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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenzaufnahme Schönberg / Interessant "andere" Interpretation Sibelius
Ich möchte mich an dieser Stelle einmal an einer möglichst sachlichen Rezension anstelle der vielen "HILARYHILARYHILARY"-Rezensionen zum einen, der ebenso verfehlten abfälligen Pauschalurteile zum anderen versuchen...
Meiner Meinung nach ist es ein gewaltiger Verdienst Hilary Hahns, sich mit ihrer zweifellos brillanten Technik einem lange als...
Veröffentlicht am 27. Oktober 2009 von 444

versus
6 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Typisch? unmusikalisches Vibrato-Geknödel beim Sibelius
Hier hatte mich (nur) der Sibelius interessiert, ich muss aber klar abraten. Undifferenziert druckvolles Spiel und ein Vibrato, bei dem die Milch im Kühlschrank sauer wird, töten hier (bei Sibelius) zu vieles zu schnell ab.
Allerdings ist Sibelius in der Tat sehr schwierig zu treffen. Ich bin zugegebenermaßen nur mit jeder dritten oder vierten...
Veröffentlicht am 9. April 2008 von veni vidi audi


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12 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Referenzaufnahme Schönberg / Interessant "andere" Interpretation Sibelius, 27. Oktober 2009
Von 
444 "buekuhn" (Stuttgart, Baden-Württemberg) - Alle meine Rezensionen ansehen
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert Op. 47/Violinkonzert Op. 36 (Audio CD)
Ich möchte mich an dieser Stelle einmal an einer möglichst sachlichen Rezension anstelle der vielen "HILARYHILARYHILARY"-Rezensionen zum einen, der ebenso verfehlten abfälligen Pauschalurteile zum anderen versuchen...
Meiner Meinung nach ist es ein gewaltiger Verdienst Hilary Hahns, sich mit ihrer zweifellos brillanten Technik einem lange als "unspielbar" abgetanen Schlachtross wie dem Schönberg-Konzert zu widmen. Dass das Stück nicht nur durch aberwitzige Virtuosität beeindruckt, sondern als Musikstück per se zum Besten gehört, was ich aus der Literatur des 20.Jahrhunderts kenne, gründet sich zum Einen auf Hahns sehr differenzierte Ausdrucksweise und ihre wirkliche Begabung, den Klang ihres Instrumentes sehr schnell geradezu "umschalten" zu können. So gestaltet sie das Konzert sehr abwechslungsreich, mit virtuosem Draufgängertum, wenn es passt, aber auch mit ätherischen Klangwirkungen im filigranen piano-Bereich, wobei ihr leicht gläserner Ton hervorragend zur kühl instrumentierten Partitur Schönbergs passt.
Es liegt aber mindestens zu gleichen Teilen an der wirklich phänomomenalen Leistung und Spielkultur des Swedish RSO. Messerscharfe Akzente, wobei mich besonders die rhythmisch ungeheuer präzisen und fast schon computerhaft genauen Holzbläser im Finalsatz begeistert haben (Oboen!). Auch das Blech fügt sich sehr virtuos und alles andere als schwerfällig in die agogisch fantastisch abgestimmte Interpretation. (Posaunen ebenfalls im Finalsatz). So ergibt sich eine vor allem ästhetisch-klangliche Übereinstimmung zwischen Solist und Orchester, die wirklich beispielhaft ist, und insofern das Urteil einer wirklichen Referenzaufnahme absolut verdient. (Zumal die Konkurrenzaufnahmen wirklich recht dünn gesät sind, und teilweise wirklich schlampig eingespielt wurden). Mit dieser Interpratation erwacht Schönbergs Meisterwerk wirklich aus einer Art Dornröschenschlaf. Fünf Sterne dafür.
Was das Sibelius-Konzert betrifft, entscheidet sich Hahn eher für eine nischenartige Interpretation, dies finde ich begrüßenswert, da die Diskographie dieses Klassikers schließlich schon fast überstrapaziert worden ist, und neue Ansätze dem Werk guttun. Von einer Referenz kann hier hingegen bestimmt nicht die Rede sein, viele Interpretationen wirken homogener. Dies liegt an Hahns eher ruppiger und vielleicht manchmal etwas sehr "gläserner" Herangehensweise im Klang, die neue Aspekte in diesem Werk aufzeigt, aber manchmal etwas überzogen und gezwungen wirken. Im Finalsatz finde ich dies sehr reizvoll, zumal auch diesmal das Orchester hervorragend aufspielt, und sich mit rauer Artikulation und dichtem Bläserklang abermals perfekt an die Solistin anpasst. Im den ersten beiden Sätzen wirken andere Interpretationen einfach beseelter, echter. (Batiashvili). Für meinen Geschmack übertreibt es Hahn auch ein wenig mit dem Vibrato...
Dennoch ist es ein interessanter Ansatz mit vielen schönen Momenten!
Vor allem auf Grund des Schönberg-Konzerts ist der Repertoirewert dieser Aufnahme nicht hoch genug einzuschätzen, und fünf Sterne sind absolut gerechtfertigt, auch wenn es vielleicht noch bessere oder zumindest homogenere Aufnahmen des Sibelius-Konzerts gibt.
Hilary Hahn stellt abermals ihre hohe Musikalität und Eigenwilligkeit heraus, ganz zu schweigen von einer grandiosen Technik und ist immer für Überraschungen gut - das allein halte ich im glatt gebügelten Klassikbetrieb schon für einen großen Verdienst.
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24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Die Referenzaufnahme des Schönberg Violinkonzerts, 25. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert Op. 47/Violinkonzert Op. 36 (Audio CD)
Hilary Hahn ist die/der Geiger/in, die für mich seit ihrer Interpretation des Strawinsky Violinkonzerts die Wunschkandidatin für eine Einspielung des beeindruckenden Violinkonzerts von Arnold Schönberg war. Mit richtigen Partnern (Swedish Radio Symphony Orchestra und Esa-Pekka Salonen) ist ihre Aufnahme die Referenzaufnahme von Schönbergs Violinkonzert geworden. Präzis, technisch brillant, überzeugend musiziert, man spürt bei Schönberg, wie sehr sich Hilary Hahn mit diesem Werk identifiziert. Da war bis jetzt keine andere Aufnahme auch nur in der Nähe dieses Niveaus, weder bei den Solisten, noch beim Orchesterpart. Endlich also der Beweis, welche Bereicherung dieses Violinkonzert, wenn so musiziert, für das Repertoire ist. BRAVO !!!
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5.0 von 5 Sternen wunderbar, 10. August 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert Op. 47/Violinkonzert Op. 36 (Audio CD)
Eine sehr schöne Aufnahme, die Interpretation ist grandios und auch die Aufnahmequalität ist sehr gut. Es ist ein Genuss, diese Musik zu hören.
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12 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Beeindruckende Perfektion, 2. März 2008
Von 
vully "vully" (Neuhausen) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert Op. 47/Violinkonzert Op. 36 (Audio CD)
Hillary Hahn überrascht immer wieder mit ungewöhnlichen Programmzusammenstellungen. Hier kombiniert sie einen der absoluten Klassiker der Violinkonzertliteratur (das Sibelius-Konzert) mit einer selten gehörten Rarität - dem Schönberg-Konzert, das sich im Gegensatz zu dem Alban Bergs im Repertoire (noch) nicht durchgesetzt hat. Im Vergleich zu Bergs sehr poetischen, persönlichen Werk "zum Andenken eines Engels" wirkt das Schönberg-Konzert strenger, distanzierter, aber nichtsdestoweniger faszinierend.

Die Kombination mit dem archaisch-melancholischen, spätromantischen Sibelius-Konzert erweist sich als stimmig und abwechslungsreich - zumal die Komponisten dieser beiden so unterschiedlichen Werke praktisch zur selben Generation gehörten.

Der Geigenton von Hillary Hahn ist warm, voll, groß, von einer seltenen Qualität, ihr Spiel absolut perfekt und schlackenlos. Ihre Neigung zu einem einheitlichen Dauervibrato hat sie erfreulicherweise stark reduziert. Allerdings hat diese Makellosigkeit auch etwas Glattes, Kühles - einen gebrochenen, gläsernen, fahlen, in irgendeiner Weise nicht perfekten Ton gestattet sie sich nie. Selbst das leiseste pianissimo ist voll und warm.

Diese kühle Perfektion passt besser zum Schönberg-Konzert als zum Sibelius, der eine gewisse Gebrochenheit gut gebrauchen könnte. Von den jüngeren Interpretinnen haben etwa Anne-Sophie Mutter, Viktoria Mullova oder ganz aktuell Lisa Batiashvili diese zwei Gesichter des Konzertes - das trotzig-auftrumpfende und das zweifelnde - phantasie- und ausdrucksvoller erfasst.

Das Schwedische RSO unter Esa-Pekka Salonen begleitet die Solistin sensibel und stilsicher. Was Hahn im Sibelius-Konzert an klanglicher Phantasie abgeht, steuert das Orchester bei, ohne zu übertreiben und in ein Übermaß an Erdenschwere zu verfallen.

Insgesamt also absolut eine Bereicherung der Diskographie, wenn auch bei Sibelius nicht mein absoluter Favorit.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vom Feinsten!, 24. April 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert Op. 47/Violinkonzert Op. 36 (Audio CD)
Schon vorher wusste man: Hillary Hahn ist eine Violinistin mit seltenen Gaben. Die ihrem Spiel innewohnende Synthese von brillanter Technik und wachem Intellekt wird sich mit zunehmendem Alter gewiss noch dichter entfalten. Auch diese CD bestätigt die Einschätzung, dass sie eine Suchende, eine Forscherin der Musik ist. Was die Umsetzung angeht, ist diese Platte jedenfalls top: klasse Solistin + nüchternes, sauberes, straff folgendes Orchester.

Einziger (kleiner) Kritikpunkt dieser zwei wunderschönen Aufnahmen ist die in meinen Augen fehlende Gefühlstiefe, jener Reife, welche die klangliche Oberfläche durchzubrechen vermag, auf dass die Risse und Unschärfen zutage treten können - wenn Musik Leben ist, dann hat sie auch Tragik, nicht nur glatte Konturen. In diesem Punkt bin ich aber betimmt voreingenommen, da Heifetz mein Lieblingsgeiger ist, und bei dem hört man halt wenig Instrument, dafür viel Seele. Bei Heifetz ist der Ton der Geige so gefühlsgetränkt, dass man sich auf magische Weise an die menschliche Stimme erinnert fühlt.

Ich bin schon gespannt auf eine in etwa zehn Jahren hoffentlich erfolgende Neueinspielung, vor allem des Schönbergschen Konzertes.
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7 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen {~~}==# HILARY HAHN - SCHOENBERG & SIBELIUS in dramaturgischer Ernsthaftigkeit und sanfter Beseeltheit, 27. März 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert Op. 47/Violinkonzert Op. 36 (Audio CD)
Fein webt HILARY HAHN in dieser Aufnahme die musikalischen Fäden dieser beiden wunderschönen, dramatischen und sehr beseelten Werke der Violinliteratur mit ihrer perlenklaren Intonation und ihrem übergeordneten Verständnis für die Musikalität dieser Werke. Dabei fügt sich das Orchester in sehr schöner Harmonie in ihr Violinspiel ein. Unverkennbar geht aus dieser Aufnahme HILARY HAHNS Violinton hervor, der derart fein und wohl beängstigend präzise ist, so dass man ihn stets eindeutig von dem ihrer Kolleginnen und Kollegen unterscheiden kann.

Natürlich sollte sich jeder seine eigene Meinung zu den hier von HILARY HAHN eingespielten Interpretationen dieser beiden Werke bilden. Persönlich bin ich jedoch davon überzeugt, dass HILARY HAHN mit diesem Album erneut ein Anschluss an ihre vorherigen Aufnahmen gelungen ist, der seinesgleichen sucht, wobei ich meine, dass diese Aufnahme - aus meiner persönlichen Sicht - ihre Vorgänger noch übertrifft. Ich habe HILARY HAHN bereits zwei Mal im letzten Jahr das Schoenberg-Violinkonzert live spielen gehört und fühle mich nun in den dabei gewonnenen hervorragenden Eindrücken von dem besonderen Charme ihrer Interpretation dieses Werkes mehr als bestätigt und bin sehr begeistert von dieser Aufnahme. Für mich stimmt bei dieser Aufnahme das Gesamtkonzept von HILARY HAHNS Interpretation; ihre Tonfärbungen, die sie sehr harmonisch und klug gewählt hat, und das Orchester harmonieren mit ihrer Interpretation in kristallinen Klarheit, die Interpretation des Dirigenten, der dieses leitet, bildet zusammen mit HILARY HAHNS Violinspiel eine fein verwobene strukturierte musikalische Einheit. Hier werden auf anspruchsvollstem technischen und musikalischen Niveau diese beiden wundersamen Werke der Violinliteratur in höchste Sphären erhoben.

Mein persönlicher Favorit ist dieses Albums ist das Sibelius-Violinkonzert, dessen Schönheit der Vortragsweise ich wohl nur so zu umschreiben vermag: In traumwandlerischer, tänzerischer und äußerst gesanglicher Manier gelingt es HILARY HAHN, mit ihren Klängen und beseelt feinsten Tönen die Aufmerksamkeit des Zuhörers an sich zu fesseln, man meint, man hänge an jeder Note. HILARY HAHN GETS VOCAL again - nicht nur in ihrem vorherigen Album der Louis-Spohr- und Nicolò-Paganini-Violinkonzerte gelang ihr meiner Meinung nach derartige Gesanglichkeit. Ich meine, auch hierin ist etwas davon enthalten. Aber das sollte wohl jeder für sich selbst entscheiden!

Ich spreche daher diesem wiedermals erstklassigen Album von HILARY HAHN meine begeistertsten Empfehlungen aus! Glückwunsch an die so bezaubernde HILARY HAHN!

Darüber hinaus auch ein großes Lob an den Fotografen für die hervorragend gelungenen Fotos, vor allem für das Coverfoto sowie für das Foto mit der begeisternd lächelnden und strahlenden HILARY HAHN, das erscheint, wenn man die CD-Hülle öffnet, und ein ebensolches Lob auch an denjenigen oder diejenigen, der/die für sich für die Gestaltung des CD-Covers verantwortlich zeichnen! Endlich einmal sieht auch ein CD-Cover von HILARY HAHN ansprechend, ansehnlich und modern aus, ohne dabei trist oder einfallslos zu wirken! Damit meine ich vorwiegend das Cover ihrer vorherigen CD, das, wie ich meine, völlig missglückt ist, wobei trist und einfallslos in meinen Augen nicht unbedingt auf alle CD-Cover ihrer bisherigen Alben zutrifft. Jedoch sieht das Cover dieser neuen CD von HILARY HAHN am bemerkenswertesten und schönsten aus, es fesselte mich sofort - bitte weiter so Deutsche Grammophon!
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6 von 22 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Typisch? unmusikalisches Vibrato-Geknödel beim Sibelius, 9. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert Op. 47/Violinkonzert Op. 36 (Audio CD)
Hier hatte mich (nur) der Sibelius interessiert, ich muss aber klar abraten. Undifferenziert druckvolles Spiel und ein Vibrato, bei dem die Milch im Kühlschrank sauer wird, töten hier (bei Sibelius) zu vieles zu schnell ab.
Allerdings ist Sibelius in der Tat sehr schwierig zu treffen. Ich bin zugegebenermaßen nur mit jeder dritten oder vierten Aufnahme überhaupt zufrieden. Hilary fällt ohne lang zu überlegen hier klar durch. Salonen und sein Orchester sind makellos, aber das zählt in so einer Konstellation leider kaum noch.

Die (musikalische) Referenzaufnahme ist für mich immer noch Henryk Szeryng unter Roschdestwensky, stammt allerdings aus den 60ern (Philips) und ist wohl kaum noch zu bekommen; ansonsten gibt noch eine (leider kleine) Reihe anderer musikalisch sehr guter Aufnahmen.

Aus der etwas jüngeren Generation habe ich hier eine hohe Meinung von Maxim Vengerov (seit eines fantastischen Kölner Livekonzertes, wenn auch leider nur von Barenboim dirigiert). Möglicherweise profitiert Vengerov enorm von einer gewissen Verständnis-Verwandschaft zwischen der russischen und der finnischen Seele. Ob die entsprechende Studioaufnahme genauso gut ist, sollten Sie dringend prüfen, ich habe den Verdacht, dass sie nicht ganz so eine Sternstunde sein könnte, wie dieses Köln-Konzert, dass arte live gesendet (und ich geistesgegenwärtig mitgeschnitten) hatte.

Ansonsten noch dringend erwägenswert ist der (unter Nicht-Kennern) unbekannte Grieche Leonidas Kavakos unter dem finnischen "Nationaldirigenten" Osmo Vänskä. Gottseidank bedeutet Leonidas südeuropäische Herkunft nicht, dass er es (im Ggs. zu Hilary oder Geistesgleiche) wie ein Paganini-Gockel totgeigen würde. Tatsächlich ist er erfreulich uneitel, und sehr passend nordisch/finnisch. Vänskä ist sowieso über Zweifel so gut wie erhaben. Es ist daher auch kein Zufall, das Leonidas von der Sibelius-Familie als einziger das (damals Copyright-geschützte) Privileg erhielt, mit Vänskä die Urversion des Violinkonzertes einspielen zu dürfen.
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1 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Sehr schöne CD, 13. Oktober 2008
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert Op. 47/Violinkonzert Op. 36 (Audio CD)
Zu Frau Hahn: was soll man sagen,sensationelles Spiel.
Zu Schönberg's Stück: Man muss ein Ohr für sowas haben. Wer es hat, wird's mögen. Spannend.
Zu Sibelius' Stück: Sehr schön anzuhöhren. Wunderbares Konzert, auch für Klassik-Einsteiger.
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0 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Qualitätsarbeit, 29. Mai 2008
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert Op. 47/Violinkonzert Op. 36 (Audio CD)
Hilary Hahn macht es einem nicht leicht und das ist auch gut so.
Insbesondere das Violonkonzert von Schönberg ist schon ein elendiglich happiger Brocken sowohl für die Musiker als auch die Hörer.
Es verdient daher besonderes Lob, dass Hilary Hahn ihren bekannten Namen dazu verwendet auch weniger populäre Werke aufzunehmen und damit einem breiteren Publikum zugänglich zu machen.
Da Hilary Hahn derzeit zu den kompetensten Geigerinnen weltweit zählt, erübrigen sich weitere Ausführungen zur exorbitanten Qualität dieser Einspielung.
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3 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Nette Aufnahme, lediglich, 25. Oktober 2009
Von 
Stefan Steinecke (Visby, Gotland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Violinkonzert Op. 47/Violinkonzert Op. 36 (Audio CD)
"Nett" - und nicht mehr! Keinesfalls Referenz. Ich lehne die vorliegenden, schwärmerisch-trunkenen Rezensionen ab. Die klarere, reinere Batiashvili-Version des Sibelius-Konzerts gefällt mir sehr viel besser - aber selbst hier sehe ich (beim besten Willen!) keinen Referenzcharakter.
Die Hilary Hahn ist am besten bei luftig leichten amerikanischens Moderns. Da ist sie mitunter brillant. Das liegt vermutlich an ihrer modernen, luftig leichten amerikanischen Seele. Ist ja kein Verbrechen. Nur ist es für einen solchen Interpreten die absolut falsche Entscheidung, großkalibrigste Werke schwerblütiger, tiefgründiger Ost- und Nordeuropäer zu spielen.
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