Kundenrezensionen


22 Rezensionen
5 Sterne:
 (3)
4 Sterne:
 (7)
3 Sterne:
 (5)
2 Sterne:
 (6)
1 Sterne:
 (1)
 
 
 
 
 
Durchschnittliche Kundenbewertung
Sagen Sie Ihre Meinung zu diesem Artikel
Eigene Rezension erstellen
 
 

Die hilfreichste positive Rezension
Die hilfreichste kritische Rezension


43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man fragt nach dem Sinn dieser DVD...
Lange hat es gedauert, ehe die Verfilmung eines der populärsten deutschsprachigen Romane überhaupt auch das Licht der digitalen Welt erblickte: Max Frischs Homo faber". Der Erlebnisbericht des Technikers, der in seiner rationalen Welt verfangen ist, der zwar die notwendigen Erkenntnisse über sein falsch gelebtes Leben noch gewinnt, aber dafür teuer...
Veröffentlicht am 20. Dezember 2007 von A. Wolf

versus
24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Aussage steckt im Titel - und die wurde nicht ganz erfüllt
Ich gestehe: Hätten nicht mehrere Rezensenten vor mir diesem Film eine sehr positive Note gegeben, hätte ich 4 Sterne vergeben. Aber so muss ich ein bisschen strenger bewerten.

"Homo Faber", der handwerklich-technische Mensch, der, der sein Schicksal selbst in der Hand hat, weil es laut seiner Ansicht auch überhaupt kein Schicksal gibt. Also...
Veröffentlicht am 4. September 2010 von Nina R.


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

43 von 50 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Man fragt nach dem Sinn dieser DVD..., 20. Dezember 2007
Von 
A. Wolf (Wiesbaden) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (Arthaus Premium Edition; 2 DVDs) (DVD)
Lange hat es gedauert, ehe die Verfilmung eines der populärsten deutschsprachigen Romane überhaupt auch das Licht der digitalen Welt erblickte: Max Frischs Homo faber". Der Erlebnisbericht des Technikers, der in seiner rationalen Welt verfangen ist, der zwar die notwendigen Erkenntnisse über sein falsch gelebtes Leben noch gewinnt, aber dafür teuer bezahlen muss.

1991 setzte Volker Schlöndorff den Stoff um. Für Freunde und Verehrer der grandios geschriebenen Geschichte Walter Fabers war dies endlich die Möglichkeit, neue Einblicke und Erkenntnisse zu gewinnen. Oder doch nicht? Das Echo auf Seiten der Kritik fiel gemischt aus, denn Schlöndorff vereinfachte den Stoff stark. Das Krebsleiden Fabers wird nur äußerst subtil angedeutet (dazu gleich mehr), die Liebesgeschichte rückt ins Zentrum und somit nicht der eigentliche Mittelpunkt: Fabers Dilemma eines selbst auferlegten, falschen Menschenbildes. Es geht im Leben um weit weit mehr als Ratio und Technik. Nicht die Macht des Schicksals läutert Faber, nicht bloße Zufälle - denn nach Frischs Verständnis, war und ist es immer das "Fällige", das einem passiert.

Schlöndorff wählte zur Verkörperung des Walter Faber Sam Shepard, einen smarten, groß gewachsenen Charaktermimen. Der Oscar nominierte Pulitzerpreisträger Shepard - eine nicht gerade häufige Konstellation - vermag in seine Mimik Stoik zu legen; aber ebenso eine gewisse Fragilität. Das macht ihn eigentlich wie geschaffen für die Rolle, wäre er nicht ein viel zu charismatischer Walter Faber. Dass dieser Mensch nämlich ein zynischer Misanthrop ist, der seinen toten Jugendfreund Joachim lieber mit der Kamera filmt, als in Trauer zu verfallen, der seine Geliebte - Ivy - kurzerhand abserviert und sich zu den bewegenden Worten: "mag sein, ich war gemein" hinreißen lässt, all das glaubt man Shepard nicht. Oder besser: Man würde es ihm nicht glauben, hätte Schlöndorff die Figur plastischer gezeichnet.

Julie Delpy als Sabeth verzaubert und betört. Unschuldig, engelsgleich erweckt sie in Faber das Gefühl echter Liebe. Einer wie ihr nimmt man das ab. Definitiv ist die Französin eine Sabeth, die man sich so vorgestellt hätte. Ein weiterer Volltreffer ist Barbara Sukowa als Hanna. Ihre verhärmte Mimik deutet die Defizite der Figur aus dem Roman an. Auch Hanna ist ja letztlich ein sozial eher schwieriger Fall, eine etwas skurrile Person. Sukowa spielt dies grandios. Lässt man also mal beiseite, dass da eine nicht nur sprachlich hochklassige Romanvorlage existiert, bietet der Film ein sehr gutes Schauspielerensemble, das eine eher einfache, aber relativ souveräne Dramaturgie gut umsetzt. Anders gesagt, Schlöndorffs Film ist als Film gut.

Was macht nun die DVD. Wer den Film bereits kannte, der darf sich wundern, denn einiges fehlt. Kein zusammengebrochener Walter Faber auf der Flughafentoilette, kein "Sturz vornüber in die Bewusstlosigkeit", keine Odyssee, bis der Jugendfreund endlich gefunden wurde. Die Szenen sind zwar als Extras vorhanden, aber eben nur als solche. Das ist schade, denn so verliert der Streifen nochmals an Komplexität. Eigentlich ist das ein Unding. Denn wer schaut sich eine Literaturverfilmung mehrheitlich an? Freunde von Actionfilmen, oder doch eher Schulklassen, die darüber diskutieren - bzw. Menschen, die sich damit auseinandersetzen wollen.

Frisch, der die Premiere des Films nicht mehr miterlebte, war von Schlöndorffs Arbeit ausgesprochen angetan. Dank Shepard, Delpy, Sukowa und weiteren Akteuren, versteht man das. Aber man versteht nicht, warum hier ein deutschsprachiger Roman behandelt wird, als ginge es drum, Popcorn-Cineasten dafür zu begeistern. Das ist definitiv nicht die DVD-Umsetzung, die man sich erhofft hatte. Leider. 4 Sterne gibt es dennoch: Wegen einer sonst sehr soliden, gut ausgestatteten Arthaus-DVD.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


24 von 28 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Aussage steckt im Titel - und die wurde nicht ganz erfüllt, 4. September 2010
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
Ich gestehe: Hätten nicht mehrere Rezensenten vor mir diesem Film eine sehr positive Note gegeben, hätte ich 4 Sterne vergeben. Aber so muss ich ein bisschen strenger bewerten.

"Homo Faber", der handwerklich-technische Mensch, der, der sein Schicksal selbst in der Hand hat, weil es laut seiner Ansicht auch überhaupt kein Schicksal gibt. Also nichts, was uns von einer (höheren) Macht übergestülpt würde. "Jeder ist seines Glückes Schmied" hätte Walter Faber bis kurz vor Beginn seines Berichtes wohl voller Inbrunst unterschrieben. Für ihn ist die Welt berechenbar, messbar, greifbar, da gibt es nichts, was ihn erschüttern könnte, außer vielleicht jene Sorte Menschen, die an Götter, Schicksale und dergleichen glauben.
Wie's der Zufall (sic!) jedoch wollte, geriet Faber in jungen Jahren an genau so eine Frau und schwängerte sie. Sie lehnte seinen (mehr aus Pflichtbewusstsein denn aus Überzeugung gestellten) Heiratsantrag ab und verschwand aus seinem Leben. 21 Jahre später schlägt der Zufall wieder zu, und zwar so gebündelt, dass Fabers ehernes physikalisch-mathematisches Weltbild in seinen Grundfesten erschüttert wird. Er wird jedoch sterben, ehe es ganz einstürzen kann.

Gerade letzteres ist Kern meiner Kritik. In Max Frischs Roman geht es um zwei Dinge. Erstens, um oben erwähnten Beinahe-Einsturz eines Weltbildes, ein technisch denkender Mensch wird von einem Schicksal, an welches er nicht glaubt, derart gebeutelt, dass er kurz davor steht, eines besseren belehrt zu werden. Dass dies nicht wirklich geschieht, ist löblich, denn Frisch wollte keine Saulus-Paulus-Geschichte schreiben. Dass der Ich-Erzähler aber langsam merkt, dass man mit Statistiken kein individuelles Leid lindern kann, das war wohl beabsichtigt.
Der andere Punkt ist, dass Walter Faber von Anfang bis Ende vom Tod umgeben ist, und genau DER Punkt kommt im Film viel zu kurz. Stattdessen wird auf die inzestuöse Liebesgeschichte viel näher eingegangen. Anstelle eines Todesreigens um sich selbst, sieht man das klassische Ödipusdrama. Das ist nicht schlecht... aber eben auch nicht ganz richtig. Die ungeahnte Liebesbeziehung mit seiner eigenen Tochter ist im Buch nur einer der vielen Steinchen auf Fabers Leidensweg, im Film ist es der Hauptfokus.

Der Roman beginnt damit, dass Faber (vermeintlich) knapp dem Tod entrinnt: sein Flugzeug muss in der Wüste notlanden. In die Situation gerät er jedoch schon mit dem Wetterleuchten des eigenen Verderbens, denn in der Flughafentoilette verliert er aufgrund starker Magenschmerzen kurz die Besinnung. Er wird in weiterer Folge einem ehemaligen Lehrer begegnen, der kurz danach an Magenkrebs stirbt - genau dasselbe Schicksal, das Faber am Ende des Buches selbst ereilen wird und das er die längste Zeit schon ahnt. Doch verdrängt er es zunächst, dann wird der Tod seiner Tochter wichtiger für ihn.
Der ehemalige Freund, der alte Lehrer, die Tochter und Geliebte - Faber ist vom Tod umgeben. In Italien sieht er den Kopf der noch schlafenden Erynnie, im letzten Satz des Buches holen ihn die Rachegöttinnen jeoch, denn der letzte Satz lautet "Sie kommen". Und zwar in Form der Ärzte, die Faber zur Operation abholen, welche er nicht überlebt.

Jenen Aspekt, den Todestanz Fabers ums eigene Ich wie um die eigene Weltanschauung, habe ich in dem Film vermisst. Was schade ist, denn abgesehen davon wird der Vorlage bemerkenswert detailgetreu gefolgt. Auch die Schauspieler sind ideal besetzt. Gerade deshalb enttäuscht das abgeschnittene Ende umso mehr. Der Film endet mit einem zwar in sich erschütterten Faber, der lebensziellos am Flughafen sitzt, aber die Krebsoperation wurde ganz weggelassen. Dadurch schließt sich der Kreis nicht wirklich, und die Kernaussage des Buches wird nicht beibehalten.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5 von 6 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen schöne umsetzung eines literatur-klassikers, 17. Mai 2011
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
homo faber zählt zu meiner absoluten lieblingslektüre! doch dieser film war in den 90ern erst anstoss für mich das buch überhaupt in die hand zu nehmen. beim wiederholten lesen hat mich die detailtreue und umsetzung des films doch jedesmal wieder überzeugt. zumal max frisch ja auch einiges bei der entstehung des filmes zu sagen hatte. die darstellung von sam shepard ist einfach ideal und auch der stil des film, die schönen einstellungen, die rückblenden, die austattung ist alles sehr stimmig. auch nach 20 jahren wirkt der film auf mich immer noch treffend und wunderschön, obwohl die kritiken der zeitungen leider eher negativ ausfielen. das ist eben geschmackssache und auch sehr schwer einen solchen literatur-klassiker auf die leinwand zu bringen. für mich trotzdem die perfekte umsetzung eines unglaublich komplexen charakters.
der film kann aber auch ganz für sich alleine stehen, ohne das buch zu kennen ... daher absolut empfehlenswert!
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen schön gemacht, ja - aber immer noch unvollständig, 21. August 2012
Von 
Uwe Hoeppe "uwehoeppe" - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 1000 REZENSENT)    (REAL NAME)   
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber [Blu-ray] (Blu-ray)
Nachdem Schlöndorffs "Homo faber" jahrelang überhaupt nicht auf DVD zu bekommen (und auf VHS schon lange vergriffen) war, gibt es nun also zur neuen DVD-Ausgabe auch die passende blu-ray.

Hier bekommt man endlich ein paar Einblicke in die Produktion - inklusive der Absprachen zwischen dem Regisseur und Max Frisch selbst sowie einiger deleted scenes. Das Bonusmaterial liegt natürlich nur in niedriger Auflösung vor. Das an sich wäre noch nicht schlimm, aber der unprofessionelle Sound in einigen Interviews ist reich an Nebengeräuschen und für mein Empfinden deutlich störend.

Das Bild der blu-ray ist schön scharf und bietet einen ordentlichen Farbraum, sodass in der Tat Kino-Feeling aufkommt. Der Ton ist allerdings z.T. (z.B. im Menu) so schmerzhaft laut gemastert, dass man sich schon fragt, ob der Tonmeister nach Dezibel und nicht nach Qualität bezahlt wurde.

Die Verfilmung selbst spaltet sicherlich nach wie vor die Gemüter: Der Film ist in jeder Hinsicht toll gemacht - wenn man bereit ist, über das fehlende Ende des Romans hinwegzusehen. Da dieses aber die eigentliche Wende in der Figurenentwicklung des Protagonisten ist und für mich die eigentliche Aussage des Romans ausmacht, bleibt hier letztenendes nur Popkornkino für alle, die keine Lust haben, das Buch zu lesen.

FAZIT: Die Zeit macht nicht alles besser, aber als Ergänzung zum Roman kann man sich diese blu-ray für den aktuellen Preis gut erlauben.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


10 von 14 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Kurz-Rezensionen einer 11. Klasse, 12. Mai 2009
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (Arthaus Premium Edition; 2 DVDs) (DVD)
Die Verfilmung des Romans Homo Faber von Max Frisch ist ein totaler Reinfall. Weder die Wahl der Schauspieler war geglückt noch wurde der Inhalt vieler Szenen der Vorlage gerecht. Die Charaktereigenschaften bzw. das Innenleben und die Besonderheiten der einzelnen Personen, die im Buch natürlich besonders gut zur Geltung kamen, fehlten im Film komplett. Ohne mein Hintergrundwissen würde ich zum Beispiel nie auf die Idee kommen, dass W. Faber eine tiefsitzende Antipathie dem weiblichen Geschlecht gegenüber verspürt. In der Verfilmung kommt er zu sehr als Frauenheld 'rüber (z.B. Knutschszene mit unbekannter Stewardess). Im Großen und Ganzen eine Enttäuschung.
V.M.

Wir haben den Film "Homo Faber" im Schulunterricht angesehen, nachdem wir das Buch ausführlich besprochen, analysiert und interpretiert hatten. Unsere Enttäuschung über den Film ist sehr groß, da wichtige Schlüsselszenen ausgelassen wurden. So wurde die "2. Station", die im Buch ja eine wichtige Rolle spielt, nicht in den Film mit aufgenommen. Des Weiteren wurden Szenen hinzugefügt wie zum Beispiel die Stewardess-Szene oder auch verkürzt bzw. weggelassen (Urwald-Szenen). Vergleicht man den Film mit dem Buch, kommt man zu dem Schluss, dass Walter Faber ansatzweise gelungen dargestellt wurde, jedoch seine rationale Denkweise nicht stark genug zum Vorschein kommt. Deshalb bewerten wir den Film nur mit 2 von 5 Sternen.
Laura, Benni, Patrick, Madeleine

2 von 5 Sternen
Die Reihenfolge "Erst Buch lesen und dann den Film anschauen" würden wir nicht empfehlen, da der Film viele Teile, die man als Leser des Buches für wichtig befindet, nicht zeigt. Der Film löst die Montagetechnik des Romans natürlich zwangsläufig auf, was aber gerade der Witz des Romans ist.
Unserer Meinung nach ist die Reihenfolge, in der man sich beide Medien zu Gemüte führt, entscheidend für das Ergebnis des eigenen Urteils:
Wer das Buch gelesen hat, kann sich den Film sparen, wer dagegen das Buch nicht gelesen hat/ nicht vorhat es zu lesen, der kann sich getrost überlegen ihn anzuschauen.
Doch betrachtet man die eigentliche Stellung dieses Buches, welcher durch die Verfilmung eindeutig nicht gehuldigt wird, so ist der Film eher eine nette Abendunterhaltung - und selbst diese entpuppt sich als nicht herausragend.
von Felix, Ilya und Daniel

Der Roman und der Film unterscheiden sich doch sehr voneinander.
Wichtige Stellen wie Sabeths Tod sind völlig anders als im Roman, der Kubaaufenthalt der zweiten Station fehlt und Szenen wurden hinzugefügt, die es im Buch so nicht gab (Flirt mit der Stewardess) oder sie wirkten übertrieben (Gelassenheit Fabers beim Absturz).
Unserer Meinung nach kann man sich den Film schon ansehen, da man die groben Handlungsabschnitte des Romans wiederfindet. Die Schauspieler leisten gute Arbeit und sie stellen die Hauptpersonen (Faber, Sabeth, Hannah) so dar, wie wir uns sie anhand des Romans vorstellten. Dass figurenbezogene Einzelheiten weggelassen wurden, wie Fabers Krankheit zum Beispiel, schmerzt etwas.
Faber im Allgemeinen ist nichts desto trotz gut dargestellt, vor allem im Hinblick auf seine anfängliche Emotionslosigkeit.
Anhand der Romanvorlage hatten wir uns Hanna zunächst anders vorgestellt, jedoch stimmt ihr Spiel im Film perfekt mit den anderen Charakteren überein und geht vor allem in ihrer Mutterrolle auf, sodass man Verständnis für ihr Verhalten und ihre Abneigung Faber gegenüber haben kann.
David K., Maximilian K.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


13 von 19 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
2.0 von 5 Sternen Romanverfilmung ohne Tiefgang, 6. April 2008
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (Arthaus Premium Edition; 2 DVDs) (DVD)
Das Problem einer Romanverfilmung ist meistens der Roman selbst. Er legt dem Regisseur eine Handlung vor, die ihn sowohl inspiriert, als auch im Wege steht. So lässt sich fast kein Buch originalgetreu dem Text gegenüber verfilmen. Der Regisseur ist also gezwungen, Passagen des Textes umzuschreiben oder wegzulassen, um ein vernünftiges Drehbuch zu erstellen. Zweifellos ist Homo Faber von Max Frisch ein Roman, der nach einer Verfilmung schreit, jedoch auch durch seine Art und Weise, wie es geschrieben ist, schwer umzusetzen ist.

Der Film handelt von Walter Faber, einem Ingenieur aus der Schweiz um die 50, der auf einer Schiffsreise die junge Sabeth trifft, in die er sich auch bald verliebt. Es entwickelt sich eine Beziehung zwischen den beiden. Erst später erkennt er, dass Sabeth die Tochter seiner ehemaligen Geliebten Hanna ist, die ihn vor 20 Jahren verlassen hat. Er findet heraus, dass Sabeth auch seine Tochter ist. Faber befindet sich darauf in einem Konflikt mit sich selbst und seiner ihn prägenden rationalen Denkweise.

Die Charaktere für den Film sind meiner Meinung nach gut besetzt, Sam Shepard als Walter Faber mit monoton grimmigem Gesichtsausdruck hätte allerdings mehr aus seiner Rolle machen können. Julie Delpy als Sabeth sowie Barbara Sukowa dagegen spielen meiner Meinung nach überzeugend. Delpy verkörpert Sabeths unschuldiges, naives und kindliches Wesen so, wie ich es mir im Buch vorgestellt habe. Sukowa passt ganz in die Rolle der etwas suspekten und auch widersprüchlichen Karrierefrau Hanna, die ähnlich wie im Buch Faber mit seiner ideologischen Denkweise konfrontiert.
Der Film von Volker Schlöndorff thematisiert hauptsächlich die Beziehung zwischen Sabeth und Faber. Das ist nachvollziehbar, da die Handlung so deutlich vereinfacht wird und der Zuschauer sich nicht auf mehrere Handlungsstränge konzentrieren muss. Doch durch das Weglassen von, meiner Meinung nach, wichtigen Handlungssträngen wie z.B. Fabers Krankheit oder seinem Aufenthalt auf Kuba, geht der Tiefgang der Romanvorlage verloren. Es werden wesentliche Charakterzüge Fabers überhaupt nicht erwähnt, die in die Handlung locker mit eingebaut hätten werden können, zumal ich nach fast zwei Stunden das Gefühl nicht losgeworden bin, dass der Film ziemlich langatmig gewesen ist.

Alles in allem eine Verfilmung über die man sich streiten kann. Kennt man das Buch nicht, ist der Film vielleicht ganz nett, den Tiefgang des Buches erreicht es jedenfalls nicht.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen gute interpretation des buches, 6. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
gute interpretation des buches, allerdings fehlen zwei drei szenen, die mir wichtig schienen, aber das ist ja meistens so bei verfilmungen, daher ganz ok...
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


5.0 von 5 Sternen Sehr gut, 4. Mai 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
Der Film ist sehr gut und stimmt mit dem Hauptinhalt des Romans gut überein.
Mit freundlichen GrüBen
lllll ...... ....
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


4.0 von 5 Sternen ...toller Film, der zu wenige Aspekte des Buches beinhaltet., 25. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
Es gibt hier schon viele Rezensionen, daher möchte ich meine kurz halten. Der Film ist sehr sehenswert, die schauspielerische Leistung ist mehr als angemessen an das Buch von Max Frisch, Sam Shepard eine Augenweide, spannend ist der Film auch noch. Allerdings wird nicht deutlich, warum er einen "technischen Menschen", dessen Weltbild ins Wanken gerät, darstellt. Der Kern des Films beschränkt sich auf die Liebesbeziehung zur Tochter, von der Er nicht weiß, dass sie seine Tochter ist. Diese Beziehung ist zwar "inzestuös", dies aber unbeabsichtigt. Das Buch von Max Frisch ist deutlich facettenreicher und in der Grundaussage anders als der Film. Barbara Sukowa, Dieter Kirchlechner, sie sind deutsche Schauspieler, die in dem international angelegten Film von Volker Schlöndorff brillieren und etwas mehr Tiefe in die Verfilmung bringen, als es einem recht glatten Sam Shepard gelungen ist .Wegen der fehlenden Facetten nur vier Sterne.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


3.0 von 5 Sternen Eher enttäuschende Literaturfervilmung, 16. Oktober 2013
Rezension bezieht sich auf: Homo Faber (DVD)
Der Film von Volker Schlöndorff nach dem Roman von Max Frisch bleibt im Vergleich leider hinter dem Buch zurück. Die Geschichte wird stark verkürzt und dadurch viel flacher dargestellt. Dagegen sind besonders Sam Shepard und Julie Delpy die denkbar besten Besetzungen für ihrer Rollen. Schade ist, dass die Dvd-Version nochmals einige Szenen weglässt. Dies verstärkt den Eindruck, dass der Film zwar teils nah am Vorbild bleibt, es allerdings nicht schafft die gleiche Intensität und Denkanstöße beim Publikum hervorzurufen, wie dies bei Max Frischs Meisterwerk der Fall ist.
Helfen Sie anderen Kunden bei der Suche nach den hilfreichsten Rezensionen 
War diese Rezension für Sie hilfreich? Ja Nein


‹ Zurück | 1 2 3 | Weiter ›
Hilfreichste Bewertungen zuerst | Neueste Bewertungen zuerst

Dieses Produkt

Homo Faber (Arthaus Premium Edition; 2 DVDs)
EUR 21,50
Auf Lager.
In den Einkaufswagen Auf meinen Wunschzettel
Nur in den Rezensionen zu diesem Produkt suchen