Fashion Sale Hier klicken Jetzt informieren indie-bücher Cloud Drive Photos Learn More sommer2016 HI_PROJECT Hier klicken Fire Shop Kindle PrimeMusic Autorip NYNY

Kundenrezensionen

4,3 von 5 Sternen71
4,3 von 5 Sternen
Format: DVD|Ändern
Preis:11,99 €+ Kostenfreie Lieferung mit Amazon Prime
Ihre Bewertung(Löschen)Ihre Bewertung


Derzeit tritt ein Problem beim Filtern der Rezensionen auf. Bitte versuchen Sie es später noch einmal.

am 19. Dezember 2002
Ich will bei dieser Rezension mal lieber anonym bleiben, zumindest gg.über der Öffentlichkeit. Wenn man diesen Film bespricht, dann offenbart man zwangsläufig auch etwas über sich selbst. Beeindruckt sein kann von diesem Film jeder, der ein Interesse hat an dem Wahnsinn, den die Wahrnehmung mit der persönlichen Interpretation in unserem Hirn anrichten kann, aber verstehen vielleicht nur der, der in ähnlich ekligen Hemisphären des Denkens und Erlebens steckte.
Ich habe, erfahren in sämtlichen Filmen der Thematik, von "Ich hab Dir nie einen Rosengarten versprochen" über diverse Psychiatrie-Movies, David Lynch, "Requiem for a dream" und Co., NOCH NIE einen Film gesehen, der so spürbar und eindrucksvoll die Mechanismen eines "Horrortrips", einer Psychose dargestellt hat, wie dieser Film es tut. Die oftmals saublöd interpretierten Geschichten von "Stimmen im Kopf" werden hier Dolby-Surround-artig von vorne und hinten auf den Zuschauer beschallt und zwar mit dem richtigen, eben nicht 100% einheitlichem Vokabular. Eine Psychose lässt das "Ich" zu einem Opfer der Umwelt werden. Die anderen Individuen werden horrorhaft als Zerrbilder sämtlicher "Was wäre wenn"-Optionen wahrgenommen, sämtliche Möglichkeiten und paranoiden Wahnbilder und potentielle Möglichkeiten der Realität stürmen auf einen ein, dazu die entsetzte und hilflose Selbstreflektion des Über-Ichs, bizarre Assoziationen, Erinnerungen und das grauenhafte Entsetzen über den real existenten Zustand außerhalb aller gewohnten Raum/Zeit-Gewöhnlichkeiten. Ein lauter Schwall an widersprüchlichen Stimmen. In diesem Film hörbar und authentisch.
Wer zu diesem Film noch einen Kopfhörer aufsetzt, muss verrückt sein...
Dies ist kein Plärr-Film a´la "Die Anstalt"(SAT.1) oder eine romantisierte Wahnvorstellung a´la "Durchgeknallt"(mit Winona Ryder). Es ist aber auch kein Psychotiker-Sightseeing.
Es ist der meiner Meinung nach erste Film, der die sogenannte "Geisteskrankheit" zwar durchaus mit aufwendigen Soundeffekten, aber ohne sonstige Bombastik darstellt. Durchaus auch gemessen an der Realität. Aber Hauptaugenmerk und Perspektive ist der Horror des Betrachters, ohne jenen, den Hauptprotagonist, als Kranken stigmatisiert in der Ecke stehen zu lassen. Auch das HappyEnd unter dem Motto, wenn die Familie nur eng genug zusammenhält, fällt erstmal aus.
Was Lynch & Co. als subjektiven Trip für die Dauer eines virtuellen Kinobesuchs anbieten, ist in diesem Film eine realistische Wahrnehmung eines Teenagers, dessen Kopf nach dem Konsum psychedelischer Drogen explodierte.
Nicht zuletzt die Behind-the-scenes-Bonusgeschichten offenbaren zudem, dass an diesem Film "langhaarige Bombenleger" und Kunststudenten arbeiteten, die den einen oder anderen Trip hinter sich haben könnten und den weder aus moralischen Gründen nachträglich verurteilen noch ihn glorifizieren. Das sind junge, extrem motivierte Filmemacher, die mit geringen "Dogma"-Filme-mäßigen Mitteln einen psychedelischen, tiefgründigen, einfühlsamen, intelligenten, zudem stellenweise aus dem überzeugenden Spiel der Darsteller heraus improvisierten Film gemacht haben, wie er so sehr sehr sehr selten aus Deutschland oder sonst wo her kommt.
Jetzt der Grund, warum ich anonym bleiben wollte und ich klinge dabei wie ein drogengeiler Teenager, der ich nicht bin: Das war der intensivste Backflash meines Lebens! Die so realistische Darstellung der schlimmsten LSD-Paranoia, die ich zu Zeiten meiner jugendlichen Drogenexperimente erlebt hatte, hatte ich nicht erwartet und mich überwältigt.
0Kommentar|192 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 17. Januar 2006
Diagnose: F20.0 paranoide Schizophrenie, mehr als 1% der Bevölkerung erleidet in seinem Leben mindestens eine psychotische Episode und die Dunkelziffer ist ausgenommen, denn viele Menschen wollen die psychische Veränderung nicht wahrhaben und am häufigsten; sie kennen das Krankheitsbild und seine Spannweite nicht, können sich selbst so garkeine Diagnose stellen und bewältigen ihr Leben vielleicht auf hürdenbelegte hilflose Art und Weise. Meistens, oder eigentlich immer, handelt es sich um Menschen die ihr Umfeld sehr sensibel erleben und ebenso sensibel reagieren, sind häufig überladen mit Gedanken und Interpretationen, die sie sich über jede Kleinigkeit machen, haben viele Ängste und verlieren sich oft im Alltag in eine parallele Welt die oft chaotisch und keine richtige Ordnung mehr besitzt. Diese Welt wird wie unter einer geistigen Käseglocke wahrgenommen, wie ein verstopfter Filter nach außen und innen, der das ausgewogene Handeln erschwert.
Im Film "Das Weiße Rauschen" ist es meiner Meinung nach zum ersten mal (meiner Empfindung nach bisweilen kein zweites mal) gelungen, die Wahrnehmung und Situation der erkrankten Menschen in Bild und Ton, sowie in schauspielerischer Leistung, perfekt darzustellen.
Es dürfte fast jedem Menschen möglich sein, nachzuvollziehen wie sich ein Mensch mit einer solchen Erkrankung fühlt, denn ein Teil Schizophrenie steckt irgendwie in jedem Menschen irgendwann. Es dürfte reichen, einmal nur 3 Nächte durchzumachen oder eine Zeit lang extremen Stress zu erleben. Es dürfte jedem bekannt vorkommen, das Gefühl unter einer Käseglocke zwischen Innen- und Außenwelt zu stehen und das was drumherum passiert nicht mehr klar einzuordnen; eine Reizüberflutung, die verhindert in einer Ordnung zwischen 'wichtig' und 'unwichtig' oder 'falsch' und 'richtig' im Alltag zu entscheiden. Die eigenen Gefühle beginnen alles neu zu interpretieren, was passiert und es entsteht eine totale Verwischung zwischen Fakten, Assoziation und Erfahrungen des Erlebten.
Die Kameraführung, Bildfarben, die sounddesign-technische, sowie schauspielerische Arbeit ist der Realität entsprechend umgesetzt.
Das Produktionsformat Mini-DV, sowie das sehr freie schauspielerische Handeln und die spontane Kreativität bei der Produktion, haben eine einzigartige Atmosphäre geschaffen.
Wer den Film sieht, sollte vielleicht jedoch vorher wissen um was bei dem Film geht, bevor er abstellt und die DVD negativ beurteilt. Denn das hat der Film bei weitem nicht verdient.
Respekt für diese Meisterleistung!
22 Kommentare|87 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 30. August 2003
Es ist jetzt 2 Tage her das ich den Film gesehen habe und diese Zeit brauchte ich auch um das Gesehen erstmal sacken zu lassen. Eines vorne weg, es handelt sich hier um einen der aufrüttelnsten Filme der letzten Jahre, neben Aronofskys "Requiem for a dream".
Ich bin zwar kein großer Fan von Daniel Brühl doch in diesem Film wächst er über sich hinaus. Zu jeder Zeit nimmt man ihm den von Schizophrenie gebeutelten Charakter ab. Zur Realitätsnähe trägt aber vorallem die losgelöste Handkamera bei, die die Geschehnisse ohne weiteren großen technischen Aufwand abfilmt (man kann durchaus den Dogma Vergleich anführen). Meiner Meinung nach handelt es sich hier auch um eine subjektive Kamera, was bedeuten würde das der Kameramann(-frau) eine weitere Person darstellt die mit den Protagonisten der Films interagiert. Er bleibt durch die Art wie die Kamera in den Film integriert wird nicht unsichtbar. Oder ist die Kamera soetwas wie die Manifestation der Psychosen von Daniel Brühls Figur? Sind die Rezipienten des Films letztlich die Stimmen im Kopf des Hauptdarstellers? Dieser Exkurs würde hier aber zu weit führen.
"Das weisse Rauschen" ist ein hervorragender Film über die andere Seite einer Generation der Suchenden. Es bleiben immer einige auf der Strecke wenn man in ein neues Land vorstößt und versucht es zu kultivieren. Dieser Film dreht sich um eine dieser armen Seelen die auf der Strecke bleiben. Er hilft ein Stück weit verstehen. Unbedingt sehenswert.
33 Kommentare|48 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 6. Juli 2006
Es freut mich zu sehen, dass ich nicht der Einzige bin, der am Anfang gedacht hat: "Ach du Scheisse, was ist das für ein Müll!?". Langsam fange ich sogar an zu glauben, dass Weingartner

das sogar mit Absicht so gemacht hat. Die Mini-DV und der Verzicht auf künstliches Licht und - das behaupte ich aber einfach so, wissen tue ich es nicht - dîe schminklosen Gesichter der Darsteller fallen gleich zu Begin auf. Daniel Brühl irrt durch die Stadt. Sprache: Real! Bewegungen: Real! Setting: Real!

Daniel Brühl überzeugt auf ganzer Linie mit einer schauspielerischen Leistung der Güteklasse A. Alle Akteure sind Amateure, der ganze Film sieht schwer nach Low-Budget aus. Dies alles, der ganze produktiontechnische Kram rundet den Film aber nur ab. Selbst Daniel Brühl geht unter und fällt nicht weiter auf, aus dem einfach Grund, dass er perfekt schauspielert. Er setzt seine Rolle so empathisch um, dass man es gar nicht mehr merkt. Das ist nicht Daniel Brühl, das ist Lukas! Das ist keine Schauspielkunst, das ist Schizophrenie! Das ist kein Film, das ist Wahnsinn! Das ist nicht Unterhaltung, das ist Erfahrung!

Ich denke, man kann diesen Film auf zweierlei Arten sehen. Als semidokumentarischer Spielfilm, dessen einziger Zweck darin besteht, auf die Krankheit hinzuweisen und sie zu demonstrieren, einfach sie dem Zuschauer etwas näher zu bringen. Auf der anderen Seite kann man diesen Film als wunderschönes Roadmovie, ähnlich "knockin on heavens door" beschreiben. Nur noch metaphysischer und weltenfremd, beinahe als ob der Zuschauer in Brühls Kopf reinspringt und eine unglaubliche Irrfahrt erlebt in der Haut eines Träumers und Reisenden durch unsere Welt. Dieser Film ist zu 120 % sehenswert! Ein Muss für jeden Fan, der auf Filme der "besonderen" Art steht.

Fazit:

Eine aufwühlende und perfekt gespielte Kombination aus Roadmovie und Dokumentarfilm, abgehoben, anders und wunderschön! Sehen!
0Kommentar|29 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
TOP 1000 REZENSENTam 17. November 2006
Ich fand den Film sehr gut gemacht, er ist aber mit Sicherheit nichts für den Mainstreamkonsumenten. Beeindruckend, wie hier der Wahnsinn, einfach nur durch wirre Stimmen, die nur der Darsteller und der Zuschauer hören, dargestellt wird. Bildlich kommt er sehr dokumentarisch daher, was wohl viele abschrecken wird, die von Daniel Brühl Filme wie "Schule" erwarten. Das deutsche Kino geht mit solchen Filmen in die absolut richtige Richtung und sollte sich weiterhin auf Dialoge und kreative Konzepte einlassen, anstatt Hollywood nachzueifern.
0Kommentar|17 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
VINE-PRODUKTTESTERam 21. März 2007
Ich habe mir "Das weiße Rauschen" völlig ohne Vorurteile angesehen und wurde positiv überrascht! Daniel Brühl ist ja ein bekannter und guter Schauspieler, doch schafft er es hier einfach perfekt, das herüberzubringen, was im Kopf eines paranoiden Schizophrenen vorgehen muss - und weshalb man dadurch zumeist vollends den Verstand verliert!

Der Zuschauer erlebt durch andauernde, wirre Stimmen und einen zumeist ruhigen Daniel Brühl, was genau passiert - und wird wirklich mitgerissen!

Die Story an sich ist sehr ergreifend und deprimierend, bringt aber eine ganz eigentümliche Atmosphäre an den Zuschauer!

Fazit: Selten wurde ein so sensibles Thema dermaßen gut dargestellt und umgesetzt! Unbedingt ansehen!
0Kommentar|18 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 27. Januar 2005
Ich habe diesen Film letzte woche das erste mal gesehen und finde ihn einfach super....es gibt zwar viele filme die sich auf der psychiatrie abspielen. doch ich habe noch nie einen film gesehen der sooo gut das leben mit schizophrenie in der geohnten umgebung darstellt. ich habe schon mal mit psychisch kranken menschen gearbeitet und von erzählungen kann ich sagen, dass das ein realitätstreuer film ist....einfach ein muss für die jenigen die siche gerne mal in eine psychose reinfühlen wollen! und der sound und auch die affezierbarkeit kann man wenn man sich in den film vertieft sehr gut nachempfinden! also.....zieht ihn euch rein und urteilt erst dann!
0Kommentar|12 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 5. Juli 2005
Dieser Film besticht durch hervorragende schauspielerische
Darstellung.Eine Schizophrenie (heute Psychose),wird nicht zuletzt durch die akustische Einblendung der inneren,wahnhaften
Stimmen nahegebracht,auch der soziobiographische Hintergrund
wird berücksichtigt.
Filme, wie Durchgeknallt(Girl Interrupted) z.B.,tragen zu einer Fehlbeurteilung der Psychiatrie dar,Das Weisse Rauschen distanziert sich davon.
Aber Vorsicht ! Der Film triggert!
Im Rahmen meiner Borderline-Störung traten jene Stimmen auf,die eine Wand bilden,ein weisses Rauschen...Ich rate davon ab,diesen Film als Typisierung der Psychose zu sehen.
Er versucht ein Verständnis ins Publikum zu tragen,wer ihn sieht sollte sich im vorhinein darüber informieren,welches Schicksal hier verfilmt wurde. Thomas Netzer,TomsArtStudio
0Kommentar|15 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
„Das weiße Rauschen“ hinterlässt einen bleibenden Eindruck. Es ist ein Film, der auf eindrückliche Weise näherbringt, was es heißen könnte, eine Psychose zu haben. Empathie … erscheint für viele Menschen ein Begriff. Nach dem Anschauen des Films „Das weiße Rauschen“ bekommt der Empathie-Begriff eine neue Bedeutung. Denn man ist nah dran an dem Leiden und den Erfahrungen von Lukas, der seine ersten Erwachsenenschritte aus dem dörflichen sauerländischen Rahrbach in die Metropole Köln macht. Diese Schritte in das Erwachsenwerden sind halt auch mit vielen Experimenten oder einer vermehrten Anzahl von Experimenten verbunden. Der Cannabis-Konsum gehört unter anderem dazu. Lukas Weg, der grandios von Daniel Brühl dargestellt wird, führt geradewegs vom Joint in eine sehr lebhafte Psychose.
Die schizophrene Psychose, die Lukas in dem Film „Das weiße Rauschen“ erlebt, vergisst die Zuschauerin oder der Zuschauer so schnell nicht. Erst sind es die schwer einschätzbaren Bewusstseinszustände, als Lukas mit seiner Schwester und deren Freund von einem Sommerausflug zurückkehren, während dem sie auch bewusstseinsverändernde Pilze zu sich genommen haben. Erst ist es die Verkennung einer Situation an einer Kinokasse, als er nicht nur ein großes Theater macht, weil der gewünschte Film erst ein paar Tage später gezeigt wird.
Es sind die vielen Stimmen und die vielen Geräusche, die den Film „Das weiße Rauschen“ beherrschen und der Zuschauerin bzw. dem Zuschauer offenbaren, was denn eine schizophrene Psychose sein könnte. Ob dieser Film der Wirklichkeit psychosekranker Menschen nahekommt, mag von den Betroffenen beantwortet werden. Wie belastend eine schizophrene Psychose sein kann, dem nähert sich die Zuschauerin bzw. der Zuschauer während des Anschauens.
Der Film „Das weiße Rauschen“ schafft noch mehr. Der Streifen lässt ahnen, wie sehr jeder Mensch in seiner Kindheit wohl geprägt wird von der Familie und sicher auch von den Familiengeheimnissen. „Das weiße Rauschen“ zeigt, wie sehr das soziale Umfeld von der psychischen Erkrankung eines betroffenen Menschen in Mitleidenschaft gezogen wird. Dies geht so weit, dass zwischenzeitlich seine Schwester befürchten muss, von ihm schwer verletzt zu werden. Lukas zerlegt zwischenzeitlich sein Zimmer in der Wohngemeinschaft. Er fühlt sich beeinflusst von Dingen in seiner Umgebung. Mit einem stundenlangen Duschbad scheint er sein Beeinträchtigungserleben von sich streifen zu wollen.
Irgendwie ist vieles jedoch vergebens, da auch der Kampf dargestellt wird um die Fortsetzung des Drogenkonsums. Das Hin und Her zur Einnahme von Neuroleptika wird dem aufmerksamen Betrachter deutlich. Schließlich muss sich die Zuschauerin bzw. der Zuschauer mit versuchtem Suizid auseinandersetzen. „Das weiße Rauschen“ ist harter Tobak für diejenigen Menschen, denen psychiatrische Erkrankungen fremd sind. Für diejenigen, die beispielsweise psychisch kranke Menschen begleiten, ist der Film „Das weiße Rauschen“ eine Empathie-Schulung.
Zwei kritische Bemerkungen sind unbedingt zu machen. Die Darstellung der pflegerischen Mitarbeiter auf einer psychiatrischer Station sind einmal mehr sehr klischeehaft dargestellt. Schließlich machen diese Frauen und Männer mehr, als die Notfallspritze bereithalten und die Füße auf den Tisch legen. Es stellt sich die Frage nach dem Ende des Films, das sich mehr als zieht.
0Kommentar|4 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden
am 3. Januar 2011
Es ist knapp 24 Stundenher seit ich mir diesen Film anschaute. Ich denke noch immer darüber nach. In erster Linie muss man hier die überwältigende schauspielerische Leistung betonen. Daniel Brühl spielt dies Rolle als wäre er selbst von dieser Krankheit betroffen.
Ich habe mir diesen Film mit Kopfhörern angesehen/angehört und kam in den "Genuss" der Stimmen, Töne und Geräusche im Suround-Sound. Um ehrlich zu sein überfielen mich streckenweise beklemmende oder auch beängstigende Gefühle. Die Aufnahmen der "Handkamera" lassen den Zuschauer quasi hautnah dabei sein. Man fühlt sich als Kameramann, der machtlos dem Verlauf der Krankheit zuschauen muss.
Ein aufwühlender Film.
0Kommentar|6 Personen fanden diese Informationen hilfreich. War diese Rezension für Sie hilfreich?JaNeinMissbrauch melden

Haben sich auch diese Artikel angesehen

10,97 €
10,98 €