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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nick Cave & The Bad Seeds - Dig, Lazarus Dig!!!
Mit viel Bass, viel Gitarre und wenig Klavier, den Gospelchor gleich komplett entsorgt läuft die neue Nick Cave & The Bad Seeds Platte auf den Hörer zu über einige sogar drüber. An Energie oder Wut hat es beim Schreiben und Aufnehmen wahrlich nicht gefehlt und insgesamt macht alles einen sehr bodenständigen Eindruck im Gegensatz zum...
Veröffentlicht am 5. März 2008 von amlapura

versus
4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kompetent, aber nicht inspiriert: Cave vergeudet die formidablen Ressourcen seiner Band.
Schön, dass Nick Cave mit dem 14. Album der Bad Seeds so zufrieden ist ("Ein uneingeschränktes Meisterwerk!" Uncut Magazine), obwohl es weder die Qualitäten des letzten (Abattoir Blues/Lyre of Orpheus) hat, noch die des darauf folgenden Grinderman-Albums und, abgesehen von wie immer exzellenten Texten, auch keine herausragenden anderen. Wo das letzte...
Veröffentlicht am 17. März 2008 von rikki_nadir


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23 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nick Cave & The Bad Seeds - Dig, Lazarus Dig!!!, 5. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Dig,Lazarus,Dig!!! (Audio CD)
Mit viel Bass, viel Gitarre und wenig Klavier, den Gospelchor gleich komplett entsorgt läuft die neue Nick Cave & The Bad Seeds Platte auf den Hörer zu über einige sogar drüber. An Energie oder Wut hat es beim Schreiben und Aufnehmen wahrlich nicht gefehlt und insgesamt macht alles einen sehr bodenständigen Eindruck im Gegensatz zum detailversessenen No More Shall We Part und das ist auch irgendwie sehr angenehm. Der Titeltrack vom aktuellen Album ist hinlänglich besprochen, der Tiefpunkt ist für mich dann direkt Today's Lesson, was danach kommt ist einfach fantastisch bis großartig. Wem die ruhigen Sachen eher zusagen wird mit Jesus Of The Moon kurz vor Schluss seinen Höhepunkt des Albums finden, dass ich um es kurz zu machen nur als gelungen beschreiben möchte.
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14 von 17 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eigentlich alles wie immer..., 1. März 2008
Von 
Rezension bezieht sich auf: Dig,Lazarus,Dig!!! Ltd (Audio CD)
...aber genau das macht diese Scheibe so gut. Es sind die Qualitäten, die diesen Mann ausmachen: Die Songwriterqualität, die Entertainerqualität, die Erzählerqualität. Und die Qualität, sich stets neu zu erfinden und dabei unverkennbar zu bleiben.

Nick Cave und seine Bad Seeds nahmen hier ein Album auf, mit dem die Band einen weiteren Schritt vermeintlich "zurück" geht, Lärmigeres aus ihrer Vergangenheit wieder aufnimmt. Die Drums wirken auf mich insgesamt vor allem härter, und es scheint so, als hätte die gesamte Band Freude an Gitarren gefunden - endlich auch ohne Blixa Bargeld, dessen Entscheidung, sich auf seine (großartige) Hauptband Einstürzende Neubauten zu konzentrieren, nun keiner mehr beweinen sollte.

In meinen Ohren sticht aus diesem neuen Album besonders "We call upon the Author" heraus, welches rockig-bluesig genau das bietet, wofür man Cave mögen muss: der Herr erzählt eine Geschichte, seine Band begleitet ihn. Dabei gibt es alle paar Sekunden magische Momente, in denen die Musik dasselbe zu erzählen scheint, wie der Sänger selbst.

Langer Rede kurzer Sinn: Nick Cave befindet sich auf gleichbleibend hohem, beinahe unerreichbarem Niveau. Er ist auf dem besten Weg, der bedeutendste Songwriter unserer Zeit zu werden. Eine lebende Legende. Und das ist nicht übertrieben, dieses Album bietet den Beweis.
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4.0 von 5 Sternen Steck’s dir rein …, 6. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: Dig,Lazarus,Dig!!! (Audio CD)
Heute geht es um ein Album, dass mich 2010 sehr beeindruckt hat. Auch, wenn es manchmal etwas ruhig ist, ist es doch einfach der Hammer und auf jeden Fall eine Rezi wert …

Der Opener – gleich dem Albumtitel – geht so richtig in die Vollen. Dreckige Gitarre, undefinierbare Geräusche, ein sich in seiner Erzählung überschlagender Nick Cave. Unglaublich charismatisch und cool der ganze Song.
Today’s Lesson handelt der Beziehung eines jungen, hübschen Mädchens zu einem älteren Mann, den Cave Mr. Sandman nennt. Hier wird deutlich, dass die Bad Seeds eigentlich nur dazu da sind, die Geschichten ihres Frontmanns mit Musik zu versehen. Cave ist Storyteller at his best, er kann es, er formuliert wunderbar und schreibt über interessante Themen. Auch wenn ich seine beiden Romane nicht so dolle fand, seine Texte sind immer wieder ein Hochgenuss – für Leute mit guten Englisch-Kenntnissen jedoch, denn es ist manchmal schwer, alles zu verstehen. »He likes to congregate around the intersection of Janie's jeans, yeah / Mr Sandman the inseminator he opens her up like a love letter and enters her dreams.« Versuch einer Übersetzung: »Er mag es, sich um die Kreuzung von Jennys Jeans zu versammeln, yeah / Mr Sandman, der Besamsbeauftragte, öffnet sie wie einen Liebesbrief und taucht in ihre Träume ein.« Strange? Ja, aber gut gemacht!
Moonland ist eine eher maue Nummer, nur das Ende ist cool. »I’m not your favourite lover.« Hat sich das nicht jeder Mann schon gedacht?
Night of the Lotus Eaters ist so crazy wie der Titel verspricht. Cave schnackselt bedrohlich einen Horrorfilm-Einleitungs-Text ins Mikro, eine verschachtelte Bassline legt sich drüber wie dichter Nebel und die Synthies tun ihr Übriges. »Get ready to shoot yourself …«

Albert Goes West ist ein straighter Rocksong, mit Uh-Rufen im Hintergrund und einem verhältnismäßig einfachem Text. Partytrack, könnte auf einem 70s-Mixtape drauf sein.

We Call upon the Author ist ein Lied, in dem sich Cave fast in seiner schnellen Wut-Rede auf alle Vollidioten dieser Welt fast verhaspelt. Was dieser Mann live leistet, ist echt würdigenswert! Wer sich sowas alles behalten kann … und dann noch SO vortragen … Dann kommt der Cut bei etwa 2 Minuten »Prolex/ Prolex/ I said this just can’t be fixed«, und ein irrer Bass mit Synthie drüber legt los. Aber nicht lange, danach geht es wieder in den typischen Song über. Und das ganze erscheint uns nochmal. Verwirrend, aber innovativ und sehr interessant. Toller Song, vielleicht der beste des Albums für mich.
Hold on to top yourself ist ein ruhiger Hilfeschrei eines verzweifelt Suchenden, eines die Liebe Suchenden, versteht sich. Wunderschön mit den Meervögeln im Hintergrund, der Akkustik-Gitarre und Caves eindringlichem Gesang – man nimmt ihm den gebrochenen Mann ohne Wenn und Aber ab.
Lie Down here (And by my Girl) ist ein ähnlicher Song wie Albert Goes West – enthusiatisch, cool, schneller und energischer, aber irgendwie ziemlich soft. Kann man gut hören und mitsingen, es gibt aber besseres auf dem Album.
Jesus of the Moon hat einen melancholischen Touch, ebenso leise wie Hold on to top yourself, aber mit weniger Düsternis und mehr Schönheit.
Midnight Man ist mein Favorit auf diesem Album, wirklich, da ist Author lange aus dem Rennen raus. Ich hab das Stück bestimmt des öfteren gehört, und befinde es immer wieder für das Beste, das Nick Cave je geschrieben hat. »Everybody’s coming around on my place.« Der Hammer!!! Tausend und einen Stern gibt’s dafür :-D
More News from Nowhere beendet das Album leise, schön und harmonisch. Toller Text ist auch vorhanden, wenn auch der Song mit 8 Minuten irgendwie ein bisschen zu lang ist. Die Bad Seeds haben sich hier perfekt aufeinander eingespielt, sie sind eben doch nicht immer nur die Band hinter Nick Cave, sondern auch eine richtige Band, zusammen MIT Cave.

Fazit: Tolles Album mit nur ein oder zwei Durchhängern, kann ich immer wieder hören und ist mir nach From Her To Enternity mein liebstes Cave-Album!
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Er kann' s halt …, 1. März 2008
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dig,Lazarus,Dig!!! Ltd (Audio CD)
Eine große Überraschung ist es ja nicht, dass das neue Album von Nick Cave und seinen Bad Seeds mal wieder sehr gelungen ist, hat er doch eigentlich noch nie wirklich Schlechtes herausgebracht.

Deutlich zu hören ist hier nun der Einfluss von Grinderman, denn im Vergleich zu den letzten Veröffentlichungen geht der Meister hier doch recht flott und mitunter sogar leicht krachig zu Werke. Das tut den Songs in jedem Fall gut, sodass das Fehlen von Blixa Bargeld bei den Bad Seeds keinen Grund zur Klage gibt.

Nun gibt es natürlich auch ruhigere Momente auf diesem Album, sodass das Gaze doch recht abwechslungsreich ausfällt. Einzelne Songs hervorzuheben fällt mir schwer, lediglich der Opener "Dig, Lazarus, Dig!!!" hebt sich durch seine Eingängigkeit bei den ersten Hördurchgängen heras und wurde deshalb wohl auch nicht zu unrecht als Singleauskopplung gewählt. Und auch der letzte Track "More News From Nowhere" gefiel mir auf Anhieb aufgrund seiner Atmosphäre.

In jedem Fall kann es für diese Album nur eine Kaufempfehlung geben. Hatten einige zur Zeit von Boatmen's Call schon die Befürchtung, Nick Cave würde in absehbarer Zeit immer nur noch ruhiger werden, so kann dies spätestens mit Dig, Lazarus, Dig!!! widerlegt werden. Gut so!
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14 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich hatte nichts anderes erwartet..., 2. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Dig,Lazarus,Dig!!! Ltd (Audio CD)
Ich hatte außer einem absoluten Überalbum wirklich nichts anderes erwartet. Die Musik rockt und ist beschwingt und es macht einem einfach nur Spaß, das dieser Mann auch auf seinem 14. Album und nach 25 Jahren im Musikbusiness immer noch nicht müde wird und man die Freude in der Musik in jeder einzelnen Note hört!
Kommen wir nun zum neuen Album. Als erstes fällt die wirklich hübsche Verpackung auf. Ein ziemlich massiver Pappschuber schafft Platz für ein fast 60 seitiges Booklet.

1. Dig, Lazarus, Dig!!!: Der Titeltrack macht gleich die Marschrichtung für das Album klar. Ein stampfender Rocksong mit Erzählgesang von Nick.
2. Today's Lesson: Ein weiterer großartiger Rocksong, mit einem tollem Refrain in dem Nick zum ersten mal auf dem Album die unglaubliche Größe einer wunderbaren Stimme präsentiert.
3. Moonland: Ein ziemlich entspannter Song, der einem in der Nacht in sein Auto zieht, nur um ziellos draußen herum zu fahren. Hat etwas von Reggae, gemischt mit Blues und Rock.
4. Night of the Lotus Eaters: Ein etwas düsterer, bedrohlicher Song, der in dieser Form auch auf Your Funeral...My Trial gepasst hätte.
5. Albert goes West: Ein sehr direkter Einstieg führt über zu einem weiteren tollen straighten Rocksong.
6. We call upon the Author: Vom Feeling her ähnlich wie der Titeltrack. Wieder eine stampfende Rocknummer. Erinnert auch etwas an "Babe, I'm on Fire".
7. Hold on to yourself: Eine etwas ruhigere Nummer. Könnte man ungefähr mit den Nummern auf Murder Ballads oder Nocturama vergleichen.
8. Lie down Here (And Be My Girl): Es wird wieder etwas lauter. Der Anfang ist etwas lärmiger, als die anderen Songs und erinnert etwas mehr an die Anfangsphase von Nick und seinen Bad Seeds. Der Song hat aber einen wirklich tollen Drive und wird gerade durch die Backing Vocals der Bad Seeds zu einem tollem Song.
9. Jesus of the Moon: Wieder etwas ruhiger. Vom Songwriting her lässt sich hier ein toller Verlauf ausmachen und Nick Cave überzeugt mit seinem Songwriterqualitäten.
10. Midnight Man: Was soll man dazu sagen. Einfach nur wundervoll. Vom Feeling her ähnlich wie "Night of the Lotus Eaters"
11. More News from Nowhere: Der längste Song auf der CD. Ein wunderbarer Abschluss. Ein ziemlich entspannter Rocksong.

Das Album rockt ohne Ende und von Langeweile ist bei Nick Cave noch lange nichts zu spüren. Dieser Mann ist einfach nur unglaublich. Sein Schnauzer ist natürlich auch top! Leute, lasst euch nicht das beste Album 2008 entgehen...ich meine, wer sollte dieses Album noch schlagen?
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4.0 von 5 Sternen außergewöhnliche Musik, sehr interessant., 31. Januar 2015
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
leider funktioniert der Download nicht. Nach mehrmaligen Versuchen, die fehlschlugen, hat man uns per mail Hilfe versprochen, was aber nicht erfolgte, dann war dei Seite des downloads gesperrt. Das ist kein guter Service des Anbieters.

Trotz alledem ein sehr gutes Album.
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5.0 von 5 Sternen geht unter die haut, mitreißend, energiegeladen, 29. Mai 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dig,Lazarus,Dig!!! (Audio CD)
geht unter die haut ohne zuviel traurigkeit und sehnsucht, mitreißend, energiegeladen, je öfter ich die cd höre, desto besser gefällt sie mir. das macht gute musik aus!
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4 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kompetent, aber nicht inspiriert: Cave vergeudet die formidablen Ressourcen seiner Band., 17. März 2008
Rezension bezieht sich auf: Dig,Lazarus,Dig!!! Ltd (Audio CD)
Schön, dass Nick Cave mit dem 14. Album der Bad Seeds so zufrieden ist ("Ein uneingeschränktes Meisterwerk!" Uncut Magazine), obwohl es weder die Qualitäten des letzten (Abattoir Blues/Lyre of Orpheus) hat, noch die des darauf folgenden Grinderman-Albums und, abgesehen von wie immer exzellenten Texten, auch keine herausragenden anderen. Wo das letzte reguläre Bad Seeds-Album abwechslungs- und einfallsreich war und zuhauf feine Melodien bot, und wo Grinderman in den besten Momenten ("No Pussy Blues") eine Lektion in kontrollierter Aggression darstellte, die dem zeitgleich veröffentlichten Stooges Reunion Album gut angestanden hätte, klingt hier vieles als wäre es (zurecht) von den Grinderman-Sessions übriggeblieben, zumal einige Songs auch in deren Besetzung eingespielt wurden. Ein weiters Problem ist wohl, dass Cave die Texte diesmal schon fertig hatte und die Musik in den allermeisten Nummern zur Hintergrundbegleitung degradiert wird. Klar ist Cave ein grossartiger Texter, aber eine so brillante Band wie die Bad Seeds (von denen einer gar nicht und nie alle zusammen spielen) deshalb so zu marginalisieren ist die pure Vergeudung. Nicht dass es am (60s-beeinflussten) Sound etwas auszusetzen gäbe, aber die Songs selbst sind weitgehend repetitiv und langweilig, mit kaum einer denkwürdigen Melodie oder einem Hook weit und breit. Am ehesten überzeugen noch "Jesus of the Moon" und "Midnight Man" (mit gutem Refrain), bevor die nichtendenwollend langweilige Schlusstirade "More News From Nowhere" deren guten Eindruck fast wieder auslöscht. Für Fans (besonders des Texters Nick Cave) ein unverzichtbares Albums, alle anderen können sich damit trösten, dass Caves nächster Schlenker sicher wieder in eine interessantere Richtung gehen wird.
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3 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mondsüchtig, 1. März 2008
Von 
Robert Fischer "Robert Fischer" (Muenchen, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
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Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dig,Lazarus,Dig!!! Ltd (Audio CD)
Mit einem solchen Schnauzbart muss Nick Cave ja in die Musikgeschichte eingehen! Dabei hat er das doch gar nicht nötig (beides: Schnauzbart und Musikgeschichte). Denn mit diesem Album ist dem bibelschwangeren Geschichtenerzähler nach Abattoir Blues/The Lyre of Orpheus ein weiteres Meisterwerk gelungen. So roh, ungehobelt und eben doch, ja: kunstvoll zugleich zu klingen, das muss Nick Cave erst mal einer nachmachen. (Dass ihm das hier auch ganz ohne dem sich vielleicht doch für unentbehrlich haltenden Blixa Bargeld gelingt, sei bloß am Rande angemerkt.) Stimmlich ist er sowieso der obercoolste schwarze Prediger seiner Zunft, und musikalisch rumpelt das auf eine geradezu unwiderstehliche Art und Weise im Hier und Jetzt herum: zeitlos schön, möchte man sagen, und irgendwie auch nicht von dieser Welt, in einem imaginären Nirgendwo angesiedelt, das man noch am ehesten im US-amerikanischen Bible Belt verorten würde, in den Sümpfen von Louisiana oder in Memphis, Tennessee, käme der Mann nicht aus Australien. Wo er Kylie Minogue ein Video lang als äußerst attraktive Leiche drapierte - allein dafür gebührte ihm schon ein Platz in der Musikgeschichte. Wenn er ihn denn nötig hätte (den und den Schnauzbart).
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4 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen nicht weltbewegend und dazu noch ohne piano, 19. März 2008
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Dig,Lazarus,Dig!!! Ltd (Audio CD)
Nein, dieses Album hätte ich von den Bad Seeds nicht erwartet. Es klingt eher wie der Nachfolger zum Grinderman-Projekt. Aber von den Bad Seeds erwarte ich etwas anderes. Einen Punkt Abzug gibt es schon mal, weil Nick Cave das Piano verschmht. Ich weiß, eine zweites "No more shall we part" wird es nie geben. Aber "Dig Lazarus Dig" klingt bis auf wenige Ausnahmen doch mehr nach Grinderman denn nach den Bad Seeds. Da kann ich mich vielen Kritiken nur anschließen. Doch immerhin gefällt vielen Musikjournalisten der rohe und unprätentiöse Stil dieses Albums. Mir aber nicht, denn "DLD" ist wohl mehr die gute Absicht, der Welt zu zeigen, daß das Projekt Bad Seeds noch nicht zu den Akten gelegt worden ist.
Wo der Vorgänger "Abattoir Blues" noch vielschichtig daher kam, klingt "DLD" wirklich ungeschliffen, aber auch kaum mit wirklichen Höhepunkten ausgestattet. Okay, der Opener läßt sich gut an, doch schon "Todays lesson" zieht alles nach unten. Mit "Moonland" wird es interessanter, aber der eigentliche Höhepunkt ist für mich "Hold on to yourself". Ich weiß, eine ruhige Nummer, aber sie läßt aufhorchen. Aber die Freude währt nur kurz. Jetzt dürfen sich diejenigen freuen, denen Cave im letzten Jahrzehnt zu ruhig geworden ist. Ich mag seine Sachen, von den Boys next door angefangen. Aber alles hat seine Zeit, und hat Cave doch gerade mit "No more..." bewiesen, daß er ein grandioser Poet und Songschreiber ist.Und wer einmal "Love letter", "Hallejuliah" oder auch "Wonderful life" (Nocturama) live gehört hat, weiß um die Faszination gerade solcher Songs. Größer kann Cave nicht werden.
Doch wo bleibt der Einfallsreichtum des Vorgängers? Selbst nach unzähligen Durchläufen kann ich eine gewisse Enttäuschung nicht verbergen. Bis zum Erscheinen des Albums war ich mir sicher, dass es ganz oben in der Liga mitspielen würde, sozusagen ein Album des Jahres. Für die Top Ten mag es reichen, aber das treppchen ist in weite Ferne gerückt.
Textlich kann man Cave nichts nachsagen, da ist er top, auch wenn sich viele an seiner Religiösität stören mögen. Doch jeder Poet hat nun mal seine eigenen Quellen. Aber es ist nun einmal die Musik, die sich zuerst den Weg in die Hörgänge bahnt. In früheren Rezensionen habe ich behauptet, Cave kann keine schlechten Alben machen. Dazu stehe ich immer noch. Aber an seinem eigenen hohen Maßstab gemessen, ist "DLD" ein Album vergleichbar mit "Nocturama". Klingt nett, aber vieles hat man schnell vergessen.
Mir bleibt die Hoffnung, dass Nick Cave das auch so sieht und sich mal wieder richtig anstrengt. Und nicht nur bei seinen Soundtracks und Grinderman. Auch bei den Bad Seeds. Denn die gehören zu den Besten, was die Szene überhaupt zu bieten hat. In diesem Sinne "Hold on to yourself".
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Dig,Lazarus,Dig!!!
Dig,Lazarus,Dig!!! von Nick Cave (Audio CD - 2008)
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