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5.0 von 5 Sternen Ein Ereignis
Der Mann ist ein Naturereignis, das man vielleicht am besten verstehen kann, wenn man Grigory Sokolov einmal live erleben durfte. Da macht er den Eindruck eines Stoikers, dem alles lästig ist, was nicht unmittelbar mit seinem Spiel zu tun hat; selbst Abgang und Rückkehr im Zugabenteil geraten zum wohl oder übel absolvierten, immer gleichen Ritual - da kann...
Veröffentlicht am 1. April 2008 von Robert Fischer

versus
2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grüblerisch und gesucht
Mag sein, dass ich zu sehr auf Pollini und Argerich eingehört bin und deshalb die Irritation bzw. Enttäuschung dieser Interpretation so deutlich ausfallen. Aber auch wiederholtes Hören ändert nichts an dem Eindruck, dass Sokolov hier vor allem individualistisch, spröde und tiefgründig-grüblerisch an die Preludes herangeht. Dadurch...
Vor 23 Monaten von Asilomar veröffentlicht


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22 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein Ereignis, 1. April 2008
Von 
Robert Fischer (Muenchen, Germany) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Preludes Op.28/Sonate 2 Op.35/Etudes Op.25 (Audio CD)
Der Mann ist ein Naturereignis, das man vielleicht am besten verstehen kann, wenn man Grigory Sokolov einmal live erleben durfte. Da macht er den Eindruck eines Stoikers, dem alles lästig ist, was nicht unmittelbar mit seinem Spiel zu tun hat; selbst Abgang und Rückkehr im Zugabenteil geraten zum wohl oder übel absolvierten, immer gleichen Ritual - da kann man schon mal die schüchtern-zaghaften Blumenüberbringer übersehen, die doch freudig auf ihn zustreben. Erst bei der Wiederholung klappt es (2008 im Münchner Herkulessaal), und dabei gleitet auf einmal ein freudestrahlendes Lächeln über Sokolovs Gesicht, das man dem ansonsten unerschütterlich auf seine Tasten Fixierten überhaupt nicht zugetraut hätte. Dabei sollte man sich vom stoischen Auftreten des Meisters nicht täuschen lassen: Der Mann meint es eben ernst. Und wenn er spielt, geht die Sonne auf. Beziehungsweise: Erst geht die Sonne auf, dann ziehen Wolken über den Horizont, Regengeprassel, Donner und Blitz, erneut kämpft sich die Sonne durch das allmählich abziehende Gewitter, ehe es Nacht wird, doch niemals völlig dunkel: Da sind Sterne am Firmament, und Grigory Sokolov hat sie alle gesehen. Mehr noch: Er kann die Sterne zum Klingen bringen. Ein Naturereignis, eben.
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5 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen sokolovs tiefgründige chopin-exegesen, neu kompiliert, 18. September 2009
Von 
Rezension bezieht sich auf: Preludes Op.28/Sonate 2 Op.35/Etudes Op.25 (Audio CD)
grigori sokolov gehört eigentlich zu den wenig bekannten, aber gepriesenen und
von kennern so geschätzten pianisten, die sich rar machen im konzertleben -
einmal pro jahr in berlin - im aufnahmestudio sowieso,
die live-mitschnitte aus paris, wo er lebt oder aus st.petersburg gelegentlich
freigegeben, die damals 'opus 111' ende 1990 aufgezeichnet und publiziert hat.
diese einzel-ausgaben hat 'naive-hm' nun erneut in einer 2-cd-kompilation vorgelegt.

diese ('alten') chopin-mitschnitte dokumentieren sehr eindrucksvoll die sog. aura,
die expressive subtilität und die sehr pers. sokolov-chopin-sicht.
eine sicht, die weniger und nur punktuell den salon-löwen chopin zitiert,
aber durchweg den sensiblen, der seine seelenwanderungen nie verschrie,
sondern moderat dem sensiblen adressaten adäquat tönend zu vermitteln wusste.

chopins expressivität war niemals einfach leise-laut, aber immer immer distinktiv!
moderat - man sollte dies zu unterscheiden wissen - so wie sokolov.
er vermittelt so die unter der adäquat-eleganten oberfläche des salons
einer 'charmanten' zeit chopins subjektiv grosse künstlerische tragödie.
sokolov ist ein so grosser, lauter-verschwiegener künstler.
unbedingte referenz!
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5.0 von 5 Sternen Bespielhaft gut, 29. März 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Preludes Op.28/Sonate 2 Op.35/Etudes Op.25 (Audio CD)
Diese hervorragenden Live - Mitschnitte des Ausnahmepianisten Sokolov für kleines Geld und dazu noch derartig prompt zu bekommen, ist keine Selbstverständlichkeit. Ganz herzlichen Dank. Alles ist bestens gelaufen, gerne immer wieder!
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2 von 4 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Grüblerisch und gesucht, 16. August 2012
Rezension bezieht sich auf: Preludes Op.28/Sonate 2 Op.35/Etudes Op.25 (Audio CD)
Mag sein, dass ich zu sehr auf Pollini und Argerich eingehört bin und deshalb die Irritation bzw. Enttäuschung dieser Interpretation so deutlich ausfallen. Aber auch wiederholtes Hören ändert nichts an dem Eindruck, dass Sokolov hier vor allem individualistisch, spröde und tiefgründig-grüblerisch an die Preludes herangeht. Dadurch zerfällt oft die fragile Architektur dieser Stücke in zusammenhanglose Einzelteile und nimmt ihnen ihre Kraft. An anderen Stellen (Nr.14) wird man als Hörer mit halligen Klangorgien überfordert und beinahe zugedröhnt. Dieser Chopin singt zu wenig. Sokolov zerdehnt oder zergliedert häufig die melodischen Bögen, die sich über die Schroffheiten und Erutionen Chopins spannen, wodurch diese Miniaturen viel von ihrem Charm und ihrer Noblesse verlieren. Geradezu enervierend schleppend und dissonant gerät Prelude Nr.2, während das wunderbar melancholische Stück Nr.4 zu neutral und harmlos bleibt. Wer großartig gelungene Einspielungen sucht, die sowohl Chopins gespannte Nervosität als auch dessen singenden melodischen Ton beglückend treffen, der sollte bei Pollini oder Argerich bleiben.
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5.0 von 5 Sternen Hochklassig, 19. Januar 2013
Rezension bezieht sich auf: Preludes Op.28/Sonate 2 Op.35/Etudes Op.25 (Audio CD)
Ein Tastenlöwe in Höchstform. Soklov verleiht dem Begriff mit seinem Spiel nahezu eine neue Bedeutung. Man kennt viele gute Panisten und Musiker, denn es sind nicht derer wenige, die ihr Handwerk beherrschen. Und doch bereitet einem Sokolov mit dieser Platte einen besonderen Ohrenschmauss, der ihn – zumindest beim Hören – noch über die vielen anderen genialen Pianisten stellt. Denn Chopins Frühwerk, die Preludes, stellen höchste virtuose Anforderungen an jeden, der sie spielen will. Mässige Tempi, bei denen der Interpret vor allem die richtigen Höhen und Tiefe sowie das Legato zu beachten hat, wechseln sich ab mit furios, virtuos perlenden Hochgeschwindikeitsläufen ähnlich einer Achterbahnfahrt. Diese Stellen machen sehr deutlich, wie es um die Technik des Interpreten steht. Drücken kann sich hier keiner mehr. Technische Schwächen entgehen dem gut geschulten Ohr des klassisch erfahrenen Hörers hier nicht mehr. Diesem Qualitätstest hat sich daher jeder Pianist zu unterziehen, der sich an diesen hochklassigen Werkzyklus heranwagt. Es sind nicht wenige, die an den Preludes gescheitert sind. Glasig und nicht perlend ihr Spiel, ohne jegliche Trandenz geraten diese Stücke zu einer langweiligen Kaffefahrt, in der man bisweilen gar das Verlangen bekommen kann, sich ob der Qualität die Ohren zuhalten zu müssen. Denn misslingt eine Chopin Interpretation, wird sie durch den bei Chopin verhältnismäßig hohen Pedallgebrauch fast automatisch breiig und schwer. Kein Genuss für den Musikfreund

Wie bewältigt nun Sokolv diese Herausforderung? Schlichtweg bravurös. Beim Hören kommt man kaum umhin festzustellen, dieser Mann sei geboren für hochklassig, vrituose Zyklen, denen ohne höchste Aufmerksamkeit und Widmung kaum zu begegnen ist. Chopin wäre wohl begeistert gewesen, hätte er diese Interpreation seines Stückes noch selber hören kann. Bei den schnellen, virtuosen Stücken ist Sokolov sowieso in seinem Element. Gleichmäßig wie an einer Perlenschnur aufgreiht gelingen ihm die schnellen Läufe. Hier sitzt jeder Ton. Hier passt jede Betonung. Keine Aussetzer. Beneidenswert flüssig gelingt das – diese Gedanken hat wohl jeder ambitionierte Hobbypianist, wenn er das gehörte mit seinem eigenen Geklimper vergleicht. Doch ist Sokolov ein bescheidener Mann der Kunst. Man gönnt ihm sein Können und seine Meisterhaftigkeit. Exzessive Posen und Gefühlsduseleien wie wir sie von Lang Lang kennen, sind seine Sache nicht. Auch die berühmte Sonate op.35, die den Trauermarsch enthält, sowie der zweite zweite Teil der chopinschen Etüdensammlung gelingen ohne Einschränkung und runden das durchweg positive Bild dieser Sammlung ab. Sokolov nimmt den Hörer mit auf eine aufregende musikalische Reise von vielfältiger Impression und großem Können. Chopin Freunden sei diese Aufnahme ans Herz gelegt.
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Preludes Op.28/Sonate 2 Op.35/Etudes Op.25
Preludes Op.28/Sonate 2 Op.35/Etudes Op.25 von Grigory Sokolov (Audio CD - 2008)
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