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am 14. November 2009
Literaturverfilmungen sind eine heikle Sache. Entweder gelingen sie oder sie gehen voll in die Hose.

"Homo Faber" gehört für mich aber eindeutig zur ersten Kategorie. Das Drehbuch hält sich relativ streng an die Romanvorlage. Gekürzt wurde ausschließlich an verschmerzbaren Stellen.

Wenn die Romanvorlage streng eingehalten wird, kann eigentlich nur noch Versagen der Schauspieler den Film versauen. Doch auch hier muss ich ein Lob aussprechen. Die Schauspieler sind allesamt glaubwürdig und überzeugend, wobei ich Sam Shepard besonders hervorheben muss. Eigentlich genau so habe ich mir Faber bei der Lektüre des Buches vorgestellt.

Umso mehr ist das alles zu würdigen, weil Max Frisch in seinem Roman natürlich eine außerordentlich schwierige Thematik angesprochen hat, welche zum Zeitpunkt der Erscheinung sicherlich nicht ganz unumstritten war.

Fazit: Sehr sehenswerter Film. Das Buch ist schon ein absoluter Klassiker. Wer zu faul ist, das Buch zu lesen, sollte sich den Film ansehen. Und wem das Buch gefallen hat, dem wird wohl auch der Film gefallen.
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am 3. November 2003
Ich habe diesen Film während meiner Schulzeit gesehen und fand ihn total schön. Ich habe auch das Buch von Max Frisch gelesen, was mir auch sehr gut gefallen hat. Die Schauspielerwahl hätte nicht besser sein können. Sam Shepard, ein älterer, sehr gut aussehender Mann als Walter Faber und die süße Julie Delpy als seine Tochter Sabeth.
Ich hoffe, dass dieser Film irgendwann auch auf DVD rauskommt. Dann werde ich ihn mir auf jeden Fall sofort bestellen!!!
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am 12. Dezember 2011
Walter Faber, im Buch auch Homo Faber genannt, ist ein Mensch, der vordergründig der Meinung ist, dass die Welt um ihn herum und auch er selbst ausschließlich rational sei.
In der Vorgeschichte des Buches schwängerte er seine Jungendliebe und machte ihr aufgrund dessen einen nicht ernst gemeinten Heiratsantrag, den sie, (Hanna), ablehnt.
Einundzwanzig Jahre später trifft er auf eine junge Frau, in die er sich schnell verliebt. Doch zum Ende hin nimmt die Geschichte eine schlagartige Wendung, die seine Überzeugungen stark verändern und die seinen Tod und das Ende der Geschichte zur Folge hat.

Mein erster Kritikpunkt ist, wie Nina R. bereits erwähnte, dass Homo Faber im Buch ständig vom Tod umringt ist und dass dieser Aspekt im Film viel zu kurz bzw. ungenau dargestellt ist. Viele Situationen, die maßgeblich zu dem höheren Sinn der Geschichte und zu Frischs Einstellung "Du sollst dir kein Bildnis machen!" beitragen und die mit
dem Tod zu tun haben, werden im Film einfach ausgelassen. Dies führt auch dazu, dass der Film eine komplett andere Aussage enthält, als das Buch.

Des Weiteren denke ich, dass auch der Punkt der 'Doppelbödigkeit' der Figur Walter Fabers im Film zu kurz kommt. In der Romanvorlage bedient sich Max Frisch nämlich seines Lieblingsthemas: Bildnissen. Diese tauchen, wie auch in diesem, in vielen Werken Frischs auf. Denn Homo Faber ist eine Geschichte über einen Mann, der sich selbst in das Bildnis eines Technikers und Rationalisten begibt, um sich zu schützen. Im Roman kann man diesen Sachverhalt recht klar durch das Handeln Fabers erkennen, denn seine Ausdrucksweise in diesem 'Bericht' lässt auf eine gewisse, bereits erwähnte, 'Doppelbödigkeit' schließen. Um diese zu erläutern möchte ich insgesamt drei Beispiele aufzeigen.
Erstens: Im Roman begegnet dem Leser immer wieder der Ausdruck Fabers '...wie üblich...'. Dies geschieht häufig dann, wenn Walter Faber mit Hilfe dieses Ausdrucks versucht, seine eigene Nervosität oder Angst zu verdecken und zu überspielen, vor allem vor sich selbst. Diese extreme Auffälligkeit, die sehr zur Charakterisierung Fabers beiträgt, ist im Film nahezu vollkommen ausser Acht gelassen worden.
Zweitens: Faber versucht im Roman seinem erwähltem 'Techniker-Bildnis' gerecht zu werden, indem er versucht, rational zu denken und zu handeln. Doch dass ihm dies nicht immer gelingt, ist meines Erachtens nach eines der Hauptthemen des Romans. So sucht er sich in Situationen, in denen das Irrationale die Oberhand zu gewinnen droht, häufig eine Art technische Ersatzhandlung, mit deren Hilfe er sich beruhigt, da er über das technische selber die Kontrolle behält. Eine solche Situation ist z.B. für ihn das Rasieren. Er erträgt es nicht, unrasiert zu sein, da der Bartwuchs etwas ist, das er nicht kontrollieren kann. Es ist etwas irrationales, natürliches, und damit für ihn nicht duldbar. Zudem beginnt er, nach seinem Flugzeugabsturz in der Wüste, seine Umgebung mit seiner Kamera zu filmen. Die Situation in der Wüste ist ebenfalls etwas, das sich komplett der Kontrolle Fabers entzieht und ihm somit Angst einflößt. Dies versucht er dadurch zu kompensieren, dass er all die Dinge, die bei seinen Reisegefährten in irgendeiner Weise Emotionen erregen, mit seiner Kamera festhält, sie also nicht selber 'sehen' muss. So filmt er zum Beispiel den Mondaufgang, der in der Wüste ein wahres Naturschauspiel ist, lediglich mit der Kamera und muss sich so nicht direkt mit dieser irrationalen Schönheit auseinandersetzen.
Drittens: Bei der Absturzszene über der Wüste selbst, verhält sich Faber im Roman sehr auffällig. Er beginnt, auf seinen Sitznachbarn einzureden, sprach vorher aber kaum ein Wort mit ihm. Durch diesen starken Umbruch im Verhalten Fabers lässt sich erahnen, dass er selbst in diesem Moment sehr unsicher und verängstigt ist und ihm in diesem Moment die 'Maske' des Technikers, die er sich selber aufsetzte, zu entgleiten droht. Doch im Film ist keine Spur von alledem zu finden. Faber spricht zwar mit seinem Sitznachbarn, doch wird er als vollkommen ruhig und gelassen dargestellt. Also so, wie Faber selbst in seinem Bericht erscheinen möchte!

Alles in allem halte ich die Verfilmung dieses Werkes für einen soliden Abenteuerfilm, doch zu mehr taugt er nicht. Keine Spur dieser von Frisch so filigran ausgearbeiteten Doppelbödigkeit ist hier zu erkennen, was sehr schade ist, das sie einen so großen Teil dieses Werkes ausmacht.
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am 12. Mai 2009
Die Verfilmung des Romans Homo Faber von Max Frisch ist ein totaler Reinfall. Weder die Wahl der Schauspieler war geglückt noch wurde der Inhalt vieler Szenen der Vorlage gerecht. Die Charaktereigenschaften bzw. das Innenleben und die Besonderheiten der einzelnen Personen, die im Buch natürlich besonders gut zur Geltung kamen, fehlten im Film komplett. Ohne mein Hintergrundwissen würde ich zum Beispiel nie auf die Idee kommen, dass W. Faber eine tiefsitzende Antipathie dem weiblichen Geschlecht gegenüber verspürt. In der Verfilmung kommt er zu sehr als Frauenheld 'rüber (z.B. Knutschszene mit unbekannter Stewardess). Im Großen und Ganzen eine Enttäuschung.
V.M.

Wir haben den Film "Homo Faber" im Schulunterricht angesehen, nachdem wir das Buch ausführlich besprochen, analysiert und interpretiert hatten. Unsere Enttäuschung über den Film ist sehr groß, da wichtige Schlüsselszenen ausgelassen wurden. So wurde die "2. Station", die im Buch ja eine wichtige Rolle spielt, nicht in den Film mit aufgenommen. Des Weiteren wurden Szenen hinzugefügt wie zum Beispiel die Stewardess-Szene oder auch verkürzt bzw. weggelassen (Urwald-Szenen). Vergleicht man den Film mit dem Buch, kommt man zu dem Schluss, dass Walter Faber ansatzweise gelungen dargestellt wurde, jedoch seine rationale Denkweise nicht stark genug zum Vorschein kommt. Deshalb bewerten wir den Film nur mit 2 von 5 Sternen.
Laura, Benni, Patrick, Madeleine

2 von 5 Sternen
Die Reihenfolge "Erst Buch lesen und dann den Film anschauen" würden wir nicht empfehlen, da der Film viele Teile, die man als Leser des Buches für wichtig befindet, nicht zeigt. Der Film löst die Montagetechnik des Romans natürlich zwangsläufig auf, was aber gerade der Witz des Romans ist.
Unserer Meinung nach ist die Reihenfolge, in der man sich beide Medien zu Gemüte führt, entscheidend für das Ergebnis des eigenen Urteils:
Wer das Buch gelesen hat, kann sich den Film sparen, wer dagegen das Buch nicht gelesen hat/ nicht vorhat es zu lesen, der kann sich getrost überlegen ihn anzuschauen.
Doch betrachtet man die eigentliche Stellung dieses Buches, welcher durch die Verfilmung eindeutig nicht gehuldigt wird, so ist der Film eher eine nette Abendunterhaltung - und selbst diese entpuppt sich als nicht herausragend.
von Felix, Ilya und Daniel

Der Roman und der Film unterscheiden sich doch sehr voneinander.
Wichtige Stellen wie Sabeths Tod sind völlig anders als im Roman, der Kubaaufenthalt der zweiten Station fehlt und Szenen wurden hinzugefügt, die es im Buch so nicht gab (Flirt mit der Stewardess) oder sie wirkten übertrieben (Gelassenheit Fabers beim Absturz).
Unserer Meinung nach kann man sich den Film schon ansehen, da man die groben Handlungsabschnitte des Romans wiederfindet. Die Schauspieler leisten gute Arbeit und sie stellen die Hauptpersonen (Faber, Sabeth, Hannah) so dar, wie wir uns sie anhand des Romans vorstellten. Dass figurenbezogene Einzelheiten weggelassen wurden, wie Fabers Krankheit zum Beispiel, schmerzt etwas.
Faber im Allgemeinen ist nichts desto trotz gut dargestellt, vor allem im Hinblick auf seine anfängliche Emotionslosigkeit.
Anhand der Romanvorlage hatten wir uns Hanna zunächst anders vorgestellt, jedoch stimmt ihr Spiel im Film perfekt mit den anderen Charakteren überein und geht vor allem in ihrer Mutterrolle auf, sodass man Verständnis für ihr Verhalten und ihre Abneigung Faber gegenüber haben kann.
David K., Maximilian K.
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am 28. Januar 2002
Literaturverfilmungen sind nicht einfach. Jeder Leser hat ja seinen eigen "Film" zum Buch im Kopf. Die Homo Faber Verfilmung hat meine Vorstellungen recht genau getroffen. Sehr einfühlsam wird die Story rübergebracht.
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am 6. April 2008
Das Problem einer Romanverfilmung ist meistens der Roman selbst. Er legt dem Regisseur eine Handlung vor, die ihn sowohl inspiriert, als auch im Wege steht. So lässt sich fast kein Buch originalgetreu dem Text gegenüber verfilmen. Der Regisseur ist also gezwungen, Passagen des Textes umzuschreiben oder wegzulassen, um ein vernünftiges Drehbuch zu erstellen. Zweifellos ist Homo Faber von Max Frisch ein Roman, der nach einer Verfilmung schreit, jedoch auch durch seine Art und Weise, wie es geschrieben ist, schwer umzusetzen ist.

Der Film handelt von Walter Faber, einem Ingenieur aus der Schweiz um die 50, der auf einer Schiffsreise die junge Sabeth trifft, in die er sich auch bald verliebt. Es entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden. Erst später erkennt er, dass Sabeth die Tochter seiner ehemaligen Geliebten Hanna ist, die ihn vor 20 Jahren verlassen hat. Er findet heraus, dass Sabeth auch seine Tochter ist. Faber befindet sich darauf in einem Konflikt mit sich selbst und seiner ihn prägenden rationalen Denkweise.

Die Charaktere für den Film sind meiner Meinung nach gut besetzt, Sam Shepard als Walter Faber mit monoton grimmigem Gesichtsausdruck hätte allerdings mehr aus seiner Rolle machen können. Julie Delpy als Sabeth sowie Barbara Sukowa dagegen spielen meiner Meinung nach überzeugend. Delpy verkörpert Sabeths unschuldiges, naives und kindliches Wesen so, wie ich es mir im Buch vorgestellt habe. Sukowa passt ganz in die Rolle der etwas suspekten und auch widersprüchlichen Karrierefrau Hanna, die ähnlich wie im Buch Faber mit seiner ideologischen Denkweise konfrontiert.
Der Film von Volker Schlöndorff thematisiert hauptsächlich die Beziehung zwischen Sabeth und Faber. Das ist nachvollziehbar, da die Handlung so deutlich vereinfacht wird und der Zuschauer sich nicht auf mehrere Handlungsstränge konzentrieren muss. Doch durch das Weglassen von, meiner Meinung nach, wichtigen Handlungssträngen wie z.B. Fabers Krankheit oder seinem Aufenthalt auf Kuba, geht der Tiefgang der Romanvorlage verloren. Es werden wesentliche Charakterzüge Fabers überhaupt nicht erwähnt, die in die Handlung locker mit eingebaut hätten werden können, zumal ich nach fast zwei Stunden das Gefühl nicht losgeworden bin, dass der Film ziemlich langatmig gewesen ist.

Alles in allem eine Verfilmung über die man sich streiten kann. Kennt man das Buch nicht, ist der Film vielleicht ganz nett, den Tiefgang des Buches erreicht es jedenfalls nicht.
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am 26. Januar 2008
Wir würden dem Film Homo Faber mit zwei von fünf Sternen bewerten.
An erster Stelle ist zu erwähnen, dass die Wahl der Schauspieler gut getroffen wurde. Sam Shepard bringt die Rationalität Walther Fabers gut mit seiner Mimik zum Ausdruck. Jedoch erscheint diese manchmal etwas übertrieben, z.B. als er beim Flugzeugabsturz anfängt die Zeitung zu lesen während andere in Panik geraten.
Vergleicht man das Buch mit dem Film, stellt man fest, dass es zwischen beiden große Differenzen gibt, so fehlen z.B. ganze essentielle Passagen des Buches im Film (vgl. Szene in Kuba, Fabers Krankheit). Desweiteren sind Abschnitte dem Film hinzugefügt, die im Buch nicht erwähnt sind, z.B. die Stewardess, die Faber umschwärmt.
Die Szene in der Wüste wird schlecht umgesetzt, da sie sehr unrealistisch erscheint (vgl. Absturz im Film, Fabers Gelassenheit im Flugzeug übertrieben dargestellt). Außerdem wird Elisabeths Unfall so dargestellt, dass es dem Ganzen einen anderen Sinn verleiht, so kann man im Film Faber aufgrund des Unfallhergangs keine Schuld zuweisen.
Insgesamt finden wir, dass die Umsetzung des Filmes hätte besser gestaltet werden können, z.B. die Schuldfrage Fabers bie Sabeths Tod...
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am 8. Dezember 2011
Die Romanverfilmung " Homo Faber" wird dem Buch leider nicht gerecht.
Der Film gibt die Grundaussage des Buches nur teilweise wieder.
Walter Faber versucht seine Mitmenschen, den Leser und nicht zuletzt sich selbst glauben zu lassen, ein Rationalist zu sein. Allerdings geraten sein Selbstbild und das gemachte Bild des Lesers durch beispielsweise seinen Traum mit irrationalen Ängsten (Heiraten und das Ausfallen von Zähnen), sowie die Liebe zu Sabet, ins Wanken. Außerdem fällt es ihm schwer Gefühle zu zeigen (Wir fotografierten und bestatteten ihn), was sich aber ändert, als er seine Tochter kennenlernt. Im gesamten Buch sind immer wieder Todessymbole versteckt, wie z.B. die starren Propellerkreuze. In diesen spiegelt sich seine Angst vor dem Tod aber auch vor dem Fliegen wider
Das sind die wesentlichen Merkmale, die das Buch auszeichnen und in der Verfilmung nur schwach oder gar nicht dargestellt werden.
Wer aber nicht auf die wichtigen Aussagen verzichten möchte oder kann, sollte erst das Buch lesen und Bedarf anschließend den Film gucken.
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am 1. August 2015
Eine der bekanntesten Geschichten der deutschen Literatur ziemlich dünn umgesetzt...für mich kommt der Film nicht ansatzweise an den Roman heran. Viele Szenen sind extrem anderes, andere aus meiner Sicht sehr wichtige, welche die Charaktere Zeichen und ihnen Raum verleihen fehlen gänzlich.
Schwach...Wird einem Autor wie Max Frisch nicht gerecht.
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am 26. Januar 2008
Die Verfilmung des Buches Homo Faber von Max Frisch würde ich auf einer Skala von 5 möglichen Sternen mit 2 bewerten. Die Schauspieler sind gut gewählt, weil sie sich sehr gut in ihre individuelle Rolle hineinversetze. Ausschlaggebend für meine geringe Bewertung ist der Vergleich zum Buch, das zuvor gelesen habe. Dabei wird deutlich, dass viele Dinge wie zum Beispiel das häufige Rasieren einfach weggelassen werden. Der im Buch beschriebene Krankenhausaufenthalt Fabers wird im Film ausgelassen. Szenen, die im Buch sehr ausführlich beschrieben werden, sind dagegen im Film oberflächlich oder teilweise ungenau dargestellt. Die entscheidende Szene, als Sabeth von einer Schlange gebissen wird und anschließend mit dem Hinterkopf auf einen Stein stürzt, wird im Buch ganz anders wiedergegeben. Sabeth wird zwar von einer Schlange gebissen, fällt jedoch nicht nur auf einen Stein, sondern ist erschrocken als Faber nackt aus dem Meer kommt, sodass weiter zurückweicht und anschließend in die Tiefe stürzt.
Obwohl die Schauspieler gut ausgesucht wurden, werden einige Szenen im Film unrealistisch gespielt, wie zum Beispiel die Notlandung in der Wüste, bei der die Figuren Mittags trotz der enormen Hitze nicht schwitzen, sondern völlig entspannt Schach spielen.
Im Buch wird die Schuld an Sabeths Tod eindeutig auf Faber geschoben. Dadurch dass er die Szene zwei Mal unterschiedlich erzählt, macht er dem Leser den Eindruck, dass er die Schuld für ihren Tod trägt. Der Film macht jedoch den Eindruck, dass er an ihrem Tod nicht Schuld sei.
Mein Fazit:
Hätte man sich genauer am Buch orientiert und daraus folgend die Schlüsselszenen richtig dargestellt, wäre meine Beurteilung besser ausgefallen. Um dieser Verfilmung den letzten Schliff zu geben, müsste man die Drehorte realistischer gestalten.
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