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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein neues Silent Alarm, aber trotzdem gut
Das Debütalbum von Bloc Party (Silent Alarm) war eine Sensation: tanzbarer, abwechslungsreicher Alternative Rock mit unschlagbaren Melodien, eine perfekte Symbiose von Musik und Gesang. Ich habe mich riesig auf das Nachfolgealbum gefreut und bin ein wenig enttäuscht: ich denke das Hauptproblem ist, dass man einiges an Tempo herausgenommen hat und die meisten...
Veröffentlicht am 10. April 2007 von Rorschach

versus
3.0 von 5 Sternen Mittelmäßig
Ich habe hohe Erwartungen in das Album gesteckt, Leider gefällt es mir nich sonderlich gut. Dies ist ja häufig so. Es sing 2-3 gute Lieder dabei den Rest kann man in die Tonne kloppen.
Vor 15 Monaten von Peaches veröffentlicht


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Kein neues Silent Alarm, aber trotzdem gut, 10. April 2007
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Ltd.) (Audio CD)
Das Debütalbum von Bloc Party (Silent Alarm) war eine Sensation: tanzbarer, abwechslungsreicher Alternative Rock mit unschlagbaren Melodien, eine perfekte Symbiose von Musik und Gesang. Ich habe mich riesig auf das Nachfolgealbum gefreut und bin ein wenig enttäuscht: ich denke das Hauptproblem ist, dass man einiges an Tempo herausgenommen hat und die meisten Songs nicht mehr mitreißend-tanzbar sind; außerdem steht meiner Ansicht nach diesmal der Gesang zu sehr im Mittelpunkt, während auf dem Debüt der Gesang Teil des Gesamtkonzepts war. Insgesamt aber immer noch ein sehr gutes Album: cooler, etwas anspruchsvoller, melodischer Gitarrenrock, der sehr eigenständig klingt (und das schaffen heutzutage nicht sehr viele Bands, noch einen eigenen Sound zu kreieren).
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Am Anfang war ich auch enttäuscht, aber ..., 8. Juni 2007
Verifizierter Kauf(Was ist das?)
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Audio CD)
Die vielen Hypes, die in nicht enden wollenden Fluten von Großbritannien an den deutschen Alternativ-Strand gespült werden, sind eigentlich alle ganz nett, nur auf die Dauer ermüdend: Es sind nur zu viele und gezündet haben sie vielleicht alle mal kurzzeitig - aber eine brennende Liebe ist daraus nicht geworden.

Anders bei Bloc Party. Mit Silent Alarm hatte ich ein Album, was mich anfänglich befremdet, dann zunächst handwerklich und schließlich auch musikalisch überzeugt und mitgerissen hat. Noch heute bin ich von den peitschenden exakten Drums und den genau dosierten Gitarren dieses Erstlings schlichtweg begeistert, teilweise überwältigt, doch liebe ich diese Musik auch inzwischen - sie ist bei mir angekommen.

Als ich Weekend In The City das erst Mal hörte, war ich wieder befremdet, obwohl ich mich doch inzwischen meinte mit Bloc Party auszukennen.

Aber tatsächlich ist dieses Album anders: Es klingt teilweise ungewohnt leise bis verhalten, teilweise aber auch ungewohnt breit und füllig im Klang - fast ein bisschen matschig und überladen, besonders, nachdem man die direkte, unkomplizierte und dennoch präzise Art aus Silent Alarm erwartet hatte. Aha, dachte ich damals, verzweifelter Versuch, anders zu klingen. Und wollte es schon entgültig verreissen.

Ich bin jedoch froh, dass ich mir und dem Album wieder mehr Zeit gegeben habe. Denn wieder erst nach einiger Zeit erkennt man, wie ehrlich und in sich logisch dieser neue Klang wieder ist, und dass diese Band auch in diesem neuen Gewand überzeugt. Where is home ? oder Waiting for the 7.18 z.B. bringen ein wenig mehr Gewicht - auch textlich - mit als die sicherlich ebenso schönen, aber doch filigraneren Tracks aus Silent Alarm.

Und siehe da, inzwischen reisst mich das City-Weekend emotional sogar mehr vom Hocker als der Vorgänger. Ich fühle und (hass)liebe dieses teils verzweifelte, teils ausgelaugte und teils süchtige Portrait, das Bloc Party von sich in der Londoner Scene gemalt haben und gehe mit auf den Trip. Er IST in sich stimmig und überzeugend, und lässt mich so schnell nicht los.

Da mag es ruhig richtig sein, dass Silent Alarm musikalisch vielleicht ein noch höheres Niveau besaß - im direkten Vergleich wirkt es auf mich jetzt fast ein wenig distanziert, - die fünf Sterne haben letztendlich beide Alben klar verdient.
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Alles richtig gemacht, 9. März 2007
Von 
Martin Oehri (Hannover) - Alle meine Rezensionen ansehen
(HALL OF FAME REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Audio CD)
Wenn man das erste Album ("Silent Alarm") nicht mehr toppen kann, dann muss man das 2te etwas anders angehen. Und genau das machen Bloc Party.

Dabei bleiben sie gesellschaftspolitisch am Ball - so singt ihr schwarzer Frontmann Kele Okereke von Rassendiskriminierung im kleinen und großen Stil, der Suche nach Liebe, den Drogen oder über die öden Singles-Sonntage. Das alles erzählt/singt er mit düsterer Stimme zu schweren Gitarren, einem dichten Rhythmusteppich, elektronischen Spielereien - immer wieder unterstützt durch empathische Backgroundgesänge. Da macht es fast nichts, dass sich z.B. "Kreuzberg" in seinem Überschwang nach U2 anhört und zwischendurch auch mal The Cure am jammern sind. Mit "A Weekend In The City" haben Bloc Party" alles richtig gemacht und bekommen ein eigenes Fach im CD-Shop ihres Vertrauens.
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25 von 31 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Anders aber alles andere als schlecht, 28. Dezember 2006
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Audio CD)
Auch ich konnte vorab ein Ohr auf den neuen Longplayer werfen. Ich muss vielleicht dazu sagen, dass das Bloc Party-Debüt "Silent Alarm" für mich nach wie vor ein absoluter Knaller ist und ständig mal wieder zu Ehren kommt.

Mit der Kraft und Rohheit des Debüts, wo das treibende Schlagzeug und eine stärker rhythmusbezogene Gitarrenarbeit dominierten, hat die neue Platte nur phasenweise etwas gemeinsam. Es wurde hier eindeutig eine neue Mixtur der Elemente versucht, die mehr Raum für einzelne Elemente und Flächen lässt. Die auf dem Debüt dominierende Gitarre und das treibende Schlagzeug haben sich etwas zurückgezogen, zugunsten von noch mehr Melodien und Wohlklang. Etwas mehr als die erste Hälfte des Albums will noch mehr rocken, aber spätestens ab Lied 7 dominieren eher süße, euphorisch bis melancholische Klangräume und Flächen welche gut zum nächtlichen Großstadtflair des Covers passen. Die Stimme des Sängers halte ich nach wie vor für sehr charakteristisch und gesanglich hat sich der Frontmann nichts vorzuwerfen. Vielleicht fehlt ab und zu etwas das erdig, rockende Element des Vorgängers, aber dafür gibt es ja eben die Vorgänger-CD ;-)

Fazit: Der Rock des Debüts bleibt unerreicht, aber der neue Mix hat eigene Qualitäten. Wer "Silent Alarm" Numero II sucht ist hier falsch, entdeckt aber vielleicht eine neue Fassade dieser zweifellos talentierten jungen Band. Für mich ist auch dieser etwas schwächere Nachfolger immer noch besser als jede "The" Band im weltweiten Umkreis. Hier wird wenigstens Innovation und Wandel probiert, statt den Stillstand und - meiner Ansicht nach - den Tod des Rocks zu zelebrieren. Danke und vier Punkte dafür.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Nachfolger!?!, 23. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Audio CD)
Was soll ich sagen. Als ich das Album die ersten male gehört habe war ich enttäuscht. Aber warum. Weil ich Silent Alarm auswendig kenne und mir das neue Album noch so fremd ist? Weil ich die ungeschminkte Power von Stücken wie Like eating Glass vermisse? Weil es illusorisch ist, seine hohen Erwartungen in etwas unbekanntem zu finden?

Schauen wir doch wie es ist. Silent Alarm sind Stücke, die, wie bei einem Debütalbum nunmal üblich, über Jahre gereift sind. Dann kommt der Mega-Boom. Die Erwartungen steigen von allen Seiten ins unermeßliche. Mit Mitte 20 und East-London im Rücken, wo man sich ans verlieren gewöhnt hat.

Dies ist der Punkt, an dem die Spreu vom Weizen getrennt wird. One-Hit-Wonder versuchen kläglich ihr erstes Album zu kopieren. Große Bands entwickeln sich weiter. Und nach ca. 10 maligem hören der neuen CD sehe ich die große Band ganz deutlich vor mir. Aus der ungeschminkten und herausgeschrienen Power ist etwas tiefsinnigeres geworden. Etwas komplexeres. Zwar könnten die Texte phasenweise durchauch in einem Roland Kaiser Song eine gute Figur machen. Die Umsetzung der Text-Musik-Bindung ist aber phänomenal.

Wie gesagt, eine neue große Band ist geboren... Hochachtung Jungs!
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Mission geglückt!, 14. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Audio CD)
Das "A Weekend In The City" nach dem Knaller-Album "Silent Alarm" mit überkritischen Augen beäugt werden wird, dürfte auf der Hand liegen! Wenn ich aber lese, dass jemand sagt, er sei enttäuscht vom zweiten Album der Jungs um Sänger Kele Okereke, dann kann ich nur entgegnen "Habt ihr die Platte überhaupt gehört???"...denn diese Platte ist GROSS!!! Sicherlich ist der Aha-Effekt nicht mehr so groß, da es eben immer noch Bloc Party sind, auch wenn sie ihren typischen Sound in gewissen Nuancen verschoben und erweiteret haben. Auch die Produktion ist deutlich opulenter geworden und mag somit vielleicht nicht mehr ganz den rauhen Charme des Debuts haben...aber wer kann es einer Band verdenken, dass sie (dem Erfolg von Silent Alarm sei Dank) in der Umsetzung ihrer Songs noch mal eine ordentliche Schüppe drauflegt. Da haben die KILLERS ja auch nicht lange gefackelt...aber die klingen ja jetzt auch wie U2. Und davon sind Bloc Party zum Glück noch meilenweit entfernt! So! Und jetzt nehmt euch 'nen Kopfhörer und hört euch Track 5 ("Uniform") an und wer dann nicht überzeugt ist, dem ist eh nicht mehr zu helfen...
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13 von 16 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen ... of Boredom, Hopelessness, Rooftops & Love, 27. Februar 2007
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Audio CD)
"Interessant", dachte ich mir, nachdem ich einige der Rezensionen/Kritiken des neuen Bloc Party Albums gelesen hatte. "Klingt irgendwie so gar nicht nach einem typischen Britpop-Album."

Nach einigem Hadern habe ich mich dann dazu durchgerungen, dem Album eine Chance zu geben, und es wurde mir ziemlich schnell klar, weshalb "A Weekend in the City" eher geteilte Meinungen in der Fangemeinde hervorgerufen hat. Mit diesem Album blättert wohl der ganze Torf, die Hype-Fan-Schichten, von dieser Band ab.

"Silent Alarm" ging schon beim ersten Hören gut ins Ohr, und zum Nebenher-mit-dem-Fuß-wippen war es eigentlich immer gut geeignet, aber "A Weekend in the City" will auch nach dem 2. & 3. Durchgang nicht so recht zünden. Im Vergleich zum Vorgänger wirkt es zunächst etwas entartet, hier und da tauchen zwar ein paar eingängige Passagen auf, die allerdings nicht selten wieder von elektronischen Hintergrundgeräuschen überpinselt, verzerrt, zerhackt oder verschluckt werden, um irgendwann später wieder ausgespuckt zu werden. Trotzdem lässt einen das Album nicht mehr los. Irgendetwas schlummert hier unter der Oberfläche, man kann es nicht so recht greifen, aber es ist da. Man nimmt sich also Zeit, lässt die Grundstimmung des Albums auf sich wirken. Düster ist es, und komplex. Tanzen oder einfach nur Spaß haben will hier keiner so recht. Fetenhits? Fehlanzeige.

Das Intro zu "Hunting for Witches" streckt mal gleich jeder Disko-Tanzfläche den Mittelfinger entgegen - bewusst. Bloc Party haben es nicht mehr nötig, ihr Talent tanzbaren Rythmen unterzuordnen. Hier wartet Arbeit auf den Hörer. Dieses Werk ist der Frustration entbunden worden; das merkt man spätestens, wenn man versucht, sich über die Texte Zugang zu verschaffen.

Dass ein Album, das davon berichtet, wie leer, heuchlerisch und von Bedeutungslosigkeiten angereichert unser Leben (geworden) ist, und wie sich so viele damit abgefunden zu haben scheinen, so unglaublich vielschichtig sein kann, ist wohl der einzige Hoffnungsschimmer, den Kele Okereke sich hier - wenn auch wohl unbewusst - zugesteht.

Leider bleibt Musik, die einer gewissen Einarbeitungszeit benötigt, fast nie von dem Vorwurf verschont, man würde sie sich nur "schön hören". Es ist schade, dass für manche sich erst mit der Zeit offenbarende Qualitäten nichts als Hirngespinste sind, und dass das höchste Ziel, das sich eine Band stecken kann, anscheinend die Eingängigkeit, der Ohrwurm-Faktor... die Radiotauglichkeit ist.

Wer nach diesen Dingen lechzt, der sollte besser die Finger von diesem Wochenend-Trip lassen, denn hier gibt es keine Songs, die blitzkriegartig Bollwerke in Gehörgängen errichten, sondern nur solche, die sich erst im Kontext mit dem restlichen Album völlig entfalten. Songs, die sich gegenseitig ergänzen, sich um neue Facetten bereichern, das Spektrum der Perspektiven auffächern und die sich als Resultat all dessen zu einem Ganzen zusammenfügen - sowohl musikalisch als auch textlich. Ein echtes Album eben. Und ein ganz großes noch dazu.

Und ohne jetzt nach den Sternen greifen zu wollen: Wurden die ganz großen Bands der Musikgeschichte nicht häufig auch als die Stimme ihrer Generation bezeichnet? Die Chancen, dass man sich selbst in dem ein oder anderen Song wiederfindet, stehen tatsächlich nicht schlecht. Mal suhlt man sich zusammen mit Okereke im Sumpf der Resignation, nur um sich kurz darauf peinlich berührt zu fühlen. Ich zumindest habe noch keinen erlebt, dem "Uniform" nicht ein bitterböses Grinsen auf die Lippen gezaubert hat.

Aber mal ehrlich: Wer braucht denn noch Identifikationsfiguren, die was zu sagen haben, in Zeiten, in denen wir unsere eigenen Superstars wählen?

"So why do you go thinking thoughts that are above you? / You can be happy, just play dumb"

Den Mund aufgemacht haben sie. Die Frage ist nur, ob man ihnen zuhört...
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9 von 11 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Glatter und gezügelter, aber auch pointierter und tiefschürfender als das Debüt, 31. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Ltd.) (Audio CD)
Auf das neue Bloc Party Album habe ich mich schon sehr lange gefreut, schließlich empfand ich sie von all den Wave-Bands, die die 80-er Jahre wieder heraufbeschworen haben, als diejenige mit dem größten Biss. Und tatsächlich beweisen die Herren auf ihrem zweiten Album, das sie wahrlich keine Eintagsfliegen, sondern zur Weiterentwicklung befähigt sind. So muss man klar sagen, dass die Band nicht versucht hat, den Sound und die Songs des Erstlings einfach zu wiederholen, sondern sie haben eine andere Herangehensweise gewählt.

War das erste Album noch sehr von der schroffen und wilden Art des Sounds geprägt (allen voran das grandios wirbelnde Schlagzeug von Matt Tong) und schleuderte es einen quasi fast ohne Verschnaufspause herum, so kann man hier eine gewisse Reifung feststellen, die im Kontrast leider bei mehreren Bands dieser Gattung ausblieb.
Schon ohne überhaupt einen einzigen Ton gehört zu haben, kann man feststellen, dass dieses Album mit mehr Bedacht angegangen wurde, es wirkt sogar ziemlich konzeptionell. "A Weekend In The City" kann man dabei als das übergreifende Thema verstehen, es geht um die Erfahrungen und Erlebnisse in einer Großstadt, allen voran natürlich London. Erfahrungen über Rassismus, alles zermalmende Hektik, Isolation, Politik und das ständig wieder auftauchende Motiv der fast hoffnungslosen Suche nach Liebe in den verschiedensten Formen. Diese Konzeption bedingt natürlich auch, dass hier also nicht einfach willkürlich Hits and Hits gereiht wurden, sondern jeder Song einen gewissen Anspruch im Kontext des Albums hat.
Man sollte demnach dem Album mehrere Hördurchläufe erlauben, viele Songs wirken erst nach dem wiederholten Male. Die Unmittelbarkeit des Debüts muss man sich auf diesem Album "erarbeiten".

Trotzdem gibt es selbstverständlich die großen Übersongs auf dem Album, schon die bekannte erste Single "The Prayer" entwickelt sich nach dem ungewohnten Einstieg zu einer grandiosen Hymne. Hier macht der starke Kontrast zwischen den schon fast Rap-artigen Strophen, die sich dann in einen Ohrwurm-Refrain sondersgleichen auflösen, den Song sehr besonders.
Auch das Einstiegslied "Song For Clay", das durch seine melodramatische, fast schon hysterische Art sehr stark an Muse erinnert, ist so groß, wie ein Song überhaupt nur sein kann. "East London is a vampire, it sucks the joy right out of me" singt hier Kele Okereke und man wird wunderbar auf die facettenreiche Atmosphäre des Albums eingestimmt.
"Uniform" dürfte der bis dato epischste Song von Bloc Party sein, er beginnt sehr ruhig und gradlinig, nur um dann ab der Mitte in einen verzweifelten Wutausbruch überzugehen.
Das lyrisch äußerst anspruchsvolle "Where Is Home?" stellt mit seinem äußerst überbordenden Sound, in dem sogar verzerrte Synthies vorkommen, sehr gut die Spannungen zwischen verschiedenen Ethnien und dem Staat am Beispiel des Melting Pots London dar.
Das fantastische, balladeske "Kreuzberg" leitet das eher ruhigere Ende des Albums ein und hat einen ähnlichen Stellenwert, wie das famose "This Modern Love" auf dem Debüt, gefällt mir aber durch seine Klarheit noch ein bisschen besser.
Mit "I Still Remember" kommt schließlich die größte Pop-Nummer von Bloc Party. Hier kann man am ehesten die leichte Abkehr vom chaotisch-wirbelnden Wave auf dem ersten Album Richtung Indie-Pop feststellen, der stark an Snow Patrol oder auch Coldplay erinnert, ohne jedoch dabei die Eigenständigkeit zu verlieren.
Zum Schluss gibt es das wunderschöne Abschlusslied "SRXT", das das Thema des Albums nocheinmal in eine sehr melancholische und elegische Hymne zusammenfasst.

Das eigentlich Problem des Albums ist im Gegenzug jedoch, dass die übrigen 4 Songs zwar gut sind (sehr gut sogar im Vergleich zu so manch anderer Band) und im Kontext des Albums natürlich Sinn machen, aber gegenüber den aufgelisteten Übersongs einfach untergehen. Mit dem Song "On" kann ich sogar, trotz mehrmaligem Hören, überhaupt nichts anfangen, er stellt für mich den schwächsten Beitrag dar.
Und so ist diese Album insgesamt zwar ein sehr gutes und selbstverständlich empfehlenswertes Album, aber auch nicht ohne gelegentliche Schwächeanfälle. Zu einem durchweg überzeugenden Meisterwerk hat es dann leider nicht ganz gereicht. Da nun aber 5 Sterne zu viel sind, 4 Sterne aber auch irgendwie zu wenig, gebe ich sehr gute 4 Sterne, an die man bitte gedanklich einen weiteren halben Stern dranhängt. Schließlich ist das Potential nach oben bei dieser Band immer gegeben, das dritte Album wirds bestimmt.
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19 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Glatter und gezügelter, aber auch pointierter und tiefschürfender als das Debüt, 31. Januar 2007
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Audio CD)
Auf das neue Bloc Party Album habe ich mich schon sehr lange gefreut, schließlich empfand ich sie von all den Wave-Bands, die die 80-er Jahre wieder heraufbeschworen haben, als diejenige mit dem größten Biss. Und tatsächlich beweisen die Herren auf ihrem zweiten Album, das sie wahrlich keine Eintagsfliegen, sondern zur Weiterentwicklung befähigt sind. So muss man klar sagen, dass die Band nicht versucht hat, den Sound und die Songs des Erstlings einfach zu wiederholen, sondern sie haben eine andere Herangehensweise gewählt.

War das erste Album noch sehr von der schroffen und wilden Art des Sounds geprägt (allen voran das grandios wirbelnde Schlagzeug von Matt Tong) und schleuderte es einen quasi fast ohne Verschnaufspause herum, so kann man hier eine gewisse Reifung feststellen, die im Kontrast leider bei mehreren Bands dieser Gattung ausblieb.
Schon ohne überhaupt einen einzigen Ton gehört zu haben, kann man feststellen, dass dieses Album mit mehr Bedacht angegangen wurde, es wirkt sogar ziemlich konzeptionell. "A Weekend In The City" kann man dabei als das übergreifende Thema verstehen, es geht um die Erfahrungen und Erlebnisse in einer Großstadt, allen voran natürlich London. Erfahrungen über Rassismus, alles zermalmende Hektik, Isolation, Politik und das ständig wieder auftauchende Motiv der fast hoffnungslosen Suche nach Liebe in den verschiedensten Formen. Diese Konzeption bedingt natürlich auch, dass hier also nicht einfach willkürlich Hits and Hits gereiht wurden, sondern jeder Song einen gewissen Anspruch im Kontext des Albums hat.
Man sollte demnach dem Album mehrere Hördurchläufe erlauben, viele Songs wirken erst nach dem wiederholten Male. Die Unmittelbarkeit des Debüts muss man sich auf diesem Album "erarbeiten".

Trotzdem gibt es selbstverständlich die großen Übersongs auf dem Album, schon die bekannte erste Single "The Prayer" entwickelt sich nach dem ungewohnten Einstieg zu einer grandiosen Hymne. Hier macht der starke Kontrast zwischen den schon fast Rap-artigen Strophen, die sich dann in einen Ohrwurm-Refrain sondersgleichen auflösen, den Song sehr besonders.
Auch das Einstiegslied "Song For Clay", das durch seine melodramatische, fast schon hysterische Art sehr stark an Muse erinnert, ist so groß, wie ein Song überhaupt nur sein kann. "East London is a vampire, it sucks the joy right out of me" singt hier Kele Okereke und man wird wunderbar auf die facettenreiche Atmosphäre des Albums eingestimmt.
"Uniform" dürfte der bis dato epischste Song von Bloc Party sein, er beginnt sehr ruhig und gradlinig, nur um dann ab der Mitte in einen verzweifelten Wutausbruch überzugehen.
Das lyrisch äußerst anspruchsvolle "Where Is Home?" stellt mit seinem äußerst überbordenden Sound, in dem sogar verzerrte Synthies vorkommen, sehr gut die Spannungen zwischen verschiedenen Ethnien und dem Staat am Beispiel des Melting Pots London dar.
Das fantastische, balladeske "Kreuzberg" leitet das eher ruhigere Ende des Albums ein und hat einen ähnlichen Stellenwert, wie das famose "This Modern Love" auf dem Debüt, gefällt mir aber durch seine Klarheit noch ein bisschen besser.
Mit "I Still Remember" kommt schließlich die größte Pop-Nummer von Bloc Party. Hier kann man am ehesten die leichte Abkehr vom chaotisch-wirbelnden Wave auf dem ersten Album Richtung Indie-Pop feststellen, der stark an Snow Patrol oder auch Coldplay erinnert, ohne jedoch dabei die Eigenständigkeit zu verlieren.
Zum Schluss gibt es das wunderschöne Abschlusslied "SRXT", das das Thema des Albums nocheinmal in eine sehr melancholische und elegische Hymne zusammenfasst.

Das eigentlich Problem des Albums ist im Gegenzug jedoch, dass die übrigen 4 Songs zwar gut sind (sehr gut sogar im Vergleich zu so manch anderer Band) und im Kontext des Albums natürlich Sinn machen, aber gegenüber den aufgelisteten Übersongs einfach untergehen. Mit dem Song "On" kann ich sogar, trotz mehrmaligem Hören, überhaupt nichts anfangen, er stellt für mich den schwächsten Beitrag dar.
Und so ist diese Album insgesamt zwar ein sehr gutes und selbstverständlich empfehlenswertes Album, aber auch nicht ohne gelegentliche Schwächeanfälle. Zu einem durchweg überzeugenden Meisterwerk hat es dann leider nicht ganz gereicht. Da nun aber 5 Sterne zu viel sind, 4 Sterne aber auch irgendwie zu wenig, gebe ich sehr gute 4 Sterne, an die man bitte gedanklich einen weiteren halben Stern dranhängt. Schließlich ist das Potential nach oben bei dieser Band immer gegeben, das dritte Album wirds bestimmt.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Entwicklung Statt Stillstand, 18. Januar 2007
Von 
Rezension bezieht sich auf: A Weekend in the City (Audio CD)
Ja , ich durfte mir auch den Neuen Longplayer von Bloc Party anhören und ja es klingt nicht mehr nach " Silent Alarm " . Aber ich finde das nicht so schlimm , denn "A Weekend in the City " stellt ein Grandiosen Nachfolger da . Der Sound ist Wave-lastiger geworden bzw. melancholischer , perfekt untermalt durch Bissig kritische Texte . Sich jetzt bei jedem Lied auf den Vorgänger zu berufen ist hier Fehl am Platz . Dies ist ein sehr Persönliches Album und man merkt das ,die Themen die hier in verschiedenen Tracks angeschnitten werden , ein Hohen Stellenwert besitzten , es ist eine Reflexion über ein gesellschatliches phenomen , nämlich , wie der Titel schon andeutet , Das Wochenende , mit allem was es mitbringt ( Drogen , Rassismus , Sex , Hysterie , absturz etc.)

Und meiner Meinung nach , find ich die Musikalische Abstimmung passender zur Album Thema , deswegen auch ein bissel ruhiger als "Silent Alarm " ...

Eindeutig eins der Besten Alben des noch frühen Jahr 2007 .
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A Weekend in the City
A Weekend in the City von Bloc Party (Audio CD - 2009)
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Lieferbar ab dem 12. August 2014.
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