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am 25. April 2009
Die Verfilmung des Stückes "Besuch der alten Dame" von Friedrich Dürrenmatt für das Deutsche Fernsehen aus dem Jahre 1956 ist für mich bisher die gelungenste. Elisabeth Flickenschildt als Claire Zachanassian ist unübertroffen. Sie verkörpert alle Fassetten des Charakters dieser bewusst überzeichneten Kunstperson mit Brillianz. Auch Hans Mahnke als Alfred Ill ist herausragend. Es bedarf schon eines großen schauspielerischen Talents, um diese Rolle auszufüllen. Ein feines Gespür für die Schwäche des angepassten Menschen Ill, der später doch noch einen letzten Rest eigener Würde verspürt, verkörpert Hans Mahnke minutiös. Der Zuschauer ist gebannt bis zum Schluss. Dass der Film schwarz-weiß ist, stört nicht.
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am 17. Februar 2015
...und mit dieser bitter desillusionierenden Aussage, und dem Blick in die eingemeißelt harten Gesichtszüge der alten Dame Claire Zachanassian läßt Friedrich Dürrenmatt uns Zuschauer zurückschaudern in einem der perfidesten Theaterstücke des großen Dramatikers.
Dürrenmatts Blick in die Abgründe der menschlichen Seele, in die mühsam kaschierte Gefühlslandschaft von furchtbaren Rachegelüsten, von weit verzweigter Schuld, von Heuchelei und Gier ist sezierend, packend und in dieser Theaterverfilmung von 1959 in atemberaubender Form auf die Bühne gebracht.
Zu Anfang sehen wir vier gelangweilt am Bahnsteig hockende Gestalten. Sinnlos scheint das Leben, trostlos jede Zukunftsperspektive.
Es ist der Bahnhof des kleinen verwahrlosten Städtchens Güllen (nicht umsonst als Synonym für Gülle, Abschaum, Unrat genutzt).
Die Stadt ist pleite, die Männer die hier sitzen, später gesellt sich noch der Bürgermeister, der Arzt des Städtchens, und der Kolonialwarenhändler hinzu, haben allesamt keine Hoffnungen mehr.
Das Wirtschaftswunder ist schon lange an ihnen vorbeigegangen, versinnbildlicht durch die Fernzüge, die wie zum Hohn an dem vergammelten Bahnhof von Güllen vorbeirasen, während nur noch ein wackeliger Bummelzug überhaupt einmal an der vereinsamten Haltestelle anhält.
Güllen- ein Ort der Ohnmacht, aber auch des seelenzerfressenden Neides, der tief empfundenen Frustration und der eigenen Schwachheit.
Schwachheit, Ohnmacht, Armut, Perspektivlosigkeit, das hat gerade in der deutschen Geschichte schon zu den monströsesten Auswüchsen geführt, und so ist Dürrenmatt's weitreichend interpretierbares Drama eine fast schon archtetypisch anmutende Parabel auf die Ambivalenz in menschlichen Gefühlen, die, und das ist finster und mitleidlos gezeichnet, sehr schnell unter bestimmten Konstellationen jegliche ethisch, moralische Schranke durchbrechen können.
Für das Städtchen Güllen wird plötzlich ein Traum wahr. Ein strahlend, aufflackernde Hoffnung, die aller Leben auf diesem weltvergessenen Gottesacker wieder in helle Bahnen führen könnte.
Wie aus dem Nichts hat eine überirdisch reiche ältere Investorin sich zum Besuch angekündigt.
Eine geheimnisvolle Dame, deren finanzielle Möglichkeiten schier unermesslich scheinen.
Tatsächlich verlebte sie ihre Kindheit und Jugend einst vor fünfzig Jahren in Güllen , und erinnert sich nun in großer gönnerhafter, scheinbarer Warmherzigkeit an ihr Heimatstädtchen zurück.
Ein Besuch steht an, eilends wird der Kinderchor reaktiviert, die besten Maßanzüge herausgeholt.
Dieser Besuch kann dem Städtchen unglaublichen Reichtum durch eine Schenkung bringen.
Doch wer zum ersten Mal die eisige Physiognomie der unfassbar gut spielenden Elisabeth Flickenschildt als Gönnerin Claire Zachanassian sieht, der weiß hinter diesem erbarmungslos kalten Blick lauern Verletzungen und tiefer Selbst- und Fremdhaß, der gerade hinter der Maske der absoluten Gleichmütigkeit vor den verborgenen Schrecken eines tragischen Lebens erschauern läßt.
Keine Leistung ohne Gegenleistung, und so gefriert den ständig um den reichen Gast herumscharwenzelten Stadtobersten bald das kriecherische Lächeln auf den Lippen.
Denn die Gegenleistung ist ein perfider Mord.
Für eine Milliarde Mark soll die Stadt grausames Werkzeug einer persönlichen Rache werden.
Der frühere Geliebte der alten Dame, und Vater ihres bald nach der Geburt im Armenhaus verstorbenen Kindes soll büßen für ein zerstörtes Leben, das Claire Zachanassian erst zu dem emotional ausgehöhlten, aber finanziell begüterten Lebewesen machte.
Der Mann, der damals die Vaterschaft nicht anerkannte, der log und Ärzte bestach, und das Dorf, das die minderjährige Claire hochschwanger aus ihrer Gemeinschaft fortjagte, soll auf eine so teuflische Weise im ersten Fall mit dem Leben, im zweiten Fall mit moralisch ewiger Schuld bestraft werden, daß dieses Theaterstück wahrhaft die Grundfesten jeglicher ethischer Gewissensentscheidungen auf den Prüfstand stellt.
Werden die Güllener Bürger, die sich erst lauthals gegen dieses unmoralische Angebot , quasi eine Hinrichtung für Reichtum verwehren, im Laufe des Stückes doch der Geldgier, der persönlichen Invorteilnahme erliegen oder nicht ? Wird wenigstens einer aufstehen, die Initiative ergreifen und sich vor seinem eigenen Gewissen verantworten ?
Dürrenmatts Stück, voller fesselnder Thrillerqualitäten und präzise messerscharfer Gesellschaftsanalyse wurde hier unvergesslich als Theaterstück auf Zelluloid gebannt.
Mehr derart erschütternde Theaterverfilmungen wünschte man sich heutzutage. Wie hypnothisiert klebt der Zuschauer an jedem Gesichtsausdruck der Protagonisten, lauscht gebannt den pointierten Dialogen, ist aufgewühlt von der entlarvend, bösartigen Grundidee.
Die Schlinge um den Mann, der früher Täter, jetzt mehr und mehr verfolgtes Opfer wird, zieht sich gnadenlos langsam, immer unerbittlicher zu.
Die Güllener scheine sich zunehemend auf die Seite des schnöden Mammons zu schlagen.
Verhuschte Blicke, leises Flüstern hinter dem Rücken. Hat der doch einst hoch geschätzte Mitbürger nicht doch den Tod verdient ?
Selbstjustiz verbrämt als heldenhafte Wiedergutmachung, und dahinter in Wirklichkeit der niedere Trieb nach Gut und Geld ?
Wie kreiert man einen Sündenbock, der zudem mit seinem Tod, die ganze Stadt erlösen könnte?
Wie schnell verwischen sich die Regungen eigener Gewissensqualen , im Hinblick auf das Allgemeinwohl ?
Wie schnell verschieben sich als Grundfesten der Gerechtigkeit empfundene Normen und Regeln, von gelebter Humanität gar nicht zu reden?
Das Spinnennetz der Claire Zachanassian stürzt alle in ein archaisches Dilemma , das kein Schlupfloch läßt.
Wie eine mythische Königin, umgeben von absonderlich grotesken Dienerscharen thront Claire über dem Geschehen in ihrem Liegestuhl auf dem Balkon des Hotels.
Sie blickt quasi auf das wimmelnde, in seiner Ruchlosigkeit durchschaute und instrumentalisierte Menschengeschlecht hinunter.
Sie braucht nur zu warten. Warten auf die Schwachheit und Korrumpierbarkeit des Homo Sapiens.
Menschenrechte, Menschenwürde, nur eine brüchige Eisfläche auf der wir alle unsere alltäglichen Runden drehen.
Ein Riß in der Oberfläche, und bald zerspringt der vermeintlich sichere Boden und die schwarzen Fluten lassen uns ertrinken.
Auch wenn die Stadt materiell saniert werden würde, versinkt sie doch in ewiger moralischer Verdammnis.
Ganz anders sieht es mit dem zum Tode auserkorenen Delinquenten aus, der im Lauf des Stückes eine fast märtyrerhaft religiös angehauchte Wendung erfährt.
Von Anfang bis Ende ist dieses Meisterwerk ein unvergleichlich sinnentiefer Genuß, stellt die Frage nach den eigenen Handlungsmotivationen (wie würde ich mich verhalten ?), stellt Fragen nach eigener verdrängter Schuld, nach der eigenen Festigkeit von hehren Prinzipien.
Wie viel ist ein Menschenleben wert? Beuge ich mich der Masse oder schwimme ich mit dem Strom ?
Gibt es kollektives Versagen oder nur individuelle Schuld ?
Grausam ist diese Theaterverfilmung, grausam in ihrer schleichenden Ungeheuerlichkeit, und in ihrer frappierend dunklen Sicht auf den (zivilisierten) Menschen, dazu durchzogen mit finsterem Humor und von Schauspielleistungen die ihresgleichen suchen.
Dichte Intensität, die zwei Stunden zu einem Erlebnis macht.
"Deine Liebe ist gestorben vor vielen Jahren, doch meine konnte nicht sterben, sie ist zu etwas Bösem geworden"
- und wenn aus dem starren zerfurchten Gesicht von Claire Zachanassian dann eine einzelne Träne rinnt, als letzte Regung eines für immer versteinerten, einst vertrauensvoll warmen Herzens voller Licht und Zuversicht, dann erleben wir hier grosse Kinomomente , die in ihrer Kraft verstummen lassen.
"Ich habe dich zu dem gemacht, was du bist. Und mich zu dem, was ich bin."
Die Frage nach freier Willensentscheidung und Selbstbestimmtheit stellt sich hier bei Dürrenmatt nicht.
Sein verhängnisvolles Lebensmobilée zeigt die unentwirrbare Verflechtung des Homo Sapiens in seine Widersprüche, in seine eigenen Ursache und Wirkung erzeugenden Handlungen, in seinen Beeinflussungen, Abhängigkeiten und hilflosen Versuche das Richtige zu tun.
"Der Besuch der alten Dame" - großes Theaterkino, das in seiner zeitlos aktuellen Brisanz, in seiner unbeschreiblichen Raffinesse , die immer wieder neue Aspekte erkennen läßt, sprachlos macht
1313 Kommentare| 3 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 8. April 2008
Ich habe diesen Film zuletzt in meiner Schulzeit gesehen. Es ist die gelungenste filmische Umsetzung des Stoffes, die ich kenne - auch wenn es letztendlich "nur" das abgefilmte Theaterstück ist und nicht wirklich den filmdramaturgischen Möglichkeiten gerecht wird. Warum trotzdem grandios? Elisabeth Flickenschlidt spielt nicht sie ist die "alte Dame".
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am 28. April 2008
Während meiner Schulzeit hatte ich das Glück, Elisabeth Flickenschildt im Theater in deser Rolle zu erleben. Ein unvergessliches Ereignis. Insofern bin ich froh, das dieser Fernsehfilm endlich auf DVD erschienen ist. Der Text wurde zwar für die Fernsehfassung bearbeitet, aber die Änderungen sind unerheblich. Diese DVD macht deutlich, was Schauspielkust tatsächlich bedeuten kann.
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am 27. Februar 2014
Die beste Verfilmung mit einer grandiosen Elisabeth Flickenschildt als Kläri Wäscher / Claire Zachanassian. Fast so gut wie das Werk selbst und als "Sahnehäubchen" nach dem Lesen des Originalwerks sehr gut.
Das Düstere des schwarz-weiß-Films unterstreicht die Hoffnungslosigkeit, in der sich die Güllener befinden.
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am 3. September 2014
Gemessen an der Bildqualität von neuen Inszenierungen sicherlich ein "alter Schinken". Mit der Besetzung durch Elisabeth Flickenschildt und auch der anderen Schauspieler aber Highlight! Bestens zu empfehlen!
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am 10. Februar 2014
Der Film ist zwar leicht überzogen aber bringt einen voll zum nachdenken. Irgendwie unheimlich, die Atmosphäre. Ganz toll, die Flickenschildt!
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am 11. Oktober 2013
Eine tolle Inszenierung des Stückes von Dürrenmatt. Große Schauspieler auf einer Theaterbühne vor minimalistischer Kulisse. Von der ersten bis zur letzten Minute sehenswert.
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am 1. September 2013
Über die grandios gespielte Handlung wurde hier schon genug geschrieben. Die Bild- und Tonqualität ist dem Alter entsprechend gut. Leider läuft zum ende des Films nur der Ton zu einem Schwarzbild, es wird kein Abspann eingeblendet. Deshalb einen Stern Abzug. Die Handlung ist von dem Bildausfall aber nicht betroffen.
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am 23. März 2013
Ganz großes Theater! Ganz großes Fernsehen! - Man wird traurig, dass es dergleichen heute weder im Theater noch gibt, geschweige denn im Fernsehen.
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