Fashion Sale Hier klicken calendarGirl Prime Photos Philips Multiroom Learn More Bauknecht Kühl-Gefrier-Kombination A+++ Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Lego Summer Sale 16

Kundenrezensionen

3,4 von 5 Sternen35
3,4 von 5 Sternen
Format: Audio CD|Ändern
Preis:8,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 31. März 2008
Wenn man sich mindestens 30mal hintereinander Sgt. Pepper anhört, nebenbei den Zauberer von Oz anschaut und sich dabei noch ordentlich einen auf die Lampe gießt, kommt vermutlich genau die Art von Musik dabei heraus, die Panic At The Disco gerade machen. Ohne Ausrufezeichen im Namen kommen die Jungs aus Las Vegas nicht mehr ganz so hemdsärmelig und gitarrenlastig daher, wie auf dem Erstling "A fever you can't sweat out". Das wird bei der schnell angewachsenen Fangemeinde nicht unbedingt für frenetischen Beifall sorgen, hat aber gehöriges Potential, neue Liebhaber zu generieren. Zumindest solche, die sich zu amüsieren verstehen, denn das kann man auf "Pretty Odd" geradezu königlich.
Die Jugend besitzt das Privileg, sich alles erlauben zu können. Panic At The Disco nehmen das wörtlich und wildern mit untrüglichem Gespür für Harmonien in den Stilen und zwischen einer Menge Stühlen. "Don't worry, we're still the same band" heißt es zwar gleich zur Eröffnung, aber spätestens beim Schunkler "Folkin around" und der anschließenden Märchenonkel-Serenade "She had the World" ist man gewiss, dass dieser Band nichts ferner liegt, als Durchgängigkeit. An der einen oder anderen Stelle mag das allzu sehr verkünstelt klingen, aber Spaß macht die ganze Geschichte auf jeden Fall und dazu kann "Pretty Odd" mit einigen wunderbaren Melodien aufwarten. In "Northern Downpour" etwa, das auch von Travis kommen könnte, wenn Travis eine lustige Band wären. Oder in "When the day met the night", das mit Pauken und Trompeten den Beach Boys aus dem Kreuz geleiert wurde und sich nicht zu schade ist, beschwingte Belanglosigkeiten zu zitieren. In the middle of summer / All was golden in the sky / all was golden when the day met the night. Panic At The Disco haben zweifelsohne einen ganz gehörigen Dachschaden, aber ein bisschen Wahnsinn hat noch keiner Platte geschadet. Auch wenn sich die Sonne momentan noch selten blicken lässt, wird Pretty Odd wohl eines der sommerlichsten Alben dieses Jahres sein. Bitte vermeiden, wenn man es gerade vorzieht, richtig mies gelaunt zu sein. Alle anderen mitsingen.
11 Kommentar|10 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 31. März 2008
Sicherlich, viel hat dieses Album mit dem Erstlingswerk der Band nicht gemein, oder doch? Auch beim ersten Album ließ sich die Band nicht so einfach in irgend eine Schublade packen. Pretty Odd sprüht geradezu vor Ungesetzmäßigkeit ohne mäßig zu sein. Wer genau hin hört wird sicher auch Elemente aus Jahrzehnten guter Musik entdecken. Mal Beatles-like, mal mit leichten Countryeinflüssen und doch wieder anders und neu, experimentierfreudig, genial oder einfach nur ein Hauch von Wahnsinn? Hier hört man dass eine Band verdammt viel Spaß an Musik hat!
Auf jedenfall ein gutes Stück Plastik das sich lohnt!!
0Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 18. März 2008
Ich konnte heute schon das komplette Album hören, dank MTV aus Übersee, die es freundlicherweise als Stream geleaked hatten. Hier mein ganzer Höreindruck!

01 We're So Starving - Klassisch wie auf dem Beatles Meisterwerk "Sgt. Peppers Lonely Hearts Club" eine kurze Einführung mit Jubelarie und direkter Ansprache an den Hörer. Dazu gibt es Streicher. Wunderbarer Opener. Schon hier werden die besonderen Rhythmikwechsel eingeführt, die sich durch das ganze Album ziehen. Sehr fein. 10/10

02 Nine in the Afternoon - Die bekannte erste Radio und TV Single glänzt mit vielen kleinen Spielereien, toller und abwechslungsreicher Gesangsleistung und einer schönen eingängigen Melodie. 10/10

03 She's a Handsome Woman - Ist eine Mid Tempo Nummer die wie ein Stones Track anfängt, mit Harmonie Gesang und einem außergewöhnlichen Basslauf. Der Refrain lässt sich besonders gut mitsingen, ist also genauso toll wie die schon exzellenten Strophen. Live kommt der Song allerdings etwas besser. 09/10

04 Do You Know What I'm Seeing? - Balladesk beginnt die Nummer. Schöne Harmonien (die den Song immer wieder in eine neue Richtung lenken) zur Acoustic Gitarre gehen in einen typischen 70er Jahre Refrain über, der auf jeder Linie punkten kann. Hervorzuheben ist noch die wundervolle von Streichern begleitete Bridge. 08/10

05 That Green Gentleman (Things Have Changed) - Wiederum eine Mid Tempo Nummer, mit schneller Bridge. Ein sehr poppiger und melodischer Song, mit sehr eingängiger Refrainmelodie die sofort hängen bleibt. Absoluter Ohrwurm. 10/10

06 I Have Friends in Holy Spaces Eine Acoustic (Ukulele) Nummer die etwas jazzig daher kommt und klingt wie ein Radio aus den 30ern vom Sound. Sehr überraschend und unerwartet anders. Völlig fasziniert ist man vom Ausklang des Songs der dem Meeresrauschen am Strand gleicht. 08/10

07 Northern Downpour - Der Song beginnt langsam und gewinnt ab der zweiten Strophe an Tempo und Stärke. Hier bekommt man auch Ryan Ross' Gesangsleistung zu hören, die zweifelsohne der von Brendon in nichts nachsteht. Allerdings ist die Nummer recht unspannend und etwas eintönig. Der Song endet sehr Beach Boys lastig in einem Refrain der sich mehr und mehr aufbaut. 07/10

08 When the Day Met the Night - Der Anfang ähnelt sehr der Westernphase von Bon Jovi vom Gitarrenklang her. Von einem Drumteppich begleitet und Trompeten und Posaunenklängen veredelt Brendons Stimme die Strophen. Doch dann kommt ein absolut genialer Ohrwurmrefrain. Hat Potenzial für einen Sommerhit (für normale Musikhörer). Beatles und Beach Boys lassen grüßen und die Streicher dürfen natürlich nicht fehlen. 10/10

09 Pas de Cheval - Mehr Beatles geht gar nicht als in diesem Song. Man fühlt sich sofort an "Get Back" erinnert. Die Nummer ist etwas schneller als der Rest. Ein poppig flockiger Refrain ist das Highlight des Songs. Aber es gibt Abzüge, weil das Niveau der restlichen Songs hier nicht gehalten wird. 07/10

10 Piano Knows Something I Don't Know - Der Song beginnt langsam mit schönem Harmoniegesang. Halt, extrem schönen Harmoniegesang. Dann wird der Song schneller und variiert immer wieder im Tempo. Dann kehrt wieder das Anfangsmotiv zurück. Damit klingt der Song auch schön aus. 09/10

11 Behind the Sea - Die zweite Nummer, die Gitarrist Ryan Ross singt. Rhythmisch wieder an die Beatles erinnernd. Sehr schöne Melodie. Im Refrain steigt Brendon mit ein. Der Schlußteil schießt dann den Vogel ab an Klasse und somit ist der Song in der Komplettheit sehr schön. 10/10

12 Folkin' Around - Der Song ist eine reine Countrynummer. Sie führt praktisch den Melodieinhalt von "Blowin' In The Wind" weiter, mit etwas schnellerem Tempo. Das beschreibt es ganz gut. Das bringt weitere Abwechslung in die Platte. 09/10

13 She Had the World - Der Song beginnt wie eine klassiche barocke Nummer. Ja wirklich, klassisch angehaucht. Ryan darf auch wieder ein paar Zeilen Solo singen. Der Song ist wirklich eine komplette Klassik Nummer nur halt mit Gesang. Sämtliche damalige Spielereien sind auch hier enthalten. Der Wiener Opernball anno 1740 ist eröffnet. 08/10

14 From a Mountain in the Middle of the Cabins - Ist eine Mid-Tempo Nummer die begleitet wird von einem alten Jazz Piano, Streichern und den üblichen Verdächtigen. Obwohl der Song nicht besonders spannend ist, ist er in sich stimmig und erzeugt eine gewisse Atmosphäre. 08/10

15 Mad as Rabbit - Etwas schneller und wieder viel poppiger geht es im letzten Track zu Werke. Für mich persönlich nicht das musikalische Highlight, aber dennoch der definitiv beste Ohrwurm auf dem Album. Der Text ist wahnsinnig witzig und der Refrain ist kaum noch zu überbieten. Ich würde hierfür die Wertung 11 vergeben ^^ 10/10

8,87

Sicherlich nicht nur für mich ist das neue Werk von Panic At The Disco eine riesige Überraschung und bis dato das Album des noch kurzen Jahres. An Kreativität ist "Pretty.Odd." kaum zu überbieten. Es verbindet sämtliche Klassiker der Popwelt (Beach Boys,Beatles,Rolling Stones) in sich. Ich kann dieses Album absolut empfehlen. Es darf wirklich in keiner Sammlung fehlen. Dagegen ist das Vorgängeralbum nur ein kalter Blubb.
99 Kommentare|28 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 19. März 2008
Wie immer, wenn eine bereits erfolgreiche Band auf musikalisch neuen Pfaden wandelt, wird es einige enttäuschte Fans geben. Von diesem Schicksal werden auch Panic at the Disco nicht verschont bleiben, denn Pretty.Odd. hat mit seinem Vorgänger außer den überraschenden Rhythmuswechseln, der Freude am Experimentieren und der Stimme von Leadsänger Brendon Urie nicht mehr viel gemeinsam. Vergangenheit sind die mysteriös-überladenen Texte, verabschiedet hat sich die Band auch von den elektronischen Dancemusic-Einflüssen; Pretty.Odd. kommt auf leichten Füßen daher. Wer die neue CD aber deshalb aus Prinzip ablehnt, verpasst ein kleines Juwel, denn das Album ist eine Sammlung an Kuriositäten im besten Sinne, an musikalischen Rückgriffen (Beatles, The Who, Stones), die sich auf teils überaus gelungener Weise mit den eigenen Ideen der Band ergänzen. Ob die Veränderungen nun am neuen Bassisten Jon Walker liegen (Jon kam einige Zeit nach Erscheinen des ersten Albums für ehemaliges Mitglied Brent Wilson), oder ob Panic at the Disco einfach ein bisschen erwachsener, mutiger, frecher und selbstbewusster geworden sind, sei dahin gestellt. Zu hoffen ist jedenfalls, dass ein Großteil der Fans die Reise mitmacht, und dass einige unzufriedene unterwegs durch mindestens ebenso viele neue ersetzt werden.

Verdient hätte dieses Album es allemal.

1. We're So Starving
Kurz und knackig, ein prima Einstieg, der nicht nur die oben angesprochenen Ängste direkt anspricht ("...you don't have to worry 'cause we're still the same band..."), sondern auch die neue Harmonie und die alten Rhythmuswechsel einführt, die sich wie ein roter Faden durchs gesamte Album ziehen.

2. Nine In The Afternoon
Sollte bereits bestens bekannt sein aus dem Radio. Eine fröhliche Uptempo-Nummer mit Streichern, bei der der Orchester-Hintergrund des Produzenten Rob Mathes durchscheint. Die neue Leichtigkeit des Seins, Panic-at-the-Disco-Style, könnte diese Nummer auch heißen.

3. She's A Handsome Woman
Was an diesem Song auf Anhieb auffällt, ist Brendons Talent, seine Stimme zu modulieren, interessante Akzente zu setzen (man achte zum Beispiel auf "cookie jar"). Fügt sich sehr harmonisch (und gute-Laune-fördernd) in die instrumentalische und stimmliche Begleitung des Rests der Band ein ' ein hervorragender Beleg für die Erscheinung als komplette Band, die Brendon etwas weniger in den Vordergrund stellt als das auf der 1. CD der Fall war.

4. Do You Know What I'm Seeing?
Ein leichter, unaufdringlicher Song, der sich hervorragend eignet, um an einem sonnigen Frühlingstag mit Kopfhörern Wolken zu beobachten. Die orchestrale Begleitung ist hier etwas zurückhaltender, der Refrain hat Ohrwurmpotential.

5. That Green Gentleman (Things Have Changed)
Meiner Ansicht nach (gemeinsam mit Mad As Rabbits) der stärkste Track der CD. Unmittelbar eingängig, mit tollen Übergängen und einigen Rhythmusvariationen, die die Spannung halten. Hier finden wir auch das Motto "Veränderung" wieder, das bereits im Opener anklingt. Wird wahrscheinlich die nächste Single.

6. I Have Friends in Holy Spaces
Der vielleicht überraschendste Track, eine Mischung aus Folk und Jazz, mit einem klaren Nostalgie-Vergangenheits-Sound. Spärliche Begleitung und eine an Kabarett erinnernde Gesangsdarbietung. Interessant, eine Art Ausrufezeichen, das die erste Hälfte des Albums beschließt.

7. Northern Downpour
Lebt vom stimmlichen Austausch zwischen Leadsänger Brendon und Gitarrist/Texter Ryan Ross, dessen Stimme Brendons Gesang beim Refrain auf Schönste untermalt. Einer dieser Songs, bei dem insbesondere die neue Suche nach Harmonie und einem etwas weiteren Spektrum hervorsticht ' erst recht, als zum Ende hin auch noch Spencer Smith (Schlagzeug) und Jon Walker (Bass) einsteigen. Ganz gegen Ende leider etwas eintönig.

(Die Beschreibung der übrigen Songs würde den erlaubten Rahmen von Amazon überschreiten, daher noch als Empfehlung: Das grandios-freche Mad As Rabbits und Pas de Cheval, das sich frohgemut an die Beatles anlehnt, ohne sich dabei selbst zu ernst zu nehmen. She Had The World, für eine wunderbares stimmliches Wechselspiel zwischen Brendon und Ryan.)

Meine Empfehlung: Kaufen. Mindestens drei Mal hören, bevor man sich ein endgültiges Urteil bildet, denn die CD gewinnt mit jedem Durchlauf an Nuancen und Spannung. (Eine Vorschau aller Songs gibt es bei MTV Kanada in akzeptabler Qualität.)

Punkte: 5/5 bzw. 9/10
33 Kommentare|9 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2008
Ich habe Monate auf das neue Album hingefiebert..und wurde beim ersten hören doch recht enttäuscht, da es sich anfangs zugegebenermaßen einfältig anhört.
Ich habe die CD jetzt seit knapp einer Woche und sie wird mit jedem mal hören besser.
Die reife, harmonische, melodische Art der Musik von dieser unglaublich talentierten und einzigartigen Band ist auch auf dem neuen Album zu spüren und (wichtiger noch) zu hören!!
Die viele Kritik kann ich nicht 100%ig nachvollziehen, weil der Sound im sich im Grunde zwar geändert hat, aber der Charme von "A fever.." auf jeden Fall wieder zu erkennen ist.
FAZIT: Reicht nicht ganz ans erste Album ran, aber ist auf jeden Fall eine klasse Scheibe mit viel Tiefgang. Panic! at the disco ist und bleibt eine einzigartige Ausnahmeband!!
0Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 16. Oktober 2011
Ich will euch mal alle daran erinnern, also die von uns die meinen das dieses Album "sooooooo" schlecht sei. In diesem Album steckt 1000 mal so viel Arbeit wie in dem Vorgänger und ich finde es traurig das anscheinend so viele Menschen keine Ahnung mehr von guter Musik haben. Klar, das erst Album war gut, aber nur mal so welche Band könnte nicht son Album machen? Pretty Odd ist ein Album wasdie meistens Bands nicht hinbekommen würden, weil sie keine Ahnung haben. Mit diesem Album zeigt Panic At The Disco nur ihre Liebe zur Musik und einfach ihr Talent und ihr Wissen was Musik angeht. Für mich persönlich eines der besten Alben die es jemals gab 1++++
11 Kommentar|Eine Person fand diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 10. April 2008
Trotz des Lippenbekenntnisses am Anfang der Platte: Don't worry, we're still the same band" hat sich musikalisch bei Panic at the disco einiges geändert. Die schon auf "a fever..." erkennbare Affinität zum Eklektizismus und zum 60er u. 70er Pop wird hier nun konsequent ausgelebt.
Die Beatles-Anleihen sind unverkennbar, doch auch Queen blitzt hervor. Als ich die Reviews einiger meiner Vorredner las war mir, auch ohne die Platte jemals gehört zu haben, sofort klar, dass die Jungs den Schritt in die richtige Richtung gemacht haben. Der Teeniekram wurde abgeschüttelt, die nervigen Elektro-Elemente wurden ausgemerzt und das Songwriting noch verbessert. Die geliebten (stellenweise unfassbaren) Ohrwürmer blieben uns jedoch erhalten. Die ganze Platte versprüht einen Zauberer von Oz oder Alice im Wunderland Charme. Leider wird "Pretty Odd" gegen Ende etwas zu harmlos. Eins steht jedoch fest: die Jungs müssen einen Riesenspaß bei der Aufnahme dieses Albums gehabt haben, denn es klingt als hätte sich nicht nur einer von ihnen einen Kindertraum erfüllt.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 26. März 2008
Lange nicht so etwas Ergreifendes und Schönes gehört.
Nachdem ich mich beim ersten Panic!-Album erstmal reinhören musste, ist mir dieses sofort ins Ohr (und ins Herz) gegangen.
Es ist nur sehr wenig vergleichbar mit dem Sound von "A Fever You Can't Sweat Out"; wer dessen Varieté-Disco-Elektro-Rock-Tanznummern mochte, mag noch lange nicht die verträumteren Jahrmarkt-Oldie-Songs aus "Pretty. Odd.". Ich kann jedoch beides gut finden.
Die Band hat eine wunderbare Entwicklung durchgemacht und entführt uns diesmal nicht ins Modern Moulin Rouge, sondern auf ein Sonne-Mond-und-Sterne-Kinderkarussell.
Mit mehr akustischen Instrumenten (eigentlich nichts elektronisches mehr wie auf dem ersten Album) und diesmal zwei Stimmen (Gitarrist Ryan Ross singt auch, und das nicht schlecht) klingt "Pretty. Odd." fast wie Musik von vor 40 Jahren. Oder noch früher.
Wir müssen nicht weinen, denn solche Musik gibt es heute noch :-)
Wer also lieber in einer früheren Zeit geboren wäre oder sich in Schwarzweiss-Foto-Erinnerungen verlieren möchte, dem sei dieses Stück Musik wärmstens ans Herz gelegt.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 500 REZENSENTam 2. April 2008
....den es ist zu bezweifeln, dass diese Musik von Discogehern überhaupt gehört würde. Da ist es also, das schwierige zweite Album - schwierig übrigens nur für das Publikum und die Kritiker (verdammt ich schreib' gerade eine!) - macht die Band weiter wie beim Debut, ist Sie dann meist 'um Kontinuität bemüht erreicht aber nicht ganz die Klasse des Erstlings', entwickelt Sie sich weiter, wendet sich das vom ersten Album begeisterte Publikum in Grauen ab und dann wird es verdammt schwierig genug neues Publikum zu gewinnen, um nicht in der Bedeutungslosigkeit zu verschwinden. Hoffen wir mal, dass das Panic At The Disco erspart bleibt, denn ihr Verschwinden von der Bildfläche wäre tatsächlich ein Verlust für die Musikwelt, und ja: das zweite ALbum ist anders, ganz anders sogar. Auf Anhieb könnte man jetzt wieder den bereits zum Erbrechen oft bemühten Vergleich mit 60's Sound à la Pet Sounds und Sgt. Pepper heranziehen, muß man aber nicht; muß man gar nicht, denn: von Beach Boys und Beatles haben sich die Jungs vielleicht tw. Chorgesang und Arrangement-Ideen geborgt (aber da denkt man dann schon mal öfter an die George Martin Strings von Eleanore Rigby od. das Bombast Orchester bei 'All You Need Is Love') vom Songwriting her wird man aber bei einigen Nummern - vor allem den ruhigeren - an Del Amitri, od. Semisonic (kennt die noch jemand?) erinnert. Am Besten sind Panic At The Disco jedoch dann, wenn ihre Musik so gar nichts mehr mit Popmusik zu tun hat, wie z.Bsp. beim 20er Jahre Banjo-Tune 'I Have Friends In Holy Spaces', bei 'From A Mountain In The Middle Of Cabins' (ganz große Melodie!), bei 'She Had The World' mit dem herrlichen Cembalo, oder bei dem uralt-country 'Folkin' Around'. Nein Berührungsängste kennen Sie nicht, alles wird ausprobiert und das meiste glückt, eigenartig ist nur, dass ausgerechnet dann, wenn der Sound am bombastischsten und popigsten ist, das Songwriting etwas schwächelt (oder bedingt letzteres das erstere?). Trotzdem wäre das Album - zumindest in England - auch für ein paar Hits gut, denn 'Nine In The Afternoon' rockt und hat eine gute Hook, ebenso wie der 'Get Back' Nachkomme 'Pas de Cheval'.
Es ist ein wunderschönes Album geworden und gaaanz weit weg vom Indie-, Wave-, New- od. sonstigem Rock und es ist herrlich altmodisch, denn in die Welt von Panic At The Disco kippt man am Besten dann hinein, wenn man das Album durchhört. Bitte bald mehr davon.
11 Kommentar|2 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. September 2013
da ich schon sehnsüchtig das neue album "too weird to live, too rare to die" erwarte habe ich mich entschieden nochmal ein blick in die discographie der band zu werfen, dabei fiel mir auf, dass ich "a fever you can't sewat out" und "vices and virtues" bereits kenne, aber "pretty odd" noch nicht. kurzum: gekauft, gehört, für gut befunden. Wenn die band bei ihrem stil bleibt kann sie wohl mit demneuen album nichts falsch machen. Würd mir dennoch wünschen, dass sie wieder ein schrift richtung "a fever you can't sweat out" gehen.
0Kommentar|War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

4,99 €
12,99 €
15,13 €