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Carestini - The Story of a Castrato
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69 von 71 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
Bei Vokalrecitals ist es seit einiger Zeit sehr beliebt, große SängerInnen der Vergangenheit Pate stehen zu lassen. Arien für Rubini, die Malibran, Farinelli usw. kommen gut an, jedoch nicht immer hat man das Gefühl, dass der Star der heutigen Zeit auch nur annährend die Magie des großen Namens der Vergangenheit adäquat zu verkörpern vermag. Anders bei Jarousskys neuem Carestini-Album. Seit Jahren schon ein Fan des Sängers, bin ich bei dieser CD aus dem Staunen nicht mehr herausgekommen. Jaroussky, gerade mal 30, befindet sich offenbar auf dem Höhepunkt seiner erstaunlichen Entwicklung: Glasklare Intonation, brilliante Höhen und Tiefen vom Sopran bis zum Contra-Alt reichend (hierfür war Carestini besonders berühmt), ausgefeilte Koloraturtechnik, perfektes Abwägen zwischen schmelzender Emotionalität und präziser Virtuosität- kurzum ein Traum, kein Countertenor bislang, nicht einmal Scholl oder Daniels zu ihrer besten Zeit, hat derartige Qualitäten erreicht. Besonders schön ist auch, dass man hier neben einigen bekannten Händel-Schlachtrössern jede Menge noch nie aufgenommener Musik entdecken kann, darunter eine erstaunliche Arie des 1648 (!) geborenen Giov. Maria Capelli, in seinem Todesjahr 1726 im allermodernsten galanten Stil geschrieben, oder die beiden traumhaften Stücke aus Grauns leider fast völlig vergessenem Orfeo. Selten, dass ich eine CD mehrmals hintereinander ganz gehört habe, hier scheint die große untergegangene Gesangskunst der Kastraten auf magische Weise wiedererstanden zu sein. Unbedingt zugreifen, doch: Vorsicht Suchtpotenzial!
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35 von 38 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. Februar 2008
Jaroussky singt wie gewohnt auf höchstem Niveau. Astreine Intonation, sauber, sensibel. Ich hatte ja bereits die Vorgänger-CD mit Vivaldi-Stücken (Suchworte: Vivaldi Heroes) gekauft und oft gehört. Von daher war ich Jaroussky gegenüber beim Kauf schon positiv eingestellt. Ich bin nicht enttäuscht worden. Auf der CD findet sich eine bunte Mischung überwiegend ruhiger und gut ausgewählter Stücke von bekannten und weniger bekannten Komponisten. Jaroussky singt feinsinnig mit Sinn fürs Detail. Diesmal spielt zum Sänger nicht das Ensemble Spinosi auf, sondern das Le Concert D'Astrée. Ausgewählte Musiker, wie ich meine. Bleibt noch zu erwähnen daß die Tontechniker ganze Arbeit geleistet haben. Der Klang ist gut durchzeichnet, sauber, detailreich, kraftvoll. Insgesammt kann man sagen: Die CD ist jeden Cent wert.

LG.
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14 von 15 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. April 2009
Wie haben wohl echte Kastraten vor 250 und mehr Jahren geklungen? Wir werden es wohl nie erfahren. Denn die einzige Kastratenstimme, die jemals aufgenommen wurde (1902/1904 in Rom) war die eines Sängers, der stilistisch in den bizarren Manierismen des 19. Jahrhunderts verfangen war: Alessandro Moreschi, genannt Angelo di Roma.
Die meisten der heutigen Countertenöre - so auch Jaroussky - können aber aufgrund ihrer stilistischen Sicherheit und ihres phänomenalen Könnens dennoch einen Eindruck vermitteln, wie unvergleichlich sinnlich und faszinierend die großen Kastraten und ihr Gesang auf das Publikum gewirkt haben müssen: Farinelli, Caffarelli, Senesino und eben auch Carestini.
Das vorliegende Album ist auch sehr schön gestaltet, das Booklet vorbildlich! Ich könnte dieser Stimme ewig zuhören ... ;-)
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29 von 34 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 20. Februar 2008
Offensichtlich scheint es momentan "in" zu sein, dass die Superstars der Opern-Szene Hommage-Alben an längst verstorbene Sänger bzw. Sängerinnen aufnehmen: Bartoli huldigt Malibran, Florez Rubini - und nun Jaroussky dem Kastraten Carestini. Ziemlich praktische Angelegenheit, denn ein direkter Vergleich ist mangels Aufnahmen nicht möglich und die so postum geehrten Künstler können sich auch nicht wehren...
Prinzipiell ist dieser Umstand auch kein Problem, wenn sich nicht gerade die Countertenöre so massiv dagegen gewehrt hätten (und haben), mit den Kastraten "in einen Topf gepackt" zu werden. Und dies zu Recht: Ihre Art des Singens ist aus meiner Sicht mit denen der Kastraten keinesfalls gleichzusetzen. Ich wiederhole mich diesbezüglich gern: Es dürfte wohl kein Zweifel daran bestehen, dass die Technik des heutigen hohen Singens, also überwiegend mit der Kopfstimme, wie Jaroussky dies praktizert, kaum jener der großen Kastraten (NICHT der Falsettisten, die es damals auch gab) entsprochen haben kann, deren Stimmen - soweit kann man dies unzweifelhaft den zeitgenössischen Quellen entnehmen - vor allem sehr voll waren und einen außerordentlichen Umfang besaßen. Sie waren technisch (vor allem in Beug auf die Atemtechnik) den Damen meist deutlich überlegen. Dies trifft auf die Stimme Jarousskys definitiv nicht zu, die als recht dünn zu bezeichnen ist. Nur im tiefen Register wagt Jaroussky - wie einst Ragin - einige schöne, volle Brusttöne, die sich dann auch gleich wohltuend durch ihre Fülle von übrigen hohen eher dünnen Tönen (z.B. in den Koloraturen) unterscheiden. Insofern suggeriert das vorliegende Album eine Kontinuität, die so nicht existiert.
Doch abgesehen von der naturbedingt eher dünnen Stimme Jarousskys ist das Album natürlich grandios: Die Auswahl des Repertoires lässt Barock-Belcantisten das Herz höher schlagen (vor allem die Graun- und Porpora-Arien!). Jaroussky bewältigt die Partien für einen Counter außerordentlich souverän und technisch brilliant und auch am Dirigat sowie der Aufnahmetechnik gibt es nichts zu mäkeln.

Fazit: Ich hätte mir ein solches Album zwar lieber von Genaux, Pizzolato oder DiDonato gewünscht, trotzdem ist es aber schon allein wegen der Repertoireauswahl ein Muss für Barockfans.
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3 von 3 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 1. Februar 2010
Philippe Jaroussky widmete dieses Album dem Kastraten Carestini.
Es sind ausschließlich Arien zu hören, die eigens für den durchaus ernst zu nehmenden Rivalen Farinellis komponiert wurden.
Voller Respekt für die Gesangeskunst der Kastraten lässt Jaroussky den Zuhörer durch seine großartige Stimme die einstigen Höhepunkte der italienischen Oper erleben. Augen schließen und genießen!

Zu hören sind Kompositionen von
Nicola Porpora, Georg Friedrich Händel, Leonardo Leo, Johann Adolf Hasse, Christoph Willibald von Gluck und Carl Heinrich Graun
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6 von 7 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 21. Juni 2009
Von dem Countertenor Philippe Jaroussky ist man wunderbaren Gesang gewohnt, aber mit dieser Aufnahme hat er sich selbst übertroffen - Eine solche Gesangsleistung hat vermutlich noch kein Mann vor ihm vollbracht.
Jaroussky singt wie stets technisch makellos, was bei den halsbrecherischen Koloraturen viel gesagt ist, und zugleich ganz aus dem Herzen, mit wunderbarem Ausdruck und zutiefst bewegend. Jarousskys Stimmton ist wie stets im Sopranregister glockenrein, im Altregister klangvoll, warm und weich. Das wirklich Bemerkenswerte an dieser Aufnahme sind jedoch einige stimmliche Ausflüge in die Tenorlage, die von Carestinis berühmter Contralto-Technik erzwungen werden ' Jaroussky lässt hier eine kraftvolle und konzentrierte, sehr maskuline Bruststimme erklingen, die dennoch in bemerkenswerter Weise mit seiner Kopfstimme harmoniert. Es erscheint unmöglich, dass ein männlicher Sänger sämtliche Register vom Contralto bis zum hohen Sopran beherrscht, und zwar mit Koloraturen, aber Jaroussky gelingt dieses eigentlich Unmögliche in wahrhaft atemberaubender Weise.
Dass einige der Koloraturpassagen unglaublich komplex sind und Jaroussky sie mit vollendeter Technik, Leichtigkeit und Musikalität sowie mit scheinbar unendlichem Atem singt, braucht kaum betont zu werden. Anmerken könnte ich hingegen, dass ich vor einigen Wochen das Vergnügen hatte, in einem Konzert zu hören, dass Jaroussky all dies auch auf der Bühne in einer so überzeugenden und berührenden Weise vermag, dass das Publikum am Ende mancher Arie über lange Sekunden hinweg wie hypnotisiert war, bevor es zu applaudieren fähig war.
Die Arien, die für den hochmusikalischen Kastraten Carestini komponiert wurden, sind hervorragend ausgewählt und werden vom 'Concert d'''Astrée' unter Emmanuelle Haim exzellent und höchst lebendig musiziert.
Wer auch immer Gesang, Oper oder Barockmusik mag, wird diese außergewöhnliche Aufnahme sicherlich sehr zu schätzen wissen.
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20 von 24 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 19. Februar 2008
Ich kann der vorhergehenden Rezension nur zustimmen!
Die Auswahl der Arien ist wunderbar gelungen und zeigt sowohl das Spektrum von Carestinis Können, als vor allem auch das Jaroussky's. Technisch brilliant und musikalisch wie bei allen seinen Aufnahmen zuvor. Man muss allerdings auch dem Orchester unter Emmanuelle Haim ein Lob zollen, da es mitreisend musiziert und einen wunderbaren Klang erzeugt.
Sehr interessant ist auch das Booklet, in dem eine wunderbare Charakterisierung von Carestinis Stimme beschrieben wird und auch eine sehr informative Biographie in Kurzform gebracht.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 29. April 2014
die CD läuft bei mir immer noch rauf und runter, inzwischen seit Monaten, und wenn ich könnte, würde ich zehn Sterne vergeben.
Sehr abwechslungsreiche Arien, teils sehr virtuos, teils in schönen Tönen schwelgend...
Mir gefällt die Interpretation sehr gut, der klare und saubere Ton sowohl des Orchesters als auch des Solisten sind einfach eine Wonne. Und nach meinem Empfinden hat Jaroussky die Stücke sehr geschickt und zu seiner Stimme passend ausgewählt und interpretiert diese affektreichen Barockarien mit großer Authentizität, sprich: Glaubwürdigkeit, die mitunter (immer noch!) zu Tränen rührt. Ganz wunderbar.
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2 von 2 Kunden fanden die folgende Rezension hilfreich.
am 31. Juli 2010
Seine Stimme ist einfach unvergleichlich. Dieses Album von Philippe Jaroussky ist eines von den schönsten. Wünsche jedem viel Spaß beim hören. Es läd zum träumen und reisen in die Phantasie ein.
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am 28. Februar 2014
Wer sich mit den teils langen Lieferzeiten nicht abfindet, greift wie ich vielleicht zum Download im mp3-Format. Das ist allerdings hier sehr nervig. Abgesehen davon dass man gezwungen ist, den Cloud-Player herunterzuladen, auch wenn man die Cloud gar nicht nutzen will, läuft der Download selbst bei schneller Internetverbindung (DSL16000) recht langsam. Die Qualitätsstufe (256kbit/s ?) wird nicht angegeben. Aber das Abspielen mit hochwertigem Equipment führt zu einem sehr ordentlichen Ergebnis. Ich schätze den Counter Jaroussky außerordentlich und genieße die Aufnahme sehr. Bei dem einen oder anderen Titel erscheint mir die weichere Stimme von David Daniels allerdings gefälliger.
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