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Artur Rubinstein - Artur Rubinstein plays Beethoven, Brahms, Chopin
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10 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 3. August 2008
Beinahe jugendlich beginnt der zur Zeit der Aufnahme 86-jährige Artur Rubinstein Beethovens c-Moll Konzert op.37 und Brahms d-Moll Konzert op.15. Kraftvoll, energiegeladen, ohne ein Zeichen von Altersschwäche, begeistert er hier mit seinem Spiel. Er gewinnt jedem Ton eine Bedeutung ab, ohne dabei den Bezug zum großen Ganzen zu verlieren. Ausrutscher passieren ihm nicht. Im weiteren Verlauf der Stücke neigt er dann aber zu einer gewissen Behäbigkeit im Spiel, die man wohl als Weisheit oder Ruhe des Alters bezeichnen könnte, um dann aber an den richtigen Stellen wieder seine Kraft entfalten zu können. Das ist nicht schlecht, sondern mal eine andere Interpretationsart der ansonsten dramatisch vorgetragen Stellen z.B. bei Beethovens Stücken, die auf der DVD enthalten sind. Besonders gut tut es, wenn er nicht wie so manch ein jüngerer Pianist am Flügel herumhampelt und unentwegt das Gesicht verzieht, um die jeweilige Emotion herüberzubringen. Ich finde, die sollte einzig und allein durch die Musik zum Zuhörer getragen werden. Dementsprechend sitzt Rubinstein die Laufzeit über nahezu unbewegt am Flügel. Die Musik steht im Vordergrund und nicht die Person.
Fazit: Gerne und immer wieder gerne gehört. Empfehlenswert.
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5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 12. August 2010
Die DVD enthält die Konzerte von Brahms, Beethovens und Zugaben von Chopin (Scherzo b-moll), Brahms (Capriccio H-Dur, Intermezzo b-moll) sowie Schubert (Impromptu As-Dur). Etwas ärgerlich ist jedoch, dass das Deutsche Grammophon neben den zwei Konzerten das gleiche (!) Interview wie auch auf der ersten DVD (2006) als "Bonus" hinzufügte.

De facto ist die Klang und Bildqualität von ausgesprochener Güte. Die Qualität entspricht dem 5.1 Standard und ist aus dem Material der 1970er Jahre aufwendig bearbeitet worden, sodass der Zuschauer den Eindruck erhält, es könnte vor einigen Wochen aufgenommen worden sein. Die Bildqualität erscheint somit sehr farbenprächtig und kontrastreich und auch der Klang spiegelt die hohen Qualitätsstandards von Deutsche Grammophon wider.

Rubinsteins pianistische Vorliebe konzentrierte sich besonders auf Brahms und Chopin. So beginnt die DVD mit dem ersten Klavierkonzert von Brahms in d-moll. Rubinstein schafft es den Zuhörer mit seinem Brahms schnell für sich zu gewinnen. Jegliche Phrasen und Pointierungen sind temperamentvoll ausgespielt und die Melodien phantasievoll gesungen. Das Orchester überzeugt ebenso und es erstreckt sich durchweg ein voluminöser Klang, der für Brahms erforderlich ist. Haitink schafft es das richtige Gleichgewicht zwischen Pianist und Orchester zu finden und leitet sein Concertgebouw souverän durch gegenseitige Wechselspiele des ersten Satzes. Dennoch liegt auf dem Solisten in romantischen Konzerten häufig der Fokus. So wird beim Hören deutlich, dass Rubinstein viel berühmter für seinen Brahms als für seinen Chopin hätte werden sollen. Musikalisch ausgebildet von den Zeitgenossen Brahms, Joachim und Barth, besteht hier noch eine direkte Verbindung in die Spätromantik. Dieser Eindruck findet sich auf der Afunahme wieder, denn Rubinstein spielt Brahms eben so, wie er gespielt werden sollte: rhythmisch, temperamentvoll und imposant.

Als zweites ist Beethovens Konzert in c-moll auf der DVD zu finden. Bei dieser Interpretation merkt der Zuhörer an einigen Stellen die spätromantische Herkunft Rubinsteins. Maßgeblich in der Jugend durch die Pianisten Busoni und d'Albert beeinflusst legt der Maestro hier den Fokus eher auf melodische als auf rhythmische Ausgestaltung. Dies dürfte nicht allen Zuhörern gefallen, da Beethoven von heutigen Pianisten wie Lang Lang oder Kissin wesentlich "klassischer" gespielt wird. Die DVD wird anschließend durch die genial gespielten Zugaben der Solostücke von Chopin, Brahms und Schubert abgerundet. Der interessierte Zuschauer findet hier also eine DVD vor, die edlen klassischen Musikgenuss bereitet.
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