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43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man fragt nach dem Sinn dieser DVD...
Lange hat es gedauert, ehe die Verfilmung eines der populärsten deutschsprachigen Romane überhaupt auch das Licht der digitalen Welt erblickte: Max Frischs Homo faber". Der Erlebnisbericht des Technikers, der in seiner rationalen Welt verfangen ist, der zwar die notwendigen Erkenntnisse über sein falsch gelebtes Leben noch gewinnt, aber dafür teuer...
Veröffentlicht am 20. Dezember 2007 von A. Wolf

versus
24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Aussage steckt im Titel - und die wurde nicht ganz erfüllt
Ich gestehe: Hätten nicht mehrere Rezensenten vor mir diesem Film eine sehr positive Note gegeben, hätte ich 4 Sterne vergeben. Aber so muss ich ein bisschen strenger bewerten.

"Homo Faber", der handwerklich-technische Mensch, der, der sein Schicksal selbst in der Hand hat, weil es laut seiner Ansicht auch überhaupt kein Schicksal gibt. Also...
Veröffentlicht am 4. September 2010 von Nina R.


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12 von 18 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Gute Literaturverfilmung, 14. November 2009
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
Literaturverfilmungen sind eine heikle Sache. Entweder gelingen sie oder sie gehen voll in die Hose.

"Homo Faber" gehört für mich aber eindeutig zur ersten Kategorie. Das Drehbuch hält sich relativ streng an die Romanvorlage. Gekürzt wurde ausschließlich an verschmerzbaren Stellen.

Wenn die Romanvorlage streng eingehalten wird, kann eigentlich nur noch Versagen der Schauspieler den Film versauen. Doch auch hier muss ich ein Lob aussprechen. Die Schauspieler sind allesamt glaubwürdig und überzeugend, wobei ich Sam Shepard besonders hervorheben muss. Eigentlich genau so habe ich mir Faber bei der Lektüre des Buches vorgestellt.

Umso mehr ist das alles zu würdigen, weil Max Frisch in seinem Roman natürlich eine außerordentlich schwierige Thematik angesprochen hat, welche zum Zeitpunkt der Erscheinung sicherlich nicht ganz unumstritten war.

Fazit: Sehr sehenswerter Film. Das Buch ist schon ein absoluter Klassiker. Wer zu faul ist, das Buch zu lesen, sollte sich den Film ansehen. Und wem das Buch gefallen hat, dem wird wohl auch der Film gefallen.
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5 von 8 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Dieser Film macht Max Frischs Werk keine Ehre!, 12. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
Walter Faber, im Buch auch Homo Faber genannt, ist ein Mensch, der vordergründig der Meinung ist, dass die Welt um ihn herum und auch er selbst ausschließlich rational sei.
In der Vorgeschichte des Buches schwängerte er seine Jungendliebe und machte ihr aufgrund dessen einen nicht ernst gemeinten Heiratsantrag, den sie, (Hanna), ablehnt.
Einundzwanzig Jahre später trifft er auf eine junge Frau, in die er sich schnell verliebt. Doch zum Ende hin nimmt die Geschichte eine schlagartige Wendung, die seine Überzeugungen stark verändern und die seinen Tod und das Ende der Geschichte zur Folge hat.

Mein erster Kritikpunkt ist, wie Nina R. bereits erwähnte, dass Homo Faber im Buch ständig vom Tod umringt ist und dass dieser Aspekt im Film viel zu kurz bzw. ungenau dargestellt ist. Viele Situationen, die maßgeblich zu dem höheren Sinn der Geschichte und zu Frischs Einstellung "Du sollst dir kein Bildnis machen!" beitragen und die mit
dem Tod zu tun haben, werden im Film einfach ausgelassen. Dies führt auch dazu, dass der Film eine komplett andere Aussage enthält, als das Buch.

Des Weiteren denke ich, dass auch der Punkt der 'Doppelbödigkeit' der Figur Walter Fabers im Film zu kurz kommt. In der Romanvorlage bedient sich Max Frisch nämlich seines Lieblingsthemas: Bildnissen. Diese tauchen, wie auch in diesem, in vielen Werken Frischs auf. Denn Homo Faber ist eine Geschichte über einen Mann, der sich selbst in das Bildnis eines Technikers und Rationalisten begibt, um sich zu schützen. Im Roman kann man diesen Sachverhalt recht klar durch das Handeln Fabers erkennen, denn seine Ausdrucksweise in diesem 'Bericht' lässt auf eine gewisse, bereits erwähnte, 'Doppelbödigkeit' schließen. Um diese zu erläutern möchte ich insgesamt drei Beispiele aufzeigen.
Erstens: Im Roman begegnet dem Leser immer wieder der Ausdruck Fabers '...wie üblich...'. Dies geschieht häufig dann, wenn Walter Faber mit Hilfe dieses Ausdrucks versucht, seine eigene Nervosität oder Angst zu verdecken und zu überspielen, vor allem vor sich selbst. Diese extreme Auffälligkeit, die sehr zur Charakterisierung Fabers beiträgt, ist im Film nahezu vollkommen ausser Acht gelassen worden.
Zweitens: Faber versucht im Roman seinem erwähltem 'Techniker-Bildnis' gerecht zu werden, indem er versucht, rational zu denken und zu handeln. Doch dass ihm dies nicht immer gelingt, ist meines Erachtens nach eines der Hauptthemen des Romans. So sucht er sich in Situationen, in denen das Irrationale die Oberhand zu gewinnen droht, häufig eine Art technische Ersatzhandlung, mit deren Hilfe er sich beruhigt, da er über das technische selber die Kontrolle behält. Eine solche Situation ist z.B. für ihn das Rasieren. Er erträgt es nicht, unrasiert zu sein, da der Bartwuchs etwas ist, das er nicht kontrollieren kann. Es ist etwas irrationales, natürliches, und damit für ihn nicht duldbar. Zudem beginnt er, nach seinem Flugzeugabsturz in der Wüste, seine Umgebung mit seiner Kamera zu filmen. Die Situation in der Wüste ist ebenfalls etwas, das sich komplett der Kontrolle Fabers entzieht und ihm somit Angst einflößt. Dies versucht er dadurch zu kompensieren, dass er all die Dinge, die bei seinen Reisegefährten in irgendeiner Weise Emotionen erregen, mit seiner Kamera festhält, sie also nicht selber 'sehen' muss. So filmt er zum Beispiel den Mondaufgang, der in der Wüste ein wahres Naturschauspiel ist, lediglich mit der Kamera und muss sich so nicht direkt mit dieser irrationalen Schönheit auseinandersetzen.
Drittens: Bei der Absturzszene über der Wüste selbst, verhält sich Faber im Roman sehr auffällig. Er beginnt, auf seinen Sitznachbarn einzureden, sprach vorher aber kaum ein Wort mit ihm. Durch diesen starken Umbruch im Verhalten Fabers lässt sich erahnen, dass er selbst in diesem Moment sehr unsicher und verängstigt ist und ihm in diesem Moment die 'Maske' des Technikers, die er sich selber aufsetzte, zu entgleiten droht. Doch im Film ist keine Spur von alledem zu finden. Faber spricht zwar mit seinem Sitznachbarn, doch wird er als vollkommen ruhig und gelassen dargestellt. Also so, wie Faber selbst in seinem Bericht erscheinen möchte!

Alles in allem halte ich die Verfilmung dieses Werkes für einen soliden Abenteuerfilm, doch zu mehr taugt er nicht. Keine Spur dieser von Frisch so filigran ausgearbeiteten Doppelbödigkeit ist hier zu erkennen, was sehr schade ist, das sie einen so großen Teil dieses Werkes ausmacht.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Kaufen, nicht kaufen? Ansprechend oder doch nicht?, 12. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
Klein, hager, unsicher.
So stellt man sich Homo Faber aus dem Buch Kontext des Buches vor. Im gleichnamigen Film wird die Rolle jedoch mit einem muskulösen, großen, abenteuerlustigen und selbstsicheren Darsteller besetzt. Die technischen Ersatzhandlungen des Buches, wie zum Beispiel: Das Rasieren (Kampf gegen die Natur) und das Fotografieren der Leiche (somit muss Faber sich in dem Moment nicht mit dem Tod auseinandersetzen) werden im Film wiederrum nur angedeutet. Außerdem ist der Schwerpunkt beider Medien unterschiedlich gewählt. Der Wandel Homo Fabers wird im Film kaum erwähnt, dafür aber wird die Liebesgeschichte zu seiner eigenen Tochter, was er im Buch erst später erfährt, zum neuen Hauptthema gemacht. Als Walter Faber sich mit seinem Sitznachbarn aus dem Flugzeug auf den Weg zu der Plantage des ehemaligen Studienfreundes macht, unterscheidet sich die Erzähldauer und das Kommunikationsverhalten zwischen Buch und Film. Während im Buch eine längere, hindernissreiche Anreise ist, dauert die unspektakuläre Anreise im Film nur wenige Augenblicke. Außerdem variiert die emotionale Wichtigkeit Joachims Tod. Die Szene des Buches, als Homo Faber nachts in der Wüste steht und in den Felsen und Agraven verschiedene Monster und Dämonen sieht, wird im Film vernachlässigt. Daraufhin bleibt die emotionale Seite Fabers weiterhin verborgen.
Wir persönlich finden den Film nicht ansprechend, da wesentliche Aspekte der Romanvorlage kaum bzw. gar nicht einbezogen werden, wozu der hochgewachsene, krebskranke nur scheinbar selbstbewusste Schauspieler beiträgt.
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3 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Buch top - Film flop, 8. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
Die Romanverfilmung " Homo Faber" wird dem Buch leider nicht gerecht.
Der Film gibt die Grundaussage des Buches nur teilweise wieder.
Walter Faber versucht seine Mitmenschen, den Leser und nicht zuletzt sich selbst glauben zu lassen, ein Rationalist zu sein. Allerdings geraten sein Selbstbild und das gemachte Bild des Lesers durch beispielsweise seinen Traum mit irrationalen Ängsten (Heiraten und das Ausfallen von Zähnen), sowie die Liebe zu Sabet, ins Wanken. Außerdem fällt es ihm schwer Gefühle zu zeigen (Wir fotografierten und bestatteten ihn), was sich aber ändert, als er seine Tochter kennenlernt. Im gesamten Buch sind immer wieder Todessymbole versteckt, wie z.B. die starren Propellerkreuze. In diesen spiegelt sich seine Angst vor dem Tod aber auch vor dem Fliegen wider
Das sind die wesentlichen Merkmale, die das Buch auszeichnen und in der Verfilmung nur schwach oder gar nicht dargestellt werden.
Wer aber nicht auf die wichtigen Aussagen verzichten möchte oder kann, sollte erst das Buch lesen und Bedarf anschließend den Film gucken.
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6 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Interessant, 10. Februar 2010
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
Interessante Buchverfilmung. Nicht zu kurz, nicht zu lang. Schade dass die Originalsprache Englisch ist: das ist doch merkwürdig für einen deutschsprachigen Roman. Ich habe die deutsche Tonspur gewählt, und ich muss sagen, der Film ist prima gedubt. Dann aber soll man nicht gleichzeitig die deutschen Untertitel lesen, weil diese doch sehr vom Gesprochenen abweichen. Die negative Kritik die der Film bekommen hat, nl. dass es sich nur um eine Inzestgeschichte handle, finde ich nicht ganz gerecht. Ich habe den Film sehr gemocht, aber vielleicht nur weil ich auch das Buch so toll finde.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Homo Faber- der Film - Eine Enttäuschung, 11. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
Homo Faber - der Film - Eine Enttäuschung

Leider entsprach uns der Film aufgrund verdrehter und zum Teil verfälschten Aussagenn nicht.
Der im Buch rational denkende Techniker Walter Faber erfährt kurz aufeinander folgende Schicksalsschläge, die sein Weltanschauungsbild ins Schwanken bringen.
Leider weicht der im Film dargestellte Faber deutlich von seinen Charakterzügen aus dem Buch ab. So wirkt er im Film stets selbstsicher und lässt auch zum Ende hin keine Schwächen oder Verunsicherungen erkennen. Auch seine innere Wandlung wird , unserer Meinung nach, nicht sichtbar.

Zum Beispiel tritt das im Buch immer wiederkehrende wie üblich" fast gar nicht im Film auf, obwohl es für die Zuschauer eine wichtige Information ist. Denn durch diese Wortwahl möchte Faber den Menschen zeigen, wie gut er mit den Situationen vertraut ist und überspielt so seine eigentlichen Ängste.
Außerdem werden im Film wichtige Details vernachlässigt, wie die Zeitung, die er kurz vor dem Flugzeugabsturz liest. Auch das häufige Weglassen des elektrischen Rasierapparats lässt Zuschauer, die das Buch nicht gelesen haben, weiter im Ungewissen. Denn das Gerät ist eine wichtige Metapher, da es auf den Kampf Homo Fabers gegen die Natur hindeutet. So möchte er nicht nur die Kontrolle über Situationen und Mitmenschen haben, sondern auch über das Natürliche, denn auch dies ist irrational.
Auch die nicht auftauchende Todessymbole, wie die starren Propellerkreuze und die ausfallenden Zähne in seinem Traum, vermindern stark die Qualität und Umsetzung des Filmes.
Durch diese Lücken behandelt der Film den Roman nur sehr oberflächlich und geht nicht intensiv auf die eigentlichen Themen ein.

Durch passende Musikunterlegung werden wichtige Filmszenen in ihrer Wirkung hörbar hervorgehoben und dramatisiert, doch sie kann nicht über die schlechte Umsetzung des Buches in einen Film hinwegtäuschen.
Trotz guter Schauspielleistungen werden wichtige Kernaussagen vernachlässigt und teilweise durch die Regisseure ignorierd.
Insgesamt eine sehr schwache Verfilmung
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Eine 'übliche' Literaturverfilmung, 10. Dezember 2011
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
"Ich bin Techniker und gewohnt die Welt zu sehen, wie sie ist." Dieses betont Walter Faber in der Literaturverfilmung Homo Faber". Durch einige Zwischenfälle, wird dieses Bild des selbsternannten Technikers jedoch unglaubwürdig. Leider geht dieser Film nicht auf die hauptsächliche Handlung des Romans ein und auch die Todessymbolik, welche immer wieder im Buch auftaucht, kommt in dem Film zu kurz. Stattdessen steht im Vordergrund die Liebesbeziehung zwischen Walter und Sabeth, die sich auf der Schiffsreise nach Frankreich kennen lernen. Dennoch fügt sich der Film ,trotz einiger herausgelassenen Szenen, gut zu einem Gesamtbild zusammen. Auch die Schauspieler wurden passend gewählt, da sich die miteinander verwandten Personen sehr ähnlich sehen. Im Film wird meiner Meinung nach, nicht genug auf die Figur Walter Faber eingegangen, da er dort tatsächlich wie ein abgebrühter Techniker wirkt, was dadurch erzeugt wird, dass die Stellen in denen er unsicher ist oder in denen er Todesangst hat, verkürzt oder ganz weggelassen wurden. Zu empfehlen wäre, das Buch erst zu lesen und dann den Film anzuschauen, da der Film nicht detailliert genug auf die einzelnen Szenen eingehen kann - wie üblich. Durch den Roman kann man die fehlenden Szenen im Kopf ergänzen und es bewahrt einen davor, einen falschen Eindruck von Walter Faber zu bekommen.
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1 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Rezension der Romanverfilmung 'Homo Faber, 28. Oktober 2011
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
"Homo Faber" ist eine Verfilmung des gleichnamigen Romans von Max Frisch aus dem Jahre 1957. Regie führte hierbei kein geringerer als der renommierte Regisseur Volker Schlöndorff, der als Experte für filmische Umsetzung von komplexer und umfangreicher Literatur gilt. Der Film ist eine internationale Co-Produktion und konnte mit 13,5 Mio. Euro budgetiert werden. Durch die internationale, finanzielle Unterstützung ist der Film erst auf Englisch gedreht worden und letztlich deutsch synchronisiert worden. In den Kinos war "Homo Faber" ein Kassenschlager, wurde aber von vielen Kritikern nicht wohlwollend beurteilt. Nachdem ich nun bibliographische Angaben zum Film gemacht habe, wird eine kurze Inhaltsangabe folgen. Daran anschließend werde ich ein Vergleich zwischen dem Roman und dem Film anführen und schlussendlich ein Fazit über den Film ziehen.
Der Film handelt von dem Ingenieur Walter Faber, der sein ganzes Leben für planbar und berechenbar hält. Sein ganzes Leben basiert auf Logik und Technik. Alles andere ist nach Fabers Meinung Spinnerei. Für ihn ist alles erklärbar und kalkulierbar, deshalb wird ihm quasi der Boden aus Gleichungen und Regeln unter seinen Füßen weggezogen, indem er Opfer verschiedener schicksalhafter Zufälle wird. Diese führen letztendlich dazu, dass sein ganzes Weltbild und seine Ideale, für die er kämpft und als das einzig Richtige und Wahrhaftige betrachtet, zusammenbricht und Walter Faber unbewusst Inzest mit seiner eigenen Tochter betreibt.
Die Rolle Walter Faber als Techniker in diesem Film wird eher oberflächlich gezeichnet, vertieft wird diese nicht. Der Zuschauer kann sich nicht vollkommen in die Figur des Ingenieurs hineinfühlen, höchstens erahnen, was es heißt diese Lebensauffassung zu haben. Weiterhin wird die Liebesbeziehung zwischen Walter Faber und seiner Tochter Sabeth als Dreh- und Angelpunkt in der Verfilmung dem Betrachter als zentrales Thema angeboten. Im Roman hingegen liegt die Zentralaussage auf dem Tod. Im Film wird der Tod Sabeth's als Höhepunkt und gleichzeitig auch als Ende des Filmes dargestellt. Die Szene wird nicht so dramatisch dargestellt und der Brückenschlag zur griechischen Mythologie gelingt nicht ganz. Beispielsweise fehlt in der Verfilmung die Vase des Ödipus als Zeichen der Vergänglichkeit.
Der Erzähler im Roman entwickelt die Handlung im Detail, sodass der Leser den Schmerz eines sehr liebgewonnenen Menschen gut versteht. Natürlich fühlt man als Betrachter des Filmes diese Emotionen auch. Keine Frage. In manchen Szenen kann ich mich sogar mit der Figur Walter Faber identifizieren. Die innerliche Zerrissenheit und die Orientierungslosigkeit nach dem Verlust dürfen verständlicher Weise in der Verfilmung nicht fehlen. Der Roman aber zeigt dem Leser einen Faber, der vollkommen aus seiner Bahn geworfen scheint und der versuche verzweifelt den Weg zurück zu seinem strukturierten, technischen Leben zu finden.
Im Allgemeinen können Gründe für diese Intensität im Roman sein, dass der Regisseur in der Verfilmung die zweite Station des Buches , in der Faber an Magenkrebs erkrankt und sterbe wird, einfach ausgelassen hat und lediglich die erste Station verfilmte hat, die mit Sabeth's Tod endet, wodurch ein offenes Ende erzeugt wird. Zweitens wird der Roman aus Sicht des todkranken Fabers berichtet, während im Film der Hauptprotagonist kerngesund ist und zwar auch rückblickend berichtet, aber näher am Geschehen, d.h. zeitlich näher an dem schmerzhaften Verlust seiner Tochter.
Resümierend kann ich festhalten, dass der Film trotz aller kritischen Punkte eine gelungene Produktion ist. Ich bin kein Freund von Verfilmungen eines Romans. Jedes Medium, sei es ein literarisches Werk oder ein Film, hat seine eigenen und voneinander unterschiedlichen Stärken. Dies hat verschiedene Gründe, aber es ist sehr komplex diese Stärken von einem Medium auf das andere zu übertragen und Volker Schlöndorff ist es gelungen eine runde Sache daraus zu machen.
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0 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ääähm..., 3. September 2013
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
Also ich muss zugeben, dass ich mir diesen Film nicht freiwillig angetan habe, sondern meine Seminarfacharbeit (Klasse 11) darüber (und über das Buch) schreiben musste. Im Gegensatz zum Buch war der Film allerdings einigermaßen erträglich und ich schätze, wenn ich nicht vorbelastet gewesen wäre, hätte ich ihn sicher sogar mit mehr Sternen bewertet. Wird zwar nicht mein Lieblingsfilm, kann man sich aber anschauen :)
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2 von 9 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
1.0 von 5 Sternen Der eher trockene Film wird dem Buch in keinster Weise gerecht.., 8. Januar 2012
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
"Ich bin Techniker und gewohnt, die Dinge zu sehen, wie sie sind."- so beschreibt sich Walter Faber selbst.
Im Buch Homo Faber von Max Frisch, wird deutlich, dass er seine Gefühe mit Technik überspielt, jedoch wird im Film sein Verhalten falsch dargestellt; der Zuschauer bekommt den Eindruck eines echten Rationalisten. Das beste Beispiel ist die Flugzeugabsturz-Szene in der er gelassen und unbeeindruckt wirkt. Im Gegensatz zum Film merkt man in der Lektüre seine Nervosität sehr stark.
Ich finde, dass im Film sein Sexualleben zu sehr hervorgehoben wird und vom Hauptthema ablenkt. Da die wichtigen Stellen aus dem Buch in der Verfilmung weggelassen werden, fehlen ausschlaggebende Aspekte um Walter Faber richtig zu verstehen. Das Erzählverhalten,z.B. der notizbuchartige Schreibstil, wurde im Film nicht verwendet, obwohl es nötig wäre. Das führt manchmal zu nicht nachvollziehbaren Momenten und schlechten Dialogen.
Es gab keine fesselnde Momente und die Musik dramatisierte den Film an den falschen Stellen. Desweiteren wurden die Schauspieler meiner Meinung nach falsch ausgewählt, dadurch passt Charakter und Person nicht zusammen.
Der Film hat mir nicht gefallen, da er langweilig und trocken war. Allerdings finde ich auch das Buch nicht ansprechend, weil es öde und eintönig ist.
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