABC Auto Industry“, „This Is Helena“, „Dazzle Ships“ und „Time Zones“ eingewoben wurden. Die Frage bleibt offen, ob dies als kreativer Höhepunkt ihres damaligen Schaffens angesehen werden kann oder ob es sich um reine Notlösungen handelte, weil ihnen keine besseren Songs einfielen. Wie dem auch sei:

Stilistisch schließt "Dazzle Ships" in weiten Teilen an seinen Vorgänger "Architecture & Morality" an, jedoch ohne das Erfolgsalbum von 1981 kopieren zu wollen, sondern mit dem Bestreben, das musikalische Soundkonzept weiterzuentwickeln. Dies ist OMD zweifellos gelungen. Bedauerlicherweise wurde dieser einzigartige Sound danach nicht mehr weiter aufgegriffen (das Album floppte weitgehend und wurde von den Kritikern zerrissen) und bereits ein Jahr später wurde ab dem Album "Junk Culture" eine radikale musikalische Kurskorrektur in verkäuflichere Popgefilde vorgenommen.

30 Jahre nach seiner Veröffentlichung besitzt das Album mittlerweile seinen ganz ureigenen Charme, geniesst einen gewissen Kultstatus unter den eingefleischten, langjährigen Fans und bleibt auch nach mehrmaligem Anhören konstant interessant. Ich kann nur jedem empfehlen, sich das Album zuzulegen und sich darauf einzulassen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ENDLICH RAUSCHFREI!!!!, 11. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Dazzle Ships (Remastered) (Audio CD)
Hier ist nun endlich die 4. Remastered - CD. Ein grandioses oft zu unrecht kritisiertes Meisterwerk der noch frühen OMD-Phase. Es bildet den Abschluß der experimentelleren Musik. Danach wurde es poppiger. Klanglich liegen Welten zwischen der ersten CD-Ausgabe und dieser hier. Angereichert mit 6 Bonustracks ist diese CD sehr empfehlenswert. Besonders stark die bisher unveröffnetliche "Minor-Version" von Telegraph.
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Dazzle Ships (Remastered)
Dazzle Ships (Remastered) von Orchestral Manoeuvres in the Dark (Audio CD - 2008)
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