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Hat ganz schön lange gebraucht, bis sich die "Classic Albums"-Reihe des unglaublichen Debütalbums der Doors annahm! Zu Wort kommen u.a. Bill Siddons, ehemaliger Roadie und später Road Manager der Doors, Filmemacher Paul Ferrara, Musiker und Autor Henry Rollins, Radio-DJ Jim Ladd (bekannt u.a. durch Roger Waters' "Radio K.A.O.S."-Album), Jac Holzman, Gründer von Elektra Records, der Plattenfirma der Doors, Ben Fong-Torres, u.a. Journalist und "Rolling Stone"-Autor, Morrison-Freund und Beat-Poet Michael McClure - und nicht zuletzt der Toningenieur aller Alben der Doors (und Koproduzent von "L.A. Woman"), Bruce Botnick, der auch zusammen mit den Doors die Remixes der ersten sechs Alben zum 40jährigen Bandjubiläum anfertigte.

Höhepunkt ist natürlich jedesmal, wenn die drei noch lebenden Doors-Mitglieder selbst erzählen, mittlerweile auch schon Anfang (Robby Krieger, John Densmore) bis Ende 60 (Ray Manzarek) und in Ehren ergraut (na gut, Robby Krieger hat eigentlich noch nie so richtig jung ausgesehen!).

Alle drei kommen (getrennt interviewt) sehr sympathisch rüber: Ray Manzarek erzählt in seiner leicht pastoralen und etwas ausschweifenden Art, die man auch schon aus seiner Autobiographie kennt, aber voller liebevollem Enthusiasmus von seiner Begegnung mit Jim Morrison am Strand von Venice, der ihm den Text von Moonlight Drive vorsang, worauf hin beide beschlossen, eine Band zu gründen und Millionäre zu werden, oder, sich selbst dabei an der Vox-Orgel und der Fender-Rhodes-Bassorgel begleitend, auf denen er schon bei den Doors spielte, vom ersten Auftritt, bei dem Jim Morrison (im Whisky A Go-Go) bei The End zum ersten mal seinen "Ödipus"-Teil improvisierte (was prompt zum Rausschmiss der Band führte!), und er durchlebt dabei noch einmal sichtlich gerührt und begeistert die erlebten Auftritte.

Robby Krieger zeigt einige seiner damals verwendeten Techniken auf der Gitarre, beispielsweise seine Bottleneck-Technik (in End of the Night benutzte er sogar eine offene Moll-Stimmung), oder er demonstriert seine Fähigkeiten auf der Flamenco-Gitarre bei Spanish Caravan (selbst wenn der Song erst zwei Alben später auftauchte).

John Densmore zeigt ebenfalls Tricks, die er bereits bei den Doors-Aufnahmen einsetzte, z.B. dass er die Snare immer mit seinem Portemonnaie abdämpfte, um einen knackigeren Ton zu erzeugen, und sinniert über den Banderfolg oder die Tiefgründigkeit von Jim Morrisons Texten sowie über dessen selbstzerstörerische Veranlagung.

Illustriert wird das Ganze durch zahlreiche Ausschnitte aus Interviews oder aus Live-Auftritten, beispielsweise aus der Ed Sullivan-Show, als die Doors sich weigerten, bei Light my Fire das Wort "higher" wegzulassen - was ebenfalls dazu führte, dass sie dort nie wieder auftreten durften! (Interessant am Rande, dass es nicht die Doors, sondern die "rebellischen" Rolling Stones waren, die sich im selben Jahr bei Ed Sullivan der Zensur beugten - als sie aus Let's spend the night together "let's spend SOME TIME together" machten.)

Spannend zu erfahren, wie aus Robbies Folksong Light my Fire durch den Latin Beat von Densmore, Rays geniales Keyboard-Intro und den von John Coltrane inspirierten Improvisations-Mittelteil ein Klassiker wurde, der kurz nach Erscheinen der LP auf Grund der großen Nachfrage von Radiostationen auf Single-Länge gekürzt wurde, um dort häufiger gespielt zu werden - und damit die Erfolgswelle der Doors lostrat! Oder wie die Doors Jims Text zu Break on through mit einem Bossa Nova-Beat, einer von Ray Charles' What'd I say geklauten Bass-Figur und einem von der Butterfield Blues Band entlehnten und leicht modifizierten Gitarrenriff unterlegten und so einen weiteren Klassiker schufen, bei dem ebenfalls (bis zur remasterten CD-Neuauflage 1999) das Wort "high" zensiert wurde.

Wie in dieser Reihe üblich, demonstriert Bruce Botnick am Mischpult einige Aspekte der Aufnahmesessions vom August 1966 anhand der Originalbänder, z.B. die Entstehungsgeschichte von Moonlight Drive vom ersten Acetat-Demo bis hin zur endgültigen Aufnahme auf "Strange Days".

Natürlich gibt es ein paar Anekdoten, z.B. wie Jim auf einem LSD-Trip das Studio unter Löschschaum setzte, um ein "Feuer" (ein rotes Kontrolllämpchen) zu löschen, oder wie er sich von der Baseball-Übertragung während einer Aufnahme gestört fühlte und den Fernseher gegen die Scheibe zum Kontrollraum warf.

Wie immer in der "Classic Albums"-Reihe werden viele Themen leider nur kurz angerissen - aber immerhin bekommt man in 50 (Hauptteil) plus 37 Minuten (Bonusteil) auf sehr abwechslungsreiche und unterhaltsame Weise eine Menge Informationen zur Entstehungsgeschichte dieses Album-Klassikers geliefert, die die bisher bekannten Fakten lebendig ergänzen. Für Doors-Fans unverzichtbar!
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am 23. August 2012
Diese Beurteilung betrifft gleich zwei Werke, die in gleicher Weise aufgebaut sind und bis ins Detail über je ein Doors Alben berichten: den in der "Classic Albums"-Reihe erschienenen Review des ersten Doors-Longplayers "The Doors" und den Titel "Mr. Mojo Risin' - The Story of L.A. Woman" - hier wird über das finale Werk der Original-Doors inkl. Jim Morrison berichtet.

Die noch verbliebenen und inzwischen natürlich in die Jahre gekommenen Bandmates Ray Manzarek, Robby Krieger und John Densmore beweisen trotz der "Drogen-Sixties" noch erstaunlich gutes Erinnerungsvermögen und zeichnen die damaligen Umstände sowie die Entstehung und Aufnahme jedes Tracks nach. Die Beherrschung der Instrumente haben diese "Jungs" nicht verloren, und sie untermalen damit sehr anschaulich über was sie gerade berichten.

Jac Holzman, der die Doors bei Elektra Records unter Vertrag nahm sowie Weggefährten Bill Siddons, Michael McLure, Paul Ferrara und andere bringen weitere Informationen und Ansichten ein, die dem Zuschauer/-hörer einen komplexen Gesamteindruck im Zusammenhang mit den Alben vermitteln.

Auch das Bonusmaterial ist überaus sehenswert, also keine (wie häufig) belanglose Zugabe.

Für Doors-Begeisterte eine Art Horizonterweiterung und eine Auffrischung dessen, was sie z. T. bereits seit Jahrzehnten akustisch kennen (ich persönlich bin seit Anfang der 1970er Jahre als Doors-Fan dabei). Die 6 Original-Studioalben und die Doppel-LP "Absolutely Live" sind sicher nicht zu toppen, aber einer Würzung der lange bekannten und geliebten Songs sowie den gebotenen Hintergrundinformationen inkl. Fotos / Filmclips sollte man sich wirklich nicht widersetzen!

Fazit: Uneingeschränkte Kaufempfehlung für Doors-Fans - die es sicher auch nach Sicht dieser Reports bleiben werden, denn Ray, Robby & John are still cool!
Tipp: die L.A. Woman Story besser gleich als Blu-ray Disc wählen! "The Doors" Classic Album aktuell offenbar "nur" als DVD erhältlich.

Have fun!
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am 30. März 2011
Geboten wird eine Mischung aus Dokumentar-Aufnahmen, genauen Analysen der einzelnen Songs am Studio-Mischpult durch den auch damals beteiligten Ton-Ingenieur Bruce Botnick .
Auch Ray , Robbie und John kommen hier häufig zu Wort.
Die drei Veteranen runden noch mit Anekdoten aus den sechziger Jahren diese tolle DVD ab.
Geben jeder für sich Einsichten preis, wie sie einzelne Parts der Songs gespielt haben, bzw. immer noch spielen.
Ebenfalls geboten bekommt man den Hörgenuss von Perlen wie "End Of The Night" und "Moonlight Drive" in ihrer ursprünglichen Form.
Dabei handelt es sich um Aufnahmen, die bereits längere Zeit vor den Einspielungen des Studioalbums eingezimmert wurden.
Und die sind sehr interessant anzuhören, da Jim Morrison hier noch ganz anders singt, dazu die Arrangements wesentlich psychedelischer ausgefallen sind,
als das bei den altbekannten Fassungen der Fall war.
Ganz nebenbei wird übrigens auch noch die ganz frühe Geschichte der Band mit den Worten von Densmore, Krieger und Manzarek
erzählt und wir erfahren auch, wie sich das Monumental-Stück "The End" von einem ca. drei-minütigen Liebeslied in ein über elf-minütiges Monster verwandelte.
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