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am 30. März 2007
Emma bewirtschaftet alleine ihren Bauernhof, leider kommt sie mit ihren Finanzen nicht ganz klar, und der Hof steht kurz vor dem Aus, was Emma allerdings weit von sich schiebt. Da taucht eines Tages Max in Form eines verunglückten Autofahrers auf und bringt ihr sorgsam gehütetes Leben durcheinander.

Wirklich durcheinander? Ich finde, Emma, egal was sie tut, ob sie ein Schwein schlachtet oder den Dorfpolizisten vom Hof jagt, bleibt sich selbst stets treu, verliert sich nie in den Emotionen, die Max plötzlich in ihr hervorruft. Alles passt zueinander, Emma und Max ergänzen sich völlig harmonisch.

Es gibt einige witzige Szenen, doch der Film ist keine Komödie, es gibt skurrile Szenen, anrührige und ganz weiche; man riecht förmlich die Gerüche des Bauernhofs, die Schweine und die Landluft, doch man sieht keinen Heimatfilm. Von allem etwas und das wurde zu einer guten Mischung zusammengebracht.

Triebel und Vogel - die beiden spielen wirklich kongenial und verleihen ihren Figuren absolute Echtheit. Ein wunderbarer Liebesfilm, der ohne Schmalz auskommt und nicht vor aktuellen Themen (Sterbehilfe) Halt macht. Richtig gutes deutsches Kino, eine Story ohne erhobenen Zeigefinger, gute Unterhaltung, sehenswerte Schauspieler - gute Komponenten für einen gelungenen DVD/Kino-Abend.

Nebenbei: es lohnt sich, auch das Buch zu lesen.
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am 28. März 2007
Max erfährt, der er nur noch kurze Zeit zu Leben hat. Er bestiehlt seinen Teilhaber und will die restlichen Tage in der Ferne genießen. Doch er kommt nicht weit. Mit seinem Wagen stürzt er einen Abhang hinunter und landet auf Emmas Bauernhof.

Emma lebt nach dem Tod ihres Vaters allein auf dem Hof und betreibt Viehzucht. Sie schlachtet auch selbst auf eine eigenwillige höchstpersönliche Art, ein wenig wie der Pferdeflüsterer seine Tiere zähmt. Emma findet Max und das entwendete Geld. Sie bringt Max ins Haus und zündet den Wagen an. Das Geld kann Emma dringend gebrauchen, denn der Hof steht kurz vor der Versteigerung. So gibt es eigentlich genug Handlungsstoff, nachdem Max erwacht. Er lernt Emma und ihr Leben kenne. Die beiden haben eine kurze schöne Zeit. Als die Zeit kommt und Max Leid unerträglich wird, leistet Emma aktive Sterbehilfe auf ihre eigenwillige höchstpersönliche Art.

Nicht das Sterben ist schlimm, sondern nur die Angst davor", sagt die Protagonistin weise im Film zu Max. Die Geschichte ist eine Liebesgeschichte und eine Geschichte vom Umgang mit dem Sterben. Das einfache Leben auf dem Lande zeigt, verbundenen mit einer schweren Krankheit, wie einfach und wertvoll Leben sein kann. Der anfängliche, verständliche Wunsch in der Ferne unter Palmen glücklich zu sterben, wirkt am Ende des Filmes grotesk.
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...sondern ein Film, der einen sehr nachdenklich stimmt.

Max ist Mitte dreißig und erfährt, dass er nicht mehr lange zu leben hat. Sein Arzt rät ihm, in seinen Beruf zurückzukehren und so weiterzumachen wie bisher. "Der Mensch ist ein Gewohnheitstier". Doch das gelingt Max nicht. Er klaut das angesammelte Schwarzgeld seines Geschäftsfreundes und möchte damit ab nach Mexiko. Bei der anschließenden Verfolgungsjagt kommt er jedoch von der Straße ab und landet vor dem Bauerhof von Emma. Sie versteckt ihn auf ihrem Hof und lässt ihn erfahren, dass das Glück nicht unbedingt in der Ferne zu suchen ist, sondern manchmal an Orten ganz in der Nähe zu finden ist, an denen man es nicht vermuten würde....

Max geht es zunehmend schlechter und Emma kommt ihm zunehmend näher und näher. Ich möchte nicht zu viel verraten....

Es gibt zwar einige Momente, bei denen man Schmunzeln muss, aber insgesamt konfrontiert der Film sehr unverblümt mit dem Thema Krebs und dem damit verbundenen Tod. Auf dem Bauernhof schlachtet Emma auf sehr liebevolle Weise ihre Schweine. Gerade in diesen Szenen wird die Verletzlichkeit des Lebens, nicht nur des tierischen sehr anschaulich.
Die Sequenzen des fortwährenden Sterbens von Max werden recht schonungslos gezeigt. Aber auch die aufopfernde Hingabe von Emma in dieser letzten Phase des Leidens.

Wieder einmal ein guter deutscher Film, mit überzeugenden Schauspielern und gerade Jürgen Vogel mal von einer ganz anderen Seite. Die Kameraführung ist hervorragend und die Geschichte so gut erzählt, dass man um das Mitleiden gar nicht herum kommt.
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am 6. September 2010
Absolut großartige Leistung beider Hauptdarsteller. Für mich ist Jürgen Vogel der momentan beste deutsche Schauspieler (vielleicht neben Moritz Bleibtreu). Ich mag bis jetzt alle seine Filme - egal ob ernst oder komisch. Er hat vor allem auch den Mut inhaltlich kontroverse Themen zu spielen. Die sollte man als Geschenk dankend annehmen bei all dem Einheitsbrei, der einem sonst geboten wird.
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am 16. Juni 2010
Die Rahmenhandlung ist schnell erzählt und wird in unspektakulären, aber berührenden Bildern im Film dargestellt: Emma, eine junge Schweinebäuerin, die mit den finanziellen Bosheiten und Zwängen der modernen Leistungsgesellschaft nicht zurande kommt und sich in ihre eigene, verschrobene Welt flüchtet, trifft auf Max, der eben erst von seinem nahenden, unausweichlichen Krebstod erfahren hat. Beide sind Individualisten, raufen sich für wenige, glückliche Tage zusammen, verlieben sich und finden so - jeder für sich - zu den verloren geglauben wahren Werten im Leben zurück. Der Krebs holt Max viel zu schnell ein, und um ihm ein fürchterliches und schmerzhaftes Dahinsiechen zu ersparen, greift Emma zu einer humanen Praxis aus der Schweineschlachtungspraxis...

Fazit: Kein Happy-end-Film, keine geschönte Darstellung einer unrealistischen Lebenssituation, aber im wohltuenden Gegensatz zum rezent üblichen Hollywoodschmus. Ein deutscher Film, der in jeder Hinsicht berührt und der so manchem Zuseher helfen wird, sich mit dem kaum zu bewältigenden Thema der eigenen Endlichkeit auseinanderzusetzen und dadurch etwas Gelassenheit und die Fähigkeit zum Genuß der ganz kleinen Lebensfreuden im eigenen Leben zuzulassen.

Prädikat: sehr empfehlenswert!
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am 2. August 2007
Da ist wieder mal so ein kleiner deutscher Film, der im Meer der Hollywoodfilmwerbungen fast untergeht. Und doch: Was anderswo mit Schlaglichtern, riesigen Werbetafeln und aufwändigen Trailern an den Mann gebracht werden muss, das hat -Emmas Glück- nicht nötig. So ein Kleinod von Film besticht durch eine gute Story, liebevolle Regiearbeit, wunderbare Schauplätze und Schauspieler, die ihre Herzen und Seelen in die Produktion einbringen.

Die kauzige und sehr selbständige Emma(Jördis Triebel) lebt allein auf einem Bauernhof. Na gut, ganz allein stimmt nicht. Da sind noch jede Menge Schweine und Hühner. Der Hof ist hoch verschuldet und Emma steht die Räumungsklage ins Haus. Die Gelegenheit für den schrägen Dorfpolizisten Emma endlich für sich gewinnen zu können. Doch dann kommt alles ganz anders. Max(Jürgen Vogel), ein scheuer, zurückgezogen lebender Autoverkäufer, erhält von seinem Arzt die Diagnose auf Krebs. Er ist ein lebender Leichnam, der nur noch wenig Zeit hat, um sich am Leben zu erfreuen. So greift Max in die Ladenkasse und will seine letzten Tage in Mexiko verbringen. Allerdings wird er von einem Mitarbeiter ertappt und landet am Ende einer Verfolgungsfahrt im Wrack eines Jaguars auf Emmas Hof. Von da an beginnt eine Leidens- und Liebesgeschichte, wie sie dramatischer, trauriger, lustiger und ergreifender nur selten auf Zelluloid gebannt wurde. Emma und Max nehmen ihr, wenn auch nur kurzes, gemeinsames Leben in die Hand und stellen sich mit ihrer Liebe gegen den Tod...

Was soll man dazu noch sagen? Einfach klasse, wie Regisseur Sven Taddicken die Romanvorlage umgesetzt hat. Ihm sind melancholisch-poetische Bilder gelungen, die funktionieren und bewegen. Dazu zwei Schauspieler, die ihr Bestes geben und einen mitfühlen und leiden lassen. Emma, die im Neglige mit Gummistiefeln von Max auf der grünen Wiese zwischen dem Borstenvieh geliebt wird, und...und...und...

Am Ende, wenn Emma bis zehn zählt, wird es niemanden geben, der seine Tränen zurückhalten kann. Dann endet das Spiel der vier großen Protagonisten des Films. Das Spiel von Emma, Max, der Liebe und dem Tod. Wunderschön, einfühlsam, gigantisch und einmalig.
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am 22. März 2007
Den Film Emmas Glück sah ich zuerst im Kino.Zu meinem Glück alleine,denn die Geschichte von Emma und Max ließ meine Tränen laufen.
Genau das beschreibt Emmas Glück, Leben und Tod ,Glück und tiefes Leid liegen dicht beieinander, und das eine gibt es nicht ohne das andere.
Lustige Momente, in denen Emma und Max Freude spüren, daß die umstehenden Menschen nur so den Kopf schütteln, in dem kleinen Dorf, gehören genauso dazu, wie das Sterben.
Jördis Triebel spielt glänzend die Rolle der burschikosen, weisen Bauernfrau, die in finanziellen Nöten steckt und im Alleingang ihren Bauernhof bewirtschaftet. Nein, zunächst ist sie nicht ganz alleine, denn sie züchtet Schweine ,die sie liebevoll behandelt, auf ihre eigene Art schlachtet ,voller Gefühl und Respekt vor den Tieren. Ja und dann ist da zunächst noch ein vergeblicher Verehrer von Emma, der Dorfpolizist, zugleich auch Schuldeneintreiber.
Parallel zum Geschehen erfährt der Autoverkäufer Max, gespielt von Jürgen Vogel,daß er todkrank ist und seine Wochen gezählt sind.
In einer Nacht und Nebelaktion raubt er die Geschäftskasse aus,die überwiegend nicht ganz rein ist ,und flieht in einem Jaguar über die Landstrassen. Die Kurve vor Augen, aus der er hinausfliegt, landet er in Emmas Leben. Emma hütet den bewusstlosen Mann und nimmt ihn mit ihren ganzen Sinnen auf. Emma ist schließlich eine leidenschaftliche Frau, die ihre Höhenflüge bisher nur auf dem vibrierenden Mopedsattel geniessen konnte. Nun liegt dieser Mann da auf dem Bett...Mehr möchte ich nicht verraten. Die Atmosphäre dieses Filmes, der abgelegene Bauernhof, die Tiere, die Ruhe ,vermitteln einen Frieden. Die hektische Zeit ist dort stehengeblieben. Emma hat andere Inhalte in ihrem Leben, ist keine moderne Frau in dem Sinne, daß ihr Mode, Geld oder Partyleben im Vordergrund steht. Emma ist Emma. Das Dorf kennt sie und sie verwundert es stets auf neue.
Sie lebt ihren eigenen Rhythmus, der nicht viel Kontakt zu den Menschen in ihrer Umgebung zulässt.
Max gelingt es ,durchzudringen, in Emmas Herz.
Das zählt , für beide;und selbst das Ende dieses gemeinsamen Glücks überdauert den Tod.
Der Moment, in dem Emma ihr Glück findet ,entscheidet so vieles ,was vorher in Frage stand.
Also bekommt Emmas Glück von mir fünf Sterne !!
Tom Netzer
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TOP 100 REZENSENTam 3. April 2014
Die burschikose und tierliebende Emma (Jördis Triebel) widmet sich auf ihrem Hof der Schweinezüchterei und versucht das zu irgendeiner Zeit unausweichliche Schlachten der Tiere für diese so leicht wie möglich zu machen. Das Gehöft ist verschuldet und das Chaos um Emma unüberschaubar, das sie nicht in den Griff bekommt. Bis eines Tages Max unerwarteter Weise in ihr Leben tritt.

Autoverkäufer Max (Jürgen Vogel) ringt seit seiner vom Arzt vermittelten Diagnose Krebs um Fassung und macht Sachen, die ihm früher nicht im Traum eingefallen wären. So schnappt er sich in einem verzweifelten Gefühlsausbruch kurzerhand den teuren Wagen seines Geschäftsfreundes Hans, der den eigentlich nach Weißrussland verkaufen will. Max will weg, nur fort, der unheilbaren Krankheit davonfahren. Alles mit 50 000 Dollar Schwarzgeld von Hans im Gepäck.

Übermütig im Rausch seines noch Daseins kommt Max bei hoher Fahrt von der Straße ab und landet mit einem Crash auf dem Hof von Emma. Sie verarztet den verletzten Max aufopfernd, wie sie sonst nur ihre Tiere versorgt und findet nebenbei zu ihrer Überraschung verdammt viel Geld in dem Auto. Genau das kann sie jetzt sehr gut gebrauchen. Wenn nur nicht Hans (Martin Feifel) eines Tages auftaucht, das Auto und das Geld zurückhaben will...

Der sterbenskranke Stadtmensch Max und die Schweinezüchterin Emma, unterschiedlicher können sie nicht sein und finden doch nach und nach zueinander. Die kurze Zeit die Max noch bleibt verbringen beide in der Aufarbeitung ihres bisherigen Lebens. Emma lässt Emotionen über ihre lieblose Kindheit frei und genießt das kurze Glück von Max geliebt zu werden. Sie versinken in Gefühlsausbrüche und lassen auch das Thema Sterbehilfe nicht aus. Max selbst hat nur einen Wunsch, er möchte so sterben wie Emmas Schweine: In ihren Armen.

Die Autorin Claudia Schreiben hat die Vorlage zu diesem Film voller Tiefgang mit durchaus auch heiteren Szenen gegeben, die jedoch nicht darüber hinwegtäuschen können, dass die beiden Hauptprotagonisten eingesponnen sind in Gefühlslagen, mit denen sie versuchen sich gegenseitig zu stärken um den Traum einer gewissen Glückseligkeit zu erreichen. Hervorragend von den Akteuren gespielt!
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am 17. September 2015
......gebe ich EMMAS GLÜCK verdiente Fünf Sternchen.
Denn dass man sich einen Verunfallten, der sich mit seinem Auto überschlug,
leichtfertig und leichtsinnig einfach über die Schulter wirft- inner Verletzungen
klar ausschließend- und dann noch den bewusstlosen, armen Tropf von ( fast) unten
bis oben betatscht und ableckt- stellte EMMAS GLÜCK anfangs auf meine harte Probe.
Ebenso beklemmend die anfängliche Schlacht- Szene, drastisch- derb und widerum so
einfühlsam und human erscheinend.
Der behämmerte und ewig spitze Dorf- Cop samt seiner ständigen Einsatzbegleitung
rang mir groteskerweise eigentlich und ständig ein Kichern ab.
Und dann: Jürgen Vogel begeisterte mich zunehmend mit seiner echt unfassbaren
Präzision, die Krankheit...das Fühlen und Denken eines Betroffenen so immens
glaubhaft darzustellen wie möglich. Auch wenn ich mir mit Sicherheit nie und nimmer
anmaßen würde, mir tatsächlich vorstellen zu können, was ein Mensch so wirklich
fühlen, bewältigen und ertragen MUSS- wie sich sein Leben schlagartig verändert.
Anhand dieser Diagnose.
Jördis Triebel, einmalig in ihrer Rolle als zurückgezogen lebender Schweinehof-
trampel. " Ich wusste,- ich BIN Emma. Ich musste sie einfach spielen. "
Und wie ihr das gelungen ist. Sämtliche Zweifel, die ich vorher zu hegen pflegte,
verflogen endgültig mit dem Auftauchen von dieser gummibeschuhten Sau- und Wiesenfee.
:-)
Schock und Ergriffenheit- Zwei Faktoren, die doch niemals harmonieren können.
Aber in EMMAS GLÜCK tun sie es. Bei Gott.

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Geschichte:

Der todgeweihte Autoverkäufer Max( Jürgen Vogel ) klaut nach
seinem Arztbesuch das Geld der schwarzen Kasse seines Chefs,
um seine letzten Tage in Mexiko zu verbringen.
Doch auf der Autofahrt erleidet er einen Unfall und landet im
Bett von Emma, einer Schweinebäuerin, auf deren Grundstück er
aufschlug.......................................

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Fazit:

Für mich ganz großes Kino- deutsches großes Kino. Endlich mal wieder.
Mit zwei Hauptdarstellern, denen ich das in so genialer Form nicht zugetraut hätte.
EMMAS GLÜCK ist eine Allegorie, eine Metapher auf die Verlorenheit und
Unsicherheit des Einzelnen. Und auf die beruhigende und wärmestrahlende
Kraft der Liebe.
Ein Film, der in Emmas heile Welt entführt.
Und in der selbst der Tod seine Grausamkeit zu verlieren scheint.
Und EMMAS GLÜCK bekräftigt den Eindruck, dass die Heimat- und Naturerzählung
im deutschen Kulturbetrieb eine Neubelebung erfährt.

______________________________

Lauflänge: 99 Minuten!

Extras:

- Kurzfilm " Schäfchen zählen ": 22 Minuten!

- Cast & Outtakes= 11.45 Minuten! ( Klasse! )

- Interviews, Trailer, Deleted Scenes!

- Audiokommentar v. Sven Taddicken u. Jördis Triebel!

Empfehlung!
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am 4. August 2015
Autoverkäufer Max (Jürgen Vogel) erfährt, daß er nur noch wenige Monate zu leben hat. Er hat Bauchspeicheldrüsenkrebs , man bietet ihm noch eine OP zur Tumorverkleinerung und anschließende Chemotherapie an , Max lehnt ab( Tatsächlich wird das Pankreaskarzinom in ca 95 % der Fälle erst in inoperablem Stadium diagnostiziert, eine Chemotherapie verlängert das Leben nicht wesentlich, wirkt aber eine Zeit lang immerhin schmerzlindernd).
Max beschließt, seine letzten Monate am Strand unter Palmen in Mexiko zu verbringen, er klaut die Schwarzgeldkasse seines Chefs (Martin Feifel), wird aber ertappt. Er flieht in einem Jaguar, als sein Chef ihn verfolgt, brettert er schließlich, nachdem er das Lenkrad losgelassen hat, durch einen Zaun, überschlägt sich mehrmals und landet schließlich auf dem Dach nahe des Bauernhauses von Emma (Jördis Triebel).
Emma bewittschaftet allein ihren Hof mit gut 20 Schweinen und einigen Hühnern, die Zwangsversteigerung droht, der Stronm ist bereits abgeschaltet. Sie hat bisher alle Annäherungsversuche des Dorfpolizisten (Hinnerk Schönemann), der auch im Dienst immer seine Mutter dabeihat, abgewiesen, droht auch mal mit der Schrotflinte.
Emma trägt den Ohnmächtigen in ihr Haus, birgt die Tupper-Box mit den gut 67.000 Euro und versteckt das Geld, den Wagen zündet sie mit Benzin an. Offensichtlich auf den ersten Blick verliebt sie sich in Max, und nach manch Verwicklung mit zum Teil slapstickartigen Begebenheiten werden die beiden ein Paar. Auch Max hat sich in die zupackende einfache (nicht dumme!) Frau verliebt und verbringt seine letzten Wochen mit ihr, ehe sie ihm bei der Erlösung von seinem Leiden zur Hand geht.
Der Hof ist gerettet, Emma und Max haben einige wunderschöne Wochen als Paar auf ihrem Hof verbracht. Max' Glück, daß es mit Mexiko nichts geworden war.

Der 2006 erschienen Film mit der damals 29jährigen Jördis Triebel in ihrer ersten Hauptrolle hat komödiantische Züge, ist aber im Wesentlichen ein wunderschöner Liebesfilm über die kurze Liebe zwischen Max (wie immer toll gespielt von Jürgen Vogel, hier in einer für ihn eher ungewöhnlichen sympathischen Rolle) und der einsamen Emma, die ihre Tiere sehr liebevoll behandelt und auf konventionelle Weise schlachtet.
Jördis Triebel spielt die eigenbrötlerische, eher etwas realitätsfremde Frau (läßt die Dinge wie den drohenden Verlust des Hofes einfach auf sich zukommen) hervorragend. Ihr Umgang mit den (abgerichteten und in der Realität nicht geschlachteten) Schweinen wirkt glaubhaft liebevoll, ebenso überzeugt sie als Frau, die zupacken kann und einiges wagt, um ihr Glück mit Max zu finden und festzuhalten.
Mancher mag die Schlachtszenen der Schweine (noch einmal, sie sind gefaked!) abstoßend empfinden und die besondere Sterbehilfe, die Emma bei Max leistet, moralisch verurteilen. Viel abstoßender finde ich Szenen, wenn Geflügel kopfüber hängend an einem Enthauptungsgerät vorbeigefahren werden und millionen von männlichen Küken geschreddert, wenn Nutztiere so auf Fleisch masse gezüchtet und gemästet werden, daß die eigenen Beine sie nicht mehr tragen. Und die Szene, in der Max mit dem Kopf auf Emmmas Schoß liegend erlöst wird, in der er ihr Zögern bewußt überwindet, ist ein Ausdruck einer ganz großen Liebe, moralisch mag man dazu stehen , wie man will.

Trotz des Themas Sterben ist "Emmas Glück" eine wunderbare und bewegend gespielte Ode an die Liebe und das Leben, auch im Angesicht der kurzen Dauer dieses letzten Lebensabschnitts für Max.
Emma trauert, aber sie sitzt am Ende glücklich- verträumt vor ihrem Haus: sie hat Liebe geschenkt und eine beglückende Liebe erlebt.

Und als wichtige, beherzenswerte Botschaft vermittelt der Film: egal in welcher Lage, und sei sie noch so hoffnungslos wie die von Max, es lohnt sich, ehrlich zu sein und jede Gelegenheit, noch etwas Wunderschönes zu erleben, beim Schopfe zu packen, anstatt bis zum Ende mit dem Unausweichlichen zu hadern.
Vöölig zu Recht sind der Film und die beiden wunderbaren Hauptdarsteller mit Preisen bedacht worden.

Doc Halliday
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