Nachdem alle Rezensenten bisher nur den Film beurteilten, gehe ich lieber auf die hier angebotene Blu-Ray Disc ein.
Bild: Das Bild ist äusserst kontrastreich und überzeugt durch sehr gute Schwarzwerte. Nachdem der Film einen sehr hohen Anteil an dunklen Szenen hat, ist dies besonders wichtig. Die Farben sind angenehm.Einziger Wermutstropfen - das Bild ist des öfteren nicht 100% scharf. Die Tiefenschärfe ist ok, aber gerade im Vordergrund des Bildes wäre deutlich mehr Schärfe wünschenswert. (3/5)
Ton: Der deutsche Ton (DD 5.1) bietet gute Atmosphäre, ist sauber abgemischt und durchaus als dynamisch zu bezeichnen (4/5)
Fazit: Es handelt sich hier def. nicht um eine schlechte Blu-Ray, aber es wäre deutlich mehr möglich gewesen - was im Übrigen auch für den Film gilt.
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Äußerst selten kommt es vor, dass ein Film von mir tendenziell eher negativ beurteilt wird. Leider ereilt dieses Schicksal HARRY POTTER 5 ebenso wie sein Vorgänger aus dem Jahr 2005. Vorausschickend wird die Vermutung angestellt, dass die Kenner der Buchvorlage der filmischen Essenz - aus knapp 1000 Seiten wurde mit etwas über zwei Stunden die bislang kürzeste, gefühlt allerdings längste Potter-Episode - eventuell mehr abgewinnen, da die von den Machern offensichtlich in Kauf genommenen Lücken ergänzt werden können.
Selbst die wohlwollendsten Fantasyfans werden die Fortsetzung der Ermüdungserscheinungen, die bereits im Plot der vierten Auflage zu verzeichnen waren, nicht ignorieren können. Zum wiederholten Male werden wir Zeuge der Konfrontation Harrys mit seiner Nemesis Voldemort. Und erneut entkommt - soviel darf überraschungsfrei verraten werden (schließlich folgen noch zwei weitere HP-Bände) - Harry mit knapper Not durch tatkräftige Unterstützung seiner Weggefährten und des titelgebenden Ordens. Bedauerlicherweise trägt Teil 5 - zumindest die Verfilmung - nicht die geringste erhellende Erkenntnis zur dubiosen Beziehung zwischen Harry und Voldemort bei, so dass der Durchschnittszuschauer nach dem mehr oder weniger aufregenden Effektgewitter im teilweise haarsträubend unlogischen Showdown mit einem großen Fragezeichen (anstelle des Blitzes der Erleuchtung) auf der Stirn zurückbleibt. Die bemängelte Unlogik ist vermutlich auf Straffung und Weglassen zurückzuführen. Wie sonst ist zu erklären, dass sich die Zauberlehrlinge mir nichts dir nichts just wenige Minuten vor den bösen Magiern völlig unbehelligt Zutritt zu einer Kammer des offensichtlich unbewachten Ministeriums verschaffen können, um eine bestimmte Glaskugel, eine gewisse Prophezeiung enthaltend, aus welchen Gründen auch immer in Sicherheit zu bringen. Ganz zu schweigen vom unrühmlichen Ende des ansonsten jeder noch so schlimmen Gefahr entronnenen Sirius Black, dessen ab und an plötzliches Erscheinen als Kaminfeuer oder Geistwesen dem Uneingeweihten ziemlich willkürlich und aufgesetzt vorkommt.
Glanzlicht und eine der unterhaltsamsten Sequenzen bildet der Auftritt der umwerfenden Imelda Staunton (PETER'S FRIENDS, VERA DRAKE) als Dolores Umbridge. In der Rolle der äußerlich so bieder und liebenswürdig wirkenden Rektorin, die sich als recht sadistisch veranlagte Kinderhasserin entpuppt, liefert sie ein boshaftes Kabinettstückchen ab, das den übrigen Gaststars wie Alan Rickman (Snape), Emma Thomspon (Prof. Trelawney) oder Brendan Gleeson (Mad-Eye Moody) in ihren recht lieblos und pflichtschuldig abgefertigten Nebenrollen diesmal verwehrt bleibt. Neben Seitenhieben auf Vetternwirtschaft und Bürokratismus könnte man - überraschend für einen Kinderroman und überdies verblüffend tagesaktuell - sogar Kritik am US-Regime in die Umbridge-Episode hineininterpretieren (Jagd auf die abtrünnigen Juniorzauberer, Anstiftung zur Denunziation, Folter zum Erpressen von Geständnissen). Wenn man will. Natürlich ist seit Band 3 jedem halbwegs kenntnisreichen Potter-Konsumenten bekannt, dass die kindliche Anmutung und die Unbeschwertheit der ersten Jahre auf Hogwarts der zunehmend ernsten Erwachsenwerdung der Hauptprotagonisten weichen mussten. Dennoch boten die beiden Vorgänger noch eine ausgewogenere Mischung aus Humor und Terror, wo Teil 5 über weite Strecken völlig humorfrei und meist furchteinflößend daherkommt. Einzelne Schockeffekte, insbesondere während der Auftritte der Totesser, lassen dann selbst eingefleischte Horrorfans die Kindertauglichkeit und die Altersfreigabe ab 12 anzweifeln.
Vermögen weder Story noch Regisseur - tatsächlich sieht man David Yates' erstem Kinofilm seine Herkunft aus dem TV-Sektor an, da kaum ein innovativer Inszenierungseinfall zu verzeichnen ist - das Publikum richtig mitzureißen, so retten wenigstens die Hauptdarsteller den Ruf des Franchise. Daniel Radcliffe überzeugt trotz oder wegen Magerstatur als gequälter, gleichwohl zunehmend psychotischer Teen, Rupert Grints Ron nervt weniger mit Doof-Mimik als im letzten Film und Emma Watson bringt Hermine von neuem bezaubernd und erstaunlich fraulich auf die Leinwand. Die Effekte sind selbstverständlich State-of-the-Art, bis auf das knuffig animierte Riesenbaby bleiben die großen Schauwerte jedoch aus. Letztendlich scheitert HARRY POTTER UND DER ORDEN DES PHÖNIX an den in vier Folgen stets höher gelegten eigenen Standards, vermag immerhin losgelöst und als eigenständiger Beitrag zum Fantasygenre betrachtet noch überdurchschnittlich zu überzeugen. Wahre Potter-Anhänger wie Filmenthusiasten werden dem ehemaligen Zauberlehrling sicher auch künftig die Treue halten - in der Hoffnung, dass die industrielle Routine irgendwann wieder dem naiven Charme der ersten beiden Verfilmungen weicht.
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Ich denke der Film 5 ist ein Mängelwerk und zwar
ab der Szenen des Kampfes im Ministerium! Mir ist
der Film zum Schluss viel zu abgehackt. Leider werden
die Gefühle nach dem Tod von Sirius im Film zu sehr
verfremdet. Er reagiert viel zu gleichgültig als er
nach Hause fuhr sogar lächelnd und glücklich.Es wird
für Harry einfacher dargestellt als der Tod von Cedrik
im 4. Teil.Das Buch wird ZU WENIG zu Rate gezogen.
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