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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das menschenverachtende Gesundheitssystem der USA
Die Krankenversicherung in den USA ist komplett privat, und sie ist teuer. 50 Millionen Amerikaner können sie sich nicht leisten. Krankenhausrechnungen sind der Hauptgrund für Konkurse und Obdachlosigkeit, denn es kommt schnell mal ein Jahresgehalt an Rechnungen zusammen. Aber auch diejenigen, die teuer versichert sind, merken meist erst, wenn sie krank sind,...
Veröffentlicht am 7. Januar 2008 von Christian von Montfort

versus
19 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Gut gemeint, aber einseitig wie immer
"Sicko“ ist ohne Zweifel der Film von Michael Moore, der mir am meisten gefällt. Das heisst aber nicht, dass wir es mit einem wirklich guten Film zu tun hätten.
Ich rechne es Moore schon mal an, dass er mit seinem neuen Film zum ersten Mal einen tatsächlichen Missstand deutlich macht, und nicht, wie in seinen Vorfilmen, einfach nur seine...
Veröffentlicht am 1. Februar 2008 von Polygraph


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37 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Das menschenverachtende Gesundheitssystem der USA, 7. Januar 2008
Von 
Christian von Montfort (Barcelona, Katalonien) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sicko [UK Import] (DVD)
Die Krankenversicherung in den USA ist komplett privat, und sie ist teuer. 50 Millionen Amerikaner können sie sich nicht leisten. Krankenhausrechnungen sind der Hauptgrund für Konkurse und Obdachlosigkeit, denn es kommt schnell mal ein Jahresgehalt an Rechnungen zusammen. Aber auch diejenigen, die teuer versichert sind, merken meist erst, wenn sie krank sind, wie das Spiel läuft: Eine Privatversicherung arbeitet profitorientiert - und Profit entsteht dadurch, dass sie möglichst nicht zahlt. Das Ergebnis sind Millionen kranke Amerikaner, die geringste Lebenserwartung und die höchste Säuglingssterblichkeit des Westens.

Michael Moore kritisiert das US-Gesundheitssystem und hat, zumindest hoffe ich das, eher die extremen Fälle rausgepickt. Es sind dennoch unzählige Fälle, und was will man über ein System sagen, das von zwei abgesägten Fingern nur einen annäht, weil zwei zu teuer sind? Das 9/11-Rettungskräfte einfach im Stich lässt, wenn sie nach ihrem Einsatz an Ground Zero lebenslang unter Lungenproblemen leiden? Das Schwerverletzte auf Bürgersteigen aussetzt, wenn sie die Rechnung nicht bezahlen können?

Moore vergleicht das kapitalistische US-System mit staatlichen Systemen anderer Länder, die in den USA als sozialistisch kritisiert werden. Die kostenlose (bzw. steuerfinanzierte) Versorgung von Kanada, England und Frankreich erscheint wie ein Traum und ist sicher positivistisch dargestellt, aber zumindest verrecken dort keine Kranken auf der Straße.

Provokant wie er ist stellt Moore fest, wo es das beste kostenlose Krankenhaus der USA steht: auf Guantánamo, für El Kaida-Verdächtige. Für den Feind also (wobei die Behandlung dort wohl eher unter Menschenversuche und Gehirnwäsche gebucht werden muss, aber das ist nicht Thema der Dokumentation). Und so packt er flugs ein paar 9/11-Rettungskräfte in ein Boot und fährt nach Kuba, um in Guantánamo für eine Behandlung zu bitten. Als dort die Sirenen losgehen, dreht er ab und fährt nach Havana. Er stellt dann auch noch das kubanische System vor, was zu den besten der Welt gehört, und die Szenen müssen für Amerikaner hart sein, wie die 9/11-Retter ausgerechnet beim Systemfeind kostenlos behandelt werden - dort wird nicht nach dem Einkommen gefragt.

Moore eskaliert bestimmte Szenen und Themen, und er erzählt auch wieder mit seiner Märchenonkel-Stimme, die viele in "Fahrenheit 9/11" genervt hat. Aber genau damit zerlegt er ein komplexes System in verständlicher Form und legt den Finger dahin, wo es weh tut. Faktisch liegt er richtig, was allein schon daran erkennbar ist, dass die Systemmedien mit ihrer Kritik am Film sehr pauschal bleiben. Fazit: Beim Gesundheitssystem wird die Menschenverachtung des reinen kapitalistischen Profitdenkens besonders deutlich, und diesen Punkt hat Moore sehr gut herausgearbeitet. Bravo.
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12 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auch "zwischen den Zeilen" ein Film, der zum Nachdenken anregen sollte ..., 1. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Sicko [2 DVDs] (DVD)
Gerade auch mit Blick auf die aktuellen Diskussionen und Entwicklungen in Deutschland (Stichwort: Kopfpauschale, Gesundheitsfonds) sollte dieser Film Anlass dazu geben, Aussagen und Aktionen lokaler Politik und auch das Gebaren von Pharamakonzernen und Versicherern in Deutschland kritisch zu betrachten und nicht kommentarlos hinzunehmen.

Fast nur in einem Nebensatz hat jemand ein Grundprinzip in den Mund genommen, welches man in dieser Deutlichkeit und Präzision selten auf einer Leinwand oder DVD findet, sondern oftmals nur in Werken, die man möglicherweise an Militärakademien oder im Regal weniger Menschen findet, die sich dafür interessieren:

Massen kontrolliert man, in dem man Sie in Angst versetzt oder demoralisiert. Während die Hoffnungslosigkeit (Demoralisierung) dazu führt, dass sich die Menschen ihrem Schicksal ergeben, fürht die Angst dazu, dass sie sich nicht wehren. Angst kann dabei die Angst vor Arbeitsplatzverlust, Armut, sozialer Ausgrenzung etc. sein.

Ein Machtprinzip, welches in den USA schon relativ lange gelebt wird und zunehmend auch nach Europa und dort auch deutlich in Deutschland importiert wird. So funktioniert Hartz IV direkt nach diesem Prinzip und auch andere Aktivitäten und Vorhaben (z.B. Vorratsdatenspeicherung, Bundestrojaner & Co.) funktionieren im Kern nach diesem Prinzip.

Das geht soweit, dass es seit Jahrzehnten keine nennenswerten Proteste mehr in unserem Land gab. Nicht, weil die Leute keinen Grund oder keine Gelegenheit hätten, sondern in erster Linie weil sie demoralisiert sind und Angst haben.

Moores Film ist nicht nur ein Menetekel für die USA, sondern in seiner Grundaussage eine Warnung für alle, die die USA als Vorbild heranzuziehen versuchen und dem Irrglauben verfallen sind, dass dort alles besser sei: Besser ist es dort nur für jene, die materiellen Reichtum besitzen - und den kann nunmal nicht jeder erreichen. Grund genug, dieses System in Frage zu stellen und dafür zu plädieren, dass gewisse Aufgaben und Leistungen besser durch einen Staat erbracht werden, als durch profitorientierte Unternehmen - insb. dann, wenn es um Leben und Gesundheit geht

Erschütternde Fakten aus dem Film:

- Ein Asthmaspray, welches in den USA 120 Dollar pro Einheit kostet, kostet auf Kuba gerade einmal 5 Cent.
- Die Kindersterblichkeit in den USA ist höher als in südamerikanischen Entwicklungsländern
- Die schlimmsten Terroristen, die im menschenrechtsfeindlichen und zu Recht geächteten Guantanamo einsitzen, erhalten eine bessere (und vor allem kostenlose) Gesundheitsversorgung als rund 45 Millionen Amerikaner (rund 1/7 der Bevölkerung)
- Patienten, die nicht bezahlen können, werden in Taxis gesetzt und zum Teil noch mit Infusionsnadeln im Arm ausgesetzt.

Eine Warnung für alle, die sich amerikanische Zustände wünschen.
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am eigenen Leib erlebt, 10. Juni 2008
Von 
E. Kost "Weintraube" (Rhein am Lech) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sicko [UK Import] (DVD)
Ich habe bereits in California gelebt und habe vor 15 Jahren das Gesundheitssystem kennengelernt. Eine normal Geburt (rein-gebären-raus) für 25.000 Dollar fand ich, - es betraf meine Freundin, als menschenverachtend. Ich kannte Leute, die alles verloren, weil sie krank wurden, alte Menschen, die Einkaufswägen auf dem Supermarktparkplatz zusammenkarren müssen, die Kunden bei Walmart begrüßen, damit sie sich wenigstens ungesundes Junkfood kaufen konnten. Noch nie habe ich so viele Menschen ohne Zähne gesehen. Die USA will das reichste Land sein und ist doch das ärmste. Was hätte mit den Geldern für die Unterhaltund der Kriegsmaschinerie alles gutes getan worden können. Ich danke Gott auf Knien, dass ich nicht mehr in dieser ONE NATION UNDER GOD leben muss. Beachten Sie bitte auch: Ein Urlaub in den USA kann Ihre komplette Existenz ruiniern.. wenn Sie erst mal reindürfen, nachdem Sie vom CIA und anderen durchleuchtet wurden. Einfach krank.. An was erinnert mich dieses Sytem nur.... (grübel grübel)
Ach wie schön ist Germany!!! Gehts uns schlecht??
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42 von 45 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Arme, kranke USA, 6. Juni 2008
Rezension bezieht sich auf: Sicko [2 DVDs] (DVD)
Da ist er wieder, der Aufklärer und Anprangerer Amerikas, Michael Moore. In seinem nunmehr fünften Dokumentarfilm hat er wieder mal nur eins im Visier: die negativen Seiten des ach so hochgepriesenen Amerikas. Nach Gewalt an Schulen ("Bowling for Columbine") und dem Irrsinn des Irakkriegs ("Fahrenheit 9/11") nimmt sich Moore nun mit "Sicko" das wahrhaft kranke Gesundheitssystem der USA vor.

Man mag Michael Moore Polemik, subjektive Berichterstattung und mit an Fahrlässigkeit grenzende Einseitigkeit vorwerfen (was seine Gegner auch regelmäßig tun), nichtsdestrotrotz vermag er zu schockieren mit seiner schonungslosen Offenlegung der Missstände in den USA, die er sich sicher nicht ausgedacht hat. Wenn man diesen Film gesehen hat, sollte man es sich wahrlich dreimal überlegen, noch einmal über die Erhöhung der Zuzahlung bei Medikamenten oder die vermeintlich langen Wartezeiten in deutschen Praxen oder Krankenhäusern zu schimpfen.

Moore zeigt ein älteres Ehepaar, das sein Haus aufgrund der immensen Krankenhaus- und Medikamentenkosten verkaufen musste, und nun seinen Lebensabend in einem Abstellraum der Tochter fristen muss. Freiwillige Helfer nach den Terroranschlägen vom 9. September, die Atemwegs- und andere Erkrankungen erlitten haben, bekommen keinerlei Unterstützung vom Staat. Kranke ohne Versicherung werden von Krankenhäusern in Taxis verfrachtet und vor Armenunterkünften abgeladen, da sie sie nicht behandeln wollen. Krankenversicherungsangestelle erleiden Nervenzusammenbrüche, wenn sie von ihrer Firma angehalten werden, todkranken Patienten die notwendige Behandlung zu verweigern. Wartezeiten in Krankenhäusern können bis zu 18 Stunden betragen. Selbst als Versicherter hat man keinerlei Garantie, im Krankheitsfall behandelt zu werden. Die Versicherungen haben spezielle Leute, die die Patienten und deren Vorleben auf "Herz und Nieren" prüfen müssen, und es ist eher die Regel als die Ausnahme, dass auch rückwirkend Kosten wieder gestrichen und von den Versicherten selbst gezahlt werden müssen, sollte bei diesen "Überprüfungen" irgendwas gefunden werden, was man eventuell verschwiegen hat. Es werden Boni an die Angestellten ausgezahlt, die der Krankenversicherung das meiste Geld eingespart haben.

Durch die komplette Privatisierung des Gesundheitssystems sind den legalen Grausamkeiten der Versicherungen kaum Grenzen gesetzt. Die Preise für Medikamente sind hoffnungslos überteuert, der Tod wird von den Versicherungen mehr als billigend in Kauf genommen, so lange er ihnen - im Gegensatz zu langwierigen Behandlungen - Kosten einspart. Ein verstaatlichtes Gesundheitssystem wird vehement boykottiert und in der Presse als großes Unheil dargestellt. Und das, obwohl jährlich mindestens 50.000 Amerikaner durch das jetzige System sterben.

Als Moore erfährt, dass die Gefangenen auf Guantanamo Bay kostenlose medizinische Behandlungen erhalten, chartert er drei Schiffe, packt sie voll mit Kranken und fährt nach Kuba. Nach Guantanamo lässt man ihn zwar nicht, aber seine Patienten werden in Kuba kostenlos behandelt, medikamentös richtig eingestellt, eingehend untersucht und bekommen für sie lebensnotwendige Medikamente für z. B. 50 Cent statt für 120 Dollar in den USA. Es treibt einem die Tränen in die Augen, die Dankbarkeit dieser teilweise todkranken Menschen zu sehen, wenn sie weinend einen kubanischen Arzt umarmen. Und dass, wo Kuba in den USA immer noch als Staatsfeind Nr. 1 gehandelt wird.

Diese Dokumentation ist erschütternd, aufrüttelnd, sie macht betroffen und traurig. Und dankbar. Dankbar dafür, dass es solche Filme gibt und dankbar für unser staatliches Gesundheitssystem, das zu einem der besten der Welt zählt. So sollte und wird man es nach diesem Film sehen, und das ist auch gut so.
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27 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eine wirklich gelungene moderne Dokumentation..., 29. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Sicko [2 DVDs] (DVD)
Diese Rezension bezieht sich auf die Kinofilm-Version.
Man kann die Vereinigten Staaten von Amerika mögen oder nicht. Eines ist jedoch klar: Diese Reportage zeigt die negativen Seiten des amerikanischen Gesundheitssystems. Wer auf eine objektive Dokumentation dieses Gesundheitssystems hofft, wird wohl leider enttäuscht sein: Dieser Filme zeigt nichts Gutes – oh doch! -, aber nur in Bezug auf die Gesundheitssysteme anderer Staaten, wie England oder Frankreich.

Ich persönlich empfinde die erhöhte Subjektivität des Filmes weder als störend noch als unangebracht. Denn wie sollte man einen Film sonst zu einem so interessanten – nein vollkommen genialen Kinofilm machen, wenn der Zuschauer nicht vom Hocker gerissen wird? Subjektivität hin oder her: Der Film überbringt keine falschen Informationen! Und gerade diese Informationen sind es, die den Zuschauer mitreisen. Anders als in vielen anderen Filmen, geht es hier nämlich um die Realität! Um die Realität vieler Menschen in den USA, um deren eigenen Interesse: Dem Interesse ein gesunder Mensch zu sein, was theoretisch möglich ist, jedoch von den Krankenkassen nicht immer ermöglicht wird. Fakt ist nämlich auch, dass die Storys, die private Personen zeigen, nicht erfunden sind. Auch wenn Gegenbeispiele fehlen (um einen Kritiker zufriedenstellen zu können), so bleiben die gezeigten Storys immer noch bitterer Ernst. Ob es nun 500 oder 2.000.000 Menschen sind, die so ein Schicksal durchleben müssen: Ein Ding der Unmöglichkeit bleibt es dennoch.

Der Film ist sehr gut, auch wenn – oder erst recht, weil - es kein Film ist, wie jeder andere.
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6 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Großartiger Moore-Film - möglicherweise der beste?, 21. August 2010
Rezension bezieht sich auf: Sicko [2 DVDs] (DVD)
Desto mehr Michael Moore die amerikanische Society stilisiert, desto mehr bekommt man den Eindruck es würde sich nicht um eine Demokratie, sondern um einen wie auch immer gearteten weichen Totalitarismus handeln, der von einer neoliberalen Pseudofreiheitsmaschinerie mit Konsumdiktat ummantelt ist und den nordamerikanischen Kontinent (ausgenommen Kanada) heimsucht. Jedenfalls scheint die USA eine hochselektive Gesellschaft zu sein, der ich nicht angehören möchte. Insofern haben sich meine Vorurteile tatsächlich (traurigerweise) vertieft und das nicht zuletzt durch die Filme von Moore.

Jedenfalls erkennt man den "wahren" (wenn es sowas gibt) Charakter einer Gesellschaft daran, wie sie mit den Schwächsten und Schwachen in der Lage ist umzugehen und das amerikanische Gesundheitssystem ist paradigmatisch für die Dauerkrise einer vom ökonomischen Prinzip überdeterminierten Gesellschaft. Es spricht meines Erachtens auch vollkommen gegen alle Amerikaner, wenn sie dem Prinzip Solidarität, bei diesen für alle lebenswichtigen Strukturen wie dem Gesundheitswesen, entsagt. Das war selbst in der DDR besser geregelt!

Großartig inszeniert und herausgearbeitet sind in diesem Film die grotesken Zusammenhänge, die natürlich auch von spezifischen Blindheiten leben (denn wie wir wissen, ist gerade auch in Deutschland die Rede von einer Zwei-Klassen-Medizin immer wieder im Gange und auch die europäischen Gesundheitssysteme haben Defizite). Mit amerikanischen Verhältnissen ist unsere Situation zum Glück kaum vergleichbar. Letztendlich überrascht mich schon, wenn 9/11-Aufräumhelfer aus dem amerikanischen Gesundheitswesen nicht mal annähernd in den fürsorgenden Blick des Gouvernements kommen und nach Kuba gehen müssen, um lebenswichtige Untersuchungen machen zu lassen, weil sie diese im Heimatland nicht bezahlen können.

Fazit: Sehr empfehlenswert!
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zukunft in Deutschland, 25. Februar 2009
Rezension bezieht sich auf: Sicko [2 DVDs] (DVD)
eine sehr ernüchternde Darstellung der Interessen in der Gesundheitspolitik, die hier in Deutschland zur Zeit in vollen Zügen eingeführt wird.
Wenn jemand wissen will, wie bei uns die Medizin werden wird, dann sollte er sich diesen Film ansehen.
Die letzte Hürde ist in Deutschland die einführung der elektronischen Gesundheitskarte. Damit wird das Arztgeheimnis eine Farce, in Amerika werden solche Akten für 2800- Dollar gehandelt. Die Bahn, Lidl usw. machen uns ja vor, wie mit der Datensicherheit und damit unserem Grundgesetz umgegangen wird.
Martin- Arzt
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10 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unfassbare Realität!, 21. Dezember 2007
Von 
Madeleine Hensel (Dresden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sicko [UK Import] (DVD)
Ich habe diesen Film kürzlich schon im Schulkino sehen dürfen und bin schockiert! Es ist sehr traurig, wie Menschen so geldbesessen sein können und ihre "Macht" ausnutzen, und dadurch das Wohl der anderen so stark gefärden.
Michael Moore hat diesen Film trotz der traurigen und unfassbaren Situation sehr humorvoll gestaltet. Sehr lehrreich, mitreißend und eine absolute Empfehlung!
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Ein weiterer Rundumschlag von Michael Moore, 13. April 2008
Von 
Daniel Kolloge "The Inevitable" (Wildeshausen, NDS) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Sicko [UK Import] (DVD)
Es ist viel geredet worden über Michael Moore, der offenbar mit allen Mitteln seine Meinung in seinen Filmen rüberbringen will und dem dafür alle Mittel recht zu sein scheinen. Kann man das als Suche nach der Wahrheit bezeichnen?
Ich weiß es nicht....
Umso überraschter war ich dann, als Moore dieses Jahr trotzdem wieder für den Oscar nominiert war. Diesmal für seine Auseinandersetzung mit dem amerikanischen Gesundheitssystem. Zwar bedient er sich wieder seiner alten Struktur, die schon in "Bowling for Columbine" funktioniert hat, aber "Sicko" macht einfach auf unhaltbare Zustände aufmerksam, mit denen sich tatsächlich mal jemand auf so drastische Art beschäftigen musste.
Dass Moore dabei jede Gelegenheit nutzt, um den Amis auf den Fuß zu treten, hat mich eher amüsiert als gestört. Klar, er hat wieder die extremsten Beispiele genutzt, um seine Ansicht zu vertreten, aber das macht den Film nicht weniger unwahr.
"Sicko" ist durchaus empfehlens- und sehr sehenswert.
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9 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Traurig aber wahr, 10. November 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Sicko [2 DVDs] (DVD)
Wer etwas fröhliches oder positives über die usa sehen möchte sollte sich ein werbevideo ansehen, hier wird ganz klar die realität geschildert.seit vielen jahren fahre ich jährlich in die usa und fakt ist das nur der behandelt wird der geld hat.dieser film möchte auf die probleme des medizinwesens in der usa aufmerksam machen und den vergleich zu manch anderem land (kanada,frankreich,cuba,...)darstellen .ich kann diesen film jeden empfehlen.
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Sicko [2 DVDs]
Sicko [2 DVDs] von Michael Moore (DVD - 2008)
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