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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tarantino`s Road Movie "Death Proof"
Die Kult-Regisseure Quentin Tarantino und Robert Rodriguez hatten sich zusammen getan, um das Grindhouse-Schmuddelkino wieder auferstehen zu lassen. Heraus kamen Tarantinos "Death Proof" und Rodriguez' "Planet Terror".

"Death Proof" ist eine wüste Mischung aus Road Movie, Serienkiller-Reißer und B-Movie-Trash. Der Film ist aber keineswegs blei-,...
Veröffentlicht am 19. Dezember 2007 von billy

versus
3.0 von 5 Sternen Gibt Besseres - gibt Schlechteres!
Für mich ist dieser Film so ziemlich in der Mitte von allen Tarantino Filmen. Es gibt Bessere (z.B. Reservoir Dogs) und es gibt Schlechtere. (z.B. Jackie Brown) Auch für normale Filmesammler bzw. Schauer. Was den Film natürlich ein wenig ausmacht ist, dass er im Style der 80er Jahre ist, obwohl in der zweiten Hälfte des Films der ganze Film Scratch...
Vor 2 Tagen von Jack Briston veröffentlicht


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30 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Tarantino`s Road Movie "Death Proof", 19. Dezember 2007
Die Kult-Regisseure Quentin Tarantino und Robert Rodriguez hatten sich zusammen getan, um das Grindhouse-Schmuddelkino wieder auferstehen zu lassen. Heraus kamen Tarantinos "Death Proof" und Rodriguez' "Planet Terror".

"Death Proof" ist eine wüste Mischung aus Road Movie, Serienkiller-Reißer und B-Movie-Trash. Der Film ist aber keineswegs blei-, sondern vielmehr extrem dialoghaltig und komplett aus weiblicher Sicht erzählt. Tarantino lässt die Mädels reden, reden und reden. Dabei gibt es natürlich zum Teil aberwitzige Dialogzeilen aber auch viel Gerede um Nichts. Der Höhepunkt sind dann die zwei spektakulären Actionsequenzen mit der sehr gelungenen Verfolgungsjagd.

Was den Film einfach auszeichnet ist die coole Inszenierung Tarantinos und nicht zu vergessen wieder einmal ein toller Soundtrack. Zu erwähnen ist ebenfalls Kurt Russel, der den Stuntman Mike erstaunlich cool spielt und auch die Frauen die Tarantino auffährt sind heiß.

"Death Proof" ist sicherlich nichts für die Allgemeinheit und wer hier einen straighten Actionfilm erwartet, wird sich vermutlich zu Tode langweilen.

7 von 10
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63 von 80 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Love it or hate it!, 18. November 2007
Von 
C.H. - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Death Proof - Todsicher, Steelbook (DVD)
Da ist er nun, der neue Film von Quentin Tarantino. Und auch mit diesem Streifen verhält es sich wie mit seinen anderen Filmen: 'Love it or hate it!'

Von dem Konzept des "Grindhouse-Features" mit seinem Freund und Kollegen Robert Rodriguez ist hierzulande nicht mehr wirklich viel übrig geblieben. In den Staaten lief "Death Proof" zusammen mit Rodriguez' "Planet Terror" unterbrochen von einigen Fake-Trailern in den Kinos an. Die gedachte Hommage an die "Grindhouses" der 70er Jahre, in denen billige B-Movies mit expliziter Darstellung von Gewalt und Sex liefen, fiel jedoch an den Kinokassen durch.

Da "Grindhouses" ein amerikanisches Phänomen waren, ist es durchaus sinnvoll die beiden Filme hierzulande getrennt und jeweils rund 20 Minuten länger in die Kinos zu bringen. (Ich plädiere an dieser Stelle gleich einmal für das Erscheinen einer vernünftigen DVD-Box, welche die einzelnen Teile, aber auch die amerikanische Grindhouse-Version enthält. Hoffentlich bleibt dies kein Wunschdenken!)

Aber nun zum Film an sich, die Handlung ist schnell erzählt: In einer Bar treffen die vier feierwilligen Mädels Jungle Julia, Butterfly, Shanna und Pam auf Stuntman Mike. Dieser ist ein Serienkiller der mit seinem Auto, einem Dodge Charger welcher 'Death proofed' ist (Natürlich nur für den Fahrer), Jagd auf junge Frauen macht. Der Abend geht für die 4 Mädels somit anders aus als vorgesehen'.
Einige Monate später legt sich Stuntman Mike mit der taffen Stuntwoman Zoe und deren Freundinnen Kim, Abernathy und Lee an, doch diesmal wird relativ schnell deutlich das sich Mike die vier falschen Mädels ausgesucht haben könnte'.

"Death Proof" ist, wie bereits erwähnt, vordergründig eine Hommage an die Exploitation Filme der 70er Jahre. Tarantino setzt diesen Streifen ein filmisches Denkmal, indem er diese Filme kopiert und zitiert. Das Stilmittel des Zitierens wird schon am Beginn des Filmes, als sich Jungle Julia in exakt derselben Pose auf dem Sofa räkelt, wie die über ihr auf einem Poster dargestellte Bridget Bardot deutlich. Auch visuell macht Tarantino die Anlehnung an das "Grindhouse" deutlich, indem der erste Teil des Films durchzogen ist, von gewollten Anschlussfehlern und Fehlern im Bild, eine weitere Remineszens an die "Grindhoueses", die sich vor allem durch schlechte Filmkopien auszeichneten. Die vielen Zitate und Anspielungen, zum Einen aus die Slasher-Streifen der 70er, als auch aus seinen eigenen Filmen machen einen großen Teil des Charmes des Filmes aus.

Neben dieser Hommage an die "Grindhouses" steht vor allem aber auch die Hommage an die Frau, das wahre "starke Geschlecht", im Vordergrund, auch wenn dies zu Beginn des Films nicht gerade offensichtlich erscheint. Tarantino gefällt sich darin dem Zuschauer die Girlies mit all ihren Vorzügen genussvoll in Szene zu setzen. Aber auch wenn der Plot somit visuell sexuell aufgeladen wird, und vor allem auch über Sex geredet wird, kommt es an keiner Stelle zum sexuellen Akt an sich. Death Proof ist somit das längste 'filmische Vorspiel' aller Zeiten, erst das Ende Film lässt dieses Vorspiel in seinen finalen Höhepunkt münden.

Typisch für Tarantinos Filme sind die Dialoge, die, obwohl sie scheinbar nichts aussagen, sogar überflüssig erscheinen (Was natürlich nicht der Fall ist), zu unterhalten und zu faszinieren wissen. Man denke an dieser Stelle an die Unterhaltung von Travolta und Jackson über den BigMac in "Pulp Fiction", oder auch an die Unterhaltung über Madonna zu Beginn von "Reservoir Dogs". Auch "Death Proof" enthält derartige Sequenzen, so etwa zu Beginn des Films, als sich Jungle Julia, Butterfly und Shanna scheinbar nichts sagend über die amourösen Abenteuer der letzen Nacht unterhalten ('Stehn die Kerle auf Das?' ' 'Deutlich mehr als auf: Lass Das!') Auch in der Mitte des Films findet sich eine solche Sequenz als sich die zweite Gruppe von Frauen über Alltägliches unterhält und der Zuschauer diesen gebannt an den Lippen hängt, visuell von Tarantino hervorragend verdeutlicht indem er die Kamera minutenlang um die Mädels herumkreisen lässt. Tarantino versucht in diesen Sequenzen einzufangen über was und wie Frauen reden, wenn sie unter sich sind. Er inszeniert dies in einer Weise, dass man(n) geneigt ist gerne zuzuhören.

Ein weiteres Stilmittel, welches sich bei fast jedem Tarantino-Film findet ist die explizite Gewaltdarstellung, die in ihrer Form drastisch ist und gleichzeitig den Voyeurismus des Zuschauers entlarvt: Der Zuschauer will den Crash, und wenn es dann soweit ist und der Zuschauer zurück möchte, ist es zu spät.

Der Film an sich besteht in Wahrheit aus zwei Teilen. Zu Beginn schlägt er den Pfad eines reinrassigen Slasher-Films ein. Die Protagonisten werden langsam und ausführlich vorgestellt, schnell scheint klar, dass keiner der Mädels die Nacht überleben wird. Die Rolle des Stuntman Mike wird hervorragend verkörpert von Kurt Russel, der es versteht diesen Psychopathen auf endcoole Art und Weise darzustellen. Einer der stärksten Momente von Death Proof besteht in der Szene in der sich die Figur Kurt Russels dem Kinopublikum zuwendet und sich in einem Moment der sprachlosen Kommunikation an den Zuschauer wendet, eine ähnliche Szene hatte dieser schon in Carpenter's "Klapperschlange" auf den Leib geschrieben bekommen.

Der zweite Teil des Film, der auch zeitlich einige Monate und an anderer Stelle spielt, drehen sich die Vorzeichen komplett. Aus dem Jäger wird nun der Gejagte, aus dem endcoolen Psychopathen, wird ein weinerlicher Jammerlappen, dies resultiert darin das das selbsternannte Starke Geschlecht gehörig 'eins auf die Schnauze bekommt'. Die zweite Gruppe wird somit zum Rächer für die Erste, die Stuntman Mike auf äußerst memorable Art ins Jenseits befördert hat.

Die Darsteller bieten allesamt eine hervorragend Leistung, indem Maße wie es die jeweilige Rolle hergibt. Auf Kurt Russel bin ich im Vorigen schon eingegangen. Die erste Gruppe von Frauen darf vor allem verdammt gut aussehen. Eine Anforderung welche Sydney Poitier, Varnessa Ferlito, Jordan Ladd, und Rose McGowan problemlos erfüllen. In der zweiten Gruppe stechen vor allem Zoe Bell, das Stuntdouble Uma Thurmanns in "Kill Bill", welche hier ihre erste Hauptrolle und sich selber spielt, und Rosario Dawson heraus.

Aber was wäre ein Film Tarantinos ohne den dazugehörigen Soundtrack. Dazu viele Worte zu verlieren ist nicht nötig. Er ist einfach perfekt, macht Spaß und passt sich in das Konzept des Filmes hervorragend ein.

'Death Proof' ist somit genau das, was man von einem Tarantino-Film erwarten darf. Tarantino steht dafür sich in seinen Werken von den Konventionen Hollywoods abzugrenzen. Filme von Quentin Tarantino sind immer mehr als die reine Handlung an sich, wer hinter die Fassade blickt, die vielen Zitate und Anspielungen registriert, hat eindeutig mehr von dem Film. Eines jedoch will 'Death Proof' auf keinen Fall sein: Ein Actionfeuerwerk moderner Machart. Handwerkliche Action und ausgefeilte Dialoge gehen bei Tarantino Hand in Hand. in diesem Film dominiert Letzteres, bis es im letzten Teil des Films zum großen Showdown kommt. Darüber muss man sich im klaren Sein, oder man wird enttäuscht. Auch für diesen Film gilt somit: 'Love it, or hate it!' ------ "I Love it!"
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21 von 27 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Genialer Tarantino, 29. November 2007
Rezension bezieht sich auf: Death Proof - Todsicher, Steelbook (DVD)
Der Film ist ein typischer Tarantino.
Die Hommage an das B-Movie der 70er Jahre inklusive schlechten zoom-in's, abrupten Schnitten, Tonmängeln, Laufschrammen usw. ist einfach genial gelungen. Den Film sollte man aber nur anschauen, wenn man Tarantino's Stil mag. Fürs "Mainstreampublikum" absolut ungeeignet, denn für diejenigen ist der Film sehr langweilig, was man ja an den anderen Rezesionen bestens sehen kann.
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16 von 21 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 70er Trash im 21. Jahrhundert angekommen, 2. Dezember 2007
Mit diesem Film ist der 70er Trash eindeutig im 21. Jahrhundert angekommen. Ich habe einen Trashfilm erwartet und genau das auch bekommen. Coole Sprüche, geile Schnitten, wenig Handlung so war das nun mal. Tarantino ist es gelungen diesen Stil bravourös in unser Zeitalter zu transportieren. Schade nur, dass die Filme hier einzeln laufen und Planet Terror ebenfalls extra erscheinen wird, denn eigentlich war das ganze als Grindhouse Double Feature gedacht. Na ja, da spiegelt sich einmal wieder die reine Profitgier der Verleiher wieder. Bei zwei Filmen kann man auch ruhig zweimal verdienen.
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3 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Eben ein ganzer Tarantino, 21. Januar 2008
Rezension bezieht sich auf: Death Proof - Todsicher (DVD)
Regisseur Quentin Tarantino scheint in seiner Kindheit viele Comics gelesen und Videospiele gezockt zu haben, denn mit seinen Filmen beweist er uns immer, dass er in seiner eigenen Welt lebt. In jedem seiner Filme gibt es ganz eigene Charaktere mit ihren eigenen Regeln in einer Welt, die sich nicht an unsere Gesetze halten will.

Auch in Deathproof gibt sich der Meister aller Filme wieder die beste Mühe und zeigt uns seine Stärken auf. Mal wieder sind es diese scheinbar belanglosen Dialoge, Charaktere, die sich in keine Schublade packen lassen und eine Stimmung, die irgendwo zwischen Thriller und Horror- Komödie ansiedelt.

Stuntman Mike ( Kurt Russel) ist ein abgehalfterter Typ, der Frauen aufreißt, die seine Töchter sein könnten. Da er mit zunehmendem Alter und aufgrund seines Jobs ganz schön lädiert wirkt, hat es der Bursche aufgegeben, seinen Charme zu versprühen. Mit seinem Musclecar, mit todsicherer Fahrerseite, jagd er nun junge Frauen, die er vorher ausgiebig studiert hat. Zu Erst macht er Fotos von ihnen, verfolgt sie eine Weile, bis er seine Chance gekommen sieht. Mit einem rasanten, absichtlich verursachten Unfall, befördert er sich ins Krankenhaus und das verhasste, andere Geschlecht in Leichensäcke!

All das ändert sich, denn der Stuntman gerät schnell an Frauen, die sich nichts gefallen lassen. Also können die Zuschauer mal Abschied vom vermeindlich schwachen Geschlecht nehmen und sehen, was Girls so alles drauf haben.

Die Optik des Films zielt auf alte Actionkracher der 70er und 80er. Sogar die Filmqualität mit seinen kaputten Filmrollen und dreckigen Farbfehlern verleiht das Gefühl, man schaut einen hornalten Film, der noch vor Star Wars gedreht wurde.

Fazit: Ein Actionfilm, der sich mühelos in die Reihe der früheren Tarantinowerke, wie Kill Bill, Reservoir Dogs und Pulp Fiction einreiht. Ein toller Videoabend mit vielen Lachern steht euch bevor, also gebt fein Acht und fahrt vorsichtig!
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12 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Girls, Cars, Drinks and Fun - Tarantino's gelungener Entertainment-Mix, 21. November 2007
Von 
J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Heiß herbei gesehnt von Zuschauern und Feuilleton, nach dem schwer zu toppenden Doppelschlag und Geniestreich KILL BILL - scheitert Quentin Tarantino an den hohen Erwartungen? Keineswegs - und das schreibe ich nicht nur als treuer Fan der ersten Stunde. Sicherlich ist DEATH PROOF schwer zu kategorisieren. Vor allem für das heutige, von Hollywood verwöhnte und mit Hochglanzprodukten voller computergenerierter Bilder übersättigte Publikum. Über den Hintergrund des ursprünglich als Double Feature mit Robert Rodriguez' PLANET TERROR konzipierten Streifens, der mit Absicht auf alt und abgenudelt getrimmt wurde, ist schon alles geschrieben worden. Betrachten wir daher das Werk für sich allein:

Egal, wie quälend für ungeduldige und weniger aufgeschlossene Konsumenten fast zwei Stunden an Girltalk und zweideutigem Gefasel, eingebettet in regelrechte Sauforgien in der ersten Hälfte, sein mögen: die sichtbar handgemachte, atemberaubende Autojagd in der letzten Viertelstunde sowie die Schlusseinstellung, gefolgt vom unverschämt eingängigen Gute-Laune-Song "Chick Habit" von April March entlassen einen so beschwingt und amüsiert wie selten vorher aus einem Tarantino-Oeuvre. Das Verblüffende ist außerdem, dass der vor Girl-Power strotzende Film sowohl Frauen anspricht - die ihren Geschlechtsgenossinnen, insbesondere während ihres gewalttätigen Tuns im Schlussakt, beifällig Respekt zollen - als auch die normalerweise tarantinosche männliche Zielgruppe. Nebenbei erblicken - abgesehen von etablierten Aktricen wie Rosario Dawson (SIN CITY) und Rose McGowan (CHARMED) - eine gute Handvoll neu zu entdeckender, talentierter Augenweiden das Licht der Leinwand. Allen voran Newcomerin Zoe Bell, in KILL BILL Uma Thurmans Stuntdouble und unter eigenem Namen sich selbst spielend sowie alle Stunts selbstverständlich persönlich absolvierend. Gefolgt von Vanessa Ferlito, schmollmündig und üppig gebaut, die einen sehenswerten Lapdance abliefern darf.

Klar, dass neben soviel Weiblichkeit nur ein Prachtexemplar testosterongeladener Virilität bestehen kann: Willkommen Kurt Russell in Quentins Universum und Heimstatt für reaktivierte Alt-Stars (zärtlich gemeint). Nach vielen Nebenrollen und seichtem Familienentertainment endlich wieder ein kerniger, cooler Charakter für das respektabel gereifte Knautschgesicht. Obwohl sich Snake Plisskens Bruder im Geiste, Stuntman-Mike, als im Grunde brutaler, frauenverachtender Psychopath entpuppt, präsentiert Russell ihn derart augenzwinkernd und in der zweiten Hälfte selbstironisch der Lächerlichkeit preisgebend, dass sich nur selten Verachtung einstellt. Sowieso kann man das Geschehen kaum ernst nehmen, wie auch von Tarantino erkannt und beabsichtigt. Die Hommage an die Exploitation-Ära der 70er, aus denen die im Film oft zitierten Trash-Perlen wie FLUCHTPUNKT SAN FRANCISCO oder KESSE MARY - IRRER LARRY stammen, werden die Wenigsten komplett nachvollziehen können. Doch das tut dem - oberflächlich betrachtet sinnfreien - Vergnügen nicht den geringsten Abbruch. Wenn man mag, hat man nach dem unbedingt vollständig zu beachtenden Abspann genug Diskussionsstoff - oder hat Lust, sich DEATH PROOF, vielleicht im nächsten Autokino, noch einmal anzuschauen. Und sei es nur, um sicher zu gehen, dass die offensichtlichen Sprünge und Anschlussfehler beabsichtigt und nicht auf mangelhafte Vorführerkünste zurückzuführen waren...
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42 von 56 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Der furiose neue Streich von Quentin Tarantino, 23. November 2007
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Quentin Tarantino ist zurück - und zwar in alter bewährter Form. Doch wie alle großen Filmemacher wiederholt er sich nicht (bis auf gewisse Ausnahmen), sondern bietet seinem Publikum wieder etwas ganz neues, stilistisch komplett Einzigartiges.

Wie immer zitiert Tarantino aus etlichen Filmen, diesmal aus Schmuddelklassikern wie "Fluchtpunkt San Francisco", "Dirty Mary, Crazy Larry" oder anderen Streifen, beispielsweise auch aus italienischen Giallos. Doch diesmal fällt zudem auf, dass Tarantino sich nun auch gerne selbst zitiert, beispielsweise übernimmt er Zeilen aus Dialogen eigener Filme oder spielt einmal sogar "Twisted Nerve" von Bernard Herrman aus "Kill Bill" als Klingelton ein. Und überhaupt erinnern einige Szenen in ihrem Aufbau und ihren Einstellungen an seine vorigen Filme. Das kann man leicht als Selbstverliebtheit abtun, doch findet man so sehr leicht in die herrliche Kunstwelt Tarantinos ein.

Normalerweise denke ich, dass echte Fans des Regisseurs auch "Death Proof" eigentlich lieben sollten. Denn dieser meiner Meinung nach geniale Film besitzt alle Zutaten (und noch mehr), die Tarantinos Werke so auszeichnen.

Die Atmosphäre von "Death Proof" packt den Zuschauer sofort, die Musik röhrt wie die Hölle aus den Lautsprechern und ist wie immer überragend gewählt, wodurch es fortan Tarantino Fans nicht schwer fallen müsste, von diesem Film in seinen Bann gezogen zu werden.

Tarantinos Huldigung vor dem Grindhouse Kino ist im Grunde perfekt. Viele Zuschauer sind mit Sicherheit von den teils sehr langen Dialogpassagen abgeschreckt, doch diese sind nicht nur wie üblich unglaublich geschickt und voller Wortwitz geschrieben (wenn auch nicht immer ganz so großartig wie in seinen anderen Filmen), sondern auch notwendig um die wie immer die fantastischen Charaktere zu zeichnen. So gewinnt man die Figuren lieb und ist somit umso mehr in der Handlung und der Action involviert.

Es ist völlig unabstreitbar, dass dieser nostalgische Trip, dieses leidenschaftliche Stück Kino, etwas absolut Besonderes darstellt. Ein Film, der im Zeitalter von völlig abgedrehten, aufgeblasenen und vor allem seelenlosen CGI-Spektakeln eine frische Brise durch die Kinosäle weht, die an bessere Zeiten des Kinos erinnert. Tarantino huldigt den Trashfilmen und dem Kino allgemein auf seine einmalige Weise und zeigt, wie man echte handgemachte Action macht, die einem einfach nur den Atem raubt. "Death Proof" ist darum ein Film, den man richtig im Bauch spürt und nicht nur durch die konsequent andere Inszenierung im Gedächtnis bleibt.

Tarantino bleibt sich selbst treu, dreht Filme, die von Herzen kommen und in jeder Sekunde seine Passion für Filme spürbar machen. Das ist etwas, das es heutzutage leider viel zu selten gibt.

Zudem reiht Kurt Russell mit seiner wirklich brillanten Darstellung von Stuntman Mike eine weitere großartige, kultige Rolle in seine Filmographie ein. Seine Darstellung ist echt der Hammer. Die Darstellung der vielen Frauenfiguren sucht in der Filmgeschichte wohl ihresgleichen. Sie sind einzigartig geschrieben, kraftvoll, faszinierend und verletzlich zugleich.

Der Streifen selbst ändert sich ab der Hälfte zudem schlagartig. Während zunächst die Slasher-Elemente, die Bildkratzer und Tonaussetzer und das damit allgemein trashige Gefühl dominiert, ist die zweite Hälfte weit action-orientierter.

Die Verfolgungsjagd am Ende gehört vermutlich zum Furiosesten, was man jemals in dieser Kategorie erleben durfte. Das Finale ist emotional erstaunlich intensiv und endet so knallhart und abrupt, dass man als Zuschauer völlig sprachlos zurückbleibt aber gleichzeitig ein breites Grinsen auf dem Gesicht hat.

Der Film ist vulgär ohne Ende, schreckt vor sinnloser Gewalt nicht zurück und ist nicht nur deswegen nicht für alle Geschmäcker geeignet, doch Leute, die Kino und vielleicht besonders Tarantino lieben, werden an diesem pulsierenden Knaller ihre wahre Frede haben.
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Unvergleichbarer Film - typisch Tarantino!, 10. Dezember 2007
Von 
Als erstes sei gesagt, dass ich sehr viele Meinungen zu "Death Proof" gehört habe. Auffallend dabei ist aber, dass keine dieser neutral gewesen ist.
Da sind diejenigen, denen der Film extrem gut gefällt und diejenigen, die ihn extrem schlecht fanden.

Fest steht, dass "Death Proof" ein eher untypischer Tarantino Film ist, denn die bisher typischen, sehr verstrickten Handlungsstränge, sucht man in "Death Proof" vergeblich. Aber kennt man den Hintergrund zu diesem Werk, vermisst man die Story auch nicht, denn diese ist weit intensiver, als die in den Vorlagen der "kopierten" Streifen aus den 70ern.
Viel mehr spielt sich der Film im Kopf des Zuschauers ab, denn wenn die Girlies duzende von Dollars für ein "Vogue-Magazin" ausgeben, oder sich der mitgeführten Handfeuerwaffe rechtfertigen, bliebt kein Auge trocken. Zumindest dann nicht, wenn man sich selbst zu den sozial gefestigten Wesen zählen kann und diese Dialoge in ähnlicher Form bereits des öfteren im Freundeskreis gehört hat.

Für meine Begriffe ist "Death Proof" eine Homage an die Oberflächlichkeit, mit einem fiesen Killer, der DEN Film eigentlich rechtfertigt. Wer aber einen Actionfilm ala "Bad Boys" oder gar einen Thriller ala "Jackie Brown" erwartet, der wird sicherlich enttäuscht werden.

Abschließend sei mir gestattet zu sagen, dass "Death Proof" nicht unbedingt schlecht ist, nur weil ihn bestimmte Leute nicht einordnen oder verstehen können. Wenn einem "Reservoir Dogs" gefällt und "Death Proof" eben nicht, muss man einen Film nicht denunzieren, nur weil er vom gleichen Resgisseur ist und man eine gewisse Erwartung hat - die dann evtl. nicht erfüllt wird.
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15 von 20 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen coole karren und heiße girls..., 14. Dezember 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
... sind quasi inhalt des film.

ich bin ein großer bewunderer von QTs filmen, vorallem wegen seines außergewöhnlichen musikgeschmacks und wegen der vielen "sinnfreien" dialoge oder anders: den alltags geschwafel.

aber wie viel dialog ist zu viel dialog?
was pulp fiction, reservoir dogs und co. ausmacht wird in diesem film maßlos überzogen. 5 minuten gequatsche im auto und gleich danach nochmal in der bar. dies und noch weiter dialoge ziehen diesen film in die länge.

und dann kommt die aktion. das letzte viertel des film ist pures adrenalin, sehr spannend gestaltet und absolut geile stunts.

Kurt Russel spielt die rolle des verrückten Stuntman Mike hervorragen - respekt an Tarantino diesen gealterten aktion-star aus älteren filmen so gut in szene gesetzt zu haben.

und übrigens spielt das stuntdouble von Uma Thurman aus Kill Bill eine Hauptrolle > Zoe Bell (spielt sich im film selbst).

im großen und ganzen ein typischer QT film, mit für meinen geschmackt etwas zu viel Tarantino. für QT-Fans sowieso ein muss und für alle anderen : leiht ihn euch lieber erstmal aus.

PS: die amerikanische kinofassung ist ca 20 min kürzer. u.a. wurde der lapdance entfernt [reel missing (sehr schade eigentlich ;))] und er war um einige dialoge erleichtert... nur zur info...

PPS: die musik war wiedermal genial
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26 von 35 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Girls, Cars, Drinks and Fun - Tarantino's gelungener Entertainment-Mix, 21. November 2007
Von 
J. Schlachter "Schlachti" (Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Death Proof - Todsicher, Steelbook (DVD)
Heiß herbei gesehnt von Zuschauern und Feuilleton, nach dem schwer zu toppenden Doppelschlag und Geniestreich KILL BILL - scheitert Quentin Tarantino an den hohen Erwartungen? Keineswegs - und das schreibe ich nicht nur als treuer Fan der ersten Stunde. Sicherlich ist DEATH PROOF schwer zu kategorisieren. Vor allem für das heutige, von Hollywood verwöhnte und mit Hochglanzprodukten voller computergenerierter Bilder übersättigte Publikum. Über den Hintergrund des ursprünglich als Double Feature mit Robert Rodriguez' PLANET TERROR konzipierten Streifens, der mit Absicht auf alt und abgenudelt getrimmt wurde, ist schon alles geschrieben worden. Betrachten wir daher das Werk für sich allein:

Egal, wie quälend für ungeduldige und weniger aufgeschlossene Konsumenten fast zwei Stunden an Girltalk und zweideutigem Gefasel, eingebettet in regelrechte Sauforgien in der ersten Hälfte, sein mögen: die sichtbar handgemachte, atemberaubende Autojagd in der letzten Viertelstunde sowie die Schlusseinstellung, gefolgt vom unverschämt eingängigen Gute-Laune-Song "Chick Habit" von April March entlassen einen so beschwingt und amüsiert wie selten vorher aus einem Tarantino-Oeuvre. Das Verblüffende ist außerdem, dass der vor Girl-Power strotzende Film sowohl Frauen anspricht - die ihren Geschlechtsgenossinnen, insbesondere während ihres gewalttätigen Tuns im Schlussakt, beifällig Respekt zollen - als auch die normalerweise tarantinosche männliche Zielgruppe. Nebenbei erblicken - abgesehen von etablierten Aktricen wie Rosario Dawson (SIN CITY) und Rose McGowan (CHARMED) - eine gute Handvoll neu zu entdeckender, talentierter Augenweiden das Licht der Leinwand. Allen voran Newcomerin Zoe Bell, in KILL BILL Uma Thurmans Stuntdouble und unter eigenem Namen sich selbst spielend sowie alle Stunts selbstverständlich persönlich absolvierend. Gefolgt von Vanessa Ferlito, schmollmündig und üppig gebaut, die einen sehenswerten Lapdance abliefern darf.

Klar, dass neben soviel Weiblichkeit nur ein Prachtexemplar testosterongeladener Virilität bestehen kann: Willkommen Kurt Russell in Quentins Universum und Heimstatt für reaktivierte Alt-Stars (zärtlich gemeint). Nach vielen Nebenrollen und seichtem Familienentertainment endlich wieder ein kerniger, cooler Charakter für das respektabel gereifte Knautschgesicht. Obwohl sich Snake Plisskens Bruder im Geiste, Stuntman-Mike, als im Grunde brutaler, frauenverachtender Psychopath entpuppt, präsentiert Russell ihn derart augenzwinkernd und in der zweiten Hälfte selbstironisch der Lächerlichkeit preisgebend, dass sich nur selten Verachtung einstellt. Sowieso kann man das Geschehen kaum ernst nehmen, wie auch von Tarantino erkannt und beabsichtigt. Die Hommage an die Exploitation-Ära der 70er, aus denen die im Film oft zitierten Trash-Perlen wie FLUCHTPUNKT SAN FRANCISCO oder KESSE MARY - IRRER LARRY stammen, werden die Wenigsten komplett nachvollziehen können. Doch das tut dem - oberflächlich betrachtet sinnfreien - Vergnügen nicht den geringsten Abbruch. Wenn man mag, hat man nach dem unbedingt vollständig zu beachtenden Abspann genug Diskussionsstoff - oder hat Lust, sich DEATH PROOF, vielleicht im nächsten Autokino, noch einmal anzuschauen. Und sei es nur, um sicher zu gehen, dass die offensichtlichen Sprünge und Anschlussfehler beabsichtigt und nicht auf mangelhafte Vorführerkünste zurückzuführen waren...
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