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3,9 von 5 Sternen
Zusammen ist man weniger allein
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TOP 1000 REZENSENTam 20. November 2013
„Von Zeit zu Zeit erscheint ein Film auf den Leinwänden, der anders ist als die anderen und dessen Einzigartigkeit in etwas zu bestehen scheint, das aus der Mode gekommen ist: Nämlich darin, dass er glücklich macht […] Das ist bei ‚Zusammen ist man weniger allein‘ der Fall.“ war in der Le Parisien zu lesen.

Charmantes Großstadtmärchen mit Super-Besetzung, in dem vier sehr gegensätzliche Menschen in einer skurrilen Pariser WG die Chance zum Glücklichsein ergreifen.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 27. Juli 2011
ja so oder so ähnlich das Zitat auf der Hülle der DVD, muss ich sagen, hat absolut ins schwarze getroffen. ich liebe diesen Film und konnte damit auch schon einige Filmgegner von französischen Filmen überzeugen. Er erzählt vom sich umeinander kümmern und der Liebe und tiefer Freundschaft wie sie heute nur sehr selten zu finden ist und das alles ohne aufdringlich zu wirken wie die meisten dieser überladenen Ami-Filme.
schon 10 mal gesehen und immer wieder sehenswert.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 10. Dezember 2012
Französische Filme zeichnen sich häufig durch ein bestimmtes Lebensgefühl aus, das möglichst ästhetisch in Szene gesetzt wird. Dadurch unterscheiden sie sich in ihrer Art sehr vom amerikanischen Blockbuster-Kino; sie sind stoisch, detailverliebt und es wird entschieden mehr geraucht – Die Zigarette als essentielles Stilmittel und Charaktermerkmal.

So ist auch "Zusammen ist man weniger allein", eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Anna Gavalda. Im Original "Ensemble, c’est tout" (Zusammensein ist alles) wird die Geschichte von einer ungewöhnlichen Wohngemeinschaft mitten in Paris im Schatten des Eifelturmes erzählt. Letztendlich geht es aber vor allem ums Glücklich-sein. Es ist der Zufall, der die malende Putzfrau Camille Frack (Audrey Tautou, Die fabelhafte Welt der Amelie, Coco Chanel), den stotternden Postkartenverkäufer aus gutem Hause Philibert Marquis de La Durbellière (Laurent Stocker, The Art of Love) und den stets übermüdeten, Frauenvernaschenden Koch Franck Lestafier (Guillaume Canet, The Beach, Merry Christmas) zusammenführt. Und die Einsamkeit, die sie beieinander hält – in der riesigen Wohnung, die Philibert vorübergehend bezogen hat, um sie vor den "Hausbesetzern" (den Vettern) zu bewachen, bis seine Familie alle Erbfragen geklärt hat.
Komplettiert wird die Wohngemeinschaft mit all den inneren Zerrissenheiten und tragikomischen Momenten von Paulette, Francks Großmutter (Françoise Bertin), die sich gegen das Leben im Altenheim wehrt. Zusammen überwindet man Unterschiede, Philiberts Stottern und sogar die Angst vorm Leben selbst. Und es ist der Beginn einer leisen, immer stürmischer werdenden Liebe, die ausgerechnet denen widerfährt, die es um jeden Preis verhindern wollten.

Die Verfilmung von Claude Berri aus dem Jahre 2007 porträtiert die Charaktere vornehmlich zwischen purer Lebenslust und bleierner Lethargie, lässt dabei aber aus, weiter in das psychische Gerüst einzutauchen. Familiäre Traumata werden allenfalls angekratzt. Die teils wirren, sprunghaften Monologe aus der Buchvorlage, die eine so tiefe Einsicht in das Leben der vier Protagonisten geben, kann der Film nicht leisten, dazu fehlt es an Zeit. Dafür geht er voll in seiner Gestik und Mimik auf, sowie den feurigen Dialogen, die einen Großteil der Leidenschaft und Liebenswertigkeit ausmachen.
Die Annäherung wird schneller und stärker vorangetrieben, für die sich Gavalda in ihrem Buch mehr Zeit lässt und lassen kann. Die Autorin, aus deren Feder auch "Ich habe sie geliebt" stammt, mischt personale mit auktorialer Erzählperspektive, was ungewöhnlich gut funktioniert. Dies wird filmisch durch den Wechsel zwischen Totaler und Naheinstellung erreicht.

Fazit: Die vorlagennahe Verfilmung fängt das Gefühl einer verlorenen Generation ein, ohne dabei in kitschiger Romantik zu versinken, kann den Charakteren aber nicht den gleichen Raum geben, den das Buch schafft.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 11. November 2013
Audrey Tautou verkörpert in ihren Rollen Menschen, denen die Mitmenschen
nicht egal sind, die sich einmischen, die ein großes Herz haben und auf Andere zugehen.
Solche Menschen wünscht man sich als Freund.
Nach "Amélie" wieder ein wundervoller Film mit Audrey Tautou, wenn auch
"Amélie" einfach ungetoppt für mich bleibt.
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29 von 39 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 17. April 2008
Ich habe diesen Film im Kino gesehen und gehöre zu den Nicht-Kennern des Buches. Die Wahl meines Kino-Erlebnisses wurde in erster Linie davon beeinflußt, daß ich den Titel wunderbar und berührend finde, die melancholische Leichtigkeit französischer Filme liebe und ich auch Audrey Tautou (natürlich seit "Amélie", versteht sich!) so mag.
Obwohl besagter Kinobesuch erst wenige Monate her ist und ich mich dunkel daran erinnere, daß ich mich nicht gelangweilt habe, mich sogar recht wohl fühlte, ist aber frappierenderweise die gesehene Geschichte so ziemlich restlos "weg". Mein Begleiter meinte am Kinoausgang etwas enttäuscht, daß es ja ganz nett gewesen wäre... aber dafür ein Kinobesuch... Dieser Film wäre auch im Fernsehen ok gewesen.
Recht hat er, leider... Die Pariser WG-Geschichte der magersüchtigen Camille, die mit einer sehr anstrengenden Mutter geschlagen ist, rieselte auf mich ein wie ein warmer Sommerregen. Schöne Bilder, wie es sich auch für in Paris handelnde französische Filme mit Audrey Tatou gehört. Die entsprechende leicht-gefühlvoll-rauschende Musik. Und die Tatou ist schön, so schön... wenn auch wirklich zu dünn.
Aber... worum gings nochmal? Also, sie ist Putzfrau, ziemlich allein, und die Zwei-Mann-WG nimmt sie bei sich auf... Es gibt Streit und Liebe und viele bedeutsame Gesichtsausdrücke... Ach ja, und war da nicht auch diese alte Frau mit ihrem geliebten Häuschen, und einer der WG-Jungs ist ihr liebender Enkel und kümmert sich rührend um die Frau, als sie im Krankenhaus liegt und Angst hat um Haus, Garten und Mietzekatzen...?
Ja, irgendwie schon...
Selbst die vorangegangenen Rezensionen, die ich zwecks Auffrischung meines Gedächtnisses las, konnten nur einzelne Bilder und Bruchstücke reanimieren.
Was bleibt, ist durchaus die Erinnerung, daß ich einen netten Kinoabend hatte. Also, wenn der Film mal im TV kommt und mir gerade so ist, kann ich durchaus einschalten.
Aber Kaufempfehlungen... Zumal hier einige den Verdacht äußerten, daß wohl das geplante Erfolgskonzept ausschließlich auf Frau Tatous Teilnahme und den Amélie-Erfolg begründet wurde. Auch hier, bei Amazon, wird bezeichnenderweise unter dem Titel nur ein Name genannt: Ihrer. Sonst wird bei solchen Filmen ja auch der Regisseur oder auch der Autor der Romanvorlage sichtbar erwähnt. Aber für "Zusammen ist man weniger allein" wurde ja extrem mit Amélie geworben, und das ist nun wirlich fragwürdig. Einmal Amélie, immer Amélie? Egal, welcher Stoff, welches Buch - solange nur die Tatou die Hauptrolle spielt?

Das Buch soll grandios sein. - Schade, wenn man wohl guten Vorlagen so wenig vertraut, daß man sie nur für die Ablichtung einer Kultschauspierin in beliebter Stimmungskulisse (Paris in allen Wetterlagen) nutzt. Zumal es auch einen schalen Beigeschmack hinterläßt, wenn eine Schauspielerin, egal in welcher aktuellen Rolle, immer und immer wieder im Zusammenhang mit ihrer Durchbruchs-Figur angepriesen und (sieht man die Marketing-Strategien der Folgefilme) wohl auch genau deswegen besetzt wird. Das ist nun der zweite Tatou-Film in Folge, in dem sie auf Kinoplakaten konkret mit "Amélie" bezeichnet wurde, obwohl die von ihr zu verkörpernde Figur nichts mehr damit zu tun hat. Auf der Anzeige zu "Wahnsinnig verliebt" stand sogar als Hinweis: "Die dunkle Seite der Amélie". Das nennt man dann wohl Trittbrettfahrerei.

Romy Schneider ist seinerzeit nach Paris geflüchtet, weil ihr in Deutschland an aber auch jede Rolle die Sissy angekleistert wurde. Und ihr ist es gelungen, daß nicht mehr "Sissy" die "Spaziergängerin von Sans Soucie" gespielt hat, sondern die Schauspielerin Romy Schneider.
Ich hoffe es für Audrey Tatou, daß im nächsten Film wieder SIE besetzt wird und nicht Amélie. Ohne, daß sie nun ihrerseits aus Paris abhauen muß.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 2. März 2008
Die Junggesellen Philbert und Franck teilen sich eine riesige Wohnung. Franck ist Koch und lässt auch bei den Frauen nichts anbrennen. Der stotternde Philbert stammt aus adligem Geschlecht, finanziert seinen Unterhalt aber mit dem Verkauf von Postkarten vor dem Museum. Im Treppenhaus lernt Philbert die Putzfrau Camille kennen. Er wird von ihr zum Essen eingeladen. Als wenige Wochen später Camille erkrankt, nimmt Philbert sie in seiner großen Wohnung auf. Camille und Franck kommen Anfangs nicht so recht klar miteinander. Doch beide raufen sich zusammen.

Franck's Großmutter fühlt sich im Altersheim nicht wohl und die drei kommen überein, auch sie in der großen Wohnung aufzunehmen. Bei einem Besuch in ihrem alten Haus verscheidet die alte Frau sanft. Das Haus in dem die drei leben, gehört zur Erbmaße eines verstorbenen Verwandten von Philbert. Als die Erbschaftsangelegenheiten abgeschlossen sind, müssen die drei ausziehen. Ein neuer Lebensabschnitt beginnt.

Die Geschichte wird mit ruhiger Feder erzählt. Die große Wohnung, das Spielfeld der Protagonisten, wird pittoresk dargestellt. Laute und leise Dialoge geben den Figuren Charakter und Selbstbewusstsein. Überraschende Wendungen und pfiffige Lösungen halten das Leben im Fluss. Ein angenehmer Film mit Tiefgang.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 18. Juni 2008
Ich finde, dass dieser Film die heutige Zeit sehr treffend einfängt. Was es heute bedeutet, Beziehung zu leben. Ob zu den eigenen Verwandten, Arbeitskollegen oder andere Kontakte. In der heutigen Zeit, wo so viel Energie stockt in den meisten Begegnungen mit anderen, so wenig fließt, braucht es Improvisationsgabe und Kreativität, ein lebbares Leben hinzukriegen. Und genau das zeigt der Film (das Buch kenne ich noch nicht, bin aber schon neugierig).

Menschen brauchen Bindungen. Wir Menschen sind soziale Wesen, wir gehen ein ohne feste Bezugspunkte, ohne Gegenüber, die wir lieben. Und da wir grade in einer Zeit des Wandels leben, sind viele herkömmliche Bindungen unlebbar geworden. Und bieten wenig seelische Nahrung. Und so kommt die/der weiter, der/die eben andere Wege geht. Und genau das zeigt der Film. Übrigends auch mit der Zeit-typischen Flachheit der Charaktere. Ohne Liebe keine Identitätsausbildung. Ein "leeres" Leben eben, wie der Koch so treffend sagt.
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am 4. September 2009
Ein Film mit großen Emotionen, farbenprächtigen Bildern, umwerfend charakteristichen Schauspielern und Filmcharakteren und einer Geschichte zum träumen chön.

Die junge Camille lebt alleine in Paris. Sie ist einsam, magersüchtig, und schuftet sich jede Nacht in einer Reinigungfirma fast zu Tode.
Eines Tages lernt sie ihren charmanten Nachbarn Phillibert etwas näher kennen. Der junge Mann hat sich sofort in seine zarte Hausgenosin verliebt, leidet aber unter furchtbaren Komplexen wegen seiner Stotterei.
Und dannwäre da noch Franck, Philliberts außergewöhnlicher Mitbewohner, ein Koch und ein Frauenverschlinger, der von früh bis spät schuftet und an seinem einzigen freien Tag in der Woche seine kranke Großmutter pflegt. Wie diese vier verschiedenen Menschen zusammenpassen?
Finden Sie es heraus!

"Zusammen ist man weniger allein" it eine Liebesgeschichte, die eigentlich keine ist, sondern viel mehr als das. Eine Geschichte über vier komplett verschiedene Charakteren, die zusammen leben und ein gemeinsames Schicksal erleiden: die Einsamkeit.
Eine Geschichte über das Leben, Paris, die Einsamkeit, und wie man sie verscheucht!

Wunderschön

Tipp: unbedingt auch das Buch lesen, "Zusammen ist man weniger allein" von Anna Gavalda.
Außerdem: Film in Originalfassung und eventuell mit Untertiteln ansehen. Sehr lohnenswert :)
Ebenfalls zu empfehlen: der Soundtrack der Musik.

Alles ebenfalls hier bei amazon erhältlich.
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am 20. Juni 2011
Eine schöne Vorstellung, dass die Lebenslinien von Menschen sich zur richtigen Zeit am richtigen Ort auf so wunderbare Weise miteinander verweben, dass eine tragfähige Gemeinschaft entsteht, in der jeder seinen Platz findet. Eine gelungene Umsetzung des Romans mit überzeugenden Schauspielern.
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25 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 16. Januar 2008
Trotz der Anmerkung einiger Fans hier, bin ich der Auffassung, dass die Verfilmung eines Romans sich den Vergleich mit dem literarischen Werk grundsätzlich gefallen lassen muss. Schließlich hat man nicht einfach ein Drehbuch geschrieben und einen Film gedreht, den man "großartig" oder "schön" finden kann, sondern nimmt Bezug auf eine literarische Vorlage.

Eigentlich sollte es darum gehen, drei sehr verschiedene, seelisch gestörte, innerlich zerissene Menschen zu zeigen, die mit vielen Hindernissen auf unterschiedliche Weise zueinander finden: die künstlerisch hochbegabte, schwer magersüchtige Camille, der zutiefst gehemmte und daher scheue Philibert, der beziehungsgestörte Koch Franck, der seine innere Leere durch immer neue Affären zu füllen sucht.

Der Hauptkritikpunkt des Films ist die angedeutete und komplett erfundene Dreiecksgeschichte, welche die ganze Story seicht und einfallslos werden lässt.
Im Buch sind die Protagonisten allesamt recht kaputte Seelen, im Film werden sie durch banalisierte Handlungen und frech-flippiges, auf witzige Art zerstreutes Gehabe fast zu einer hippen Pariser WG verfälscht.
Daran ändert auch Philiberts Stottern nicht viel. Dann das Ignorieren wichtiger Charaktierisierungen der Hauptdarsteller. Das Überspringen wichtiger Handlungen... Viel zu rasant, keine Zeit für die Entwicklung der Beziehungen, ständiges Weglassen wichtiger Details, dadurch sehr oft auch unlogisch. Es fängt gleich damit an: Was treibt Philibert nach EINEM Treffen dazu, die kranke Camille aus ihrer Wohnung zu tragen? Wieso bleibt sie in der WG? warum kann er sie nicht in ihre Wohnung zurückgehen lassen? Wie entsteht die Nähe zwischen dem scheuen Philibert und Camille? ... Mehr als oberflächliche Begründungen gibt der Film, durch allzu viel Verzicht auf die im Buch eben genannten Hintergründe, nicht her.
Auch die Tatsache, dass Camillie sich gleich zu Beginn ihre süße Kurzhaarfrisur beim Friseur schneiden lässt, raubt dem Film eines der wichtigen Details, um die Figur der Camille zu verstehen - und eine der Möglichkeiten den Film halbwegs an der Vorlage zu orientieren, statt ihn in seichten Kitsch abrutschen zu lassen.
Die Geschichte wird durch derlei Schwächen und extreme Abweichungen von der Vorlage nur süß, oberflächlich, einfach nett, vielleicht romantisch, aber durch und durch belangslos. Insgesamt und vor allem in der Umsetzung der Vorlage enttäuschend und ärgerlich, wenn man bedenkt, welches Potential das Buch hergibt.
In Anknüpfung an Audrey Tautou's Erfolg mit ihrer Rolle als "Amelie" dachte man sich vielleicht, wozu groß überlegen und originell sein, wenn eine Amelie-Buchanlehnung-Mischung ausreicht, um die Kassen klingeln zu lassen (das erklärt auch den deplazierten "Amelie"-Verweis).
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