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Heute begeistert dieser 1953 von Vittorio de Sica gedrehte Film "Stazione Termini" (der amerikanische Titel: Indiscretion of an american wife) vor allem durch seine schwarz-weiß Aufnahmen vom römischen Bahnhof Termini - der hier in seiner ganzen, monumentalen, kalten Dimension zu sehen ist. Es ist Winter in Rom, es ist dunkel (zumindest die meiste Zeit des Films), Italien in den frühen 50er Jahren kann man sich so vorstellen.

Jennifer Jones als leidenschaftliche Ehefrau, ihr Liebhaber, Montgomery Clift, etwas farblos. Beide werden in ihrer Präsenz verdrängt, ja fast ausgelöscht, vom Bahnhof Termini. Das Drehbuch schrieb zum Teil Truman Capote, die Kostüme entwarf Christian Dior.

Ein sehr sehenswerter Film.
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VINE-PRODUKTTESTERam 30. April 2010
Es tut weh, einem Film von Vittorio De Sica mit Jennifer Jones und Montgomery Clift nur zwei Sterne zu geben. Doch leidet er unter ein paar gewichtigen Einwänden und einem ungeheuer starken Vergleichsfilm. Zu der "Handlung": Ein Paar trennt sich in 64 Minuten Echtzeit auf dem interessant fotografierten Bahnhof mit dem sinngebenden Namen "termini" in Rom. Sie ist, wie der US-Filmtitel sagt, verheiratet und möchte von ihrer Tochter nicht lassen. Aber auch nicht vom Geliebten, und er nicht von ihr. Klingt eigentlich nach interessantem melodramatischem amour fou bzw. der fatalen Kombination von unmöglicher und unausweichlicher Liebe. Aber verflucht nochmal, in diesem Film passiert einfach nichts, absolut nichts. Es ist alles schon entschieden, von der ersten Minute an, in der die obige Konstellation bereits auf dem Präsentierteller liegt. Sie will ihm einen Brief schreiben, zerknüllt ihn aber, steht schon vor seiner Tür, macht aber kehrt, um per Zug die Flucht anzutreten. Der Film breitet sich über die Qual der unmöglichen Liebe gut 60 Minuten lang aus. Statt dramatischer Entwicklung gibt es Stillstand. Dieser Film erzählt nicht, er beschwört etwas herauf. Seine Mittel hierzu sind gelegentlich nicht besonders subtil. Die Musik ist zu schmalzig, von Geigen con sordino dominiert und erklingt viel zu häufig. Die Dialoge sind von penetranter Schwulstigkeit ("Als ich Dich sah, wusste ich, was "wollen" meint"). Das Spiel ist von penetrantem und übertriebenem Pathos. Vielleicht wäre dies der Extremsituation angemessen. Aber so etwas muss man eben wohldosieren. Der Film setzt es dauerhaft ein, er hat kein Drama, er ist 64 Minuten nur Höhepunkt, er verschwendet die Emotionalität total und lässt sie dadurch lästig werden. Ein bißchen interessanter waren gewisse optische Raffinessen: Auch bei (selbstverständlich viel zu vielen) Großaufnahmen ist Clift meist rechts und Jones links im Bild, selbst bei Schuss-Gegenschuss. Sie würden also theoretisch zusammen ins Bild passen, aber es hat eben nicht sollen sein, genau wie ihr Zusammen-Sein. Recht interessant sind auch die kleinen Beobachtungen und Beobachtenden am Rande, gerade zu Beginn, wenn sich jeder nach der schönen Frau umdreht, die hier offensichtlich eine Fremde ist und aus der Masse hervorsticht. Sie gehört augenscheinlich hier nicht hin, und doch ahnen die Gaffer nicht, wie recht sie haben und wie tragisch das für die Protagonisten ist. Eine Vielzahl von scheinbar bedeutungslosen Kindern und Jugendlichen, einzeln oder in Gruppen, bezeichnen bereits den Grund, aus dem Jones Italien und Clift verlassen wird. Dann aber wieder: Eine seltsame Mischung aus US-Kitsch und Neorealismo, wobei Letzteres ebenfalls schädlich ist: Da sind - ganz realistisch - die wuseligen Menschenmassen von Ausnahmen abgesehen reichlich laut, man versteht die Protagonisten gelegentlich schlecht. Du liebe Zeit, wenn das die große melodramatische Liebe ist, dann sehen, fühlen und hören die beiden nur einander, dann verstummen alle Geräusche rings um sie!

Der Ort des Bahnhofes und ein paar noir-ähnliche Aufnahmen desselben lassen an einen Film denken, der es besser gemacht hat. "Brief Encounter" von David Lean (1945). Hier wird erzählt! Hier geschehen auch einmal wichtige und gewichtige Dinge in Blicken ohne Worte! Hier ist Raum für Entwicklung und Entscheidung! "Indiscretion..." hat alles schon zu Beginn entschieden. Filmhistorisch mag es so sein, dass Produzent David O. Selznick so langsam am Ende war. 1953, da wurden auch in Hollywood Storys ganz anderen Kalibers verfilmt, das exzessive Pathos war so langsam vom Winde verweht, und diese verschwenderischen Großaufnahmen, weichgezeichneten Gesichter und pathetischen Diktionen atmen den Geist deutlich älterer Filme. Vielleicht fiel Selznick einfach nichts mehr ein, und er wollte nur noch ein Mal allzu forciert seine Gattin Jennifer Jones in den Herzschmerzhimmel heben. Dann hat er aber entschieden zuviel Salz in die Suppe getan - so ist das eben, wenn der Koch verliebt ist.
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