32 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Heldendichtung goes Computeranimation
Aus dem uralten (irgendwann zw. 650 und 850 n. Chr. geschriebenen) und ziemlich zähen Heldengedicht "Beowulf" hat Regisseur Robert Zemeckis (Forrest Gump) einen rasanten Fantasyfilm gemacht, der mit spektakulärer 3D Animation und Motion Capture die Saga um den ruhmreichen gautischen Krieger per Mausklick in die Neuzeit geschleudert hat.
42 von 58 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich:
Beowulf-Nix halbes nix ganzes,nicht Fisch nicht Fleisch
Wie einige zuvor bereits erwähnten hinterlässt "Die Legende von Beowulf" auch bei mir einen gemischten Eindruck. Die Story hätte besser rübergebracht werden können und vereinzelt gibt es unecht wirkende Animationen. Dem gegenüber stehen ansonsten tolle Animationen, unheimliche und damit spannende Atmosphäre (zumindest die ersten 20 Minuten), eine tolle Filmmusik und ein...
Aus dem uralten (irgendwann zw. 650 und 850 n. Chr. geschriebenen) und ziemlich zähen Heldengedicht "Beowulf" hat Regisseur Robert Zemeckis (Forrest Gump) einen rasanten Fantasyfilm gemacht, der mit spektakulärer 3D Animation und Motion Capture die Saga um den ruhmreichen gautischen Krieger per Mausklick in die Neuzeit geschleudert hat.
Worum geht's?
König Hrothgars (Anthony Hopkins) Land wird vom Monster Grendel terrorisiert. Als der Held Beouwulf (Ray Winstone) erscheint, verspricht Hrothgar ihm großen Reichtum, sofern er Grendel besiegt. Nackt und waffenlos stellt sich Beowulf dem Ungetüm und besiegt es. Grendels sexy Frau Mama (Angelina Jolie) gerät angesichts ihres toten Sohnes in Rage und schlachtet dafür Beowulfs Männern ab.
Der leicht ins Peinliche abdriftende Showdown von Beowulf und Frau Grendel-Jolie in körpereigenen High-Heels verläuft dann aber ganz anders als erwartet und enthüllt dem Zuschauer gleichzeitig ein verblüffendes Geheimnis, das so in der Originalsage zwar nicht enthalten ist, aber der Geschichte dramaturgisch eine interessante Wendung gibt. Mehr wird nicht verraten, außer natürlich, dass das Ergebnis von Beowulfs Meeting mit der Grendel-Mutter Jahre später zu einem furiosen finalen Kampf führt, dessen sensationelle Szenen ohne Animationstechnik gar nicht machbar gewesen wären.
Oberes Mittelmaß (3,5 Sterne):
Die Story weicht teilweise drastisch von der Originalsaga ab. Nach meinem Geschmack ist sie aber dennoch eine gelungene und spannende Aufarbeitung des alten Stoffes, an der ich inhaltlich nichts auszusetzen habe. Wer eine authentische Verfilmung sehen möchte, ist hier aber definitiv im falschen Film.
Die visuellen Effekte haben mich schlicht überwältigt. (Kleines Geständnis am Rande: Ich habe den Film gekauft ohne zu bemerken, dass es ein Animationsfilm ist und habe es die ersten 5 Filmminuten wirklich nicht gemerkt, mich allerdings - etwas dämlich - gewundert, warum die Grobmotorik der Schauspieler so hölzern wirkt ;-)). Doch, die Animationskunst kann ich nur in den höchsten Tönen loben, besonders was die sehr authentischen Kulissen und die berauschend schönen Landschaften angeht. Der Drache und sein Entscheidungskampf mit Beowulf ist wirklich ein Feuerwerk der Effekte. Auch die Animation der Menschen ist unstrittig eine großartige Leistung der Technik, wie sie vor zehn Jahren noch undenkbar gewesen wäre, aber die animierten Herrschaften sind dennoch weit davon entfernt perfekt zu sein oder gar echte Schauspieler ersetzen zu können. Manchmal erscheint die Motorik, wie erwähnt, etwas plump und die Lippenbewegungen wirken karpfenartig und asynchron, was angesichts der zumeist dümmlichen Dialogen aber kaum noch störend ins Gewicht fällt.
Und da komme ich auch schon zu dem Punkt, warum ich am Ende - trotz grimmiger Kämpfe, prickelnder Spannung und wundervoller Animation, doch nicht richtig zufrieden war, selbst erstklassig animierte Personen ersetzen eben leider nicht einmal zweitklassige Darsteller aus Fleisch und Blut.
Wo sind hier die Leidenschaft und die Beseeltheit oder die Charaktertiefe eines lebenden Darstellers? Wenn zum Beispiel die verzagte Königin Wealthow (Robin Penn Wright) ihrem Gemahl ins Gewissen redet oder wenn der von Schuld geplagte Hrothgar besoffen monologisiert, dann klingen die Mono- und Dialoge völlig gefühllos, so als würden dämliche Mikey Mouse Sprechblasen platzen. Hier versagt nicht nur das Drehbuch sondern auch die Animation kläglich.
Gerade beim animierten Malkovich und Hopkins trifft das besonders bitter. Wer weiß, wie diese beiden Großen in Echt wirken, dem blutet das Herz. Ihr Können verpufft in der Animation komplett und die Akteure bleiben letztlich nichts als digitale, dürftig bekleidete Trickfiguren.
Kurz und bündig:
Ein atemberaubend animierter, visuell opulenter und bluttriefender 70 Millionen Dollar-Fantasy-Action-Splatter-Film, welcher der angegrauten und trögen Sage neuen Schwung und eine andere Richtung verleiht, aber gute Charakterdarsteller (und echte Nacktszenen) sind eben durch nichts zu ersetzen - schon gar nicht durch ihre animierten Motion-Captures.
Altersfreigabe:
Die Altersfreigabe von 12 Jahren ist für mich ein fatales Versagen der FSK!
Und zwar nicht wegen der Nacktszenen, bei denen man die "entscheidenden" Teile sowieso nicht zu sehen kriegt, weil zuuuufällig und völlig unmotiviert Möbelstücke oder Bretter oder Rauchwolken auftauchen, (und ich weiß außerdem nicht was schlimmer ist, eine Angelina Jolie ohne Brustwarzen oder ein Ray Winstone ohne... na, Sie wissen schon!) sondern weil in diesem Film derartig viel animiertes Blut sprudelt, abgehackte Gliedmaßen und innere Organe munter durch die Gegend schwirren, dass sogar ein unverwüstlichster Magen gefährdet sein dürfte. Für Kinder grenzen solche Szenarien, gelinde gesagt, an Körperverletzung.
Offenbar haben die zuständigen Leute bei der FSK nicht begriffen, dass auch animierte Splatterei immer noch Splatterei ist, besonders wenn sie so echt wirkt.
Beide Daumen runter für die FSK!
DVD (Director's Cut):
Laugzeit ca. 110 Minuten
Bildformat: 16:9 (2.40:1) anamorph, Ton: Deutsch und Englisch Dolby Digital 5.1 Untertitel: Deutsch, Englisch; Untertitel für Hörgeschädigte Deutsch,
Ausstattung: Making Of,
Dokumentationen: Die Legende von Beowulf: Eine lange Reise, Der Ursprung von "Die Legende von Beowulf", Beast of Burden: Beowulfs Monster, Die Entstehung von "Die Legende von Beowulf", Auf der Suche nach dem perfekten Beowulf,
Directors Cut mit überwältigendem, nie zuvor gesehenem Bildmaterial
US Trailer,
Tatoo Aufkleber
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Bei Wikipedia steht, das die Legende von Beowulf vermutlich 700 n.Ch. entstanden ist. Unter anderem lies sich sogar J.R.R. Tolkin durch diese Legende für seine Herr der Ringe Romane inspirieren.
Zum Film:
Der Film behandelt die zweiteilige Legende. Teil 1 handelt über den Kampf mit Grendel und dessen Mutter, Teil 2 die Zeit, als Beowulf König der Dänen war und gegen den Drachen kämpfte. Also wer hier über die Story des Filmes meckert, sollte sich zuerst mit der Legende beschäftigen. Sicher ist, das die Legende nicht 1:1 verfilmt wurde aber es wurde einiges übernommen.
Die Legende von Beowulf ist ein Computeranimierter Film. Man wollte wohl die Kosten für die sehr schönen Schauplätze sparen, die man sonst hätte nachbauen müssen. Einige Sachen hätten besser aussehen können (die Wellen am Strand, Flüssigkeiten, ...) aber im Großen und Ganzen sind die Bilder sehr detailreich, ein echter Augenschmaus!
Die Musik passt wunderbar zum Film und die restlichen Soundeffekte... Naja, manche hat man einfach weg gelassen (vergessen?). Die, die noch übrig sind sind sehr gut geworden.
Ein drittes Manko ist, das die Szenen, die auf Altenglisch gesprochen sind NICHT untertitelt sind! Jedoch wird am Anfang "Denmark a.D. 507" auf deutsch untertitelt. Man muss den normalen Untertitel dazu schalten, wenn man wissen möchte, was Grendel sagt (Er spricht nur Altenglisch) oder was im Loblied Beowulfs gesungen wird.
Es gibt auch keine deutsche Tonspur in Dolby True HD, diese ist nur auf Englisch verfügbar. Die restlichen Tonspuren sind in 5.1 Dolby Digital.
Ein weiterer Pluspunkt ist, das das Zusatzmaterial auch in 1080i ist und es nicht nur aus ein paar Trailer, sondern aus mehreren Making Of's, einer Fotogalerie und nicht verwendeten Szenen (nicht gerendert) besteht.
Trotz seiner manchmal doch sehr gewalttätigen Szenen ist Beowulf ab 12 Jahren freigegeben. Meines Erachtens nach, wäre Beowulf besser ab 16 Jahren geeignet!
Unterhaltungstechnisch ist der Film echt gelungen. Er wird nicht künstlich in die Länge gezogen. Wer jedoch auf realismus hofft, ist fehl am Platz. Dies ist zwar die verfilmung einer realen Legende aber welche Legende ist vom Inhalt her schon zu 100% real? ;o)
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Vom Polarexpress kennt man bereits die Anwendung des Motion-Capture-Verfahrens. Nur war "Der Polarexpress" für Kinderaugen gemacht und so wirkt natürlich die ganze Darstellung der Protagonisten eher comichaft, aber trotzdem man sieht gerne über die hier und da fehlenden "Animationen" der Figuren hinweg. Dies abzustellen gelingt auch bei "Beowulf" nur bedingt. So wirken die Charaktere teilweise hölzern und entfernt von ihren "realen" Vorbildern. Wie mein Vorredner schon schrieb, ist der Film "nicht Fisch und auch nicht Fleisch" - mir hat er aber trotzdem gefallen. Auch wenn die Umsetzung der Handlung mit realen Schauspielern und echten Drehorten interessanter gewesen wäre, so ist dies doch eine willkommene Abwechslung von den "üblichen" Filmen des Genres. Die Handlung ist durchaus interessant erzählt, ein Spannungsbogen ist vorhanden und die Action kommt auch nicht zu kurz. Er ist allerdings eher nicht für Kinderaugen bestimmt.
Deswegen 4 Sterne von mir für einen guten Action-Streifen für Zwischendurch, an langweiligen Tagen oder wenn man das ewige gucken von Herr der Ringe & Co. leid ist ;o)
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Wie einige zuvor bereits erwähnten hinterlässt "Die Legende von Beowulf" auch bei mir einen gemischten Eindruck. Die Story hätte besser rübergebracht werden können und vereinzelt gibt es unecht wirkende Animationen. Dem gegenüber stehen ansonsten tolle Animationen, unheimliche und damit spannende Atmosphäre (zumindest die ersten 20 Minuten), eine tolle Filmmusik und ein seltsam mulmiges Gefühl. Vielleicht ging es nur mir so ,aber der Film ließ mir das ein oder andere Mal einen Schauer über den Rücken laufen, die Schreie Grendels und auch ansonsten diese dunkle Atmosphäre, sowie der hohe Gewaltgrad. Leider schafft der Film nicht immer diese spannende Atmosphäre über den ganzen Film zu halten, schade. Irgendwie will mir der Film auch ansonsten nicht richtig gefallen ,daran ist auch das ,meiner Meinung nach, schlechte Ende daran Schuld. Trotz allem kann ich den Film , wenn auch nur bedingt empfehlen. Der Film ist halt mehr so ein "Gehirn aus und los!"-Film.
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"Beowulf" ist ein Heldenlied, dessen Ursprünge irgendwo im frühen Mittelalter liegen. Es erzählt die Geschichte des Gotenkriegers Beowulf, der übers Meer nach Dänemark fährt, um König Hrothgars Heldenhalle vom Monster Grendel zu befreien.
Regisseur Robert Zemeckis hat zwei Könner der Schreibzunft ins Boot geholt, um den etwas sperrigen Bardentext in ein modernes Drehbuch zu verwandeln: der eine ist Roger Avary ("Silent Hill"), der andere niemand Geringerer als Neil Gaiman!
Und auch das Schauspieler-Aufgebot lässt sich sehen: Sir Anthony Hopkins (König Hrothgar), Robin Wright Penn (seine Frau Wealthow), Brendan Gleeson (Beowulfs treuer Mitstreiter Wiglaf), John Malkovich (als Christenpriester) sowie Angeliona Jolie (Grendels goldhäutige Dämonenmutter). Die Hauptrolle hat der hierzulande weniger bekannte Ray Winstone übernommen.
Wobei das "Schauspiel" unter Anführungszeichen zu sehen ist, "Beowulf" wurde nämlich im Motion-Capturing-Verfahren gedreht, bei dem die Stars Trickfiguren ihre Bewegungen leihen. Was Zemeckis in "Polar Express" begonnen hatte, perfektionierte er hier.
Im großen und ganzen halten sich Regie und Drehbuch an den alten Legendenstoff. Was allerdings Grendels Mutter angeht, da liefert der Film ganz neue Antworten. Jolie als umtriebige Dämonin sorgt kraft ihrer erotischen Verführungskünste dafür, dass Könige zu Zeugern von Monstren werden, zuerst Hrothgar, dann Beowulf selbst. Krude!
Das Original von "Beowulf" ist in Altenglisch verfasst. Tatsächlich finden im Film die Dialoge zwischen Grendel und seiner Mutter in dieser alten Sprache statt - ein kreativer Einfall! Übrigens: J.R.R. Tolkien befasste sich als Uniprofessor in Leeds und Oxford intensiv mit "Beowulf".
Eine Schwachstelle hat "Beowulf": Während der goldene Drache am Filmende sehr gut gelungen ist, scheinen den Monsterdesignern bei Grendel die Ideen ausgegangen zu sein: er ist technisch billig gemacht und wirkt lachhaft - wie ein Troll mit Psychoknacks ...
Alles in allem ist Zemeckis "Beowulf" aber die bisher mit Abstand beste Verfilmung der rauen Wikinger-Saga um Beowulf.
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Zemeckis` version von Beowulf ist meiner meinung nach die beste umsetzung des themas, in jeder hinsicht; tricktechnisch gesehen, ausstattung, darsteller (wenn man sie alle erkennt), score, musik, action alles da. Nur für die Kids ist er meiner meinung nach `ne spur zu düster ausgefallen aber die sind ja heutzutage auch viel früh-reifer als wir damals, uns konnte ja damals schon die zeichentrick-version von "der herr der ringe" zum gruseln bringen. Aber vor allem hat Angelina Jolie den besten part der geschichte und darf sogar mal wieder irre sexy sein..
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Solides Heldenepos mit wuchtiger Mucke - macht Laune! Die Computeranimationen sind gewöhnungsbedürftig und ob darin die Zukunft des Medium Films liegt darf bezweifelt werden. Letztendlich ersetzt nichts einen echten Schauspieler. Aber wenn man sich erst mal dran gewöhnt hat - ich brauchte eine gute Viertelstunde um reinzukommen - ist Beowulf durchaus überzeugend. Die Story ist simpel, aber emotional, das Monster Grendel ist eine tragische Figur, genau wie der Held Beowulf, dem die Gier nach "mehr" letztendlich ein Bein stellt.
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Beowulf ist ein sehr guter Animationsfilm, der in seiner Darstellung äußerst realistisch wirkt und somit von der ersten Minute an fesselt. Bild- und Tonqualität sind sehr gut. Unverständlich ist für mich nur die FSK-Freigabe.
Bei der expliziten Gewaltdarstellung wäre mind. FSK-16 angebracht!
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Durch viele negative oder auch durchschnittliche Rezensionen war ich darauf vorbereitet auch einen wirklich durchschnittlichen Film zu sehen. Dennoch oder gerade deshalb war ich dann doch positiv überrascht wie sehr er mir gefallen hat.
Ich liebe Fantasy gerade auch aus dem abendländischen Raum und stehe als begeisterter Computerspieler auch dem Medium CGI (Computer-Generated-Imagery oder computer generierte Filmtechnik) positiv gegenüber. Daher passt "Beowulf" genau in das Schema Unterhaltung das ich so sehr mag.
Jedoch bin ich auch der Meinung das der Film auf gar keinen Fall ab 12 Jahre hätte freigegeben werden dürfen, da einige Szenen doch zu brutal dargestellt werden. Eine "ab 16 Jahre Freigabe" wäre pädagogisch sinnvoller gewesen.
Auch wenn man in jeder Sekunde merkt das es sich nicht um reale Filmaufnahmen handelt, so zeigt Robert Zemeckis "Beowulf" für mich einmal mehr eine neue Art der filmischen Unterhaltung von der es in Zukunft gerne mehr geben darf.
Ich bin begeistert....
so long
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Die Legende von Beowulf" ist der bisher beste Animationsfilm, der real wirkende Menschen und ihre Mimik darstellt. Durch Motion - Capture ist das möglich. Der Film übertrifft in Sachen Atmosphäre und auch storytechnisch den Film Final Fantasy".
Robert Zemeckis (Zurück in die Zukunft") präsentierte 2004 mit Der Polarexpress" eine völlig neue Art des Animationsfilms. Mit Beowulf" spricht er endlich auch mal ein älteres Publikum an und zeigt eine revolutioniertere Version der Motion - Capture Animation.
Das Drehbuch vom Autorengespann Neil Gaiman (Buch: Der Sternwanderer") und Roger Avary, dass seit 1997, also stolze zehn Jahre, auf eine würdige Verfilmung gewartet hat, spiegelt die Sage von Beowulf & Grendel" in einer spannenden und einfallsreichen Story wieder, die es sich auch nicht nehmen lässt, dem Zuschauer etwas Pathos um die Ohren zu hauen.
In Sachen Brutalität setzt der Film im Animationsgenre auch neue Maßstäbe. Trotz einer
FSK 12 Freigabe fließt massenhaft Blut, Menschen werden auseinandergerissen und es ist auch das Abtrennen von mehreren Körperteilen ist auch keine Seltenheit.
Die Geschichte wird ohne Längen in 114 Minuten gut erzählt.
Hauptdarsteller Ray Winstone (King Arthur") schenkte seiner Figur Beowulf das nötige Charisma. Überzeugen kann auch Brendan Gleeson (Harry Potter und der Orden des Phönix") als Wiglaf, Beowulfs Begleiter und rechte Hand.
Anthony Hopkins (Hannibal Lecter" Trilogie), John Malkovich (Eragon - Das Vermächtnis der Drachenreiter") und Robin Wright Penn machten einen guten Job. Angelina Jolie (Mr. & Mrs. Smith") als Grendels Mutter und Crispin Glover (Zurück in die Zukunft" 3 Engel für Charlie") als das Ungeheuer Grendel spielen den Gegenpart. (Aber wer kam auf diese absurde Idee, Jolies Figur Stöckelschuhe zu verpassen?)
Robert Zemeckis wartet mit dynamischen und schnellen Kamerafahrten auf, die in der Realität zum Teil überhaupt nicht funktionieren könnten. Auch die Umgebung, die Welt, kann durch ein realitätsnahes Design überzeugen.
Die Musik von Alan Silvestri präsentiert sich als großartiger Genuss für die Ohren und lässt das Herz der Fantasyfreunde höher schlagen. Besonders im Finale erreicht der Score einen mehr als genialen Höhepunkt. Silvestri, der schon im Film Die Mumie kehrt zurück" hervorragende Arbeit leistete, zeigt sich in Beowulf" in seinem Element. Herausragender Soundtrack. Unbedingt empfehlenswert.
Fazit: Ein genialer Fantasy - Action - Epos mit herausragender Animation und großartiger Musik.
Jedoch verhindert der Pathos, das Design von Grendels Mutter und eine unfreiwillig komische Szene das Referenzniveau.
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