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4.0 von 5 Sternen Schnapper
Seien wir ehrlich. Diese Box, die die großen Bachschen Chorwerke in ansprechender Aufmachung präsentiert, ist kurz gesagt ein Schnapper, sowohl für Einsteiger, als auch für Fortgeschrittene. Grund dafür ist natürlich der geradezu läppische Preis. Kauft man alle Aufnahmen separat, so ist man mit dem doppelten Kurs dabei. Doch...
Veröffentlicht am 18. April 2010 von Wolfgang-Armin Rittmeier

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Achtung, in der MP3-Version fehlt CD 10
Es handelt sich um die soliden, schönen, innigen Einspielungen aus Leipzig und Dresden. Aber vorsicht, wer wie ich in Vertrauen auf Übereinstimmung von CD- und MP3-Version die MP3-Download-Version kauft, dem fehlt dann die 10. CD, also ein Drittel des Weihnachtsoratoriums.
Veröffentlicht am 13. März 2012 von A. Klimt


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Schnapper, 18. April 2010
Rezension bezieht sich auf: Die Grossen Geistlichen Werke (Audio CD)
Seien wir ehrlich. Diese Box, die die großen Bachschen Chorwerke in ansprechender Aufmachung präsentiert, ist kurz gesagt ein Schnapper, sowohl für Einsteiger, als auch für Fortgeschrittene. Grund dafür ist natürlich der geradezu läppische Preis. Kauft man alle Aufnahmen separat, so ist man mit dem doppelten Kurs dabei. Doch darüber hinaus erhält man mit dieser Box einen schönen Überblick darüber, wie in Deutschland Bach musiziert wurde und wird. So enthält sie die klassische Aufnahme des "Weihnachtsoratoriums" unter der Leitung von Kurt Thomas aus dem Jahre 1958, die nicht minder klassische "Matthäus-Passion" unter der Leitung der Brüder Mauersberger aus dem Jahre 1970, die "h-moll-Messe" unter der Leitung von Peter Schreier aus den Jahren 1981/82 und die "Johannes-Passion" unter der Leitung von Ludwig Güttler aus dem Jahre 1998. Bach aus vier Dekaden also. Da ist es kein Wunder, dass hier ganz unterschiedlich musiziert wird.

In Kurt Thomas' Darstellung des "Weihnachtsoratoriums" mit Agnes Giebel, Marga Höffgen, Josef Traxel, dem jungen Fischer-Dieskau, dem Thomanerchor und dem Gewandhausorchester Leipzig ist bester festlich-glänzender Bach zu hören, in den Tempi nicht zu schnell, aber auch nicht statisch, sondern stets freudig bewegt. Das Solistenquartett liefert ausnahmslos schöne Darstellungen, Josef Traxel gibt einen Evangelisten, dessen durchdrungener Erzählung der Weihnachtsgeschichte man gerne zuhört. Die Thomaner singen ganz herrlich. Insgsamt steht - wie für die Bach-Interpretatation der 50er Jahre üblich - das Erleben, der Text, das Gefühl, das Herüberbringen der Botschaft im Zentrum des Interesses.

Ähnliches gilt für die Matthäus-Passion unter der Leitung von Rudolf und Erhard Mauersberger, der berühmten Koproduktion der Leipziger Thomaner und der Dresdner Kruzianer. Mitfühlen der Passion, das ist es, auf was die beiden Kantoren hinauswollen, ganz so, wie es auch Karl Richter gemacht hat. Doch ist Richters Interpretation dieses Werkes überzeugender. Denn bei aller Schönheit vieler Passagen dieser Aufnahme, so gibt es doch auch einiges, an dem sich der Hörer reiben kann. Sicher ist Peter Schreiers Evangelist - wie immer - kaum zu übertreffen, aber Theo Adam ist ein doch etwas hölzerner Jesus, Bassist Günter Leib ist mir stimmlich viel zu hart, Annelies Burmeisters Darstellung der Alt-Arien finde ich etwas blass, die beiden Kanbenchöre oft, jedoch nicht immer überzeugend, denn beispielsweise in den Turba-Chören fehlt da einfach etwas die Stimmkraft.

Recht gut gelungen ist die "h-moll-Messe" unter Leitung von Peter Schreier. Schreier lässt straff musizieren, es gibt keine falsche Weihe, das Werk schreitet zügig voran und der Dirigent zeigt sicher die stilistische Vielfalt auf, die Bach in seiner Missa auffährt, um sein "opus summum" auch sichtbar als solches zu gestalten. Dabei stehen Schreier nicht nur das exzellent muszierende Neue Bachische Collegium Musicum Leipzig und der ebenso exquisite Rundfunkchor Leizig an der Seite, sondern auch ein durchweg gutes Solistenensemble (Popp, Watkinson, Büchner, Lorenz, Adam). Nur selten wirkt die Gesamtanlage im Gegensatz zu Schreiers zweiter Einspielung unausgewogen bzw. unausgegoren (so im übertrieben stark akzentuiert gesungenen "Gratias" / "Dona nobis"). Eine schöne Aufnahme.

Bachs Johannes-Passion BWV 245 unter der Leitung von Ludwig Güttler aus dem Jahre 1988 ist wahrlich ein gutes Zeugnis der sächsischen Bach-Tradition. Güttler, der vielen "nur" als Virtuose an der Trompete bekannt ist, lässt eine straffe Passion musizieren, ganz dem insgesamt dramatischen Gestus des Werkes angemessen. Schon die ersten Töne des großen Eingangschores "Herr, unser Herrscher" verdeutlichen dies. Zackige Führung des Basses, klares Bekenntnis zu Rhythmik und prägnanter orchestraler Artikulation. Dem steht die Darstellung der Chorpartie in nichts nach. Die exzellenten Hallenser Madrigalisten, klangschön, textverständlich, ausdrucksstark, ziehen bei dem straffen und doch leichten Musizieren Güttlers mit. Dabei wirkt die Darstellung mitnichten gehetzt, die Choräle sind auch hier Ruhepunkte, allerdings eben Punkte der Ruhe, nicht einer falschen Weihe. Sehr angenehm ist Güttlers textnahe Verwendung von Fermaten, die den Fluss des logischen und grammatischen Textsinnes nicht durch Aushalten mitten im Satz unterbrechen (wie bisweilen bei Herreweghe), sondern nur dort, wo es eben der Sinn hergibt. Die aufgeregten "turbae" (die Volkschöre) gelingen mit angemessener Dramatik und fügen sich somit in das gute Bild. Gleiches gilt für die sehr gut aufgestellten Solisten, Christoph genz, Christiane Oelze, Annette Markert, Egbert Junghanns und Andreas Scheibner, die allesamt einen sehr ordentlichen Eindruck hinterlassen und die vielen Facetten des Texts stilistisch sicher und plastisch umsetzen. Zum Schluss bleibt nur, auch das Orchester, Güttlers Virtuosi Saxoniae, zu loben. Was für ein schönes und differenziertes Musizieren auch hier. Eine insgesamt sehr erfreuliche Einspielung.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Achtung, in der MP3-Version fehlt CD 10, 13. März 2012
Es handelt sich um die soliden, schönen, innigen Einspielungen aus Leipzig und Dresden. Aber vorsicht, wer wie ich in Vertrauen auf Übereinstimmung von CD- und MP3-Version die MP3-Download-Version kauft, dem fehlt dann die 10. CD, also ein Drittel des Weihnachtsoratoriums.
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Die Grossen Geistlichen Werke
Die Grossen Geistlichen Werke von Peter Schreier (Audio CD - 2008)
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