Der Abspann war abgelaufen, das Licht wieder an. Das war also Harry Potter und der Feuerkelch...
War es ein guter Film? Definitv JA!
Warum dann aber nur vier Sterne? Nun, hier muß ich wohl etwas weiter aushohlen: Der Film stellte alle wichtigen Schlüsselszenen mehr oder weniger korrekt dar. Aber dabei ist es dann leider auch geblieben.
Der neue Regiesseur hat dem Film definitiv gut getan. War der dritte Teil nicht nur schlecht gekürzt, sondern auch noch bei den Szenen, welche umgesetzt wurden meist mit dem Buch nicht mehr vergleichbar, so hat der vierte Teil in den dargestellten Szenen doch relativ großen Wiedererkennungswert.
Was von vielen schon angesprochen wurde ist selbstverständlich auch mir klar: Dieses Buch läßt sich nicht 1 zu 1 umsetzen, doch mehr hätte es schon sein können. Der Kampf mit dem Drachen war übertrieben und zu lang. Seit wann sitzt Dumbledore verzweifelt in einer Ecke seines Büros und was veranlaßte Harry eigentlich nach dem Tod von Barty Crouch noch zu Dumbledore zu gehen, wenn der eh schon davon wußte? Der Gerichtssaal war sicherlich beeindruckend, sieht aber den Schilderungen des Buches nicht einmal ansatzweise ähnlich. Dies und einige andere Stellen des Filmes werden dem nächsten Regisseur nun wieder Steine in den Weg legen.
Soll Harry etwa in diesem Käfig seine Anhörung ertragen und woher bekommen die Weasley-Zwilling bitte tausend Galleonen? Woher wußte Dumbledore auf einmal , daß Harry nicht mit Mad-Eye sondern mit Barty Crouch jr. unterwegs ist? Und die wichtigste Frage: wie hat der Zaubereiminister auf die Aussage Harrys reagiert, das Voldemort zurück sei? Zugute halten muß man Mike Newell aber, daß er es geschafft hat, die Szenen wirklich glaubwürdig auf die Leinwand zu bringen. Der Tod von Cedric konnte einem schon verdammt nah gehen.
Wirklich genervt haben jedoch die wilden Sprünge. "Möge das Spiel beginnen..." (Cornelius Fudge?!?, gab es da nicht noch einen gewißen Ludo Bagman?), Weißblende und... Häh?? - eine heiße Nachdiskussion über das Spiel. Wer hatte jetzt eigentlich gewonnen? Wenigstens die Zeit hätte man sich nehmen müssen. In der akuellen Form hätte man die Weltmeisterschaft lieber gleich weglassen sollen und den Film vom Tod des Hausmeister direkt an den Morgen vor der Abfahrt des Hogwartsexpress springen lassen können, da Harry ja sowieso nicht bei den Dursleys aufwacht. Die Szene mit dem dunklen Mal war in dieser Form genauso überflüssig und außerdem hinterlassen die Todesser kein Schlachtfeld, sondern nur ein paar abgebrannte Zelte.
Zum Schluß noch eine Kleinigkeit die nur die deutsche Fassung betrifft: Mußte den dieser ganz Austausch an Synchronstimmen sein? Die neue Synchronstimme von Maggie Smith paßt einfach nicht zu ihren Gesichtsausdrücken.
Zusammenfassend kann man also sagen: Eine, eingedenk der Vorlage, durchaus gelungene Verfilmung mit Abstrichen in der B-Wertung, die sie den letzten Stern gekostet hat. Einen Vergleich zum Vorgänger erspare ich mir lieber, Alfonso Cuaron hat schon genug einstecken müssen, jedoch bleibe ich dabei, daß Chris Columbus bis jetzt der einzige Regisseur war, der die Stimmung der Bücher tatsächlich auf die Leinwand brachte. (und auch er hat schon kräftig gekürtzt - eine Tatsache die vielen Gegnern der ersten Filme immer wieder entfällt, die aber zeigt wie gekonnt er das Kürzen beherrscht...)
Ich freue mich schon auf den fünften Film, bei dem die Vorlage sehr leicht sehr stark gekürzt werden kann - das fünfte Buch hat einfach deutliche Längen, die es dem Drehbuchautor erleichtern werden.
MfG, SethAphopes
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Eines vorweg: Ich habe keines der Harry Potter - Bücher gelesen. Ich wurde mit HP durch eine Freundin bekanntgemacht, die mir mal den ersten Film auf Video mitbrachte. Ich war skeptisch - wie soll mir eine verfilmte, mit massigem Hype einhergehende Kinderbuchserie gefallen? Nachdem ich "Stein der Weisen" sah, war ich angenehm überrascht. Viel Fantasie und Detailreichtum steckte drin, herrlich schrullige Charaktere (z.B. Hausmeister Filch, Hagrid, Snape), überspitztes Spießertum (die Dursleys) und feine Tricks entführten mich in eine Fantasywelt, wie es das Hollywoodkino seit den 1960ern nicht mehr hervorbrachte. Der zweite Film war im gleichen Stil und gefiel mir ebenso. Der dritte zeigte einen Stilbruch, der mir weniger gefiel. Einmal äußerlich, wo unsere drei jungen Helden fast gar nicht mehr in Schulkleidung zu sehen sind, sondern Trainingsanzüge und Ähnliches tragen, aber auch inhaltlich. Es fehlte ein wenig das Faszinierende, der "sense of wonder", der die ersten beiden Filme auszeichnete. Es ging eigentlich von Anfang an um die Bedrohung, die über Hogwarts (und natürlich Harry) lag. Trotzdem war auch "Der Gefangene von Askaban" ein guter Film.
Im Vorfeld des vierten Films ging die Angst unter den (Buch-)Fans um, daß wegen des Umfangs vom "Feuerkelch" zuviel unter den Tisch fallen und gerade seine Lieblingsszenen fehlen könnten. Nun, darüber kann ich nicht urteilen. Bestimmt ist es so. Aber es bestand auch die Gefahr, daß der allgemeine Nichtleser der Handlung nicht folgen könnte. Aber ich muß sagen, daß die Handlung in sich schlüssig und nachvollziehbar ist. Es werden uns auch viele neue Wunder gezeigt, allerdings auch eine Weihnachtsballszene in der neben einer wundervoll aussehenden Hermine auch eine unterirdisch schlechte Billy Idol - Kopie auftaucht. Hätte man da eine einigermaßen gute Rock'n'Roll-Band genommen, wäre es noch in Ordnung gewesen. Am bedauernswertesten ist aber, daß die Dursleys völlig herausgestrichen wurden. Wie meine belesene Freundin andeutete, wäre da Potential für extrem witzige Szenen vorhanden gewesen. Der Humor ist in dem Film auch ziemlich kurz gekommen. Abgesehen von den Weasley-Zwillingen gab's kaum was zum Lachen. Trotz allem ist der "Feuerkelch" ein guter Film, der mir noch besser gefällt als "Askaban".
Harry-Potter-Filme sind längst keine Familienunterhaltung mehr. Für kleinere Kinder sind sie wirklich nicht mehr geeignet. Dazu sind sie zu sehr gespickt mit Horrorelementen. Aber hat die Herr-der-Ringe-Saga nicht auch als Kinderbuch angefangen? Ich kann jedem Fantasy-Fan den Film nur empfehlen, sofern er sich nicht daran stört, daß Jugendliche die Hauptdarsteller sind.
Die zweite Disk bietet Extras in gewohnter Manier: Spiele (das Trimagische Turnier) für die Jüngeren, Blicke hinter die Kulissen der Filmproduktion für die Älteren, und Interviews mit den Hauptdarstellern für alle. Besonders hervorzuheben sind die entfallenen Szenen, die (wie immer bei HP, aber sonst nicht selbstverständlich) mit synchronisiert wurden.
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Harry Potter, nun im zarten Teenageralter, erlebt in seinem vierten Jahr in Hogwarts ein außergewöhnliches Ereignis mit: Das trimagische Turnier, in dem drei Magier aus den drei großen Zirkeln im Wettstreit gegeneinander den Besten suchen.
Die Auswahl der Teilnehmer trifft der Feuerkelch, in dem die Teilnehmer einen Zettel mit ihrem Namen geben. Jüngeren Schülern ist die Teilnahme aufgrund der tödlichen Herausforderungen untersagt. Um so mehr sind alle überrascht, als der Feuerkelch zu den drei Teilnehmern noch Harry Potter in das Turnier schickt. Harry hatte keinen Zettel in den Feuerkelch gegeben, aber keiner glaubt ihm. Wer hat ein Interesse daran, Harry in das Turnier zu schicken und wie hängt dies alles mit dem neuen Lehrer Alastor Moody zusammen, der schützend seine Hände über Potter zu legen scheint? Und wieder gibt es Hinweise, dass Voldemort seine Finger im Spiel hat...
Die Verfilmung des vierten Buches hat für geteilte Stimmung gesorgt und gerade die vielen jüngeren Fans verschreckt und die Älteren enttäuscht, die gerne in die schöne, magische Welt Hogwarts eintauchen. Düsterer und gefährlicher als die vorherigen hat sich die Harry-Potter-Reihe zu einer Fantasy-Erzählung mehr für Erwachsene als für Kinder gewandelt. Die grundlegende Geschichte leidet darunter nicht, aber der strengere und nicht mehr so verspielte Stil unterstreicht den Wandel Potters zu einem jungen Mann, der sich wieder einmal seinem größten Gegner Voldemort gegenübersieht. Diesmal aber ist die Bedrohung realer für Harry als in den bisherigen Geschichten, da Voldemort zurück in die Welt der Leben kommt (mehr soll nicht verraten werden). Diesem Umstand trägt der Film Rechnung. Den Flair des kleinen Zauberknaben musste die Hauptfigur und somit auch der Film dazu aber ablegen, was sicher einen Großteil des Erfolges der vorherigen Filme ausgemacht hat. Man kann aber auch sagen: Die Filmreihe wächst mit den seinen gerade jüngeren Fans, die sich gerne mit der Figur Harry Potter identifiziert haben.
Wo viele von an einander gereihten Ereignissen sprechen, die keinen Zusammenhang und somit keine durchgehende Geschichte zeigen, sehe ich feine Handlungsfäden, die am Ende des Filmes zusammengeführt werden und erwartungsvoll auf den nächsten Teil warten lassen. Vielleicht leidet der Film aber dabei ein wenig unter dem Umstand, dass er wie die Vorbereitung auf den nächsten Teil wirkt.
Von den Spezialeffekten her ist der Film als absolut gelungen zu betrachten. Sie bilden wieder einmal das Gerüst, um das die Welt von Horgwarts erbaut wird und mit denen es überhaupt gestaltet werden kann.
Mein Fazit: Erwachsener wie Harry Potter selbst weiß dieser Film zu gefallen und kann einen durchaus fesseln. Und es wird deutlich, dass weitere Filme nicht mehr so kindisch verspielt sein dürften. Auch wenn so ein bißchen Zauber aus Harry Potter verschwindet: Absolut sehenswert!
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Jedem der das Buch gelesen hat, wird klar gewesen sein, dass es verdammt schwierig werden würde, ein so komplexes Buch in einen einzigen Film zu quetschen und dass gewisse Szenen einfach zu aufwändig wären. Allerdings ist der Film, meiner Meinung nach, dann doch etwas zu kurz geraten.
Einige Charaktere, wie z.B. Winky und Dobby oder die älteren Söhne der Weasleys (eine bestimmte Begegnung wäre in Hinblick auf das 6. Buch sehr hilfreich gewesen), kommen im Film gar nicht vor, ebenso wie die Wette der Weasley-Zwillinge bei der Quidditch-Weltmeisterschaft (oder sonst irgendwelche Details für deren Zauber-Gags bzw. den Wunsch eines eigenen Ladens). Auch der Charakter und die "Arbeitsweise" von Rita Kimmkorn kommt im Film nicht raus. Wenn ihr Geheimnis am Schluss nicht gelüftet wird, ist die ganze Figur eigentlich total uninteressant. Außerdem fehlt ein wichtiges Detail am Schluss - nämlich dass sich die Wege von Dumbledore und dem Zaubereiminister trennen und die Beweggründe dazu...
Der Film ist aber trotz all dieser Kürzungen gut verständlich (es soll ja auch Leute geben, die die Bücher nicht gelesen haben) und ABSOLUT SEHENSWERT! Es gibt tolle Bilder, fantastische Special-Effects und sehr witzige und spannende Momente, die die 139 min. wie im Flug vergehen lassen.
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Ich hatte mir Harry Potter und der Feuerkelch gekauft, da ich nicht nur ein Fan der Bücher sondern auch der Filme bin. Doch ich muss leider sagen, dass der Film mich nicht zu 100% überzeugt hat.
Zuerst aber die guten Aspekte:
Wie immer wird man in eine Welt voller Action, Spannung und Magie entführt, welche durch seine wunderbare Detailliertheit überzeugt. Da wäre z.B. das Stadion der Quidditch-Weltmeisterschaft, Hogwarts oder das Trimagische Turnier. Die Macher legten großen Wert darauf, dass alles so echt wie möglich aussieht und das ist ihnen auch gelungen. Die erste Trimagische Aufgabe (das Drachengehege) wurde atemberaubend umgesetzt genauso wie die Unterwasserszene und wie vieles mehr.
Genauso wie die Technik und die Spezialeffekte sind auch die Schauspieler gewachsen, denn es sind immerhin schon ca. 4-5 Jahre her, seit der erste Potter-Film veröffentlicht wurde. Wer mir beim ersten sehen sofort aufgefallen ist, ist Emma Watson (Hermine Granger). In ihren Szenen hat sie mit wirklichem Talent brilliert, was aber nicht bedeutet, dass sie die letzten Male schlecht gespielt hat. Ein Highlight von ihr ist mit Sicherheit der Weihnachtsball.
Allerdings gibt es auch schauspielerische Leistungen, besonders von einer Person, von der ich mehr als enttäuscht wurde und diese als absolute Fehlbesetzung empfinde, aber dazu später etwas.
Ein weiterer großer Moment des Films ist der schon gerade erwähnte Weihnachtsball und auch die Vorbereitungen auf diesen (welche nicht im Buch erwähnt wurde, trotzdem ganz lustig war). Die Große Halle wurde in einen wahren Eispalast verwandelt und es wurde eine interessante Band zusammengestellt. Diese passt eigentlich nicht zu Hogwarts und das macht es ja gerade so lustig.
Ebenfalls noch kurz zu erwähnen wären die witzigen Momente, in denen Harry und Ron vergeblich versuchen, eine Partnerin für den Weihnachtsball zu finden. Einfach fantastisch.
Doch nun zu den negativen Aspekte:
Zuerst möchte ich das ansprechen, was viele bestimmt auch gedacht haben: die Art und weise des Kürzens. Sicherlich, und das verstehe ich auch, bietet das Buch mehr Stoff, als das es in 150 Minuten erzählt werden kann. Doch vor allem de Anfang ist ziemlich Bruchstückhaft und holperig. Die Umstände, warum Harry und Hermine bei den Weasleys sind und wohin sie gehen werden erst später geklärt. Auch wird die große Quidditch-Weltmeisterschaft nur kurz angeschnitten und überhaupt ist von dem Spiel nichts zu sehen.
Der Schulalltag von Hogwarts wird bis auf ein paar Szenen fast weggelassen und der streit zwischen Harry und Ron hätte länger und intensiver sein können.
Die Geschichte mit Barty Crouch und seinem Sohn und die Entdeckung von Mad-Eye Moody werden, wie gesagt, zu kurz behandelt.
Doch was mich am meisten stört, ist die Darstellung von Albus Dumbledore. Im Film hat er beim Feuerkelch Harry richtig an geschrieen, im Nebenzimmer fast an die Gurgel gegangen, ihn gewaltsam versucht von dem toten Cedric zu ziehen und dann ist er auch noch brutal mit Mad-Eye Moody umgegangen.
Im Buch, so meine Erinnerung, war dies ganz anders und vor allem nicht so brutal.
Mein Fazit:
Der Film hat durch den traditionellen Wechsel des Regisseurs seinen eigenen Charakter bekommen. Film 1+2 waren mehr auf die Zaubererwelt zugeschnitten und erklärten noch einiges, während Film 3 düster und geheimnisvoll war. Film 4 hingegen ist aktionreicher und sehr spannend. Er ist für Potter-Fans Pflicht und sollte in keiner Sammlung fehlen, doch ist es vorteilhafter, die Bücher vorher gelesen zu haben, um die Zusammenhänge (vor allem am Anfang) zu 100% zu verstehen. Der Film gehört mit Sicherheit zu den besseren der Potter-Verfilmungen, allerdings überzeugt er mich nicht so wie Harry Potter und der Gefangene von Azkaban.
Meine Endbewertung: Der Film ist spannend, unterhaltsam und spektakulär, doch fehlt ihm das gewisse Etwas, um perfekt zu sein.
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Auch ich habe dem Kinofilm voll Spannung entgegengesehen, habe anschließend das Kino aber mit etwas zwiespältigen Gefühlen verlassen.
Dass der Film absolut rasant und spannend ist und die Spezialeffekte wirklich gelungen sind, daran ist nicht zu rütteln! Herausragend dabei war sicherlich Harrys Achterbahnflug, der ungarische Hornschwanz ihm immer dicht auf den Fersen. Da blieb einem schon die Luft weg! Auch der Ex-Auror und neuer Lehrer für die Verteidigung gegen die dunklen Künste - "Mad Eye" Moody - ist im Film genial umgesetzt worden. Kernszenen wie der Weihnachtsball, Harry und Cho, die trimagischen Prüfungen und der Auftritt Voldemorts wurden wirlich gut (manchmal beängstigend gut!) in Szene gesetzt. Der Film ist sicherlich durchweg wesentlich düsterer als die Vorgänger, aber das paßt zum Buch.
Was mich doch gestört hat, sind zum einen die Kürzungen. Sicherlich muß für die Filmumsetzung an einigen Stellen der Rotstift angesetzt werden, aber gerade im ersten Teil (Quidditch-Turnier --> Auftritt Totesser und Dunkles Mal --> Reise nach Hogwarts) waren die Szenenwechsel sehr abrupt, so dass ich mehrmals den Kopf schüttelte ("wie, was...wir sind schon an dieser Stelle angelangt?!"). Der Straffung fiel dadurch leider auch ein Teil der Atmosphäre zum Opfer; ich hätte schon gerne mehr vom Quidditch-Turnier und vom bunten Treiben auf dem Zeltplatz gesehen. Auch wurden in diesem Film die anderen Charakter stark zurückgedrängt. Außer Dumbledore und Moody waren die anderen Lehrer auf Hogwarts doch eher Statisten.
Was mich aber noch mehr ärgerte, waren die Änderungen an der Handlung. Wo bitte waren die Hauselfen?! Schon am Anfang wurde die Handlung dadurch geändert; Harrys Zauberstab wurde nicht gestohlen und für die Beschwörung des Dunklen Mals benutzt. Auch später musste improvisiert werden (seit wann hat Neville Harry das Dianthuskraut für die 2. trimagische Prüfung gegeben?!)
Davon abgesehen ist Harry Potter ein beeindruckender Film, mit dem der neue Regisseur Newell eine bemerkenswerte Umsetzung des Buches geliefert hat.
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Zuerst möchte ich erst einmal sagen, dass ich ein großer Potter Fan bin. Ich habe alle Bücher gelesen und auch die drei vorherigen Filme gesehen. Daher habe ich mir auch gedacht und wusste, dass der vierte Film deutlich gekürtzt werden würde und müsste. Aber das es einem so auffallen würde überraschte mich. Den bis dahin ist es den Regisseuren immer gelungen nur Dinge herauszunehmen, die nicht wichig waren und auch kaum auffallen würden. Aber diesmal ist das ziemlich misslungen. Je länger der Film läuft desto offensichtlicher wird einem um wieviel geschnitten wurde. Die ganze Story hakt an manchen Stellen und wird teilweise unlogisch. Meiner Meinung nach hätte man das besser lösen müssen. Schade.
Ansonsten ist der Film wie seine Vorgänger überzeugend. Die Special Effects sind noch einmal größer und besser. Die Schauspieler harmonieren noch immer brilliant und auch die neuen Schauspieler passen fantastisch. Die Story selbst ist auch spannend. Kommt aber leider eben nur unvollständig herüber. Trotzdem ist auch der vierte Potter Film für Fans ein muss, die ja sowieso die Bücher kennen und der Story so trotz alledem gut folgen können. Aber für Kinder ist dieser Film wirklich nicht geeignet
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Nachdem der Film in seiner Qualität mit Sicherheit schon zur Genüge rezensiert wurde, beschränke ich mich auf die hier angebotene Blu-Ray DVD.
Bild (2.40:1 in 1920*1080/24p): Fast immer in der Tiefenschärfe überzeugend, bleibt der Gesamteindruck des Bildes etwas hinter meinen Erwartungen zurück. Vereinzelt sind Szenen etwas unscharf, was aber auch am Originalmaterial liegen könnte (ich habe den Film leider nicht im Kino gesehen). In Grossaufnahmen sind auch kleinste Details zu erkennen. Die Farben sind natürlich und homogen. Artefekate oder andere Bildfehler sind nicht zu erkennen.
Ton (deutsch DD 5.1): Leider liegt unkomprimiertes Audio (PCM 5.1)nur in der englischen Tonfassung vor. Die deutsche Tonspur ist gut abgemischt und bietet sowohl direktionale Surroundeffekte als auch heftige Bassattacken. Dennoch klingt der unkomprimierte O-Ton immer ein ganzes Stück "runder".
Fazit: Aufgrund des sehr hohen Anteils an Szenen, die im Dunkeln spielen, ist der Kauf der Blu-Ray m.E. empfehlenswert. Über die FSK-12 Freigabe kann man geteilter Meinung sein - das war jetzt doch etwas zum Film ;-))))
Bild: 3,5/5 | Ton: 4/5
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Vorneweg: Dass für den knapp 3-stündigen Film die über 600-seitige Buchvorlage stark gekürzt werden mußte ist klar. Man mag sich eine längere Version oder sogar 2 Filme wünschen, den nun vorliegenden Film muß man aber im zeitlichen Rahmen beurteilen. Und da wurde m.E. doch die wesentliche Essenz des Buches atmosphärisch sehr gelungen umgesetzt! Gleich von Anfang an baut der Film eine durch und durch düstere, angespannte Atmosphäre auf, die auch später eher selten durch erheiternde Situationen aufgelockert wird. Man merkt sehr schnell, dass das Zielpublikum des Films jetzt Teenager und Erwachsene sind. Für Kinder ist der Film eindeutig zu gruselig und zu komplex! Auch die Darsteller sind jetzt eben keine Kinder mehr. Das Hauptaugenmerkt des Films liegt sicherlich auf den 3 Aufgaben des Turniers. Daneben wurde aber auch den ersten Gefühlsregungen und -Wirrungen der Protagonisten und dem großen Ballabend genügend Raum gelassen. Schließlich ist auch die Wiederauferstehung Voldemorts sehr dicht an der Romanvorlage umgesetzt. Besonders gefallen hat mir übrigens auch die Szene, in der Harry unfreiwillig als vierter Teilnehmer des Trimagischen Turniers gezogen wird: Alle Anwesenden sind aus unterschiedlichsten Gründen verwirrt, empört, verdutzt, entsetzt - das wurde hervorragend eingefangen. Nach viel Lob auch etwas Tadel: a) Ich hätte mir zumindest einen kurzen Ausschnitt aus dem Spiel der Quidditch-Weltmeisterschaft gewünscht. b) Das Labyrinth in der dritten Aufgabe weist leider praktisch keine der Original-Hindernisse und Kreaturen auf. c) Dafür hätte man die in die Länge gezogene Verfolgung des Drachens m.E. ruhig etwas komprimieren können.
Fazit: Im Großen und Ganzen kann man mit dem Film doch sehr zufrieden sein. Insbesondere für die dichte Atmosphäre gibt es 4 von 5 möglichen Sternen.
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Im vierten Abenteuer der siebenteiligen Zauberer-Saga findet vor allem das Trimagische Turnier statt, ein riskanter wie schließlich doch ruhmreicher Wettkampf zwischen den Zauberschulen Hogwarts, Beauxbatons und Durmstrang. Dabei wählt der Feuerkelch die drei Kandidaten aus, die für ihre Anstalt antreten dürfen. Neben den drei Bewerbern nennt der Feuerkelch noch Harry (Daniel Radcliffe), eigentlich auf Grund seines Alters unqualifiziert. So vertritt er schließlich zusammen mit Cedric Diggory (Robert Pattinson) die Interessen von Hogwart. Bestanden werden müssen drei nicht ungefährliche Aufgaben. Einem tobenden Drachen muss ein Ei entwendet werden, unter Wasser muss innerhalb einer Stunde im Kampf gegen aggressive Fische eine Geisel gerettet werden und schließlich soll in einem Garten - Labyrinth ein Pokal gefunden werden.
Die Hauptfiguren sind reifer geworden, interessieren sich jetzt auch erstmals für das andere Geschlecht. Harry erlebt den ersten Krach mit seinem Freund Ron( Rupert Grint), Hermine (Emma Watson) macht dem Kandidaten des bulgarischen Quidditch Team schöne Augen. Der inzwischen langmähnige Ron schwärmt für die attraktive Fleur Delacour von der Zauberschule Beauxbatons und für Harry ist eine Begleitung für den Weihnachtsball zu finden, eine große Herausforderung. Eine ebenso große Aufgabe muss er lösen, als plötzlich bei dem Turnier sein Intimfeind Lord Voldemort (Ralph Fiennes) mit seinen gnadenlosen Todessern auftaucht. Dabei wird Harry Zeuge eines tragischen Todes und einer ebenso tragischen Wiedergeburt. Es ist ein vielleicht seltsam wirkender Umkehrzauber Effekt.
Billy Wilder hat einmal zehn ewig geltende Gebote für Filmregisseure genannt. Die ersten neun lauten: Du sollst nicht langweilen. Das hat der Regisseur Mike Newell (Vier Hochzeiten und ein Todesfall) beherzigt. Er hat sich gegen die ursprüngliche Idee, aus dem achthundertseitigen Roman zwei Filme zu machen, durchgesetzt und legt deshalb von Anfang an ein strammes Tempo vor. 157 Minuten rast der Film mit Siebenmeilenstiefeln dahin, so hat der Zuschauer kaum Muße die prachtvolle Szenerie, den ungezwungenen Internatsalltag, die Arena für das Finale der Quidditch - Weltmeisterschaft, die vielen Spezialeffekte und Ausstattungsdetails auf sich wirken zu lassen. Und manchmal hat man das Gefühl, dass das Tempo auch für Harry zu schnell ist.
Mike Newell scheint in der gemütlichen Internatswelt von Hogwarts unter der Obhut des intelligenten Albus Dumbledore (Michael Gambon) heimisch zu sein, denn es gelingt ihm das, was seinen Vorgängern Chris Columbus und Alfonso Cuarón nicht gelang, die Atmosphäre der Schulwelt einzufangen und brillant rüberzubringen. Bei der vom Drehbuchautor erdachten Tanzstunde beweist sich die glänzende Besetzung der Hauptrollen, ebenso wie bei dem Lehrerkollegium mit Alan Rickman, Robbie Coltrane und Brendan Gleeson.
Die Motiventwicklung der Autorin Rowling, ihre Figuren zwischen Hell und Dunkel, Gut und Böse wirken zu lassen, hat Newell meisterhaft unter Berücksichtigung der Unberechenbarkeiten der Geschlechtsreife auf die Darsteller übertragen, denn die Charaktere werden merklich geheimniskrämerischer, launischer und schwerer einzuordnen. Alles in allem, ein spannender, spektakulärer, in vieler Hinsicht unterhaltsamer, kurzweiliger Film voller Fantasy und Abenteuer, von einem Regisseur der sein Metier meisterhaft beherrscht.
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