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neues jahr neues tmv album und siehe da: nach dem (für mich persönlich) eher enttäuschenden vorgänger amputechture, kommt das duo nun endlich zurück vom planeten "erratisches rumgenudel" und holt den holzhammer raus.

vermutlich klingt die platte auch direkter und wesentlich eingängiger, weil mastermind rodriguez-lopez seine verspultheit 2007 auf diversen solo-platten austoben durfte und somit sich selbst und seinen gitarrensound wesentlich mehr im griff hat. weniger leerlauf, weniger gitarrensoli, weniger improvisation. auf der haben seite dafür die vermutlich krassesten rhythmen seit deloused, gepaart mit der expierimentierfreudigkeit von frances the mute, eingepackt in eine dünne schicht catchiness und prog-appeal.

die band drumrum ist natürlich unschlagbar, das drumming ist die hölle, bass und sämtliche blas-, streich, tast- und zupfinstrumente sind hier in begnadeten händen ... volle punktzahl für die umsetzung.

FAZIT: anwärter auf den titel album 2008 (und das bereits im januar)

EDIT: ich vergebe ein halben weiteren stern: nach mehrmaligem hören ist dieses album so ziemlich definitiv volle punktzahl wert, lediglich tourniquet man bis agadez trüben das umwerfend krasse gesamtbild für mich ein wenig ...
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am 6. März 2008
Von dem neuen album the bedlam in goliath hört man viele verschiedenen kritiken. auf der einen seite wird das album masslos gelobt und auf der anderen seite wird es einfach nur aus enttäuschend oder nicht befriedigend empfunden (wahrscheinlich weil es erhebliche Unterschiede im vergleich mit den Vorgänger-alben gibt).

Als verwendeter mars volta fan bin ich der meinung, dass den jungs wieder einmal ein meisterwerk gelungen ist. es unterscheidet sich in vielen vielen hinsichten von den anderen alben.
Cedrics gesang der au diesem Album alle möglichen sounddimensionen durchbriecht wird zu einer schon fast mystischen pop-stimme. aber nicht im negativen sinne, ganz im gegenteil sie laesst den zuhörer stellenweise dahinschmelzen.
Des weiteren bringt der neue schlagzeuger Thomas Pridgen, der sich in seinem stil erheblich von seinem vorgänger Jon Theodore unterscheidet, neuen elan in die band.
Viele loben den neuen drummer, jedoch mögen manche seine direkte Art und Weise zu spielen nicht.
Mit Thomas Pridgen veränderte oder besser gesagt erweitert Mars Volta seine Identität, sie werden direkter verzichten auf den langen aufbau und rocken die bude.
Dies ist offensichtlich darauf zurück zu führen, dass Omar Rodriguez, denker und lenker der band, sich entschiedenen hat einen neuen weg in der TMV geschichte einzuschlagen.
Damit noch nicht genug, er nimmt sich den guitaristen John Frusciante von den Red Hot Chilli Peppers in die band der jetzt neben mister rodriguez für furore sorgt.

Man sollte sich also beim kauf dieses albums nicht ein zweites "De-Loused In The Comatorium" oder "Frances the Mute" erwarten sondern sich auf etwas komplett neues einstellen, weil man sich sonst schon falsche erwartungen hat und das werk missinterpretiert. Einfach reinhören (und zwar sehr genau) und die musik auf sich wirken lassen. kleiner tipp: das album wird ab dem 10 mal nicht langweiliger sondern immer interessanter und es öffnen sich immer wieder neue Türen zu einem unvorstellbarem universum der klänge.

Doch nicht alles hat sich verändert, die texte wie gewohnt mystisch, die guitar riffs schrill un die solies atemberaubend.
Im grossen ganzen ist dieses album wiederum ein geniestreich. auch wenn nicht einfach zu schlucken, kann ich es jedem musiker und "musik-freak" wämstenss an herz legen sich die platte zu kaufen und damit diese einfach geniale band zu unterstützen.

PS: das aufnehmen von sogenannten soundkollagen nicht unbedingt als negativ ansehen, sondern als musikalischen geniestreich der band. wer sich nicht hineinversetzen kann sollte es sein lassen... ;)
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TOP 500 REZENSENTam 25. August 2009
Der neue Drummer sorgt auf dieser grandios rockenden Scheibe für größenwahnsinnige Akzente und bereichert das Ensemble um eine kreative Power, die man so zuvor noch nicht gehört hat...
Wurden mit Frances bereits Grenzbereiche aufgebrochen, so herrscht hier neben dieser Disziplin vorallem die gnadenlose Stetigkeit in Sachen Kraftentfaltung vor. Es gibt wenig Dynamikstufen diesmal. Man rast in vertrackter Lichtgeschwindigkeit durch die Klanggalaxien. Es ist brachial ohne Geknüppel; es ist schierer Ultra-irrsinn ohne Ohnmachtsanfall. Selten wurden Brachialität und Stilbewußtsein so kunstvoll verschmolzen wie hier. Auch die Saitenarbeit wird stets komplexer und feinsinniger ohne uns mit Kopflast zu nerven. Auch die Feinheiten in den Arrangements sind waghalsig und vom Feinsten...
Es ist ganz einfach: Du legst die Scheibe auf und sie saugt dich völlig auf, in einen fast 80 minütigen Thrill, der dich am Kragen packt, kickt ohne Ende und dich zuletzt als veränderten Organismus wieder ausspuckt...
Genial. Kultisch. Groß und Zeitlos. Mars Volta hören nicht auf die Latte höherzulegen. Es scheint als kann sie niemand mehr stoppen. Großartig!
Kaufen und durchdrehen!!!
Gruß...
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am 29. Januar 2008
Haben sich beim Vorgängeralbum "Amputechture" die Mars Volta Fans in zwei gegenpolige Fraktionen geteilt, werden sie vermutlich beim Hören dieses Giganten eine große und gemeinsame Orgie der Freude feiern. Schließlich vertonen Omar Rodriguez Lopez und Cedric Bixler Zavala mal so eben ihre eigenst entworfene Pop-Formel - Zumindest in der ersten Hälfte des Albums. Dabei sei Pop hier ein durchaus äußerst positiv bedachter Begriff. Musikalisch wird hier an "De-Loused in the Comatorium" angeknüpft, bloß eben in jeglicher Hinsicht greifbarer und logischer. So als ob es "Frances the Mute" und "Amputechture" nie gegeben hätte. Dies wird gerade den Hörern gefallen, die eben besagte Alben nicht so überzeugend wie das Debut fanden. Mich überzeugen Musik, Texte und Artwork komplett. Tolles Zusammenspiel. Auch macht der neue Schlagzeuger Thomas Armon Pridgen, Schlagzeugern sicherlich ein Begriff, eine äußerst gute Figur, so dass die Rhythmus-Fraktion vor Einfallsreichtum nur so sprotzt und ordentlich Dampf macht. (Wobei mir Jon Theodores Art, mit dem Schlagzeug umzugehen, mehr zusagte.) Was nun bleibt, ist das Warten auf Mars Voltas Deutschlandkonzerte im Februaur. Es wird bestimmt viel zu staunen geben und ich bin mir sicher, dass es, wie schon beim letzten Berlinkonzert und bei "Scabdates" übermässig präsent vorhanden, wieder etliche Improvisationsattacken geben wird.

Meine Nummer zwei aller bisher veröffentlichen Mars Volta Alben.
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am 4. Juli 2014
DAS IST DIE KRASSESTE, SCHÖNSTE, WILDESTE, EPISCHSTE UND VOR ALLEM INNOVATIVSTE ROCKPLATTE AUF DIESEM VERDAMMTEN PLANETEN !!!

Immer wieder hören, ausrasten, grooven, tanzen, Fäuste ballen und bei Soothsayer (Track.11) schließlich zusammenbrechen!
Konzeptionell ist eine Doppelvinyl für den 70min Trip eher unpraktisch, doch allein für das special vinyl-Hexenbrett lohnt es sich.

Hab das Album bereits 3x gekauft; nur um es "nochmal" zu bekommen. Verrückt!!!

Cedric & Omar forever!!!
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am 3. Mai 2014
Was haben sich The Mars Volta nicht schon anhören müssen: Verkopfte Muckerei, musikalische Angeberei, überdrehtes Gejaule, verdrogte Texte und so weiter. Tatsache ist zweifelos, dass die Kunst der beiden Frontmänner Cedric und Omar nie für die breite Masse war. Dafür ist sie zu laut, zu schrill und zu fordernd. The Mars Volta war immer Musik für Leute, die neues suchen, abseits der vielbegangenen Pfade "normaler" (nicht negativ verstehen) Musik. 2008 erschien also mit "The Bedlam in Goliath" das vierte Album von The Mars Volta. Eingeweihte wussten, dass sie nichts wussten. Was kam war ein wahrhaftiger Brocken, ein lauter, dichter Klotz. Ein Klotz von unbeschreiblicher Schönheit.

Man legt also nichts Böses ahnend die Scheibe auf und drückt auf Play. Zack! Eine Sekunde später will man sich die Ohren abschneiden. "Aberinkula" überrollt einen mit einem derartig lauten und nervtötenden Inferno, sodass man kurz denkt man hätte die CD vielleicht falsch herum im Laufwerk. Das geht in etwa 20 Sekunden so weiter, bis sich das Stück etwas entwirrt und Rhythmus und Melodien offenbar werden. Es wird bemerkbar, dass das Gequäke der Anfangssekunden scheinbar den Refrain darstellen soll. Nach 5 Minuten ist der Song zu Ende und man ist entweder angewidert oder restlos begeistert. Begeistert von der genialen Coda oder der Melodie der Strophen. Und so begibt man sich auf die Reise auf der ein Highlight auf das andere folgt. "Ilyena" versprüht Funk und wäre tanzbar (wenn sich ein DJ trauen würde es zu spielen). "Goliath" ist Adrenalin pur, "Askepios" ist Meskalin pur. Die Stimme vom Sänger schraubt sich in unfassbare Höhen, wie etwa im Refrain von "Conjugal Burns". Das Schlagzeug spielt präzise, hochkomplexe Rhytmen und die Gitarre ist wie immer vom Teufel besessen und spielt manische Soli in etwa so, als wären sie nach dem Komponieren zerschreddert und durch zehn Effektgeräte gejagt worden. Umfassende Epik ("Soothsayer") gibt es ebenso wie straigten Rock ("Ouroborous"). Jedes Lied ist überladen.
Dieses Album hört sich auf keinen Fall gesund an. Es ist anstrengend, es dreht, schreit und windet sich wie ein hyperaktives Kind. The Mars Volta massakrieren vor sich hin, oft im komplettem Exzess.

Und am Ende? Da denkt man sich, dass alle Vorurteile stimmen.
Und drückt auf Play.
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am 8. März 2014
Die schlechten Rezensionen haben mich davon abgehalten dieses Album zu kaufen, weil ich von vielen Effekten und Soundcollagen gelesen habe. Konnte das nachvollziehen weil für mich Frances the mute zuviel Soundwirrwarr und zu wenig Musik enthielt... Aaaaber ich kann die teilweise schlechten Kritiken zu Amputechture und TBiG nicht nachvollziehen, daher muss ich jetzt auch was zu diesem Album schreiben. Habe es gerade zum ersten mal gehört und mich hat noch nie etwas soooooo überwältigt, bin großer Tool und Motorpsycho Fan aber was ich gerade gehört habe stellt alles in den Schatten!!! Von der ersten bis zur letzten Minute hatte ich Spaß an diesem Album, es ist weder effektüberladen noch ist die Stimme zu schrill sondern es passt alles perfekt! Ein progressiver Sturm der über einen hereinbricht und durch ein zuckersüßes Klanguniversum treibt! TMV bringen es hier auf den Punkt, keine Soundcollage zu lang, kein Part zu überladen, jeder Break perfekt und ein Sound der einfach nur umhaut! Alter rocken die! Mehr als auf allen bisherigen Alben! Eine Aggressivität die ich von TMV bisher noch nicht kannte und jetzt hole ich mir schnellstmöglich die restlichen Alben! Was habe ich bisher nur gemacht? Hätte dieses Album schon längst haben können :_( und ich habe sie auch nie live gesehen. Jeder der das Album noch nicht gehört hat sollte es sich sofort anhören, denen es nicht gefällt sollten es sich wieder und wieder anhören bis es funktioniert, Prog braucht halt manchmal viele Durchläufe... anscheinend auch bei denen die eigentlich schon durch das Debüt vom MV Sound infiziert sein müssten. Vielleicht ist aber auch alles nur Geschmackssache :) Dann sag ich nur: Es hat vorzüglich gemundet! Bitte Nachschlag!
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am 5. Februar 2008
Nach der Tool-Scheibe das zweite richtig richtig richtig große Rock-Album der letzten Zeit, in der "klassischen" härteren Avatgarde-Abteilung.

In die musiktheoretische Kritik kann und will ich mich nicht wirklich einklinken, nur soviel: man hört und genießt die Virtuosität an den jeweiligen Instrumenten. Ich liebe besonders die Bassläufe und die Gitarren. Und wer hat wieder mitgespielt...? Genau. John Frusciante, mein alter Held.

Zum Thema "Kastraten"-Gesang, der dem Album ja nachgesagt wird - wie gesagt, über Geschmack läßt sich nicht streiten.

Ich finde den Gesang herausragend und neige mit zunehmendem Alter offenbar auch immer stärker der höheren männlichen Stimmlage zu. The Mars Volta befinden sich da in ehrenwerter Tradition, quasi von Audioslave über Queen bis Zeppelin.

Da paßt die hohe Stimmlage einfach 100pro zur Komposition - nicht zufällig geht die Stimme mit der Instrumentierung auch durch das andere ruhigere und tiefere Tal des Albums, beispielsweise beim Tourniquet Man.

Mehr Schichten unter Schichten... Und erst mit der Zeit entfalten sich die Schönheit der Tempiwechsel, des Lautstärke-/Stille-Wechsels, von Gitarren und Flöten, von Urbanität und Wildheit. Genau so was ist für mich ein eingebauter Langeweile-Schutz.

Beim Laufen war die Stunde auf einmal zuende und die Scheibe noch nicht - da läuft man dann auch gern 70 Minuten...

Anspieltip: Ilyena
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TOP 500 REZENSENTam 20. Februar 2010
zunächst einmal - ich bin kein gelernter Musiker und schon gar kein Musik Kritiker.

Ich bewerte Alben nach Möglichkeit nicht an ihren Vorgängern und mich interessiert auch nur am Rande ob sich eine Band "entwickelt", das ist schließlich ein äußerst subjektives Kriterium und dazu noch Privatsache.

Ich kann mir kaum all die komischen Namen merken. Auch aus dem "Fan Alter" bin ich lange raus.

Mein Kriterium ist die Hörbarkeit und wie lange kann mich Musik fesseln.

Pink Floyd, Genesis (zu Gabriels Zeiten), Gabriel (Solo), Bowie und einige Andere fesseln mich seit teilweise mehr als dreißig Jahren. Tool, At the Drive in, Oceansize, Perfect Circle und einige mehr schaffen das auch seit Jahren.
Mars Volta gehören ebenso zu diesen Bands wie Afro Celt Sound System oder Sparta.

Auch TBiG ist für mich ganz sicher eines der Alben die ich mir immer wieder anhören werde, solange ich lebe.

Es ist niemals langweilig und egal ob ich mit dem Bike einen Hügel hoch kämpfe, in der Sauna entspanne oder einfach nur alleine oder mit Freunden Musik höre - TbiG ist immer eine gute Wahl und landet daher häufig im Player.
Sicher ist auch diese Mars Volta Scheibe nicht leicht zugänglich - und das hilfreiche und entspannende in dieser teils hektischen Musik zu finden, gelingt erst nach intensivem einhören - aber dann um so eindringlicher.
Auch nach über einem Jahr gibt es in TBiG immer noch Neues zu entdecken.
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am 14. Februar 2008
Mit The Bedlam in Goliath" haben The Mars Volta meiner Ansicht nach ihr bisher ausgereiftestes Album vorgelegt. Ihre Debut-EP Tremulant" sowie das Debutalbum De-Loused in the Comatorium" kann man in der Rückschau getrost als experimentelle Spielwiese der Band ansehen, da damals kein nennenswerter Erwartungsdruck auf der Band lag. Dennoch wurde mit besagten Platten die Messlatte recht hoch angelegt und jener Erwartungsdruck so überhaupt erst erzeugt. Die Folgealben Frances the Mute" und Amputechture" konnten aus unterschiedlichen Gründen nie an die Qualität des Debuts heranreichen . Entweder erstickte" die Songstruktur in der Fülle an Effekten und Geräuschen, was vor allem bei Frances the Mute" der Fall war - oder aber die Songs konnten aufgrund mangelnder Dynamik nie ihre volle Spannung ausreizen (Amputechture!). Um nicht falsch verstanden zu werden: Sowohl Frances the Mute" als auch Amputechture" waren/sind großartige Alben, aber irgendwie wusste man immer: die könnenŽs noch besser! Und das haben sie mit The Bedlam in Goliath" nun bewiesen! Zwar sind viele Melodien und Motive nicht mehr so schön schräg zappaesk wie noch auf dem Vorgänger, in Punkto Dynamik, Virtuosität und Dichte gehören die 12 Songs allerdings zum Besten was The Mars Volta bis dato abgeliefert haben. Die Platte besticht einfach durch viele wunderbare Feinheiten und hält, was schon das Artwork verspricht. The Mars Volta entführen in eine fremde exotische Welt, voll mit aufgeblähten Geräuschteppichen, ruhigen Klangoasen und mächtig viel Latinoflair. Alle Songs wirken wie aus einem Guss - trotz permanenter Brüche in der Melodieführung: Das aufwühlende Metatron" kippt nach drei min. schlagartig um, alle Härte wird zurückgefahren, die Trommeln verstummen völlig unerwartet, nur um eine Minute später um so brachialer wieder zu wüten. Goliath" lebt von einem durchgehend gelassenen Groove, der nach vier Minuten zu einem unglaublichen Gitarrenstakkato anwächst und bis zum Ende des Stücks alles niederreißt. Auch im Song Wax Simulacra" hatte der neue Mars Volta Drummer wohl ordentlich Hummeln im Hintern, auf jeden Fall haut der auf die Felle dass kein Gras mehr wächst. Viel entspannter klingen dagegen das ruhige, getragene Torniquet Man" oder der warme Refrain bei Ouroborous", meinem (zumindest bisher) absoluten Lieblingsstück auf der Platte. Eins kann ich bisher auf jeden Fall sicher behaupten: Mit der Skip-Taste auf der Fernbedienung hab ich diese Platte bisher noch nicht belästigt. Dafür klingt sie einfach zu abwechslungsreich: orientalische Streicher, Muezzin-Rufe, tolle - wenn auch schon bekannte - Gitarreneffekte, Bläser, Flöten und Trommeln...überall.
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