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5.0 von 5 Sternen Karajan und die Moderne, 27. Oktober 2007
Von 
K.H. Friedgen "friedgen" (Burgbrohl, Rheinland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(TOP 500 REZENSENT)   
Rezension bezieht sich auf: Das Frühlingsopfer/Konzert für Orchester (Audio CD)
Zum 100. Geburtstag von Herbert von Karajan, der am 8. April 2008 gefeiert wird, hat die Deutsche Grammophon Gesellschaft schon jetzt eine repräsentative 10 CD-Edition mit einigen markanten Interpretationen des Künstlers aus den Jahren 1959-1975 vorgelegt.
Dazu zählt auch diese Ausgabe mit Strawinskys "Le sacre de printemps" aus dem Jahr 1964, gekoppelt mit dem Konzert für Orchester von Béla Bartók, das ein Jahr später entstand.
Obwohl Karajan weithin als Klangkulinariker bezeichnet wurde, bleibt er den Brutalitäten von Strawinskys Werk nichts schuldig. Man höre nur den Dance de la terre oder den Dance sacrale. Die zukunftsweisende Sprengkraft der Musik wird mit beinahe maschineller Unerbittlichkeit im Rhythmischen ungeniert ausgespielt. In den nicht wenigen ruhigen Passagen macht Karajan allerdings den kulinarisch-klanglichen Aspekt nicht weniger deutlich, und hier unterscheidet sich seine Interpretation dann doch deutlich von Boulez, Ansermet oder Solti. Vielmehr erzeugt Karajan in diesen Partien einen Mischklang, der in die Nähe impressionistischer Farbtönungen gerät. Insgesamt eine Aufführung, die sich zwar von gewohnten Interpretationsmustern unterscheidet, aber dem revolutionären Werk voll gerecht wird.
Bartóks 1943 entstandenes Konzert für Orchester bietet in Karajans Deutung gleichfalls herausragende Qualitäten. Ganz so wie der Komponist das ganze, komplizierte, in den vielfältigsten Stimmungen schillernde Werk aus einfachen Urmotiven entwickelt hat, so faßt der Dirigent die Vielzahl der tönenden Bilder in einen sehr geschlossenen symphonischen Ablauf zusammen.
Die Berliner Philhamoniker zeigen sich wieder einmal als ein Orchester der Weltklasse, herrlich besetzt bis ans letzte Pult und von einer Spielkultur, die einen ein wenig wehmütig werden läßt. Karajan und sein Orchester zeigen eindrucksvoll, daß sie auch den Werken der musikalischen "Moderne" keineswegs abgeneigt sind, sondern diese mit großartiger Verve wiederzugeben in der Lage sind.
Klanglich gibt es nichts zu bemängeln, und die Präsentation ist gleichfalls von bester Qualität. Das Cover zeigt das Original-Titelbild der ursprünglichen LP-Ausgabe.
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