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5.0 von 5 Sternen Einfach mal zulassen....
Fuer alle, die sich immer ueber Tristan Inszenierungen aergern, und denen eigentlich gar keine gefaellt weil Tristan ja sowieso eher ein "Hoerspiel" ist, ist diese Aufnahme die perfekte Loesung. Minimalistisches Buehnenbild, Kostueme und Regie lenken nicht von der musikalischen Interpretation ab. Und die ist gekennzeichnet von einem stimmgewaltigen Liebespaar, mit kleinen...
Veröffentlicht am 25. Dezember 2010 von Dr Bernhard Lennartz

versus
15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum nicht live???
Ich kann den Rezensenten in fast allen Belangen zustimmen, war ich seinerzeit auch vor Ort fasziniert von der Inszenierung des Heiner Müller. Aber, warum quält uns die Musikindustrie mit Opernaufnahmen, die vorspiegeln "live" von der Bühne aufgenommen zu sein. Hier haben wir wieder einmal ein schönes Beispiel von Playback. Die Intensität der...
Veröffentlicht am 25. November 2010 von Günther Gliem


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17 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Einfach mal zulassen...., 25. Dezember 2010
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) [2 DVDs] (DVD)
Fuer alle, die sich immer ueber Tristan Inszenierungen aergern, und denen eigentlich gar keine gefaellt weil Tristan ja sowieso eher ein "Hoerspiel" ist, ist diese Aufnahme die perfekte Loesung. Minimalistisches Buehnenbild, Kostueme und Regie lenken nicht von der musikalischen Interpretation ab. Und die ist gekennzeichnet von einem stimmgewaltigen Liebespaar, mit kleinen Schwaechen, aber ausgesprochen ueberzeugend. Nichts um sie herum lenkt von dieser Beziehung ab und stellt sie damit so sehr in den Vordergrund, dass man kaum noch Luft holen kann. Diesen Tristan muss man fuer sich selbst zulassen und er bindet einen nur noch staerker an die gesanglichen und schauspielerischen Leistungen von Meier und Jerusalem. Ich habe keine bessere Waltraud Meier auf einer Konserve gesehen und ihre Chemie mit Siegfried Jerusalem macht fuer mich die Auffuehrung nur noch eindringlicher und damit glaubhafter.
Die Muenchener Inszenierung von 1998 ist auch nix fuer meinen Geschmack. Abgesehen davon, dass West als Tristan wohl ueberfordert war, killt das Ikea-Buehnenbild meine Illusion von einer grossen Liebesgeschichte. Und um Illusion geht es doch!
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15 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Warum nicht live???, 25. November 2010
Von 
Günther Gliem "guenni" (Bayern, wo sonst) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) [2 DVDs] (DVD)
Ich kann den Rezensenten in fast allen Belangen zustimmen, war ich seinerzeit auch vor Ort fasziniert von der Inszenierung des Heiner Müller. Aber, warum quält uns die Musikindustrie mit Opernaufnahmen, die vorspiegeln "live" von der Bühne aufgenommen zu sein. Hier haben wir wieder einmal ein schönes Beispiel von Playback. Die Intensität der Sänger ist zwar sichtbar, es wird sicherlich auch gesungen (man beachte die feuchte Aussprache), aber das, was wir zu hören bekommen ist sicherlich eine andere Tonaufnahme und kann teilweise mit dem Bild nicht in Einklang gebracht werden (und ich rede hier nicht von Ton/Bild-Delays oder Synchonisierungsproblemen meines Players). Zudem handelt es sich hier um eine "Studio"-Aufnahme ohne Publikum, in der eifrigst geschnipselt werden konnte. Ein schönes Beispiel auf DVD 2, 3. Akt, so ca. bei 1:39:40, mit dem Text "... weckt zu Trug und Wahn mir das Hirn!", gesungen von Herrn Jerusalem. Da wird das "Hirn" in der Tonaufnahme ausgesungen, Herr Jerusalem hat aber zur Hälfte des Tones bereits seinen Mund geschlossen. Sicherlich, eine perfekte Tonaufnahme mit grandiosen Sängern, aber erwartet der Zuseher trotz der Sterilität des Aufnahmeraumes nicht eine "Opernaufführung aus Bayreuth". Hingewiesen sei hier z.B. auf die "Meistersinger" des Herrn Levine, die im Amazon Blog so hochgelobt wird: ein Aufnahme wo Wortbedeutungen zum Teil in ihr Gegenteil verkehrt werden, es nur so hagelt von Textschwäche, ein in der Intonation gewöhnungsbedüftiger Sachs und fragwürdiger Gestik einiger Beteiligter. Welche Qualitäten sind uns eigentlich wichtig? Darf auch ein hochgepriesener Sänger nicht seine schwächeren Momente auf eine DVD pressen dürfen, oder erwarten wir immer Perfektion? War nicht Horowitz mit seinen live eingespielten Interpretationen inkl. seiner kleinen technischen Mängel auch "perfekt"?
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13 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Lebende Bilder im Meer der Musik, 9. Dezember 2008
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) [2 DVDs] (DVD)
Richard Wagners "Tristan" ist für mich das bedeutendste Werk der gesamten Opernliteratur. Imgrunde ist es keine Oper, Wagner selbst nennt sein Werk schlicht "Handlung in drei Aufzügen". Patrice Chereau wollte es in Bayreuth nicht inszenieren, weil es sich seiner Meinung nach um ein "Hörspiel" handle. In der Zwischenzeit hat er doch (vor einem Jahr) an der Mailänder Scala eine sehr beachtete Deutung vorgenommen.
Die Bayreuther Inszenierung von Heiner Müller und Erich Wonder ist es wahrlich wert gesehen zu werden - und gehört! Denn was Daniel Barenboim und das Festspielorchester machen, ist sensationell. Die Partitur wird ausgeleuchtet bis in die feinsten Details; gleichzeitig werden wir vom Orchester in ein Meer von Musik eingetaucht, dass einem schier das Atmen vergeht. Hier wird hörbar, wie unerhört neu diese Musik war als sie komponiert wurde und wie sehr sie alle Komponisten seither beeinflusst hat.
Die Darsteller sind grandios und passen sich perfekt in die Deutung Müllers/Wonders ein, die schon hier hervorragend beschrieben wurde.
Waltraud Meier ist mit Sicherheit die vollkommenste Verkörperung der Isolde, auch wenn sie in den höchsten Höhen (als Mezzosopran) kleine Schwierigkeiten hat, die sie aber sehr gut meistert.
Siegfried Jerusalem spielt Tristan als vom Eisblock zum Glutofen gewandelter Mensch. Sicher - er ist mit dieser Partie im sängerischen Grenzland unterwegs und kommt manchmal nahe an die Grenze heran. Aber seine Stimme ist nicht kleinzukriegen, so dass er immer wieder mit neuer Kraft weitersingt.
Alle anderen (Uta Priew, Falk Struckmann, Matthias Hölle, Poul Elming, Sandor Solyom-Nagy und Peter Maus) sowie der Chor bieten erstklassiges Festspielniveau.
Meiner Meinung nach - vom Gesamteindruck her gesehen - eine der besten "Tristan" - Aufnahmen auf DVD und unbedingt zu empfehlen!
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47 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ins Jenseits lauschen, 29. Juni 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) [2 DVDs] (DVD)
Nach dem romantisch-märchenhaften Bayreuther "Tristan" aus dem Jahr 1982 in der Inszenierung von Jean-Pierre Ponnelle, in der die Liebe als elementares Naturereignis über die Protagonisten kommt, gegen das jeder Widerstand machtlos ist, bringt die DGG mit der vorliegenden DVD nun einen neueren Bayreuther "Tristan" auf den Markt, der das neben der Liebe zweite dominante Thema in den Mittelpunkt der Aufführung stellt: das des Todes!
Von Heiner Müller (1929-1995), dem bedeutendsten Dramatiker der DDR/Ostdeutschlands seit Brecht, stammt der Gedanke, dass die meisten Bayreuth-Besucher zu einer "Tristan-und-Isolde"-Aufführung pilgern, um in der Musik etwas zu erfahren, das eigentlich erst nach ihrem Tod gilt: das Publikum giere danach, ins Jenseits zu lauschen. Darin liege das Geheimnis der "Tristan"-Wirkung. Müller fügte trocken hinzu: Eine gelungene Aufführung wäre eine gelungene Beerdigung des Publikums.
In seiner Bayreuther Inszenierung aus dem Jahr 1993 macht Müller nun ernst mit seinem "Tristan"-Verständnis, wobei ihm die Beerdigung zur Metapher für die Entfremdung von der Realität wird, die ihre optische Entsprechung in der Konzeption der Bühnenbilder als Bunker findet: Sinnbild der Isolation, des Lebendig-Begraben-Sein, des Von-der-Außenwelt-Abgeschnitten-Sein, Bild des Ge- und Befangensein in einer Welt des Inneren, der Seele, der Gefühle, der Sehnsüchte.

Die Raumkonzeption des Bühnenbildners Erich Wonder zeichnet sich in erster Linie durch den Einsatz streng geometrischer Formen in Verbindung mit für jeden Akt charakteristischen, symbolischen und ausdrucksstarken Farben aus.
Im ersten Akt sind Quadrate und Würfel, sowohl konkret-materiell wie auch immateriell als Lichtkuben, in Verbindung mit kraftvollen Gelb-, Orange- und Rottönen die dominanten Mittel zur Gestaltung des Bühnenraums. Das Schiff selbst erscheint in der Form eines in dunklem (Holz-)Braun gehaltenen Würfels, in dessen Mitte ein kleines, in den Boden eingelassenes Quadrat als Gemach Isoldes fungiert, aus dem sie während des gesamten Aktes nicht heraustritt. Zwei links und rechts in den Boden eingeschnittene, schmale Rechtecke, die beständig bläulich schimmern, mag man als die See deuten. Der Anblick des Bühnenbildes zum ersten Akt erinnert fortwährend an moderne, abstrakte, gleichwohl expressive Malerei, namentlich den Kubismus, worauf der Zuschauer/-hörer bereits während des Vorspiels mittels vorüberziehender Quadrate und Würfel in kräftigem Gelb und Rot eingestimmt wird - ein Nebenprodukt der filmischen Vorführungen dieser Inszenierung in vielen deutschen Kinos im Jahr 1995.
Während des zweiten Orchestervorspiels ist es ein blauer Würfel vor rötlich-grau-schwarzem Hintergrund, der uns in den folgenden Akt geleitet. Kühles Blau und Schwarz kennzeichnen fortan die Stimmung dieses Nachtstücks, auch hier bleiben Würfel und Quadrate präsent. Beinahe wie im Anklang an die Terrakotta-Armee im Mausoleum des ersten Kaisers von China ist der Bühnenboden nun von Reihen silbergrau schimmernder Brustpanzer bedeckt, zwischen denen die beiden Liebenden umher gehen, ohne sich vollkommen nahe zu kommen - Berührungen werden auf das dramaturgisch notwendige Minimum beschränkt. Der "Garten" aus Rüstungen wird zur Metapher der Unnahbarkeit, der Unmöglichkeit einer wirklichen Annäherung des Paares, zum Sinnbild der Panzerung, Abschottung des Gefühlslebens.
Der dritte Akt mit seiner in Grau- und Silbertönen gehaltenen Bühne - auch hier wird das kubistische Raumkonzept aufrecht erhalten - wirkt wie das Schlussbild eines Endzeitdramas. Asche und Staub bedecken den Boden wie auch die Darsteller, die wie die letzten Überlebenden nach einer Katastrophe erscheinen. Die Szenen mit dem sterbenden Tristan, der während des Finalaktes in einem breiten Sessel dahinsiecht, und dem Hirten, der als blinder Seher reglos auf der Bühne sitzt, ohne noch sein Instrument zu spielen, erscheinen wie ein Widerhall auf Samuel Becketts "Fin de partie" ("Endspiel"). Durchbrochen wird diese gespenstische Szenerie lediglich im Schlussbild, wenn durch ein im Bühnenhintergrund sich öffnendes Quadrat gelb-goldenes Licht den Raum durchflutet und Isoldes "Liebestod" erstrahlen lässt.

Die Kostüme des japanischen Modedesigners Yohji Yamamoto lehnen sich in ihrem strengen Schnitt an das No-Theater an und gestatten den Darstellern einerseits nur wenig (Bewegungs-)Freiheit, legen andererseits aber einen größeren Fokus auf Mimik und Gestik. Im ersten Akt tragen die Figuren lange schwarze Gewänder, ihre Gesichter sind auf blass geschminkt und ihre Haare in Anlehnung an das Bühnenbild rot-braun gefärbt. Im zweiten Akt sind die Gewänder dann entsprechend außen schwarz und innen blau und die Haare in eben diesen Tönen eingefärbt. Im dritten Akt schließlich haben die Figuren graue Mäntel an und weiß-grauer Staub bedeckt ihr Haar.

Die Konzentration auf die inneren, seelischen Vorgänge der Handlung, wie Wagner sie konzipierte, erfordert und ermöglicht zugleich eine außerordentliche musikalische Darbietung. Diesem Anspruch wird die vorliegende Aufführung mit ihrer künstlerischen Besetzung vollends gerecht. Wie schon auf der vorigen Bayreuther "Tristan"-Einspielung der DGG leitet auch hier der renommierte Wagner-Dirigent Daniel Barenboim das Orchester. Im Vergleich zur ein gutes Jahrzehnt früher erschienenen Aufnahme wirkt seine Interpretation nun reifer, der Klang noch luzider; die Tempi wurden an manchen Stellen (z. B. im Vorspiel zum ersten Akt) etwas verlangsamt, zugleich wurde eine noch höhere Intensität erreicht.
Das Ensemble umfasst mit das Beste, was das Wagnerfach in den Neunzigern aufzuweisen hatte: Allen voran die großartige Waltraud Meier, die die Isolde in Heiner Müllers Inszenierung zum ersten Mal auf dem Grünen Hügel sang und überhaupt ihr Debüt in dieser Rolle gab, die sie fortan wie keine andere verkörperte und in der nach ihr bislang keine mehr an sie heranreichte. Ihr zur Seite steht Siegfried Jerusalem, der den Tristan nicht nur sängerisch, sondern auch darstellerisch immer auf höchstem Niveau interpretiert und damit Meiers idealer Partner in dieser Rolle ist.
Ebenso wissen Matthias Hölle als Marke, Falk Struckmann als Kurwenal und Uta Priew als Brangäne in ihren Rollen vollauf zu überzeugen, so dass die Aufführung in jeder Hinsicht zum herausragenden Erlebnis wird und bereits heute zu den Höhepunkten der Bayreuther Festspielgeschichte sowie der "Tristan"-Rezeption überhaupt zu zählen ist.

Fazit:
Die hier vorliegende Inszenierung von Heiner Müller ist sicherlich nichts für Romantiker im oberflächlicheren Sinne des Wortes und wird Gefallen vor allem bei all denen finden, die in "Tristan und Isolde" ein Kunstwerk höchsten Ranges sowie in der Oper allgemein eine Kunstform sehen, die eben auch höchsten ästhetischen wie intellektuellen Ansprüchen zu folgen hat.
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10 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Geht nicht besser, 15. August 2010
Von 
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) [2 DVDs] (DVD)
Nachdem nun mittlerweile die Ratten die Buehne in Bayreuth erobert haben und die duennen Stimmchen wie dieses Jahr in Lohengrin zu sehen und zu hoeren sollte man sich das Vergnuegen erlauben das mit gestern vergoennt war - die unglaubliche Inszenierung des Tristan" von 1995 unter Daniel Barenboim zu erleben.

Das geht nicht besser. Ich wuesste nicht wie. Siegfried Jerusalem ein vielschichtiger stimmgewaltiger und facettenreicher Tristan, Waltraum Meier ist einfach ein Erlebnis als Isolde - ich hab des vielleicht 50 mal in meinem Leben gesehen - nie so!

Meier hat eine Bandbreite der stimmlichen und schauspielerischen Darstellung wie man sie heute ueberall - besonders in Bayreuth 2010 - vermisst.

Heiner Mueller hat ein schluessiges Drama um die Schwierigkeit der Beruehrung inszeniert und selbst Nebenrollen" wie Koenig Marke gelangen zu dramaturgischen Hoehenfluegen- Matthias Hoelle gibt einen wirklich gebrochenen Koenig Learschen Formats.

Noch zu erwaehenen Kurvenal Falk Struckmann, heute laengst ein Wagner Star als grossartiger Wotan, leidet mit seinem Freund bis zum Schluss wenn er neben ihm sein Leben aushaucht.

Die ganze Schlussszene ist einfach orgastisch.

Ich habe so etwas noch nicht gesehen. Warten auf Godot kommt in Erinnerung mit einem sonnenbebrillten Charon gleichen Hirten.

Der was huetet? Die Unfaehigkeit zu lieben und die Hoffnung darauf das es doch klappt?

Der Climax von Islodes Liebestod als Erloesungstod - geht nicht besser.
Ich gebe zu, mir sind die Traenen runtergelaufen...

Barenboim ist ein unerreichter Meister.

Bayreuth 2010 - dieser Kinderzirkus - ist over. Schade aber wahr.
Herr Thielemann? Der kann das auch nicht mehr retten - vor den Ratten.

Wer Wagner lieber ueberwaeltigend erleben will - diese Tristan DVD von 1995 muss dann her!
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eiskalt inszenierter Tristan, 10. Oktober 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) [2 DVDs] (DVD)
Als ich diese Aufnahme (erstklassige Bildqualität) das erste Mal sah, war ich - auch wenn ich es nur ungern zugebe - etwas enttäuscht. Die beiden Hauptprotagonisten wirkten irgendwie steril und nicht einander zugetan (ich nehme mal an, das war so gewünscht). Diese DVD ist die einzige, die mir aus Bayreuth nicht optimal gefiel. Aber das ist Geschmacksache.
Normaler Weise bin ich froh, dass ohne Zuschauer aufgezeichnet wird, denn die ewigen Huster, Schneuzer und sonstigen Geräusche können schon sehr stören. Hier aber habe ich sie mir gewünscht?! Ich hab erst nicht verstanden, warum. Nun weiß ich es, weil mir eigentlich etwas abgeht bei diesem Tristan, und zwar: Leben! Ja, ja, ich weiß, das klingt blöd, ich kanns aber nicht besser ausdrücken.
Die Sänger finde ich alle gut, auch Jerusalem. Die Musik unter Barenboim - wie immer - erstklassig.
Und trotzdem fehlt es mir hier an "Lebendigkeit".
Ich finde die Kostüme und die Bühnenbilder toll, aber KÜHL! Irgendwie kam bei mir nicht die richtige Stimmung auf und weinen musste ich zum Schluss auch nicht, was bei mir bei Tristan kein gutes Zeichen ist.
Kaufempfehlung: nur bedingt
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Tristan, 13. Oktober 2012
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) [2 DVDs] (DVD)
Für mein Gefühl der beste Tristan, den es je in Bayreuth gab. Waltraut Meier und Jerusalem genial. Der Schluß, MILD und LEISE bleibt ewig in einem drin.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Madonna Meier, 22. März 2010
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) [2 DVDs] (DVD)
Zugegeben, wer kein hard-core Wagnerianer ist, der empfindet den Tristan nicht gerade als Stück zum Mitsummen. Es gibt Werke von ihm, die leichter zugänglich sind. Wer aber ein Musterbeispiel von moderner Wagner Interpretation sucht, ist hier bestens aufgehoben. Und im Vergleich etwa zum Bayreuth-Tristan 2009 erlebt man hier einen Höhepunkt des Wagner Gesangs. Wer einmal zum Vergleich in Youtube alternative Beispiele für die Interpretation von Isoldes Liebestod aufsucht, der empfindet die Ausdrucksstärke von Waltraut Meier in dieser Szene als überragend und anrührend. Madonna statt Sterbende. Verklärung statt Liebestod. Wenn Tristan, dann dieser.
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18 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen endlich endlich endlich, 15. Juni 2008
Von 
Andreas Ziem (Uhlerborn) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) [2 DVDs] (DVD)
wie lange warte ich schon auf diese Tristan Inszenierung!!! Mein erster Tristan den ich gesehen habe und immer noch der beste!!! Wahrscheinlich ist das wie mit der ersten Liebe, man vergleicht immer damit und erinnert sich sehnsüchtig! Waltraud Meier und Sigfried Jerusalem in Bestform, dazu die Musikinterpretation von Barenboim und das alles in dieser stimmigen Inszenierung. Die Bühnenbilder: eine Wucht!
Also,ich freu mich so, das ich endlich meine TV-Mitschnitte gegen eine DVD austauschen kann.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen ...unbewußt - höchste Lust!, 23. Mai 2012
Von 
Andre Arnold "Lateingott" (Rödental, Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) [2 DVDs] (DVD)
Freilich muss Richard Wagner als einer der größten deutschen Opernkomponisten überhaupt gelten. Nahezu alle seiner Opern zählen noch heute zum festen Repertoire jedweden Opernhauses. Sein Spätwerk "Tristan und Isolde" nach Wagners eigenem Libretto ist zudem eines seiner progressivsten Werke, das seine Epigonen nachhaltig beeinflussen sollte.
Der überwältigende Orchesterschwall, dessen Gros es dennoch nicht an filigranen Momenten gebricht, nimmt sogleich ein und lässt das vierstündige Stück nirgends langatmig erscheinen, auch wenn die Handlung sicherlich nicht gerade geistreich, pointiert oder umfangreich ist...

Die vorliegende Inszenierung durch Heiner Müller ist äußerst schlicht gehalten. Es wird bewusst auf allzu große körperliche Nähe zwischen den beiden Hauptfiguren verzichtet; auch das Bühnenbild sowie die Beleuchtung sind eher kühl ausgefallen. Allenfalls die Kostüme könnte man als "klassisch" beziehungsweise archaisch bezeichnen, die sich aber bestens ins Gesamtkonzept einfügen. Entstanden ist die Aufnahme, die sich sehr guter Bild- und Tonqualität erfreut, im Rahmen der Bayreuther Wagner-Festspiele 1995. Es sei darauf hingewiesen, dass es sich leider um keine Live-Inszenierung handelt.
Das Orchester der Bayreuther Festspiele unter Daniel Barenboim leistet Famoses: Glasklare Akzente reihen sich an schattige Nuancen, niemals fehlt es an Liebe zum Detail, Farbe und Kraft. Das perlende Moment bleibt auch nicht aus. Transparenz und Spielfreude sind weitere Markenzeichen des Orchestervortrags. Dennoch übertönen die Akteure niemals die Gesangssolisten.
Der Bayreuther Festspielchor singt tadellos, hell und klar. Ihm gleich tun es nahezu alle Solisten, wobei Waltraud Meier als Isolde besonderes Lob gebührt. Sie spielt ihre Rolle authentisch und liebevoll, während ihr Siegfried Jerusalem als Tristan nicht wirklich gewachsen ist - genauso wie seinem Part. Freilich handelt es sich hierbei um Tadel auf allerhöchstem Niveau, doch eben dieses erfordert eine jede Wagner-Oper. Falk Struckmann als Kurwenal und Uta Priew als Brangäne runden das Gesamtbild stimmig ab. Produziert wird eine Einspielung, die grundsolide ist, aber trotzdem nicht unüberbietbar...
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Wagner, Richard - Tristan und Isolde (GA) [2 DVDs]
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