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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Premium-Ausgabe!
Der Film ist zweifellos ein Klassiker und Gary Cooper ein Superschauspieler aber: diese DVD-Ausgabe enthält die gleichen DVD-Extras wie die Einzelausgabe bis auf die Doku:Gary Cooper-Face of a Hero (US,1997,v. Gene Feldman).Diese lief 2006 auf den Dritten der ARD unter dem Titel:Gary Cooper-Ein scheuer Held.Ob sich die Anschaffung dieser "Premium"-Ausgabe deswegen...
Veröffentlicht am 27. Januar 2008 von Tom Mix

versus
1 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Für echte Western-fans!
Ein Muss für Westernfans- für alle anderen etwas gewohnungsbedürftig, vielleicht. Man muss sagen, dass das Stilmittel der Echtzeit-übertragen" leider dazu führt, dass das Geschehen in dem Film abflacht. Dennoch sind die schauspielerischen Leistungen ansprechend und der Regisseur vermag den Zuschauer durch seinen Film in eine ganz andere Welt zu...
Vor 7 Monaten von Muffin veröffentlicht


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23 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Keine Premium-Ausgabe!, 27. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: 12 Uhr mittags - High Noon / Arthaus Premium (2 DVDs) (DVD)
Der Film ist zweifellos ein Klassiker und Gary Cooper ein Superschauspieler aber: diese DVD-Ausgabe enthält die gleichen DVD-Extras wie die Einzelausgabe bis auf die Doku:Gary Cooper-Face of a Hero (US,1997,v. Gene Feldman).Diese lief 2006 auf den Dritten der ARD unter dem Titel:Gary Cooper-Ein scheuer Held.Ob sich die Anschaffung dieser "Premium"-Ausgabe deswegen lohnt muß jeder selbst entscheiden, aber mein Rat:Wer die Einzel-DVD bereits besitzt kann sie sich getrost sparen!!! Deshalb auch nur 4 Sterne!!! (der Film allein hat 5 Sterne verdient)
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36 von 41 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Viel mehr als nur ein guter Western!, 17. August 2004
Von 
junior-soprano - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (TOP 500 REZENSENT)   
Von Amazon bestätigter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: 12 Uhr mittags - High Noon (DVD)
Ein atemberaubend guter Film! Gibt es jemanden, der ihn noch nicht gesehen hat? Ein Vorzeige-Western! Großes Kino! Filmkunst! Ein typischer Western, der kein Western ist, wie Regisseur Fred Zinnemann selbst sagte, sondern ein Kommentar der Mc Carthy Ära, also der Zeit der Kommunistenverfolgung in den USA der 1950er Jahre. „12 Uhr mittags" hat bis heute nicht das geringste von seiner Genialität verloren. Das er in Schwarz-Weiß gedreht wurde, läßt ihn nicht unmodern aussehen. Ein Klassiker für die Ewigkeit! Die Geschichte um den aufrechten, pflichtbewußten, mutigen und grundguten Sheriff (ein brillanter Gary Cooper!), der seinen Mann steht und die Stadt verteidigt, in der er für Recht und Ordnung sorgen soll, ist immer wieder sehenswert. Ein Mann, der nicht viel redetet, sondern handelt. Etwas spießig ist er, aber doch ein strahlendes Vorbild. Was man von seinen „Hilfssheriffs" wahrlich nicht behaupten kann. Erst sagen sie ihre Hilfe zu, doch als es hart auf hart kommt, kneift einer nach dem andern. Aus Angst um ihr eigenes Leben, verraten sie ihren Sheriff und arrangieren sich lieber mit dem Verbrecher Frank Miller, der mit dem 12-Uhr-Mittags-Zug eintreffen wird und die kleine Stadt bereits zuvor terrorisiert hat. Neben dieser geistreichen Geschichte um Gut und Böse, Moral und menschliche Schwächen ist „12 Uhr mittags" aber natürlich auch ein spannender Western mit allem, was dazu gehört: Revolverhelden-Duelle, Pferde, Saloon, alles mit dabei!
Die technische Ausstattung dieser DVD ist sehr erfreulich. Der Titelsong „Do not forsake me" von Tex Ritter kann separat abgespielt werden, ein Wahnsinnsohrwurm! Es gibt zwar keinen Audiokommentar, dafür aber ein äußerst interessantes Interview mit Fred Zinnemann, das mehr Informationen enthält und mehr Spaß macht, als der Audiokommentar manch anderer DVD.
Wie alle großen, zeitlosen Geschichten, läßt auch „12 Uhr mittags" dem Zuschauer genug Raum, um seine eigenen Schlüsse zu ziehen. Es geht um Themen, die für jeden Menschen relevant sind. Frank Miller kann als Platzhalter für Hitler, Stalin, Mc Carthy oder jeden anderen stehen, der sich mit Hilfe von Angst und Terror andere Menschen untertan macht, die sich lieber verkriechen und anpassen, statt Konflikte auszutragen und für ihre Überzeugungen aufzustehen. Einer der besten Filme aller Zeiten!
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5 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Unvergessen: Gary Cooper (1901-1961), 26. April 2012
Von 
Film- und Buchfreund (Bayern) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 12 Uhr mittags - High Noon / Arthaus Premium (2 DVDs) (DVD)
Rezension zu: "12 Uhr Mittags" (USA 1952)

Zum Inhalt:

An dem Tag, als der verdienstvolle und beliebte Sheriff Will Kane (Gary Cooper) Amy (Grace Kelly) heiraten, sein Amt aufgeben und aus der Kleinstadt Hadleyville wegziehen möchte, schickt Frank Miller (Ian MacDonald) ein Telegramm, in dem er ankündigt, er werde mit dem Mittagszug eintreffen. Jeder in der Stadt weiß, dass Kane den Banditen vor fünf Jahren ins Gefängnis gebracht hat. Jetzt wurde Frank Miller offenbar entlassen und will sich rächen.

Aus Feigheit ist niemand bereit, dem Sheriff zu helfen. Amy ist Quäkerin und lehnt jede Art von Gewalt ab. Sie fleht ihren Bräutigam an, nicht auf den Banditen zu warten und droht, ihn zu verlassen, wenn er bleibt. Aber Will Kane kann nicht anders: Seine Auffassung von Pflicht, Gerechtigkeit und Ehre setzt voraus, dass er dem Herausforderer nicht weicht.

Um 12 Uhr stehen sich die beiden Männer in der ansonsten menschenleeren Hauptstraße gegenüber. Der Sheriff zieht schneller; er tötet Frank Miller. Dann wirft er den feigen Bürgern von Hadleyville seinen Stern vor die Füße und verlässt mit Amy die Stadt.

Bewertung:

Das "Lexikon des internationalen Films" bewertete diesen Film folgendermaßen:

"Zinnemanns "psychologischer" Western bereicherte das Genre nicht nur um neue dramaturgische Raffinessen (die Einheit von Ort und Zeit ist virtuos zur Spannungssteigerung genutzt) und um den damals noch ungewohnten Typus des "gebrochenen" Helden, der an seinem Auftrag zweifelt, sondern verschärfte auch die moralischen Aspekte der Fabel. Über seinen filmhistorischen Wert hinaus stellt der populärste und meistausgezeichnete Film der 1950er Jahre eine bittere Abrechnung mit der McCarthy-Ära dar. Der Drehbuchautor Carl Foreman war 1951 auf die "Schwarze Liste" des Kommunistenjägers geraten und hat in dem Stoff eigene Erfahrungen verarbeitet."

"High Noon" zählt heute zu den "besten Filmen aller Zeiten".
Gary Cooper erhielt für seine schauspielerische Leistung in diesem "Fred-Zinnemann-Spielfilm" einen Oscar.
Dieser Filmklassiker ist -nicht nur für Western-Fans- absolut sehens- und auch empfehlenswert.

Die Bild- und Tonqualität [ schwarz-weiß; Filmlänge ca. 85 min ] ist sehr gut.
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27 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Do Not Forsake Me, Oh My Darlin', 10. Juli 2007
Rezension bezieht sich auf: 12 Uhr mittags - High Noon (DVD)
Als der gebürtige Wiener Fred Zinnemann "Hign Noon" Mitte 1952, das heisst inmitten der McCarthy-Ära, drehte und in die US-Kinos brachte, waren die Meinungen geteilt. Rechte Kräfte fanden den Film "unamerikanisch" und den Sheriff Will Kane (Gary Cooper) zu verweichlicht und verbittert, angeblich drehten Howard Hawks und John Wayne 1959 "Rio Bravo" daher als Antwort auf "High Noon".
Die amerikanische Linke hingegen identifizierte sich mit dem von der Gemeinschaft (aus Angst) im Stich gelassenen Kane. Als eine Art Parabel auf die Kommunistenhetze war der Film wohl auch gemeint.

Tatsache ist jedenfalls, dass "12 Uhr mittags - High Noon" einer der besten Western (oder sogar der besten Filme) überhaupt ist, dass es kaum je einen großartigeren Showdown in der Filmgeschichte gegeben hat und Grace Kelly als prüde-pazifistische Ehefrau von Kane alle Sexsymbole der Neuzeit um Längen schlägt.

Die DVD-Ausgabe (Ton: deutsch und englisch mit Untertiteln) ist solide, als Extras gibt es eine kurze Doku über Fred Zinnemann und außerdem den genialen, von Tex Ritter gesungenen, Titelsong.
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4 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Zeitloses Meisterwerk, 6. Januar 2012
Von 
Jimmy K. - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: 12 Uhr mittags - High Noon (DVD)
Ich habe den Film neulich zum vierten Mal gesehen und muss sagen, dass ich jedes Mal, wenn ich ihn sehe, mehr begeistert bin. Normalerweise ist es ja so, dass sich selbst die besten Filme ein wenig abnützen, je öfter man sie sieht - aber bei "High Noon" oder "12 Uhr mittags" gelten die Gesetze des Filmgenres scheinbar nicht.

Schon die erste Szene strömt so viel Western- typische Atmosphäre aus: Der junge Lee van Cleef, der mit seinen waghalsig geschnürten Revolvern auf einem umgestürzten Baum in der weiten Landschaft vor der Stadt Hadleyville sitzt, raucht und auf das Eintreffen seiner Gangsterkumpane wartet - dazu die Gänsehaut versursachende Musik Tiomkins mit der Stimme von Tex Ritter... "Do not forsake me, oh my darlin'..." Einfach großartig. Dazu noch diese wunderbare Schwarzweiß- Optik, die Landschaft und Stadt in einer Sichtweise aus einer vergangenen Zeit zeigt...

Im Zentrum der Handlung steht Sheriff Will Kane (Gary Cooper), der wenige Momente nach seiner Hochzeit erfährt, dass sein Erzfeind Frank Miller aus dem Gefängnis entlassen wurde; zusammen mit seinen alten Anhängern (u. a. van Cleef) ist er auf dem Weg nach Hadleyville, um sich an Kane zu rächen. Trotz der flehentlichen Beschwörungen seiner jungen Frau Amy (Grace Kelly) und der mehr oder weniger gut gemeinten Ratschläge vieler Bürger und Freunde, bleibt Kane in der Stadt und flieht nicht: "Wir würden ewig vor ihm weglaufen - und er würde uns doch finden", erklärt er seiner Frau, die den ganzen Film über in ihrem Brautkleid auf die mörderische Konfrontation wartet, hin- und hergerissen zwischen Angst und Solidarität mit ihrem Mann, dem Sheriff.

Und die Stadt, die Kane so viel verdankte? Früher sorgte er dafür, dass ihre Bewohner ruhig schlafen konnten - jetzt zeigen Kanes Mitbürger keinen einzigen Funken Mitgefühl oder Hilfsbereitschaft, um dem Mann, der sie einst rettete, zu helfen. Allein und verlassen steht Kane auf der staubigen Straße in der Mittagshitze, Tiomkins Musik erklingt leise im Hintergrund und die Zeit ist gekommen - der Mittagszug ist da, Miller und seine Gefährten rüsten sich zum Angriff...

Jede Szene ein Meisterwerk, jede Einstellung ein Meilenstein! Anderthalb Stunden edelster Edel- Western spielen sich vor den Augen des faszinierten Zuschauers ab - das ist Hollywoodwestern at it's best! Oft warf man dem Western der fünfziger Jahre fehlenden Realismus, platitüdenhafte Frasen und Klischeehaftigkeit vor, doch beweist dieser Film das Gegenteil! Kein Moment der Langeweile kommt auf, von der ersten bis zur letzten Sekunde fiebert, leidet und kämpft man mit in diesem Film, der bis heute zu Recht als Aushängeschild einer Zeit gilt, in der die Helden noch heldenhaft und die Schurken noch diabolisch waren. Ich hoffe, dass niemals irgend ein Regisseur auf die Idee kommt, von diesem Film ein Remake zu drehen - denn das wäre ein Frevel.

Zur DVD ist zu sagen: Ansprechendes Menü, einige Extras - insbesondere die verschiedenen Trailer sind interessant, da man in der heutigen Zeit Trailer- Sequenzen so nicht mehr drehen würde. Alles in allem stellt dieser Film eine Zierde jeder DVD- Sammlung dar. Jeder Western- Fan, jeder gebildete und halbwegs interessierte Mensch sollte "High Noon" besitzen.
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21 von 25 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Meisterwerk der Filmgeschichte, 25. Februar 2003
Rezension bezieht sich auf: 12 Uhr mittags - High Noon (DVD)
Für mich ist das einer der besten Filme aller Zeiten. Ich habe den Film zum ersten Mal in der Grundschule gesehen und bin seitdem in Gary Cooper vernarrt.
Gary Cooper verstand es in genialer Weise, Hilflosigkeit, Verzweiflung, Selbstzweifel und Enttäuschung allein durch seine Mimik auszudrücken. Für diese grandiose Leistung erhielt er den Oscar.
Der Film zeigt, in Echtzeit, circa eineinhalb Stunden in der Stadt Hadleyville. Den Großteil der Handlung macht das Warten auf den Mittagszug und die verzweifelte Suche nach Unterstützung aus.
Durch das unerbittliche Fortbewegen der Uhrzeiger baut sich eine schier unerträgliche Spannung auf. Als der Zug um 12 Uhr mittags eintrifft, kommt es endlich zum Showdown.
Die Filmmusik ist ein echter Ohrwurm. Dieser Film gehört in die Sammlung eines jeden Cineasten.
Die Extras der DVD lassen zu wünschen übrig. Der Trailer ist furchtbar altmodisch aufgemacht. Die angepriesene Filmmusik besteht einfach nur aus dem Filmvorspann; das hätte man sich sparen können. Das Interview mit Fred Zinnemann empfand ich persönlich als nicht besonders reizvoll.
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7 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen "I do not know what fate awaits me I only know I must be brave", 14. November 2013
Rezension bezieht sich auf: 12 Uhr mittags - High Noon (DVD)
HIGH NOON
Eine Daumenkuppe schlägt einen trockenen Takt auf dem Korpus einer akustischen Gitarre, deren Seiten werden angeschlagen und wir hören die ersten Zeilen eines Liedes, in denen der Sänger barmt, seine Braut möge ihn nicht verlassen, was auch komme, er müsse seinen Mann stehen und er hätte keine Angst vorm Tode, aber was – was solle er tun, wenn sie ihn verließe…?

Während der Vorspann läuft, in blassen weißen Lettern, sehen wir, wie sich drei Männer treffen, und jeder, der eintrifft sieht gefährlicher und mißmutiger aus. Dann reiten sie in eine Stadt. Dort heiratet der ehemalige Marshal des Städtchens – Will Kane (Gary Cooper) - soeben seine Verlobte, Amy (Grace Kelly), eine Quäkerin. Sie wollen aufbrechen in ein neues Leben, das für Will einen Platz hinter einer Ladentheke vorgesehen hat, da kommt der Vorsteher des Bahnhofs– zugleich das Telegraphenamt – und meldet nicht nur die Ankunft der drei Männer am Bahnhof, sondern auch den Grund dafür: Frank Miller (Ian MacDonald), den Kane einst hinter Gitter brachte, kommt frei und wird mit dem 12-Uhr-Zug in der Stadt eintreffen. In zirka einer Stunde also. Er will Rache für 5 Jahre hinter Gittern. Zudem hatte Kane ein Techtelmechtel mit Helen Ramirez (Katy Jurado), einer in der Stadt offenbar wenig gut gelittenen Dame, die zuvor mit Miller liiert war. Kanes Freunde – darunter der ehemalige Marshal Martin Howe (Lon Chaney jun.) und der Bürgermeister Jonas Henderson (Thomas Mitchell) – drängen diesen zum Aufbruch, es ei das Beste für alle, wenn Miller und seine Bande Kane und dessen Frau gar nicht mehr in der Stadt anträfen. Rasend treten die beiden die Flucht per Kutsche in die offene Prärie an, doch Kane dreht um, weil er weiß, daß er gegen vier Mann im Offenen ohne Waffe keine Chance hat. Zurück in der Stadt nimmt Kane Waffe und Stern des Marshals wieder an sich, er ist überzeugt, sich den Männern hier, in der Stadt, wo er Freunde und also Unterstützung habe, stellen zu müssen. Amy wehrt sich dagegen, daß sie eine Stunde warten solle, ob sie eine Braut oder eine Witwe sei, sie würde mit eben jenem Zug die Stadt verlassen, der Miller hierher brächte. Kane versucht, ihr klar zu machen, daß er eine Verpflichtung habe und daß es besser sei, sich dieser Herausforderung zu stellen, als den Rest des Lebens Angst haben zu müssen, doch sie – aufgrund ihrer religiösen Einstellung als Quäkerin Pazifistin – lehnt diese Sichtweise ab. So wartet sie im Foyer des Hotels darauf, daß der Zug eintrifft. Will versucht Unterstützung zu finden. Doch niemand ist bereit, ihm, der die Stadt einst von Miller und damit von Gewalt, Angst und Lotterleben befreite, zu helfen. Im Saloon wird ihm deutlich gemacht, daß die meisten geradezu danach lechzen, daß Miller zurückkäme, damit in der Stadt endlich wieder was los sei; seine Freunde lassen sich verleugnen oder weisen ihn aus den unterschiedlichsten Gründen zurück und in der Kirche findet er zwar Gehör, doch zum einen zerreden die dortigen Männer ihre anfängliche Entschlossenheit, zu ihrem ehemaligen Marshal zu stehen, zum anderen verweigert der Pastor den Aufruf zur Hilfe –e r könne seine Gemeinde weder auffordern zu töten, noch, sich töten zu lassen. Und Kanes Hilfssheriff Harvey Pell (Lloyd Bridges) verweigert ihm ebenfalls die Unterstützung, da Kane ihm nicht geholfen habe, dessen Nachfolge anzutreten. Kane wird klar, daß er allein steht. Lediglich ein Säufer und ein Kind sind bereit, mit ihm zu gehen. Amy hat mittlerweile mit Helen Ramirez Kontakt aufgenommen und die beiden Frauen lernen, daß sie einiges gemein haben – wohl auch die Liebe zu Will Kane. Schließlich ist die Zeit abgelaufen und der Pfiff des Zuges kündet den Showdown an…

Gilt der Western der 50er Jahre gemeinhin als der „erwachsene“ Western, der „reife“ und – auch das – der „ambivalente“ Western, dann kann man wohl mit Fug und Recht behaupten, es bei „High Noon“ mit dem erwachsensten, dem reifsten und in vielerlei Hinsicht auch ambivalentesten Western aller Zeiten zu tun zu haben. Das ist ihm – darin gleich mal höchst ambivalent – Fluch und Segen zugleich. Es hat ihm immer sowohl Lob als auch sehr viel Kritik eingetragen und dennoch, darin sind sich dann alle, selbst jene, die ihn nicht mögen, einig: Man hat es mit einem der Klassiker und Meisterwerke des Genres zu tun. Ein Meilenstein.

Womit anfangen? Mit all den über den reinen Inhalt hinausgehenden genreimmanenten Themen, die er verhandelt? Mit der cineastischen Meisterleistung, die dem westernfremden Fred Zinnemann und seinem Kameramann Floyd Crosby gelungen ist? Oder gleich anfangen auf der Metaebene, die sich im Film am deutlichsten im Schlußbild ausdrückt, wenn Kane seinen Stern in den Dreck wirft und dieser Gemeinde aus Halbseidenen und Spießern verdeutlicht, was er von ihnen hält; dieses Bild, das John Wayne einst dazu veranlasste, Cooper Prügel anzudrohen, wenn er „sowas“ je wieder mache und sinnbildlich steht für das, was gern und viel in diesen Film hineingelesen wurde? Damit beginnen, daß die Haltung des Films Howard Hawks veranlasste „Rio Bravo“ zu drehen, um zu zeigen, was echte Freundschaft ist und daß im Westen Männer zusammenhielten? Oder ganz oben anfangen, da, wo der Film plötzlich politisch-moralischen Wert bekam? Da, wo er einerseits als Metapher gelesen wurde auf die Aufrechten, die sich einem „bösen“ System wie McCarthys Kommunistenhetzern nicht beugten? Und wo er andererseits gelesen wurde als eine Metapher auf die Amerikaner im Koreakrieg, die allein standen gegen eine vermeintliche Übermacht, denne kein Verbündeter zur Hilfe kommen wollte?

Das Erstaunliche ist – und das spricht durchaus für den Film, seine Machart und seine Macher - , daß „High Noon“ das alles aushält, trägt und dennoch schlicht als einfacher Western funktioniert, der praktisch ohne Story auskommt – ein Mann erhält eine schlechte Nachricht, bereitet sich vor und tritt dann an, um sich seiner Vergangenheit zu stellen. Vielleicht sollte man doch mit seinen innerfilmischen Qualitäten beginnen…

Zinnemann war kein Westernregisseur und er brachte einen anderen, neuen Blick mit,a ls er 1951 daran ging, „High Noon“ zu filmen. Formal ist das Ungewöhnliche des Films, daß er - bis auf den Anfang - Filmzeit und filmische Zeit zur Deckung bringt. Ab dem Moment, da Kane zurück in die Stadt kommt, vergehen noch zirka eine Stunde, bis der Zug ankommt und der Film dauert ebenfalls noch etwas mehr als eine Stunde – die letzten Minuten sind dann dem Shoot-out vorbehalten. Diese Zeitdeckung wird häufig hervorgehoben und sicherlich ist sie auch ungewöhnlich, doch es sind noch ganz andere filmische Neurungen für einen Western, die aufmerken lassen. Zinnemann durchmisst Räume. Immer wieder sehen wir zu, in langen Einstellungen, wie Menschen entweder in die Räume hineingehen und dadurch von der Kamera – also uns – fortgehen, oder es ist genau andersherum und Menschen kommen aus der Tiefe des Raumes auf die Kamera zu. Dadurch entsteht oft eine Gegensätzlichkeit von extremer Raumtiefe und extremer, flächiger Nähe zu Gesichtern oder Gegenständen, die fast fetischhaft in Szene gesetzt werden. Colts, Uhren, Gesäßtaschen, die Räder einer rasenden Kutsche – all diese Dinge werden dem Zuschauer in extremer Nahaufnahme, leinwandfüllend präsentiert. Wenn Kane und Miller mit seinen Leuten aufeinander zugehen, rutscht die Kamera in einen schiefen Winkel – all diese Einstellungen, diese plötzliche Wechsel zwischen Tiefe und Ferne und plötzlicher Übernähe, verweisen formal schon auf den viel späteren Italowestern. Zugleich merkt man, daß Zinnemann zwar keine Erfahrungen im Westerngenre, durchaus aber in dem des Film Noir hatte. „High Noon“ ist ein schwarz-weißer Film, der teils mit strengen Überbelichtungen arbeitend ein permanentes Spiel von Licht und Schatten, hell und dunkel, schwarz und weiß inszeniert. Zinnemann wollte es nach eigener Aussage wie eine Wochenschau aussehen lassen, doch erinnert der Look des Films durchaus auch an den deutschen expressionistischen Stummfilm der 20er Jahre, der wiederum seinen Einfluß auf den Film Noir geltend machen kann. Wenn man eine Scheune sieht, deren geöffnetes Tor einem schwarzen Schlund ähnelt, oder die Kirche von einer schräg stehenden Kamera in einem nahezu absurden Winkel eingefangen wird oder eben diese Kamera eine Bewegung vollzieht, beginnend von Coopers Gesicht, sich dann entfernend und in die Vogelperspektive wechselnd, bis Kane da steht, ein schwarz-weißer Schemen im Straßenstaub dieser kleinen Stadt, verloren zwischen den Gebäuden auf einer vollkommen leeren Straße, erreicht der Film manchmal hohe Abstraktionsgrade. Und die braucht es auch, wenn man bedenkt, was da auf der inhaltlichen Ebene verhandelt wird.

Bleibt man rein im Westerngenre, dann muß man zunächst konstatieren, daß „High Noon“ wenig von einem klassischen Western hat. Geht man die Unterteilung in Land- und Stadtwestern ein, dann steht er definitiv für letztere. Landschaftsaufnahmen sind lediglich während der kurzen Fahrt mit der Kutsche zu sehen, wenn Kane meint, noch fliehen zu können, und die immer wieder eingeflochtenen Aufnahmen der im Nichts sich verlierenden Gleisstränge, auf denen der todbringende Zug ankommen wird wären noch als solche zu betrachten. Doch nicht nur das – mindestens die Hälfte des Films spielt in geschlossenen Räumen, hinter netten Gardinen, in einem Hotel, der Kirche, Büros. Also zivilisierten Räumen. Typische Westernräume – der Saloon, das Sheriffbüro – sind nur kurz und dann kaum wesentlich im Bild. Die Schlägerei findet im Stall zwischen den Hufen der Pferde statt und geritten wird – außer von den drei Banditen während des Vorspanns – nur noch einmal, wenn Kane die vor einem Feuer fliehenden Pferde des Stalls nutzt, um seinen Häschern zu entkommen. Ließe man den Shoot-out am Ende weg, fiele nicht mal ein einziger Schuß im ganzen Film.

„High Noon“ verhandelt anhand dieser, aber auch anderer Hinweise im Grunde genau das Feld zwischen dem „klassischen“ und dem „erwachsenen“ Western. Er spinnt ein wahrlich feines Geflecht aus Beziehungen einzelner Protagonisten untereinander: Kane, der mit Helen Ramirez zusammen war, der Amy heiratet, der offenbar stellvertretend für das Genre den Schritt gemacht hat aus der „wilden“ Jugend in das „reife“ Alter; Amy, die sich – aufgrund einer schrecklichen persönlichen Geschichte - sicher ist, daß Waffengewalt keine Lösung sein kann und die dann doch zur Waffe greift um als einzige ihrem Mann zur Seite zu stehen; Helen Ramirez, die, wie die Banditen auch, für den alten, den „wilden“ Westen und Western steht, die zwischen diesen Männern steht, die schauen muß, wie sie in einem neuen, einem befriedeten Westen zurecht kommt, die letztlich eine Verlorene ist; Harvey, der „breite Schultern hat, aber nicht erwachsen wird“ (und an dem ganz offen und exemplarisch genau das Thema des Films durchexerziert wird: Erwachsenwerden, Verantwortung übernehmen, zivilisiert werden) und zum Feigling wird, weil er sich aus allem raushält. In diesem Geflecht hat man es zunächst und oberflächlich betrachtet mit binären Beziehungen zu tun, doch stimmt das so dann doch nicht. Zumindest in der Begegnung Amy – Helen wird nicht nur ein schwarz-weißer Gegensatz aufgezeuigt, sondern in dieser Beziehung kommt nahezu alles zum Vorschein, was „High Noon“ ausmacht: Die Frauenbilder, die sich in diesen zwei Damen verbildlichen, drücken auch die Bewegung des Westerns an sich aus: Der „Wilde“ (Indianer als „Wilde“ kommen hier überhaupt nicht mehr vor, ihr einziger Auftritt ist der als Staffage am Eingang des Saloons) wird domestiziert. Also der Mann. Das war im Western immer so, von allem Anfang an – schon John Wayne in „Stagecoach“ findet in Dallas, der Hure mit Herz, seine Bestimmung und will mit ihr in Mexiko ein neues Leben anfangen. Doch „High Noon“ macht aufs Eindringlichste ernst damit, was eine Domestizierung bedeutet, und er macht aufs Eindringlichste ernst damit, daß „Domestizierung“ letztendlich für „Zivilisierung“ steht. Erst war es ein Mann, der die Wildnis erforschte, dann kamen die Siedler, die Schulen, die Warenhäuser und schließlich die Anwälte - das Gesetz, die Zivilisation.
Doch so einfach, wie das scheint, macht es sich der Film dann mit seinen Frauenfiguren und –bildern eben doch nicht. Mag Helen Ramirez für den alten Westen stehen, den mit verräucherten Saloons und Barmädchen, die auch einmal hinlangen können, die zunächst gnadenlos naiv gezeichnete Amy hat eine Geschichte und sie hat aus dieser Geschichte gelernt – ihr Vater und ihr Bruder wurden erschossen, und es war den Waffen egal, daß sie “auf der richtigen Seite standen“ wie sie sagt. Und doch wird sie es sein, die Pierce (Robert J. Wilke) von hinten erschießen wird, in einer Situation, in der dieser nicht einmal bewaffnet ist, lädt er doch gerade seinen Revolver nach; sie wird es sein, die dem sie als Schild benutzenden Frank Miller in die Augen greift, so daß Kane diesen schließlich töten kann; sie wird es sein, die ihre Grundsätze wird verraten müssen und damit ebenfalls eine Entscheidung trifft – gegen den Glauben und für ihren Mann und eben auch für das, was er einmal war – ein Mann der Waffe. In Amy wird ein Zivilisationsbruch gezeigt, sie ist sozusagen das lebende Beispiel dafür, daß auch eine demokratische Zivilisation wird wehrhaft bleiben müssen, wen sie nicht untergehen will.

Daß die Zivilisation immerzu brüchig ist, verdeutlicht sich am Beispiel des Friedensrichters, der seine Gesetzestexte zusammenpackt und – zynisch anmerkend, daß er ja schließlich Miller verurteilt habe – aus der Stadt abhaut. Auch am Beispiel von Kanes früherem Freund und Vorgesetzten Henderson, der während der Aussprache in der Kirche deutlich macht, daß es für Kane UND die Stadt das beste wäre, wenn dieser ginge, wird verdeutlicht, daß Prosperität immer auch bereit sein muß, seltsame und ihr auch unangenehme Allianzen einzugehen. Die Zivilisation dieses Städtchens steht stellvertretend für das Smalltown-America der 50er Jahre: weiß und unschuldig verläßt es sich darauf, daß die „bösen“ Männer in ihrem Teil der Stadt bleiben und im Notfall schon andere „böse“ Männer bereit sein werden, den Kopf für die anständigen Bürger hinzuhalten. Und diese Bürger werden als feige dargestellt. Und als liberale Quatschköpfe. Die Szene in der Kirche stellt natürlich stellvertretend auch einen Senat oder eine Parlament da. Als Kane hereinkommt und die Situation schildert, stehen sofort 5 Mann auf und wollen helfen, doch dann ruft ein anderer „Halt!“, bringt einen Einwand vor und die Rederei beginnt. Am Ende wird Kane die Kirche allein verlassen.

Auch hier werden die Ambivalenzen wieder deutlich, die diesen Film überall durchziehen. Er mag die Zivilisation, er mag das kleine, weiße, friedliche und ehrliche Amerika, und dennoch stellt er dem Liberalismus ein schlechtes Zeugnis aus – das einer Quasselbude, wo alles zerredet wird, auch wenn man eigentlich handeln müsste.

Daß Will Kane schlußendlich allein kämpfen MUSS, bedeutet auf der symbolischen Ebene des Films eben auch, daß er zu beweisen hat, wie zivilisiert er ist, ob er den Weg vom Draufgänger, der er einmal gewesen sein muß, zum verantwortungsvollen Menschen/Mann auch gegangen ist, und eben nicht NUR als Marshal, sondern auch als Zivilist. Der Shoot-out wird dann eben auch nicht inszeniert wie ein herkömmliches faires Feuergefecht im herkömmlichen Western, sondern es ist ein von allem Anfang an ungleicher Kampf: Kane ist allein und deshalb bereit, sich jedes Hinterhalts und jedes Tricks zu bedienen, der ihm Vorteile verschafft. Er kämpft also nicht mehr wie ein Held, sondern wie ein Mann, der des Kämpfens müde ist und einfach nur überleben will. Wie ein Zivilist eben kämpfen würde. Eine Frau hilft ihm – und zwar eine im Kleid, nicht, wie Barbara Stanwyck einige Jahre später in Sam Fullers „Forty Guns“, ein Flintenweib in langen Hosen. Und er schießt auf Frank Miller, als dieser „geblendet“ ist.

Man kann an all dem eine Menge Kritik üben. Der Film ist sich seines Potentials und seiner symbolischen Ebenen enorm bewußt, daß sieht man ihm an. Obwohl eher mit einer B-Western-Laufzeit von nicht einmal 90 Minuten, hat man es hier mit einem Premiumprodukt zu tun. Regie und Kamera sind vorzüglich und das Buch von Carl Foreman weist eben die ganzen oben besprochenen Ambivalenzen und Doppeldeutigkeiten auf. Sie passieren diesem Film nicht, sondern er will sie. Dieser Film weiß, daß er für „mehr“ steht, als einfach nur für „seine“ Geschichte. Mit Gary Cooper wurde ein absoluter A-Schauspieler gewonnen. Darin liegt eine der wenigen echten Schwächen dieses Films: Cooper ist zu „gut“, als daß wir ihm abnähmen, er könne eine Frau wie Grace Kelly für eine Frau wie Katy Jurado verlassen. Und dennoch spielt der Film unterschwellig gerade mit dieser Möglichkeit: Nicht nur die Blicke, die die beiden tauschen, sondern auch Amys Frage an Helen Ramirez, ob sie der Grund sei, daß Kane nicht gehen wolle, sprechen dafür. Doch Cooper ist nicht der Mann, der für dieses Liderliche steht. Das gleiche Problem hatte Anthony Mann 7 Jahre später, als er Cooper in „The Man from the West“ als Exbandit besetzte – so gut der Film ist, dem damals schon fast 60jährigen Cooper nimmt man weder den „verlorenen Sohn“, noch den ehemaligen Banditen, Räuber und Brutalo ab. Gary Cooper ist ein Held, immer.

Bleibt die Frage nach der heimlichen Bedeutung des Films. Ist es eine verkappte Anklage gegen McCarthy und seine Schergen? Foreman war auf der berühmten „schwarzen Liste“ und schließlich vorm „Komitee für unamerikanische Umtriebe“ gelandet. Dennoch läßt sich die ganze Geschichte genauso gut als Allegorie auf die amerikanische Haltung im Koreakrieg lesen, der zum Zeitpunkt der Dreharbeiten und Veröffentlichung des Films noch anhielt. Hier sahen sich die USA ebenfalls in der Rolle des einsamen antikommunistischen Kämpfers, der – von allen Freunden verlassen - einsam als Bastion der Zivilisation an der Front steht. Allerdings spricht das Bild des in den Dreck geworfenen Sterns wieder eine andere Sprache.

Vielleicht macht das die wirklich großen Filme ja aus: Sie sind nicht so leicht festzulegen und durchschaubar. Was bleibt, ist ein filmisch rasanter Western, der ein enormes Tempo vorlegt, gerade bei einer derart dünnen Story. Es bleibt einer der spannendsten Western und – auch das sei an dieser Stelle ausdrücklich gesagt – es bleibt eine der besten Filmmusiken der Hollywoodgeschichte. Dimitri Tiomkin, der für einige Western großartige Scores geliefert hat, trifft hier exakt die richtige Mischung, um das Geschehen sowohl zu unterlegen, als auch zu kommentieren. „High Noon“ ist einer der ersten Filme gewesen, in dem ein Song die Handlung immer wieder begleitet und kommentiert, es war einer der ersten Filme, in denen ein Lied ein integraler Bestandteil der Handlung wurde und nicht – wie in „The Searchers“ z.B. - zwar einen Kommentar auf die Handlung abgab, sich dabei jedoch auf Vor- und Abspann beschränkte. Hier setzt der Song auch während der Handlung immer wieder ein und sein spezifischer, so einprägsamer Takt, wird Tiomkin auch zum Leitmotiv für die restliche Filmmusik.

„High Noon“ gewann 4 Oscars – darunter den für den besten Hauptdarsteller. Er wurde oft in den verschiedensten Fassungen und Entwürfen „neu“ verfilmt, am eindringlichsten wohl in dem Science-Fiction-Film „Outland“ mit Sean Connery. Als Western gilt er bis heute den Puristen als zu bedächtig und zu überladen mit Bedeutung, dem „erwachsenen“ Publikum hingegen wurde er der erste „ernst zu nehmende“ Western. Den heute Mitte 40jährigen steht er in nicht unbeträchtlicher Zahl für Kindheits- und erste Filmerlebnisse, wurde er doch gerade in Deutschland jahrelang immer wieder im Fernsehen gegeben. Es ist ein spannender Film und einer, der den Zuschauer immer wieder in seinen Bann ziehen wird. Eines der zeitlosen Meisterwerke Hollywoods.
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19 von 23 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Wunderschön, tieftraurig, 22. März 2006
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: 12 Uhr mittags - High Noon (DVD)
Als Kind habe ich bereits diesen Klassiker gesehen und es hat mich immer wieder fasziniert. Dies ist kein normaler Westernfilm: Die Geschichte ist nur im Western eingebaut, die Thematik aber ist zeitlos und könnte überall sich abspielen. Es geht nicht nur um Gut und Böse oder um Heldentum, sondern um das menschliche Gewissen und um Verantwortungsgefühl. In der entscheidenden Stunde stellt sich heraus, daß die getroffene Entscheidung darauf hinweist, was für ein Mensch man/frau ist. Courage zeigen, selbst dann, wenn man gegen den 'Strom' schwimmt und keinerlei Hilfe zu erwarten ist. Angst und Furcht der Städter und Kirchgänger lassen Loyalität, Hilfsbereitschaft und Freundschaft vergessen. Die menschliche Gesellschaft zeigt sich heuchlerisch und nur um das eigene Wohl bedacht. Nach jahrelanger pflichtbewußter Ausübung seines Postens, muss der Sheriff (Gary Cooper) sich allein seiner Aufgabe bzw. Vergangenheit stellen und erhält in letzter Sekunde doch noch Beistand von seiner jungen Ehefrau (Grace Kelly). Der Mensch überrascht und enttäuscht...immerwieder.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein gewöhnlicher Western..., 30. Juli 2013
Rezension bezieht sich auf: 12 Uhr mittags - High Noon (DVD)
Der Regisseur Fred Zinnemann schafft es mit diesem Streifen, dem Wilden Westen Menschlichkeit einzuhauchen. Anders als in den meisten Filmen dieses Genres, lebt "12 Uhr Mittags" nicht von Geballer und derben Sprüchen, sondern von echten Gefühlen und einer tiefgreifenden Story.Die Geschichte handelt von Sheriff Will Kane, seiner Frau Amy und dem gefürchteten Mörder Frank Miller. Sowohl die Geschichte an sich, wie auch die Schauspieler und die Kameraführung überzeugen. Dadurch, dass die Geschichte nahezu in Echtzeit gedreht wurde, steigt die Spannung praktisch minütlich an. Bis heute hat der Klassiker aus den 50er Jahren nicht an Charme und Spannung eingebüßt.
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein genialer Klassiker, 20. März 2001
Von Ein Kunde
Rezension bezieht sich auf: 12 Uhr mittags - High Noon (DVD)
Auch ohne blutende Einschußlöcher und minutenlange Schießereien läßt sich Spannung erzeugen, das beweißt High Noon. Eine Dorfbevölkerung ohne Zivilcourage, eine tiefreligiöse, schöne Pazifistin, die im entscheidenden Moment zur Waffe greift, viele brisaante Themen, aber vor allem ein Klasse Western mit genialem Titelsong.
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12 Uhr mittags - High Noon / Arthaus Premium (2 DVDs)
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