Fashion Sale Öle & Betriebsstoffe für Ihr Auto Fußball Fan-Artikel calendarGirl Prime Photos Sony Learn More sommer2016 saison Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego NYNY

Kundenrezensionen

3,9 von 5 Sternen25
3,9 von 5 Sternen
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 3. Mai 2009
Warum habe ich dieses Buch nur gekauft? - Ach ja: "Es gibt nicht viele Buecher, bei denen man laut lachen muss. Das ist eines davon." - so verspach es jedenfalls in dicken Lettern ein Zitat des Skanska Dagblatt auf dem Covertext. Das sollte doch eine hinreichende Referenz fuer leichtfuessige Stunden reinsten Lesevergnuegens auf dem Rueckflug nach Moskau sein und so griff ich zu.

In einer einfachen, eindimensionalen Handlung beschreibt der mir bis dahin unbekannte finnische Journalist Paasilinna das schwierige Leben des Erfinders Aatami Rymättyla, der auszog die Welt zu retten. Irgendwie ist man dem Autor angesichts der etwas ungewohnten Namen dankbar, dass die Handlung mit wenigen Charaktaeren auskommt. Das Buch liest sich dabei aber locker runter; aehnlich locker wird es vom Vielschreiber Paasilinna mit leichtem Hang zum Zynismaus an einem verregneten Wochenende allerdings auch runtergeschrieben worden sein. Die Story hat selbst fuer einen Fictionroman wenig Komplexitaet, bietet dabei aber durchaus stellenweise eine Situationskomik, die sie deutlich geeignet macht fuer eine Verfilmung. Nur sprachlich kommt diese Situationskomik beim Lesen dann doch nicht immer rueber. Von Schmunzeln, Humor oder gar schwarzem Humor ist dabei aber jedenfalls nicht so viel zu finden, wie mich der Covertext lockte.

Dennoch bietet das Buch einen netten Zeitvertreib und weil man ja bei allem immer etwas lernt, laesst es mich kuenftig ganz anders den sternenklaren Himmel absuchen. Warum? - Lies doch selber!
0Kommentar|7 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. April 2008
Ich hab' selten so gelacht wie bei diesem Buch. Paasilinna schreibt so herrlich unbekümmert die aberwitzigsten Situationen zusammen, dass dieses Buch einfach ein grandioser Lesespass ist. Ich hatte schon "Im Jenseits ist die Hölle los" von ihm gelesen, aber "Adam" übertrifft es um Längen.
Die Verwicklungen, in die Adam, seine trunksüchtige Anwältin/Partnerin und der auf Adam angesetzte Killer geraten, sind hochgradig witzig - und sollten eigentlich gar nicht in Rezensionen erzählt werden: selber lesen und sich an den überraschenden Wendungen freuen!
P.S. Hab' das Buch schon zweimal verschenkt!
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Erster Eindruck: Das hat man nun davon...

Aatami Rytmättylä hat eine revolutionäre Erfindung gemacht: Ein hochleistungsfähiger Akkumulator, der sämtliche Energieprobleme in kurzer Zeit lösen könnte. Dabei stößt er auf heftigen Widerstand der Energiekonzerne und Ölscheichs, und schließlich landet er sogar im Gefängnis ' wo er seine Strafverteidigerin Eeva Kontupohja trifft, in der er schnell eine Verbündete findet...

Finnischer Humor ist nun nicht unbedingt weltbekannt, trotzdem hat der WDR dem äußerst erfolgreichen finnischen Roman 'Adams Pech, die Welt zu retten' eine gleichnamige Hörspielumsetzung verpasst, die nun auch bei Lübbe Audio als CD-Version erhältlich ist. Das verläuft alles in recht untypischen Bahnen, wirkt neu und unverbraucht und kann vielleicht gerade deshalb so gut unterhalten. Es beginnt mit der Entdeckung des Akkumulators und stellt sogleich die spannende Frage, wie die Welt tatsächlich mit einer solchen Entdeckung umgehen würde ' die an ihren eigenen Vorteil denkende Eeva und die um ihren Reichtum besorgten Ölscheichs sind nur zwei Beispiele. Herzstück sind jedoch die vielen komischen Situationen, in die Adam gerät. Sie sind nicht gerade das, was man als hintergründig betiteln würde, aber ungemein unterhaltsam und kurzweilig erzählt. Da stört es kaum, wenn die Geschichte an sich ein wenig seicht daher kommt und das oben erwähnte im Prinzip die ganze Handlung zusammenfasst ' mit Ausnahme eines wahrhaft erstaunlichen, unerwarteten und etwas übertriebenen Ende. Allerdings ist fraglich, ob eine Institution wie der WDR wirklich auf Mehrfachbesetzungen der Sprecher angewiesen ist, was teilweise leider schon auffällt ' gerade weil der Rest wirklich einwandfrei produziert wurde. Wer lockere und erheiternde Unterhaltung sucht, wird hier mit viel Kurzweil und Situationskomik belohnt, nicht mehr und nicht weniger will 'Adams Pech, die Welt zu retten' bieten.

Matthias Matschke, bisher nicht wirklich in kommerziellen Hörspielproduktionen aufgefallen, hat hier gleich die Hauprolle des Aatami Rytmättylä ergattert und kann diese mit Humor und einer lockeren, glaubhaften Sprechweise gut ausfüllen. Ihm zur Seite gestellt ist Johanna Gastdorf als Eeva Kontupohja. Auch sie geht in ihrer Rolle auf und verleiht ihr ein interessantes Erscheinungsbild. Erzähler der Geschichte ist Michael Wittborn, seine markante und sehr angenehme Stimme lässt seine Passagen ebenso kurzweilig wirken wie die Dialoge. Weitere Einsätze gibt es für Wolfgang Rüter, Andreas Laurenz und Bernd Kuschmann.

Die Musik bildet eine charmante Grundlage für die Erzählung, sie ist unaufdringlich und schafft trotzdem schöne Stimmungen. So kommen die skurrile Wirkung der Handlung und die vielen erheiternden Situationen besonders gut zur Geltung, dem Hörspiel wird so etwas sehr eigenes verliehen. Geräusche wurden hier nicht um Übermaß, sondern in einer guten Mischung verwendet.

Natürlich ist das Buchcover zwecks Wiedererkennungswert auch für das Cover der Hörspielumsetzung verwendet worden, hier wird mit typisch finnischer Stimmung gearbeitet: Ein von Wald umgebener See, darin ein rotes Blockhaus in einem Schwimmreifen. Im Inneren ist neben Werbung, der Wiederholung des Klappentextes, den äußerst kleingedruckten Produktionsdaten noch ein knapper Infotext über Autor Arto Paasilinna zu finden.

Fazit: Stellenweise sehr witzig und mit vielen komischen Situationen bietet dieses Hörspiel kurzweilige Unterhaltung ohne großen Anspruch, aber keinesfalls niveaulos.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. November 2010
Aatami Rymättyla, knappe vierzig Jahre alt, unterhaltszahlungspflichtiger Vater von sieben Kindern, deren drei Müttern und bislang glückloser Erfinder, hatte wieder einmal Pech. Bei dem Versuch, einen umweltfreundlichen Akku in Kleinstformat, aber mit höchster Speicherkapazität zu entwickeln, fliegt ihm sein Labor um die Ohren und nicht einmal die Feuerwehr kommt rechtzeitig, da es nicht das erste Mal ist, dass dem Tüftler etwas daneben geht. Zudem wird er auch noch beschuldigt, den Brand in seiner Werkstatt selbst verursacht zu haben, um die Versicherungssumme zu kassieren und so mit einem Schlage seine drückenden Schulden los zu werden und man steckt ihn ins Gefängnis.

Dort wendet sich das Blatt allerdings. Seine Pflichtverteidigerin Eeva, Alkoholikerin und recht selbstsüchtig, der er alles erzählt, glaubt an einen durchschlagenden und profitablen Erfolg seiner Erfindung...und an die Möglichkeit, selbst davon zu partizipieren. Sie bekommt ihn frei und nimmt für ihn einen Kredit auf, damit er seine Erfindung fertigstellen kann, hilft ihm bei der weltweiten Vermarktung und die beiden werden gute Freunde. Seine Erfindung findet reißenden Absatz und in kürzester Zeit macht ihre Firma Milliardenumsätze und der sympathische Aatami kann alle seine Lieben, Bekannte, wie Verwandte mit Geld oder Anstellung in seiner Firma versorgen, wie z.B. den Gerichtsvollzieher aus seinen aus schweren Tagen.

Allerdings hat er durch seinen großen Erfolg auch Neider und die ölfördernden Länder, die ihre Profit-Felle gefährdet sehen, setzen sogar einen eiskalten Profikiller auf ihn an, der Aatami beseitigen und die Pläne seiner Erfindung stehlen soll. Herrlich skuril, wie diese Tötungsmaschine mehrmals scheitert...und wie der Roman endet, lasse ich mal offen. Auf jeden Fall mit genauso viel hintergründigem, schwarzen Humor, für die der Autor mir und anderen Fans allmählich bekannt und lieb ist.

Arto Paasilinna hat mit diesem Roman nicht nur das ständig aktuelle und brisante Thema erneuerbare, umweltfreundliche Erfindung auf dem Gebiet der Umwelttechnologie und deren mögliche Konsequenzen in schon sachlich, kühler Form aufgegriffen, seine Protagonisten wachsen einem auch sehr schnell ans Herz durch viel hintergründigen, schwarzen Humor. Es sind die Feinheiten und Zwischentöne, durch die der Autor den Leser immer wieder schmunzeln läßt. Für mich ist dieser manchmal fast unterkühlt und sachlich herb erzählende Schriftsteller, bei dem es auf ganz eigene Art menschelt, eine der tollsten Entdeckungen der letzten Jahre.

Fazit meinerseits: Paasilinnas Romane = finnisch, but (hoffentlich) noch lange nicht the end.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
Hörbuch-Rezension: ADAMS PECH, DIE WELT ZU RETTEN (Arto Paasilinna) gelesen von Jürgen von der Lippe
4CDs im Pappcase (zum Einstecken) | Bearbeitete Fassung | 316 Minuten Laufzeit (ca. 13 Tracks / CD) - erschienen bei LÜBBE AUDIO

Ein Kunde, der von einer meiner Krimi-Rezensionen enttäuscht war und mit dem ich dann per Mail kurz ein paar klärende Worte führte riet mir, ich solle doch einmal einen Krimi des Finnen Arto Paasilinna lesen. So was merke ich mir penibel und nun ergab es sich neulich praktischer Weise - ich bin eine Person, die das Nützliche überaus gerne mit dem Angenehmen verbindet - dass Jürgen von der Lippe Arto Paasilinnas neuesten Krimi vorliest. Keine Sekunde habe ich gezögert, keine Sekunde der Lesung bereut!
Ein so abstrakt-komplexes Konstrukt an Kriminalroman muss man als Liebhaber skurriler Plots ja in sein Herz schließen. ;-)
Das Herz des Zuhörers wird gleich eingangs "menschelnd" weit (und weich gemacht ;-), wenn der Held der Handlung, ein gewisser Aatami Rytmättylä, vom Schicksal seiner Existenzgrundlage beraubt wird. Der Mann steht vor dem Nichts! Seine Strafverteidigerin, eine hinterhältige Person eigentlich, schnappt bei den Gesprächen mit ihrem Klienten allerdings ein interessantes Detail auf. Das einzige Ding, das Rymättylä nämlich noch besitzt ist seine neueste Erfindung: Ein Akku mit einer Wahnsinns-Kapazität und zwar im Format einer Tafel Schokolade! Während Aatami noch bei seinem Gerichtsvollzieher, einem Menschen, der mit zweitem Vornamen "schwarzer Humor" heißen müsste, wohnt, fädelt die gewiefte Strafverteidigerin alles so ein, dass Aatami seine Erfindung perfektionieren und patentieren lassen kann.
Ein gewinnbringender Siegeszug scheint in greifbarer Nähe! Ungeahnter Reichtum aus Patentrechten! - Wenn da nicht diese verflixten (Öl-) Lobbyisten wären, denen dieser Erfinder aus Finnland ein Dorn im Auge ist- ... Doch auch hier läuft so einiges schief.
Am Ende widerfährt Aatami Rymättylä ein Schicksal, das man sich im Traum nicht ausmalt. Die Erfüllung seiner Träume!

Ein hochgradig komischer finnischer Krimi, strotzend vor schwarzem Humor, der lakonischer nicht vorgetragen hätte werden können. Man verzeiht die seltsam künstlich bis fiktive Handlung sehr gerne, wenn man über fünf Stunden so ausgezeichnet und ausgiebig zum Lachen, Schmunzeln und Staunen gebracht wird!

-----------------------------------------
auf meiner persönlichen Horchlatte: *****
-----------------------------------------

PS. Schade, dass es keine Hörproben gibt. Wie Jürgen von der Lippe die finnischen Namen ausspricht ... hörrlich!
0Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. März 2008
"Adams Pech, die Welt zu retten" ist ein humorvoller Roman über einen naiven Kleinunternehmer, der das große Los gezogen hat. Da er seine Entdeckung allerdings mit der alkoholkranken Eeva teilt, geraten beide in kuriose Situationen und tätigen seltsame Spontankäufe. Dass Aatami auch noch von einem Killer verfolgt wird, macht die gemeinsame Partnerschaft nicht einfacher.

Wie immer wendet sich auch dieses Mal der Autor Paasilinna mit einer sehr kuriosen und schrägen Geschichte an den Leser. Absurde und bizarre Situationen geben sich die Hand und sorgen für Schmunzeln und Vergnügen. Dies würde den Roman zu einem Garant für humorvolle Unterhaltung machen, wenn es nicht zwei Dinge gäbe, die dafür sorgen, dass die Erzählung ins Stocken gerät. Als erstes enthält der Roman eine große Anzahl an Aufzählungen, die der Geschichte ihren Schwung nehmen und das Lesetempo bremsen. Und auf der anderen Seite wird im Roman stets in der indirekten Rede erzählt. So wirken die Gespräche der Charaktere blasser als sie sind und haben kaum Wirkung auf den Leser.

Ein seltsamer und komischer Roman, der allerdings trotz seiner guten Ideen stellenweise langweilt.
11 Kommentar|3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 12. Februar 2012
Aatami Rymättyla ist Chemiker mit großen Träumen. Er hat ein Leichtakku entwickelt, das die Welt verändern soll. Da seine kleine Fabrik berühmt berüchtigt für harmlose Explosionen ist, kommt die Feuerwehr schon gar nicht mehr zum Löschen. Dumm nur, dass das bei dieser Explosion notwendig gewesen wäre. Aatamis Fabrik brennt ab und er wird wegen Brandstiftung eingesperrt. Hochverschuldet mit Sieben Kindern, die auf Alimente warten, ist die Lage aussichtslos, bis er Eeva Kontupohja kennenlernt, seine Anwältin und Quartalssäuferin, die das große Geschäft wittert. Eeva beschließt, zusammen mit Aatami das geniale Superakku weltweit zu vermarkten, und zieht sich den Hass der ölexportierenden Länder zu, die einen Killer auf Aatami ansetzen, der diese Angelegenheit sehr persönlich nimmt.

Selten habe ich ein so bitterböses, sarkastisches und rasantes Radiohörspiel gehört. 2010 vertonte der WDR den gleichnamigen Roman von Arto Paasilinna, der für seine bissig, sarkastischen, bitterbösen Bücher bekannt ist. Die Sprecher sind wirklich außerordentlich gut, deutlich über dem normalen Radiohörspieleniveau. Das wirklich Gelungene jedoch ist der Soundtrack, der schwer zu beschreiben finnisch und witzig ist und die abgedrehte Handlung perfekt mit seinem Akkulied akzentuiert.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 9. September 2013
Dieses Buch möchte ich gern als Film sehen. Vielleicht habe ich dann mehr zu lachen. Ja, es entbehrt nicht einer gewissen (Tragik)Komik, aber wie andere Rezensenten laut loslachen konnte ich nicht. Das mag daran liegen, dass ich Hörbücher nicht entspannt im Sessel höre, sondern bei körperlichen Tätigkeiten oder beim Autofahren, wo das Gehirn nicht immer so viel Raum hat, die vom Erzähler erzeugten Bilder vor das innere Auge zu zaubern. Trotzdem habe ich die Geschichte sehr gern gehört.

Das Buch ist eigentlich nur einem begrenztem Personenkreis zu empfehlen: jenen, die skurilen und leisen Humor mögen und eine gewisse finnische Seelenverwandtschaft empfinden. Für den Sprecher hätte man kaum eine bessere Wahl als Jürgen von der Lippe treffen können.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 2. Februar 2009
Der 1942 geborene finnische Journalist und Schriftsteller Arto Paasilinna ist das, was man einen serienmäßigen Vielschreiber nennen könnte. Über vierzig Romane hat er bisher veröffentlicht und ist damit einer der populärsten Autoren Finnlands geworden. Doch das war nicht immer so. Lange blieben seine, mit viel schwarzem Humor gespickten, eigenwilligen Bücher in seinem Heimatland weitgehend unbeachtet. Erst als sie in zunehmend mehr Sprachen übersetzt und im Ausland, z. T. mit großem Erfolg publiziert wurden, erfuhr Arto Paasilinna auch in seinem Heimatland größere Beachtung. Mittlerweile wartet eine große Fangemeinde ungeduldig auf sein jährlich erscheinendes neues Buch und auch auf den neuesten Film, denn immer mehr seiner Romane werden verfilmt.

Nachdem Paasilinna durch mehrere Romane in der edition Lübbe auch in Deutschland einen Namen bekommen hat, ist der Verlag dazu übergegangen, dem deutschen Publikum auch ältere Werke von ihm zu präsentieren. Der unter dem Originaltitel "Ataami ja Eeva" (Adam und Eva) schon 1993 in Finnland erschienene Roman "Adams Pech, die Welt zu retten" erzählt von dem kleinen Handwerker und Tüftler Aatami Rymältyla, der sich auf Akkus spezialisiert hat, und mit ihrem Verkauf so einigermaßen über die Runden kommt. Er ist schon lange davon überzeugt, dass in der Akkumulatorentechnik die Zukunft liegt, und so experimentiert und forscht er in jeder freien Minute in seinem Labor an leichten Akkus, die viel elektrische Energie speichern können. Immer wieder mal gerät ihm ein Versuch daneben, und so ist die örtliche Feuerwehr sozusagen Stammgast in seiner Werkstatt . Dies führt dazu, dass, wie in dem berühmten Stottererwitz, die Feuerwehr zu Hause bleibt, als es irgendwann wirklich brennt, und sein ganzes Haus zerstört wird.

Man muss sich während des ganzen Romas zurückversetzen in die Zeit Anfang der neunziger Jahre, als der Umfang und der Anteil alternativer Energien noch gering war, das Problem aber schon klar erkannt wurde: ein weiterer Anstieg der Emissionen wird zu einer Klimakatastrophe führen.

Aatami hat nach langen Versuchen einen Durchbruch geschafft und einen Akku erfunden mit hoher Speicherkapazität in der Größe einer Schokoladentafel. Er träumt davon, die Welt zu retten mit seinem Erfolg, sie zu erlösen von Ölkrisen und Verschmutzung. Er träumt natürlich auch vom großen Geld, das er mit seiner revolutionären Erfindung verdienen kann, steht er doch kurz vor der Insolvenz und hat für seine insgesamt siebenköpfige Kinderschar und die drei dazugehörigen Frauen einen nicht unerheblichen Unterhalt zu zahlen, mit dem er seit Monaten im Rückstand ist, denn die finnische Wirtschaft läuft schlecht und seine Auftragslage ist düster.

Er wird beschuldigt, den schon erwähnten großen Brand in seinem Haus und seiner Werkstatt selbst gelegt zu haben, um durch die Versicherungsleistungen seine wirtschaftliche Situation zu verbessern. Man steckt ihn ins Gefängnis. Dort begegnet er zum ersten Mal der Assessorin Eeva, die mit seiner Pflichtverteidigung beauftragt wird. Er schüttet ihr sein Herz aus, erzählt ihr auch von seiner Erfindung. Eeva begreift sofort die Dimensionen dieser Technik.
Sie bekommt Aatami frei, leiht sich Geld bei ihrer Bank und saniert Aatamis Firma. Und dann bauen sie einen Konzern auf, der in kürzester Zeit durch weltweite Lizenzen für den Akku Milliardenverträge abschließt. Alle reißen sich um die neue Technik, nur die ölfördernden Länder sehen dies mit Sorge und versuchen, zunächst vergeblich, einen sizilianischen Profikiller anzuheuern, der Aatami aus dem Weg schaffen und die Pläne des neuen Akkus an sich bringen soll.

Die ganze Geschichte ist auf eine Weise witzig erzählt, dass man während der ganzen Lektüre aus dem Schmunzeln und Lachen nicht herauskommt. Paasilinna pflegt einen schwarzen Humor, der einfach köstlich ist. Sympathisch ist, wie der schnell steinreich geworden Aatami seine Bekannten und Widersacher aus seiner schwierigen Zeit nicht vergisst und ihnen Geld zukommen lässt, bzw. sie, wie den Gerichtsvollzieher, in seiner Firma anstellt.

Wer das Wettrennen um dem Akku gewinnt, soll hier offen bleiben, das Buch endet jedenfalls so schwarzhumorig, wie es beginnt.

Ein unterhaltsamer, hintergründiger Lesegenuss.
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. Februar 2013
Dieses Buch um einen finnischen Erfinder, dessen Erfindung der Ausweg aus der weltweiten Energiekrise ist, hat mich des öfteren zum heftigen Schmunzeln gebracht. Mit viel Witz und schwarzem Humor nimmt der Autor die Eigenheiten seiner finnischen Landsleute (köstlich die Beschreibung der Sauftouren von Adams Rechtsanwältin Eeva) aufs Korn. Das Buch ist leicht und unterhaltsam zu lesen und deshalb weiterzuempfehlen. Ein kleines Minus nur für die Übersetzung des Titels (im Original „Adam und Eva“), sowie für die Gestaltung des Schutzumschlags, bei dem mir nicht ganz klar ist, was er mit dem Inhalt des Buches zu tun haben soll.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden