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4.0 von 5 Sternen Die Kunst aus Disharmonien Musik zu machen.
Jetzt ist Schluss mit ruhig und ausgeglichen. Auf seinem 2. Solowerk kommt Mr. Gahan relativ schroff, gar aggressiv daher. Die Songs klingen gut, auch wenn sie von reichlich schrägen und lauten Sounds begleitet werden, teilweise übertönt der Sound die Melodie sogar. Die Melodien sind interessant und gut, doch wer auf schnell zündende Ohrwürmer...
Veröffentlicht am 10. Juni 2011 von Stefan

versus
1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bisschen deprimierend
Eigentlich find ich Dave Gahan großartig, zumindest als DM-Sänger. Diese zweite Solo-CD von ihm find ich zwar besser als die erste, aber doch immer ein wenig traurig und schwermütig. Um diese Musik gut anhören zu können, muss man in der richtigen Stimmung sein.
Veröffentlicht am 13. Juli 2009 von Zauberin


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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Die Kunst aus Disharmonien Musik zu machen., 10. Juni 2011
Rezension bezieht sich auf: Hourglass (Audio CD)
Jetzt ist Schluss mit ruhig und ausgeglichen. Auf seinem 2. Solowerk kommt Mr. Gahan relativ schroff, gar aggressiv daher. Die Songs klingen gut, auch wenn sie von reichlich schrägen und lauten Sounds begleitet werden, teilweise übertönt der Sound die Melodie sogar. Die Melodien sind interessant und gut, doch wer auf schnell zündende Ohrwürmer wartet, wird wohl enttäuscht werden. Die Titel wollen langsam erobert werden, vetrackte Sounds und Melodieführung erschließen sich dem geneigten Zuhörer erst nach und nach und so braucht die CD eine ganze Weile um zu wirken und ihre Schönheit zu entfalten. Aus meiner Sicht hat Dave hier das Kunstwerk vollbracht aus reichlich musikalischen Disharmonien interessante und letztlich auch gute Musik zu machen.

Saw something - Der Anfang des Albums ist noch relativ ruhig, Dave singt die langezogene und schöne Melodie mit schöner, gelassener Stimme. Im Sound sind allerdings schon einige schräge Synthie-Elemente zu hören die irgendwie nicht dahin passen aber dann auch wieder unentbehrlich scheinen. Wunderschöne Celloklänge und ein geiles Gitarrensolo im Zwischenteil runden den Song genial ab.

Kingdom - Hier stampft der Bass sehr monoton und der Sound hämmert laut und aggressiv vor sich hin, im Refrain gibt ein unverwechselbares Synthieelement dem Titel seine unverwechselbare Note. Daves Stimme wirkt hier etwas fremd (vor allem bei den Strophen). Anfangs seltsam und nervig enfaltet der Titel nach und nach seine Genialität.

Deeper + deeper - Ähnlich monotoner und stampfender Sound wie beim Vortitel. Sound und Gesang sind hier besonders rockig gehalten, dem entsprechend rauh und kratzig klingt Mr. Gahan auch. Der Titel wirkt relativ schräg und dreckig, wäre eigentlich der perfekt Gossensoundtrack.

21 days - Das ist für mich der schwierigste Titel des Albums. Ein dermaßen vertrackter Sound aus monotonen Synthieelementen, schrägen Gitarrenklängen und Schlagzeug, der einfach nur schwierig ist. Nichts scheint zueinander zu passen. Darüber spult Dave fast gelangweilt seine Melodie ab, ein Refrain ist praktisch nicht vorhanden, wird nur durch eine Art Summen angedeutet. Dies sind dann die wenigen entspannenden Stellen im Song.

Miracles - Sphärische Klänge aus den Weiten des Alls begleiten Mr. Gahan bei dieser Ballade. Der Sound wirkt dabei sehr dumpf und besteht aus extrem langegezogenen Elementen. Die Melodie und Daves Stimme scheinen in sich zu ruhen, dass es nicht zu ruhig und kitschig wird, dafür sorgt der ungewöhnliche Sound.

Use you - Das ist mal ein richtig geiler Rocksong. Geniale Melodie ein aggressiver Sound und ein Dave Gahan der richtig gut aus sich raus geht. Ein wenig erinnert der Titel an "Bottle living".

Insoluble - Reichlich düsterer Synthiesound mit verschobenen Klängen. Die Melodie ist einfach nur genial, im Refrain blüht der Song regelrecht auf und entwickelt sich zum regelrechten Ohrwurm. Ich liebe die düstere und melancholische Stimmung des Titels. Höchste Synthiepopkunst - Das Highlight des gesamten Albums.

Endless - Hier nimmt der Sound bedrohliche Züge an. Der Bass stampft dermaßen offensiv und monoton, dass er schon fast wie bei Techno wirkt. Die eingestreuten Soundelemente fügen sich da auch perfekt ein. Die Melodie ist nett aber nicht der Überflieger. Dave macht den Eindruck als wolle er mit aller Gewalt gegen den starken Sound ansingen.

A little lie - Auf Anhieb überzeugt die Melodie des Titels, irgendwie ist sie super eingängig und genial. Ein bombastisches Gitarren-Synthieelement untermalt den Refrain und durch die reduzierten Strophen wird regelrecht auf den geilen Refrain hingearbeitet. Herrlicher Spannungsaufbau. Doch auch bei diesem sehr eingängigen Stück gibt's wieder reichlich schräge Klänge und Disharmonien im Sound, was aber auch gut passt. Geil.

Down - Am Ende noch ein schwermütiger und ruhigerer Titel. Der Refrain wird durch schräge Gitarrenelemente verstärkt. Melancholisch und schön.

Auffallend ist noch das viele Titel etwas abrupt und schräg enden. Mit Sicherheit ist "Hourglass" kein Album für Schnellhörer oder für Nebenbei. Gut Ding braucht eben Weile - Das gilt auch für's Hören von Musik.

Das Artwork der CD ist jetzt nicht so mein Fall, irgendwie alles grau in grau gehalten. Im Booklet sind einige Fotos von Dave und seinen Produzenten zu sehen und auch die Songtexte können nachgelesen werden. Die Schriftform (handschriftliches Gekritzel) ist dann schon gar nicht mein Fall, wirkt unordentlich und ist zum Teil schwer lesbar. Naja, eigentlich ist die Verpackung nur Nebensache, Hauptsache die Musik passt, und das tut sie.
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21 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen God, I'm feeling old!, 19. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Hourglass (Limited Digipack Edition / exklusiv bei Amazon.de) (Audio CD)
Ernsthafter und klarer ist er geworden - dieser David Gahan. Und mag man sich gerne an seine extrovertierten Auftritte als Frontmann von DM erinnern - mit schweißglänzendem Oberkörper und den Tattoos - hier kommt er mehr auf den Punkt.

Hourglass ist wohl wahr elektronischer als der Vorgänger "Paper Monsters" - dennoch entsteht beim Hören eine Art Intimität, die stellenweise Gänsehaut macht.

Genau wie seine Erlebnisse reihen sich die Songs in einem up and down aneinander. Manche, wie "Kingdom" oder "Saw Something" sind eingängiger, andere - 21 days - brauchen etwas länger ins Gehör.
Ich kann leider den Vergleich mit dem ebenfalls von mit hochgeschätzten Martin L. Gore nicht mehr hören! Äpfel und Birnen vergleicht man schließlich auch nicht!

Dave Gahan ist es gelungen, mit diesem Album seine Metamorphose und introspektive Reise fortzusetzen. Wer sich mit den Lyrics näher beschäftigt wird viele Impulse auch für sich selbst entdecken.
Kudos!
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11 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Doppel-LP plus Bonuc-CD, 24. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Hourglass [Vinyl LP] (Audio CD)
Da es nicht deutlich aus der Amazon-Beschreibung hervorgeht: Es handelt sich hier um das Doppel-Vinyl plus Bonus-CD mit dem kompletten Album! Das ist wahnsinnig viel für sehr faires Geld. Für uns Sammler ein SCHNÄPPCHEN.
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23 von 29 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ich kann mich nur verneigen, 4. Oktober 2007
Von 
Andreas Veith (Berlin) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hourglass (Audio CD)
Dave Gahan polarisiert ja bereits aufgrund seines Jobs als Frontmann bei Depeche Mode. Nachdem nun ein zweites Soloalbum angekündigt wurde, war für mich als langjähriger Depeche Mode-Fan klar, dieses Album musst du haben.
Als "Kingdom" vor ein paar Wochen veröffentlicht wurde, erweckte der Song eine ungeheuerliche Vorfreude auf das Album "Hourglass". "Kingdom" ist einfach der Hammer.
Durch einen glücklichen Umstand halte ich die CD nun 2 Wochen vor Veröffentlichung in den Händen. Nach den ersten Querhören würde ich das Werk als verspielt elektronisch, rockig aber nicht so blueslastig wie "Paper Monsters" beschreiben.
Jetzt habe ich die CD mehrfach intensiv gehört. Die CD ist ein Meisterwerk, musikalisch wie auch stimmlich setzt "Hourglass" für mich Maßstäbe, an denen sich andere Künstler messen können.
Die aus 10 Tracks bestehende CD wird von "Saw Something" eröffnet. Ein Song, der ruhig beginnt und sich atmospärisch zu einer gewaltigen Soundkulisse mit einer grandiosen Stimme von Dave Gahan aufbaut. Es folgt "Kingdom", welchem sich der Track "Deeper And Deeper" anschließt. "Deeper And Deeper" ist sicherlich am Anfang etwas gewöhnungsbedürftig. Der Song strotz nur so von Aggressivität und die Stimme von Dave kommt voll zur Geltung. Nunmehr finde ich den Song einfach nur klasse.
Neben ruhigen Songs wie "Miracles" finden sich auf der CD melodische und kraftvolle Stücke wie "Endless", "A Little Lie" und "Down".
Das Album macht in sich einen geschlossenen und kompakten Eindruck. Verstummen die letzten Akkorde von "Down" ist man gehalten, "Saw Something" wieder anzuspielen. Die Songsauswahl ist perfekt aufeinander abgestimmt.
Dieses reife und ausgewogene Werk möchte ich nicht mit Alben von Depeche Mode vergleichen. Allerdings lassen sind Parallelen zu "Playing The Angel" erkennbar.
Als Fazit möchte ich nur anfügen: unbedingt Kaufen, Hören und sich vor Dave Gahan verneigen.
Für mich ist dieses Album die CD des Jahres 2007 - und ich warte jetzt schon auf die Konzerttour.
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12 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
4.0 von 5 Sternen Gahans Zweite, 9. Oktober 2007
Von 
Norman Fleischer "it's about progress" (Deutschland) - Alle meine Rezensionen ansehen
(VINE®-PRODUKTTESTER)    (REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hourglass (Audio CD)
Äußerlich wirkt Mr. Gahan ja mittlerweile entspannt wie schon Jahre nicht mehr. Warum auch nicht? Den Zwist mit Depeche Mode Chef Martin Gore hat er mittlerweile beiseite gelegt. Nach seinem durchaus akzeptablen Solodebüt Paper Monsters" vor 4 Jahren durfte er bei Depeche Mode endlich eigene Songs beisteuern und somit sein Ego aufpolieren. Und privat läuft's für ihn mit Familie und Co. ja auch gut. Da müsste man meinen, dass sein zweites Soloalbum eine heitere Liedersammlung beinhalten müsste. Doch Hourglass" spiegelt wie schon Paper Monsters" dies stellenweise tat auch diesmal das Hadern von Dave Gahan mit sich und seiner Umwelt wieder. Die Angst vor Verlust, die innere Zerrissenheit, die Endlichkeit seines Seins. Also ne ganze Stange Lieder über allerhand Probleme, die auch ein glücklicher Familienvater mit Mitte 40 noch haben kann. Hourglass" ist am Ende wesentlich elektronischer geraten, als das gitarrenlastige Paper Monsters", was sicher auch mit Daves neuen Mitstreitern Andrew Philpott und DM-Tour-Schlagzeuger Christian Eigner zusammenhängt. So gibt sich das ganze Album düsterer und experimentierfreudiger. Sogar mehr als es sich das letzte DM-Album Playing The Angel" getraute. Saw Something" empfängt den Hörer als erstes, wie eine böse Vorahnung. Unverheißungsvoll hängen schwere Wolken über dieser Nummer, welche Gahan dann mit seinem butterweichen Gesang im Refrain durchbricht. Ohne Frage: die Eröffnungsnummer ist aus meiner Sicht das Highlight dieses Albums. Ist zwar schlecht organisiert, wenn sie gleich am Anfang kommt, aber das nützt ja nix. Der Rest kann aber stellenweise das Niveau ganz gut halten. Grooven die Single Kingdom" und der düstere Elektro-Reißer Deeper and Deeper" noch ordentlich, so gibt sich der Rest des Albums zu großen Teilen verhalten. Das sphärische Miracles" beruhigt einen wie eine alte Gospelnummer, während Use You" fast an alte Songs of Faith and Devotion"-Zeiten erinnern mag. Neben diesen sehr feinen Songs, gibt es aber auch Nummern wie Insoluble" oder 21 Days", welche, warum auch immer, einfach nicht im Gehörgang hängen bleiben wollen. So modern und spannend die Produktionsweise des Trios Gahan, Eigner und Philpott ist, so vorhersehbar wirkt sie bei einigen Stücken. Der Eindruck, der nach dem schönen Closer Down" bleibt ist der, dass sich Gahan als Solokünstler mittlerweile durchaus sehen lassen kann. Hourglass" bietet mehr als nur gute Ansätze. Viele Ideen sollten Depeche Mode bei ihrem nächsten Studioalbum vielleicht auch aufgreifen. Ein DM-Album ist es aber natürlich wieder nicht geworden. Dazu hat Gahan mittlerweile seinen eigenen Stil gefunden und irgendwie fehlen dann zum Vergleich doch die Songs von Gore. Aber wie sagt schon ein Uralt-Spruch: Gemeinsam seid ihr stark! Und solange kann man sich mit Hourglass" ein überdurchschnittlich gutes Album anhören.
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8 von 10 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Auf Playing An Angel Tour ...., 26. Oktober 2007
Von 
Marco Heinrichs (Ganderkesee) - Alle meine Rezensionen ansehen
(REAL NAME)   
Rezension bezieht sich auf: Hourglass (Limited Digipack Edition / exklusiv bei Amazon.de) (Audio CD)
Wer David Gahan kennt und die Geschichte von DM als Fan aufmerksam erfolgt, dem ist mit der neuen CD sicherlich aufgefallen, dass aus dem Stil von der Moderne und dem alten bekannten Elektropop eine stilistische Mischung geworden ist. Wer die Playing an Angel CD mochte, der wird auch diese CD lieben. Die Einflüsse sind elektronischer und erinnern doch an die Zeiten von Violater, was nicht bedeutet, dass die CD so klingt, aber die elektronischen Melodien, die hier und dort einfließen erinnern an die Zeit, als Alan Wilder noch das Keyboard schwingte. Die CD ist eine Mischung von ruhigen, sowie schnelleren Nummern, wie die erste Auskopplung "Kindom". Wer Impossible auf der "Playing an Angel" mochte, dem wird die CD sehr gut gefallen. Wie immer ist es so, dass mehrmaliges Hineinhören den Stellenwert und das Gefallen der CD enorm steigert. DM oder in diesem Fall auch David Gahan neigen halt dazu, immer wieder neue Elemente miteinander zu verbinden. Ich war nicht so der Fan der ersten Solo CD, aber dieses Werk ist rundum gelungen. Melodisch, elektronisch und düster, passend für die jetzige Jahreszeit. Ich werde jetzt nicht auf einzelne Lieder eingehen, einen Vorgeschmack auf einige Stücke können unter [...] angehört werden. Ich kann diese CD uneingeschränkt empfehlen und hoffe, dass diese Rezension hilfreich war.
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10 von 13 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Ein zeitloses Werk, 19. Oktober 2007
Rezension bezieht sich auf: Hourglass (Audio CD)
So, nun möchte ich auch mal meine Kritik los werden. Eines noch vorweg:
Dave hat ein Solo Album und kein Depeche Mode Album produziert, wofür ich ihm auch sehr dankbar bin. Mich interessiert es auch nicht wirklich, ob er bessere oder schlechtere Songs schreibt als Martin. Er versucht hier, seine Gefühle und das Erlebte zu verarbeiten. Gut, vielleicht passen einige Textzeilen nicht immer zu einander, aber er macht sich Gedanken und was die Umsetzung betrifft, die ist sehr, sehr gut!
Dieses Album ist kein Album für einen kurzen Moment - ich höre es mir mal kurz an und bilde mir mein Urteil - bei mir hat das nicht funktuniert.
Hätte ich damals die Ultra nach dem ersten Mal beurteilt, da wäre sie nicht so gut weg gekommen. Ich hab es mir immer und immer wieder angehört und es wurde immer genialer. Mittlerweile ist es für mich das Beste DM Album ever.
Hourglass ist da ähnlich. Teilweise schwere und kompakte Melodien, die am Anfang sehr verstörend klingen und wirken. Aber mittlerweile liebe ich das Album - und he, nur weil Dave drauf steht, heißt es noch lange nicht, dass ich es automatisch gut finden musste.

1. Saw Something: Eine Ballade die sich langsam aufbaut und zum Finale richtig an Dramatik gewinnt. Das ganze ist mit netten Synthies und Chellow untermalt bis dann das absolut geniale Gitarrensolo einsetzt. Hätte wirklich auf ein Depeche Mode Album gehört. Gänsehautfeeling pur!! Eines der schönsten Stücke seid der Ultra Session - wenn nicht sogar das beste Stück!!! 10/10

2. Kingdom: Nette Melodie, sehr eingängig und ein toller Refrain mit einem superaufgelegten Dave Gahan. 8/10

3. Deeper and Deeper: Entweder man mag den Song - oder man hasst ihn. Ich liebe ihn - ein dreckig produzierter Sound - Beat - ein Dave Gahan wie ich ihn noch nie auf einem Album gehört habe - wow!! 9/10

4. 21 Days: jetzt wird es etwas ruhiger. Beim ersten hören dachte ich sofort an Peter Gabriel's darkness - weil dort auch diese Rythmen der Gitarre so ähnlich klingen und der Song ebenfalls sehr düster daher kommt - dass alles vermittelt auch 21 Days. Ich mag den Song . 7/10

5. Miracles: Hier ist für viele der Schwachpunkt des Albums - ich find den Song nicht so schlecht. Er ist sehr ruhig - eine eingängige - ruhige Melodie - aber dadurch kommt Daves Stimme sehr gut zum tragen. Muss man wahrscheinlich öfters hören. Derzeit 6/10

6. Use You: Der nächste Kracher - im wahrsten Sinne des Wortes!! Nick Cave / Manson hätten es nicht besser machen können. Tolle Spannung im Song - eine Stimme, dass einem hören und sehen vergeht - wahnsinn!! Sicherlich ist dass auch wieder ein Stück wo man sagen muss, man mag den Song - oder man mag ihn nicht. Ich find ihn grandios dreckig genial!!! 10/10

7. insoluble: Am Anfang mochte ich den Song nicht, aber beim mehrmaligen hören, gefällt mir der Song immer besser. Eine sehr verspielte schöne Melodie - mit vielen verschieden Synthi Einlagen - 8/10

8. Endless: Ein sehr elektronisch gehaltener Song - zwar wenig Spannung aber schöne in sich tragende Rythmen - baut sich nach und nach zu einem tollen Stück auf. Ok, der Text ist hier nebensächlich - aber Dave singt hier sehr passend zur Musik - muss man laut genießen - 9/10

9. A Little Lie: Auch eines meiner Lieblingsstücke - tolle Gitarrenriffs mit sehr guten Synthi Untermalungen. Geht sofort ins Ohr. 10/10

10. Down: Der krönende Abschluss. Eine ruhigere Nummer - mit einem tollen Refrain der ins Ohr geht und hängen bleibt. Passt so wunderschön in die düstere Jahreszeit - herrlich - tolle Melodie - rundet das Album sehr gut ab! 10/10

Unterm Strich ist Dave hier in meinen Augen was wirklich großartiges gelungen. Gut die Texte kommen noch nicht an Martin's Qualitäten ran - aber he, auf der PTA gabs auch schwache Nummern - Damaged People und in meinen Augen nun auch Lilian - dieser Track war und ist ein Rückschritt gewesen - allein von der Produktion her - und Martyr war auch nicht so der Burner...
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4 von 5 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen Vinyl+Gahan+Corbijn= 5 Sterne, 12. Dezember 2007
Rezension bezieht sich auf: Hourglass [Vinyl LP] (Audio CD)
Über den Inhalt und die Qualität des zweiten Soloprojektes von Dave Gahan wurde bereits hinlänglich geschrieben. Wie mein Vor-Schreiber bereits erwähnt hat, bekommt man mit dem Vinyl-Doppelalbum die CD sofort mitgeliefert; Ihr braucht den Plattenspieler also nicht mit dem Rechner zu verkuppeln zwecks Zeugung einer CD-Kopie. Alle Liebhaber von Anton Corbijns Fotografie-Kunst sollten sich lieber das Paket "Scheibe und CD" zulegen und auf die DVD verzichten.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
3.0 von 5 Sternen Ein bisschen deprimierend, 13. Juli 2009
Rezension bezieht sich auf: Hourglass (Audio CD)
Eigentlich find ich Dave Gahan großartig, zumindest als DM-Sänger. Diese zweite Solo-CD von ihm find ich zwar besser als die erste, aber doch immer ein wenig traurig und schwermütig. Um diese Musik gut anhören zu können, muss man in der richtigen Stimmung sein.
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1 von 1 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich
5.0 von 5 Sternen 25 Jahre Musikerfahrung auf einem Album - DAS BESTE, 23. November 2008
Rezension bezieht sich auf: Hourglass (Audio CD)
Ich hatte mir das Album als DM-Fan der ersten Stunde natürlich sofort nach Erscheinen gekauft, auch wenn ich von dem Vorgänger nicht gerade beeindruckt gewesen war. Ich erinnere mich, dass ich damals reingehört hatte und es irgendwie ganz gut fand, aber mich dann doch nicht intensiver damit beschäftigt habe.

So, und jetzt habe ich die Scheibe - aus lauter Vorfreude auf die Konzerte im nächsten Sommer - wieder aus dem Schrank geholt und die ist aber so was von bei mir angekommen. Was soll ich sagen? Ein Meisterwerk. Dave Gahan hat alles was er hat in diese Scheibe gepackt. Das ganze Album klingt dermaßen rund und spiegelt alle Emotionen, das ganze Können, seine unendliche Erfahrung, seine Wildheit und Lässigkeit wieder - ich bin total verzückt. Hatte es bei Depeche Mode zuletzt phasenweise Momente gegeben, wo er seine Stimme nicht richtig einsetzen konnte, hier packt er es einfach aus. Es klingt, als ob der gute Dave macht was er will und das kann er auch: jeder Ton aus seiner Kehle wird zu Gold!

Dazu kommt, dass das Album handwerklich und von den Arrangements perfekt in Szene gesetzt ist. Ich höre wirklich viel Musik und auch alles durcheinander - dieses Album ist für mich das absolut BESTE. Kaufen!
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