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62 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein verkanntes Meisterwerk
Eigentlich könnte ich es bei der Zeile im Titel belassen und meine Rezension hiermit beenden, aber natürlich möchte ich noch meine Beweggründe dazu schildern, da diese Meinung ja offensichtlich nicht von allen geteilt wird.
Zunächst einmal finde ich es in höchstem Maße albern, dass der Film als gescheiterter Versuch gesehen wird,...
Veröffentlicht am 8. Juli 2008 von Platino

versus
70 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Sabotage eines Filmes
Die Sonne stirbt und ein Team von Astronauten macht sich auf den Weg, um den Leben spendenden Stern mit einer Megabombe zu reanimieren. 7 Jahre zuvor versuchte man das schon einmal, aber die Mission "Ikarus 1" verschwand ohne Erfolg zu haben. Mit Nummer 2 versucht man es erneut und sieht sich, meist durch menschliche Fehler, auf einem Weg voller Hindernisse...
Veröffentlicht am 21. Oktober 2007 von Bryllyant


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62 von 73 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein verkanntes Meisterwerk, 8. Juli 2008
Rezension bezieht sich auf: Sunshine (DVD)
Eigentlich könnte ich es bei der Zeile im Titel belassen und meine Rezension hiermit beenden, aber natürlich möchte ich noch meine Beweggründe dazu schildern, da diese Meinung ja offensichtlich nicht von allen geteilt wird.
Zunächst einmal finde ich es in höchstem Maße albern, dass der Film als gescheiterter Versuch gesehen wird, Stanley Kubrick zu imitieren. Wurde das jemals vorgegeben? Wohl kaum. Ganz ehrlich: Als ich ins Kino gegangen bin habe ich einen relativ schlichten Actionfilm Marke "Armageddon" oder "The Core" erwartet, aber was ich - vor allem zum Ende hin - zu sehen bekam, hat mich einfach bis ins tiefste Innerste berührt.

Fangen wir bei den beiden auffälligsten Merkmalen an: Die wunderschönen Bilder und der hervorragende Soundtrack. Nie zuvor konnte mich die eindrucksvolle Darstellung von Objekten wie der großen Gaskugel, die die Erde umkreist, so sehr verzaubern. Selbst die ruhige Szene des Merkur-Transits hatte für mich als Fan von Astronomie unheimlich viel Schönheit.
Ebenfalls hörte ich nie zuvor eine bessere Filmmusik. Besonders hervorzuheben sind hier die Stücke "The Surface of the Sun", die passende Begleitmusik für den dramatischen Schlussauftakt, und "All to Heaven" - die Klänge, mit denen der Film endet, als der Protagonist (nicht nur im übertragenen Sinne) nach der "Oberfläche" der Sonne greift, als die Zeit still zu stehen scheint.

Darüber, dass der Film Elemente eines Horrorfilms enthält, kann man streiten. Mir persönlich hat der "Sonnenmann" ausgesprochen gut gefallen. Er passte sehr gut in das Gesamtbild, da er nicht nur plump mordend umher zog, sondern sich ziemlich eindrucksvoll darbieten und seine Geschichte erzählen konnte. Am besten hätte ich es noch gefunden, wenn die Schlussszene, sozusagen das letzte "Gespräch" zwischen Capa und ihm, nicht herausgeschnitten worden wäre. Es hätte sich hervorragend in das Ende eingefügt. Nichtsdestotrotz ist es kein Beinbruch - die Szene kann man sich natürlich bei den Extras ansehen.

Natürlich dürften wieder viele Leute darüber meckern, dass sich auch dieser Film nicht an bestehende physikalische Gesetze hält. Damit meine ich nicht einmal die Art und Weise, wie die Sonne viel, viel zu früh sterben soll, oder wie die Sonne entzündet werden soll, sondern so Kleinigkeiten, wie die Icarus II durch die mehrere Millionen Grad heiße Sonnenchorona kommen soll, oder wie man in 50 Jahren in der Lage sein soll, Schwerkraft an Bord eines Raumschiffes zu simulieren. Nun, ich habe mich da nicht dran gestört, da ich sonst gar nicht ins Kino hätte gehen brauchen. Wenn eine gute Geschichte erzählt wird, und das ist hier eindeutig der Fall, dann kann ich solche Ungereimtheiten ohne Probleme aus meinen Gedanken ausblenden. Wer das nicht kann, der soll nicht solche Filme gucken. Ganz einfach.
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48 von 60 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Atemberaubender, visuell berauschender Trip mit philosophischen Gedankengängen, 16. Oktober 2007
Von 
Florian Hoffmann (Homburg/Köln) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Sunshine (DVD)
Danny Boyle, der so vielseitige britische Kult-Regisseur, der Filmfans unter anderem kleine Meisterwerke wie "Trainspotting - Neue Helden" (1996) oder "28 Days Later" (2002) bescherte, reiht eine neue, überaus imposante Science - Fiction - Oper in seine Filmografie ein. "Sunshine" ist ein berauschender, beklemmender Trip ins Ungewisse, ein Film, der wieder - wie es typisch für Boyle ist – Genre-Konventionen sprengt und teilweise gar ein gänzlich neues Seherlebnis ermöglicht.

Die Story eines Teams von Elite-Astronauten und Wissenschaftlern, die auf eine Jahre andauernde Mission ausgesandt werden, die die Rettung der sterbenden Sonne als Ziel hat, klingt nicht unbedingt neu, nichtsdestoweniger gelingt es Boyle und Drehbuchautor Alex Garland, einen äußerst facettenreichen Film zu schaffen. Anleihen bei Genre-Klassikern wie "2001: Odysee im Weltraum", "Alien" oder "Solaris" sind unverkennbar. Es gelingt den Filmemachern, ein audio-visuelles Meisterwerk zu kreieren, das den Zuschauer zum Staunen und Nachdenken bringt und ihn dazu bringt, keine Sekunde die Augen von der Leinwand zu nehmen. Dieser Trip saugt einen förmlich auf und lässt einen so schnell nicht mehr los.

Boyle wirft viele Fragen auf, die er allerdings zumeist unbeantwortet lässt. Warum stirbt die Sonne eigentlich? In welchem Jahr findet die Mission statt? Was genau sind die Hintergründe der Charaktere? Solche Fragen schießen dem Zuschauer unweigerlich in den Kopf, und dass Boyle und Garland keine direkte Antwort dazu geben, macht den Film zudem zu etwas Besonderem. Manch einer wird dies kritisieren, doch so gelingt es den Filmemachern, den Zuschauer dazu zu bewegen, ein eigenes Bild im Kopf zu entwerfen. Der Film wird dadurch, ähnlich wie auch schon bei "Children of Men" von Alfonso Cuáron, weit vielschichtiger. Man wird zum Nachdenken bewegt, der Film erreicht dadurch auch eine gewisse Zeitlosigkeit und Allgemeingültigkeit.

Mit einem verhältnismäßig geringen Budget von 50 Millionen US-Dollar werden hier wirklich überwältigende Bilder geschaffen: Boyle schafft es, dem Zuschauer die Situation der Crew spürbar zu machen, die berauschenden Bilder suchen ihresgleichen und wirken zu keinem Zeitpunkt unglaubwürdig. Die Bilderflut reißt einen so mit, dass man alles um sich herum vergisst, alles wirkt auf einer gewissen Ebene immer nachvollziehbar. Die Bilder sind so stark, dass man zeitweise sowohl ein Gefühl der Bedrohung als auch der Schönheit verspürt. Die fantastische, ungemein atmosphärische Musik von John Murphy tut natürlich noch einiges dazu, um "Sunshine" noch mehr Ausdruck zu verleihen.

Doch es sind natürlich nicht nur die sensationellen Bilder, die "Sunshine" zu einem der herausragendsten Science - Fiction - Werke der letzten Jahre macht. Der psychologische Tiefgang der Geschichte, die solch bedeutungsvolle Themen wie Leben und Tod oder auch Religion abhandelt, geht weit über das Mainstreamkino hinaus. Die Charaktere, wenn auch nicht übermäßig charakterisiert, sind auch eine Stärke des Films. Man fiebert mit ihnen mit, ihr Spiel ist durchweg enorm nuanciert. Boyle nimmt sich viel Zeit, das Leben an Bord plausibel darzustellen. Immer wieder kommen in dem Film solche Fragen auf wie "Was würde ich in dieser Situation tun?".

Der dritte Akt von "Sunshine" ist alles in allem gesehen vielleicht der schwächste Part des Films, doch meiner Meinung nach wird das Erlebnis, das einem der Film beschert, nicht getrübt. Der Film wird gegen Ende hin viel actionreicher, dennoch bleiben die Bilder absolut überwältigend. Hier nimmt der Film nun eine Wendung, die gewissermaßen an "Event Horizon" erinnert. Dieser Teil ist umstritten und es empfiehlt sich, sich eine eigene Meinung darüber zu machen.

Danny Boyle gelang mit "Sunshine" ein wahrlich überwältigender Trip. Das Aussehen des Films ist in gewisser Weise einzigartig, das Produktionsdesign ist betont realistisch und nachvollziehbar aufgebaut, man hat generell nicht das Gefühl, einen futuristischen Science - Fiction - Film zu sehen. Es handelt sich hierbei um realistische Science - Fiction, die einen mit vielen philosophischen Elementen zum Nachdenken bewegt. Somit ist "Sunshine" all denen zu empfehlen, die tiefgründige, visuell beeindruckende Filme mögen, denn eine gewisse Aufgeschlossenheit ist meiner Meinung nach schon erforderlich.
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40 von 51 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Nicht so heiß wie erwartet...., 24. Juli 2007
Von 
Pierre sur Mer (Darmstadt) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)   
Rezension bezieht sich auf: Sunshine [UK Import] (DVD)
50 Jahre in der Zukunft: Die Sonne stirbt, die Erde hat bereits unter
den Auswirkungen des ewigen Winters zu leiden. Der erste Versuch, den
Motor der Sonne mit einer gewaltigen Explosion wieder neu anzuwerfen,
ist gescheitert, von der Raumfähre Icarus I und ihrer Besatzung fehlt
jede Spur. Nun ist unter der Leitung von Kaneda ein zweites Team mit den restlichen Sprengstoffreserven der Erde
unterwegs, um diese letzte Überlebenschance der Menschheit
wahrzunehmen. Kurz vor ihrem Ziel erreicht die Crew ein Funkspruch der
Icarus I. Nun hat Physiker Capa die Qual der Wahl. Er muss entscheiden, ob man es wie geplant mit der
einen Bombe versuchen, oder doch besser zur Icarus I fliegen und so
seine Sprengkraft verdoppeln sollte

Es ist nicht schlimm, dass sich Sunshine in der Tat
anfühlt wie ein Mix aus bekannten SF-Klassikern, die da wären:
Die Geschichte einer verlöschenden Sonne, die durch eine Crew mittels
einer Bombe wieder überbrückt werden soll, erinnert entfernt an die
Umkehr der Blockbuster Deep Impact und Armageddon, lehnt
sich visuell sehr stark an Kubricks 2001, De Palmas Mission to Mars und
"Solaris" (Remake ) an und mischt die Story
schließlich mit einer großen Dosis Alien und Event Horizon an.Nicht zu vergessen : Douglas Trumbulls Lautlos im Weltraum, und das Disney-Epos
Das schwarze Loch.

Sunshine markiert die nach The Beach und 28 Days Later
dritte Zusammenarbeit von Danny Boyle mit dem Drehbuchautor Alex
Garland, und ist recht gelungen. Der Film fasziniert
durch seine Bilder aber weniger durch seine Story, das wird aber weniger Leuten auffallen da die Bezüge zu den älteren Filmen nicht jedem bekannt sind. Die Story, die
sich am Anfang nachdenklich und beinahe philosophisch gibt, driftet
gegen Ende des Films sehr in Richtung Action und Horror ab was dem Film aber ganz gut tut da er in den ersten 40 Minuten doch etwas zu behäbig ist. Die Schauspieler zählen nicht unbedingt zu den Stärken des Films, sie agieren
teilweise sehr zurückhaltend und zeigen auch nur im letzten Drittel des Films was Sie können. Was bleibt, ist beachtliches Augenfutter
mit furios inszenierten Bildern und einer Story mit guten
Ansätzen, die am Ende etwas dünn wird. Kein Meilenstein des
Science-Fiction-Films, aber sehr unterhaltsame Kost mit
faszinierenden Bildern und einer wirklich starken Filmmusik die den Film bestens unterstreicht!
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70 von 90 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Die Sabotage eines Filmes, 21. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Sunshine (DVD)
Die Sonne stirbt und ein Team von Astronauten macht sich auf den Weg, um den Leben spendenden Stern mit einer Megabombe zu reanimieren. 7 Jahre zuvor versuchte man das schon einmal, aber die Mission "Ikarus 1" verschwand ohne Erfolg zu haben. Mit Nummer 2 versucht man es erneut und sieht sich, meist durch menschliche Fehler, auf einem Weg voller Hindernisse.

Das erste Manko des Films ist die Crew, der man nicht zwingend den letzten Auftrag geben würde, um die Menschheit zu retten. Sie wirkt einfach nicht proffessionell und einer Fehlentscheidung folgt die Nächste. Diese Überlegungen weichen aber völlig durch den Inszenierungsstil von Danny Boyle. Glaubt man doch in den ersten 70 Minuten, das diese menschlichen Schwächen im Kontrast zur übermächtigen Sonne stehen sollen. Zeigt Danny Boyle doch das er ein ganz Großer ist und in einem Atemzug mit Kubrick und Soderbergh genannt werden kann. Phänomenale Bilder, eine unglaublich dichte Atmosphäre und eine wunderschön anmutende Melancholie steuern auf ein Meisterwerk zu. Dann macht Boyle den gleichen Fehler wie bei "28 days later". Er sabotiert seinen eigenen Film. Mit dem Preßlufthammer holt er den Zuschauer aus einer grandiosen Vision und wendet sich für 26 Minuten dem Thrillergenre zu. Völlig deplatziert und sinnlos reißt er, dem in Wehmut versinkenden Träumer aus allen Wolken. Nichts was man sich in der Fantasie erträumte hat noch Bestand. Völlig konventionell kurbelt Boyle sein Finale runter und alle zurechtgelegten Metaphern platzen wie Seifenblasen. Was sollte das?

Ein Film der mich dann letztendlich mehr ärgerte als erfreute.
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen für das Genre durchaus bemerkenswert, 30. Mai 2008
Von 
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sunshine (DVD)
Die Grundfrage die man sich (auch hier) stellen sollte ist: Was erwartet man von diesem Film?

Ist es Realismus? Ist es eine wissenschaftlich sachkundige Auseinandersetzung? Dann sollte man die Finger davon lassen!!

Aber! Wer den Film in seinem Spezifischen Genere "kleines Team soll Apokalypse unter extremen Umständen abwenden" akzeptieren kann, für den kann er überraschend gut sein. Wer auch schon "Amargeddon", "Core", "2001" (und Nachfolger) sehenswert fand und bereit ist sich in eine Welt von neuen Extremen und bekannten Wahnsinn (aka "Event Horizon") entführen zu lassen, für den ist der Film sehr zu empfehlen.

Das Konzept ist klar ein Bereich zwischen "Extreme des Seins" (manifestiert in der Intensität der Sonne, ähnlich wie "Core" oder "Abyss"), "Wahnsinn des Menschlichen Seins" (ähnlich wie "Event Horizon", "Apokalypse Now") und einer Lost in Space Umgebung (aka "Alien", "Dark Star", "2001", ...) zu sehen. Das ganze ist beeindruckend und filmtechnisch durchaus beeindruckend inszeniert als psychedelische Grenzerfahrung. Aber er ist kein Konzept von "wie wäre realistisch wenn ...".

Somit: Wer es nicht gesehen hat, aber sich bereit ist auf Grenzerfahrungs-Katastrophen-Abwendungsfilme einzulassen, der kann ihn mit Wonne sehen. Wer eine realitätsnahe psychologisch wertvolle Auseinandersetzung erwartet, sollte weiterklicken.

Mich hat der Film überraschenderweise und gegen meine Erwartungen durchaus Bewegt, fasziniert und mit Spannung und Schaudern heimgesucht als "Unterschätze nicht die enorme Kraft der Sonne".
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20 von 26 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Sunshine (Blu-ray, UK Import), 15. September 2009
Rezension bezieht sich auf: Sunshine [Blu-ray] [UK Import] (Blu-ray)
Sunshine war eine der wenigen interessanten Science Fiction Titel der letzten Jahre und wurde von mir mit Spannung erwartet. Der von Danny Boyle inszenierte Film basiert auf einem Drehbuch von Alex Garland und erzählt in sehr beeindruckenden Bildern die Geschichte einer unglaublichen Mission in unserem Sonnensystem. Ein Team von Wissenschaftlern und Astronauten ist mit einer gigantischen Bombe auf dem Weg zur Sonne, um diese vor dem Erlöschen zu bewahren. Wenn die Mission scheitert, ist die Menschheit dem Untergang geweiht. Die Atmosphäre des Films ist daher verständlicherweise sehr bedrückend und düster. Aufgrund der langen Reise zur Sonne und der angespannten Situation an Bord, kommt es zu verschiedensten Konflikten zwischen den Besatzungsmitgliedern. Diese Konflikte bringen die Mission immer wieder in ernsthafte Gefahr. Mit diesem erzählerischen Kochrezept bleibt der Film in der ersten Stunde durchwegs spannend, wobei die Spannungskurve in der Mitte ein wenig abflacht. Das Finale ist leider nicht so mein Fall gewesen. Hier haben die Filmemacher für meinen Geschmack zu sehr in der Gruselkiste gewühlt. Eine Komponente die bei diesem Film gar nicht notwendig gewesen wäre. Die Bildqualität der Blu-ray ist sehr gut und unterstreicht die großartige Visualisierung des Films. Einziges Manko ist ein sichtbares Rauschen. Die deutsche DTS Tonspur ist sehr dynamisch und trägt viel zur Atomsphäre bei. Wenn der Subwoofer in die Gänge kommt, erzittert das Heimkino auf brachialste Art und Weise. In manchen Szenen hätte man die Surroundkanäle sicher noch mehr ins Spiel bringen können - der mehr als positive Gesamteindruck bleibt aber ungetrübt. Die Extras sind in Ordnung und informativ. Mein Fazit: Science Fiction Fans sollten unbedingt reinschauen.

Film: 7/10
Bild: 8/10
Ton: 9/10
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Auf metaphysischer Ebene ein Meisterwerk!, 18. Januar 2009
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sunshine (DVD)
Danny Boyles "Sunshine" ist einer der intelligentesten und, mehr noch als sein Bruder im Geiste, Cuaróns "Children of Men", einer der missverstandensten Science Fiction-Filme der jüngsten Vergangenheit. Die Größe der Handlung verbirgt sich hinter dem Offensichtlichen, offenbart sich in ihren Implikationen. Freilich muss man dazu die Denkmurmel ein wenig ins Rollen bringen; geistigen Fast Food -- reinziehen, verdauen, vergessen -- gibt's auch so schon genug im Kino.

Die Sonne wird zu einer Allegorie für Gott, oder wenigstens *einen* Gott, eine über allem Irdischen stehende, absolute Macht, todbringend und lebensspendend zugleich. Mittels religiöser Dogmen sucht der Mensch sich diese unfassbare Kraft zunächst begreiflich, durch Wissenschaft schließlich sogar Untertan zu machen, und wähnt sich ebenbürtig mit seinem Erschaffer. Doch wie zerbrechlich das Podest ist, auf das er sich selbst gestellt hat, wie fragil seine Existenz, merkt er erst im Angesicht von Gottes Zorn. Der Zorn in "Sunshine" ist ein sterbender Stern und obendrein eine lebensfeindliche Umgebung, in der der geringste Fehler, die kleinste Misskalkulation katastrophale Konsequenzen nach sich zieht; nicht nur den eigenen, sondern schlimmstenfalls den Tod der gesamten Spezies. Die differenzierte Darstellung der einzelnen Crewmitglieder und wie jeder von ihnen (einschließlich Pinbacker a.k.a. Blurry Man im vielgescholtenen letzten Akt) auf seine eigene Weise mit diesem übermenschlichen Druck umgeht bzw. daran zerbricht, noch dazu in der überwältigenden Präsenz seines "Schöpfers", macht diesen Film so gut.

Auf Dinge wie den grandiosen Ton oder die beeindruckenden Bilder will ich hier nicht mehr eingehen; das wurde in anderen Rezensionen hinreichend besprochen. Zu kritisieren habe ich nur eins: Obwohl ich persönlich einige technische oder wissenschaftliche Ungereimtheiten zugunsten einer starken und emotionalen Geschichte gerne in Kauf nehme, geht "Sunshine" nüchtern betrachtet ein paar unnötige Kompromisse ein, was die Plausibilität und den Aufbau der Icarus II-Mission angeht. Und deswegen vergebe ich nur vier von fünf Sterne. Trotzdem ist dieser Film ein Pflichttermin für Fans atmosphärisch dichter, intelligenter und vielschichtiger Science Fiction.
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5.0 von 5 Sternen Bombastisch und visuell überwältigend, 17. November 2014
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: Sunshine [Blu-ray] (Blu-ray)
Die Sonne stirbt!
Ein Team aus Wissenschaftlern macht sich auf den Weg, die Erde zu retten, in dem es eine Bombe im Inneren der Sonne zünden will. Doch Projekt “Icarus” scheitert und der Funkkontakt bricht ab. Sieben Jahre später macht sich ein zweites Team unter dem Namen “Icarus II” auf den Weg. Kurz vor dem Ziel droht auch ihre Mission zu scheitern und die einzig Hoffnung der Besatzung ist, das verschollene Raumschiff “Icarus” zu finden.

*

“Sunshine” ist die überaus gelungene Zusammenarbeit von Regisseur Danny Boyle und Romanautor Alex Garland (“The Beach”, ebenfalls verfilmt von Danny Boyle mit Leonardo DiCaprio in der Hautprolle).
“Sunshine” war für 2007, was “Gravity” für 2013 ist! Mit äußerst beeindruckenden Aufnahmen entführt Boyle den Zuschauer in ein Science Fiction-Abenteuer, das tatsächlich bis an die Grenzen des Vorstellbaren stößt. Zielsicher entwirft der Regisseur ein Szenario, das, obwohl unwahrscheinlich, irgendwann dann doch ziemlich glaubhaft wirkt. Die Atmosphäre, die “Sunshine” verströmt, erinnert in der Tat an den 2013 gedrehten “Gravity” oder auch an Brian dePalmas “Mission To Mars”.

Leider gibt es eine Entwicklung in der Handlung, die mir persönlich nicht so gut gefallen hat, und das Gesamtbild unerfreulicherweise etwas trübt. Ich müsste spoilern, um darauf hinzuweisen. Wer aber die Stimmung des Films erfasst, wird erkennen, was ich meine. Nichtsdestotrotz ist “Sunshine” eine visuell wirklich beeindruckende Rettungsaktion für die Erde, die auch nach mehrmaligem Ansehen überwältigt. Die “Außenaufnahmen” im All sind perfekt und realistisch und lassen einem hautnah mit dabei sein. Die realitätsnahe Inszenierung Boyles ist es wahrscheinlich auch, die den Film so unvergesslich macht.

Schauspielerisch habe ich am gesamten Team nichts auszusetzen. Jeder spielt seinen Part überzeugend. “Sunshine” ist ein bisschen wie John Carpenters “Dark Star” - man fühlt sich der Crew zugehörig, lebt und leidet mit ihr. Fast schon wie ein Film aus der “Star Trek”-Reihe verbindet Alex Garland eine fiktive wissenschaftliche Ausgangssituation für einen bombastischen Plot im All. Für mich eindeutig einer der besten Science Fiction-Filme der neueren Zeit.

*

Fazit: Bombastisch und visuell überwältigend entführt Danny Boyle mit seinem “Sunshine” das Publikum an den Rand des Vorstellbaren. Eine beeindruckende, fast schon philosophische Reise.

© 2014 Wolfgang Brunner
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9 von 12 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Spannender, gelungenster Sci-Fi-Film der Neuzeit, 15. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Sunshine (DVD)
Vorab einige Worte: wenn man sich hier manche Rezensionen durchliest, wird einem die Stirn runzlig. Logikfehler werden bemängelt, als läge hier eine Dokumentation vor und kein Spielfilm, als pochten die Macher darauf, daß man einen bis ins kleinste Detail realistischen Film geschaffen hat. Im Grunde ist jeder Film, der in einer fernen Zukunft spielt, immer vage und mit einigem Spielraum versehen. Und das hier und da Abstriche in der Logik gemacht werden, sofern dies dem Film selbst zugute kommt, ist allemal akzeptabel.

Die Story selbst ist, wenn auch nicht unbedingt naheliegend, so doch in etwa nachvollziehbar. Die Sonne ist im Sterben inbegriffen, wird eines Tages erlöschen und mit ihr alles Leben auf Erden. Die Erde selbst erkaltet schon, es herrscht tiefster Winter in allen Teilen der Welt, es droht eine neue Eiszeit. Verhindert werden soll dies durch eine gewaltige atomare Explosion im Herzen der Sonne, die diese zu neuem Leben erweckt. Es wurde mit der Ikarus 1 bereits ein Raumschiff entsandt, doch die Verbindung ging verloren. Was mit ihr und der Besatzung geschah, warum sie ihre Mission nicht erfolgreich beenden konnte, all das ist unbekannt. Die Ikarus 2 wurde nun mit derselben Mission entsandt. Aller atomarer Sprengstoff, den die Menschen noch aufbieten konnten, befindet sich an Bord.

Die Ikarus 2 ist die letzte Hoffnung der Menschheit, ihr Scheitern demzufolge auch das Ende der Spezies. Und natürlich verläuft die Misson anders als geplant. Zerstörungen am Raumschiff durch Sonnenwinde, die Explosion des Sauerstofftanks, psychologische Spannungen innerhalb der Crew, einsetzender Wahnsinn, Hoffnungslosigkeit. Nicht zuletzt stößt man auf einen Funkspruch der verschollenen Ikarus 1, und die Crew wähnt sich nun der Lösung des Rätsels nahe, was ihren Vorgängern einst zustieß.

Es wird alles aufgefahren, was der Spannung des Filmes zuträglich ist. Nimmt sich der Film anfangs noch Zeit, seine Charaktere einzuführen, zieht er die Spannungsschraube bald gnadenlos an. Zeit zum verschnaufen bleibt dann kaum noch. Hier holpert die Logik zuweilen, auch scheint es sehr konstruiert das so ziemlich alles misslingt, was misslingen kann. Aber nur so schafft man mitunter nervenzerreißende, und zudem höchst unterhaltsame Filme. Mit "2001: Space Odyssey" hat dieser Film nichts gemein. Bei Kubrick stand der philosophische Tiefgang im Vordergrund, bei Sunshine ist es die konsequente Spannung, das Spektakel.

Das Ende. Viele stören sich an den "Slasher-Einlagen", die trotz allem nur einen Bruchteil des Films ausmachen. Auch der religiöse Einschlag, der hier mitschwingt, wird ignoriert. Das Ende ist stimmig innerhalb der vom Film geschaffenen Welt, und somit auch gelungen. Die letzten Einstellungen stellen alles in den Schatten, inszenatorisch meisterhaft umgesetzt, mündet alles in einem fulminanten Finale das keine Wünsche offen, keine Sehnsüchte unbefriedigt lässt.

Tausendsassa Boyle und sein Kameramann haben ein Werk von atemberaubender Schönheit geschaffen, und das ist wörtlich gemeint. Für ein geradezu winziges Budget haben sie Momente des Weltalls, oder Szenen einer sterbenden Sonne auf das Zelluloid gezaubert, die mühelos alles toppen, was in diesem Genre bislang zu sehen war. Spektakulär. Technisch brilliant.

Die in allen Rollen hervorragend besetzte Schauspielerriege überzeugt. Hervorzuheben ist jedoch Cillian Murphy, Dreh- und Angelpunkt der Geschichte, dem wohl noch eine große Karriere beschieden ist.

Sunshine ist, da lege ich mich fest, der beste Sci-Fi-Film der jüngeren Zeit. Nicht unendlich tiefgründig, nicht immer ganz logisch, dafür aber gnadenlos spannend und hervorragend umgesetzt. Und das konsequent, ohne Abstriche. Ein zu Unrecht gescholtenes, kleines Meisterwerk.
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52 von 70 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Packender Sci-Fci, visuell grandios umgesetzt., 9. November 2007
Von 
Oliver Knieps "soul4rock" (Münster) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
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Rezension bezieht sich auf: Sunshine [Blu-ray] (Blu-ray)
Einen Film wie "Sunshine" in HD zu betrachten, ist eigentlich Pflicht, denn so kommt dieser optisch sehr beeindruckende Streifen in ganzer Pracht daher.

Ich habe mir die englische Blu-Ray schon angesehen (die übrigens einen deutschen Ton hat!).

Hier das wichtigste in Kürze:

Ton:
Wie für einen Sci-Fci Film verpflichtend, ist der Sound druckvoll, gewaltig und atmosphärisch. Die Lautsprecher werden alle korrekt ausgeglichen bedient und auch der Chill-Out Soundtrack von Sunshine weiß sehr zu gefallen! Der Sound liegt hier in unkomprimiertem DTS vor.

Bild:
Sunshine liegt entgegen der Info auf der Box nicht in Fullscreen, sondern im 1 : 2,40 Verhältnis vor. Der Transfer ist äußerst sauber und mustergültig. Speziell die Szene, in der die Crew sich den vor der Sonne herziehenden Merkus anschaut, kommt viel eindrucksvoller daher, als auf der DVD. Am Beispiel der Sonne kann man den Qualitätssprung im Bild sehr gut festhalten: Die Eruptionen, die Farbe und die Oberflächenaktivitäten sind von merklich gestiegener Präzision. Da der Film fast nur im Dunkeln spielt, gibt der saubere Transfer auch den spärlicher beleuchteten Szenen ein weiteres Aha-Erlebnis. Insgesamt wirkt Sunshine jetzt viel ausgeglichener vom Kontrast, die Detailschärfe ist durchweg sehr gut, ab und zu ist ein leichtes Rauschen zu beobachten, was allerdings eher an der von Regisseur Danny Boyle verwendeten Effektpalette in der Nachbearbeitung liegt.
Sunshine ist in den Szenen mit übermäßig viel Sonnenlicht von hervorragender Detailtiefe. Dies mag in den dunkleren Szenen etwas nachlassen, unterm Strich bleibt aber das konstante HD-Erlebnis erhalten.

Extras:
Auf der Sunshine-BluRay finden wir die gleichen Extras wie auf der DVD.

Fazit:
Sunshine in HD mit 1080p ist ein echter Eyecatcher, und nebenbei ist der Film noch wirklich gut! Akzeptiert man die stilistischen, aber dezenten Verfremdungen des Regisseurs, hat man hier eine schöne Referenz-BluRay wenn man mal den Freunden die Vorteile demonstrieren will.
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Sunshine [Blu-ray]
Sunshine [Blu-ray] von Danny Boyle (Blu-ray - 2009)
EUR 9,97
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